RPG-Blog-O-Quest #28: Jahresrückblick 2017

Dann will ich mal das Jahr positiv beginnen und zumindest nicht gleich die erste Blog-O-Quest zum Thema „Jahresrückblick“ verpennen. Die Fragen für den Januar stammen diesmal von Greifenklaue.

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1. Meine erste Spielrunde 2018 war tatsächlich der Start des 2. Bandes der Theaterritterkampagne (DSA 5) auf dem Kanal von Tsu. Mir ist erst beim Spielen so richtig klar geworden, dass ich die Runde in den letzten Monaten der Pause wirklich doll vermisst habe. In der Spielerkonstellation spielen wir ja öfter zusammen, hatten aber insgesamt jetzt ein bisschen Pause, und ich hab das Ambiente und die Charaktere, SC wie NSC, vermisst. Schön, dass es nun weitergeht. Bin gespannt.

2. Das einprägsamste Erlebnis 2017 in Deiner Rollenspielrunde war der vermeintliche Tod eines SC in einer Runde. Auch hier geht es wieder um die Theaterritterrunde und die Session, in der der Charakter Borik starb – und in der nächsten Session dann doch wieder lebte. Das hat mich wirklich durcheinander gebracht. Ich habe um diesen Charakter wirklich getrauert und fand es superschade, dass er das Zeitliche gesegnet hat. Dann stellte sich jedoch raus, dass es sich um einen Fehler bei der Berechnung der Schadenspunkte handelte, der Charakter also eigentlich gar nicht gestorben wäre … und im Nachhinein dann auch nicht ist. Keine Frage, ich bin froh, dass der Charakter immer noch dabei ist, aber das emotionale Chaos rund um den Verlust, der dann doch keiner war … das war strange und hallte sehr lange nach.

3. Welches Rollenspielprodukt hat Dich im vergangenen Jahr am meisten erfreut? esmoda_coverDa sind viele neue Sachen erschienen, die mir auch wirklich gut gefallen haben. Am meisten beeindruckt hat mich im Nachhinein wohl der Esmoda-Band. Gerechnet hatte ich mit einem Buch über eine große Stadt voller Untoter. Bekommen habe ich ein Buch über eine große Stadt voller Unsterblicher, die sich gesellschaftlich wie auch spirituell durchaus von anderen unterscheiden UND eine dicke Prise des benachbarten asiatischen Flairs aus Zhoujiang mitbekommen haben. Und dass mich das überhaupt begeistern konnte, ist ein Ding an sich. Ich hab für asiatische Settings und asiatisch angehauchte Settings nämlich eigentlich so rein gar nichts übrig.

4. Welchen SC hast Du am meisten gespielt in 2017 , welches System war das und an was werden sich die Mitspieler erinnern? Am meisten gespielt habe ich sicherlich die Hexe Dhana Erlhocker in der Theaterritterkampagne von DSA 5. Ich hab da ehrlich gesagt gar keine besondere Idee gehabt, welche Szenen da erinnerungswürdig gewesen sein könnten. Darum hab ich einfach mal rumgefragt. 🙂 Recht einvernehmlich kam dabei die Szene der Auseinandersetzung zwischen Dhana und Olko heraus. Dazu hatte ich hier auch schon mal was geschrieben. Ein paar andere Sachen wurden noch genannt, aber die stammten nicht aus dem Jahr 2017.

5. Gab es 2017 auch eine RPG-Runde oder -Produkt, welches sich als absolute Zeitverschwendung entpuppte? Warum? Kein aktuelles Produkt, wohl aber ein alter Rollenspielroman. Rundenmäßig gab es durchaus die eine oder andere Enttäuschung, aber Zeitverschwendung war da nix, nö.

Bonusfrage: Welchem Random-Blog-Encounter wirst Du zuerst erledigen? Ui, cool, danke für die Erinnerung. Ich geh dann mal Würfel holen …

Querbeet #6 – und eine Bitte

2018 startet bei mir sozusagen ein bisschen verzögert. Wir sind immer noch dabei, die „neue“ gemeinsame Wohnung hier und da ein bisschen aufzuhübschen und Dinge umzuschieben und solcherlei. Außerdem musste ich erst mal im neuen Job „ankommen“ (was mir bislang so halbwegs gelungen ist), und dann sind nun auch die Prüfungswochen gestartet …

Was trotzdem rollenspielerisch in letzter Zeit so passiert ist oder demnächst passieren soll, dazu gibt es einen Abriss im ersten Video des Jahres, einem Vlog meiner „Querbeet“-Reihe.

In der Infobox, also der Textbox unterhalb des Videos, wenn ihr es euch auf Youtube anschaut, findet ihr Zeitstempel zu den verschiedenen Themen des Videos. Ich packe sie euch gerne auch hierher, aber von hier könnt ihr nur die Zeitpunkte ablesen, nicht direkt springen:

Was habe ich neu? 1:16
Was spiele ich aktuell? 2:35
Was leite ich momentan? 3:20
Was bereite ich aktuell vor? 5:12
Worüber informiere ich mich?/Was hype ich momentan? 6:51
Mitmachaktionen 8:13
Was lese/höre ich momentan? 11:29
Spieltermine 13:53
Eine Bitte an euch! 14:30

Wie ihr seht, geht es bei den letzten etwa 7 Minuten um eine Bitte an euch:

Falls ihr den Kanal noch nicht abonniert habt (aber durchaus mal reinseht), dann macht das doch bitte. Und wenn ihr Leute kennt, für die ein Abo des Kanal eventuell interessant wäre, dann macht doch einfach mal darauf aufmerksam, dass es ihn gibt.

Hintergrund des Ganzen sind die aktuellen Änderungen bei Youtube, bei denen man aus dem Partnerprogramm fliegt, wenn man bis zum 20.2.18 nicht mindestens 1000 Abos und 4000 Minuten Wiedergabezeit nachweisen kann.

Hat man die, bleibt man automatisch drin. Hat man sie nicht, fliegt man automatisch raus. Man kann sich zwar später auch noch wieder dafür bewerben, das bringt allerdings ein paar kleinere Tücken mit sich, zu denen ich im Video auch was sage.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist es vor allem so, dass ich die Option, Endcards bzw. einen Abspann zu nutzen, verlieren würde. Das ist nun kein Drama, aber diese Abspanne nutze ich einfach gerne und sie sind eine schöne Möglichkeit, auf andere Videos (und eine Abo-Option) hinzuweisen. Da mittlerweile ganz alte Videos unter „Videos“ bei Youtube schon länger gar nicht mehr aufgelistet werden für Besucher und nur noch über Playlists, wenn man sie denn dort eingebettet hat, zu finden sind, ist das auch neben den Infocards die einzige Möglichkeit, auf deren Existenz noch hinzuweisen. In den letzten 4 Jahren haben sich sicherlich ein paar Videos angesammelt, bei denen ich mittlerweile denke „oh wei“, aber ich finde, es sind durchaus auch ein paar Videos dabei, auf die man ruhig auch heute noch verweisen kann. 😉

Da mir „nur“ etwa 65 Abos fehlen, um nicht aus besagtem Programm zu fliegen und mir eine spätere Neubewerbung zu sparen, bitte ich also erstmals nach über 4 Jahren Youtube um Abos.

Hinzuzufügen ist, dass eine spätere Neubewerbung nicht zwangsläufig bedeutet, dass mein Kanal überhaupt wieder im Partnerprogramm landet. Hintergrund der Änderungen ist in erster Linie, dass Youtube seine Plattform attraktiver machen möchte für Werbekunden, denen also Reichweite (Abos) UND eben entsprechende Wiedergabezeiten präsentieren möchte. Ich hab meinen Kanal in den letzten Jahren aber nicht monetarisiert. Gut möglich, dass Youtube sich dann auch gegen eine (erneute) Aufnahme ins Partnerprogramm entscheiden würde mit der (durchaus korrekten) Annahme, dass ich auch in Zukunft nicht die Absicht habe, irgendwelche Werbung zu schalten …

[RPG-Blog-O-Quest] Dezember 2017: Ausblick auf 2018

Eigentlich bin ich, zumindest gefühlt, mit meinem Jahresrückblick noch gar nicht fertig, aber Greifenklaue möchte zum Abschluss des Jahres in der RPG-Blog-O-Quest lieber was zu den Plänen für 2018 wissen.

Es sind mal wieder die von mir so ungeliebten Lückentexte. Drolligerweise hat Greifenklaue dazu Hilfestellungen eingebaut für die Leute, die Schwierigkeiten mit Lückentexten haben. Hierzu als kurze Rückmeldung: Ich zumindest habe keine Probleme mit der Handhabung, sondern mag den Stil nicht. Aber sei es drum. Auf gehts!

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1. Am meisten freu ich mich 2018 RPG-technisch auf …

… die beiden Splittermondrunden, die im nächsten Jahr starten und – hoffentlich – damit dann Splittermond bei mir auch mal zu einem regelmäßigen Spiel bringen.

Weiterhin grob geplant ist ein One-/Fewshot zu AFMBE, worauf ich mich einfach auch schon mal freue, zumal ich das schon echt lange nicht mehr gespielt habe.

Und natürlich freue ich mich schon darauf, wie es bei der Winterkönigin weitergehen wird und darauf zu sehen, wie weit wir da im Verlauf von 2018 kommen werden.

Ich bin mir trotz meiner „Systemminimierungsvorhaben“ aber sicher, dass ich irgendwann 2018 auch mal einfach was ganz anderes spielen/leiten werde, was mir spontan in den Kopf kommt. 🙂

2. Mein nächstes Projekt für 2018 ist …

… in erster Linie mehr zu Splittermond zu machen.

