Mein fantastischer Januar 2019

Der Würfelheld hat am letzten Tag des Januars einen Blogartikel online gestellt mit einem fantastischen Monatsrückblick. Am Ende fragt er nach dem Rückblick der Leser*innen, und darum gibt es nun auch hier einen fantastischen Rückblick sozusagen.

Filme und Serien

Der Januar startete damit, dass wir die 5. Staffel von Bates Motel schauten und die abgeschlossene Serie damit auch beendeten. Ich fand die Serie unheimlich gut gemacht. Zum Ende der 4. Staffel schwächelte die Serie ein paar Folgen lang, hat sich dann erfreulicherweise aber wieder gefangen.

Ebenfalls weiter ging es mit Gotham, und zwar mit der 3. Staffel. Ich liebe diese Serie, weshalb ich es noch trauriger finde, dass ich sie im Original einfach nicht verstehe. Ich komme bei einigen Akzenten da leider so gar nicht mit. :-/ Aus diesem Grund wird es wohl auch noch dauern, bis ich hoffentlich in den Genuss der weiteren Folgen kommen kann.

Begonnen haben wir zudem Dark, wo wir es bislang auf 5 Folgen bringen. Halbzeit also. Ich finde sie okay, aber unglaublich träge. Zumindest bis jetzt hat mich die Serie noch nicht abgeholt.

Bei den Filmen gab es einmal Bird Box als zufällige Entdeckung. Da wäre mehr drin gewesen, finde ich, aber ich mochte den Film trotzdem gern.

Black Mirror: Bandersnatch war mal was ganz Neues … hat mich dennoch nicht vom Hocker gehauen. War ein spannendes Erlebnis und das Ganze gut gemacht, weiß ich durchaus zu schätzen, aber hat mich halt auch nicht in seinen Bann geschlagen oder so.

Knapp 30 Stunden fielen also insgesamt auf Filme und Serien. Das ist sehr viel, allerdings waren wir auch beide recht lange krank und hatten damit die Gelegenheit, immer mal wieder auch zu unmöglichen Zeiten mal was einzuschalten (und zugleich keinen Kopf für andere Sachen).

Romane

Gelesen wurde dann doch ein bisschen was. Ich selbst mache bei der Reading Challenge 2019 im Tanelorn mit, wo man sich selbst Leseziele für das Jahr setzt. Bei mir lautet es recht sparsam, 25 Bücher zu lesen, und davon möglichst viele passend zur Popsugar– und/oder Tanelornchallenge.

In den letzten Jahren habe ich fast nur noch Fachbücher gelesen, und das würde ich ab 2019 gern mal wieder ändern.

Mit Das letzte Geheimnis von Ian Caldwell und Dustin Thomason startete das Jahr mit einem Re-Read von 447 Seiten. Während mich der Roman als Neuerscheinung begeisterte, ist ihm das diesmal leider nicht gelungen. Liegt wohl an der unterschiedlichen Erwartungshaltung. Damals hatte ich nichts Besonderes erwartet, diesmal einen Thriller, wie er auch einer sein soll. Ist aber mehr Coming-of-Age an der Princeton-Universität mit ein bisschen Mystery und Thriller, woran ich mich vorab nicht mehr erinnert hatte.

Einmal mehr festgestellt habe ich, dass ich die Bücher von Kate Mosse immer ein bisschen schwierig finde. Für mich haben sie immer sozusagen hypenswerte Elemente, aber auch immer irgendwas, das das Gesamtbild stört. Bei Der Kreis der Rabenvögel war es die Schwafeligkeit über gut 200 Seiten, die mir den 400-Seiter ein bisschen verleidet haben, auch wenn meine Gesamtwertung dazu dennoch positiv ausfällt.

Ins Alte Rom ging es mit dem ersten Roman der Cicero-Trilogie von Robert Harris: Imperium. Leider konnten mich die 480 Seiten nicht so wirklich begeistern. War mir alles ein bisschen zu dröge und zu sachlich, wenn auch andererseits gut recherchiert und geschrieben. Aber ich bleib dann lieber Fangirl von John Maddox Roberts‘ SPQR-Reihe, denke ich. Die Trilogie werde ich nicht fortsetzen.

Derweil wir als gemeinsames Leseprojekt mit dem Outsider von Stephen King gestartet sind, was aber ewig dauern wird, bis wir da durch sind, weil wir wirklich immer nur sehr kleine Häppchen schaffen, habe ich mich noch allein an das Büchlein Gwendys Wunschkasten gewagt. Die 128 Seiten waren okay, aber auch nichts, was mich besonders hätte begeistern können. Da wäre sehr viel mehr möglich gewesen, sowohl inhaltlich als auch emotional.

Damit zähle ich 1455 Seiten, was mich ziemlich überrascht. So viel hab ich nämlich schon lang nicht mehr gelesen. Gefühlt spannenderweise auch im Januar nicht. Gar nicht mal so übel, sowas nachzuhalten offenbar.

Podcasts und Hörbücher

An Podcasts habe ich im Januar die bisher 3 Folgen von Steamtinkerers Klönschnack gehört sowie (zum 2. Mal) die Warhammer Fantasy-Folge des Frostcast.

Bei Hörbüchern hab ich mit dem ersten Teil der Lovecraft Letters von Christian Gailus angefangen, gelesen von Uve Teschner. Hab ich aber noch nicht durch, auch wenn es nur knapp 3,5 Stunden insgesamt sind.

Ebenfalls angefangen, hier aber noch ganz am Anfang stehe ich beim ersten Teil der Mirador-Reihe mit Bluescreen von Dan Wells, gesprochen von Elmar Börger.

Youtube

Bei mir selbst war gesundheitsbedingt leider kaum was los. Wir starteten mit der 6. Session DnD 5Storm King’s Thunder. Im 6. und letzten Band des Abenteuerpfades Die Winterkönigin von Pathfinder schafften wir immerhin eine Session am 14.1. und eine am 31.1.

