Tickleiste – eine runde Sache

Tsu hat sich mal die Mühe gemacht und aus einer Laune heraus eine runde Tickleiste für Splittermond kreiert.

Hintergrund war neben der anderen Form vor allem, ein bisschen mehr Übersicht und/oder Platz auf den zugehörigen Feldern zu haben.

Ich find sie sehr schick. 🙂 Und ihr?

(Ein Klick zeigt euch die Originalgröße von 3000×3000 an, wodurch die Tickleiste auch gut online für Roll20 o.ä. zu nutzen ist)

SpliMo_Tickleiste_rund

Splittermond: Der Tempel der 1000 Tore (Auswahl, Spielbericht)

Relativ spontan tat sich eine zeitliche Freizeitlücke auf, die natürlich sofort mit einer Spielrunde Splittermondgefüllt werden wollte. Dass es eine Runde Splittermond werden sollte, war relativ schnell klar. Immerhin habe ich es ja auch als Schwerpunktspiel für 2018 für mich ausgesucht.

verwunschenemauernAus der durchaus gegebenen Fülle an Abenteuern und Szenarien etwas Passendes für einen Oneshot (grob 6 Stunden Spielzeit verteilt auf optimalerweise 2 Sessions) zu finden, gestaltete sich hingegen nicht ganz so einfach. Nach einigem Hin und Her blieb ich an der Abenteueranthologie “Verwunschene Mauern” hängen, in der sich Gewinnerbeiträge aus dem “Besondere Bauwerke“-Abenteuerwettbewerb für Splittermond tummeln. Dort fiel meine Wahl relativ schnell auf “Der Tempel der tausend Tore” von Janine und Torsten Nagat. Das hat im Rahmen des Wettbewerbs 76 Punkte und damit (sehr knapp nach dem ersten) den zweiten Platz erreicht. Meine eigene Auswahl bereitete mir allerdings zugleich ein wenig Bauchweh.

Warum Bauchweh?

Wenn es eines gibt, womit ich wirklich überhaupt nichts anfangen kann, dann sind es asiatische Settings. Ich weiß nicht, warum das so ist, aber ich habe und finde einfach keinen Zugang dazu. Ich hab es mit diversen Filmen, Mangas, Sachbüchern wie Romanen, ja, sogar mit Rollenspielen aus diesem Umfeld versucht, aber es bleibt mir einfach völlig fern.

Vor diesem Hintergrund “mal eben” ein Abenteuer zu leiten, das im klar asiatisch zu verortenden Kintai, im Land der Gottkaiserin Myuriko und ihrer Schwertalben, spielt, fand ich selbst schon ein bisschen gewagt …

Sicherheitshalber informierte ich meine Mitspieler vorab, dass es nicht allzu asiatisch werden würde. Das war für alle drei auch in Ordnung so. Puh.

Warum dieses Abenteuer?

Da es sich um eine kurzfristige Auswahl und Entscheidung handelte, ging ich bei meiner Suche in erster Linie nach Stichworten vor, die ich interessant fand. Gleichzeitig sollte es eben die Anforderung erfüllen, kurz zu sein. Und ich suchte bevorzugt nach Abenteuern und Szenarien für Heldengrad 1, um es 1:1 übernehmen zu können, ohne noch sonderliche Anpassungen vornehmen zu müssen.

Alle Auswahlkriterien kann ich an der Stelle noch nicht verraten, da wir erst eine Session gespielt haben und ich Spoiler weitgehend vermeiden möchte.

Auf jeden Fall las ich etwas von einem Fest, um Geister gnädig zu stimmen, von einem alten Geheimnis, von einem bösen Monster und einem Kult, der zur Abwechslung mal nichts mit Iosaris am Hut hat. Im Gesamtbild wirkte das alles aber doch recht episch für ein kurzes Abenteuer für HG 1. Das reichte mir, um die ganzen 21 Seiten mal durchzuscrollen.

