Alle 7 Jahre?

Neulich unterhielt ich mich über den 7-Jahres-Mythos, demnach man sich alle 7 Jahre verändert. Wie bei so vielen Mythen steckt auch hier ein wahrer Kern drin, die konkrete Zahl und/oder ein Bezug auf eine vollständig neue Entwicklung ist aber natürlich Unsinn.

Trotzdem hat mich das auf die Idee gebracht, diesen Mythos mal in Bezug auf mein Rollenspieldasein zu betrachten.

0-7 Jahre: Kein Rollenspiel

Na sowas!? Wer hätte gedacht, dass ich in den ersten sieben Jahren meines Lebens noch keinerlei Berührungspunkte zum Hobby hatte? 😉

8-14 Jahre: Lektüre … solo

Tatsächlich hatte ich meine ersten Berührungspunkte mit Rollenspielen dann aber doch schon mit 7 Jahren durch ältere Nachbarskinder (hab ich hier in der Retro-Kategorie des Blogs schon mal erzählt). Zum Spielen kam ich hierbei in dieser Zeit nicht so wirklich. Zwar hatte ich immer wieder hartnäckig versucht, andere Kinder zum Spielen zu überreden, konnte aber nie mit dem Hobby begeistern zum damaligen Zeitpunkt. So blieb mir nur die Lektüre. Und Solo-Abenteuer. Ich hab übrigens bis vor einigen Jahren Einsamer Wolf und Co. nicht mal gekannt. Bei mir waren es immer die Solo-Abenteuer von DSA.

15-21 Jahre: Gruppen und ganze Welten!

Irgendwann fand sich über die Schule dann doch mal eine Gruppe, und in und mit dieser spielte ich dann auch recht exzessiv 1-2x/Woche. Da mir das nicht reichte, musste dann noch eine weitere Runde gebildet werden. Auch bei diesen Gruppen war es ausschließlich DSA, das wir spielten.

Durch einen offenen Spieltreff entdeckte ich später jedoch, dass es nicht nur überhaupt sehr viel mehr Rollenspiele als DSA gibt (siehe hier), sondern sogar ganze Läden mit Regalen voller Rollenspielen (siehe hier und hier). Whoa!

So lernte ich AD&D kennen und verliebte mich in Earthdawn (siehe hier).

22-28 Jahre: Generisch universell zu dark

Die nächste Phase meines Rollenspiellebens war zunächst vor allem geprägt von GURPS. Das war mein erstes Zusammentreffen mit einem Spiel, mit dem man buchstäblich alles machen konnte. Und genau dem widmeten wir uns ziemlich ausgiebig. Sowohl dem Spielen in verschiedenen Genres (vor allem Fantasy und SciFi/Traveller), aber auch dem Bau eigener Welten. Auch das waren also meine ersten Schritte hin dazu, abseits von Abenteuern eigene Dinge zu kreieren.

Mein Highlight aus dieser Zeit ist immer noch, dass ich meinen Vater in dieser Zeit fürs Rollenspielen begeistern konnte, wenn zu diesem Zeitpunkt auch eher kurzzeitig und auf Traveller beschränkt.

Aber schon damals war es so, dass ich nach gefühlt ewiger Zeit ausschließlich mit DSA nicht mehr an einem System kleben bleiben wollte. Irgendwann kam die Lust auf was Neues, und so ließ ich mir im Rollenspielladen einfach was empfehlen, da meine eigene Rollenspielblase noch mehr als überschaubar war. Und in Nullkommanix hatte ich dann plötzlich alles im Regal stehen, was von Vampire, the Masquerade zum damaligen Zeitpunkt erschienen war.

Ich war von Vampire sehr gehyped, habe alle Bücher dazu regelrecht verschlungen, habe mein eigenes Ruhrgebiet komplett mit Vampiren, Connections, NSC, wichtigen Orten etc. ausgestattet (da kommt man auch drauf, wenn man noch nie was von R-Maps, C-Maps und Co. gehört hat), eine wirklich riesige Runde geplant mit 12 Spielern, die sich durch ihre Aktionen und Präferenzen dann nach ein paar Sessions in 2-3 eigene Gruppen aufspalten sollten, zwischen denen es immer wieder mal Berührungspunkte geben sollte. Um es kurz zu machen: Das war einer der größten Flops, die ich je gespielt bzw. geleitet habe (ein bisschen mehr dazu gibt es hier). Aber ich habe sehr viel gelernt durch die Vorbereitung der Runde und letztlich auch durch den Flop an sich.

Letztlich hatte ich nach diesem Megaflop allerdings schon nicht mehr so wirklich Bock auf das Spiel. Da ich verdammt viel Geld ausgegeben hatte und auch nicht alles sofort verkaufen wollte, machte ich mich im Internet, das es endlich gab, auf die Suche nach Tipps und Inspiration. Mit dem Internet erweiterte sich meine Rollenspielwelt erneut. Und auch die World of Darkness wurde genau das: eine ganze Welt, viele verschiedene Übernatürliche, nicht nur Vampire. Es dauerte nicht lang festzustellen, dass mich Werewolf, Changeling und schließlich auch Wraith und Mummy allesamt viel mehr anzogen und interessierten als Vampire.

Und dann kamen die Chroniken der Engel. Wieder ein anderes Genre, andere Mechaniken, und auch eine neue Gruppe, die komplett aus Leuten entstand, die ich über die Rollenspielerdatenbank KOOP im Internet angeschrieben hatte. Und damit entstand dann auch mein erster Rollenspielblog damals.

29-36 Jahre: Chummer & Vampire

Streng genommen gehört der erste Schwerpunkt schon in den vorigen Abschnitt. Dort erwähnte Gruppe fing immer wieder damit an, Shadowrun spielen zu wollen, wogegen ich mich aber standhaft weigern konnte. Nachdem ich mich dann dazu durchringen konnte, mal einen SR-Roman zu lesen, war ich bereit, doch ein paar Sessions zu spielen. Und als die anderen dann wie üblich mal wieder wechseln wollten (wir spielten ein System alle 14 Tage fest und dazwischen an den 14 Tagen wechselnde Systeme), war ich lautstark dagegen und wollte zum Erstaunen aller unbedingt weiterspielen. Auch damit hab ich mich durchgesetzt *g*.

Damit trat erstmals ein regellastiges System in mein Leben. DSA zähle ich da nicht, denn damit bin ich von Stunde 0 an mitgewachsen. Und ich hab mir an den Regeln von Shadowrun 3 wirklich die Zähne ausgebissen. Über Jahre hinweg. Ich habe ewig Karteikarten als Cheatsheets genutzt, sowohl als Spielerin für meinen Charakter als auch später als SL. Und das, obwohl ich wirklich viel gelesen, geübt und gespielt habe. Damals habe ich beschlossen, dass umfassende Regeln wahrscheinlich nix für mich sind. Hat mich aber nicht von Shadowrun abgehalten, im Gegenteil. Abgehalten hat mich dann eher die 4. Edition bzw. das komisch vermurkste grüne Grundregelwerk damals.

