[RSP-Karneval] Rückblick zum Oktober 2018: Schuhe

Zack, ist so ein Monat auch schon wieder rum. Und so ist es Zeit, einen Blick zurück auf die Beiträge im Rahmen des oktoberigen Karnevals der Rollenspielblogs zu werfen. Das Thema lautete: Schuhe.

Der Themenvorschlag kam im Juni von d6ideas und ich fand das so schräg, dass ich mich des Themas angenommen hab – zumindest als Organisatorin.

Das erklärt in diesem Monat auch die – wie eigentlich immer – umfassende Teilnahme von d6ideas. Da gab es:

Und selbstredend gab es von d6ideas auch einen Karneval der Archive-Artikel.

Tatsächlich gab es aber doch so einige weitere teilnehmende Artikel im Rahmen des Schuhe-Themas.

dnalorsblog hat in seinem Beitrag zwar erst mal seine Ungläubigkeit zum Thema kundgetan und betont, dass das nur ein einziges Mal in 25 Jahren Rollenspiel ein Thema gewesen sei im Spiel, dann aber haut er tabellarisch mal eben 14 Schuhideen raus. Abseits dessen, dass die beiden enthaltenen orientalischen Macharten beide mit Diebstahl in Verbindung stehen, was ich ein bisschen unglücklich finde (Update: wurde auf aranisch geändert), finden sich in dieser Tabelle sehr amüsante Überlegungen aus allerlei Ecken und Sparten. Ich hab jedenfalls ordentlich geschmunzelt beim Lesen.

Timberwere hat ziemlich lange auf der Schuhsohle des Themas rumgekaut, bis ihr einige Plothooks rund um das Thema Schuhe eingefallen sind. Geboten wird jeweils eine Ausgangssituation pro Genre mitsamt mehreren Szenariovorschlägen dazu. Meine Favoriten daraus: Science-Fiction und Western.

Gloria von Nerdgedanken hat sich „Walking in my shoes“ zum Anlass genommen für 5 SpielerInnen-/SL-Tipps gegen Rollenspielfrust.

Bei Tilting my World orakelte man, ob das Thema des Monats eine Verarschung sein soll. Auflösung: Nö, aber ich hatte ursprünglich im Juni da ja auch erst noch mal nachgehakt *g*. Das Orakel hat dann aber dank der Musik schließlich aus Songs doch ganze sechs verschiedene Schuhe kreiert, die man als 1W6-Zufallstabelle nutzen kann. Oder einfach so. Mein Favorit: die Stilettos in die Hölle.

Apropos Zufallstabellen:

Aus den Ogerhöhlen kam auch eine Zufallstabelle, nämlich 1W10 verschiedene Schuhe. Ohne Schnick und Schnack, dafür Schuh. Gedacht für Cyberpunk 2020 oder Augmented Realities-Tabellen (also auch Cyberpunk-Style).

Und auch ich selbst habe es mal geschafft, endlich wieder einen Artikel für den Karneval zu verfassen. Herausgekommen sind 2W10 Dinge, in die man treten kann – für Splittermond.

Supergerm hat das Thema derweil ins Blutschwerter-Forum getragen, nämlich in den Boards für Deadlands: Hölle auf Erden, Mutant Chronicles und Warhammer 40k. Bei letzterem hat der Thread tatsächlich Seite 3 (!) erreicht und lässt sich in sozusagen epischer Breite über Absatzhöhen aus.

alter Schuh

Da ist also doch so einiges zusammengekommen. Insgesamt sind es 33 Artikel von d6ideas, 6 weitere Beiträge und 3 Forenfäden. Auch per Instagram erreichte mich ein Kommentarhinweis zum Thema Schuhe, den ich leider aber nicht mehr wiederfinden kann.

Vielen Dank an alle, die sich mit dem doch eher ungewöhnlichen Thema auseinandergesetzt haben. 🙂

Im November geht es nun mit „Das Böse“ bei stories & characters weiter.

[All flesh must be eaten] At the Edge of Extinction

Ungefähr zwei (!) Jahre hat es gedauert, bis wir es auf die Reihe bekommen haben, wirklich mal konkrete Pläne zu diesem Fewshot zu planen und auch umzusetzen.

Wie? Was?

Zur Erklärung: Ich gehöre zu den Leuten, die alles rund um Zombies feiern. Immer schon. Auch wenn sie nicht gerade hip sind. Und auch, wenn sie es sind. Einfach immer. Es ist ein Film, ein Buch, eine Serie, ein Spiel … und es hat Zombies? Alles klar, bin dabei (wenn möglich).