Dabei entdeckte ich, dass das Abenteuer aus verschiedenen Anteilen besteht, die eine gute Einbindung verschiedener Regeln erlaubt und zugleich diverse Schauplätze bietet, also einiges an Abwechslung. Ein bisschen Stadt mit verschiedenen Anteilen (sogar ein Gasthaus, das einer aus Selenia führt, puh ;-)), ein paar Nachforschungen, ein bisschen Reise. Ein bisschen “Dungeon”, ein bisschen aus und von den anderen Ebenen als nur dem Diesseits. Noch ein bisschen Kampf und Action, und schließlich noch ein paar wirklich schöne Fantasyelemente im Allgemeinen.

Der Beginn

Die kurzfristigen Vorbereitungen wurden ein wenig dadurch erschwert, dass der dritte Mitspieler für diese Session kurzfristig ausfiel. Dabei handelte es sich hierbei ausgerechnet um den kampfstarken Charakter der Gruppe. Da bereits für die erste Session eine kämpferische Auseinandersetzung angedacht war und ich nicht genau wusste, inwiefern die beiden anderen Charaktere da überhaupt Kompetenzen einbringen konnten, musste also gleich mal ein bisschen “gepokert” werden.

Da ich aus den 5 geplanten Gegnern vorab schon mal 3 gemacht habe und ich immerhin meine beiden Mitspieler und deren Outplay-Vermögen, solche Situationen zu handlen, ganz gut einschätzen konnte, ist das dann praktisch auch ganz gut ausgegangen.

Drei der neun Szenen haben wir in der ersten Session in dieser verkleinerten Besetzung gespielt, und tatsächlich haben wir daran auch 2,75 Stunden gespielt, wobei wir es gemütlich haben angehen lassen und einige Zeit auf nicht plotspezifisches Spielen verwendet haben.

Regelanwendung

Da wir alle auf die eine oder andere Art und Weise immer noch Greenhorns sind, was Splittermond betrifft (zu wenig in zu großen Abständen gespielt bislang), habe ich im Vorfeld immer schon ein bisschen Bammel, was wir denn wohl alles falsch machen werden.

Ich muss sagen, dass die Regelanwendungen in dieser Session nicht das Debakel wurden, mit dem ich nach so langer Splittermond-Spielabstinenz gerechnet hätte. Ein bisschen was ist doch schlicht hängen geblieben, ein bisschen lief gut dank der Vorbereitung sowohl von mir als auch der Mitspieler, die sich gut über die Möglichkeiten ihrer Charaktere informiert hatten. Und ein bisschen was wussten wir dann doch nicht oder haben es versehentlich außer Acht gelassen … aber ich fand es jetzt nicht “dramatisch”.

Vor allem in Bezug auf Kampfoptionen und -regeln werden wir wohl noch eine ganze Weile brauchen, bis wir alles auf dem Schirm haben, aber ich fand, dass es an sich recht flüssig lief. 🙂

Der Ausblick

Am 15.2. werden wir die zweite Session zum Abenteuer spielen, und die dann hoffentlich auch mit allen drei Charakteren.

Ginge man nach den reinen Szenenzahlen, wäre damit vorab schon klar, dass es eine 3. Session braucht. Ich bin dennoch recht zuversichtlich, dass wir mit der zweiten Session hinkommen werden, zumal die beschriebenen Szenen sehr unterschiedlich sind. Das beziehe ich sowohl auf ihren zeitlichen und räumlichen Umfang, als auch hinsichtlich ihrer Ausarbeitung.

Zum Glück ist der gesetzte Cut geradezu perfekt dazu geeignet, den dritten Charakter ins Spiel zu bringen. Das wird wohl nicht allzu viel Zeit brauchen.

Nach der nächsten Session gibt es dann hier noch einen abschließenden Bericht. 🙂

 

Reisen in Splittermond

Soll ja Leute geben, die das (als PDF kostenlos downloadbare) Grundregelwerk von Splittermond nicht gelesen haben, lesen wollen, nicht gekauft haben oder wie auch immer. Genau diesen Leuten widme ich meinen zweiten Beitrag im Rahmen des Karnevals der Rollenspielblogs, der im November von Sorben und Zornhau ausgerichtet wird, und zwar mit dem Thema Stadt, Land, Dungeon. Dieser Beitrag ist also wohl dem Land zuzurechnen. Er befasst sich mit dem Reisen, wie der Titel schon verrät, und stellt zentrale Elemente des Kapitels kurz vor.