Blogbezogen habe ich ja schon ein paar Vorhaben erwähnt; unter anderem möchte ich 2018 zwei neue „Reihen“ anfangen. Ob das eher was fürs Blog wird oder mehr was für den Youtubekanal, weiß ich noch nicht. Konkretere Pläne existieren auch noch nicht. Ich hatte vor Monaten allerdings schon gesagt, dass ich wieder mal was zum Thema Spielleiten machen will, und nach dem jüngsten Artikel und dem Feedback werde ich wohl irgendwas zum Kochen planen. Mal schauen, was daraus wird und wann genau.

3. Mein Pile of Shame, … , ist 2017 …  Davon wird 2018 … 

Ach, sowas habe ich nicht wirklich. Natürlich schwirren hier zig ungelesene Bücher rum, es gibt viele noch ungesehene Serien und sowas, aber ich zähle die nicht oder lasse mich davon belasten.

Nachdem ich vor ein paar Monaten die Konmari-Methode für mich entdeckt habe, sind hier über 300 Bücher ausgezogen, jede Menge Kleidung, und meine Daten habe ich auch umfassend ausgemistet. Da geht noch einiges, sodass ich glaube, dass sich 2018 noch sehr viel mehr verabschieden wird.

2018 soll endlich mal wieder ein übersichtliches Jahr werden. Und da zählen solche Sachen für mich rein.

4.) Auf welches RPG-Ereignis freust Du Dich 2018 am meisten?

Vor allem freue ich mich schon sehr auf die Heinzcon. Die Ferienwohnung ist gebucht, jetzt muss es nur noch mit dem Dienstplan klappen. Da ich ab Januar eine neue Stelle antrete und entsprechend erst mal in Urlaubssperre bin, ist das derzeit noch ein bisschen wackelig; aber ich hoffe, es wird klappen.

5.) Blogtechnisch hab ich mir für 2018 vorgenommen …

… mehr und wieder regelmäßiger zu bloggen.

Dieses Vorhaben hatte ich bereits für 2017, wo es aber sozusagen grandios daneben ging. Tatsächlich entstanden hier 2017 lediglich etwa nur 2/3 Blogartikel im Vergleich zu 2015 und 2016.

Bonus: 2018 dürft ihr Euch auf folgende Aktion/Artikel/Produkt/… von mir freuen: 

Da habe ich bislang nichts Konkretes im Kopf. Ich möchte aber insgesamt mehr Struktur in (alle) meine Onlinepräsenzen bringen. Mit ziemlicher Sicherheit wird das auch hier irgendwie seinen Niederschlag finden, auch wenn ich noch keine Ankündigungen zu irgendwas Konkretem machen kann, was den Blog betrifft. Einfach, weil mir da noch nichts vorschwebt.

Kochen fürs Rollenspiel

Kochen für die Runde? Sehr interessiert, aber zunehmend verwundert las ich just den Artikel von Spielosophie zum Thema.

Kochen und Rollenspiel verbindet zwei meiner Hobbys, weshalb ich das Thema auch 2012 schon mal für den Karneval der Rollenspielblogs vorgeschlagen hatte.

Warum und inwiefern, dazu möchte ich jetzt, inspiriert durch oben erwähnten Artikel, mal genauer eingehen.

Mein Hintergrund zum Thema

Ich koche seit 1992 selbst, einfach weil meine Mutter es damals nicht einsah, wegen einer meiner „Macken“ mehr Arbeit zu haben. Damals hatte ich beschlossen, fortan vegetarisch zu essen, und nach einigem Hin und Her bekam ich ab sofort wöchentlich einen Anteil des Wochenbudgets, um mich damit selbst zu verpflegen. Da mich das Kochen bis dahin nicht interessiert hatte, führte mich mein Weg also erst mal durch zig Kochbücher aus der Bücherei. Und durch die Erfahrung, nach 2-3 Tagen wunderbarer Gerichte kein Geld mehr in der Kasse zu haben. 😉

1996 begann ich meine Ausbildung zur Krankenschwester, in deren Rahmen zumindest damals auch einiges an Ernährungslehre auf dem Plan stand (in der Schule hatten wir sowas nicht). Da ging es in erster Linie um Nährwerte, deren Berechnung, Mikro- und Makronährstoffe sowie Ernährung bei bestimmten Erkrankungen, aber das war schon einiges, und ich fand das damals sehr spannend.

Daraus wurde, dass ich später berufsbegleitend noch eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin absolviert habe. Das war inhaltlich sehr … bodenständig. Es gab viele Wiederholungen für mich, aber ich habe auch eine Menge gelernt, was zum Beispiel Grundrezepte, Menüentwicklung, Vorratshaltung, Budgetierung und so weiter betrifft.

moehrenlachsNoch ein bisschen später war Ernährung dann aus der anderen Richtung ein Thema für mich. Als selbstständige Dozentin für Gesundheits- und Krankenpflege habe ich unter anderem Betreuungsassistenten für Senioren ausgebildet, an einem Standort mit hauswirtschaftlichem Schwerpunkt. Dabei hatte diese Ausbildung, ebenso wie andere Gesundheitsförderungskurse, die ich geleitet habe, auch einen praktischen Anteil in einer Übungsküche. Dafür habe ich Rezepte unter unterschiedlichen Aspekten und für unterschiedliche Personenzahlen zusammengestellt und selbst entwickelt, die dann praktisch nachgekocht wurden.

Zum damaligen Zeitpunkt war ich längst auf die vegane Lebensweise umgeschwenkt und habe zudem entsprechende Kochkurse für Privatpersonen angeboten, auch hier mit unterschiedlichen Schwerpunkten und mit Aromaküche als einem meiner Steckenpferde.

Kochen fürs Rollenspiel

Mein allererster Blog entstand damals (2000? 2001?) tatsächlich als Rollenspielblog, auf dem ich Rezepte aus der heimischen Runde postete bzw. den Mitspielern die Rezepte zugänglich machte. Ergänzt wurde das um fiktive Rezepte mit entsprechend fiktiven Zutaten, und später dann noch um Rundeninfos, Zusammenfassungen usw., bevor dieser Blog hier (ich berichtete hier schon grob) entstand.

Piroggen für die Winterkönigin

Piroggen für die Winterkönigin

Der damalige Blog hatte als Hintergrund Kacheln mit Erdbeeren und sah fürchterlich aus. 🙂 Er fand sein Ende, als der Herr, der ihn hostete, auf Nimmerwiedersehen sang- und klanglos verschwand und meinen Blog gleich mitnahm.

Bis ich das Kochen übernahm, wurde bei jeder Session Pizza bestellt. Bei wirklich jeder Session. Ich hab nun nix gegen Pizza, aber diese geballten Schachteln sind mir damals echt gegen den Strich gegangen. Es hat mich ein bisschen Überzeugungskraft gekostet, bis ich die Runde dazu bewegen konnte, eine Essenskasse aufzumachen. Befürchtungen waren: zu teuer, dauert zu lange, schmeckt nicht.

Zu teuer war am leichtesten auszuhebeln. Einfach die Pizzakosten bewusst machen und dann festlegen, dass jeder pro Termin 3€ in die Kasse gibt, fertig.

Dass es zu lange dauert entkräftete ich damit, dass wir zu Beginn des Treffens essen und ich entsprechend vorbereiten würde. Bestellt hatten wir sonst auch immer zu Beginn, die Wartezeit dann mit Geplänkel verbracht und dann erst nach dem Essen „richtig“ zu spielen begonnen, war also auch keine Umstellung.

Na, und dass es nicht schmeckt, blieb eben ein offenes Risiko. Ich argumentierte damit, dass bei 3€ ja im Zweifel noch genug Geld übrig sei, um doch noch Pizza zu bestellen. 😉

Entwicklung der Rollenspielkocherei

Anfangs gab es einfach was zu essen. Ich machte mir keinerlei Gedanken zum Rollenspielbezug, sondern schlichtweg darum, für die 3€ einfach jeden satt zu kriegen und zufrieden zu stellen, um mich mit dem Vorgehen längerfristig durchzusetzen.

Als dann bald klar war, dass es bei der Kasse bleiben würde und alle befunden hatten, dass selbst kochen (bzw. Selbstgekochtes zu essen) die bessere Wahl sei, passte ich hier und da mal irgendwas thematisch an.

Bahari-Schokotorte

Bahari-Schokotorte

Das war nichts Weltbewegendes. Auf dem damals ersten Con für Chroniken der Engel hatte es schon thematisches Kochen gegeben, darum kam mir auch erst bei einer Kampagne dieses Spiels die Idee dazu, die ich dann flugs umzusetzen begann. Nur ohne Meerschweinchen (wer das Spiel kennt, wird ihn verstehen …).

Einen „Durchbruch“ von an das Spiel und/oder das Kampagnen-/Sessionthema angelehnten Gerichten kam dann aber tatsächlich erst mit Shadowrun auf. Es ist erstaunlich, wie wenig Vorstellungskraft viele Leute im Hinblick auf Soyfood haben. Das war damals noch nachvollziehbarer als heute, wo man Sojaprodukte in jedem Supermarkt bekommt, aber auch heute höre/sehe ich oft noch Runden, die völlig abstrusen Kram im Hinblick auf Soyfood von sich geben. Bei uns war es damals also naheliegend, einfach mal Soyfood auf den Tisch zu bringen.

Irgendwann brach diese langjährige Truppe dann wie so viele andere doch mal auseinander, aber es folgten andere, für die ich dann mindestens zeitweise kochte, dann allerdings ohne Essenskasse, sondern einfach so als Gastgeberin, weil ohnehin bei mir gespielt wurde.

Hinzu kam dann noch ein bisschen später der zeitweilige Fokus eher auf LARP-taugliches Essen.