Und mehr war eigentlich schon nicht, außer dass ich Folge 1 (von September 2018) und Folge 2 meines Stechginsterpodcasts nun auch auf Youtube hochgeladen habe für Leute, die sonst eher keine Podcasts hören. Den Rückmeldungen nach scheint das auch eine ganz gute Idee gewesen zu sein.

Als Mitspielerin bin ich aktuell ja lediglich bei der Theaterritter-Kampagne bei Tsu dabei. Da nähern wir uns dem Finale des zweiten Buches und haben im Januar ebenfalls eine Session gespielt.

Ansonsten beschränke ich mich bei der Aufzählung der Dinge, die ich mir angeschaut habe, mal auf Actual Plays, da der Beitrag hier sonst wohl ziemlich uferlos werden dürfte. Ich hab im Januar nämlich ziemlich viel gesehen und bin bei den folgenden Reihen darum auf aktuellem Stand:

Auriel McCloud mit Splittermond (Der umkämpfte Pfad) als auch Shadowrun (Bad Wolf Gang)

Mischka_RPG mit Earthdawn (Falschmenschen) und dem 1. Teil Warhammer 40k – Schattenjäger (Der finstere Pakt)

MeisterUmbreon mit DnD 5 (Out of the Abyss)

Affe Vogel mit DSA 5 (In Treue fest, im Unglück standhaft)

BioIng mit DSA 5 (Heldenwerk: Seelanders Eleven)

derKoali mit V5 (Blood and Sand)

Asrael mit Fragged Empire (Lass schlafende Götter ruhen)

Trollstrolch mit Shadowrun (High Spirits) – da bin ich weit ab von aktuellem Stand, aber ich hab mir diverse Teile angesehen

Blogartikel

Davon gab es im Januar dann doch ein paar bei mir.

Fertiggestellt habe ich den Spielbericht zur 4. Session von Storm King’s Thunder mit DnD 5, ebenso mein Feedback (und Fazit) zum 2. und 3. Stream mit All flesh must be eaten.

Bei der 40. Blog-O-Quest mit dem Rückblick zu 2018 habe ich mitgemacht, ebenso mit einem Artikel zu Fragged Empire beim Karneval der Rollenspielblogs. Da war im Januar Zeitsprung das Thema.

Rollenspiellektüre

Die ist bei mir immer ein bisschen schwer nachzuhalten, weil ich quer durch den Garten hier und da ein bisschen lese. Im Januar habe ich vor allem im Grundregelwerk Vampire the Masquerade 5th Edition gelesen sowie mir mal wieder das Grundregelwerk von Shadowrun in der 5. Edition geschnappt.

Coole Idee vom Würfelheld. Ich werde auf jeden Fall versuchen, das jetzt jeden Monat 1x zusammenzufassen. 🙂

[RSP-Karneval] Zeitsprung: Fragged Empire

Gloria von Nerd-Gedanken hat sich im Januar recht kurzfristig des Themas Zeitsprung für den Karneval der Rollenspielblogs ausgedacht. Höchste Zeit, auf den letzten Drücker doch zumindest noch einen Artikel dazu zu verfassen.

Zeitsprünge im Groben bieten eigentlich die meisten Rollenspiele. Man wird eben in eine fäntelalterliche Welt oder die (nähere oder fernere) Zukunft versetzt. Im Grunde sind auch das ja schon Zeitsprünge, wenn auch nicht im klassischen Sinne.

Einen solchen Sprung möchte ich exemplarisch für den Karneval benennen, weil ich diesen besonders spannend finde: Fragged Empire.

Wie passt Fragged Empire da rein?

Fragged Empire bezeichnet sich selbst als post-post-apokalyptisches Setting. Die Apokalypse selbst liegt also lang zurück, man ist über die ersten Aufbauten längst hinaus und vielmehr an der zweiten schwierigen Schwelle: ein (neues) Miteinander zu kreieren. Da ich dazu mal ein Video gemacht habe, habe ich auch eine erklärende Grafik dazu erstellt:

fragged_history

Die Menschheit existierte also vor etwa 10.000 Jahren (ganz links) und entwickelte sich quasi über Jahrtausende zu den Archonten weiter, die mittlerweile ebenfalls nicht mehr existieren.

Zwischendurch auf verschiedenen Wegen entstandene weitere Völker waren Teil der späteren Apokalypse, und erst seit etwa 100 Jahren versuchen sie, zueinander Kontakt aufzunehmen, Verträge auszuhandeln, eigene Kulturen zu etablieren und so weiter.

Das sind (Symbole rechts, von oben nach unten) die Corp, die Kaltoraner, die Nephilim und die Legion.

Die Corp als kapitalistische Nachfahren der Vargati sind wohl am menschenähnlichsten, jedoch das Spannende des Settings: Menschen selbst gibt es hier überhaupt nicht mehr.

Man hat hier und da vielleicht mal Geschichten von Menschen gehört, jedoch viel eher solche über die Archonten, die sich aus den Menschen heraus entwickelt haben.

Menschen spielen einfach keine Rolle in diesem Setting, zu dieser Zeit so lange, nachdem die Menschen ausgestorben sind. Und das Erstaunliche daran: Man vermisst sie auch überhaupt nicht.

Ich selbst kenne es aus anderen Spielen so, dass es zumindest noch irgendwo kleine Enklaven früherer Menschen gibt, oder dass Menschen dann als frühere Gründer, Götter und so weiter angebetet werden oder so. Hier nicht.

Ein sehr weiter zeitlicher Sprung also, den das Spiel bietet, und der Interessantes mit sich bringt.

Mehr zum Setting hab ich in meiner Lesereihe zu Fragged Empire auch noch in diesem Artikel festgehalten.

RPG-Blog-O-Quest #040 – Rückblick 2018

Mit dem neuen Jahr geht es auch weiter mit der RPG-Blog-O-Quest. Nach dem Ausblick vom letzten Mal geht es ganz klassisch mit dem Rückblick auf das letzte Jahr weiter.

rpgblogoquest_logo

1. Welches Rollenspielereignis war für dich am prägnantesten in 2018?

Kein bestimmtes. Tatsächlich lief 2018 einiges nicht so, wie ich mir das ursprünglich vorgestellt oder vorgenommen hatte, aber es gab wirklich viele tolle Ereignisse.