NOV-Karneval-Logo

Allgemeines zu Reisen in Splittermond

Das Grundregelwerk spendiert diesem Thema 6 Seiten des Grundregelwerks. Zu Beginn gibt es ein paar beispielhafte Angaben zu Reisegeschwindigkeiten. Beispielhaft einerseits deshalb, weil zwar Reisen zu Fuß, Pferd und Schiff angesprochen werden, aber es durchaus Modifikatoren gibt. Hierbei gibt es Vorschläge zu schlechten Umständen und zum Gewaltmarsch.

Ein Gewaltmarsch erhöht zwar die Tagesleistung, zieht aber auch eine Zähigkeits-Probe nach sich, die zur Erschöpfung führen kann.

Ein weiterer Absatz befasst sich mit den Kosten einer Reise. Das Spiel bietet sowohl die Möglichkeit des detaillierten Nachhaltens als auch des groben Überschlagens von Kosten. Ein weiterer Einflussfaktor ist der Wert eines Charakters in der Ressource Vermögen. Für Seefahrten werden noch ein paar Besonderheiten angegeben.

Alle diese Informationen werden übrigens unter der Voraussetzung gegeben, dass man sie nutzen will. Es sind keine in Stein gemeißelten Angaben, sondern Hilfestellungen.

Reisetypen in Splittermond

Unterschieden werden grob drei Typen der Reise: Schnellreise, Erkundungsreise, die goldene Mitte.

Ich denke, die Typen sind recht selbsterklärend, dennoch:

Bei der Schnellreise handelt es sich um den Typ, eben schnell von A nach B zu gelangen, wobei der Reise selbst keine besondere Aufgabe zukommt. Bei der Erkundungsreise ist die Reise der Mittelpunkt, wird also ausgiebig ausgespielt. Und die goldene Mitte setzt ein paar Schlaglichter.

Abseits des Narrativen unterscheiden sich die Häufigkeiten von verschiedenen (möglichen) Proben im Rahmen der Reise.

Beispielsweise lautet die Empfehlung für Schnellreisen, lediglich eine Probe auf Wildnisführung und besondere Ereignisse pro Reise würfeln zu lassen – und dann die Handlung entsprechend anzupassen natürlich.

Bei der Goldenen Mitte sollte man pro Zone würfeln lassen (zu den Zonen komme ich nachher noch), und das zusätzlich für Lagerbereitung und Versorgung.

Bei der Erkundungsreise variiert der Detailverliebheitsgrad. Lagerbereitung, Versorgung und Ereignisse sind laut Tabelle täglich zu würfeln. Dort gibt es allerdings bereits den Hinweis, dass dies ein sehr detailliertes Ausspielen ergibt, sodass es sich eventuell empfiehlt, das Intervall auf 3-7 Tage zu erhöhen. Bei der Wildnisführung sollte man der Empfehlung nach weiterhin pro Zone, mindestens jedoch einmal wöchentlich würfeln.

Wildnisführung

Bei der Wildnisführung geht es darum, die weitere Reise zu planen, währenddessen zu erkunden und entsprechend die besten und sichersten Wege zu finden. In Splittermond entspricht dies einer Probe auf Überleben, wobei die Schwierigkeit des Wurfes von der Zone abhängt.

Bei misslungenen oder gar verheerenden Proben kann die SL die negativen Erfolgsgrade einsetzen, um die Konsequenzen zu bestimmen. Beispielsweise ist das Reisetempo deutlich geringer, die Gruppe verirrt sich und/oder die Reiserichtung weicht von der geplanten ab und so weiter.

