Heinzcon 2019

heinzcon2019

 

Zum vierten Mal (2016, 2017, 2018) mittlerweile ging es für Tsu und mich zur Heinzcon. Das Ganze gestaltete sich bereits im Vorfeld sehr spannend, weil mein Sprechverbot von 2 Wochen sich bis Mittwoch zog und wir gefahren sind, ohne dass ich einschätzen konnte, ob ich vor Ort überhaupt würde spielen/leiten können.

Erneut sind wir bereits am Donnerstag angereist und hatten erneut selbst für die Unterkunft gesorgt. Und natürlich fiel unsere Wahl ein weiteres Mal auf dieselbe Ferienwohnung, die wir schon 2016 und 2018 in Beschlag genommen hatten.

Freitag

aussichtWir waren um 17.45 Uhr ungefähr vor Ort, da die Con um 18 Uhr öffnet. Tatsächlich auf der Con waren wir dann genau eine volle Stunde später. Die Schlange war lang, und dass Leute, die bereits ihre Tickets hatten, immer mal wieder daran erinnert wurden, dass sie durchgehen können, hat zumindest für alle anderen wie uns die Lage nicht so wirklich verbessert … Für eine an sich eher familiäre Con also insgesamt ganz schön viel Ansteherei.

Die nächste Überraschung gab es dann, als wir unsere Runden aushängen wollten bzw. ein Tischschild holen. In diesem Jahr musste man sich nämlich einen Zettel holen, diesen ohne Tischnummer aushängen, den vollen Zettel dann wieder abnehmen, hat damit dann gegen Pfand ein Schild bekommen, musste den Zettel danach wieder aushängen und gucken, dass man seine Mitspieler*innen eben auch zusammen getrommelt bekommt bzw. als Mitspieler*in stand man dann eben rum und wartete auf den Zettel mit der Info, wo es denn nun eigentlich hingehen soll. Das war … suboptimal.

Ohnehin stehen zig Leute natürlich ständig vor der Wand mit den Rundenaushängen auf der Suche nach einer Möglichkeit, irgendwo mitzuspielen. Bei den Aushängen hat man nun neue Zettel (die in wenigen Sekunden zumeist gefüllt waren) neben etlichen ausgefüllten, die sich wiederum in solche unterteilen, die voll sind, aber noch keine Tischnummer haben und solchen, die einfach nur informieren, wo diese Runde denn nun stattfindet. Und neben den Leuten, die eine Runde suchen, stehen im Pulk jetzt eben auch noch die ohne Tischnummernplan. Und als SL wuselt man sich durch den Menschenhaufen, um seinen Zettel mindestens 2x dort auszuhängen. Das war, bei aller Liebe, ziemlich ätzend.

Schließlich hatten wir Tisch und Mitspieler*innen und es konnte losgehen. Sowohl Tsu als auch ich haben eine Runde Splittermond geleitet, die dann bis etwa Mitternacht lief.

splimo_auslageZwischenzeitlich bin ich in einer Pause noch schnell zum Shoppen gehuscht und habe neben dem Kesh-Band und Edisons Enzyklopädie für Space 1889 noch zwei Mondsplitter und die Heinzcon-Edition 2019 (Die Magie) gekauft.

Samstag

Vormittags wollte Tsu gern eine Runde leiten, scheiterte aber über zwei Stunden hinweg daran, dass kein Tisch verfügbar war. Auch einige andere Leute hätten gern etwas angeboten, konnten mangels Tischen jedoch nicht. Nach 2 Stunden kaperte Tsu dann kurzerhand einen „Nichtspiel-Tisch“. War vor ein paar Jahren eher das Problem, dass es keine SL gab für die ca. 25 Tische, hörten wir ja letztes Jahr bereits von fehlenden Tischen. In diesem Jahr hat es uns dann quasi selbst auch erwischt. Und war das ziemlich unangenehm, weil wir einige Leute durch unsere Schwärmerei zur Heinzcon „gelockt“ hatten im Vorfeld und nun insgesamt 4 Leute allein aus unserem Umfeld ratlos auf der Con standen (nachdem sie nicht nur Eintritt gezahlt hatten, sondern auch Urlaub und eine Ferienwohnung genommen hatten … was ja so ein bisschen die Besonderheit von der Con in Norddeich ist).

federundschwert_auslageIch selbst hatte den Vormittag ohnehin verquatschen wollen, was aber ebenfalls ein bisschen schwierig war, weil die entsprechenden Leute zu dem Zeitpunkt noch nicht vor Ort waren, in Runden saßen und so weiter.

Was ich allerdings auch machen wollte und konnte, war ein Besuch des Standes von Jennifer S. Lange. Ihre Bilder sind mir immer wieder mal aufgefallen in der Vergangenheit, ich fand sie wunderschön und habe dann im Nachhinein jeweils rausgefunden, dass sie von ihr sind. Meine bislang mit liebste Splittermond-Illustration stammt auch von Jennifer, und das wollte ich ihr nicht nur sagen, sondern auch mal sehen, ob ich davon nicht einen Druck erstehen kann. Hat geklappt, wenn auch leider vor Ort „nur“ als Postkarte. Aber schön, dass ich die Riesin Dakila (Sadu-Quellenbuch) fortan in Postkartengröße mit mir rumtragen kann. 😉

Auch Florian Stitz war übrigens wieder vor Ort. Hier gab es auch wieder etliche schöne Bilder zu bewundern, wobei wir uns besonders für das Cover des aktuell sechsten Splittermondromans Jenseits der Seidenstraße erwärmten.

jenniferslange

Um 12 Uhr startete der Workshop Quo vadis, Splittermond?, den ich sehr bequem sitzend bei ganz guter Belüftung erleben durfte. Das war wirklich positiv: Die Lüftung bei den Workshops war besser als sonst. Liegt auch daran, dass ein heftiger Wind ging, der beim Öffnen eines Fensters gleich in den Raum gedrückt wurde, war auf jeden Fall aber ganz angenehm.

Ab 14 Uhr wohnte ich dann als Diskussionsgast der Podiumsdiskussion Wie leite ich eine Conrunde? bei. Diese Diskussion war von Marcus Juergens initiiert, organisiert und moderiert, der Dennis Maciuszek, Mhaire Stritter und mich zu Erfahrungen und Tipps zum Thema befragte. Mir hat das wahnsinnig viel Spaß gemacht. Hatte ich im Vorfeld naiv geglaubt, das Thema sei nicht ergiebig genug für einen Slot von 2 Stunden, wurde ich im Verlauf eines Besseren belehrt. Ich hoffe, es konnten einige ein paar Ideen oder Herangehensweisen daraus mitnehmen.