Recht früh im Jahr war das die Heinzcon, im September der doch sehr spontane Start meines Podcasts (wenn man den denn als Rollenspielereignis zählen will).

Dazwischen lagen ganz viele tolle Spielrunden. Splittermond habe ich insgesamt über zwei Dutzend Male spielen und leiten können (einen Teil davon findet man hier), nach langem gab es mal wieder einen Oneshot mit Changeling, the Lost, ich hab Space 1889 quasi neu kennengelernt, wir haben eine neue Kampagne mit DnD 5 gestartet, wir haben endlich unsere AFMBE-Runde gespielt, die wir uns schon ewig vorgenommen hatten, und ansonsten gab es ebenfalls sehr viele schöne und spaßige Spielrunden.

Von diesen ganzen doch eher persönlichen Highlights des Jahres abgesehen …

… der ganze Kram rund um Wege der Vereinigungen (DSA 5); das war 2018 mit Sicherheit sehr prägnant, wenn auch kaum im positiven Sinne.

… das Erscheinen der 5. Edition von Vampire, the Masquerade war ebenfalls durchaus prägnant, weil die mir nämlich bislang gut gefällt. Das ist ein Novum für mich in Bezug auf Vampire. Davon abgesehen … auch verdammt viel negativer, aber prägnant zu nennender Kram rundum.

2. Wie oft bist Du 2018 zum Spielen gekommen? Was wurde am meisten gespielt,, welche Systeme hast Du neu kennengelernt?

Wie ich dank des entsprechenden Threads im Tanelorn recherchiert habe, habe ich 71 Sessions gespielt und geleitet, davon 36 Session onAir auf meinem eigenen Kanal, also live auf Youtube.

Mit 25 Sessions führt Splittermond die Liste an, gefolgt von 20 Sessions DSA 5 (mit 1 Ausnahme alle als Spielerin der Theaterritter-Kampagne) und 12 Sessions Pathfinder als SL des Abenteuerpfades Die Winterkönigin.

Neu für mich war Call of Cthulhu in der 7. Edition (als SL) und wie schon erwähnt Space 1889.

3. Welches RPG-Produkt 2018 (aber nicht unbedingt aus 2018) hat Dich am meisten überrascht, Dir am meisten fürs Spielen genutzt?

Kein RPG-Produkt, aber fürs Rollenspiel Discord. Das hab ich 2018 zu nutzen begonnen und da so einige tolle Sachen gelesen, geteilt, gespielt und besprochen.

4. Welcher Blogartikel, welches Video, welcher Karneval Deiner RPG-Kollegen (also quasi der Blogosphäre) hat Dich 2018 am meisten geflasht?

Weiß ich jetzt nicht mehr. Ich erinnere mich gut daran, vor allem manche Blogartikel sogar mehrfach gelesen zu haben, weil sie mir so gut gefielen, aber davon will mir nun einfach keiner mehr einfallen, sorry. 🙁

5. Welches sind die Medien 2018 für Dich? Bester Film, beste Serie, beste Buch, beste Comic etc.?

Puh. Ich kann mir nicht gut merken, wann was erschien bzw. bin oft spät dran, was das Lesen/Schauen betrifft. Ich werfe darum einfach mal The Chilling Adventures of Sabrina in den Raum.


Was ist die RPG-Blog-O-Quest und wie kann man teilnehmen?

Was ist die RPG-Blog-O-Quest?
Hier stellen sich RollenspielbloggerInnen gegenseitig im Monatswechsel jeweils fünf Fragen zu ihrem Lieblingshobby. Ursprünglich organisiert von Greifenklaue und Würfelheld, sind inzwischen auch andere BloggerInnen zu Fragenstellern geworden und geben entweder im Lückentext die Möglichkeit, eigenes zu ergänzen, oder konkrete Fragen zu beantworten

Wer kann teilnehmen?
Alle, die Lust hat, die gestellten Fragen zu beantworten und via Blog, Podcast, Vlog oder ähnlichem mit einem Verweis auf den Ursprungstext zu beantworten, damit die LeserInnen/ZuschauerInnen auch bei anderen Teilnehmern stöbern können

Was sollten Teilnehmer nicht vergessen?
Dem/Der jeweiligen Blog-O-Quest-VeranstalterIn einen Link zum eigenen Werk zukommen zu lassen, damit man diesen weiter verbreiten kann!

Was bringt das Ganze?
Hoffentlich den Bloggern/Vloggern Spaß beim Schreiben/Drehen, den LeserInnen/ZuschauerInnen ebenso Spaß beim Lesen/Schauen und natürlich Einblicke in die Gewohnheiten und Ansichten anderer zum Hobby Rollenspiel. Idealerweise natürlich auch Inspiration für eigene Ideen.

[All flesh must be eaten] At the Edge of Extinction #2 und #3

Wie und warum es zu diesem Fewshot kam, habe ich im Artikel zur ersten Session mit All flesh must be eaten bereits geschrieben. Mittlerweile ist das Ganze nach 3 Sessions (vorerst) abgeschlossen.

Session #2

Nachdem wir uns zunächst im Diner verschanzt hatten und vorab schon kurz angerissen wurde, dass das von Zombies umstellte Diner durchaus dafür sorgen könnte, dass wir statt der geplanten drei Sessions doch nur zwei spielen, haben unsere Charaktere dann doch noch erstaunlich gut ihren Hintern gerettet. Mayo und Frittenfett sei Dank!

In der nachfolgend angesteuerten Mall rechneten wir eigentlich alle mit irgendwas in Richtung von Zombies (im Kaufhaus) oder so, aber tatsächlich ging unser „Einkauf“ doch friedlich vonstatten. Diverse Anleihen an Klassiker blieben natürlich dennoch nicht aus. 😉

Der große Hammer kam dann am Schluss: Wir entdeckten den Heli eines TV-Senders und wurden als Augenzeugen und Überlebende sogar eingeladen. ABER die letzten Sätze des SL verrieten uns, dass wir damit mitten in die City flogen. Also dahin, wo verdammt viele Menschen sind. Und wohl auch verdammt viele Zombies …

Session #3

Dank der Geistesgegenwart des Charakters Angus vor allem konnten wir dem vorzeitigen Tod in der City entfliehen. Und das gleich mitsamt des Helikopters. Einfach wurde die Situation dadurch, dass auch der Pilot des Helis absolut kein Interesse daran hatte, in all dem Chaos sich noch irgendwie Channel 7 zu widmen.