Aktueller Kochstatus

Ich spiele mittlerweile weitgehend online, wodurch sich das Kochen fürs Rollenspiel weitgehend erledigt hat. Weitgehend, weil wir zwischendurch dann schon auch mal Tischrunden hatten, wo eben auch gekocht wurde. Sozusagen von allein, ohne Diskussion, sondern mehr selbstverständlich, allerdings auch ohne Rollenspielbezug. Gemeinsam gekocht wurde dabei noch nie, sondern die jeweiligen Gastgeber hatten was vorbereitet und/oder der Rest was (Ergänzendes) mitgebracht.

Witzigerweise habe ich schon mehrfach überlegt, ob ich nicht auf dem Blog und/oder via Youtube mal eine Kochreihe starten soll. Bislang bin ich immer davor zurückgeschreckt, weil ich überhaupt nicht einschätzen kann, ob/wie viele sowas interessieren würde und auch, weil es ein unglaublicher Aufwand ist, vor allem im Hinblick auf Video. Darum ist es bislang bei wenigen vereinzelten Beiträgen geblieben, so wie hier oben die Dragon-Muffins, die ich mal zum RSP-Karneval gebacken habe.

Ich hatte eine Zeit lang den Youtubekanal Nerdküche, wo ich beispielsweise Rezepte aus dem Kochbuch zu Werewolf, the Apocalypse nachgekocht habe, auf Tsus und meinem gemeinsamen Blog und Kanal haben wir das eine oder andere zum Thema gemacht, und hier und da verirrt sich auch schon mal was woanders hin, aber eben alles mehr sporadisch.

Ideen für Rezepte im Zusammenhang mit Rollenspiel habe ich zigfach, ob nun bezogen auf bestimmte Spiele/Regionen oder im Hinblick auf „möglichst günstig, für möglichst viele“ – so wie auch die Nerdküche angedacht war. Hier mal der alte (noch nicht fertige; habe keine Endversion mehr) Trailer des Kanals:

Und nu?

Irgendwie habe ich das Gefühl, ich könnte jetzt noch Jahre lang was zu dem Thema schreiben. Andererseits geht mir gerade ein bisschen die strukturierte Puste aus.

Wie handhabt ihr das denn so bei euch? Zumindest von Tagschatten weiß ich, dass dort auch gekocht wird und es gibt auch entsprechende Rezepte auf seinem Blog. Auf den Artikel von Spielosophie verwies ich eingangs ja auch schon mal.

Gibt es bei euch auch essensbezogene Blogposts? Interessiert euch sowas? Falls ja, inwiefern mögt ihr dazu was lesen? Rezepte allgemein? Günstiges? Simples? Thematisches, also bezogen auf bestimmte Spiele/Regionen? Sonst was?

Schreibt doch mal! Wie ihr vielleicht mitbekommt: Ist voll mein Thema, interessiert mich brennend. 🙂

Ach so: Kochen für die Immersion? Das ist das, was mich bei Spielosophies Artikel so erstaunt und verwundert hat. Ich bin bislang nicht mal auf die Idee gekommen, damit irgendwie die Immersion steigern zu wollen. Für mich ist das einfach das Verbinden von Hobbys, was Praktisches und Fun. Ist das bei euch anders?

Pathfinder: Die Winterkönigin – Band 4 abgeschlossen

Dass wir den 4. Band der Winterkönigin in der gestrigen Session beenden würden, damit habe ich echt nicht gerechnet. Ich ging davon aus, dass es eine weitere Session brauchen würde, um diesen Teil abzuschließen. Aber gut: Zeit für einen kleinen Rückblick.

Allgemeines nach der Halbzeit

Nach dem Abschluss von Band 3 hatten wir uns zu einem Livestream getroffen und ganz allgemein ein bisschen über Pathfinder, den Abenteuerpfad Die Winterkönigin und unsere Gruppe geplaudert. Das war Mitte April 2017.

Und tatsächlich noch im selben Jahr haben wir es geschafft, auch Band 4 abzuschließen – in unserer 49. Session. Hab ich schon erwähnt, wie sehr mich das begeistert?

Im Mai 2015 habe ich einen Artikel dazu verfasst, wie ich zu Pathfinder kam. Den habe ich eben auch noch mal selbst gelesen und an manchen Stellen irre kichern müssen. Ich hab seitdem soviel D&D-mäßigen Kram gespielt! Nicht nur das, ich habe mich vor allem mit der 5. Edition von D&D intensiv beschäftigt. Und wie. Was nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass Tsu und ich die deutsche Ausgabe lektoriert haben. Was aus verschiedenen Gründen ein unglaublicher Aufwand war, worauf ich mittlerweile aber ehrlich gesagt auch ziemlich stolz bin. 🙂

ACHTUNG: Bei den folgenden Abschnitten ist nur jeweils der erste Absatz spoilerfrei. Alle anderen (ausgenommen das jeweils weitgehend spoilerfreie Fazit des Bandes) enthalten fette Spoiler sowohl zum Abenteuerpfad als auch zur Runde als solche!

Band 1

Für Band 1 haben wir am längsten gebraucht, nämlich 14 Sessions mit insgesamt rund 37 Stunden Spielzeit.

feengeistDas Ganze beginnt in dem kleinen taldanischen Dorf Heldren.  Es gab ein paar Zombies (bin ich ja immer für zu haben *g*), fiese Feengeister, eine für die Spieler ausgesprochen überraschende Falle, eine Räuberbande und den ersten NSC, der in Erinnerung blieb: Frau Zwei-Pfennig.

Außerdem gab es eine entführte Adlige und die laut Rückmeldungen wohl gruseligste Szene des bisherigen Abenteuerpfades: eine Wachhütte mit einer Puppe …

An einem Portal verzeichnete die Gruppe schließlich ihren fast ersten Toten, und das ausgerechnet genau, als die Gruppe gerade ein Portal entdeckt hatte.

Oh, und natürlich begegneten sie dem Schwarzen Reiter der Baba Jaga, der ihnen „freundlicherweise“ die Quest auferlegte, Baba Jaga zu finden. domowoi

Ebenfalls ein bisschen gruselig war das Eintreffen in einem Dorf namens Waldsby – einer Art düsterer Kopie von Heldren. Doch hier machten sie auch die nächsten erinnerungswürdigen Bekanntschaften: Nadja Petska, ihre Besen schwingende Haushaltshilfe, ihre beiden Kinder und den sehr Dobby-artigen Hausgeist Luk. Traurig wurde es auch noch mal, als die Charaktere erkannten, dass die Wächterpuppe, der sie begegnet waren, die Seele von Nadjas Tochter beinhaltete. 🙁

Und natürlich gab es zum Ende hin auch einen Dungeon, nämlich einen Hexenturm, wo die entführte Adlige gefunden wurde, eine Sylphe, die Tsu Charakter Ulfjik zu einem mutig-wahnsinnigen Sprung in die Tiefe animierte, und nach einigem mehr schließlich auch der Hexer mit seiner Ziegenvertrauten.

Fazit Band 1:

Für mich gab es in diesem Band unheimlich viel zu entdecken. War auch nicht schwer, da ich mich eben mit Pathfinder abseits von Fluff-Schmökerstunden nicht gut auskannte.

Ich hab keine Ahnung mehr, ob die gute Halborkin Zwei-Pfennig schon immer so bei uns hieß, im Buch heißt sie jedenfalls Zehn-Pfennig. Ist aber auch egal, auf ein paar Pfennig kommt es ja nicht an … aber erst in der letzten oder vorletzten Session hat sie jemand aus der Gruppe mal wieder erwähnt und sich gefragt, was wohl aus ihr geworden sein mag. Sowas mag ich, finde ich gut.

Einen der größten Lacher überhaupt gab es in der 3. Session bereits. Es hatte was mit nähen zu tun … hihi. 🙂

Insgesamt habe ich diesen ersten Band in wirklich guter Erinnerung behalten. Rückblickend hat er am meisten von dem, was ich mir von dem Pfad auch versprochen hatte, nämlich Feen, Mystik und ein kleines bisschen Grusel. Ich mochte auch die Abwechslung aus Dorf, Landschaft und Dungeon sehr gern. Es ist wirklich viel passiert in diesem ersten Band, eben auch nachhaltiges, woran man sich auch jetzt noch erinnert.

Band 2

32 Stunden spielten wir an diesem Teil und nutzten dafür 12 Sessions. Ich hätte die Differenz zum ersten Band jetzt höher eingeschätzt als nur 5 Stunden. Inhaltlich ging es einfach ein bisschen fixer, weil ich erstmals ein paar Kleinigkeiten weggelassen hatte, größtenteils entwicklungsbedingt.

Teil 2 begann noch recht harmlos, als sich die Gruppe mitsamt Nadja, ihren Kindern und dem kleinen Domowoi auf den Weg in Richtung Weißthron machte. Mittlerweile hatten sie herausgefunden, dass sie sich nicht mehr in Taldor, sondern in Irrisen, sehr viel weiter nördlich gelegen, befanden.

Sie trafen auf ihrem Weg eine Huldra, der sie ihren geliebten Mann wiederbringen konnten, doch gab es in diesem Band auch die ersten Toten zu vermelden: neben einem der Charaktere starb auch die NSC-Begleiterin Nadja.

Mit der Unterstützung von Nadjas „Schwiegeronkel“ Ringeirr gelang es den Charakteren, in Irrisens Hauptstadt Weißthron zu schleichen. Dort machten sie den Schrein der Immerblüte aus, einen verborgenen Kult der Milani, wo die Verstorbenen wiederbelebt wurden, allerdings nicht in früherer Gestalt als Menschen. Nadja wurde als Zwergin wiederbelebt, Fredrick als Halbling.