2012 wurde ich so auf der Drachenzwinge auf All flesh must be eaten aufmerksam und lauschte begeistert einer wöchentlichen Runde dort. Mitspielen ging leider dienstbedingt nicht. Nur einmal, da passte es mal als Gastspielerin – und aus dieser Session stammt eine der für mich coolsten Szenen meines rollenspielerischen Daseins.

Eine Weile später leitete ich auch meine eigene AFMBE-Runde, allerdings nicht allzu lang. Zum Spielen kam ich auch noch. Und ich hab mich recht viel mit dem Spiel beschäftigt (hey, Zombies UND W10 ;-)), was teils seltsame Auswüchse annahm – und auch die haben Bock gemacht. 🙂

Auf der Drachenzwinge bin ich schon seit Jahren nicht mehr aktiv (weil ich mich dann einfach irgendwann mehr auf Ton + Bild entschieden habe für Onlinespiele). Ein paar wenige Kontakte von dort sind jedoch bis heute erhalten geblieben, teils mehr, teils weniger. Vor allem zu „Lex“ ist der Kontakt aber geblieben und wir haben seit damals schon viel und oft alles mögliche miteinander gespielt. Und irgendwann brachte ich auf, es wäre doch cool, wenn er AFMBE (das er seit damals und immer noch mindestens einmal wöchentlich spielt) mal leiten würde.

Konkrete Planungen

Ein Zombiespiel gehört für mich ja vor allem in die Herbst- und Wintermonate. Geht natürlich immer, aber wenn man schon einen einzelnen One-/Fewshot plant, dann wären Herbst oder Winter schon cool. Da ich ja schon recht viel spiele und auch Kampagnen, ist das mit der Terminfindung allerdings so eine Sache. Und es fehlte noch mindestens eine Person, die noch mitspielen wollen würde.

So haben wir ein Jahr übersprungen und sind dann kürzlich erst in die konkreten Planungen eingestiegen. Drei Sessions sollen es insgesamt werden und wir starten in einem Diner. Die Charaktererschaffung bei All flesh must be eaten ist fix gemacht, und so fanden sich also rasch drei Konzepte, die sich in diesem Diner 2018 (ingame wie outgame) einfinden sollten. Recht unterschiedliche Charaktere: Trucker, Naildesignerin (in Ausbildung) und angehender MMA-Star … 😉

Hier mal der Link zur ersten Session:

Ich selbst habe zu dem Zeitpunkt ziemlich durchgehangen und hab auch öfters das Bild aus, weil ich krank war. Aus demselben Grund (unter anderem) war die Session auch recht kurz und sind alle weiteren Runden der Woche zwangsläufig ausgefallen.

Und wie war es?

Es hat SO Bock gemacht, nach Jahren mal wieder All flesh must be eaten zu spielen!

Ich fand so ziemlich alles an der Session echt spitze. Die Charaktere mochte ich, das Zusammenfinden ging recht fix, die Stimmung war klasse, das Ganze war ordentlich auf die Spitze getrieben bzw. pointiert, ich hatte einen Charakter mit recht hohem Wert in Beautician (weil AFMBE diesen Skill einfach hat, ich ihn deswegen immer nehme und man ganz sicher auch nichts dringender braucht in der Zombiecalypse) … alles super.

Und weil alles so super war, hat vorrangig Tsu auch im Nachhinein einen Trailer für die Runde erstellt:

Ich freu mich jedenfalls schon total auf die nächste Session, die für den 16.11.18 geplant ist. Bin gespannt, was uns da erwartet, denn die Eskalation ist ja bereits in vollem Gange …

[Space 1889] Oneshot Venus: Venusische Gefilde

Zum Abschluss der OnAir-Reihe zu Space 1889 gab es noch einen zweiten Oneshot, der diesmal auf der Venus angelegt war.

Ursprünglich wollte ich mich bei dieser Runde einem Abenteuer aus dem Abenteuerband Kolonien im Nebel widmen. Zu dem Zeitpunkt waren allerdings auch noch drei Sessions statt einer geplant. Zwei hab ich leider absagen müssen, sodass die Geschichte für den Oneshot dann eher kurzfristig entstand und keine konkrete Vorlage hat.

Eigentlich hätte ich gern noch zumindest je einen Oneshot auf der Erde, Merkur und Mars gespielt. Zeitlich bin ich allerdings schon froh, wenn wir Termine für unsere laufenden Kampagnen finden, sodass es irgendwann vielleicht einfach eine Neuauflage mit ein paar Oneshots geben wird, allerdings nicht mehr 2018.

