[DnD 5] Storm King’s Thunder: Session 4

Weiter geht es mit der nächsten Session. Da ich mit den Spielberichten ziemlich im Verzug bin, während ich diesen hier tippe, bekommt ihr als Leser den nun schneller, als wir tatsächlich gespielt haben.

Eigentlich handelt es sich bei der Kampagne ja um eine wöchentlich stattfindende Runde, diesmal hatten wir allerdings ganze 5 Wochen Sendepause dazwischen.

Was geschah in Session 4?

Am Ende der letzten Session surrten bereits die ersten Pfeile, sodass es nach der Zusammenfassung des bisher Geschehenen gleich an die Initiative ging.

Da sich vor allem Ammon, der Valkur-Kleriker, nun wirklich nicht um Heimlichkeit bemüht, laut spricht und zudem noch ein leuchtendes Schild trägt, wurden sofort nicht nur Goblins auf den Vorsprüngen, sondern auch zwei Oger auf die sich nähernde Gruppe aufmerksam.

Damit nicht genug, entpuppte sich die ölige Substanz an Ferdinands Dolch aus der letzten Session als puddingartige Masse, die der Gruppe auch noch von hinten das Leben schwer machte. Im wahrsten Wortsinn übrigens, denn der junge Halbling Anri ging gleich vom ersten Angriff dieser Masse zu Boden.

Auch die anderen hatten trotz ihrer Kampfkraft so ihre Probleme, und so blieb es fast eine reale Stunde lang richtig spannend.

Nachdem die Gruppe wahre Berge an Leichen aufgetürmt hatte, interessierte sich auch die puddingartige Substanz nicht weiter für die Charaktere. Derweil sie sich an dem Körper eines der Oger gütlich tat (bis die Charaktere ihm den Garaus machten), schlich Ferdinand weiter durch die Dunkelheit und erledigte weitere lauernde Goblins mit gut gesetzten Überraschungsbolzen.

Meru’uk wagte sich zwischenzeitlich in eine weitere Höhle, wo sie gleich zwei Dutzend Gefangene entdeckte. Sie lotsten die Überlebenden des Dorfes, als die sie sich entpuppten, aus der Höhle heraus, organisierten ihre Rückkehr nach Nightstone und entschieden sich ihrerseits, erneut in die Höhle zurück zu gehen. Alle paar Stunden hatten die Goblins wohl jemanden aus der Menge herausgeholt. Niemand davon war zurückgekehrt. Was also, wenn es noch weitere Überlebende gab? Nach einer kurzen Rast konnte es losgehen.

Sie entdeckten als nächstes die Lager von sehr jungen und sehr alten oder kranken Goblins. Während Ferdinand einen davon zuvor bereits getötet hatte und ganz klar der Ansicht war, sie seien alle zu töten, legte die Paladina ihr Veto ein. Sie bestand darauf, es den Göttern zu überlassen, über diese Goblins zu richten. Nach einiger Diskussion setzten sie die Suche nach weiteren Überlebenden fort.

Schließlich standen sie dem Anführer der Goblins selbst gegenüber, außerdem einem halben Dutzend Riesenratten und weiteren Goblins. Ammon entledigte sich der Ratten mit einer einzigen Donnerwelle und legte damit den Blick auf eine frische Leiche frei. Diese Frau, wohl eine der Dörfler, wies zahlreiche Bissspuren auf. Offenbar störten die Charaktere gerade eine Mahlzeit …

Nachdem die Gruppe die verbliebenen Goblins mitsamt Anführer ausgelöscht hatte, fanden sie immerhin noch eine weitere Überlebende: Daphne Featherstone.

Mit ihr zusammen kehrten sie nach Nightstone zurück.

Wie lief es in Session 4?

Endlich ging es in den (zumindest von mir) ersehnten Dungeon. Juhu!

Zu Anfang sah alles vor allem kritisch aus und ich rechnete eine ganze Weile damit, dass diese Session in einem TPK enden würde. Das machte das Ganze aber natürlich auch entsprechend spannend

Und obwohl diese Session erwartungsgemäß vor allem kampflastig war, gab es auch einiges über die Charaktere zu lernen.

