So, Feierabend. Teil 4. Wollen, sollen, müssen.

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Heute und morgen geht es nun in dieser Artikelreihe um meine Schlüsse aus all meinen Beobachtungen/Ansichten, die ich in den letzten drei Tagen gebloggt habe. Falls ihr es verpasst habt: Artikel 1, Artikel 2, Artikel 3.

Ich glaube, die Artikel heute und morgen bieten eher wenig Diskussionsgrundlage. Über Rückmeldungen dazu freue ich mich natürlich trotzdem. Bei rsp-blogs ist bereits einiges an Meinungen zusammengelaufen, ansonsten gern via Twitter oder einfach hier im Blog mittels Kommentar.

Und jetzt kommen wir mal zum Thema, der mich überhaupt auf die ganze Schreiberei gebracht hat:

Was will (müsste/sollte) ich machen?

Youtubekanal

Den Youtubekanal gibt es seit aktiv seit November 2013. Aktuell gibt es da knapp 400 Videos, aber ich hätte gerne sehr viel mehr. Nicht wegen der Zahl, sondern weil ich eine ellenlange Liste mit Videoideen habe, die über die Jahre stetig angewachsen ist. Zur Verdeutlichung: Selbst mit täglichen Videos und ohne Livestreams könnte ich damit mehr als 2 Jahre füllen. Ernsthaft.

Muss ja nun nicht sein, so tägliche Videos. Kann man machen, aber ich als Zuschauer*in beispielsweise komme bei sowas nicht mal hinterher. Und ich hab auch keinen Bock darauf, ständig Videos zu drehen, zu schneiden etc. Dann mache ich ja nix anderes mehr. Aber regelmäßig so 3x/Woche inklusive Livestreams oder so? Das wäre eigentlich nett.

Was hält mich ab?

Freizeit aktuell zumindest nicht mehr unbedingt nach meinem letzten Jobwechsel (abseits von so Sachen wie Sommerferien, Weihnachten etc.).

Eher

a) die Gesamtzeit (aufnehmen plus schneiden plus rendern plus hochladen, Infobox füllen und Co.; ein 10-minütiges Video kostet mich etwa 30-60 Minuten Zeit, könnte auch mal mehr sein).

b) das fehlende Feedback. Kommentare gibt es kaum, Views deutlich weniger als bei Livestreams, daraus resultiert dann für mich die Frage, ob sich der Aufwand lohnt.

c) dass ich die Zeit anders „ausgebe“, beispielsweise täglich sicherlich 2 Stunden für das Anschauen von Youtubevideos und das Lesen von Foren-, Discord-, Twitterbeiträgen. Fällt mir durch meine monatliche Übersicht neuerdings besonders auf.

Podcast

Den Podcast gibt es jetzt seit 10 Monaten und in der Zeit sind bislang 9 Folgen erschienen. An sich hatte ich alle 14 Tage eine Folge bringen wollen. Ist jetzt kein Mathekunststück.

Dabei würde ich an sich wirklich gern zumindest alle 2-3 Wochen einen Podcast bringen.

Was hält mich ab?

Podcasten ist für mich deutlich schwieriger als Videos zu drehen. Ist für mich auch eher ein neues Medium, mit dem ich mich nicht ganz so gut auskenne. Ich mache den ja allein, und ich rede recht schnell. Wenn mich was begeistert, rede ich noch schneller. Nicht so förderlich für einen Podcast. Und teils hadere ich (wie in Episode 9 bereits angesprochen) auch mit dem aktuellen Konzept des Ganzen.

Dass der Uhrwerk-Verlag Insolvenz anmelden musste, steigert aktuell auch nicht gerade meine grundsätzlich hohe und stetige Begeisterung für Splittermond, ungeachtet der Tatsache, dass ja angekündigt wurde, das Spiel würde so oder so weitergehen. Tut mir auch echt leid, weil mich die Insolvenz als Fan echt getroffen hat, wie ich ebenfalls in Episode 9 ausführlich kundgetan habe, kann man mir vielleicht aber auch nicht unbedingt verdenken.

Blog

Seit mittlerweile Jahren schreibe ich in meinen Jahresrückblick (oder sage es in einem Video, oder nehme es mir einfach vor), dass ich wieder mehr bloggen möchte. Klappt bislang nicht. Sieht auch für 2019 weiterhin bislang eher mau aus. Es gibt Blogartikel von früher, da schlage ich peinlich berührt die Hände vor das Gesicht (die meisten davon sind aber auch nicht mehr online). Und dann gibt es andere, bei denen ich mir denke: „Was ist in der Zwischenzeit passiert? Warum schreibst du denn (so) nicht mehr?“

Was hält mich ab?

Da scheitere ich dann wohl doch wieder öfter, als mir lieb ist, an mir selbst. Ich hab ne Idee und finde die dann belanglos, gehe davon aus, dass das eh niemanden interessiert. Und dann kommt es mir mit dieser Denke natürlich gleich wieder viel zu mühselig vor, überhaupt was zu schreiben. Dass man nur alle Jubeljahre noch einen Kommentar zu irgendwas bekommt, macht es nicht besser.