Schließlich kämpften sich die Charaktere durch Logriwitschs Uhrenturm, wo es ein paar Leute zu retten gab, bevor die Charaktere den jungen weißen Drachen besiegten.

Doch damit war der Band noch nicht zu Ende, denn auf Weißthrons Marktplatz hatte ein Dickicht zu wuchern begonnen. Und mittendrin, so sagte man, sollte sich Baba Jagas legendäre tanzende Hütte befinden. dämmerpfeifer

Bevor die Charaktere diese Hütte jedoch fanden, hätten sie ihren Gefährten Isirian beinahe an einen Dämmerpfeifer verloren, becircenderweise. Becircend waren allerdings nicht nur die Dämmerpfeifer, sondern das Dickicht verbarg auch ebensolche Bakchantinnen. Da waren die „Augenmonster“, denen sie begegneten, bodenständigeres Terrain für die Charaktere. 😉

Am Ende stand dann endlich die ersehnte tanzende Hütte, die zu betreten sich nicht so ganz leicht gestaltete. Sehr viel schwerer jedenfalls als der tolle epische Endkampf gegen die Hexe Nazhena, die einfach so, na ja, von ihrer eigenen Eiswand erschlagen umkippte. War super …

Fazit Band 2:

Dieser Band hatte einige schöne Szenen. Schön … na, auf jeden Fall erinnerungswürdige. Der Tod von einem Charakter – und teils auch von einer liebgewonnenen NSC – war natürlich besonders bemerkenswert und führte im Verlauf auch zu ein paar Kürzungen, um den Spieler möglichst schnell wieder ins Spiel bringen zu können. Das ist ganz gut gelaufen, finde ich.

Einen Narren gefressen habe ich in diesem Band ja vor allem am beschriebenen Milani-Kult, zu dem es in diesem Band noch allerlei Zusatzinformationen gibt. Und soweit ich weiß, übrigens auch nur in diesem Band. Einiges davon fand auch den Weg ins Spiel, vieles wiederum auch nicht.

Im Nachhinein hätte ich gern mehr rund um den Kult eingebracht, und ein Mitspieler meinte später auch, er hätte gern mehr von der Stadt gesehen und dort noch ein bisschen was erlebt. Rückblickend wäre das sogar sinnvoll gewesen, aber mir war zu dem Zeitpunkt auch nicht so bewusst, dass Städte in Zukunft Mangelware werden würden und hatte darum nicht mehr Zeit in Weißthron eingeplant.

Der Endkampf ärgert mich immer noch ein bisschen. Kippt die olle Hexe einfach so um. 🙁

Band 3

Knapp 28 Stunden in 10 Sessions verbrachten wir mit dem dritten Buch.

In diesem Band mussten sich die Charaktere erstmals durch eine neue Konfiguration der tanzenden Hütte bewegen und sich entsprechend orientieren. Gleichermaßen hilfreich wie verwirrend waren dabei ein paar mystische Raben. Ordentlich erschreckt wurde Isirian von einem belebten Albtraum.

albtraumNach einigen Irrungen und Wirrungen erkundeten die Charaktere dann die Dvezdamarsch und fanden irgendwann auch heraus, dass sie sich zwar noch auf Golarion, aber in Iobaria befanden. Ein Landstrich, den quasi keiner kennt. Hier gab es jede Menge Frostriesen und die friedlichen Zentauren. Letztere hatten sogar eine Stadt im Angebot (die ich selbst erstellt hatte), sodass wir sogar eine Shoppingsession einbauen konnten.

Und danach ging es in einen unglaublich großen Dungeon mit allerlei „Leuten“ darin. Das reichte von halbverwesten Hunden über Forlarren-Vivisektionisten bis hin zum Endkampf in der Äonengrube natürlich, wo man sich einem bösartigen Zentaurenkleriker stellen musste. vsevolod

An dieser Stelle gab es dann auch Verstärkung für die Gruppe, denn mittendrin gab es leider wieder einen Charaktertod, nach dem wir entschieden, nicht nur den Charakter gegen einen anderen zu ersetzen, sondern nun doch auch einen weiteren Spieler mit ins Boot zu holen. So kam Lex, mit dem ich schon seit Jahren spiele, als Paladin Sir Duncan mit dazu.

Fazit Band 3:

Ich freue mich immer noch über die Stadt der Zentauren, die im Band selbst eher eine Hintergrund-Infonotiz ist, und die ich dann selbst erdacht und eine Karte dafür erstellt habe. Ist auch die hübscheste Karte geworden, die ich bislang so zustande bekommen habe. Und gelohnt hat es sich auch, denn ganz ehrlich: Mit der Gruppe hat auch eine Shoppingsession wie diese (übrigens Session 5 dieses Bandes) unheimlich viel Spaß gemacht. 🙂

Der riesige Dungeon ist mir hingegen unglaublich auf den Sender gegangen. Ab Session 5 ging es in den großen Dungeon, und das, wo ja im Grunde bei der Hüttenkonfiguration zu Beginn auch schon ein mehr oder weniger klassischer Dungeon mit dabei war. Das große Ding war nicht gut aufbereitet und hat mich einiges an Arbeit gekostet, um das Ganze sinnvoll in Roll20 einzubasteln. Auch die völlige Unberechenbarkeit, wohin die Charaktere nun gehen könnten, war anstrengend.

Aus den Rückmeldungen kam mehrfach, dass die Spieler durch sehr unterschiedliche Stimmungen in unterschiedlichen „Räumen“ des Dungeons verwirrt waren. Das freut mich immerhin, denn das ist Teil der geplanten Szenerie.

Unter dem Strich hat mir dieser Band insgesamt am wenigsten gut gefallen bislang. Da war viel Unruhe drin, fand ich, und es fehlte an dem für Spieler und auch Zuschauer erkennbaren roten Faden, glaube ich. Den gibt es, ist alles nett und schlüssig im Buch beschrieben, aber nur die Hälfte davon lässt sich auch wirklich sinnvoll ins Spiel einbringen. Alles andere sind Hintergründe, die nett zu lesen sind, aber eben nicht viel bringen im Spiel.

Band 4

Knapp 29 Stunden waren wir im vierten Band des Abenteuerpfades unterwegs.

Die neue Konfiguration der Hütte führte die Gruppe – sehr zur Freude von Isirian und dem Pony Rübe – in einen großen Garten. Natürlich gab es dort auch einige Kampfbegegnungen, die von sprechenden Katzen bis hin zu cthulhoiden Wesen reichten, bis die Charaktere schließlich den Ausgang entdeckten.

Zuvor jedoch befreiten sie einen sozusagen intergalaktischen Händler aus einem Rubin, was ihnen seitdem die Möglichkeit gibt, auch ohne Städte unterwegs einige Dinge zu kaufen oder zu verkaufen.

nevraHinaus in die Schneelandschaft getreten – wohin auch sonst? – irrte die Gruppe kurz durch die fremde Landschaft des Planeten Triaxus, bis sie auf eine triaxianische Kämpferin und ihren Verbündeten des Drachenvolks trafen. Bescaylie, wie die gute Dame hieß, brachte die Gruppe in die Hornwallfestung, wo sich die Helden dem Kampf gegen die Angreifer aus den Dralanden anschlossen.

Natürlich gab es auch hier wieder reichlich zu kämpfen, immerhin handelte es sich um eine versuchte Eroberung der Festung. Doch es gab auch beschauliche Momente, wie beispielsweise der geschlossene Reiterbund zwischen einem der Charaktere und einem NSC des Drachenvolks namens Nevra.

Doch schon zügig ging es weiter durch Schnee und Eis bis zu einer Gletscherkluft, die einen spirituellen Wert für einen Stamm der Adleten, humanoiden Wolfswesen, hatte. Hier galt es, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Relikte eines Adleten-Ahnen zu finden und zugleich einen verborgenen Eingang in die Festung des Drachen Yrax, um den nächsten Schlüssel für die Weiterreise mit der Hütte zu erlangen.

Natürlich gelang der Gruppe beides, und mehr noch, fand Isirian auch ein neues „Haustier“, bevor die Gruppe buchstäblich mit dem Kopf durch die Wand ging und in der Küche der Festung landete, wo ihnen eine Nereide ein paar wertvolle Tipps für das weitere Vorgehen gab. Allerdings erst im zweiten Anlauf, nachdem die Gruppe sich gegen eine ganze Horde von Konstrukten zur Wehr setzen musste. yrax

Der restliche Weg durch die Festung war danach allerdings beinahe ein Kinderspiel, und der alte Drache Yrax konnte schließlich zu Fall gebracht werden.

Fazit Band 4:

Der vierte Band hat mir wieder besser gefallen als der dritte. Die beiden enthaltenen dungeonartigen Strukturen waren überschaubar, und die Anfangsschlacht, durch die die Charaktere Siegpunkte erringen konnten, die letztlich das Endergebnis beeinflussten, war mal was anderes.

Natürlich mochte ich die ruhigen Szenen in der Festung, das Reden mit NSC, den geschlossenen Reiterbund und all diese Kleinigkeiten unheimlich gern. Das war beschaulich und entspannend zwischendurch. 🙂

Auch der Kampf gegen die Konstrukte vor allem hat mir gut gefallen, weil es endlich mal wieder ein Kampf war, der länger andauerte und nicht gleich innerhalb von 2-3 Runden entschieden war. Das ist mittlerweile, wo die Charaktere auf Stufe 12/13 und insgesamt gut aufgestellt sind, selten geworden. Für mich steht da der Vorbereitungsaufwand in keinem Verhältnis zu dem Kampf, wie er dann letztlich stattfindet, was echt schade ist.

Ui, einen kleinen Retcon hatten wir in diesem Band auch mal, weil ich etwas Wichtiges vergessen hatte. Zuvor war ich SO gespannt darauf gewesen, wie sich eine bestimmte Sache im Spiel auswirken würde und dann … hatte ich sie vergessen. Hmpf.