Im Nachhinein entstanden dann noch so einige Gespräche, über die ich mich ebenfalls sehr gefreut habe. Als ich dann um 17 Uhr an den Tisch ging, um eine Runde zu leiten (ha, einen von da aktuell zwei freien Tischen noch bekommen!), war ich eigentlich noch gar nicht wieder ganz ready für die nächste Spielrunde, sondern noch im Austauschmodus sozusagen. Entsprechend fand ich den Anfang meiner Runde ungewohnt holprig, und dass ich irgendwann mittendrin feststellte, dass mir zentrale Notizen fehlen (die ich übrigens bis heute nicht wiedergefunden habe), fand ich höchst ärgerlich. Ich hoffe aber, die Mitspieler*innen hatten dennoch ein bisschen Spaß an der Runde, die wegen des ungeplant hohen Improvisationsanteils auch gute zwei Stunden früher beendet war als von mir eigentlich vorgesehen. Immerhin gab es in dieser Runde Gimmicks, denn ich hatte zu Hause für jede*n Mitspieler*in ein Fleadyne-Parfum kreiert und mit zur Heinzcon genommen. Kein Scheiß.

Parallel dazu leitete auch Tsu eine weitere Splittermond-Runde. Natürlich in Wintholt. 😉

Am Samstag sind wir dann schon ziemlich früh (gegen 22 Uhr) wieder zur Ferienwohnung zurück, um für den Sonntag fit zu sein.

Sonntag

bioingDie Aufbruchstimmung des Sonntags hab ich diesmal gar nicht so wahrgenommen wie sonst. Wie auch schon Freitag und Samstag stand noch Programm an, und die Tische waren durch viele Runden belegt. Tsu und ich hatten bislang zusammen 5 Runden angeboten, sodass wir am Sonntag entweder spielen oder einfach nur quatschen wollten. Gefunden hat sich dann schließlich eine DSA 5-Runde, die BioIng leitete. Auch wenn wir uns online ja schon länger kennen und ich BioIng vorher auch schon mal real getroffen habe, fand ich es cool, dass wir mal zusammen am Tisch saßen und spielten. Die Runde war dann eine stark gekürzte Variante vom Heldenwerk Drei Farben Schnee – bis zum bitteren Con-Ende sozusagen.

Beim Spiegelkinder-Stand von Claudia Heinzelmann habe ich dann zum Abschluss noch zwei schicke Bücher erstanden.

Mit Lex erstellten wir noch Charaktere für eine demnächst anstehende Runde Earthdawn (4. Edition), quatschten noch mit einigen Leuten am Ein- bzw. Ausgang, und das war dann die Heinzcon 2019. Gerade am Sonntag hätte ich aber ohnehin nicht mehr lang durchgehalten. Ich war total müde an dem Tag, was sich schließlich auch wieder auf meine Stimme niederschlug, und war froh, dass wir erst am Montag fuhren und ich so noch eine große Mütze Schlaf zu mir nehmen konnte.

Da einige bis Montag blieben, war an sich noch ein Quasseltreffen angedacht gewesen. Das verschiebt sich dann aber zu 2020.

Positives

Jede Heinzcon verlief bis jetzt ein bisschen anders. Diese hier ebenso. Und sie hat wieder richtig Spaß gemacht!

Ich hab mich sehr gefreut, dass ich zwei Runden Splittermond leiten konnte, wovon ich etwa mit 60% der Leute zuvor auch noch nie gespielt hatte.

Den Aushängen nach war diese Heinzcon zwar ziemlich splittermondlastig (genau mein Ding, hihi), aber ich denke, im Prinzip war für alle was dabei: Space 1889, The Sprawl, Numenera, NOVA, Coriolis, Star Wars, Cthulhu, Dungeonslayers, Dungeon World, City of Mist, 1W6 Freunde, DSA und diverse Fate-Angebote sind so das, an das ich mich jetzt erinnere. Oh, und sogar schon eine Runde Forbidden Lands.

Die Leute! Einfach für sich stehend und unabhängig von bekannt, unbekannt, gesprochen oder nicht gesprochen. Ich mag Mitarbeiter und Publikum der Heinzcon unwahrscheinlich gerne. 🙂

Ich hab mich sehr über die ganzen Gespräche gefreut, die ich auf der Con mit verschiedenen Leuten führen konnte, auch wenn es wohl immer so sein wird, dass man gerne noch mit X oder mit Y länger usw. gequasselt hätte.

Ebenfalls toll fand ich in diesem Jahr mal wieder den allgemeinen Splittermond-Workshop. Uli Lindner hält seine Vorstellungen ohnehin immer sehr auf den Punkt, was ich mag. Diesmal kam noch hinzu, dass es wieder ein paar angeteaserte Sachen gab, von denen zumindest ich im Vorfeld noch so gar nichts gehört hatte (dazu an anderer Stelle mal mehr), und worauf ich gespannt bin. diskussion

Die Diskussionsrunde hat mir wie schon geschrieben sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, in Zukunft gibt es vielleicht noch mal oder auch öfter sowas in der Art. Dank an dieser Stelle auch nochmals an Marcus Juergens.

Die Lüftung der Räume fand ich erstmals ziemlich gut und bin dafür echt dankbar.

Ich bin ziemlich happy über das Feedback, das ich selbst von Leuten bekommen habe. Es gab diesmal doch relativ viele Leute, die einfach auf mich zugekommen sind und mich auf den Youtubekanal oder – worüber ich mich besonders gefreut habe – den Stechginsterpodcast angesprochen haben und Feedback gaben und/oder sich vorstellten, sodass ich jetzt auch noch viel mehr Gesichter vor Augen habe als vorher, was einige Leute angeht. Das gilt auch für Leute aus dem Splittermond-Discord, und ich mag das, weil es das Ganze ein bisschen persönlicher macht. Vielen lieben Dank an dieser Stelle auch noch mal für euer Feedback, euer Lob und eure motivierenden Worte. 💓

Neutrales

wetter

Genau zur Heinzcon hat sich die permanente Regnerei ein bisschen gelegt. Das galt nicht für einige Stunden des Samstags und nicht ab Sonntag Abend (Sturmtief Eberhard lässt grüßen), sodass wir selbst am Montag noch einen ausgefallenen Zug hatten, derweil andere mit dem Auto nach Hause geschlittert oder in irgendwelchen Städten wegen Zugausfällen gestrandet sind für eine Nacht. Beim Converlauf selbst war das Wetter aber eigentlich okay, wir ohnehin ganz gut vorbereitet auf Kälte und Regen, und außerdem kann man Wetter nun mal nicht so wirklich planen.