Und so führte mich mein Weg mal wieder auf Abwege. Ich bekam die Empfehlung von Nin, den ich schon aus den damaligen WoD-Forenzeiten und denen im Travar-Forum (und seiner großartigen Changeling-Webseite) her kannte, mal auf der Drachenzwinge zu gucken, und dort wurde ich auch fündig. Und wie! Vor allem All flesh must be eaten hatte es mir dort angetan, aber ich spielte so einiges, leitete so einiges, und schließlich führte mein Weg mich wieder hin zur World of Darkness. Das Problem war dasselbe wie immer zuvor: Jeder wollte Vampire spielen, stand voll auf dieses Intrigen-PvP-Ding, ich hingegen hätte lieber andere Sachen gespielt. Hab ich auch. Und dank einiger Leute bei der Drachenzwinge, die das ähnlich sahen oder noch sehen, konnte ich auch eine Menge anderer WoD-Spiele spielen. vampir

Dadurch kam ich auch zur langjährigen Tischrunde, die – natürlich – Vampire spielten. Zuerst Dark Ages, später kam das mehr aufgedrückte Switchen auf die nWoD. Und davon war ich sehr schnell dann doch sehr angetan, nachdem ich quasi mehr oder weniger gezwungen war, mich mehr und mal so richtig damit auseinander zu setzen. So kam die World of Darkness nicht nur zurück in mein Rollenspielleben, sondern sie erweiterte sich sogar deutlich. So sehr, dass ich schließlich beschloss, nix anderes mehr spielen zu wollen. Alles, was ich je an Settings bespielen wollen würde, konnte ich mit der nWoD umsetzen.

Und eben drum startete ich am Ende dieser Phase dann auch meinen Youtube-Kanal, auf dem ich vor allem Videos zur (n)WoD online stellen wollte.

37-41 Jahre: Resümee und Aktuelles

Füchse bemerken, dass die Zahl hier nicht stimmt, denn da müsste eine 42 stehen. Noch füchsischere Füchse werden daraus zu Recht schließen, dass ich aktuell 41 Jahre alt bin. Glückwunsch! *g*

Knapp ein Jahr blieb die nWoD tatsächlich mein Schwerpunkt auf dem Kanal. Mein Enthusiasmus, auch andere von der nWoD zu begeistern, nahm dann allerdings mit der Ankündigung von Ulisses, die oWoD wieder auf deutsch rauszubringen, ein jähes Ende, zumal sich auch da schnell rauskristallisierte, dass vor allem Vampire damit gemeint war, logischerweise.

Danach wandte ich mich erstmals nach x Jahren mal wieder DSA zu, wo für die 5. Edition gerade die Beta lief. Auch nach Erscheinen der 5. Edition hab ich viel DSA gespielt und geleitet. Und ich hatte nach so langer Zeit mal wieder richtig Spaß daran. Das flaut übrigens aktuell wieder so ein bisschen ab. Ich rechne aber nicht noch mal mit einem kompletten Ausstieg, sondern will mir DSA 5 auf jeden Fall als gern gespieltes Spiel erhalten. Muss halt nur ein bisschen dosiert werden.

Ich startete mit  Die Winterkönigin einen Abenteuerpfad von Pathfinder, der nun seit mittlerweile 3,5 Jahren gespielt wird und relativ kurz vor dem Abschluss steht. Vor kurzem haben wir mit DnD 5 angefangen, das sicherlich Pathfinder vollständig ersetzen wird. Nach dem Erscheinen im Englischen hatten wir schon 2 DnD-Kampagnen gespielt, dann pausiert, und nach dem Erscheinen im Deutschen hatte ich da erst mal keine Böcke drauf. Jetzt schon. 🙂 Ist aktuell noch ein bisschen holprig, da ein paar Jahre nicht mehr bespielt. Außerdem raubt mir der Kontrast zu Pathfinder aktuell noch ein bisschen Nerven. An dem einen Tag das eine, am nächsten das andere … bringt mich durcheinander (und Pathfinder bringt mich eh durcheinander).

Nach einigen Anläufen habe ich mich dann doch noch so richtig in Splittermond verlieben können (wie ihr sicherlich wisst).

Immer mal wieder zieht es mich mehr oder weniger stark zurück zur World of Darkness, mal länger, mal kürzer. Und auch Shadowrun blitzt immer mal wieder auf und ich hab auch da noch immer Spaß, mich damit zu beschäftigen. Ebenfalls dosiert, seit ein paar Jahren nur noch theoretisch. Aber das soll auch nicht immer so bleiben.

Ich habe mit Powered by the Apocalypse eine weitere Mechanik in Variationen kennengelernt, die mich sehr begeistert, wohingegen mich Savage Worlds nie so wirklich begeistern konnte.

Und hier und da plöppt mal was Neues oder neu Entdecktes auf, dem ich mich kürzere Zeit widme. Ich bin aber mit meiner Auswahl an immer wieder rausgekramten Spielen und Varianten an sich zufrieden mittlerweile, sodass Neueres eher mal links liegen bleibt. Bis vor ungefähr 3 Jahren habe ich noch alles mögliche Neue gekauft und auch gespielt, aber nachdem ich mir mal sozusagen eine Rollenspielkaufdiät auferlegt habe, hat das alles ziemlich seinen Reiz verloren. Yay, eine erfolgreiche Diät also, hihi. Und mal ehrlich: Mit der engeren Auswahl an Spielen, die ich immer wieder mal und/oder dauerhaft spiele, bin ich aber auch schon mehr als beschäftigt.

Mein Youtubekanal ist im Verlauf der Zeit mit 1200 Abos ganz schön angewachsen, was mich sehr freut. Dass der Blog dadurch immer wieder und immer längere Einbrüche hatte, finde ich hingegen schade. Ist immer so ein Auf und Ab mit der zur Verfügung stehenden Zeit und den Dingen, die man darin unterbringen will. Trotzdem versuche ich immer wieder, regelmäßiger zu bloggen und organisiere auch schon allein deshalb gerne mal einen Rollenspielkarneval.

Und dennoch habe ich vor kurzem einen Podcast zu Splittermond und (düsterer) Fantastik gestartet, den Stechginsterpodcast. Der soll alle 14 Tage erscheinen und bislang klappt das ganz gut und macht mir einen Heidenspaß.