Ebenso funktioniert es umgekehrt, dass also bei gelungenen Proben die zurückgelegte Strecke größer ist, dass sich die Gruppe bei der Lagerbereitung und Versorgung durch einen Bonus leichter tut et cetera.

Lagerbereitung

Dies bezeichnet ganz klassisch das Finden eines geeigneten Lagerplatzes sowie die Versorgung mit Wasser und Brennholz beispielsweise.

Auch hier ist wieder eine von der Zone abhängige Probe auf Überleben fällig.

Konsequenzen hängen auch hier von den Erfolgsgraden ab. Negative Erfolgsgrade können von der SL verteilt werden, um die nächtliche Heilung zu reduzieren, das Lager leichter zu entdecken machen oder einen Malus bei der Versorgung zu geben. Vielleicht lockt das Lager sogar Gefahr an? Umgekehrt lassen sich mit positiven Erfolgsgraden die Heilungsrate verbessern, das Lager schwerer zu entdecken sein oder ein Bonus bei Versorgungsproben erreichen.

Versorgung/Nahrungssuche

Proben zur Nahrungssuche hängen von der Art ab. Bei Pflanzen und Kräutern wird Naturkunde gewürfelt, sonst Jagdkunst.

Das Prinzip sollte deutlich geworden sein zwischenzeitlich. 😉

Zonen

Splittermond unterteilt Regionen in unterschiedliche Zonen. Abhängig von der Zone variieren die jeweiligen Herausforderungen.

Zonenbeschreibungen geben Schwierigkeitsgrade für die unterschiedlichen Proben an, die Modifikation der durchschnittlichen Tagesstrecke, und sie bieten grobe Zufallstabellen für verschiedene Ereignisse (Feinde, Hindernisse, nichts, Reiseglück, Freunde).

Im Grundregelwerk gibt es die Zivilisation, Rand der Wildnis, Wildnis, Gefahrenzone, Wüste, Land in Finsternis.

Während man in der Zivilisation bei 6-10 auf 1W10 beispielsweise freundliche Begegnungen erwürfelt, passiert einem das in der Wildnis nur bei einer 10, in einer Gefahrenzone gar nicht, um dazu mal Beispiele zu nennen.

Zur Häufigkeit von Ereignissen gibt es als Regel sozusagen den gesunden Menschenverstand. Es sollte klar sein, dass man in einer Wüste beispielsweise seltener auf zumindest Reisende trifft als auf einer Handelsstraße. Davon abgesehen hängt die Häufigkeit von Ereignissen auch von der Art der gespielten Reise ab.

Auch zur Art der Ereignisse in den jeweiligen Kategorien finden sich abschließend im Kapitel einige Beispiele.

Wie finde ich das?

Ich finde die Reiseregeln von Splittermond sehr elegant gelöst.

Was? Das ist alles gar nicht neu, gab es davor schon und überhaupt?

Ja, weiß ich, dennoch verfügen die meisten Systeme, auch neue, über entsprechende Regelmechanismen, die mir allerdings persönlich alle nicht so gut gefallen wie eben die von Splittermond.

Zunächst einmal mag ich die Skalierbarkeit des Ganzen, die einzelnen Gruppen und ihren Vorlieben entsprechende Möglichkeiten an die Hand gibt, ohne irgendwas aufzudiktieren. Gerade für Anfänger finde ich diese Option ungemein wichtig.

Hinzu kommt, dass sich in den Regeln kein Bruch wiederfindet, wie ich ihn schon öfter bei Systemen erlebt habe. Es wird also nicht plötzlich ominös mit einem W3, W4 oder W20 gewürfelt, den man sonst im Spiel nicht nutzt, es werden keine separaten Regelkonstrukte/Proben erfunden, sondern alles ist mit 1-2 W10 wie üblich und auch mit den üblichen Proben abzuhandeln. Klingt simpel, klingt selbstverständlich, ist es meiner Erfahrung nach aber eben nicht.