Zum dritten Mal taucht hier die Sojabolognese auf. Im ersten Jahr gab es zuwenig, im zweiten Jahr reichlich, jetzt im dritten Angebotsjahr erstens zuwenig und zweitens bei weitem nicht so lecker zubereitet. Dafür war der Eintopf lecker.

Negatives

Das anfängliche Anstehen war nun nicht dramatisch, aber eine Stunde finde ich da doch zu lang. Wie wäre es mit einem zweiten Eingang für diejenigen, die schon Tickets haben (es gibt ja weitere)?

Das Management der Rundenaushänge geht gar nicht, so wie es dieses Jahr war. Eigentlich bleibt einem da nur. Runden wirklich im Vorfeld der Con bereits anzumelden, was aber erfordert, dass man sich dann auch entsprechend strikt an diese Planung hält und keinen Raum für spontane Änderungen hat. In diesem Jahr gab es beispielsweise mindestens eine vorangemeldete Runde, die aushing, voll war, die SL dann aber zum entsprechenden Zeitpunkt nicht aufgetaucht ist.

Die Tischsituation war im letzten Jahr bereits angespannt. Ich hatte schon den Eindruck, dass dieses Jahr nochmals mehr Leute da waren, aber selbst wenn nicht, ist es schon sehr unbefriedigend, wenn man nicht spielen (und auch nicht leiten) kann, weil schlichtweg keine Tische in Aussicht sind. Hier wäre es entweder an der Zeit, die Con tatsächlich auch bei Tagestickets zu begrenzen, das Café unten zum Teil der Con zu machen, um mehr Tische zu haben, oder aber Lokalitäten im Umkreis (z.B. Konferenzräume des Hotels?) für die Workshops zu nutzen, um die beiden Räume dafür für Runden nutzen zu können. Oder … also irgendwas muss da jedenfalls dringend anders.

Wir hoffen, so oder so, dass wir auch 2020 wieder dabei sein können. 🙂

[RSP-Karneval] 2W10 Dinge, in die man treten kann

Der diesmonatige Karneval der Rollenspielblogs zum Thema Schuhe wird ja von mir organisiert. Bei den letzten von mir organisierten Monaten war es stets so, dass ich zwar Ideen für Beiträge hatte, aber dann doch nicht dazu kam. Diesmal will ich wenigstens einen Beitrag unbedingt beisteuern (auch wenn ich etliche mehr als Ideen im Kopf habe).

Logo_RSPKarneval_500px

Hier also eine Zufallstabelle, die ich mir für Splittermond ausgedacht habe, die mit einigen Anpassungen aber für alle (Fantasy-)Spiele passen sollte.

Ergebnis aus 2W10 Die Person tritt …
2 … auf einen spitzen Stein. Wurf auf Akrobatik SG 15, um sich ausbalancieren zu können. Bei einem Misserfolg bohrt sich der Stein durch die Sohle und die Person hat ein kleines Loch darin. Bei einem Patzer stürzt sie und erleidet 1W6-3 Schadenspunkte (ggf. modifiziert durch den Untergrund).
3 … in einen Kothaufen. Wurf auf Jagdkunst SG 20 um herauszufinden, in wessen Exkremente sie gelaufen ist.
4 … auf ein paar sehr trockene Äste. Es ertönt ein lautes Knacken, das nahe Feinde aufmerksam machen könnte.
5 … in ein Schlammloch. Wurf auf Akrobatik SG 15, um sich ausbalancieren zu können. Die Schuhe sind auf jeden Fall voller Schlamm.
6 … auf etwas Weiches. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich eine halb verweste Rattlingsleiche. Wurf auf Heilkunde SG 25, um die näheren Umstände herauszufinden (nach erfolgreicher Entschlossenheitsprobe SG 15 mit leicht positivem Umstand).
7 … auf etwas Weiches. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich eine ellengroße Schimmerschnecke, die nun zerdrückt auf dem Boden liegt. Wurf auf Naturkunde SG 25 um zu wissen, dass tote Schimmerschnecken einen bestimmten Geruch über weite Distanz ausströmen, der sowohl andere Schimmerschnecken als auch Fressfeinde anlocken kann.
8 … in eine Pfütze.
9 … auf einige angetrocknete Beeren. Es geschieht nichts außer evtl. leichten Verfärbungen des Leders. Die Entdeckung kann bei einer erfolgreichen Probe auf Überleben SG 20 in der Wildnis jedoch für einen stark positiven Umstand bei der Suche nach Essbarem sorgen.
10 … auf einige noch sehr saubere Fetzen von Stoff. Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass es sich ausschließlich um Unterkleidung handelt. Ein Scherz? Ein Stelldichein? Gefahr?
11 … auf einen Schlüssel. Er ist groß und hübsch verziert. Wird er poliert, kann man die Gravur Eduard auf ihm erkennen.
12 … in eine Pfütze. Die Flüssigkeit darin ist dickflüssig und irisierend schwarz. Wurf auf Alchemie SG 25, um die Flüssigkeit genauer einzuschätzen.
13 … auf ein geschnitztes Stück Holz. Es scheint sich um ein Spielzeug zu handeln.
14 … auf einen kurzen knorrigen Ast. Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass es ein abgetrennter Finger ist, an dem ein Ring steckt. Wurf auf Edelhandwerk oder Länderkunde SG 25, um mehr zu ihm erkennen zu können.
15 … auf ein gut erhaltenes Schriftstück. Es ist in fremder Sprache verfasst. Wurf auf Länderkunde gegen 30, um zumindest eine grobe Ahnung vom Inhalt zu bekommen (Achtung: Länderkunde-Meisterschaft Sprachbegabt vorhanden?)
16 … auf ein halb verwittertes Schriftstück. Man kann große Teile noch lesen und offenbar handelt es sich um

1W6: 1 – einen Liebesbrief, 2 – einen Handelsbrief, 3 – eine Warnung, 4 – ein Entschuldigungsschreiben, 5 – eine Inventarliste, 6 – ein Rezept

17 … auf ein halb verwittertes und unter kleinen Steinchen verborgenes Schriftstück. Es handelt sich um eine Karte und ein Zielort wurde mit einem X markiert.
18 … auf eine Münze. Es handelt sich um eine alte Prägung, die man womöglich an einen Händler für einen höheren Wert verkaufen kann. Ansonsten handelt es sich einfach um einen noch nutzbaren Lunar.
19 … auf einen kleinen verstaubten Beutel. Darin enthalten sind 4 Lunare und 17 Telare.
20 … auf ein glänzendes Objekt. Wenn sie näher hinsieht, erkennt sie es als Mineral. Wurf auf Naturkunde SG 20, um herauszufinden, um was es sich hierbei handelt (Mondstein, Wert 1 Solar)

Stechginster-Podcast

Schon lange möchte ich es gerne mal mit einem Podcast versuchen, hab mich aber lang nicht rangetraut. Momentan scheint aber eine gute Zeit zu sein, um sowas anzugehen.

