So, Feierabend. Teil 5. Zukunft

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Der letzte Teil dieser Artikelreihe. Puh. Aber ich hab schon beim Schreiben gemerkt: Das hat gut getan, das hat sortiert, da kann ich jetzt nen Abschluss bringen.

Also, los geht es mit den Plänen. – Wem der Kontext fehlt: Hier gibt es Artikel Teil 1, Artikel 2, Artikel 3 und Artikel 4.

Zunächst einmal können mich bestimmte Dinge bei mir oder bei anderen noch so sehr ärgern; es bringt absolut nichts, genau das zu tun. Andere(s) kann man sowieso nicht ändern, bleibe also ich selbst übrig.

Konsequenz aus Teil 1 (Nostalgie. Awesome!)

Wenn ich mehr oder andere Inhalte in Blogs haben möchte, sollte ich damit anfangen, solche zu schreiben. Wenn ich „Rezensionen“ haben möchte, die anders aussehen, kann ich damit anfangen, selbst welche zu schreiben. Wenn mich der Stil einer Community nicht anspricht, muss ich mich da nicht aufhalten (teils im Vorfeld ja schon umgesetzt). Wenn ich nach den Regeln spielen will, kann ich das machen – und damit trotzdem (oder gerade deswegen manchmal?) auch andere begeistern.

Konsequenz aus Teil 2 (money, money, money)

Ich hab ohnehin im Blog und auf Youtube nix irgendwie monetarisiert und ich will das auch nicht. Darum ist der Podcast-Patreon mir eigentlich von Anfang an auch ein Dorn im Auge. Nachdem da hohe Belastungen für mich wegfallen, ist es jetzt aber auch nicht mehr „notwendig“. Ich bin allerdings sehr dankbar dafür, dass da ein paar Leute unterstützt haben, und das selbst nach längerem Ausfall und viel weniger Output als an sich angedacht. Und ich bin megafroh, dass ich nun „back to the roots“ kann.

Konsequenz aus Teil 3 (Influencing & Bohnenkultur)

Ich möchte andere für Rollenspiele interessieren und bestenfalls begeistern. Und ich werde auch zukünftig sehr gern helfen, wenn mich jemand fragt, und gerne kann man auch mal mitspielen. Offen nach interessierten Teilnehmer*innen fragen werde umgekehrt ich allerdings zukünftig abseits von Cons nicht mehr, und ich reiß mir auch kein Bein mehr aus, um für irgendwen irgendwas möglichst zeitnah aus dem Boden zu stampfen. Ich bin Rollenspielerin und keine Dienstleisterin.

Konsequenz für Youtube

Ich hab (mittlerweile) durchaus Zeiten, die ich abzwacken kann und anders nutzen könnte. Müsste ich bloß alles mal gescheiter planen.

Natürlich steht ausgerechnet jetzt die große Urlaubszeit bevor, aber spätestens ab August werde ich mir die 3 Videos/Streams pro Woche mal ernsthaft vornehmen und mir überlegen, wie ich das hinkriege. Lesezeiten in Foren, Discords und Co. zu reduzieren hilft da ganz sicher. 😉

Konsequenz für den Podcast

Auch hier werde ich mich hinsetzen und das Ganze in ein verändertes Konzept gießen. Immer noch Stechginster, immer noch Splittermond, immer noch Fantastik. Aber anders. Da fällt mir schon was ein. Hier ist auch eine vernünftige Planung wichtig, denke ich.

Darum nehme ich mir hier etwas mehr Zeit und werde schauen, dass ich im September dann mit einem veränderten Konzept um die Ecke komme.

Und ich werde das machen, was mir einige eigentlich schon von Anfang an geraten hatten: Ich werde den Podcast hier integrieren und die separate Domain entweder abgeben oder umleiten. Die paar Blogbeiträge dort werde ich nach und nach hier einpflegen. Ist dann quasi doppelt, aber ich verteile sie auch brav, und so viele sind es nicht.

Den eigenen Twitteraccount wird der Stechginsterpodcast aber behalten.

Konsequenz fürs Blog

Wie oben schon geschrieben, nehme ich mir das Bloggen ab jetzt mal wieder wirklich zu Herzen. Ich hab ja lang und breit erklärt anfangs, wie gerne ich das mache und auch bei anderen lese.

Ich werde also jetzt wirklich (auch schon mehrfach vorgenommen) relevanten Youtubekram von mir hier in Blogposts verpacken (plus Text natürlich).