Gerade bei Ferdinand zeigte sich, dass ihn der Verlust Rubyls und der Umgang der anderen damit durchaus beschäftigte. Meru’uk traf in dieser Session ein zweites Mal eine Entscheidung nicht, sondern überließ sie den Göttern, wobei sie sowohl eine gewisse Sturheit erkennen ließ als auch zeigte, dass ihre Ausbildung noch nicht allzu lang zurück liegt und sie schwierige Entscheidungen eben nicht aus dem Ärmel schüttelt (was ich sehr sympathisch fand).

Nach dem Befreien der Gefangenen hätten alle auch sofort ins Dorf zurückkehren können, zeigten sich aber lieber heldenhaft und wollten auf Nummer Sicher gehen, was mögliche weitere Gefahren für Nightstone und möglicherweise übersehene Gefangene betraf. Hat mir auch gut gefallen.

Hier noch der Link zur Session, falls ihr sie selbst sehen wollt:

Jubiläumsstream & Anstehendes

Fast ist es geschafft und ein neues Jahr beginnt. Da wird dann natürlich alles besser. Klar, oder?

Jubiläumsstream

Vorher gibts bei mir allerdings noch einen Livestream, und zwar einen Sabbelstream am 31.12.18 ab 18 Uhr.

Eigentlich war mein Youtube-Jubiläum bereits im November, aber da das Ganze leider ausfallen musste, möchte ich das zumindest noch 2018 „zelebrieren“.

Es wird einen Rückblick 2018 geben, aber auch einen Blick auf die letzten 5 Jahre Youtube, Entwicklungen, Veränderungen und so weiter.

Und natürlich wird es einen Ausblick auf 2019 geben. Da soll sich so einiges verändern, und Diverses werde ich im Stream dann schon mal anteasern.

Meinen Blog werde ich dabei übrigens auch zumindest kurz einbeziehen. Ansonsten gibts Blogrelevantes natürlich 2019 dann hier an Ort und Stelle. 😉

Livestreams im Januar

Die Livestream-Übersicht habe ich mal aktualisiert und hoffe, die zahlreichen Ausfälle von 2018 finden jetzt ihr Ende. Wenn also alles gut geht, stehen über zwei Dutzend Spieltermine im Januar an. Yay!

 

[DnD 5] Storm King’s Thunder: Session 3

Mit einer Woche Pause ging es mit ein wenig zeitlicher Verspätung weiter mit der nächsten Session von Storm King’s Thunder. Falls ihr jetzt erst einsteigt, könnt ihr euch noch den Bericht zu Session 1 und zu Session 2 durchlesen.

Was geschah in Session 3?

Der erste Blick dieser Session ging nicht nach Nightstone, sondern nach Waterdeep. Dort erhielt eine junge halborkische Paladina den Auftrag, sich nach Nightstone zu begeben. Man habe schon länger nichts mehr vom Lathander-Priester des Ortes gehört. Und so machte sich ein noch unbekannter Charakter namens Meru’uk Grimmguard auf den Weg …

In Nightstone war die Stimmung nach den vorangegangenen Ereignissen deutlich gedrückt. Dennoch machten Ferdinand und Anri sich gemeinsam auf den Weg, um sich noch weiter durch das Dorf zu schleichen. Einmal, um einen Überblick zu bekommen, zum anderen aber vor allem, um vor weiteren Gefahren gewarnt zu sein.

Sie entdeckten eine Schreiberstube, in der sich eine geflügelte Katze verschanzt hatte. Diese musste erst einmal zurückbleiben. Anri untersuchte einen der Wachtürme, wo er drei Phiolen entdeckte. Ferdinand warf derweil einen Blick in ein von Goblins durchsuchtes Farmhaus, bevor sich beide gemeinsam auf den Weg zu einem größeren Haus machten. Dort war die Tür verschlossen und mit zahlreichen Runen in offenbar infernalischer Sprache versehen, sodass sich die beiden lieber zum nächsten Haus aufmachten. Ein kleines Haus mit zahlreichen Blumentöpfen und Kräutern wurde entdeckt. Eine lose Bodendiele konnte ausgemacht werden, unter der einige Gegenstände verborgen lagen. Anri erkannte die Einrichtung als Häuschen einer offenbar halblingischen Familie. Neben einem weiteren Farmhaus fanden die beiden im Verlauf auch einige von Felsen erschlagene Dorfbewohner.