Darum hab ich meinen Testballon mit ca. 20min. Länge jetzt einfach mal veröffentlicht.
Thematischer Schwerpunkt ist Splittermond, gemixt mit Inhalten auch zu anderen Rollenspielen und (düsterer) Fantastik.

Geplant sind eigentlich Folgen von ca. 45-50min. Gesamtlänge, aber ich wollte das Ganze mit der ersten Folge jetzt einfach mal ausprobieren.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr reinhören mögt und noch mehr, wenn ihr Feedback geben mögt.

Hier die Links:

Soundcloudlink 

Podcast.de

Bloglink

[Splittermond] Würfelgrundlagen

Da ich hier gerade immer noch so „rumhänge“, da krank, hab ich immerhin Zeit festzustellen, dass ich schon wieder länger nichts gebloggt habe. Also starte ich jetzt wenigstens mal mit einem Crossposting, nämlich von meinem Video über die grundlegende Würfelmechanik bei Splittermond. So weit, so einfach. 🙂

[Splittermond] Was sind weiße Flecken?

Weiße Flecken: Das Prinzip ist wohl bekannt, aber bei Splittermond ist es sozusagen ein offizielles Feature.

Es geht darum, dass bestimmte Gruppen, Bezirke, Landstriche usw. offiziell niemals ausgestaltet werden von Seiten des Verlages.

Welche das sind, erfährt man in den jeweiligen Regionsbänden (und im Weltband).

Ein kurzer Überblick dazu mitsamt Beispielen:

[Splittermond] Charaktererschaffung

Ich hab erst gestern geschrieben, dass ich ein Video online gestellt habe zur Charaktererschaffung bei Splittermond.

Heute ging direkt Teil 2 online, sodass man sich nun – inklusive Erläuterungen, Intro/Outro, Shopping etc. – angucken kann, wie man einen Charakter bei Splittermond erstellt. Und das in knappen 30 Minuten.

Es handelt sich übrigens um einen menschlichen, nicht magischen Charakter aus Selenia, der am Ende da so steht.

Wie ihr sehen könnt: keine Raketenwissenschaft. 😉

 

 

Splittermond: Der Tempel der 1000 Tore #2 (Spielbericht)

Wie ich dazu kam, das Abenteuer Der Tempel der tausend Tore von Janine und Torsten Nagat zu leiten, habe ich schon im letzten Artikel dazu beschrieben.

Schon Mitte Februar haben wir die zweite Session zu diesem Abenteuer gespielt, aber ich kam bislang nicht dazu, auch was dazu zu bloggen.

Gruppe vollständig

Zu dieser zweiten Session stieß auch der von Anfang an geplante dritte Mitspieler zu uns, der zur ersten Session leider kurzfristig verhindert war. Da wir von vornherein festgehalten hatten, dass sich die Charaktere schon länger kennen und an sich ohnehin gemeinschaftlich unterwegs sind, gestaltete sich das Einbringen des dritten Mitspielers Malchenstein sehr unkompliziert. Es dauerte gerade einmal 10 Minuten inklusive des kurzen Einstiegs zur Session, bis er mitspielen konnte.

Übrigens: Das ist so einer dieser Vorteile, wenn man onAir spielt; man kann so eine Session einfach nachsehen und ist dann als verhinderter Mitspieler dennoch voll im Bilde. 😉

Haha, in 2 Sessions!?

Nach der ersten Session war ich recht zuversichtlich, das Abenteuer in zwei Sessions abschließen zu können. Das war dann doch deutlich verschätzt. Zwischenzeitlich kann ich an der Stelle verraten, dass wir sogar eine vierte – wenn auch voraussichtlich kurze – Session brauchen werden.

Wichtig ist hierbei aber zu beachten, dass unsere Sessions relativ kurz sind. Gut 5 Stunden Spielzeit umfassen Session 1 & 2 zusammen. Mit 10 Stunden Gesamtspielzeit kommt man sicherlich gut hin (wenn man möchte).

Ablauf

Nach einer halben Stunde machten sich die Charaktere in dieser Session auf in den Geisterwald Kamioku.

Knapp eine weitere halbe Stunde später kam es zu einem Kampf, der eine gute Stunde Spielzeit in Anspruch nahm. Da ja immer wieder geunkt wird, dass die Kämpfe in Splittermond unverhältnismäßig lang dauern: Beteiligt waren 3 SC plus 1 begleitender NSC sowie 3 NSC auf der Gegenseite. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde eine Stunde Kampf dafür völlig okay. Mehr zum Kampf aber später noch mal.

Es folgte noch eine Szene mit einem sehr freundlich gestimmten NSC, und dann waren die 2,5 Stunden Spielzeit auch quasi schon wieder rum.

Reisen?

Anhand der dem Abenteuer beigelegten Karte zum Weg durch den Wald der 10 Millionen Geister bis zum gesuchten Tempel kann man die Reise dorthin umfassend ausgestalten.

Das Abenteuer widmet diesem gesamten Weg lediglich 2 Seiten von 21 Gesamtseiten. Auf diesen werden ein paar Ideen für Begegnungen während der Reise kurz skizziert, und auch die Kampfbegegnung aus der zweiten Session findet sich in diesem Bereich wieder.

Die abenteuerseitige Unterstützung für diesen Part fand ich persönlich mäßig. Sie ist durchaus inspirierend und hilfreich, allerdings wie schon geschrieben nicht sonderlich ausgearbeitet. Der Umfang reicht aus, wenn man der Reise keinen besonderen Anteil geben möchte und dieser Szene in etwa 1-2 Stunden spendieren möchte.

Mit einiger eigenen Arbeit kann man den Reiseteil sicherlich nochmals ordentlich aufwerten und entsprechend umfassender im Spiel umsetzen. Im Rückblick würde ich das auch so handhaben, weil ich glaube, dass das Abenteuer durch entsprechende Darstellung von verschiedenen Aspekten und Ereignissen des Geisterwaldes nochmals gewinnt.