Zwischenzeitlich hatten wir 1 Jahr lang den Kanal Vlogtaculum für monatliche Vlogs erstellt und organisiert. Und ich hab durch die Mitarbeit an den deutschen Versionen von Fragged Empire und DnD 5 (Spielerhandbuch) einen Blick hinter die Kulissen werfen können.

Generell würde ich sagen, dass sich mein Spielen sehr gefestigt hat in den letzten Jahren. Das entspannt und macht gleich mal noch mehr Spaß.

Zukunft?

nachdenkenTja, gute Frage. Wer weiß das schon? Aber da sich langsam auch das Jahresende nähert, mache ich mir da wahrscheinlich traditionell wohl noch so einige Gedanken zu.

Nach wie vor unzufrieden bin ich mit meinem Zeitmanagement. Das Hobby Rollenspiel auf diversen Ebenen (informieren, lesen, vorbereiten, leiten, spielen, Blog, Youtube, Podcast) zu pflegen, ist schon sehr zeitintensiv. Trotzdem ist es ja nicht das einzige Hobby, das ich habe. Zusammen mit Arbeit und Studium habe ich dauernd das Gefühl, dass mir irgendwo irgendwas verloren geht (nicht immer unberechtigt). Das ist nervig. Hab da schon vieles ausprobiert, aber noch keine Lösung gefunden.

Im Grunde möchte ich alles aber eigentlich so haben, wie es in den letzten Jahren geworden ist. Nur mit mehr Regelmäßigkeit irgendwie. Das wäre schon schön.

Und ich möchte nach wie vor wieder mehr (zeitlichen) Raum für mehr eigene Dinge haben. Das hat sich in diesem Jahr nur sehr wenig gebessert und es fehlt mir.

Und ihr?

Wie sieht euer Rollenspiellebenslauf eigentlich so aus? Das würde mich echt mal interessieren!

Und gibt es eurerseits Dinge, die ihr euch für die Zukunft wünschen würdet? Für euer Hobby oder auch von mir bzw. diesem Blog hier?

[RSP-Karneval] 2W10 Dinge, in die man treten kann

Der diesmonatige Karneval der Rollenspielblogs zum Thema Schuhe wird ja von mir organisiert. Bei den letzten von mir organisierten Monaten war es stets so, dass ich zwar Ideen für Beiträge hatte, aber dann doch nicht dazu kam. Diesmal will ich wenigstens einen Beitrag unbedingt beisteuern (auch wenn ich etliche mehr als Ideen im Kopf habe).

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Hier also eine Zufallstabelle, die ich mir für Splittermond ausgedacht habe, die mit einigen Anpassungen aber für alle (Fantasy-)Spiele passen sollte.

Ergebnis aus 2W10 Die Person tritt …
2 … auf einen spitzen Stein. Wurf auf Akrobatik SG 15, um sich ausbalancieren zu können. Bei einem Misserfolg bohrt sich der Stein durch die Sohle und die Person hat ein kleines Loch darin. Bei einem Patzer stürzt sie und erleidet 1W6-3 Schadenspunkte (ggf. modifiziert durch den Untergrund).
3 … in einen Kothaufen. Wurf auf Jagdkunst SG 20 um herauszufinden, in wessen Exkremente sie gelaufen ist.
4 … auf ein paar sehr trockene Äste. Es ertönt ein lautes Knacken, das nahe Feinde aufmerksam machen könnte.
5 … in ein Schlammloch. Wurf auf Akrobatik SG 15, um sich ausbalancieren zu können. Die Schuhe sind auf jeden Fall voller Schlamm.
6 … auf etwas Weiches. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich eine halb verweste Rattlingsleiche. Wurf auf Heilkunde SG 25, um die näheren Umstände herauszufinden (nach erfolgreicher Entschlossenheitsprobe SG 15 mit leicht positivem Umstand).
7 … auf etwas Weiches. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich eine ellengroße Schimmerschnecke, die nun zerdrückt auf dem Boden liegt. Wurf auf Naturkunde SG 25 um zu wissen, dass tote Schimmerschnecken einen bestimmten Geruch über weite Distanz ausströmen, der sowohl andere Schimmerschnecken als auch Fressfeinde anlocken kann.
8 … in eine Pfütze.
9 … auf einige angetrocknete Beeren. Es geschieht nichts außer evtl. leichten Verfärbungen des Leders. Die Entdeckung kann bei einer erfolgreichen Probe auf Überleben SG 20 in der Wildnis jedoch für einen stark positiven Umstand bei der Suche nach Essbarem sorgen.
10 … auf einige noch sehr saubere Fetzen von Stoff. Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass es sich ausschließlich um Unterkleidung handelt. Ein Scherz? Ein Stelldichein? Gefahr?
11 … auf einen Schlüssel. Er ist groß und hübsch verziert. Wird er poliert, kann man die Gravur Eduard auf ihm erkennen.
12 … in eine Pfütze. Die Flüssigkeit darin ist dickflüssig und irisierend schwarz. Wurf auf Alchemie SG 25, um die Flüssigkeit genauer einzuschätzen.
13 … auf ein geschnitztes Stück Holz. Es scheint sich um ein Spielzeug zu handeln.
14 … auf einen kurzen knorrigen Ast. Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass es ein abgetrennter Finger ist, an dem ein Ring steckt. Wurf auf Edelhandwerk oder Länderkunde SG 25, um mehr zu ihm erkennen zu können.
15 … auf ein gut erhaltenes Schriftstück. Es ist in fremder Sprache verfasst. Wurf auf Länderkunde gegen 30, um zumindest eine grobe Ahnung vom Inhalt zu bekommen (Achtung: Länderkunde-Meisterschaft Sprachbegabt vorhanden?)
16 … auf ein halb verwittertes Schriftstück. Man kann große Teile noch lesen und offenbar handelt es sich um

1W6: 1 – einen Liebesbrief, 2 – einen Handelsbrief, 3 – eine Warnung, 4 – ein Entschuldigungsschreiben, 5 – eine Inventarliste, 6 – ein Rezept

17 … auf ein halb verwittertes und unter kleinen Steinchen verborgenes Schriftstück. Es handelt sich um eine Karte und ein Zielort wurde mit einem X markiert.
18 … auf eine Münze. Es handelt sich um eine alte Prägung, die man womöglich an einen Händler für einen höheren Wert verkaufen kann. Ansonsten handelt es sich einfach um einen noch nutzbaren Lunar.
19 … auf einen kleinen verstaubten Beutel. Darin enthalten sind 4 Lunare und 17 Telare.
20 … auf ein glänzendes Objekt. Wenn sie näher hinsieht, erkennt sie es als Mineral. Wurf auf Naturkunde SG 20, um herauszufinden, um was es sich hierbei handelt (Mondstein, Wert 1 Solar)

[RSP-Karneval] Oktober 2018: Schuhe

Schuhe – ein immer wieder aufkommendes Thema im Rollenspiel und somit eines, das zahlreiche Beiträge anlocken wird, nicht wahr?