Uns gelang die Flucht hin zu ein paar Autos weiter von der City entfernt, dann weiter zu einem kleinen Städtchen. Bei dem kapierten wir sozusagen zu spät, dass die dort aufgestellten Barrikaden mitnichten Leute von außen abhalten sollten, sondern vielmehr die Zombies im Inneren …

Dennoch schafften wir es, uns zu einem Boot zu retten und stachen schließlich in See …

Fazit

Wie schon im ersten Artikel zur Runde geschrieben, hab ich mich wahnsinnig gefreut, nach langem mal wieder All flesh must be eaten zu spielen. Und ich hatte diebischen Spaß an meinem Charakter Debbie, einer echten Klischee-Dumpfbacke. War gar nicht immer so einfach, es weder zu blöde noch zu sinnvoll zu spielen und – vor allem in der ersten Session – immer ernst dabei zu bleiben.

Ich mag den Ausblick der dritten Session.

Einmal, weil es mich an die in Buch und Film eher selten genutzte Option der Wasserrettung der anderen Art erinnerte. Die kenne ich bislang einmal aus Brian Keenes Buch Totes Meer und aus dem Spin-Off Fear the Walking Dead. Und natürlich haben Tsu und ich in unserer längeren Phase mit 7 Days to Die die ersten Nächte auch quasi mitten im Wasser überstanden …

Zum anderen bietet dieses Ende die Option, die Charaktere einfach ins Ungewisse schippern zu lassen, aber ebenso, daran nochmals anzuknüpfen. Vielleicht wieder gegen Ende des Jahres? Wer weiß.

[DnD 5] Storm King’s Thunder: Session 4

Weiter geht es mit der nächsten Session. Da ich mit den Spielberichten ziemlich im Verzug bin, während ich diesen hier tippe, bekommt ihr als Leser den nun schneller, als wir tatsächlich gespielt haben.

Eigentlich handelt es sich bei der Kampagne ja um eine wöchentlich stattfindende Runde, diesmal hatten wir allerdings ganze 5 Wochen Sendepause dazwischen.

Was geschah in Session 4?

Am Ende der letzten Session surrten bereits die ersten Pfeile, sodass es nach der Zusammenfassung des bisher Geschehenen gleich an die Initiative ging.

Da sich vor allem Ammon, der Valkur-Kleriker, nun wirklich nicht um Heimlichkeit bemüht, laut spricht und zudem noch ein leuchtendes Schild trägt, wurden sofort nicht nur Goblins auf den Vorsprüngen, sondern auch zwei Oger auf die sich nähernde Gruppe aufmerksam.

Damit nicht genug, entpuppte sich die ölige Substanz an Ferdinands Dolch aus der letzten Session als puddingartige Masse, die der Gruppe auch noch von hinten das Leben schwer machte. Im wahrsten Wortsinn übrigens, denn der junge Halbling Anri ging gleich vom ersten Angriff dieser Masse zu Boden.

Auch die anderen hatten trotz ihrer Kampfkraft so ihre Probleme, und so blieb es fast eine reale Stunde lang richtig spannend.

Nachdem die Gruppe wahre Berge an Leichen aufgetürmt hatte, interessierte sich auch die puddingartige Substanz nicht weiter für die Charaktere. Derweil sie sich an dem Körper eines der Oger gütlich tat (bis die Charaktere ihm den Garaus machten), schlich Ferdinand weiter durch die Dunkelheit und erledigte weitere lauernde Goblins mit gut gesetzten Überraschungsbolzen.

Meru’uk wagte sich zwischenzeitlich in eine weitere Höhle, wo sie gleich zwei Dutzend Gefangene entdeckte. Sie lotsten die Überlebenden des Dorfes, als die sie sich entpuppten, aus der Höhle heraus, organisierten ihre Rückkehr nach Nightstone und entschieden sich ihrerseits, erneut in die Höhle zurück zu gehen. Alle paar Stunden hatten die Goblins wohl jemanden aus der Menge herausgeholt. Niemand davon war zurückgekehrt. Was also, wenn es noch weitere Überlebende gab? Nach einer kurzen Rast konnte es losgehen.

Sie entdeckten als nächstes die Lager von sehr jungen und sehr alten oder kranken Goblins. Während Ferdinand einen davon zuvor bereits getötet hatte und ganz klar der Ansicht war, sie seien alle zu töten, legte die Paladina ihr Veto ein. Sie bestand darauf, es den Göttern zu überlassen, über diese Goblins zu richten. Nach einiger Diskussion setzten sie die Suche nach weiteren Überlebenden fort.

Schließlich standen sie dem Anführer der Goblins selbst gegenüber, außerdem einem halben Dutzend Riesenratten und weiteren Goblins. Ammon entledigte sich der Ratten mit einer einzigen Donnerwelle und legte damit den Blick auf eine frische Leiche frei. Diese Frau, wohl eine der Dörfler, wies zahlreiche Bissspuren auf. Offenbar störten die Charaktere gerade eine Mahlzeit …

Nachdem die Gruppe die verbliebenen Goblins mitsamt Anführer ausgelöscht hatte, fanden sie immerhin noch eine weitere Überlebende: Daphne Featherstone.

Mit ihr zusammen kehrten sie nach Nightstone zurück.

Wie lief es in Session 4?

Endlich ging es in den (zumindest von mir) ersehnten Dungeon. Juhu!

Zu Anfang sah alles vor allem kritisch aus und ich rechnete eine ganze Weile damit, dass diese Session in einem TPK enden würde. Das machte das Ganze aber natürlich auch entsprechend spannend

Und obwohl diese Session erwartungsgemäß vor allem kampflastig war, gab es auch einiges über die Charaktere zu lernen.