Was hingegen möglichst noch 2018 kommen soll ist ein Feedback zu den bisherigen Erfahrungen sowie eine Vorstellung der aktuell gegebenen Publikationen. Mal schauen, wann ich dazu komme.

[Space 1889] Aether Talk mit Stefan Küppers

Im Rahmen meiner Entdeckungsreise zu Space 1889 hat sich Chefredakteur Stefan Küppers netterweise zu einem Talk zum Spiel bereiterklärt. Viele dürften ihn schon von DSA her kennen, wo er früher als Autor tätig war. Der begeisterte Rollenspieler hatte aber auch schon recht früh Kontakt zu Space 1889.

Stefan erzählt im Talk ein bisschen was zum ursprünglichen Space 1889, zur Weiterentwicklung durch den Uhrwerk-Verlag und die Umsetzung für das Ubiquity-System.

Am Rande geht auch um sonstige Publikationen (im Englischen) rund um Space 1889: Hörspiele, ein Brettspiel, die Tabletop-Varianten und -ideen sowie natürlich um den von Orkenspalter TV umgesetzte Film The Secret of Phobos.

Wir reden über bestehende Publikationen zum Spiel. Es wird aber auch ein bisschen zu den demnächst geplanten Publikationen geplaudert, beispielsweise zur großen geplante Phaetonen-Kampagne Phaetons Vermächtnis. Außerdem ist Edisons Kompensium geplant, in dem es einiges zu Erfindungen, Fahrzeugkämpfen und derlei mehr geben soll.

Natürlich geht es auch darum, was man noch so alles machen könnte. Was könnte in einem Erdband beispielsweise thematisiert werden? Wie könnte man Luftpiraten oder etwas in der Art einbringen?

Sehr interessant waren Stefans Hinweise zum Feedback aus der Community. Zwar gibt es ein Unterforum im Uhrwerk-Forum und eine Facebookgruppe, doch meist handelt es sich bei den Beiträgen um Regelfragen. Feedback zu den einzelnen Publikationen scheint es nur wenig zu geben, auch Wünsche werden kaum an das Autorenteam herangetragen. Wenn ihr also Space 1889 kennt, mögt, spielt etc., dann gebt euch doch mal einen Ruck und gebt auf irgendeine Art und Weise Feedback, teilt eure Lese- und Spielerfahrungen wieder, äußert Wünsche. 🙂

Ähnliches gilt übrigens für kreative Beiträge rund um Space 1889. Wenn ihr euch irgendwas ausdenkt, vom Charakter über Szenarios bis hin zum Abenteuer, dann lasst doch gerne andere auch daran teilhaben.

Natürlich wurden im Talk auch diverse Zuschauerfragen beantwortet, Stefan erzählt ein bisschen was zur Entwicklung der Zeitlinie, wir reden umgekehrt zum Fan-Feedback über den Support der Reihe und die Präsenz auf Cons.

Insgesamt also eine ziemlich voll gepackte Stunde rund um Space 1889, die ihr euch hier noch anschauen/anhören könnt:

 

[Space 1889] Eine Reise zum Mond

Ich schrieb ja gestern schon, wie ich „plötzlich“ zu Space 1889 gekommen bin. Eine entsprechende Spielrunde ließ nicht lang auf sich warten.

Mit zwei Sessions und drei Mitspielern startete ich also eine Reise zum Mond, nachdem ich neben dem Grundregelwerk auch den Luna-Band gelesen hatte.

Darin enthalten ist auch das gleichnamige, von Stefan Küppers übersetzte und überarbeitete Abenteuer, das man sogar mit einer Fortsetzung spielen könnte.

Nachdem klar wurde, dass wir dem Reinfinden in das Spiel, das Kennenlernen der Charaktere, des NSC-Gastgebers etc. einen gewissen Raum geben würden, habe ich spätere Teile gekürzt und leicht abgeändert. Trotz der Kürzungen haben wir 5,5 Stunden gespielt. Ich denke, auf ca. 8 Stunden kann man es leicht erweitern. Es gibt da doch noch einiges zu entdecken, manches hätte man auch schwieriger gestalten können.

Hier die Sessions auf Youtube:

 

[Space 1889] Erste Eindrücke

Space 1889 gehört zu den Spielen, die ich schon seit Jahren im Schrank stehen habe. Ungelesen. Schlimm, zumal ich mir das Grundregelwerk ursprünglich mal wirklich gewünscht – und dann geschenkt bekommen – habe.