Außerdem werde ich mir ab sofort selbst in den Hintern treten und zumindest ab August die 10 Dinge zum 10. mal mitmachen. Mit der Blog-O-Quest klappt es ja schon ganz gut aktuell, aber meine Karnevalsteilnahmen sind auch mehr als mau. Das wird sich ändern.

Die 10 Dinge sowie der Karneval sind dann erst mal Fingerübungen, um mal wieder ins Schreiben zu kommen und wirklich mal mehr und vor allem regelmäßiger Artikel zu bringen. Mal schauen, was da so kommen wird.

Und ich nehme mir mal ganz verwegen vor, in Blogs selbst wieder mehr zu kommentieren, jawohl.

Konsequenz für die „Community“

Schlicht und ergreifend: Ich werde mich (noch) mehr rausziehen. Noch weniger diskutieren, viel weniger lesen (in Foren und Discords vor allem).

Natürlich werde ich weiterhin interessante Blogartikel lesen, mich mit Leuten austauschen und sowas (wäre mir sonst auch zu öde), aber ich werde Zeit und Nerven nicht mehr auf Grundsatzdiskussionen und -erklärungen verschwenden, auch nicht als Leserin. Es bringt einfach nix und ist, selbst wenn zuvor erfragt, im Nachhinein dann doch nicht so wirklich erwünscht. Sollen alle machen, wie sie meinen. Mache ich auch. Kann man auch nebeneinander her.

Konsequenz für Werbung

Bleibt eigentlich, wie es bislang auch war. Nur ohne mir auch nur vorzunehmen, da mehr zu machen. Scheiß drauf.

Konsequenz für Social Media

Die Krux ist ja – hat man vermutlich beim Lesen der Reihe auch gemerkt -, dass mich das Thema insgesamt, als Phänomen und natürlich auch bezogen auf Youtube, durchaus interessiert. Darüber hinaus aber nicht. Abseits von Youtube/Streaming hab ich da also ein durchweg passives Interesse.

Daraus folgen für mich zwei Dinge:

  1. Ich werde die entsprechende Kategorie hier auf dem Blog umbenennen, aber bleiben wird sie. Ich finde diesen Bereich des Rollenspiels durchaus spannend, ist ein größerer Teil meines eigenen Rollenspielhobbys, und damit gehört das für mich hier auch rein. Inwiefern … muss ich gucken. Ich stelle mir vor, dass da nicht nur „Blognews“ reinkommen, sondern vielleicht auch mal ein paar weiterführende Infos zu Videos/Streaming und Co. Keine Ahnung, ob das irgendwen interessiert, aber das seh ich ja dann (dürft ihr mir aber auch vorab gerne rückmelden 😉).
  2. Den ganzen sonstigen Krempel nehme ich raus. Hab ich hier auf dem Blog bei der Neugestaltung im April ohnehin schon gemacht, aber da tummeln sich noch zu viele Links in meiner Infobox bei Youtube. Das kommt da auch weg.

Zum bisherigen Feedback

Abschließend möchte ich gern noch ein paar Worte zum bisherigen Feedback verlieren. Dass da so viele Rückmeldungen kommen, hat mich überrascht. Dass sich viele davon in den Artikeln wiedergefunden haben, hat mich ebenfalls überrascht. Tat mir aber auch gut zu erfahren. Da fühle ich mich gleich nicht mehr so allein auf weiter Flur. 😉

Einige haben sich kurz gefasst, andere länger in ihren Rückmeldungen. Viele haben diversen Sachen zugestimmt, einige waren neutral, manche*r hat das „Problem“ nicht verstanden (vorrangig, weil sie den Social Media-Kram eben nicht direkt zum Rollenspiel zählen). Es war allerlei dabei.

Tatsächlich gab es auch Tipps und eigene Ansätze, was ich richtig klasse fand.

Ich hab aus den ganzen Rückmeldungen sehr viel aus verschiedenen Blickwinkeln mitgenommen und freue mich unheimlich, dass hier und da Diskussionen zustande gekommen sind und sich Leute Zeit für teils echt umfangreiches Feedback genommen haben.

Besonders gefreut habe ich mich über Beiträge von Leuten, von denen ich quasi schon ewig nix mehr gehört und gelesen habe (hallo, Averan), und ich fand Glorias Ansatz (Nerd-Gedanken) super, immer in Artikeln auch irgendwas mitgeben zu wollen. Ja, ja, hat sie nicht erfunden, diesen Ansatz, weiß ich. Aber ich finde, dass man ihn in ihren Beiträgen auch immer tatsächlich entnehmen kann, diesen Ansatz, sie den also auch konsequent umsetzt. Und sowas finde ich klasse. (Awesome! 😉 )

Und ich finde toll, dass sich bis auf in 1-2 „mäßigen“ Fällen keine*r persönlich ans Bein gepinkelt gefühlt hat, denn das war auch nicht meine Intention. Ist aber auch nicht selbstverständlich (leider), darum möchte ich auch das gerne als positive Sache, die ich aus dieser Blogreihe mitnehme, noch mal extra erwähnen.