Und ich weiß ja, dass Kilometer lange Beiträge nicht mal unbedingt förderlich dafür sind, dass sie gelesen werden, aber kurze … kann ich irgendwie nicht. Ich versuche es aber in der Regel auch gar nicht erst.

Dabei weiß ich zeitgleich, dass man schlicht schreiben muss, um sich (wieder) ans Schreiben zu gewöhnen.

Dass viele Leute Blogs längst für tot erklärt haben, hält mich tatsächlich gar nicht mal sonderlich ab. Meine Frustration kommt hier zusätzlich eher von fehlenden „Vorbildern“, könnte man sagen.

Witzigerweise gibt es alle paar Wochen und Monate Beiträge bei rsp-blogs von Leuten, die davon berichten, dass sie ja eigentlich wieder mehr machen, mehr schreiben wollten. Neben dem Wahnsinnsoutput von d6ideas sieht man da nur nicht viel von. Ist bei mir vielleicht besonders arg ausgeprägt, gilt aber eben für viele. Vielleicht geht es euch ja ähnlich wie mir? Das würde mich wirklich mal brennend interessieren. Ihr könnt doch nicht alle in den letzten 5+ Jahren in Arbeit und Familie ersoffen sein. 😮

Und was mich tatsächlich auch abschreckt, und zwar sehr viel mehr, als wenn jemand mal was über einen Comic, ein Brettspiel, einen Roman, einen Podcast etc. schreibt, das sind die täglich anflatternden Beiträge von News-Sammlungen aus den einschlägigen Quellen, die im Grunde kaum mal eigene (kreative) Leistung bringen, als in wenigen Sätzen zusammenzufassen, was anderswo zu finden ist und das zu bewerben. Hat was Lähmendes.

Mehr Werbung

Nehme ich mir auch immer wieder mal vor. Wenn man schreibt oder podcastet oder Videos macht, dann will man selbstredend auch, dass das irgendwer liest/hört/schaut.

Darum nehme ich mir immer wieder mal vor, in dem ganzen Social Media-Kram auch mehr Werbung zu machen, also auf Beiträge und Co. hinzuweisen.

Was hält mich ab?

Es interessiert mich einfach nicht.

Auf Podcastfolgen weise ich immer hin. Die kommen ja auch selten genug …

Da ich recht aktiv bei Twitter bin, poste ich da auch oft, wenn was Neues irgendwo da ist, manchmal vorab, manchmal nachher, manchmal sogar beides. Das passiert dann aber quasi von alleine, weil ich das eben gern (mit)teilen möchte und nicht primär zu Werbezwecken um ihrer selbst willen.

Alles andere … fällt aus Desinteresse meist eh hintenüber.


Das bringt mich nun zu Lösungen. Denn nur rumeiern hilft ja nicht.

Und müssen … Müssen muss man gar nix.

Grossstadtgefüster: Ich muss gar nichts – Textlink: https://www.youtube.com/watch?v=rq0Rv84dqr8

7 Kommentare

  1. Doch, ich bin die letzten 5 Jahre in Familie und Arbeit (und Zeit am Spieltisch) ersoffen. 😀
    Die Zeit zum Bloggen fehlt ein wenig. Oft habe ich Ideen, die ich dann aber nicht im Blog umsetzen.

  2. Mehr ist schwierig, wenn man eine gewisse Qualität halten will. Klar kann man billig und schnell Content produzieren, aber will man das? Dann doch lieber etwas seltener, aber so, dass man noch Spaß daran hat und ich nicht selbst verrät. So zumindest sehe ich das.

  3. Hmm. Ich bin auch ein Fan von „Weniger ist mehr“. Ist halt die Frage, ob es Dir nicht mehr bringen würde, Dich auf ein oder zwei Sachen zu fokussieren!?

  4. Zum bloggen: Da kann es unter Umständen tatsächlich helfen, wenn man sich irgendeine Fingerübung aneignet, die so oder so regelmäßig geschehen muss. (Und die dann eventuell auch genug abwirft, um im Zweifelsfall Füllmaterial zu produzieren.) Bei mir sind ja tatsächlich Rezensionen ein fester Bestandteil auf dem Blog. (Wie man zu deren Qualität jetzt steht, die ich verbreche, sei jefem selbst überlassen.) Und vor allen Dingen greife ich da aktuell sehr stark auf meinen eigenen Bestand an Comic-Sammlung zurück. (Zum einen weil es da ist, zum anderen, weil ich in der Vergangenheit häufiger durch ein paar Kommentare hier und da auf bestimmte Themen mitbekommen habe, das Grundlegende Manga-Klassiker, z.B., die so um ca. 2000 rum erschienen sind, gar nicht mehr bekannt sind.) Zum einen Produziert das, wie gesagt, Füllmaterial, um eventuelle durststrecken zu überwinden, bis man sich selbst wieder motiviert bekommt. Zum anderen habe ich aber auch für mich festgestellt, dass ich dadurch weniger mit der Blockade hadere, was das „eine Idee einfach mal auf das Papier schmeißen“ anbelangt

    Eventuell wäre da ja auch eine Lösung für dich?

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