Im Rahmen der Frage, was ich im Winter (noch) leiten könnte, wurde mir dann von Tsu eben dieses Grundregelwerk in die Hand gedrückt.

Ich hab mich recht zeitnah rangesetzt und in einem Video mal meine ersten Eindrücke zum Grundregelwerk festgehalten:

Stechginster-Podcast

Schon lange möchte ich es gerne mal mit einem Podcast versuchen, hab mich aber lang nicht rangetraut. Momentan scheint aber eine gute Zeit zu sein, um sowas anzugehen.

Darum hab ich meinen Testballon mit ca. 20min. Länge jetzt einfach mal veröffentlicht.
Thematischer Schwerpunkt ist Splittermond, gemixt mit Inhalten auch zu anderen Rollenspielen und (düsterer) Fantastik.

Geplant sind eigentlich Folgen von ca. 45-50min. Gesamtlänge, aber ich wollte das Ganze mit der ersten Folge jetzt einfach mal ausprobieren.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr reinhören mögt und noch mehr, wenn ihr Feedback geben mögt.

Hier die Links:

Soundcloudlink 

Podcast.de

Bloglink

Pathfinder: Die Winterkönigin – Band 4 abgeschlossen

Dass wir den 4. Band der Winterkönigin in der gestrigen Session beenden würden, damit habe ich echt nicht gerechnet. Ich ging davon aus, dass es eine weitere Session brauchen würde, um diesen Teil abzuschließen. Aber gut: Zeit für einen kleinen Rückblick.

Allgemeines nach der Halbzeit

Nach dem Abschluss von Band 3 hatten wir uns zu einem Livestream getroffen und ganz allgemein ein bisschen über Pathfinder, den Abenteuerpfad Die Winterkönigin und unsere Gruppe geplaudert. Das war Mitte April 2017.

Und tatsächlich noch im selben Jahr haben wir es geschafft, auch Band 4 abzuschließen – in unserer 49. Session. Hab ich schon erwähnt, wie sehr mich das begeistert?

Im Mai 2015 habe ich einen Artikel dazu verfasst, wie ich zu Pathfinder kam. Den habe ich eben auch noch mal selbst gelesen und an manchen Stellen irre kichern müssen. Ich hab seitdem soviel D&D-mäßigen Kram gespielt! Nicht nur das, ich habe mich vor allem mit der 5. Edition von D&D intensiv beschäftigt. Und wie. Was nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass Tsu und ich die deutsche Ausgabe lektoriert haben. Was aus verschiedenen Gründen ein unglaublicher Aufwand war, worauf ich mittlerweile aber ehrlich gesagt auch ziemlich stolz bin. 🙂

ACHTUNG: Bei den folgenden Abschnitten ist nur jeweils der erste Absatz spoilerfrei. Alle anderen (ausgenommen das jeweils weitgehend spoilerfreie Fazit des Bandes) enthalten fette Spoiler sowohl zum Abenteuerpfad als auch zur Runde als solche!

Band 1

Für Band 1 haben wir am längsten gebraucht, nämlich 14 Sessions mit insgesamt rund 37 Stunden Spielzeit.

feengeistDas Ganze beginnt in dem kleinen taldanischen Dorf Heldren.  Es gab ein paar Zombies (bin ich ja immer für zu haben *g*), fiese Feengeister, eine für die Spieler ausgesprochen überraschende Falle, eine Räuberbande und den ersten NSC, der in Erinnerung blieb: Frau Zwei-Pfennig.

Außerdem gab es eine entführte Adlige und die laut Rückmeldungen wohl gruseligste Szene des bisherigen Abenteuerpfades: eine Wachhütte mit einer Puppe …

An einem Portal verzeichnete die Gruppe schließlich ihren fast ersten Toten, und das ausgerechnet genau, als die Gruppe gerade ein Portal entdeckt hatte.

Oh, und natürlich begegneten sie dem Schwarzen Reiter der Baba Jaga, der ihnen „freundlicherweise“ die Quest auferlegte, Baba Jaga zu finden. domowoi

Ebenfalls ein bisschen gruselig war das Eintreffen in einem Dorf namens Waldsby – einer Art düsterer Kopie von Heldren. Doch hier machten sie auch die nächsten erinnerungswürdigen Bekanntschaften: Nadja Petska, ihre Besen schwingende Haushaltshilfe, ihre beiden Kinder und den sehr Dobby-artigen Hausgeist Luk. Traurig wurde es auch noch mal, als die Charaktere erkannten, dass die Wächterpuppe, der sie begegnet waren, die Seele von Nadjas Tochter beinhaltete. 🙁

Und natürlich gab es zum Ende hin auch einen Dungeon, nämlich einen Hexenturm, wo die entführte Adlige gefunden wurde, eine Sylphe, die Tsu Charakter Ulfjik zu einem mutig-wahnsinnigen Sprung in die Tiefe animierte, und nach einigem mehr schließlich auch der Hexer mit seiner Ziegenvertrauten.