Tja, sooo viel Text und dann sind die Schlüsse doch alle recht einfach zu ziehen. Vielleicht aber auch, weil ich mich so lang und breit darüber ausgelassen habe. Wie eingangs schon geschrieben, war mir das zu Anfang nicht alles SO klar. Hat also genutzt. Mir zumindest. Euch ja irgendwie vielleicht auch, keine Ahnung.

Ich würde mich über Feedback dazu in den Kommentaren, auf Twitter oder bei rsp-blogs.de wirklich freuen. Vielleicht seht ihr das alles anders, vielleicht fällt euch noch was ein, vielleicht habt ihr noch weitere Ideen? Immer raus damit. Und immer schön weiter bloggen und Co. 😉

4 Kommentare

  1. Oh wie lieb! Ich danke dir!
    Ich habe mich in allen deinen Beiträgen stellenweise irgendwo wiedergefunden und sehe vieles ähnlich wie du. Die Konsequenzen, die du daraus ziehst, klingen alle aber sehr vielversprechend, scheinbar hat dich das Niederschreiben des ganzen Frusts motiviert, was nur positiv sein kann.
    Die Beiträge zu lesen hat mich übrigens auch motiviert, zu vielem, aber vor allem auch dazu mehr zu kommentieren, ich muss für mich nur noch einen Weg finden, wie ich auf dem laufenden bleibe und das für mit irrelevante ausblenden kann und das ist bei der Masse da draußen gar nicht so einfach.
    Ich werde mir mal am Wochenende auf der FeenCon ein paar Gedanken zu machen und mich vielleicht noch mit einer einen oder anderen Person dazu austauschen.
    Ich danke dir auf jeden Fall für einen Einblick und bin auch froh nicht allein zu sein auf weiter Flur 😉

  2. Ich wollte jetzt mit Erscheinen des 5ten Teils der Reihe auch etwas dazu schreiben.

    Im großen und ganzen sehe ich folgende Punkte:

    Das Hobby ist und wird (wie unser alltägliches Leben auch) massiv durch das Internet geprägt. Das hat Vorteile, wie bspw. die Verfügbarkeit von Diskussionssträngen an denen man potentiell gestaltend teilnehmen kann, wie auch Nachteile, wie z. B. die sinkede Qualität von Beiträgen (was nicht unbedingt mit dem sinkenden Niveau des Publikums zu tun haben muss, sondern mehr Leute, bedeutet mehr Durchschnitt).

    Oder manches ist direkt ambivalent: Die Fülle an Information sorgt schneller für Sättigung bzw. das Gefühl „kenn ich schon, hab ich schon“.

    Desweiteren: Viele neue Menschen stoßen zum Hobby. Das bringt es auch mit sich, dass viele neue Interessengruppen in’s Hobby kommen.
    Die Gründe, Motive derer, die zum Rollenspiel kamen waren damals vielleicht homogener als heute. Und mit dem Internet und den Möglichkeiten, sich zu inszenieren und der breiteren Basis der Hobbisten, ist es nicht unwahrscheinlich, dass es einige gibt, die das Hobby als Vehikel für etwas nutzen, das man selbst nicht unterstützenswert findet.

    Ganz neu ist die Gruppe der „Zuschauer“. Das ist etwas, dass es IMHO so noch nicht gegeben hat: Man spielte oder man leitete. Aber es wahr selten, dass man zusah. Entsprechend kommt mit diesen Konsumenten – während man die Spieler/GM eher als Produzenten sehen könnte – eine ganz andere Erwartungshaltung an alle Beteiligten.

    Und je nach Motivation und Zweck kommen auch Fragen zur Inszenierung, Monetarisierung etc. auf. Hinzu kommt für viele auch die neue Währung „Aufmerksamkeit“ – gekoppelt oder nicht an Geld, je nachdem.

    Das kann man super spannend oder furchtbar schlimm finden – vermutlich liegt man irgendwo dazwischen.

    Wie überall heutzutage hilft zum einen zu wissen, was man auf keinen Fall will. Und den Rest priorisiert man durch: von manchem will man mehr und manches eben nicht mehr.

    Aber so lese ich auch Dein Fazit.

    Danke für den Einblick ☺️

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