Was mir ebenfalls gefällt: Es reicht völlig aus, mit dem Grundregelwerk zu spielen, um eben solche Reisen abzuhandeln. In den einzelnen Regionalbänden finden sich Ergänzungen zu Zonen und Ereignissen. Wer da also eher unkreativ unterwegs ist und/oder gerne noch mehr spezifische Anregungen haben möchte, findet dort entsprechend welche. Sie sind aber nicht notwendig. Und selbst die Kaufabenteuer enthalten nochmals spezielle Zufallstabellen zum Thema. Wofür auch immer man sich also entscheidet: Man steht nicht alleine da, sondern wird entsprechend an die Hand genommen. So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Perfekt!

Spielerfahrung & Schwächen

Jawohl, Spielerfahrung ist vorhanden. Konkret genutzt wurde die in einer Runde, in der es kreuz und quer durch Selenia ging. Wem das nichts sagt: Das ist eher die klassische Fäntelalter-Gegend von Splittermond, also nichts besonders exotisches.

Genutzt wurde in dieser Runde der Typ der Erkundungsreise, es wurde also oft und viel gewürfelt. Ausmachen konnte ich dabei zwei Schwächen.

Fokussierung

Wenn man Charaktere in Splittermond darauf auslegt, dass sie in bestimmten Bereichen wirklich was “reißen” können, hat so ein Charakter ein paar wenige Fertigkeiten (von 27 allgemeinen Fertigkeiten, also abseits Kampf und Magie), in denen er wirklich gut ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei jemandem sowas wie Überleben darunter ist, ist in einer Gruppe an sich relativ hoch. Allerdings ist es noch wahrscheinlicher, dass derselbe Charakter auch derjenige ist, der Jagdkunst und Naturkunde gut beherrscht. Bei Naturkunde gibt es da noch am ehesten eine Verteilung (Kräuterkundler usw.). Abseits dessen, dass das durchaus “realistisch” ist, sorgt es bei Erkundungsreisen mit häufigem Würfeln dafür, dass ein einzelner Spieler unverhältnismäßig oft würfelt. Das lässt sich stellenweise ein bisschen aufweichen, indem zum Beispiel jemand mit hohem Wert in Anführen dabei unterstützen kann, dass die Reisegruppe den Empfehlungen des Überlebenskünstlers vertraut, oder eben dadurch, dass der eine jagen geht, derweil ein anderer sammelt, aber der Fokus liegt doch eher auf einem Charakter. Hier ist also gefordert, sich entsprechend was zu überlegen, um diesen Fokus auszugleichen. Beispielsweise indem die Zufallsbegegnungen/Ereignisse dann nicht auch noch welche sind, die in diese Fertigkeiten fallen, sondern solche, die eben andere Schwerpunkte fordern.

Zahlengelaber

Wer nur mit Zahlen spielt, kriegt dabei keine Worte raus. Irgendwie logisch, oder? Ein weit verbreitetes Problem, das man ja auch aus anderen Spielen kennt: Sobald gewürfelt wird, redet man nur noch über Zahlen, nicht mehr über Aktionen, Reaktionen, Ereignisse und Geschichten. Kann man mal machen, manche mögen das besonders gerne, was mich betrifft, ist das meist nicht so mein Ding, sondern ich verpacke Würfelergebnisse lieber in Erzählungen, wenn möglich. Wenn man aber nun pro Abend (gemeint ist der Ingame-Abend, nicht die Session) 3x würfeln lässt zum Thema Lager und Versorgung, und dann noch lang und breit die Ergebnisse diskutiert, dann verbraucht das ungemein viel Zeit, die ich persönlich eher als überflüssigerweise verloren ansehe. Letztlich ist das aber ein möglicherweise auftretendes Problem innerhalb der Gruppe, das auch mehr mit deren Spielweise zu tun hat als mit den Reiseregeln von Splittermond konkret.

Beides sind für mich allerdings keine Schwächen, die sich auf die Reiseregeln von Splittermond selbst zurückführen lassen. Gut, von 3 Proben zwei auf dieselbe Fertigkeit würfeln zu lassen, ist vielleicht nicht optimal, mir persönlich würde da aber nun mal auch nichts Passenderes an der Stelle einfallen.