Ab hier wieder völlig spoilerfrei!

Ausblick

Wir machen jetzt erst einmal eine Pause, bevor wir mit dem 5. und damit vorletzten Band starten. Das wird diesmal eine längere Pause, denn es stehen verschiedene RL-Sachen bei 2-3 Leuten an, die einen längeren Break sinnvoll machen. Genau genommen werden wir erst Ende Februar 2018 weiterspielen, vielleicht auch erst im März.

Dennoch gab es diesmal eine Vorbesprechung, weil der 5. Band sich von den anderen inhaltlich doch sehr abhebt. Das beinhaltet einmal einige neue/zusätzliche Regeln, doch inhaltlich gab es auch ein paar Dinge zu besprechen, weil es im nächsten Band ein paar Aspekte gibt, die wir schlichtweg nicht (so) spielen wollen. Ich bin also gespannt, wie sich das in der Vorbereitung und später im Spiel so machen wird.

Wenn abseits der Umbrüche zum Jahreswechsel sonst keine größeren Ausfälle zu erwarten sind, könnten wir den Abenteuerpfad zum nächsten Jahreswechsel tatsächlich beenden, wenn auch eher Januar/Februar 2019 als um Weihnachten 2018 rum. Mal sehen. 🙂

Schon öfter kam die Frage auf, ob wir danach was anderes zusammen spielen, ob wir danach einen weiteren Abenteuerpfad zusammen spielen oder irgendwas in der Art.

Was mich betrifft, so kann ich mit Sicherheit sagen, dass es danach keine weitere Pathfinder-Runde mehr für mich geben wird. Auf den ersten paar Leveln ist das alles noch ganz nett und ich kann mich auch nach wie vor für vieles aus dem Fluff von Pathfinder begeistern. Danach wird das Spiel aus meiner Sicht aber immer absurder, und generell regeltechnisch werde ich damit niemals warm werden. Will ich auch einfach schon längst nicht mehr, weil ich für mich nicht sehen kann, wozu ich mir das antun sollte.

Ich bin unglaublich stolz auf diese Runde, die nun schon seit über 2,5 Jahren regelmäßig zusammenfindet, obwohl man Onlinedingen ja immer so eine kurze Beständigkeit nachsagt. Ich bin unglaublich dankbar für diese Gruppe und diese Gruppenkonstellation, und das auf mehreren Ebenen. Wir verstehen uns outgame allesamt gut, es passt ingame gut zusammen – mehr kann man nicht wollen, oder?

Sogar einen Neuzugang mitten in Band 3 und einen Charakterwechsel hat diese Gruppe einfach so weggesteckt und schon 1-2 Sessions später glaubwürdig so gespielt, als wäre die Gruppe nie eine andere gewesen. Jeder gibt sich Mühe, seinen Charakter (und dessen besondere Merkmale) einzubringen, die anderen mit im Spiel zu halten, Szenen zu beschreiben, im Dialog zu bleiben … ich finds wirklich toll. Vielen Dank an euch; ihr seid super! 🙂

Na gut, wäre es nicht Pathfinder, wäre es vielleicht noch ein kleines bisschen perfekter, kann sein. Aber dann wäre es auch nicht die Winterkönigin, die ich vor 4 Jahren so sehnsüchtig unbedingt leiten wollte. Und das tue ich. Immer noch. Noch eine ganze Weile. Und ich freu mich drüber, sehr sogar.

Wer übrigens mal reinsehen will: Die 126 Stunden gibt es zum Nachsehen. Das schafft ihr bis Februar. 😀

 

Blognews & -fragen

Heute gibt es einfach mal ein paar Blogsnews.

Hinter den Kulissen plane ich diverse Häppchen zum Thema Rollenspiel, die demnächst (vielleicht auch erst so ab Januar, mal sehen) ihren Weg auf diesen Blog und/oder Youtube finden, aber zwischendurch macht man ja schon mal was so nebenher.

Pinterest

pinterest_logoDazu gehört einmal, dass ich ein Pinterest-Widget eingebastelt habe – seht ihr in der rechten Seitenleiste. Ich bin seit einem Weilchen auf Pinterest aktiv, allerdings scheint es da gar nicht mal so viel Rollenspielkram zu geben. Und ich selbst habe Pinterest bislang auch nur andernweitig genutzt.

Einer Laune folgend habe ich da mein Profil aber umgestellt und fange nach und nach an, Blogartikel und Youtubevideos von mir rein zu werfen. Das wird noch ein Weilchen dauern, bis es aktuell ist und ich mich daran machen werde, auch (für mich) interessante Sachen anderer Leute oder vielleicht sogar auf Pinterest selbst entdeckter Sachen zu pinnen.

Nutzt ihr eigentlich (auch) Pinterest? Auch für Rollenspielsachen, oder nur/auch andernweitig?

Splittermond-Discord

Discord-SpliMo-LogoDann habe ich ein Widget für den Discord-Server von Splittermond eingefügt, ebenfalls in der rechten Seitenleiste zu sehen. Das ist ein inoffizieller Server, den Malchenstein erstellt hat. Bislang ist es noch eher still dort, aber es füllt sich langsam und ich hoffe, dass es mit der Zeit dort noch ein bisschen lebhafter werden wird.

Übrigens findet da morgen der erste Versuch eines Voicechat-Stammtischs dort statt, ab 19.30 Uhr, falls jemand Zeit und Lust hat. Ich bin sehr gespannt, wie das laufen wird und auch, ob und wie chaotisch das so wird. 😉

Youtube

Neulich habe ich ja meinen 4. Kanalgeburtstag mit einem Livestream (und Gästen) gefeiert, und das hat wirklich viel Spaß gemacht.

Dabei wurden auch allerlei Fragen gestellt, und eine davon bezog sich auf Youtube. Der Natur nach ging es da weniger darum, warum man auf Youtube aktiv ist, sondern mehr darum, wie man damit anfängt und wie man mit so einem Kanal umgeht, also Tipps und sowas.

Da habe ich mich im Nachgang gefragt, ob das vielleicht auch BloggerInnen und/oder BlogleserInnen interessieren würde? Gebt mir dazu doch mal euer Feedback, würde mich echt sehr interessieren.

Reisen in Splittermond

Soll ja Leute geben, die das (als PDF kostenlos downloadbare) Grundregelwerk von Splittermond nicht gelesen haben, lesen wollen, nicht gekauft haben oder wie auch immer. Genau diesen Leuten widme ich meinen zweiten Beitrag im Rahmen des Karnevals der Rollenspielblogs, der im November von Sorben und Zornhau ausgerichtet wird, und zwar mit dem Thema Stadt, Land, Dungeon. Dieser Beitrag ist also wohl dem Land zuzurechnen. Er befasst sich mit dem Reisen, wie der Titel schon verrät, und stellt zentrale Elemente des Kapitels kurz vor.

NOV-Karneval-Logo

Allgemeines zu Reisen in Splittermond

Das Grundregelwerk spendiert diesem Thema 6 Seiten des Grundregelwerks. Zu Beginn gibt es ein paar beispielhafte Angaben zu Reisegeschwindigkeiten. Beispielhaft einerseits deshalb, weil zwar Reisen zu Fuß, Pferd und Schiff angesprochen werden, aber es durchaus Modifikatoren gibt. Hierbei gibt es Vorschläge zu schlechten Umständen und zum Gewaltmarsch.

Ein Gewaltmarsch erhöht zwar die Tagesleistung, zieht aber auch eine Zähigkeits-Probe nach sich, die zur Erschöpfung führen kann.

Ein weiterer Absatz befasst sich mit den Kosten einer Reise. Das Spiel bietet sowohl die Möglichkeit des detaillierten Nachhaltens als auch des groben Überschlagens von Kosten. Ein weiterer Einflussfaktor ist der Wert eines Charakters in der Ressource Vermögen. Für Seefahrten werden noch ein paar Besonderheiten angegeben.

Alle diese Informationen werden übrigens unter der Voraussetzung gegeben, dass man sie nutzen will. Es sind keine in Stein gemeißelten Angaben, sondern Hilfestellungen.

Reisetypen in Splittermond

Unterschieden werden grob drei Typen der Reise: Schnellreise, Erkundungsreise, die goldene Mitte.

Ich denke, die Typen sind recht selbsterklärend, dennoch:

Bei der Schnellreise handelt es sich um den Typ, eben schnell von A nach B zu gelangen, wobei der Reise selbst keine besondere Aufgabe zukommt. Bei der Erkundungsreise ist die Reise der Mittelpunkt, wird also ausgiebig ausgespielt. Und die goldene Mitte setzt ein paar Schlaglichter.

Abseits des Narrativen unterscheiden sich die Häufigkeiten von verschiedenen (möglichen) Proben im Rahmen der Reise.

Beispielsweise lautet die Empfehlung für Schnellreisen, lediglich eine Probe auf Wildnisführung und besondere Ereignisse pro Reise würfeln zu lassen – und dann die Handlung entsprechend anzupassen natürlich.

Bei der Goldenen Mitte sollte man pro Zone würfeln lassen (zu den Zonen komme ich nachher noch), und das zusätzlich für Lagerbereitung und Versorgung.

Bei der Erkundungsreise variiert der Detailverliebheitsgrad. Lagerbereitung, Versorgung und Ereignisse sind laut Tabelle täglich zu würfeln. Dort gibt es allerdings bereits den Hinweis, dass dies ein sehr detailliertes Ausspielen ergibt, sodass es sich eventuell empfiehlt, das Intervall auf 3-7 Tage zu erhöhen. Bei der Wildnisführung sollte man der Empfehlung nach weiterhin pro Zone, mindestens jedoch einmal wöchentlich würfeln.