Da wir das Abenteuer spontan für 1-2 Sessions ausgewählt hatten, hatte ich darauf aber verzichtet und den Anteil kurz gehalten. Dabei waren die Angaben aus dem Heft allerdings durchaus hilfreich.

Der Kampf

SpinnenkampfUi, was für ein Kampf!

Die Anzahl der Gegner habe ich im Vorfeld um einen Teilnehmer reduziert, da ich statt der üblicherweise in Abenteuern angenommenen 4-5 Mitspielern lediglich 3 habe. Hinzu kommt, dass zwei von ihnen nicht sonderlich kampfstark sind.

Da die Gegner sich erfolgreich vor den SC verbergen und so aus dem Hinterhalt angreifen konnten, ging es gleich ziemlich rasant los. Einmal der Tickverlust durch den Überraschungsangriff, dann auch noch erfolgreich eingesetzte Fallen … das kostete die SC schon allein einige Ticks, um dieser ungünstigen Startsituation etwas entgegen zu setzen.

Dass die Gegner häufig sehr gut würfelten, gerade beim Austeilen von Schaden, passte dann nicht sonderlich gut zu gleich mehreren Patzern auf Seiten der SC.

Besonders erwähnenswert ist hier aber eigentlich die Moral der Gruppe. Ich hatte die jeweiligen Befindlichkeiten der Gegner lediglich beschrieben, ohne dass es konkrete Nennungen von Lebenspunkten, visualisierte Balken oder ähnliches gab. Auch das Befinden der SC stellte sich lediglich dadurch dar, dass eben Zahlenwerte zu erlittenem Schaden benannt und von den Spielern beschrieben wurde, wie es ihren Charakteren so geht.

Da zuvor bereits die Rede von Spinnendämonen (später benannte ich sie als Spinnenwesen) war – die zumindest dem Spielerwissen dank Bestien und Ungeheuer als 3/2-Kreaturen bekannt waren (also angemessen für Heldengrad 3 für einen SC, Heldengrad 2 bei einem Kampf gegen eine Gruppe) -, gingen die Spieler teils davon aus, dass sie tatsächlich gerade gegen gleich drei genau dieser Kreaturen kämpfen … mit Heldengrad 1.

Die Moral der Gruppe lag dadurch schon nach quasi einer Kampfrunde ziemlich weit unten. Dass eben der Kampf noch mit einem Überraschungsangriff startete, sie von Netzen gefangen wurden und teils vom Spinnengift betroffen waren, machte es nicht besser.

Kommentare aus der Gruppe zu diesem Zeitpunkt waren sowas wie „Tja, da bin ich ja quasi schon tot„, „Die Runde scheint ja kürzer zu sein als gedacht„, „Kurz vor dem Sterben versuche ich noch …“ und „Jetzt ist es auch schon egal„, was die Erwartung wohl ganz gut spiegelt.

Das kam auch entsprechend bei einigen Zuschauern an. Einer kommentierte sogar entsprechendes unter den Stream, nämlich unter anderem:

Ist das Absicht, oder sind die Verletzungen bei Splittermond nicht so schlimm, wie es sich anhört?

Vielleicht mal ganz spannend als Rückmeldung: Zum oben beschriebenen Zeitpunkt der Moral und der Einschätzung hatte ein Charakter 10 Schadenspunkte erlitten und ein anderer Charakter 8 Schadenspunkte. Beide wurden vom Spinnengift betroffen (Benommen 1 als Zustand, was bedeutet: alle Handlungen um einen Tick verlangsamt). Beide setzten einen Splitterpunkt ein, um Schaden zu reduzieren (sonst wären es jeweils 5 Schadenspunkte mehr gewesen). Von diesen Schadenspunkten wäre eventuelle Schadensreduktion (z.B. durch Rüstung, meist ein Wert von 1-2, wenn vorhanden) nochmals abgezogen worden.

Bei insgesamt 35 Lebenspunkten, die beide Charaktere hatten, waren sie zu diesem Zeitpunkt also mitnichten dem Tod geweiht.

Was lerne ich daraus? Da wir ohnehin die Tickleiste via Roll20 nutzen, werde ich zukünftig zusehen, dass ich entsprechende Lebensbalken einblende. Auf Spielerseite kann man daraus lernen, dass Wesen nicht immer 1:1 die sind, die man aus Antagonistenbüchern, Monsterhandbüchern usw. kennt. Also erst mal abwarten. 😉

Übrigens habe ich außerdem daraus (wieder) gelernt, dass ich bei mehreren gleichartigen Gegnern unbedingt die einzelnen farbig markieren oder die Token anders gestalten muss. Token-Bögen für Splittermond bieten das auch schon so an, von Pathfinder kenne ich das ebenfalls. Ist auch logisch, aber schon lang nicht mehr im Spiel vorgekommen. Also: Memo an mich!

Wettlaufpunkte

Der Reiseteil beinhaltet neben den möglichen Ereignissen einen Wettlaufteil. Diesen kann man offen kommunizieren oder sozusagen im Geheimen Punkte für die SC notieren.

Da einer der Charaktere unwahrscheinlich gut in Überlebens- und Orientierungsdingen ist, sind die Charaktere abseits der Kampfbegegnung quasi durch den Wald geflogen, was entsprechend viele Wettlaufpunkte einbrachte.

Ich hatte mich dafür entschieden, lediglich mitzuteilen, dass die Zeit ein großer Faktor ist und im Vorfeld nicht auf die Existenz von Wettlaufpunkten oder ihre Auswirkungen hingewiesen. Ob ich das noch mal so machen würde, weiß ich nicht. Hat mit der Gruppe super funktioniert (wovon ich ausgegangen bin), führte allerdings in der (just gespielten) dritten Session zu Problemen, die ich im Artikel dazu später beschreiben werde.

Bilanz

Meiner Meinung nach haben wir einen guten Cut setzen können, um der Bedrohung durch Kokumo in einer dritten Session weiter entgegen zu treten.

Abseits von ein paar kleineren technischen Instabilitäten lief die Session flüssig und war trotz der wenigen Inhalte/Szenen doch recht abwechslungsreich. Und der Kampf war, gerade durch seine verschiedenen Besonderheiten in- und outplay, ziemlich spannend.

Mir hat es Spaß gemacht und den Rückmeldungen der Mitspieler zufolge ihnen ebenfalls. In diesem Sinne: Auf zu Session 3.

Eindrücke von der Heinzcon 2018

Zum dritten Mal waren wir auf der Heinzcon, und ich kann sagen: Jedes Mal sind es bislang unterschiedliche Eindrücke, so auch diesmal.