Fazit Band 1:

Für mich gab es in diesem Band unheimlich viel zu entdecken. War auch nicht schwer, da ich mich eben mit Pathfinder abseits von Fluff-Schmökerstunden nicht gut auskannte.

Ich hab keine Ahnung mehr, ob die gute Halborkin Zwei-Pfennig schon immer so bei uns hieß, im Buch heißt sie jedenfalls Zehn-Pfennig. Ist aber auch egal, auf ein paar Pfennig kommt es ja nicht an … aber erst in der letzten oder vorletzten Session hat sie jemand aus der Gruppe mal wieder erwähnt und sich gefragt, was wohl aus ihr geworden sein mag. Sowas mag ich, finde ich gut.

Einen der größten Lacher überhaupt gab es in der 3. Session bereits. Es hatte was mit nähen zu tun … hihi. 🙂

Insgesamt habe ich diesen ersten Band in wirklich guter Erinnerung behalten. Rückblickend hat er am meisten von dem, was ich mir von dem Pfad auch versprochen hatte, nämlich Feen, Mystik und ein kleines bisschen Grusel. Ich mochte auch die Abwechslung aus Dorf, Landschaft und Dungeon sehr gern. Es ist wirklich viel passiert in diesem ersten Band, eben auch nachhaltiges, woran man sich auch jetzt noch erinnert.

Band 2

32 Stunden spielten wir an diesem Teil und nutzten dafür 12 Sessions. Ich hätte die Differenz zum ersten Band jetzt höher eingeschätzt als nur 5 Stunden. Inhaltlich ging es einfach ein bisschen fixer, weil ich erstmals ein paar Kleinigkeiten weggelassen hatte, größtenteils entwicklungsbedingt.

Teil 2 begann noch recht harmlos, als sich die Gruppe mitsamt Nadja, ihren Kindern und dem kleinen Domowoi auf den Weg in Richtung Weißthron machte. Mittlerweile hatten sie herausgefunden, dass sie sich nicht mehr in Taldor, sondern in Irrisen, sehr viel weiter nördlich gelegen, befanden.

Sie trafen auf ihrem Weg eine Huldra, der sie ihren geliebten Mann wiederbringen konnten, doch gab es in diesem Band auch die ersten Toten zu vermelden: neben einem der Charaktere starb auch die NSC-Begleiterin Nadja.

Mit der Unterstützung von Nadjas „Schwiegeronkel“ Ringeirr gelang es den Charakteren, in Irrisens Hauptstadt Weißthron zu schleichen. Dort machten sie den Schrein der Immerblüte aus, einen verborgenen Kult der Milani, wo die Verstorbenen wiederbelebt wurden, allerdings nicht in früherer Gestalt als Menschen. Nadja wurde als Zwergin wiederbelebt, Fredrick als Halbling.

Schließlich kämpften sich die Charaktere durch Logriwitschs Uhrenturm, wo es ein paar Leute zu retten gab, bevor die Charaktere den jungen weißen Drachen besiegten.

Doch damit war der Band noch nicht zu Ende, denn auf Weißthrons Marktplatz hatte ein Dickicht zu wuchern begonnen. Und mittendrin, so sagte man, sollte sich Baba Jagas legendäre tanzende Hütte befinden. dämmerpfeifer

Bevor die Charaktere diese Hütte jedoch fanden, hätten sie ihren Gefährten Isirian beinahe an einen Dämmerpfeifer verloren, becircenderweise. Becircend waren allerdings nicht nur die Dämmerpfeifer, sondern das Dickicht verbarg auch ebensolche Bakchantinnen. Da waren die „Augenmonster“, denen sie begegneten, bodenständigeres Terrain für die Charaktere. 😉

Am Ende stand dann endlich die ersehnte tanzende Hütte, die zu betreten sich nicht so ganz leicht gestaltete. Sehr viel schwerer jedenfalls als der tolle epische Endkampf gegen die Hexe Nazhena, die einfach so, na ja, von ihrer eigenen Eiswand erschlagen umkippte. War super …

Fazit Band 2:

Dieser Band hatte einige schöne Szenen. Schön … na, auf jeden Fall erinnerungswürdige. Der Tod von einem Charakter – und teils auch von einer liebgewonnenen NSC – war natürlich besonders bemerkenswert und führte im Verlauf auch zu ein paar Kürzungen, um den Spieler möglichst schnell wieder ins Spiel bringen zu können. Das ist ganz gut gelaufen, finde ich.