Wildnisführung

Bei der Wildnisführung geht es darum, die weitere Reise zu planen, währenddessen zu erkunden und entsprechend die besten und sichersten Wege zu finden. In Splittermond entspricht dies einer Probe auf Überleben, wobei die Schwierigkeit des Wurfes von der Zone abhängt.

Bei misslungenen oder gar verheerenden Proben kann die SL die negativen Erfolgsgrade einsetzen, um die Konsequenzen zu bestimmen. Beispielsweise ist das Reisetempo deutlich geringer, die Gruppe verirrt sich und/oder die Reiserichtung weicht von der geplanten ab und so weiter.

Ebenso funktioniert es umgekehrt, dass also bei gelungenen Proben die zurückgelegte Strecke größer ist, dass sich die Gruppe bei der Lagerbereitung und Versorgung durch einen Bonus leichter tut et cetera.

Lagerbereitung

Dies bezeichnet ganz klassisch das Finden eines geeigneten Lagerplatzes sowie die Versorgung mit Wasser und Brennholz beispielsweise.

Auch hier ist wieder eine von der Zone abhängige Probe auf Überleben fällig.

Konsequenzen hängen auch hier von den Erfolgsgraden ab. Negative Erfolgsgrade können von der SL verteilt werden, um die nächtliche Heilung zu reduzieren, das Lager leichter zu entdecken machen oder einen Malus bei der Versorgung zu geben. Vielleicht lockt das Lager sogar Gefahr an? Umgekehrt lassen sich mit positiven Erfolgsgraden die Heilungsrate verbessern, das Lager schwerer zu entdecken sein oder ein Bonus bei Versorgungsproben erreichen.

Versorgung/Nahrungssuche

Proben zur Nahrungssuche hängen von der Art ab. Bei Pflanzen und Kräutern wird Naturkunde gewürfelt, sonst Jagdkunst.

Das Prinzip sollte deutlich geworden sein zwischenzeitlich. 😉

Zonen

Splittermond unterteilt Regionen in unterschiedliche Zonen. Abhängig von der Zone variieren die jeweiligen Herausforderungen.

Zonenbeschreibungen geben Schwierigkeitsgrade für die unterschiedlichen Proben an, die Modifikation der durchschnittlichen Tagesstrecke, und sie bieten grobe Zufallstabellen für verschiedene Ereignisse (Feinde, Hindernisse, nichts, Reiseglück, Freunde).

Im Grundregelwerk gibt es die Zivilisation, Rand der Wildnis, Wildnis, Gefahrenzone, Wüste, Land in Finsternis.

Während man in der Zivilisation bei 6-10 auf 1W10 beispielsweise freundliche Begegnungen erwürfelt, passiert einem das in der Wildnis nur bei einer 10, in einer Gefahrenzone gar nicht, um dazu mal Beispiele zu nennen.

Zur Häufigkeit von Ereignissen gibt es als Regel sozusagen den gesunden Menschenverstand. Es sollte klar sein, dass man in einer Wüste beispielsweise seltener auf zumindest Reisende trifft als auf einer Handelsstraße. Davon abgesehen hängt die Häufigkeit von Ereignissen auch von der Art der gespielten Reise ab.

Auch zur Art der Ereignisse in den jeweiligen Kategorien finden sich abschließend im Kapitel einige Beispiele.

Wie finde ich das?

Ich finde die Reiseregeln von Splittermond sehr elegant gelöst.

Was? Das ist alles gar nicht neu, gab es davor schon und überhaupt?

Ja, weiß ich, dennoch verfügen die meisten Systeme, auch neue, über entsprechende Regelmechanismen, die mir allerdings persönlich alle nicht so gut gefallen wie eben die von Splittermond.

Zunächst einmal mag ich die Skalierbarkeit des Ganzen, die einzelnen Gruppen und ihren Vorlieben entsprechende Möglichkeiten an die Hand gibt, ohne irgendwas aufzudiktieren. Gerade für Anfänger finde ich diese Option ungemein wichtig.

Hinzu kommt, dass sich in den Regeln kein Bruch wiederfindet, wie ich ihn schon öfter bei Systemen erlebt habe. Es wird also nicht plötzlich ominös mit einem W3, W4 oder W20 gewürfelt, den man sonst im Spiel nicht nutzt, es werden keine separaten Regelkonstrukte/Proben erfunden, sondern alles ist mit 1-2 W10 wie üblich und auch mit den üblichen Proben abzuhandeln. Klingt simpel, klingt selbstverständlich, ist es meiner Erfahrung nach aber eben nicht.

Was mir ebenfalls gefällt: Es reicht völlig aus, mit dem Grundregelwerk zu spielen, um eben solche Reisen abzuhandeln. In den einzelnen Regionalbänden finden sich Ergänzungen zu Zonen und Ereignissen. Wer da also eher unkreativ unterwegs ist und/oder gerne noch mehr spezifische Anregungen haben möchte, findet dort entsprechend welche. Sie sind aber nicht notwendig. Und selbst die Kaufabenteuer enthalten nochmals spezielle Zufallstabellen zum Thema. Wofür auch immer man sich also entscheidet: Man steht nicht alleine da, sondern wird entsprechend an die Hand genommen. So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Perfekt!

Spielerfahrung & Schwächen

Jawohl, Spielerfahrung ist vorhanden. Konkret genutzt wurde die in einer Runde, in der es kreuz und quer durch Selenia ging. Wem das nichts sagt: Das ist eher die klassische Fäntelalter-Gegend von Splittermond, also nichts besonders exotisches.

Genutzt wurde in dieser Runde der Typ der Erkundungsreise, es wurde also oft und viel gewürfelt. Ausmachen konnte ich dabei zwei Schwächen.

Fokussierung

Wenn man Charaktere in Splittermond darauf auslegt, dass sie in bestimmten Bereichen wirklich was „reißen“ können, hat so ein Charakter ein paar wenige Fertigkeiten (von 27 allgemeinen Fertigkeiten, also abseits Kampf und Magie), in denen er wirklich gut ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei jemandem sowas wie Überleben darunter ist, ist in einer Gruppe an sich relativ hoch. Allerdings ist es noch wahrscheinlicher, dass derselbe Charakter auch derjenige ist, der Jagdkunst und Naturkunde gut beherrscht. Bei Naturkunde gibt es da noch am ehesten eine Verteilung (Kräuterkundler usw.). Abseits dessen, dass das durchaus „realistisch“ ist, sorgt es bei Erkundungsreisen mit häufigem Würfeln dafür, dass ein einzelner Spieler unverhältnismäßig oft würfelt. Das lässt sich stellenweise ein bisschen aufweichen, indem zum Beispiel jemand mit hohem Wert in Anführen dabei unterstützen kann, dass die Reisegruppe den Empfehlungen des Überlebenskünstlers vertraut, oder eben dadurch, dass der eine jagen geht, derweil ein anderer sammelt, aber der Fokus liegt doch eher auf einem Charakter. Hier ist also gefordert, sich entsprechend was zu überlegen, um diesen Fokus auszugleichen. Beispielsweise indem die Zufallsbegegnungen/Ereignisse dann nicht auch noch welche sind, die in diese Fertigkeiten fallen, sondern solche, die eben andere Schwerpunkte fordern.

Zahlengelaber

Wer nur mit Zahlen spielt, kriegt dabei keine Worte raus. Irgendwie logisch, oder? Ein weit verbreitetes Problem, das man ja auch aus anderen Spielen kennt: Sobald gewürfelt wird, redet man nur noch über Zahlen, nicht mehr über Aktionen, Reaktionen, Ereignisse und Geschichten. Kann man mal machen, manche mögen das besonders gerne, was mich betrifft, ist das meist nicht so mein Ding, sondern ich verpacke Würfelergebnisse lieber in Erzählungen, wenn möglich. Wenn man aber nun pro Abend (gemeint ist der Ingame-Abend, nicht die Session) 3x würfeln lässt zum Thema Lager und Versorgung, und dann noch lang und breit die Ergebnisse diskutiert, dann verbraucht das ungemein viel Zeit, die ich persönlich eher als überflüssigerweise verloren ansehe. Letztlich ist das aber ein möglicherweise auftretendes Problem innerhalb der Gruppe, das auch mehr mit deren Spielweise zu tun hat als mit den Reiseregeln von Splittermond konkret.

Beides sind für mich allerdings keine Schwächen, die sich auf die Reiseregeln von Splittermond selbst zurückführen lassen. Gut, von 3 Proben zwei auf dieselbe Fertigkeit würfeln zu lassen, ist vielleicht nicht optimal, mir persönlich würde da aber nun mal auch nichts Passenderes an der Stelle einfallen.

Letztlich kommt es auf das gewünschte Spiel(erleben) und auch auf das Feingefühl von SL und durchaus Gruppe an, wie man damit umgeht. Ein paar Ideen dazu habe ich ja eben schon beim ersten Punkt angerissen.

Huch, (m)ein Geburtstag!

Schon wieder ist es Sorben, der mich zu einem Blogpost veranlasst. Diesmal liegt es an der aktuellen Blogwatch (No. 18), in der er unter anderem auf das 20-jährige Jubiläum von Orkenspalter hinweist sowie auf den 3-jährigen Geburtstag von Grüne Würfel.

Orkenspalter

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich in den Anfängen meiner Internetzeit Ende der 1990er Jahre (ganz stilecht mit Modem, versteht sich – wir hatten ja sonst nichts …) Orkenspalter entdeckte und begeistert war von all den kompletten Abenteuern dort, die wir eifrig genutzt haben (eins davon führte zur für mich legendären Moor-Story). An dieser Stelle also auch von mir ein herzliches Dankeschön und meinen Glückwunsch!