Im Stall waren nicht nur Sättel, Zaumzeug und einige Kaltblüter zu entdecken, sondern auch ein Angreifer, der vom Heuboden aus auf Anri schoss. Diese Person stellte sich als Kella heraus. Während Ferdinand und Anri debattierten, wie weiter vorzugehen sei, entdeckten sie Ammon. Dieser hatte sich dazu entschieden, die Leichen von Rubyl und der Lady mit den Wachen zusammen zum Friedhof zu tragen. Ferdinand wies Anri an, dass sich alle gemeinsam am Friedhofseingang treffen sollen und verschwand Richtung Inn.

Ammon ließ sich von der Information einer schießenden Kella zunächst nicht von der anstehenden Bestattung abbringen. In eben diese platzte dann auch die eintreffende Meru’uk, die sich während der Zeremonie jedoch zunächst zurückhielt. Als Ferdinand schließlich zu den anderen stieß, war die Bestattung von Rubyl bereits erfolgt und misstrauisch beäugte er den halborkischen Neuankömmling.

Erst danach befasste man sich mit der auf dem Heuboden verschanzten Kella. Sie weigerte sich standhaft, den Boden zu verlassen, wohl ahnend, dass ihre Tarnung aufgeflogen sein könnte. Und in der Tat hatte Ferdinand in der vorigen Nacht ja ein Gespräch zwischen dem Anführer der Zhentarim-Eindringlinge und Kella beobachtet.

Ferdinand selbst machte sich daran, den Dorfeingang zu sichern und entdeckte hierbei die Leiche des Müllers, der sie von Waterdeep aus mitgenommen hatte.

In der Zwischenzeit konnte Kella dann doch noch festgesetzt werden. Unter den Augen der Wachen brachte man sie erst einmal im Schankraum des Inns unter.

Ammon bestattete noch die Leiche der Lady in der ihr eigenen Krypta, wo bereits jemand ihrer Familie vor längerem beigesetzt worden war. Derweil nahm Ferdinand noch immer höchst misstrauisch die Paladina genauer in Augenschein, bevor er selbiges mit Kella anging. Beim Durchwühlen ihrer Habe fand er einen kleinen Zettel. Neben einer angedeuteten Schlange war darauf „Sind auf dem Weg“ zu lesen. Triumphierend hielt er diesen Zettel Ammon unter die Nase. Dieser verschwand im Inn, um Kella zur Rede zu stellen.

Kella blieb dabei, sich keiner Schuld bewusst zu sein. Man habe lediglich Handelsoptionen vor Ort ausloten wollen. Nachdem die Festung erschienen und die Bewohner erschlagen oder geflohen waren, habe sie die anderen informiert. Der Plan sei gewesen, die Dorfbewohner bei ihrer Rückkehr schlicht mit geänderten Machtverhältnissen zu empfangen.

Ammon wies die Wachen an, Kella in der Burg von Nightstone festzusetzen, derweil die anderen die herrenlosen Pferde zu sichern begannen.

Schlussendlich machten sie sich allesamt beritten auf den Weg. Sie folgten den Spuren der Geflohenen in die Hügel, um die Dörfler zu finden.

Die Spuren führten sie auf einen solchen Hügel, wo sich ein kaminartiges Loch in die Tiefe erstreckte. Nach einigem Hin und Her sahen sich die Charaktere nach weiteren möglichen Eingängen um und wurden fündig. Sie fanden zwei Tunnel, die offenbar in die Höhle führten, einer davon flach mit Wasser angefüllt, ein anderer trocken.

Sie entschieden sich dazu, dem trockenen Tunnel zu folgen. Er verbreiterte sich schließlich in eine kleine Höhle mit Stalagmiten, von denen einer besonders imposant erschien, aber arm- bis beindicke Löcher aufwies. Zwei Wege führten aus der Höhle weg. Ferdinand stocherte mit seinem Dolch in den Löchern herum. Als er diesen hinaus zog, klebte eine ölige Substanz daran und der Dolch wies Rostspuren auf. Anri hörte einen kleinen plätschernden Wasserfall aus dem unteren weiterführenden Gang. Ammon hingegen hatte sich bereits weiter in den oberen Gang gewagt und die anderen folgten ihm schließlich.