Einen Narren gefressen habe ich in diesem Band ja vor allem am beschriebenen Milani-Kult, zu dem es in diesem Band noch allerlei Zusatzinformationen gibt. Und soweit ich weiß, übrigens auch nur in diesem Band. Einiges davon fand auch den Weg ins Spiel, vieles wiederum auch nicht.

Im Nachhinein hätte ich gern mehr rund um den Kult eingebracht, und ein Mitspieler meinte später auch, er hätte gern mehr von der Stadt gesehen und dort noch ein bisschen was erlebt. Rückblickend wäre das sogar sinnvoll gewesen, aber mir war zu dem Zeitpunkt auch nicht so bewusst, dass Städte in Zukunft Mangelware werden würden und hatte darum nicht mehr Zeit in Weißthron eingeplant.

Der Endkampf ärgert mich immer noch ein bisschen. Kippt die olle Hexe einfach so um. 🙁

Band 3

Knapp 28 Stunden in 10 Sessions verbrachten wir mit dem dritten Buch.

In diesem Band mussten sich die Charaktere erstmals durch eine neue Konfiguration der tanzenden Hütte bewegen und sich entsprechend orientieren. Gleichermaßen hilfreich wie verwirrend waren dabei ein paar mystische Raben. Ordentlich erschreckt wurde Isirian von einem belebten Albtraum.

albtraumNach einigen Irrungen und Wirrungen erkundeten die Charaktere dann die Dvezdamarsch und fanden irgendwann auch heraus, dass sie sich zwar noch auf Golarion, aber in Iobaria befanden. Ein Landstrich, den quasi keiner kennt. Hier gab es jede Menge Frostriesen und die friedlichen Zentauren. Letztere hatten sogar eine Stadt im Angebot (die ich selbst erstellt hatte), sodass wir sogar eine Shoppingsession einbauen konnten.

Und danach ging es in einen unglaublich großen Dungeon mit allerlei „Leuten“ darin. Das reichte von halbverwesten Hunden über Forlarren-Vivisektionisten bis hin zum Endkampf in der Äonengrube natürlich, wo man sich einem bösartigen Zentaurenkleriker stellen musste. vsevolod

An dieser Stelle gab es dann auch Verstärkung für die Gruppe, denn mittendrin gab es leider wieder einen Charaktertod, nach dem wir entschieden, nicht nur den Charakter gegen einen anderen zu ersetzen, sondern nun doch auch einen weiteren Spieler mit ins Boot zu holen. So kam Lex, mit dem ich schon seit Jahren spiele, als Paladin Sir Duncan mit dazu.

Fazit Band 3:

Ich freue mich immer noch über die Stadt der Zentauren, die im Band selbst eher eine Hintergrund-Infonotiz ist, und die ich dann selbst erdacht und eine Karte dafür erstellt habe. Ist auch die hübscheste Karte geworden, die ich bislang so zustande bekommen habe. Und gelohnt hat es sich auch, denn ganz ehrlich: Mit der Gruppe hat auch eine Shoppingsession wie diese (übrigens Session 5 dieses Bandes) unheimlich viel Spaß gemacht. 🙂

Der riesige Dungeon ist mir hingegen unglaublich auf den Sender gegangen. Ab Session 5 ging es in den großen Dungeon, und das, wo ja im Grunde bei der Hüttenkonfiguration zu Beginn auch schon ein mehr oder weniger klassischer Dungeon mit dabei war. Das große Ding war nicht gut aufbereitet und hat mich einiges an Arbeit gekostet, um das Ganze sinnvoll in Roll20 einzubasteln. Auch die völlige Unberechenbarkeit, wohin die Charaktere nun gehen könnten, war anstrengend.

Aus den Rückmeldungen kam mehrfach, dass die Spieler durch sehr unterschiedliche Stimmungen in unterschiedlichen „Räumen“ des Dungeons verwirrt waren. Das freut mich immerhin, denn das ist Teil der geplanten Szenerie.