Grüne Würfel

Grüne Würfel kannte ich noch gar nicht, ist aber direkt mal in meinen Bookmarks gelandet. Cooles Projekt, sowas mag ich. Also auch hier sozusagen unbekannter Weise: Herzlichen Glückwunsch!

Upps, ich werde ja auch älter …

Durch Sorbens Beitrag erinnerte ich mich fieberhaft daran, dass auch mein eigener Geburtstag wieder direkt vor der Tür steht.

Real feiere ich den immer Mitte März eines Jahres. Meinen ersten Blogbeitrag im Rollenspielbereich (mit dem alten Blog) verfasst ich übrigens am 13.07.2011.

Seit Bestehen meines Youtube-Kanals veranstalte ich allerdings in jedem Jahr einen Live-Sabbelstream am Tag des Kanalgeburtstags, wenn ich da nicht gerade Spät- oder Nachtdienst habe. Und mein allererstes Youtubevideo ging am 13.11.2013 online. Ganz hartnäckig, weil ich damals unbedingt sofort starten wollte, aber total heiser war. 🙂

Ankündigung: Livestream

Am 13.11.2017 ab 19.30 Uhr wird es entsprechend auch in diesem Jahr wieder einen Livestream geben.

Wenn ihr mit dabei sein wollt (Zuschauer/Livechat), dann klickt einfach auf den Link zur gegebenen Zeit; er bringt euch dann hin.

Worüber ich mich immer sehr freue sind Fragen, die ich dann beantworten kann, sehr gerne auch im Vorfeld.

Dieses Jahr werde ich den Stream mit meinen sonst mehr oder weniger regelmäßigen Vlogs Querbeet verbinden, also darüber plaudern, was so gespielt wird, womit ich mich gerade beschäftige und so weiter.

Unter allen, die live teilnehmen (via Chat) und/oder bis Sonntag, 12.11.2017 um 19 Uhr Fragen/Ideen via Blogkommentar, E-Mail, Twitter oder Nerdpol-PN einreichen, wird auch eine Kleinigkeit verlost.

Und als zusätzliches Schmankerl werde ich dort wohl auch schon ein bisschen Jahresrückblick und -ausblick einfließen lassen. Dazu zählt dann auch zu verraten, mit welchem Spiel ich mich 2017 schwerpunktmäßig beschäftigen möchte. 😉

Blog-O-Quest #26: Wettbewerbe, Aktionen & Blogtouren

Neuer Monat, neue Blog-O-Quest, und diesmal stammen die Fragen mal wieder vom Würfelheld.

rpgblogoquest_logo

1. An welchen Blogaktionen, Wettbewerben, usw. hast du bereits teiltgenommen bzw nimmst teil (bei Wiederkehr)?

Wie andere hangele auch ich mich am langen Einleitungstext zur diesmonatigen Blog-O-Quest entlang.

Den Media Monday habe ich aufgegeben. Habe dort mit dem Veganerds-Blog öfter mitgemacht, obwohl Lückentexte nicht so mein Ding sind und ich relativ schnell das Gefühl dauernder Wiederholungen hatte. Als die Aktion dann so umgestellt wurde, dass man quasi nur noch als wirklich sehr regelmäßiger Teilnehmer überhaupt in der Liste der Teilnehmer landen kann, gab mir das den entscheidenden Ruck, es ganz sein zu lassen.

Diese Bücherfragen finde ich persönlich im Rollenspielbereich eher befremdlich. Es gibt ja zahlreiche solche Aktionen, wovon der Follow Friday nur eine ist. Klar, Rollenspiel hat sehr viel mit Büchern zu tun, trotzdem ist das für mich ein Thema abseits des Rollenspiels, das ich auch gar nicht in der Form verbinden möchte. Meinem Empfinden nach ist das Bücherthema noch ferner als der Media Monday.

Den Karneval der Rollenspielblogs mag ich sehr gerne. Da habe ich schon einige Monate organisiert und auch einige Male mitgemacht. Hier würde ich mir von mir selbst wünschen, dass ich häufiger mitmache und zeitintensiver organisiere, also in diesen Orga-Monaten selbst mehr am Ball bin. Ich hoffe jedenfalls, die Aktion bleibt uns noch lange erhalten, auch wenn sie in letzter Zeit auf verschiedenen Ebenen ein bisschen schwächelte – ob gefühlt oder tatsächlich.

An der Rollenspielchallenge habe ich mich bislang 2x versucht, allerdings waren mir die Voraussetzungen zuletzt ein bisschen zu schrill bzw. nichts, was sich mit meinem Spielverhalten besonders gut gedeckt hat, weshalb ich es aufgegeben habe. Wenn das nur temporär wäre, fänd ich das allerdings super; würde da gerne ein weiteres Mal mitmachen.

Die Blogwatch von Gelbe Zeichen klicke und lese ich auch jedes Mal an, mag ich sehr gerne. Ist aber ja nichts zum Mitmachen in dem Sinne und findet darum eher Erwähnung auf Basis des Einleitungsartikels zur Blog-O-Quest.

Sehr, sehr viel Spaß hatte ich beim Vlogtaculum, das Tsu, Purpltntcl und ich ein Jahr lang ausgerichtet haben.

Beim Winter One Page Contest habe ich bislang 2x teilgenommen, wenn ich mich nicht irre. Ist ebenfalls eine unheimlich tolle Aktion, wie ich finde, und ich würde auch 2017 gern wieder mitmachen. Ob das klappen wird, hängt bei mir immer stark von meiner Auslastung ab, die leider gerade im Dezember sehr hoch ist (Arbeit, Uni, Weiterbildung).

Oh, und natürlich habe ich auch schon ein paar Male beim RPGaDay mitgemacht. In diesem Jahr täglich in Videoform, früher in Blogform, gemischt täglich und in Zusammenfassungen.

2. Wie sind deine Erfahrungen mit diesen?

Im Grunde habe ich schon vieles bei der ersten Frage beantwortet. Darum picke ich mir hier nur ein paar heraus.

Ich mag den Karneval der Rollenspielblogs unheimlich gerne und bin immer wieder erstaunt und begeistert über die Kreativität der einzelnen Teilnehmer. Dabei lese ich Spielmaterial genauso gerne wie „Sachtexte“ zum Thema, also quasi Meta-Gedanken und -Ideen. Besonders faszinierend für mich ist, dass in diesen Themenmonaten ganz viele unterschiedliche Dinge zusammenkommen. Nicht nur inhaltlich, sondern auch ein bunter Blumenstrauß aus unterschiedlichsten Ansätzen, Motivationen und Spielen.

Der bunte Blumenstrauß ist es auch, der mich für den WOPC sehr begeistert und mich auch beim Vlogtaculum sehr gut unterhalten hat.

Tatsächlich hat mir in diesem Jahr auch der RPGaDay unheimlich gut gefallen. Das liegt weniger an den Fragen (obwohl ich selbst mit denen wirklich gut zurechtkam größtenteils), als vielmehr daran, dass Tsu und ich uns vorgenommen hatten, wirklich an jedem einzelnen Tag ein Video hochzuladen und die einzelnen Videos möglichst vor unterschiedlichen Hintergründen abzudrehen. Dadurch sind wir in dem Monat wirklich viel unterwegs gewesen und haben unsere Spaziergänge dann unter anderem eben mit der Beantwortung der Fragen ergänzt. Das hat wirklich viel Spaß gemacht; werde ich zukünftig sicherlich noch mal so angehen, auch wenn das viel Aufwand war.

3. Findest du, dass es genügend Aktionen gibt oder kann es davon nie genug geben?

Ich bin da so ein bisschen zwiegespalten. Einerseits LIEBE ich solche Aktionen und war schon zu Schulzeiten immer ganz begeistert von diesen Heften, wo man Fragen beantworten sollte zu Lieblingsschauspielern, -liedern, -essen und so weiter, auf der anderen Seite kommt man irgendwann vor lauter Fragen und Aktionen dann ja (noch) weniger zum sonstigen Bloggen. 😀

Sind aber ja auch nicht alles Aktionen mit Fragen, sondern gerade der Karneval der Rollenspielblogs, das Vlogtaculum und der WOPC zielen ja vielmehr darauf ab, Dinge zu kreieren. Sowas finde ich immer super. Würde es davon mehr geben, fänd ich das toll, allerdings nicht auf monatlicher Basis. Da würde nur die Energie aktiver Blogger/Vlogger völlig verschwimmen und keine der Aktionen so richtig ins Auge fallen. Diesbezüglich würde ich also eher nicht (viel) mehr haben wollen, sondern mich eher über mehr Teilnahmen bei den noch bestehenden Aktionen freuen.

4. Würdest du gerne selber eine Aktion ausrichten und wenn „ja“ was schwebt dir vor?

Hab ich beim Karneval ja schon einige Male gemacht und ganz generell bin ich gerne für sowas zu haben. Problem: Mir schwebt da nix vor. Ich habe also keine diesbezüglichen Ideen, die ich noch gerne umsetzen würde. Wäre da also eher als temporärer Supporter zu sehen. 😉

5. Was wünscht du dir von bereits wiederkehrenden Aktionen und warum?

In erster Linie, dass es sie auch zukünftig gibt. Weil: siehe oben.