Am Ende dieses weiteren Ganges öffnete sich eine sehr groß wirkende Höhle. Ammon leuchtete mit seinem Schild voran und schon surrte ein Pfeil in ihre Richtung.

Wie lief es in Session 3?

Diese Session war ein bisschen anspruchsvoll, weil einfach gleich mal ein neuer Charakter in die gegebene Situation kommen musste UND quasi zeitgleich noch die Bestattung des vorigen stattfand. Ging wohl nicht allein mir so, sondern den MitspielerInnen teils auch. Zumindest erklärt sich so, dass sich irgendwie niemand zunächst weiter um Kella kümmerte und auch die Vereinbarung, sich am Eingang des Friedhofs zu treffen, verloren ging. Das führte wiederum dazu, dass Ferdinand sich quasi verschanzte und die Bestattung ohne ihn stattfand. Fiel auch mir zu spät auf und war für den Spieler recht doof.

Zum Glück haben wir dann doch noch gemeinsam die Kurve bekommen und ich fand die Szene mit Kella recht interessant. Ich fand, sie hat sehr direkt und durchaus schlagfertig ihre Position dargestellt und gefestigt. Es war somit nicht möglich, sie einfach auszuschalten oder etwas in der Art. Nein, damit musste man sich irgendwie auseinander setzen. Fand ich gut. Und hat die Gruppe auch gut gelöst, wie ich finde.

Die Wut auf die Zhentarim an sich war immer noch deutlich spürbar. Auch abseits der Session bekräftigte die Gruppe, sich mit dieser Gruppierung auf jeden Fall zu gegebener Zeit nochmals beschäftigen zu wollen. Ich lese mich diesbezüglich also mal schlauer und werde mir Entsprechendes ausdenken.

Dass die Gruppe sich dann aufgemacht hat, um den Spuren der Dörfler zu folgen, hat mich diebisch gefreut. Tatsächlich bin ich schon seit Kampagnenbeginn gespannt auf den Dungeon. Dass sie am Ende der dritten Session nun zumindest schon mal die Schwelle des Eingangs hinter sich gelassen haben, macht mich entsprechend gespannt auf die kommende Session.

Auch hier der Link zur Session, falls ihr sie selbst sehen wollt:

RPG-Blog-O-Quest #039 – Ausblick 2019

Kurz vor Ende des Jahres mache ich dann doch mal wieder bei der RPG-Blog-O-Quest mit:

1.) Von der RPG-Top Ten-Liste des Goldenen Stephan kenne ich 10 Produkte. Am besten davon finde ich Mutant Jahr Null, weil das Spiel wirklich gut gemacht finde. Ich würde es wirklich gern mal wieder spielen. Bislang habe ich es lediglich geleitet (Genlab Alpha), aber zum Leiten ist es nicht das richtige Spiel für mich.

2.) Was erwartest Du mit Ausblick auf 2019 am meisten?

An Rollenspielprodukten? Hm, eigentlich nichts so wirklich. Höchstens, dass mich Sachen, die ich über Crowdfunding teils schon vor Jahren geordert habe, vielleicht endlich mal bei mir ankommen …

3.) Hast Du rollenspieltechnische Pläne für 2019? Eine neue Spielrunde, selbst ein Abenteuer schreiben etc.?

Natürlich, da ich ja großer Fan von Vorsätzen/Plänen am Jahresende bin. 😉

Dazu hab ich ja bereits schon einen Blogbeitrag verfasst, aber auch abseits dessen gibt es einige Rollenspielpläne.

So möchte ich tatsächlich ein paar Abenteuer mal zu Papier bringen. Dabei geht es mir einfach ums Aufschreiben an sich. Ich hab schon so lange einige Ideen im Kopf, die ich aber noch nie mal wirklich strukturiert aufgeschrieben habe. Das will ich 2019 unbedingt umsetzen.