Gerade bei Ferdinand zeigte sich, dass ihn der Verlust Rubyls und der Umgang der anderen damit durchaus beschäftigte. Meru’uk traf in dieser Session ein zweites Mal eine Entscheidung nicht, sondern überließ sie den Göttern, wobei sie sowohl eine gewisse Sturheit erkennen ließ als auch zeigte, dass ihre Ausbildung noch nicht allzu lang zurück liegt und sie schwierige Entscheidungen eben nicht aus dem Ärmel schüttelt (was ich sehr sympathisch fand).

Nach dem Befreien der Gefangenen hätten alle auch sofort ins Dorf zurückkehren können, zeigten sich aber lieber heldenhaft und wollten auf Nummer Sicher gehen, was mögliche weitere Gefahren für Nightstone und möglicherweise übersehene Gefangene betraf. Hat mir auch gut gefallen.

Hier noch der Link zur Session, falls ihr sie selbst sehen wollt:

Jubiläumsstream & Anstehendes

Fast ist es geschafft und ein neues Jahr beginnt. Da wird dann natürlich alles besser. Klar, oder?

Jubiläumsstream

Vorher gibts bei mir allerdings noch einen Livestream, und zwar einen Sabbelstream am 31.12.18 ab 18 Uhr.

Eigentlich war mein Youtube-Jubiläum bereits im November, aber da das Ganze leider ausfallen musste, möchte ich das zumindest noch 2018 „zelebrieren“.

Es wird einen Rückblick 2018 geben, aber auch einen Blick auf die letzten 5 Jahre Youtube, Entwicklungen, Veränderungen und so weiter.

Und natürlich wird es einen Ausblick auf 2019 geben. Da soll sich so einiges verändern, und Diverses werde ich im Stream dann schon mal anteasern.

Meinen Blog werde ich dabei übrigens auch zumindest kurz einbeziehen. Ansonsten gibts Blogrelevantes natürlich 2019 dann hier an Ort und Stelle. 😉

Livestreams im Januar

Die Livestream-Übersicht habe ich mal aktualisiert und hoffe, die zahlreichen Ausfälle von 2018 finden jetzt ihr Ende. Wenn also alles gut geht, stehen über zwei Dutzend Spieltermine im Januar an. Yay!

 

[DnD 5] Storm King’s Thunder: Session 3

Mit einer Woche Pause ging es mit ein wenig zeitlicher Verspätung weiter mit der nächsten Session von Storm King’s Thunder. Falls ihr jetzt erst einsteigt, könnt ihr euch noch den Bericht zu Session 1 und zu Session 2 durchlesen.

Was geschah in Session 3?

Der erste Blick dieser Session ging nicht nach Nightstone, sondern nach Waterdeep. Dort erhielt eine junge halborkische Paladina den Auftrag, sich nach Nightstone zu begeben. Man habe schon länger nichts mehr vom Lathander-Priester des Ortes gehört. Und so machte sich ein noch unbekannter Charakter namens Meru’uk Grimmguard auf den Weg …

In Nightstone war die Stimmung nach den vorangegangenen Ereignissen deutlich gedrückt. Dennoch machten Ferdinand und Anri sich gemeinsam auf den Weg, um sich noch weiter durch das Dorf zu schleichen. Einmal, um einen Überblick zu bekommen, zum anderen aber vor allem, um vor weiteren Gefahren gewarnt zu sein.

Sie entdeckten eine Schreiberstube, in der sich eine geflügelte Katze verschanzt hatte. Diese musste erst einmal zurückbleiben. Anri untersuchte einen der Wachtürme, wo er drei Phiolen entdeckte. Ferdinand warf derweil einen Blick in ein von Goblins durchsuchtes Farmhaus, bevor sich beide gemeinsam auf den Weg zu einem größeren Haus machten. Dort war die Tür verschlossen und mit zahlreichen Runen in offenbar infernalischer Sprache versehen, sodass sich die beiden lieber zum nächsten Haus aufmachten. Ein kleines Haus mit zahlreichen Blumentöpfen und Kräutern wurde entdeckt. Eine lose Bodendiele konnte ausgemacht werden, unter der einige Gegenstände verborgen lagen. Anri erkannte die Einrichtung als Häuschen einer offenbar halblingischen Familie. Neben einem weiteren Farmhaus fanden die beiden im Verlauf auch einige von Felsen erschlagene Dorfbewohner.

Im Stall waren nicht nur Sättel, Zaumzeug und einige Kaltblüter zu entdecken, sondern auch ein Angreifer, der vom Heuboden aus auf Anri schoss. Diese Person stellte sich als Kella heraus. Während Ferdinand und Anri debattierten, wie weiter vorzugehen sei, entdeckten sie Ammon. Dieser hatte sich dazu entschieden, die Leichen von Rubyl und der Lady mit den Wachen zusammen zum Friedhof zu tragen. Ferdinand wies Anri an, dass sich alle gemeinsam am Friedhofseingang treffen sollen und verschwand Richtung Inn.

Ammon ließ sich von der Information einer schießenden Kella zunächst nicht von der anstehenden Bestattung abbringen. In eben diese platzte dann auch die eintreffende Meru’uk, die sich während der Zeremonie jedoch zunächst zurückhielt. Als Ferdinand schließlich zu den anderen stieß, war die Bestattung von Rubyl bereits erfolgt und misstrauisch beäugte er den halborkischen Neuankömmling.

Erst danach befasste man sich mit der auf dem Heuboden verschanzten Kella. Sie weigerte sich standhaft, den Boden zu verlassen, wohl ahnend, dass ihre Tarnung aufgeflogen sein könnte. Und in der Tat hatte Ferdinand in der vorigen Nacht ja ein Gespräch zwischen dem Anführer der Zhentarim-Eindringlinge und Kella beobachtet.

Ferdinand selbst machte sich daran, den Dorfeingang zu sichern und entdeckte hierbei die Leiche des Müllers, der sie von Waterdeep aus mitgenommen hatte.