Kommen wir zu den Formalitäten, wenn ihr auch bei der Blog-O-Quest mitmachen wollt:

  • An jedem Monatsersten werden fünf Fragen/Lückentexte gestellt. Der Starter wird im rsp-blogs-Forum festgelegt. Man bittet um Beantwortung auf euren Blogs, Vlogs oder im Forum
  • Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um den sich die Fragen drehen
  • Über die Zusendung eurer Links, per Mail, Kommentar, usw. freuen sich die Organisatoren
  • Jeder, der sich die Zeit nimmt, die Fragen zu beantworten, ist herzlich willkommen
  • Die “RPG-Blog-O–Quest”-Logos dürfen selbstverständlich in den Beiträgen benutzt werden. (alle drei, welches besser gefällt)

Posten für Intrigen in der Stadt (Vampire)

Wie vielen bereits bekannt sein dürfte, haben wir einige Jahre mit einer Vampire-Kampagne verbracht. Sie begann als Dark Ages-Runde nach den üblichen oWoD-Regeln, wurde nach kurzer Zeit aber in die nWoD/CofD konvertiert. Das Setting blieb dabei unverändert, zumal wir anfangs größtenteils die Inhalte der „Transylvanischen Chroniken“ spielten. Wir hatten jedoch relativ schnell diese Nase davon voll, dass unsere Charaktere von A nach B gescheucht wurden, irgendwelche Gefallen erarbeiten sollten und derlei mehr. So wurde unsere Kampagne zunehmend freier  und charakterfokussierter. Dazu zählten Ausflüge bis nach Indien aus eigener Feder, wechselnde SL, aber eben auch die Verfolgung eigener Ziele.

Und genau letzteres passt recht gut zum Karneval der Rollenspielblogs in diesem Monat. Das Thema lautet „Stadt, Land, Dungeon“ und wird gemeinsam von Sorben und Zornhau organisiert. Dieser Artikel hier widmet sich dem Thema Stadt.

NOV-Karneval-Logo

Voraussetzungen

In unserer Kampagne war es uns gelungen, uns in Kronstadt (Brasov) einzunisten, und dort wollten wir auch unseren Stand festigen und ausweiten. Hierbei agierten wir zwar grundsätzlich als Gruppe, doch waren die einzelnen Motivationen und Ziele recht unterschiedlich. An manchen Stellen brachten sie durchaus auch Konkurrenzsituationen mit sich. Hinzu kamen anfangs zwei, später ein Spieler, die es eher nicht so mit dem kooperativen Spiel hatten und gern PvP-Situationen im Spiel wollten, die der Rest ablehnte.

Wir entschieden, eine Weile das Stadtspiel in den Fokus zu rücken und wollten dabei den individuellen Wünschen entgegen kommen. Dazu zählte einerseits der Machtausbau für jeden einzelnen innerhalb der Stadt. Doch auch die Beziehungen, ob gut oder schlecht, zu den anderen Orten Siebenbürgens sollten thematisch möglich sein.

Zunächst erstellten wir in liebevoller Kleinarbeit eine Hexmap „unserer“ Stadt, in der wir sowohl die unterschiedliche Bevölkerungsdichte und auch Art der Bevölkerung, sowas wie Stadtviertel abbilden wollten. Also beispielsweise die Bereiche, in denen vermehrt Handwerk (unterschiedliche) anzutreffen war, die Umgebung der Kathedrale mit besseren Wohnhäusern, Gilden und so weiter.

Außerdem waren wir natürlich nicht die ersten Vampire in der Stadt; ein paar waren dort bereits ansässig, die ebenfalls verortet werden mussten.

Abschließend legte jeder von uns fest, wo sein Charakter ansässig geworden war, was wiederum sehr leicht war, da wir das zuvor in den Sessions bereits erzählerisch abgehandelt hatten nach und nach.

Leider habe ich kein Bild mehr der gesamten Karte gefunden, wo dann auch umliegende Bauernhöfe, Straßen und sowas noch zu erkennen gewesen wären. Aber das genutzte Bild aus den Anfangszeiten gibt euch ja vielleicht dennoch einen kleinen Eindruck von dem, das wir da erstellt haben.

Kronstadt-Hexmap relativ zu Beginn

Kronstadt-Hexmap relativ zu Beginn

Mini-Game: Primacy

Um unsere Ideen umzusetzen, nutzten wir grob die Primacy-Regeln aus dem nWoD-Buch Damned City. Wer es nachlesen möchte, findet die Beschreibungen dort ab Seite 235. Es steht dort übrigens extra dabei, dass es sich dabei nicht um ein Mini-Game handele, aber … na, wir fanden schon. 😉

Noch mal: Wir nutzten das System nur grob und reduziert, nämlich so, wie es für uns am besten taugte, dass es möglichst flüssig spielbar blieb. Wer also nachliest, findet im Buch noch ein paar Sachen mehr und ein paar Sachen auch ein wenig anders.

Einfluss

Eingeführt wurde ein neuer Vorteil, nämlich Einfluss, den jeder abhängig von seinem aktuellen Status, also abhängig von der Rücksprache mit der Gruppe, für (je 10) EP erwerben konnte. Einen Punkt von 2 hatten zu Beginn alle, wobei man 1 Punkt abgeben konnte an einen anderen Charakter. 10 war das Maximum. Welcher Wert wie viele Vorteile bringt, findet sich im Buch in einer Liste.

Beispiele:

  • bei Einfluss 1: 10 Posten maximal, 1 Schutz/Loyalität
  • mit Einfluss 3: 20 Posten maximal, 2 Schutz/Loyalität
  • bei Einfluss 6: 35 Posten maximal, 3 Schutz/Loyalität

Posten festlegen

10 Posten maximal hieß nicht, dass man 10 zuverlässige Menschen kontrollierte, sondern vielmehr konnte man seine Punkte auf verschiedene Leute aufteilen. Zum Beispiel 10 Leute mit jeweils einem Punktwert von 1 ausstatten oder 5 Leute mit einem Punktwert von 2 oder wie auch sonst. Diese Punkte waren vergleichbar mit den Punkten, wie man sie bei Kontakten verteilt. Umso mehr Punkte ein Posten also bekam, desto mehr Macht, Geld, Einfluss, Kenntnisse usw. hatte diese Person. Die Punkte wurden allerdings jeweils nur einem Skill zugeordnet, der zugleich einen Schwerpunkt des Postens repräsentierte.

Der Wert Schutz symbolisierte den körperlichen Schutz eines Assets. Loyalität spiegelte seine geistige Standfestigkeit wieder. Beide Werte konnten nur so oft an Assets verteilt werden, wie man Einfluss hatte. Mit Einfluss 1 konnte man also nur 1-2 Leute schützen (1x physisch, 1x psychisch), mit Einfluss 3 bis zu 6 Leuten und so weiter. Wichtig: Diese beiden Schutzmöglichkeiten fielen nicht unter den Bereich der Aktionen, sondern waren zusätzlich möglich.

Aktionen umsetzen

Bei einem sogenannten „Primacy Turn“ unterbrachen wir die aktuelle Handlung und für eine abgesprochene Anzahl an Nächten (1-2) spielten wir dann stattdessen mit den Posten. In diesen Nächten waren unsere Charaktere also damit beschäftigt, die von uns einzeln festgelegten Aktionen umzusetzen, statt sich mit anderen Dingen zu beschäftigen.

Folgende Aktionen waren möglich: Angreifen, Verteidigen, Locken, Bedrohen, Aktion/Posten ausspähen.

Es war eine Aktion pro Posten möglich (Hausregel) und wir nutzten die – sonst eher verhasste – Methode, unser Ziel für die jeweilige Nacht auf einem Zettel geheim zu notieren.

Irgendwer fing dann an, las seinen Zettel vor und begann dann, die Notizen erzählerisch auszuschmücken. Also: Gegen oder für wen richtete sich die Aktion und wie sah die Umsetzung konkret aus? Nach der Beschreibung wurde gewürfelt. Gab es Kollisionen mit anderen Spieleraktionen (z.B. jemanden angreifen, der von jemand anderem geschützt wurde), meldete sich der betreffende Spieler zu Wort und das Würfeln veränderte sich entsprechend. Ansonsten ging es reihum oder storyentsprechend weiter.

Je nach Aktion und Erfolgen konnte man so Posten generell oder an andere verlieren. Man konnte sie generell oder von anderen gewinnen. Oder man bekam mehr Informationen darüber, wer wem die Loyalität zugesagt hatte und warum. Oder auch, wozu sich jemand die Loyalität eines Postens überhaupt gesichert hatte.

Konsequenzen

Abschließend setzten wir das normale Spiel bis zum nächsten „Primacy Turn“ fort, falls nicht vorab zwei aufeinanderfolgende ausgemacht worden waren.

Je nachdem, wie viele Posten man gewann, konnte man so auch automatisch an Einfluss gewinnen und mehr Menschen für sich gewinnen. Oder aber man verlor so viele Posten, dass der Einfluss sank.

Spielerfahrungen & weitere Möglichkeiten

Für uns hat dieses System, so wie wir es nutzten, tatsächlich ganz gut funktioniert. Es war eine interessante Möglichkeit, an seinen Einflussmöglichkeiten im Spiel zu drehen.  Durch die begrenzte Zahl an Runden dieser Art und möglichen Aktionen blieb das Ganze auch fokussierter. Es gab den PvP-orientierten Spielern in abgewandelter Form eine Möglichkeit dazu, ohne dass die SC der anderen dadurch direkt betroffen wurden abseits ihrer Einflusspunkte. Durch die zwingende Beschreibung sorgte das Ganze auch für eine gewisse Plausibilität der Aktionen, was dem Spiel ebenfalls zuträglich war.

Die Möglichkeiten gemäß Buch sind umfangreicher. Sie beinhalten beispielsweise auch Agenten und separate Ressourcenpunkte, den Einsatz von Einflusspunkten an sich und derlei mehr. Uns war das zu umständlich.

Vielleicht gibt es ja dem einen oder anderen von euch dennoch eine Idee mit. Falls ja, lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen. Und falls ihr Erfahrungen mit dem kompletten Primacy-System gemacht habt, vielleicht sogar noch gute, dann sowieso. 🙂