Spielrunden wird es einige neue geben, zumal ich einige One-/Fewshots plane.

Und ich habe vor, 2019 sehr viel Rollenspielmaterial zu lesen.

4.) Gibt es für Deinen Blog (Youtube-Kanal etc.) ein Projekt, Teilnahme oder Artikelserie, die Du für 2019 ins Auge gefasst hast?

Wie in den letzten beiden Jahren auch nehme ich mir für das kommende Jahr vor, mehr/regelmäßiger zu bloggen.

Wichtig ist mir vor allem, dass mein Podcast regelmäßig weitergeht. Da wird sich 2019 wahrscheinlich auch einiges verändern, aber dazu später mal mehr, wenn ich Genaueres dazu parat habe.

Bei Youtube wird es natürlich auch weitergehen. Ich hoffe, dass wir die Pathfinderkampagne ungefähr im März nach über 3,5 Jahren abschließen. Und ich freue mich auf weitere Teile unserer DnD-Kampagne. Splittermond wird natürlich auch 2019 wieder ein Thema sein. Ich will mindestens ein neues Spiel anfangen, aber da gibt es – wie schon bei meinen generellen Favoriten für 2019 – bisher keine konkreten Pläne, sondern mehr einen bunten Strauß an Ideen.

5.) Spielst Du momentan in ein oder mehreren Kampagnen, die auch 2019 Fortsetzung finden?

Siehe Frage 4: Pathfinder und DnD 5E.

Bonus 1: Die Rocketbeans veröffentlichen ihr erstes RPG T.E.A.R.S. mit Hammerauflage. Wie stehst Du zum Phänomen Rocketbeans, kennst Du sie überhaupt?

Kenne ich schon, hab ich nur wenige Folgen von gesehen, interessiert mich jetzt nicht so. Dass sie einen solchen Erfolg haben und damit Rollenspiele ein bisschen bekannter machen, finde ich aber großartig und hoffe, dass es viele neue Leute ins Hobby bringen wird.

[DnD 5] Storm King’s Thunder: Session 2

Planmäßig eine Woche nach der ersten Session konnte es mit unserer neuen Kampagne weitergehen. Diesmal hielt uns nichts davon ab, nun wirklich mal 3 Stunden zu spielen … oder doch?

Was geschah in Session 2?

Nach gut 8 Minuten der erneuten Charaktervorstellung und der Zusammenfassung der letzten Session konnte es auch gleich wieder losgehen.

Zunächst kümmerten sich die Charaktere darum, einen gefundenen Beutel zu untersuchen und sich auf den Weg zum vor der Zugbrücke wartenden Müller zu machen. Diesem wollten sie in Hinblick auf die späte Stunde Bescheid geben, dass das Dorf nun offenbar sicher ist. Außerdem galt es noch, die mitgebrachten Schweinehälften unterzubringen.

Die Gruppe machte sich dann auf den Weg, Nightstone weiter zu erkunden, immer noch mit der leisen Hoffnung, weitere Dorfbewohner anzutreffen. Nach und nach wagten sie sich bis zur kleinen Festung vor, als Hufgetrappel am Dorfeingang Aufmerksamkeit auf sich zog. Sieben Reiter in praktischer, aber schicker Kleidung ritten ins Dorf und tauschten sich kurz mit Kella vor dem Inn aus. Schließlich trafen sie auf Ferdinand, der sich aus der Affäre ziehen konnte, indem er sich und seine Gefährten als  Dorfbewohner vorstellte, die keine Gefahr für die Berittenen darstellen. Diese verkündeten, das Dorf gehöre nun ihnen, derweil Ammon, der Kleriker, in der Festung tatsächlich auf einige Lebende traf. Ein paar eingeschüchterte Wachen hielten die Totenwache der verstorbenen Lady Nandar. Sie bestätigten die Informationen über das Geschehen, die Kella zuvor schon beschrieben hatte, und konnten dieses geringfügig ergänzen.