Im Märchen spielen Schuhe ebenfalls eine große Rolle; was lässt sich davon aufs Rollenspiel übertragen? Vielleicht lassen sich aus Aschenputtel, Der gestiefelte Kater oder auch Die zertanzten Schuhe ja interessante Abwandlungen fürs Rollenspiel kreieren?

Schuhe bieten sich natürlich auch sehr als magische Gegenstände bzw. Artefakte an. Der eben erwähnte gestiefelte Kater hat es vorgemacht, zahlreiche Ausrüstungskompendien ahmten und ahmen das nach. Welche haben es euch besonders angetan, findet ihr besonders sinnlos, habt ihr selbst schon im Spiel gehabt und wie? Und gibt es eigene Kreationen eurerseits?

Natürlich darf das Thema sehr gern ein wenig weiter assoziert werden. Schließlich kann man Spuren von Schuhen (und barfüßige, tierische, monströse …) suchen, finden, lesen, man kann in allerlei Dinge treten und manch ein Gericht (oder auch Abenteuer, Technik …) aus Welten von Fantasy bis Science Fiction schmeckt vielleicht wie eine Schuhsohle.

Tobt euch aus, von der Zufallstabelle über Ausrüstungsgegenstände bis hin zum Abenteuer. Und was immer euch sonst so einfallen mag. 🙂

Eure Beiträge könnt ihr bloggen, vloggen, twittern, instagrammen, pinteresten, kommentieren (unter diesem Beitrag oder im RSP-Forum beispielsweise) und was euch sonst noch so in den Kram passt.

 

Stechginster-Podcast

Schon lange möchte ich es gerne mal mit einem Podcast versuchen, hab mich aber lang nicht rangetraut. Momentan scheint aber eine gute Zeit zu sein, um sowas anzugehen.

Darum hab ich meinen Testballon mit ca. 20min. Länge jetzt einfach mal veröffentlicht.
Thematischer Schwerpunkt ist Splittermond, gemixt mit Inhalten auch zu anderen Rollenspielen und (düsterer) Fantastik.

Geplant sind eigentlich Folgen von ca. 45-50min. Gesamtlänge, aber ich wollte das Ganze mit der ersten Folge jetzt einfach mal ausprobieren.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr reinhören mögt und noch mehr, wenn ihr Feedback geben mögt.

Hier die Links:

Soundcloudlink 

Podcast.de

Bloglink

Ad-Blog plus: 7. August

Ritualkreis abzugeben. Neuwertig.

Was ist Ad-Blog plus?

Es handelt sich um eine alternative Augustaktion zum #RPGaDay2018. Mehr dazu erfahrt ihr >>>hier<<< oder >>>hier<<< – und die dafür nutzbaren Logos findet ihr dort auch noch. 😉

2018 geht es darum, Kleinanzeigen online zu stellen, die rollenspielerisch nutzbar sind. Ob man diese näher erläutert oder einfach für sich stehen lässt wie beispielsweise >>>hier<<< bleibt jedem selbst überlassen.

Ad-Blog plus: 2.-6. August

ferienhaus Ferienwohnung zu vermieten.

Wegen eines unerwarteten Ausfalls steht das wunderschön gelegene, allein stehende Traumhaus für bis zu 6 Personen im Zeitraum vom 2.-6. August für einen Schnäppchenpreis (45% v. H.) zur Verfügung!

Kurze Mail oder Anruf genügt. Wir rufen gern zurück.

 

 

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Was soll das?

Ein frei stehendes Haus irgendwo im Nirgendwo ist natürlich ein willkommener Aufhänger, der in diesem Fall gleich einer ganzen Gruppe Unterschlupf gewährt. Werden sie dort dann von einer übernatürlichen Gefahr heimgesucht? Spukt es? Treibt ein Serienkiller sein Unwesen in der Umgebung? Gibt es einen Schatz in der Umgebung unter dem Haus oder in der Umgebung zu finden? Oder ein dunkles Geheimnis?

Vielleicht aber auch nichts davon und diese Anzeige verleitet die gebeutelte Gruppe, es für den genannten Zeitraum als Safehouse zu nutzen? Welche Möglichkeiten und Probleme (z.B. kein Internet-/Matrixanschluss) ergeben sich daraus?

Was ist Ad-Blog plus?

Es handelt sich um eine alternative Augustaktion zum #RPGaDay2018. Mehr dazu erfahrt ihr >>>hier<<< oder >>>hier<<< – und die dafür nutzbaren Logos findet ihr dort auch noch. 😉

2018 geht es darum, Kleinanzeigen online zu stellen, die rollenspielerisch nutzbar sind. Ob man diese näher erläutert oder einfach für sich stehen lässt wie beispielsweise >>>hier<<< bleibt jedem selbst überlassen.

Ad-Blog plus: 1. August

Wir, Frau, ledig, kinderlos, berufstätig, Mitte 40, ruhig, und Veela suchen schnellstmöglich ein neues Zuhause. Veela ist ein etwas ungewöhnliches Haustier, macht aber weder Lärm noch Dreck. Bonität nachweisbar, Kaution kein Problem. Bitte melden Sie sich unter …

Was soll das?

Wer oder was ist Veela? Ist der Name Programm? Handelt es sich tatsächlich um ein Tier? Ein ungewöhnliches, seltenes, selbst gezüchtetes, im Labor entstandenes, alienartiges …? Ist der Name Programm? Ist Magie im Spiel?

Warum sucht die Frau ein neues Zuhause? Was ist mit dem alten geschehen? Gibt es Verfolger? Gab es Ärger? Wurde jemand verletzt oder gar getötet? Ist die Frau in Gefahr? Oder Veela? Warum? Ist das recherchierbar – oder was davon? Was würde die Frau antworten, würde man sie selbst fragen, warum sie so schnell ein neues Zuhause suchen?

Was macht die Frau beruflich? Woher nimmt sie ihre Bonität? Verfügt sie über große Ressourcen? Woher?

Was ist Ad-Blog plus?

Es handelt sich um eine alternative Augustaktion zum #RPGaDay2018. Mehr dazu erfahrt ihr >>>hier<<< oder >>>hier<<< – und die dafür nutzbaren Logos findet ihr dort auch noch. 😉

2018 geht es darum, Kleinanzeigen online zu stellen, die rollenspielerisch nutzbar sind. Ob man diese näher erläutert oder einfach für sich stehen lässt wie beispielsweise >>>hier<<< bleibt jedem selbst überlassen.