Unter dem Strich hat mir dieser Band insgesamt am wenigsten gut gefallen bislang. Da war viel Unruhe drin, fand ich, und es fehlte an dem für Spieler und auch Zuschauer erkennbaren roten Faden, glaube ich. Den gibt es, ist alles nett und schlüssig im Buch beschrieben, aber nur die Hälfte davon lässt sich auch wirklich sinnvoll ins Spiel einbringen. Alles andere sind Hintergründe, die nett zu lesen sind, aber eben nicht viel bringen im Spiel.

Band 4

Knapp 29 Stunden waren wir im vierten Band des Abenteuerpfades unterwegs.

Die neue Konfiguration der Hütte führte die Gruppe – sehr zur Freude von Isirian und dem Pony Rübe – in einen großen Garten. Natürlich gab es dort auch einige Kampfbegegnungen, die von sprechenden Katzen bis hin zu cthulhoiden Wesen reichten, bis die Charaktere schließlich den Ausgang entdeckten.

Zuvor jedoch befreiten sie einen sozusagen intergalaktischen Händler aus einem Rubin, was ihnen seitdem die Möglichkeit gibt, auch ohne Städte unterwegs einige Dinge zu kaufen oder zu verkaufen.

nevraHinaus in die Schneelandschaft getreten – wohin auch sonst? – irrte die Gruppe kurz durch die fremde Landschaft des Planeten Triaxus, bis sie auf eine triaxianische Kämpferin und ihren Verbündeten des Drachenvolks trafen. Bescaylie, wie die gute Dame hieß, brachte die Gruppe in die Hornwallfestung, wo sich die Helden dem Kampf gegen die Angreifer aus den Dralanden anschlossen.

Natürlich gab es auch hier wieder reichlich zu kämpfen, immerhin handelte es sich um eine versuchte Eroberung der Festung. Doch es gab auch beschauliche Momente, wie beispielsweise der geschlossene Reiterbund zwischen einem der Charaktere und einem NSC des Drachenvolks namens Nevra.

Doch schon zügig ging es weiter durch Schnee und Eis bis zu einer Gletscherkluft, die einen spirituellen Wert für einen Stamm der Adleten, humanoiden Wolfswesen, hatte. Hier galt es, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Relikte eines Adleten-Ahnen zu finden und zugleich einen verborgenen Eingang in die Festung des Drachen Yrax, um den nächsten Schlüssel für die Weiterreise mit der Hütte zu erlangen.

Natürlich gelang der Gruppe beides, und mehr noch, fand Isirian auch ein neues „Haustier“, bevor die Gruppe buchstäblich mit dem Kopf durch die Wand ging und in der Küche der Festung landete, wo ihnen eine Nereide ein paar wertvolle Tipps für das weitere Vorgehen gab. Allerdings erst im zweiten Anlauf, nachdem die Gruppe sich gegen eine ganze Horde von Konstrukten zur Wehr setzen musste. yrax

Der restliche Weg durch die Festung war danach allerdings beinahe ein Kinderspiel, und der alte Drache Yrax konnte schließlich zu Fall gebracht werden.

Fazit Band 4:

Der vierte Band hat mir wieder besser gefallen als der dritte. Die beiden enthaltenen dungeonartigen Strukturen waren überschaubar, und die Anfangsschlacht, durch die die Charaktere Siegpunkte erringen konnten, die letztlich das Endergebnis beeinflussten, war mal was anderes.

Natürlich mochte ich die ruhigen Szenen in der Festung, das Reden mit NSC, den geschlossenen Reiterbund und all diese Kleinigkeiten unheimlich gern. Das war beschaulich und entspannend zwischendurch. 🙂

Auch der Kampf gegen die Konstrukte vor allem hat mir gut gefallen, weil es endlich mal wieder ein Kampf war, der länger andauerte und nicht gleich innerhalb von 2-3 Runden entschieden war. Das ist mittlerweile, wo die Charaktere auf Stufe 12/13 und insgesamt gut aufgestellt sind, selten geworden. Für mich steht da der Vorbereitungsaufwand in keinem Verhältnis zu dem Kampf, wie er dann letztlich stattfindet, was echt schade ist.

Ui, einen kleinen Retcon hatten wir in diesem Band auch mal, weil ich etwas Wichtiges vergessen hatte. Zuvor war ich SO gespannt darauf gewesen, wie sich eine bestimmte Sache im Spiel auswirken würde und dann … hatte ich sie vergessen. Hmpf.

Ab hier wieder völlig spoilerfrei!

Ausblick

Wir machen jetzt erst einmal eine Pause, bevor wir mit dem 5. und damit vorletzten Band starten. Das wird diesmal eine längere Pause, denn es stehen verschiedene RL-Sachen bei 2-3 Leuten an, die einen längeren Break sinnvoll machen. Genau genommen werden wir erst Ende Februar 2018 weiterspielen, vielleicht auch erst im März.