Letztlich kommt es auf das gewünschte Spiel(erleben) und auch auf das Feingefühl von SL und durchaus Gruppe an, wie man damit umgeht. Ein paar Ideen dazu habe ich ja eben schon beim ersten Punkt angerissen.

Splittermond: 1 on 1

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Seit einer Weile haben Tsu und ich uns überlegt, ob wir – wie andere Leute, die wir kennen und die das regelmäßig so machen – mal mit dem Pen & Paper 1 on 1 starten sollen. Eigentlich waren wir beide im Vorfeld skeptisch. Ob man da wirklich mittelfristig spannende Abenteuer erleben kann, ohne die Dynamik und Stärkenstreuung von anderen, wenn man nicht die ganze Gruppe mit NSC auffüllt (was wir beide nicht wollen)?

Jetzt haben wir es mal gewagt, und zwar mit Splittermond.

Gestartet sind wir mit dem ersten Abenteuer aus der Einsteigerbox, “Unter Fels begraben“.

Wie man auf dem Bild sehen kann, spielt Tsu einen Zwerg, und zwar einen wandernden Handwerker mit Gefolge. Dieses Gefolge besteht aus seinem 9-jährigen Sohn, den er zumeist in einer Kiepe auf dem Rücken trägt. Als solcher traf er in unserer ersten Session in Brynntal ein, wo er ein Erdbeben miterlebte und gleich nicht nur mitten im Geschehen stand, sondern auch rasch um Hilfe gebeten wurde, nach den Arbeitern der Silbermine zu schauen.

Gespielt haben wir volle drei Stunden, in dieser Zeit das Abenteuer aber auch gemütlich abgeschlossen. Angepasst wurde hierbei im Abenteuer kaum etwas, und da Tsus Charakter clever und vorsichtig vorging, wurde auch eine Übermacht an Gegnern durchweg verhindert. Gespielt haben wir allerdings mit den vollständigen Regeln, und da wir – Heinzcon ausgenommen – schon länger kein Splittermond mehr gespielt haben, haben wir uns auch zwischendurch mal die Zeit genommen, das eine oder andere genau nachzusehen, damit sich keine Fehler einschleichen.

Die Kämpfe mit maximal vier Beteiligten waren unglaublich schnell. Das ist uns beiden enorm und sehr positiv aufgefallen. Liegt wohl daran, dass wir beide sehr konzentriert bei der Sache waren, beide – wenn auch ziemlich raus aus dem System – keine völligen Anfänger im System sind und stets einen besonders guten Überblick über die Szene hatten. Ehrlich, im Vergleich zum Gebrabbel und oft auch zur Diskutiererei am Gruppentisch (was sich bei z.B. Pathfinder ja auch immer gerne mal einstellt) verliefen die Kämpfe wirklich, wirklich fix und problemlos.

Wenn wir demnächst mal wieder einen gemütlichen Abend zu zweit anstreben, werden wir die Abenteuer von Arwin Stahlklang und seinem Sohn Berig auf jeden Fall fortsetzen; erst mal mit den weiteren Geschichten, die die Einsteigerbox zu bieten hatten, danach … mal sehen.

Das war jedenfalls echt (und überraschend) spaßig! 🙂

RSP-Karneval 1/2017: Gerüst einer Splittermond-Feenwelt

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Meine bisherige Lieblingspublikation zu Splittermond ist nach wie vor “Jenseits der Grenzen“. Dazu will ich auch schon seit fast einem Dreivierteljahr nun was bloggen, vloggen oder wie auch immer, habe es aber irgendwie dauernd verschoben.

Der Januar-Karneval der Rollenspielblogs bietet mir jetzt die Gelegenheit, doch zumindest mal damit anzufangen. Gloria von Nerd-Gedanken organisiert den Karneval in diesem Monat, und das Thema lautet: “Verwunschen, verzaubert, verflucht“. Wenn das mal kein Aufhänger ist! Und dann auch noch mit einem Logo in pink, also kann ich ja quasi gar nicht anders. 😉

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