RSP-Karneval: Übergänge auf Charakterebene

Zum Karneval der Rollenspielblogs hat Niniane beim Thema „Anfänge und Übergänge“ den Part der Übergänge übernommen. Entsprechende Fragen zur Inspiration für Artikel finden sich in ihrem Startbeitrag. Daran hangele ich mich auch diesmal wieder ein wenig entlang. Timberweres Einstiegsartikel findet ihr hier.

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Übergang zu einem anderen System

Schon einige Male habe ich Charaktere übertragen. Zugegeben, häufiger war es nicht der Übertrag in ein wirklich anderes System. Meist war es mehr der Übergang zu einer neuen Edition. Besonders bei Shadowrun und in der World of Darkness war ich in der Vergangenheit äußerst fleißig, was solche Übergänge betrifft.

So wirklich gute Erinnerungen habe ich an solche Übergänge allerdings nicht. Bei Shadowrun habe ich da ein massives Kompetenzproblem bei meinen Charakteren gehabt (in erster Linie beim Wechsel von SR 3 auf SR 4). Bei der WoD hat sich für mich gleich mal der gesamte Charakter verschoben, zumindest gefühlt.

Was damals sicherlich nicht hilfreich war: Der Spielleiter, der uns mitteilte, dass er sich mit der nWoD ganz toll auskenne und wir darum problemlos danach spielen und er uns locker dabei helfen könne. Er hatte genau gar keine Ahnung und mit Sicherheit keine 10 Seiten des nWoD-Regelwerkes gelesen, hat eigentlich ausschließlich Unsinn von sich gegeben. Damit sorgte er aber damals dafür, dass ich die nWoD unglaublich bescheuert fand. Ich ging nämlich erst mal davon aus, dass der Spielleiter weiß, was er da erzählt. Einfach, weil man sich schon aus ein paar Sessions kannte und es keine Conrunde war oder so etwas. Ich verstehe echt nicht, was Leute antreibt, so einen Bullshit zu verzapfen.

Auch nicht hilfreich war die erste Ausgabe des Grundregelwerks von SR 4. Ihr wisst schon: das grüne Ding. Ich hab dieses Buch echt nie gemocht. Abseits der ganzen Mängel, die es hatte (und die einer Konvertierung echt abträglich waren), fand ich es immer irgendwie total leblos. Und wie konvertiert man sehr lebendige Charaktere mit actionreicher Geschichte mit einem drögen neuen Regelwerk? Meh.

Was ja viele feierten, zumindest in meinem Umfeld, war dieses Konvertierungsding, mit dem man explizit Maskerade-Charaktere (oWoD) zu Requiem (nWoD) konvertieren konnte. Auch diese Glückseligkeit hab ich nie nachvollziehen können. Für mich war das Ding so gar nicht hilfreich. Es fühlte sich schon beim Lesen irgendwie falsch an. Ich hab es mal kurzzeitig versucht, aber dann auch sehr schnell aufgegeben, damit irgendwie arbeiten zu wollen.

Übergang zu anderem Charaktertypus

Vorweg: Als festgelegt würde ich mich nicht bezeichnen, aber es gibt schon ganz klar Typen und Schwerpunkte, die ich immer wieder mal aufgreife. Im Gegensatz dazu gibt es ein paar wenige Konzepte, die ich von vornherein höchst ungern spiele.

Was für mich eigentlich immer geht, sind Heiler, naturverbundene Charaktere und bestimmte Varianten des sozialen Charakters. Bei Shadowrun habe ich übrigens in x Jahren genau 3 Sessions mit 3 (unterschiedlichen) Charakteren gespielt, die keine Schamanen waren. In diesem Spiel bin ich also wohl schon sehr festgelegt. 😉

Was für mich überhaupt nicht geht, sind klassisch schurkische Charaktere. Ob nun in der Fantasy oder modernen Settings, die gehen für mich selbst gar nicht, finde ich wahnsinnig uninteressant.

Und alles dazwischen, daneben, drunter und drüber hängt vom System und meiner Laune ab. Ich liebe kämpfende Charaktere, auch wenn das Beschreiben von Kampfsequenzen nun nicht gerade eine meiner Stärken ist. Ich mag auch mal klerikale Charaktere spielen, magische unterschiedlicher Ausprägungen, Hacker und so weiter. Da bin ich dann schon recht flexibel.

Das Spiel ändert sich für mich nur bedingt. Meine Charaktere sind eigentlich kaum mal zu 100% dies oder jenes. Will heißen, ein Kämpfer kann sich durchaus auch unterhalten, ein sozialer Charakter kann noch anderes, als sich nur zu unterhalten. Dadurch hält sich sowas die Waage, glaube ich. Relevant ist da eher die Ausrichtung der Gruppe bzw. des Abenteuers. Da sollte die Auswahl dann schon reinpassen und irgendwas zu tun haben im Verlauf.

Charaktertod

Das ist meist das erste, das in unseren Runden festgelegt wird: es wird gefälligst gestorben.

Eine Runde ohne die Konsequenz, dass ein Charakter sterben könnte, ist für mich Zeitverschwendung. Das gilt für mich übrigens generell für Konsequenzen. Man muss nicht alles übermäßig verkomplizieren (so am häufigsten bei Shadowrun erlebt), man darf auch mal Fünfe gerade sein lassen zugunsten des Heldentums, der Story etc., aber das hat doch alles seine Grenzen. Wenn sowieso egal ist, wie man agiert, wozu dann überhaupt überlegen, entscheiden, ja, wozu überhaupt spielen?

Zugegeben, Tode in der ersten Hälfte einer Session sind lästig und besonders unangenehm, einfach aus organisatorischer Sicht. Aber sonst? Ich will gefälligst um die Charaktere der anderen und meinen eigenen bangen dürfen. Nicht ständig, sondern eben in entsprechenden Situationen. Wenn nichts riskant ist, ist es auch nicht spannend.

Am Rande: Dennoch kommt es höchst selten vor, dass Charaktere in meinem Spielumfeld sterben. Wir haben zwei D&D 5-Runden mit einem TPK beendet, in der Pathfinderkampagne gab es bislang zwei Tode auf Spielerseite, aber ansonsten fällt mir jetzt zumindest keiner ein. Noch ein paar „haarscharf daneben“-Situationen zwar, aber das ist doch eine sehr milde Bilanz in Anbetracht der Anzahl der gespielten Sessions und Runden der letzten Jahre.

Die Rente

Ein bisschen steckt dieses Übergangsthema schon im Konvertierungsteil. Die gescheiterten Versuche endeten in fast allen Fällen nämlich damit, dass mit dem System- bzw. Editionswechsel auch der Charakter auf Eis gelegt wurde. Kein Tod, keine Rente, einfach ein (oft) mit vielen Erinnerungen verknüpfter Charakterbogen im Sammelordner.