In der Zwischenzeit konnte Kella dann doch noch festgesetzt werden. Unter den Augen der Wachen brachte man sie erst einmal im Schankraum des Inns unter.

Ammon bestattete noch die Leiche der Lady in der ihr eigenen Krypta, wo bereits jemand ihrer Familie vor längerem beigesetzt worden war. Derweil nahm Ferdinand noch immer höchst misstrauisch die Paladina genauer in Augenschein, bevor er selbiges mit Kella anging. Beim Durchwühlen ihrer Habe fand er einen kleinen Zettel. Neben einer angedeuteten Schlange war darauf „Sind auf dem Weg“ zu lesen. Triumphierend hielt er diesen Zettel Ammon unter die Nase. Dieser verschwand im Inn, um Kella zur Rede zu stellen.

Kella blieb dabei, sich keiner Schuld bewusst zu sein. Man habe lediglich Handelsoptionen vor Ort ausloten wollen. Nachdem die Festung erschienen und die Bewohner erschlagen oder geflohen waren, habe sie die anderen informiert. Der Plan sei gewesen, die Dorfbewohner bei ihrer Rückkehr schlicht mit geänderten Machtverhältnissen zu empfangen.

Ammon wies die Wachen an, Kella in der Burg von Nightstone festzusetzen, derweil die anderen die herrenlosen Pferde zu sichern begannen.

Schlussendlich machten sie sich allesamt beritten auf den Weg. Sie folgten den Spuren der Geflohenen in die Hügel, um die Dörfler zu finden.

Die Spuren führten sie auf einen solchen Hügel, wo sich ein kaminartiges Loch in die Tiefe erstreckte. Nach einigem Hin und Her sahen sich die Charaktere nach weiteren möglichen Eingängen um und wurden fündig. Sie fanden zwei Tunnel, die offenbar in die Höhle führten, einer davon flach mit Wasser angefüllt, ein anderer trocken.

Sie entschieden sich dazu, dem trockenen Tunnel zu folgen. Er verbreiterte sich schließlich in eine kleine Höhle mit Stalagmiten, von denen einer besonders imposant erschien, aber arm- bis beindicke Löcher aufwies. Zwei Wege führten aus der Höhle weg. Ferdinand stocherte mit seinem Dolch in den Löchern herum. Als er diesen hinaus zog, klebte eine ölige Substanz daran und der Dolch wies Rostspuren auf. Anri hörte einen kleinen plätschernden Wasserfall aus dem unteren weiterführenden Gang. Ammon hingegen hatte sich bereits weiter in den oberen Gang gewagt und die anderen folgten ihm schließlich.

Am Ende dieses weiteren Ganges öffnete sich eine sehr groß wirkende Höhle. Ammon leuchtete mit seinem Schild voran und schon surrte ein Pfeil in ihre Richtung.

Wie lief es in Session 3?

Diese Session war ein bisschen anspruchsvoll, weil einfach gleich mal ein neuer Charakter in die gegebene Situation kommen musste UND quasi zeitgleich noch die Bestattung des vorigen stattfand. Ging wohl nicht allein mir so, sondern den MitspielerInnen teils auch. Zumindest erklärt sich so, dass sich irgendwie niemand zunächst weiter um Kella kümmerte und auch die Vereinbarung, sich am Eingang des Friedhofs zu treffen, verloren ging. Das führte wiederum dazu, dass Ferdinand sich quasi verschanzte und die Bestattung ohne ihn stattfand. Fiel auch mir zu spät auf und war für den Spieler recht doof.

Zum Glück haben wir dann doch noch gemeinsam die Kurve bekommen und ich fand die Szene mit Kella recht interessant. Ich fand, sie hat sehr direkt und durchaus schlagfertig ihre Position dargestellt und gefestigt. Es war somit nicht möglich, sie einfach auszuschalten oder etwas in der Art. Nein, damit musste man sich irgendwie auseinander setzen. Fand ich gut. Und hat die Gruppe auch gut gelöst, wie ich finde.

Die Wut auf die Zhentarim an sich war immer noch deutlich spürbar. Auch abseits der Session bekräftigte die Gruppe, sich mit dieser Gruppierung auf jeden Fall zu gegebener Zeit nochmals beschäftigen zu wollen. Ich lese mich diesbezüglich also mal schlauer und werde mir Entsprechendes ausdenken.

Dass die Gruppe sich dann aufgemacht hat, um den Spuren der Dörfler zu folgen, hat mich diebisch gefreut. Tatsächlich bin ich schon seit Kampagnenbeginn gespannt auf den Dungeon. Dass sie am Ende der dritten Session nun zumindest schon mal die Schwelle des Eingangs hinter sich gelassen haben, macht mich entsprechend gespannt auf die kommende Session.

Auch hier der Link zur Session, falls ihr sie selbst sehen wollt:

RPG-Blog-O-Quest #039 – Ausblick 2019

Kurz vor Ende des Jahres mache ich dann doch mal wieder bei der RPG-Blog-O-Quest mit:

1.) Von der RPG-Top Ten-Liste des Goldenen Stephan kenne ich 10 Produkte. Am besten davon finde ich Mutant Jahr Null, weil das Spiel wirklich gut gemacht finde. Ich würde es wirklich gern mal wieder spielen. Bislang habe ich es lediglich geleitet (Genlab Alpha), aber zum Leiten ist es nicht das richtige Spiel für mich.

2.) Was erwartest Du mit Ausblick auf 2019 am meisten?

An Rollenspielprodukten? Hm, eigentlich nichts so wirklich. Höchstens, dass mich Sachen, die ich über Crowdfunding teils schon vor Jahren geordert habe, vielleicht endlich mal bei mir ankommen …

3.) Hast Du rollenspieltechnische Pläne für 2019? Eine neue Spielrunde, selbst ein Abenteuer schreiben etc.?

Natürlich, da ich ja großer Fan von Vorsätzen/Plänen am Jahresende bin. 😉

Dazu hab ich ja bereits schon einen Blogbeitrag verfasst, aber auch abseits dessen gibt es einige Rollenspielpläne.