Dennoch gab es diesmal eine Vorbesprechung, weil der 5. Band sich von den anderen inhaltlich doch sehr abhebt. Das beinhaltet einmal einige neue/zusätzliche Regeln, doch inhaltlich gab es auch ein paar Dinge zu besprechen, weil es im nächsten Band ein paar Aspekte gibt, die wir schlichtweg nicht (so) spielen wollen. Ich bin also gespannt, wie sich das in der Vorbereitung und später im Spiel so machen wird.

Wenn abseits der Umbrüche zum Jahreswechsel sonst keine größeren Ausfälle zu erwarten sind, könnten wir den Abenteuerpfad zum nächsten Jahreswechsel tatsächlich beenden, wenn auch eher Januar/Februar 2019 als um Weihnachten 2018 rum. Mal sehen. 🙂

Schon öfter kam die Frage auf, ob wir danach was anderes zusammen spielen, ob wir danach einen weiteren Abenteuerpfad zusammen spielen oder irgendwas in der Art.

Was mich betrifft, so kann ich mit Sicherheit sagen, dass es danach keine weitere Pathfinder-Runde mehr für mich geben wird. Auf den ersten paar Leveln ist das alles noch ganz nett und ich kann mich auch nach wie vor für vieles aus dem Fluff von Pathfinder begeistern. Danach wird das Spiel aus meiner Sicht aber immer absurder, und generell regeltechnisch werde ich damit niemals warm werden. Will ich auch einfach schon längst nicht mehr, weil ich für mich nicht sehen kann, wozu ich mir das antun sollte.

Ich bin unglaublich stolz auf diese Runde, die nun schon seit über 2,5 Jahren regelmäßig zusammenfindet, obwohl man Onlinedingen ja immer so eine kurze Beständigkeit nachsagt. Ich bin unglaublich dankbar für diese Gruppe und diese Gruppenkonstellation, und das auf mehreren Ebenen. Wir verstehen uns outgame allesamt gut, es passt ingame gut zusammen – mehr kann man nicht wollen, oder?

Sogar einen Neuzugang mitten in Band 3 und einen Charakterwechsel hat diese Gruppe einfach so weggesteckt und schon 1-2 Sessions später glaubwürdig so gespielt, als wäre die Gruppe nie eine andere gewesen. Jeder gibt sich Mühe, seinen Charakter (und dessen besondere Merkmale) einzubringen, die anderen mit im Spiel zu halten, Szenen zu beschreiben, im Dialog zu bleiben … ich finds wirklich toll. Vielen Dank an euch; ihr seid super! 🙂

Na gut, wäre es nicht Pathfinder, wäre es vielleicht noch ein kleines bisschen perfekter, kann sein. Aber dann wäre es auch nicht die Winterkönigin, die ich vor 4 Jahren so sehnsüchtig unbedingt leiten wollte. Und das tue ich. Immer noch. Noch eine ganze Weile. Und ich freu mich drüber, sehr sogar.

Wer übrigens mal reinsehen will: Die 126 Stunden gibt es zum Nachsehen. Das schafft ihr bis Februar. 😀

 

So viele Spiele, so wenig Zeit

Vorgestern habe ich mir mal den Spaß erlaubt, spontan eine Liste zu erstellen. Notieren wollte ich darauf alle Spiele, auf die ich genau jetzt gerade im Moment Lust hätte, sei es, sie zu spielen oder zu leiten.

Das Ergebnis zeigt zugleich eine große Begeisterung und eine (darauf folgende) ebenso große Ernüchterung. So viele Spiele, so wenig Zeit.

Zunächst fanden 20 Spiele ihren Platz auf der Liste, die auch in der Printversion hier stehen. Es folgten 3 Spiele, die ich nur in PDF-Form habe.

Nach einigem Grübeln habe ich mich dazu entschließen können, 4 Spiele doch wieder zu streichen.

Bleiben: 19 Spiele, die ich zumindest alle gerne in absehbarer Zeit (und/oder schon lange) über mehrere Sessions oder Kampagnenlänge spielen wollen würde, und keines davon wird aktuell (so wirklich) von mir bespielt.

Puh.

Hm? Achso, jetzt seid ihr neugierig, um welche Spiele es geht? Dann liste ich sie doch glatt mal auf (Reihenfolge zufällig), zumal ich gespannt bin, was ich davon in einem halben oder einem Jahr tatsächlich mal gespielt haben werde: Continue reading