Es gibt genau drei Charaktere, die ich sehr lang und/oder intensiv gespielt habe.

Nummer 1 ist ein DSA-Charakter. Sie hat im Lauf der Zeit geheiratet, Kinder bekommen und groß gezogen … und dann gab es die Runde irgendwann nicht mehr. Diesem Charakter zu Ehren gab es ein kleines Revival auf NSC-Seite. Mehr dazu hier.

Nummer 2 ist mein hauptsächlicher Vampire-Charakter. Auch die hat sich einiges aufgebaut, vor allem an Strukturen und Macht. Die stand ziemlich kurz vor einem Punkt, an dem sowas wie Rente eine gute Sache gewesen wäre. Kam nicht dazu, weil die Runde sich nach Jahren aufgelöst hat. Wäre aber im Spiel selbst auch nicht dazu gekommen, denn ansonsten hätte ich sie eben weiter gespielt statt zu berenten.

Nummer 3 ist mein erster Shadowrun-Charakter. Die habe ich irgendwann quasi berentet, weil sie schlichtweg nicht mehr spielbar war. Die Gute ist dermaßen oft mit entsprechenden späteren Makeln und Einbußen in irgendwelchen Biotanks gelandet, dass aus ihr eine recht hässliche und eingeschränkte Katzenschamanin entwickelt hat. Ihr seht den Widerspruch, ja?

Übrigens ist der Shadowrun-Charakter das beste Beispiel dafür, dass es manchmal besser ist, einen Charakter in Würde (oder in Aktion) sterben zu lassen, als sowas zu hinterlassen. Dass ich den Charakter eingemottet habe, liegt jetzt fast 15 Jahre zurück. Ich war damals tatsächlich stinksauer wegen dieser Entwicklung. Und wo ich darüber gerade tippe, merke ich, dass ich diese Entwicklung von damals tatsächlich immer noch übel nehme.

Eine Bekannte von mir besteht übrigens darauf, ihre Charaktere auch nach der Rente weiterspielen zu dürfen. Das macht sie im Rahmen von 1:1-Sessions mit ihrem Freund, der schon die entsprechende Runde leitete. Sie beschäftigt sich quasi ewig ausgiebig mit Sims-Aktivitäten und damit, das Geld ihres mittlerweile stinkreichen SR-Charakters für gute Zwecke zu spenden, für NSC Mentor zu spielen und derlei. Finde ich zwar irgendwie seltsam und öde (weil es tatsächlich gar keine Aufträge mehr gibt, sondern es reines Rentenspiel ist), aber irgendwie auch schnuffig und nachvollziehbar – und ihr? 🙂

Hä?

Die letzte Frage aus Ninianes Vorschlägen verstehe ich ehrlich gesagt nicht:

Übergänge haben auch immer etwas mit Charakterentwicklung zu tun. Ist das etwas, was nur auf der Metaebene stattfindet, oder kann man das mit Werten abbilden?

Metaebene ist doch, Erfahrungspunkte zu haben, sie auszugeben, Stufen aufzusteigen und so weiter. Also ist das doch sogar in erster Linie mit Werten abgebildet.

Für mich gibt es da zwei unterschiedliche Stränge. Einmal die besagte Metaebene, auf der sich optimalerweise Interessen und durchaus auch Veränderungen eines Charakters spiegeln. Und auf der anderen Seite sind es Nuancen im Spiel selbst, die zeigen, dass Charaktere sich entwickeln.

Auch hierzu ein Beispiel: Mein Charakter Dhana Erlhocker aus der Theaterritterkampagne.

Erstmals gespielt habe ich diesen Charakter im Oneshot „Leichenschmaus„, und erst danach startete ich mit ihr in die Kampagne.

Wer diesen Oneshot kennt, vor allem das letzte Drittel, erlebt dort (zumindest empfinde ich selbst das so) einen deutlich anderen Charakter als die Dhana, die man jetzt so im Spiel sieht. Im Oneshot ist sie noch deutlich sprunghafter, spontaner, aber auch deutlich kompromissloser und so gesehen auch egoistischer. In der Kampagne ist das anfangs noch ähnlich, aber da demonstriert sie dann nicht nur ihre persönliche Vorstellung von Gerechtigkeit, sondern auch generelles Mitgefühl. Und sie ist gezwungen, sich zurückzuhalten und es stattdessen mit Diplomatie zu versuchen.

Das ist aber alles derselbe Charakter und zumindest ich erkenne ihn auch wieder. Die Entwicklungen im Spiel sorgen also dafür, dass man andere Seiten von ihr sieht oder manches deutlicher wird. Von den Werten her hat sich da aber kaum was geändert, und ich finde das durchaus schlüssig so.

Falls ihr zufällig den Oneshot und die Kampagne kennt: Ist eure Einschätzung ähnlich oder eine andere?

Nicht zuletzt überwindet sie aber auch zu einem Teil ihren Ekel vor Blut und Wunden, um anderen helfen zu können, wenn es sein muss. Hätte es diese Szene im Spiel nicht gegeben, die sie dazu verleitet, hätte ich in „Heilkunde Wunden“ auch keine Punkte gesetzt. Hier sind Spiel- und Metaebene also miteinander verzahnt.

Summa summarum: Läuft das nicht immer ungefähr so?

RSP-Karneval: Anfänge auf Charakterebene

Zum Karneval der Rollenspielblogs hat Timberwere in ihrem Eingangsbeitrag einen total gut strukturierten „Inspirationsleitfaden“ für „Anfänge und Übergänge“ angeboten. Daran hangele ich mich einfach mal ein wenig entlang. Da es sich um einen von zwei Leuten organisierten Karneval handelt, findet man Aufhänger ebenso bei Niniane.

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Wo Charaktere beginnen

Zumindest für mich beginnen Charaktere grundsätzlich im Spiel. Dabei kenne ich durchaus verschiedene Ansätze, mit einem Charakter zu starten. Schnell zusammengesetzt, mit viel Liebe über Stunden hinweg erstellt, mit und ohne Charakterbilder oder gar Inventardetails versehen. Ob mit einer Art Biografie auf einer halben oder 80 Seiten, Spielbeginn „vorab“ im Rahmen eines Präludiums. Oder gar Start mit PreGens, auch möglich.

Was auch immer ich mir aber vorab überlegt habe, wird erst lebendig, wenn das Spiel begonnen hat. Mir ist schon öfters passiert, dass ich vorab ein sogar sehr klares und detailliertes Bild von einem Charakter hatte. Im Spiel spielte der sich dann aber wider Erwarten gänzlich anders.