So möchte ich tatsächlich ein paar Abenteuer mal zu Papier bringen. Dabei geht es mir einfach ums Aufschreiben an sich. Ich hab schon so lange einige Ideen im Kopf, die ich aber noch nie mal wirklich strukturiert aufgeschrieben habe. Das will ich 2019 unbedingt umsetzen.

Spielrunden wird es einige neue geben, zumal ich einige One-/Fewshots plane.

Und ich habe vor, 2019 sehr viel Rollenspielmaterial zu lesen.

4.) Gibt es für Deinen Blog (Youtube-Kanal etc.) ein Projekt, Teilnahme oder Artikelserie, die Du für 2019 ins Auge gefasst hast?

Wie in den letzten beiden Jahren auch nehme ich mir für das kommende Jahr vor, mehr/regelmäßiger zu bloggen.

Wichtig ist mir vor allem, dass mein Podcast regelmäßig weitergeht. Da wird sich 2019 wahrscheinlich auch einiges verändern, aber dazu später mal mehr, wenn ich Genaueres dazu parat habe.

Bei Youtube wird es natürlich auch weitergehen. Ich hoffe, dass wir die Pathfinderkampagne ungefähr im März nach über 3,5 Jahren abschließen. Und ich freue mich auf weitere Teile unserer DnD-Kampagne. Splittermond wird natürlich auch 2019 wieder ein Thema sein. Ich will mindestens ein neues Spiel anfangen, aber da gibt es – wie schon bei meinen generellen Favoriten für 2019 – bisher keine konkreten Pläne, sondern mehr einen bunten Strauß an Ideen.

5.) Spielst Du momentan in ein oder mehreren Kampagnen, die auch 2019 Fortsetzung finden?

Siehe Frage 4: Pathfinder und DnD 5E.

Bonus 1: Die Rocketbeans veröffentlichen ihr erstes RPG T.E.A.R.S. mit Hammerauflage. Wie stehst Du zum Phänomen Rocketbeans, kennst Du sie überhaupt?

Kenne ich schon, hab ich nur wenige Folgen von gesehen, interessiert mich jetzt nicht so. Dass sie einen solchen Erfolg haben und damit Rollenspiele ein bisschen bekannter machen, finde ich aber großartig und hoffe, dass es viele neue Leute ins Hobby bringen wird.

[DnD 5] Storm King’s Thunder: Session 2

Planmäßig eine Woche nach der ersten Session konnte es mit unserer neuen Kampagne weitergehen. Diesmal hielt uns nichts davon ab, nun wirklich mal 3 Stunden zu spielen … oder doch?

Was geschah in Session 2?

Nach gut 8 Minuten der erneuten Charaktervorstellung und der Zusammenfassung der letzten Session konnte es auch gleich wieder losgehen.

Zunächst kümmerten sich die Charaktere darum, einen gefundenen Beutel zu untersuchen und sich auf den Weg zum vor der Zugbrücke wartenden Müller zu machen. Diesem wollten sie in Hinblick auf die späte Stunde Bescheid geben, dass das Dorf nun offenbar sicher ist. Außerdem galt es noch, die mitgebrachten Schweinehälften unterzubringen.

Die Gruppe machte sich dann auf den Weg, Nightstone weiter zu erkunden, immer noch mit der leisen Hoffnung, weitere Dorfbewohner anzutreffen. Nach und nach wagten sie sich bis zur kleinen Festung vor, als Hufgetrappel am Dorfeingang Aufmerksamkeit auf sich zog. Sieben Reiter in praktischer, aber schicker Kleidung ritten ins Dorf und tauschten sich kurz mit Kella vor dem Inn aus. Schließlich trafen sie auf Ferdinand, der sich aus der Affäre ziehen konnte, indem er sich und seine Gefährten als  Dorfbewohner vorstellte, die keine Gefahr für die Berittenen darstellen. Diese verkündeten, das Dorf gehöre nun ihnen, derweil Ammon, der Kleriker, in der Festung tatsächlich auf einige Lebende traf. Ein paar eingeschüchterte Wachen hielten die Totenwache der verstorbenen Lady Nandar. Sie bestätigten die Informationen über das Geschehen, die Kella zuvor schon beschrieben hatte, und konnten dieses geringfügig ergänzen.

Ferdinand gelang es, sich zu den anderen zur Mühle zu schleichen, um diese vor den Reitern zu warnen. Allerdings zu spät. Die drei versteckten sich zwar in der Mühle, diese wurde jedoch von zwei der Eindringlingen genauer unter die Lupe genommen. Es kam zum Kampf, der schnell entschieden war. Die Charaktere zogen die beiden Leichen sicherheitshalber in die Mühle. Leider gab man den ihnen zugehörigen Pferden einfach einen Klaps, um sie von der Mühle weg zu leiten. Diese erreichten recht schnell den Marktplatz und machten durch ihr reiterloses Dasein auf sich aufmerksam, sodass die restlichen Eindringliche sich zügig auf den Weg machten herauszufinden, was mit ihren Gefährten geschehen ist.

Während Ammon sich mit den Wachen in der Festung anschickte, die Lady über die kaputte Verbindungsbrücke in Richtung Friedhof zu transportieren, entbrannte der Kampf an der Mühle erneut. Zunächst sah es ganz gut für die SC aus. Auch Ammon bekam schließlich das Geschehen mit und rannte los, um einzugreifen. Doch das Glück schien die Charaktere verlassen zu haben und die Fremden entpuppten sich als außerordentlich wehrhaft.

Am Ende des Kampfes standen die SC mit teils schweren Wunden da. Und ohne Rubyl, die von den Klingen des Anführers der Fremden geradezu zerstückelt worden war.

Wie lief es in Session 2?

Von den Basiseinstellungen her lief es in dieser zweiten Session schon viel besser.

Der Kampf gegen die Eindringlinge kam bei den Zuschauern teils nicht gut an. Liegt wahrscheinlich in erster Linie daran, dass dabei eben Rubyl gestorben ist. Sowas wird ja immer gemischt aufgenommen.