Heinzcon_2018

Zuvor

Anders als sonst sind wir dieses Mal nicht aus Bayern direkt angereist, sondern haben in den Tagen davor das Ruhrgebiet und Amsterdam besucht, bevor es von dort aus weiter nach Norddeich ging.

Außerdem gab es 2018 erstmals keine Kombitickets mehr, mit denen man auch einen Tag früher anreisen oder einen Tag länger bleiben konnte, sodass wir diesmal die Ferienwohnung in Eigenregie gebucht hatten. Das war an sich eine gute Sache, denn so wussten wir schon vorab, dass wir die wunderbare Ferienwohnung von 2016 wieder beziehen würden, auch wenn der Fußmarsch von dort zur Con zu den etwas längeren gehört.

Freitag

Ankunftswetter

Ankunftswetter

Am Freitag starteten wir entspannt in den Tag, tätigten noch Einkäufe, kochten und gönnten uns sogar noch ein Mittagsschläfchen, bevor wir uns auf den Weg zur Con machten, die pünktlich um 18 Uhr öffnete. Gleich zu Beginn trafen wir – wie mehr oder weniger verabredet – Lex, was schon gleich ein schöner Einstieg ins Heinzcon-Wochenende war.

Sowohl Tsu als auch ich waren unseren Vorsätzen vom letzten Jahr gefolgt und hatten mehr Runden zum Anbieten im Gepäck, sodass wir ab 19.30 Uhr auch gleich die ersten Splittermondrunden leitete. Bei Tsu ging es – natürlich – nach Wintholt, bei mir galt es, sich mit HG 1 einem Bergdrachen entgegen zu stellen … sozusagen zumindest.

Kurz nach Mitternacht war meine Runde beendet und Tsu vertagte seine auf den nächsten Morgen.

Mit neuen Splittermondbüchern im Gepäck – Fahrende Völker, Feinde und Schurken, dem dritten Roman sowie dem Mondsplitter Drache und Nachtigall – ging es dann zurück in die Ferienwohnung.

Samstag

Archetyp

Ein weiterer Archetyp für SpliMo

Der Tag begann erneut mit Rollenspiel. Tsu setzte seine Wintholt-Runde fort, ich selbst bot ein kleines Szenario in Patalis an, für das ich grob 2-3 Stunden geschätzt hatte. Das kam auch ganz gut aus. Gespielt wurde von 9.15 Uhr bis 12 Uhr mit kurzen Pausen, sodass es vom Spieltisch aus gleich in den Workshop Quo vadis, Splittermond? gehen konnte.

Wie bereits bekannt führte Uli Lindner flott und inhaltlich punktgenau durch den Vortrag, an dessen Ende auch die Platzierungen für den 3. Splittermond-Abenteuerwettbewerb bekannt gegeben wurden. Glückwunsch an die Gewinner! 🙂

Leider war bei diesem Workshop relativ wenig Neues zu erfahren. Zunächst gab es eine Übersicht über die Neuerscheinungen von 2017, die aktuellen (Pre)releases und es folgten ein paar weitere Titel, die noch 2018 erscheinen sollen.

Projekt X+

Danach ging es in den mit Spannung erwarteten Workshop zu „Projekt X+„. Auf der Programmseite hieß es:

Als wir das letzte Mal einen Workshop mit dem Namen „Projekt X“ gemacht haben, ging es um Splittermond … diesmal geht es auch irgendwie um Splittermond … aber nicht so richtig … also irgendwie „anders“ …

Tsu hatte das vorab zum Anlass für ein Spekulationsvideo genommen. Ein bisschen lag er mit seiner Prognose richtig, denn SciFi ist dabei tatsächlich ein Thema gewesen.

Letztlich geht es darum, dass Die Zwerge-Reihe von Markus Heitz als Rollenspiel(box) auf Basis der Splittermond-Einsteigerbox und entsprechend ähnlichen, allerdings angepassten Regeln erscheinen soll. Das hat nun gar nichts mit SciFi zu tun, dafür aber selbige Pläne für Justifiers.

Zocken & Quatschen

Anti-Harassment-Huhn

Anti-Harassment-Huhn; zu finden in den beiden WC-Räumen

Nachdem unsere Neugier nun also befriedigt war, ging es gleich in die nächste Splittermond-Spielrunde. In dem Fall spielte ich selbst in einer Runde von Tsu im Mahaluu-Archipel. Im Vorfeld gab es dazu ja schon einiges an Gebastel unsererseits, und entsprechend gespannt war ich auf das kleine Abenteuer dort, das sich Tsu ausgedacht hatte und dessen Teaser mich schon im Vorfeld für dieses Abenteuer begeistert hatte. War auch so, wie ich es mir vorgestellt hatte – und echt drollig. 😉

Nach dieser zweiten Spielrunde des Tages war dann einige Zeit, einfach mit Leuten zu quatschen. Ich habe einige Leute wiedergetroffen, nach langer Zeit wiedergesehen, erstmals Gesichter zu Foren-/Discordnicks rund um Splittermond zuordnen können, und dann gab es tatsächlich auch einige Leute, die ich „einfach so“ neu kennengelernt habe. Das hat den – trotz wohl 300+ Besuchern insgesamt – immer noch familiären Charakter der Con noch mal unterstrichen und unglaublich viel Spaß gemacht.

Zwingard, Termark, Blutgrasweite

Ein Workshop musste dann aber doch noch sein: Zwingard, Termark und die Blutgrasweite.

Ich muss gestehen, dass ich mit etwas gemischten Gefühlen in diese Veranstaltung gegangen bin. Gerade zu Termark habe ich nämlich sozusagen eine besondere Beziehung, und ich wusste vorab echt nicht, ob ich mich auf den geplanten Band zur – wahrscheinlich – SPIEL 2018 freuen soll oder eher nicht so.

Diese Frage beantwortete sich innerhalb des Workshops dann in drei Ebenen.