Natürlich könnte ich das steuern – aber wozu? Ich denke während des Spiels eigentlich nicht darüber nach, wie ich nun das ausgedachte Konzept am besten umgesetzt bekomme, sondern ich spiele einfach. Alles andere würde mich viel zu unflexibel machen, wäre für mich nicht halb so spannend. Außerdem gibt es von Hause aus noch ein paar andere Sachen, die ich am Rande ständig präsent haben möchte. Ich hätte für sowas also gar nicht die Ressourcen.

Wo Gruppen beginnen

Das bringt mich zu einem weiteren Unterpunkt des Ganzen: wo Gruppen beginnen.

Wenn das Spiel es nicht mehr oder weniger vorgibt (PbtA, Mutant, Coriolis etc.), erstellen wir unsere Charaktere eigentlich immer jedeR für sich. Wir sprechen zwar grob ab, wer in welche Richtung gehen will, aber dass jemand wirklich etwas Vorgefasstes im Kopf hat, wovon er oder sie nicht abweichen möchte, ist selten. Eher umgekehrt dauert es bei uns meist eher ein bisschen, bis jemand den ersten Schritt macht, nachdem man mehrmals ein „Ach, ist egal, was möchtet IHR denn gerne?“ in den Raum gerufen hat.

Je nach System mehr oder weniger wichtig finde ich in diesen Konstellationen, die Charakterbögen der anderen ebenfalls zu kennen bzw. sie mal gesehen zu haben. Ich persönlich habe wenig Verständnis für die Geheimnistuerei, die da manchmal veranstaltet wird. Aus meiner Sicht ist die Kenntnis hilfreich, um Stärken und Schwächen der anderen besser einschätzen und entsprechend ins Spiel einbringen zu können. Darüber hinaus hilft es natürlich dabei, dass man eine letztlich recht ausgewogene Gruppe beisammen hat.

Bei Oneshots und kurzen Kampagnen tritt sowas eher in den Hintergrund, ist für mich auch nicht so relevant.

Ähnlich wie bei den Einzelpräludien hab ich mittlerweile auch an solchen für die gesamte Gruppe nur noch wenig Interesse. Es sei denn, das bietet irgendwas Spezielles, sowas wie eine Staffel 0, auf der sich – aus welchen Gründen auch immer – später gut aufbauen lässt.

Ich mag, wenn jedeR erst mal die Gelegenheit hat, ein bisschen ins Spiel zu finden, beispielsweise durch 15-30-minütige Soloszenen. Bei Kampagnen erwarte ich sowas auch irgendwie, um einfach einen guten Grundstein zu haben.

Ansonsten ist es für mich vor allem bei Oneshots und kurzen Kampagnen okay, wenn sich ingame bereits alle kennen und gemeinsam unterwegs sind. Das spart unheimlich viel Zeit, kann allerdings auch schon mal anstrengend sein, weil man eben die anderen Charaktere nicht wirklich einschätzen kann. Der eigene Charakter hat da also deutlich Vorsprung.

Das sind eigentlich auch schon meine 5 Cent zu diesem Thema. Welche sind eure? 🙂

 

Kochen fürs Rollenspiel

Kochen für die Runde? Sehr interessiert, aber zunehmend verwundert las ich just den Artikel von Spielosophie zum Thema.

Kochen und Rollenspiel verbindet zwei meiner Hobbys, weshalb ich das Thema auch 2012 schon mal für den Karneval der Rollenspielblogs vorgeschlagen hatte.

Warum und inwiefern, dazu möchte ich jetzt, inspiriert durch oben erwähnten Artikel, mal genauer eingehen.

Mein Hintergrund zum Thema

Ich koche seit 1992 selbst, einfach weil meine Mutter es damals nicht einsah, wegen einer meiner „Macken“ mehr Arbeit zu haben. Damals hatte ich beschlossen, fortan vegetarisch zu essen, und nach einigem Hin und Her bekam ich ab sofort wöchentlich einen Anteil des Wochenbudgets, um mich damit selbst zu verpflegen. Da mich das Kochen bis dahin nicht interessiert hatte, führte mich mein Weg also erst mal durch zig Kochbücher aus der Bücherei. Und durch die Erfahrung, nach 2-3 Tagen wunderbarer Gerichte kein Geld mehr in der Kasse zu haben. 😉

1996 begann ich meine Ausbildung zur Krankenschwester, in deren Rahmen zumindest damals auch einiges an Ernährungslehre auf dem Plan stand (in der Schule hatten wir sowas nicht). Da ging es in erster Linie um Nährwerte, deren Berechnung, Mikro- und Makronährstoffe sowie Ernährung bei bestimmten Erkrankungen, aber das war schon einiges, und ich fand das damals sehr spannend.

Daraus wurde, dass ich später berufsbegleitend noch eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin absolviert habe. Das war inhaltlich sehr … bodenständig. Es gab viele Wiederholungen für mich, aber ich habe auch eine Menge gelernt, was zum Beispiel Grundrezepte, Menüentwicklung, Vorratshaltung, Budgetierung und so weiter betrifft.

moehrenlachsNoch ein bisschen später war Ernährung dann aus der anderen Richtung ein Thema für mich. Als selbstständige Dozentin für Gesundheits- und Krankenpflege habe ich unter anderem Betreuungsassistenten für Senioren ausgebildet, an einem Standort mit hauswirtschaftlichem Schwerpunkt. Dabei hatte diese Ausbildung, ebenso wie andere Gesundheitsförderungskurse, die ich geleitet habe, auch einen praktischen Anteil in einer Übungsküche. Dafür habe ich Rezepte unter unterschiedlichen Aspekten und für unterschiedliche Personenzahlen zusammengestellt und selbst entwickelt, die dann praktisch nachgekocht wurden.

Zum damaligen Zeitpunkt war ich längst auf die vegane Lebensweise umgeschwenkt und habe zudem entsprechende Kochkurse für Privatpersonen angeboten, auch hier mit unterschiedlichen Schwerpunkten und mit Aromaküche als einem meiner Steckenpferde.

Kochen fürs Rollenspiel

Mein allererster Blog entstand damals (2000? 2001?) tatsächlich als Rollenspielblog, auf dem ich Rezepte aus der heimischen Runde postete bzw. den Mitspielern die Rezepte zugänglich machte. Ergänzt wurde das um fiktive Rezepte mit entsprechend fiktiven Zutaten, und später dann noch um Rundeninfos, Zusammenfassungen usw., bevor dieser Blog hier (ich berichtete hier schon grob) entstand.