Die Grundvoraussetzungen für den Kampf waren eigentlich gar nicht mal so schlecht. Statt sich allen sieben gleichzeitig stellen zu müssen, konnten zwei separat sehr schnell von der Gruppe ausgeschaltet werden. Ausgerechnet bei den Nachfolgern inklusive ihres Anführers verließ sie dann allerdings das Glück. Die Würfel waren eher auf meiner als auf ihrer Seite. Sich in der Mühle verschanzt zu haben, war – auch ohne Mehlstaubexplosion 😉 – vielleicht auch nicht so ideal. Und zu guter letzt war der Anführer natürlich entsprechend kompetent und wirklich eine Herausforderung für sich.

Mir tat es auch sehr leid zu sehen, wie traurig die Mitspielerin über den Tod ihres Charakters war. Allerdings hatten wir vorab schon besprochen, dass Charaktere eben auch sterben können. Das war also Konsens der Gruppe. Und während der Session hat die Mitspielerin auch schon mit dem Bau eines Nachfolgecharakters begonnen. War also okay so – aber eben traurig. Schön fand ich allerdings, dass die anderen über den Tod auch nicht einfach weg gegangen sind, sondern ihn entsprechend würdigten.

Durch den Verlust war auch diese Session dann deutlich kürzer als gedacht und endete nach knapp mehr als zwei Stunden.

Sehr spannend war übrigens die auf die Zhentarim fokussierte Wut der Gruppe. In der Nachbesprechung wurde recht deutlich, dass man hier zumindest mittelfristig auf weitere Nachforschungen und auf Rache sinnt. Das kann noch spannend werden!

Wer sich die Session selbst ansehen möchte:

Der Winter naht!

teeWer Blog und/oder Youtubekanal von mir verfolgt, weiß sicherlich schon, dass die Monate von Oktober bis Januar meine liebsten sind. Ich mag die Zeit, wenn ein Tee einen wieder aufwärmt, man sich abends in Kissen und Decke so richtig schön einkuscheln kann, es früh dunkel wird, man wieder mit Kerzen und Co. beleuchten kann. Zeit für kräftige Düfte und Gewürze, Kuschelkakao und Punsch. Und was bei anderen später der Frühjahrsputz ist, ist bei mir die Zeit für umfassende Rückblicke und Planungen fürs Folgejahr.

In diesem Jahr bin ich schon ganz schön weit mit alldem. Ausnahmsweise mal, denn normalerweise schlägt im Dezember ja noch mal der Wahn an allen Fronten zu, sodass ich dann gar keine Zeit mehr dazu finde und alles ein bisschen gequetscht wird. Diesmal staut sich alles eher in Bereichen, für die man eine Stimme braucht (Podcast, Video), weil die meine knapp zwei Wochen lang nicht so wollte wie ich.

Die ominöse Liste

Im Juli 2017 habe ich nach und nach angefangen, eine Liste für die Spiele (und auch die Abenteuer) zu erstellen, die ich gerne spielen möchte. Generell, also unabhängig von Machbarkeit, Umfang und so weiter. Die weitere Sortierung erfolgt an anderer Stelle. Und mittlerweile klopft bei mir die Erkenntnis an, dass ich all das nicht nur in einem Jahr nicht werde abhandeln können, sondern auch nicht in zweien, nicht mal in fünf. Das macht mich ein bisschen traurig. Auf der anderen Seite gibt es mir wieder mehr Freiheiten für meine Planungen, gemäß dem Motto: Wenn es eh egal ist …

Aktuell enthält die Liste 26 verschiedene Spiele (und ist damit mal wieder angewachsen). Darunter gelistet sind aktuell 61 Abenteuer- und Kampagnenideen, genau genommen davon 16 Kampagnenideen. Ich bin sicher, ihr seht das Problem? Dass ich aktuell 2 lange Kampagnen leite und in einer spiele, macht es nicht gerade einfacher. 😉

Wohlgemerkt sind in dieser Liste mittlerweile nur noch die Sachen, die ich eigentlich gern in absehbarer Zeit spielen/leiten möchte. Es gäbe noch ein paar mehr Spiele für „irgendwann mal“.

Der Übersichtsplan für 2019

Nach langem Hin und Her und Überlegungen zusammen mit Tsu sieht der Plan wie folgt aus für 2019:

  • Eine lange Kampagne (1 Jahr und länger)
  • Eine kurze Kampagne (bis zu 10 Sessions)
  • mindestens 4 Oneshots (1-2 Sessions)
  • maximal 4 Fewshots (max. 4 Sessions)

Wenn man bedenkt, dass diese Vorgabe für jeden von uns beiden gilt (und Tsu eine eigene Liste mit gewünschten Spielen hat), ist das sehr viel, was da zusammenkommt.

Mir hilft diese Struktur bei der Planung ungemein, wie ich feststelle.

Kampagnen

Die Kampagnen zu planen, war am einfachsten.

Bereits gestartet sind wir mit Storm King’s Thunder und DnD 5, was entsprechend die lange Kampagne auch für 2019 ist und sein wird.

Aktuell läuft noch bis voraussichtlich Februar 2019 Pathfinder mit dem Abenteuerpfad Die Winterkönigin. Der Slot dann durch eine kurze Kampagne mit Splittermond abgelöst werden.

One- und Fewshots

Bei One- und Fewshots fallen alle Kampagnenideen aus meiner Liste schon mal raus. Ebenfalls raus fallen komplexe Spiele, weil das einfach den Aufwand für einen Oneshot nicht lohnt.

Abschließende Überlegungen dazu gibt es aber später. Das Jahr ist ja noch nicht rum.

Mit Sicherheit dabei sein werden aber: DSA 5, Splittermond und Space 1889.

Ansonsten gehen meine Präferenzen aktuell stark in Richtung KULT: Divinity Lost (was ich schon längst geleitet hätte, wenn ich denn mal SpielerInnen dafür finden würde …), Vampire 5th Edition, Geh nicht in den Winterwald, Symbaroum, One last Job, Old Slayerhand und Monsterhearts.