  1. Tilman Hakenberg ist das Ganze sehr entspannt und gleichzeitig konzentriert angegangen, was für mich genau die richtige Mischung war. Der Aufbau des Workshops war auch ein anderer als sonst und bot diesmal neben genaueren Einblicken in den geplanten Band einiges an Hintergrundinformationen zur Entstehung sowie – besonders interessant für mich – zu Grunde liegende Inspirationen zum Band.
  2. Die genannten Schlaglichter haben mich begeistert. Okay, der Schwerpunkt Zwingard ist nun tendenziell eher nicht der meine, auch mit dem Thema Festungen kann man mich nicht so vom Hocker reißen. Aber Tradition vs. „Moderne“! Und Legendensänger! Und erst  die „Weird Fantasy Savanne“ der Blutgrasweite mit Reiseregeln und allem drum und dran! Allein das Wort Verorkung! Ja, da kann man schon mal das eine oder andere Ausrufezeichen springen lassen. 😉 Termark blieb dahinter für meinen Geschmack noch recht blass. Das mag aber auch daran liegen, dass ich mir zu dieser Region schon selbst recht viele Gedanken gemacht habe im letzten halben Jahr.
  3. Der maggus! Ich meine natürlich Markus Renner. Er ist bei dem Band als Autor mittendrin – und das merkte man auch. Eine kurze Frage aus dem Publikum und dann ging es los mit Erklärungen und Ideen und … ach! Einmal wurde sein Enthusiasmus sogar vom Fragesteller durchbrochen mit dem Hinweis darauf, dass eine kurze Antwort völlig ausreiche. Ein witziger Moment – aber auch ein bisschen traurig. Wer meinen Blog oder auch meine Videos kennt, weiß ja, dass ich eines immer wieder anspreche: Bock. Man kann die besten Regeln der Welt haben, die tollsten Illustratoren am Start, die innovativsten Abenteuerideen, den coolsten Namen des Planeten oder sonst was – aber wenn du nicht wirklich Bock hast, dann merkt man das einfach. Ich zumindest. Aber WENN jemand so richtig Bock hat und das überschwappt, dann schwappt es einfach. (Herrje, ich bin heute ja SO philosophisch unterwegs!) Nichts, wirklich absolut gar nichts in unserem Hobby ist so toll wie Leute, die Bock haben auf das, was sie tun und womit sie sich beschäftigen. Nicht einfach mal so casual nebenher, sondern eben wirklich mit Herzblut. Und wenn der gute Markus in der Veranstaltung dafür nicht ein glänzendes Beispiel war, dann weiß ich auch nicht. 🙂

Sarnburger Nächte

Völlig spontan (und schnell genug) entdecken wir dann noch eine Spielrunde ab 20 Uhr mit genug Platz für Tsu, Lex und mich als Spieler, also nix wie eingetragen. Zwei weitere Mitspieler fanden sich ebenfalls noch ein, und dann recherchierten wir uns durch Zuulas Sarnburg.

Angekündigt war das Ganze für etwa 6 Stunden. Das wurde für uns viel zu spät. Als wir uns eintrugen, waren wir noch so in der „Ach, wir sind noch jung, was kostet die Welt!?“-Stimmung, aber die Realität holte uns gegen 1 Uhr dann leider am Spieltisch ein *hust*. Gespielt wurde dann sogar noch etwas länger als angekündigt. Um 2.40 Uhr schlossen wir die Runde – und an dieser Stelle noch mal ein Sorry an eventuell zunehmende Passivität ab 1 Uhr … ich war einfach total müde.

Sonntag

Nach knapp 5 Stunden Schlaf klingelte für uns der Wecker, zumal wir bereits um 10 Uhr die Wohnung geräumt haben mussten. Mitsamt Gepäck ging es noch einmal zurück zur Con. Na, nicht ganz mit Gepäck. Nachdem sich zu den ohnehin schon zwei schweren Koffern, einem dicken Rucksack und 2 weiteren vollen Taschen noch ein paar Einkäufe der Woche ins Gepäck gemogelt hatten (ich weiß nicht, wo das alles plötzlich her kam, ehrlich!), waren wir so beladen, dass wir uns ein Taxi zur Con gönnten. Der Fahrerin taten wir dann mit all dem Zeug auch gleich so leid, dass sie anbot, den Großteil unseres Gepäcks ein bisschen spazieren zu fahren und uns um 13.30 Uhr einfach wieder abzuholen und zum Bahnhof zu bringen. Ein Bombenangebot, dem wir nicht widerstehen konnten.

Wild West Exodus

Wild West Exodus

Und nachdem das geklärt war, hatte ich ja auch wieder Platz, doch noch was auf der Heinzcon einzukaufen …

Eigentlich wollten wir am Sonntag noch ein Demoründchen Wild West Exodus spielen, aber es blieb dann doch bei weiteren Gesprächen und einem Mittagessen. Nächstes Mal!

Wie schon in den letzten Jahren auch diesmal eine Zusammenfassung meiner Eindrücke:

Positives

Bei unserem diesjährig dritten Besuch spielte das Wetterthema eigentlich fast schon keine Rolle mehr. Es gab richtig sonnige Momente, kühle, nieselige, verregnete … war aber irgendwie alles auch egal (zumal wir diesmal wirklich gut vorbereitet waren auf alle Varianten von Wetter). Passte also alles.

Die Ferienwohnung selbst ist diesmal eigentlich nicht Bestandteil des Con-Feedbacks, da wir sie selbst abseits davon gebucht haben. Aber da es dieselbe war wie bei unserem ersten Besuch, kann ich an der Stelle ja dennoch nochmals erwähnen, wie wunderbar ich sie finde.

Vorab war ich ein bisschen verwundert über die Verdichtung des Programms am Samstag, praktisch fand ich es nahezu perfekt, wie es war. Es gab reichlich Zeit zum durchgängigen Spielen und zum Quatschen mit anderen, gleichzeitig konnte man sich das Workshop-Programm prima so zurecht puzzlen, wie man es haben wollte (zumindest theoretisch; siehe unten), also ohne oder mit Pausen zwischendrin. Hat mir wirklich gut gefallen.

Letztes Jahr war die vegane Bolognese zur Überraschung der Gastgeber ja unwahrscheinlich schnell ausverkauft und ich hatte mir in meinem Bericht gewünscht, dass das 2018 anders wäre. War es. So sehr, dass wir sogar am Sonntag vor der Abreise noch zwei frische Portionen bekamen. Super!

Der Zwingard-Workshop war wirklich mal was anderes und kommt definitiv auf die Positivliste. Warum, könnt ihr weiter oben ja ausgiebig lesen.

Die Leute! Auch wenn so viele vor Ort waren, kennt man doch mittlerweile so einige Leute oder freut sich darauf, mal die Personen hinter irgendwelchen Nicknames zu treffen. Auch bei meinen Runden hatte ich unwahrscheinliches Glück mit den Mitspielern. Alle hatten nämlich den von mir so geschätzten Bock, waren aktiv dabei, sind bei Regelunklarheiten eingesprungen und waren einfach unkompliziert. Vielen, vielen Dank an euch nochmals, Spielleitungen wie Mitspieler.