Piroggen für die Winterkönigin

Piroggen für die Winterkönigin

Der damalige Blog hatte als Hintergrund Kacheln mit Erdbeeren und sah fürchterlich aus. 🙂 Er fand sein Ende, als der Herr, der ihn hostete, auf Nimmerwiedersehen sang- und klanglos verschwand und meinen Blog gleich mitnahm.

Bis ich das Kochen übernahm, wurde bei jeder Session Pizza bestellt. Bei wirklich jeder Session. Ich hab nun nix gegen Pizza, aber diese geballten Schachteln sind mir damals echt gegen den Strich gegangen. Es hat mich ein bisschen Überzeugungskraft gekostet, bis ich die Runde dazu bewegen konnte, eine Essenskasse aufzumachen. Befürchtungen waren: zu teuer, dauert zu lange, schmeckt nicht.

Zu teuer war am leichtesten auszuhebeln. Einfach die Pizzakosten bewusst machen und dann festlegen, dass jeder pro Termin 3€ in die Kasse gibt, fertig.

Dass es zu lange dauert entkräftete ich damit, dass wir zu Beginn des Treffens essen und ich entsprechend vorbereiten würde. Bestellt hatten wir sonst auch immer zu Beginn, die Wartezeit dann mit Geplänkel verbracht und dann erst nach dem Essen „richtig“ zu spielen begonnen, war also auch keine Umstellung.

Na, und dass es nicht schmeckt, blieb eben ein offenes Risiko. Ich argumentierte damit, dass bei 3€ ja im Zweifel noch genug Geld übrig sei, um doch noch Pizza zu bestellen. 😉

Entwicklung der Rollenspielkocherei

Anfangs gab es einfach was zu essen. Ich machte mir keinerlei Gedanken zum Rollenspielbezug, sondern schlichtweg darum, für die 3€ einfach jeden satt zu kriegen und zufrieden zu stellen, um mich mit dem Vorgehen längerfristig durchzusetzen.

Als dann bald klar war, dass es bei der Kasse bleiben würde und alle befunden hatten, dass selbst kochen (bzw. Selbstgekochtes zu essen) die bessere Wahl sei, passte ich hier und da mal irgendwas thematisch an.

Bahari-Schokotorte

Bahari-Schokotorte

Das war nichts Weltbewegendes. Auf dem damals ersten Con für Chroniken der Engel hatte es schon thematisches Kochen gegeben, darum kam mir auch erst bei einer Kampagne dieses Spiels die Idee dazu, die ich dann flugs umzusetzen begann. Nur ohne Meerschweinchen (wer das Spiel kennt, wird ihn verstehen …).

Einen „Durchbruch“ von an das Spiel und/oder das Kampagnen-/Sessionthema angelehnten Gerichten kam dann aber tatsächlich erst mit Shadowrun auf. Es ist erstaunlich, wie wenig Vorstellungskraft viele Leute im Hinblick auf Soyfood haben. Das war damals noch nachvollziehbarer als heute, wo man Sojaprodukte in jedem Supermarkt bekommt, aber auch heute höre/sehe ich oft noch Runden, die völlig abstrusen Kram im Hinblick auf Soyfood von sich geben. Bei uns war es damals also naheliegend, einfach mal Soyfood auf den Tisch zu bringen.

Irgendwann brach diese langjährige Truppe dann wie so viele andere doch mal auseinander, aber es folgten andere, für die ich dann mindestens zeitweise kochte, dann allerdings ohne Essenskasse, sondern einfach so als Gastgeberin, weil ohnehin bei mir gespielt wurde.

Hinzu kam dann noch ein bisschen später der zeitweilige Fokus eher auf LARP-taugliches Essen.

Aktueller Kochstatus

Ich spiele mittlerweile weitgehend online, wodurch sich das Kochen fürs Rollenspiel weitgehend erledigt hat. Weitgehend, weil wir zwischendurch dann schon auch mal Tischrunden hatten, wo eben auch gekocht wurde. Sozusagen von allein, ohne Diskussion, sondern mehr selbstverständlich, allerdings auch ohne Rollenspielbezug. Gemeinsam gekocht wurde dabei noch nie, sondern die jeweiligen Gastgeber hatten was vorbereitet und/oder der Rest was (Ergänzendes) mitgebracht.

Witzigerweise habe ich schon mehrfach überlegt, ob ich nicht auf dem Blog und/oder via Youtube mal eine Kochreihe starten soll. Bislang bin ich immer davor zurückgeschreckt, weil ich überhaupt nicht einschätzen kann, ob/wie viele sowas interessieren würde und auch, weil es ein unglaublicher Aufwand ist, vor allem im Hinblick auf Video. Darum ist es bislang bei wenigen vereinzelten Beiträgen geblieben, so wie hier oben die Dragon-Muffins, die ich mal zum RSP-Karneval gebacken habe.

Ich hatte eine Zeit lang den Youtubekanal Nerdküche, wo ich beispielsweise Rezepte aus dem Kochbuch zu Werewolf, the Apocalypse nachgekocht habe, auf Tsus und meinem gemeinsamen Blog und Kanal haben wir das eine oder andere zum Thema gemacht, und hier und da verirrt sich auch schon mal was woanders hin, aber eben alles mehr sporadisch.

Ideen für Rezepte im Zusammenhang mit Rollenspiel habe ich zigfach, ob nun bezogen auf bestimmte Spiele/Regionen oder im Hinblick auf „möglichst günstig, für möglichst viele“ – so wie auch die Nerdküche angedacht war. Hier mal der alte (noch nicht fertige; habe keine Endversion mehr) Trailer des Kanals:

Und nu?

Irgendwie habe ich das Gefühl, ich könnte jetzt noch Jahre lang was zu dem Thema schreiben. Andererseits geht mir gerade ein bisschen die strukturierte Puste aus.

Wie handhabt ihr das denn so bei euch? Zumindest von Tagschatten weiß ich, dass dort auch gekocht wird und es gibt auch entsprechende Rezepte auf seinem Blog. Auf den Artikel von Spielosophie verwies ich eingangs ja auch schon mal.

Gibt es bei euch auch essensbezogene Blogposts? Interessiert euch sowas? Falls ja, inwiefern mögt ihr dazu was lesen? Rezepte allgemein? Günstiges? Simples? Thematisches, also bezogen auf bestimmte Spiele/Regionen? Sonst was?

Schreibt doch mal! Wie ihr vielleicht mitbekommt: Ist voll mein Thema, interessiert mich brennend. 🙂

Ach so: Kochen für die Immersion? Das ist das, was mich bei Spielosophies Artikel so erstaunt und verwundert hat. Ich bin bislang nicht mal auf die Idee gekommen, damit irgendwie die Immersion steigern zu wollen. Für mich ist das einfach das Verbinden von Hobbys, was Praktisches und Fun. Ist das bei euch anders?