Neutral

Spielrundenangebot

Selbst am Sonntag hingen noch einige Runden aus

Letztes Jahr gab es schon ein Rundenproblem, was aber wohl vor allem daran lag, dass es zu wenige Spielleiter gab. Ich nehme nach dem bisherigen Feedback anderer mal an, dass das diesmal ein kleines bisschen besser war, mehrfach gehört habe ich allerdings, dass keine Tische verfügbar waren bzw. mitbekommen, dass Leute an Tischen baten, Schilder zurückzugeben, weil Tische gebraucht würden. Ich selbst war davon nicht betroffen, weshalb ich es neutral einstufe. Die Besucherzahl soll ja auch nochmals angestiegen sein, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Vielleicht stößt die Con jetzt einfach an ihre Kapazitätsgrenzen? Ich fand dennoch, dass man sich organisatorisch wirklich bemüht hat, dem entgegen zu treten.

Negatives

Zum dritten Mal nenne ich bei meinem Rückblick auf die Con das Platz- und Luftproblem bei den Workshops. Ich muss auch sagen, dass ich das diesmal nicht nur schade bis lästig fand, sondern durchaus ärgerlich. Liebe Uhrwerkler, ihr wisst doch, wie voll es in den Räumen wird – und dass es von Jahr zu Jahr eher voller als leerer wird, ist ja im Grunde auch klar. Letztes Jahr wurde schon festgehalten, konsequent die Fenster zu öffnen und es war die Rede von einer Zwischenwand, die man noch öffnen könnte. Bitte setzt da 2019 auch entsprechend was um, denn es ist einfach ätzend, wenn man gequetscht irgendwo stehen muss. Auch wenn es vielleicht „nur eine halbe Stunde“ ist – vielleicht ist es auch eine Stunde, vielleicht ist es auch die Zeit danach und danach und danach, weil es einfach einiges an interessanten Workshops gibt. Vielleicht führt ihr die Veranstaltungen mit dem erfahrungsgemäß größten Zulauf sogar 2-3x durch?

Und noch ein Punkt: Wer zieht denn bitte in genau diesen vorbeschriebenen Workshopsituationen abends Schuhe und Strümpfe aus und pult sich als Zuschauer/Zuhörer an den Füßen rum!? Ich weiß nicht, wer du bist und wollte das auch nicht laut im vollen Raum thematisieren (jetzt wurmt es mich aber immer noch, darum puste ich es mal in den virtuellen Raum und vielleicht erreicht es ja auch dich), aber … Leute, ohne Witz, lasst bitte eure Schuhe und Strümpfe an und fummelt nicht an euren Füßen rum bei Veranstaltungen, auch wenn sie noch so familiär wirken mögen. Das ist echt … nee.

Abschlussbild

*winke winke*

Steht schon der Termin für 2019? 🙂

Moto Waiata – mehr als ein weißer Fleck

Mehr als ein weißer, genau genommen ein ziemlich bunter, Fleck kann Moto Waiata sein.

Weiße Flecken?

Falls ihr es nicht wisst: Bei Splittermond gibt es in allen Regionen sogenannte weiße Flecken. Das sind Stadtviertel, Städte, Landstriche oder Inseln, zu denen es von offizieller Seite weder jetzt noch in Zukunft irgendwelche Informationen geben wird. Vielleicht einmal abgesehen vom Namen und ein paar Stichworten, die von vornherein bei ihrer Nennung gegeben werden, heißt das.

Natürlich kann man sich jeden beliebigen Ort schnappen und selbst etwas dazu basteln. Hab ich auch schon mal gemacht, nämlich zu Sarnburg, bevor der Seleniaband erschienen ist. Nachteil dabei: Wenn dann zur jeweiligen Region doch noch „was Offizielles“ erscheint, passt z.B. das eigene Sarnburg natürlich nicht mehr zum offiziellen.

Wenn man es gerne kanongetreu haben möchte, bieten diese weißen Flecken also eine gute Möglichkeit, sich kreativ auszutoben, ohne dass man später irgendwas revidieren muss, sollte, könnte etc.

Motu Waiata

Die Insel Motu Waiata ist ein im Weltband beschriebender weißer Fleck des Mahaluu-Archipels, das sogenannte Archipel der Glückseligkeit, wie es dort in der Überschrift genannt wird. Es handelt sich in Anlehnung an Hawaii/Polynesien (was wohl recht offensichtlich sein dürfte) um etliche Vulkaninseln, davon sechs große, die von Riffen und Sandbänken umgeben sind.

Ich selbst mag die Gegend unheimlich gern, weil sie aus meiner Sicht viel Potenzial bietet. Einmal das exotisch-heimelige, aber durchaus auch solches für gefährlichere Abenteuer und Hintergründe. Entsprechendes deutet auch der Weltenband bereits an.

Tsu und ich hatten uns schon mal an ein Abenteuer zu Mahaluu an sich gesetzt, das wir für den WOPC angefangen hatten. Da es dann doch an Zeit mangelte und wir das Ganze ohnehin nicht auf eine einzige Seite gebannt bekommen hätten, wie wir uns das vorstellen, haben wir dieses Abenteuer bislang allerdings nicht fertiggestellt.

Was nicht ist, kann noch werden

Einmal ist aufgeschoben bekanntlich nie zugleich aufgehoben, außerdem lädt der weiße Fleck des Archipels ja gerade dazu ein, sich ein bisschen selbst was dazu auszudenken.

Den Anfang macht dazu eine selbst kreierte Karte von Tsu, die ich euch wie die runde Tickleiste neulich einfach schon mal vorab rein reichen möchte. Das Ganze läuft unter der Lizenz „Feel free to use – nice to be mentioned (Tsu)„. 😉

Ein Klick auf die Karte bringt euch zur vollen Auflösung (1754px x 2480px).

Splittermond_MotuWaiata_Mahaluu_KarteByTsu

Tickleiste – eine runde Sache

Tsu hat sich mal die Mühe gemacht und aus einer Laune heraus eine runde Tickleiste für Splittermond kreiert.

Hintergrund war neben der anderen Form vor allem, ein bisschen mehr Übersicht und/oder Platz auf den zugehörigen Feldern zu haben.

Ich find sie sehr schick. 🙂 Und ihr?

(Ein Klick zeigt euch die Originalgröße von 3000×3000 an, wodurch die Tickleiste auch gut online für Roll20 o.ä. zu nutzen ist)

SpliMo_Tickleiste_rund