Ferdinand gelang es, sich zu den anderen zur Mühle zu schleichen, um diese vor den Reitern zu warnen. Allerdings zu spät. Die drei versteckten sich zwar in der Mühle, diese wurde jedoch von zwei der Eindringlingen genauer unter die Lupe genommen. Es kam zum Kampf, der schnell entschieden war. Die Charaktere zogen die beiden Leichen sicherheitshalber in die Mühle. Leider gab man den ihnen zugehörigen Pferden einfach einen Klaps, um sie von der Mühle weg zu leiten. Diese erreichten recht schnell den Marktplatz und machten durch ihr reiterloses Dasein auf sich aufmerksam, sodass die restlichen Eindringliche sich zügig auf den Weg machten herauszufinden, was mit ihren Gefährten geschehen ist.

Während Ammon sich mit den Wachen in der Festung anschickte, die Lady über die kaputte Verbindungsbrücke in Richtung Friedhof zu transportieren, entbrannte der Kampf an der Mühle erneut. Zunächst sah es ganz gut für die SC aus. Auch Ammon bekam schließlich das Geschehen mit und rannte los, um einzugreifen. Doch das Glück schien die Charaktere verlassen zu haben und die Fremden entpuppten sich als außerordentlich wehrhaft.

Am Ende des Kampfes standen die SC mit teils schweren Wunden da. Und ohne Rubyl, die von den Klingen des Anführers der Fremden geradezu zerstückelt worden war.

Wie lief es in Session 2?

Von den Basiseinstellungen her lief es in dieser zweiten Session schon viel besser.

Der Kampf gegen die Eindringlinge kam bei den Zuschauern teils nicht gut an. Liegt wahrscheinlich in erster Linie daran, dass dabei eben Rubyl gestorben ist. Sowas wird ja immer gemischt aufgenommen.

Die Grundvoraussetzungen für den Kampf waren eigentlich gar nicht mal so schlecht. Statt sich allen sieben gleichzeitig stellen zu müssen, konnten zwei separat sehr schnell von der Gruppe ausgeschaltet werden. Ausgerechnet bei den Nachfolgern inklusive ihres Anführers verließ sie dann allerdings das Glück. Die Würfel waren eher auf meiner als auf ihrer Seite. Sich in der Mühle verschanzt zu haben, war – auch ohne Mehlstaubexplosion 😉 – vielleicht auch nicht so ideal. Und zu guter letzt war der Anführer natürlich entsprechend kompetent und wirklich eine Herausforderung für sich.

Mir tat es auch sehr leid zu sehen, wie traurig die Mitspielerin über den Tod ihres Charakters war. Allerdings hatten wir vorab schon besprochen, dass Charaktere eben auch sterben können. Das war also Konsens der Gruppe. Und während der Session hat die Mitspielerin auch schon mit dem Bau eines Nachfolgecharakters begonnen. War also okay so – aber eben traurig. Schön fand ich allerdings, dass die anderen über den Tod auch nicht einfach weg gegangen sind, sondern ihn entsprechend würdigten.

Durch den Verlust war auch diese Session dann deutlich kürzer als gedacht und endete nach knapp mehr als zwei Stunden.

Sehr spannend war übrigens die auf die Zhentarim fokussierte Wut der Gruppe. In der Nachbesprechung wurde recht deutlich, dass man hier zumindest mittelfristig auf weitere Nachforschungen und auf Rache sinnt. Das kann noch spannend werden!

Wer sich die Session selbst ansehen möchte:

Der Winter naht!

teeWer Blog und/oder Youtubekanal von mir verfolgt, weiß sicherlich schon, dass die Monate von Oktober bis Januar meine liebsten sind. Ich mag die Zeit, wenn ein Tee einen wieder aufwärmt, man sich abends in Kissen und Decke so richtig schön einkuscheln kann, es früh dunkel wird, man wieder mit Kerzen und Co. beleuchten kann. Zeit für kräftige Düfte und Gewürze, Kuschelkakao und Punsch. Und was bei anderen später der Frühjahrsputz ist, ist bei mir die Zeit für umfassende Rückblicke und Planungen fürs Folgejahr.

In diesem Jahr bin ich schon ganz schön weit mit alldem. Ausnahmsweise mal, denn normalerweise schlägt im Dezember ja noch mal der Wahn an allen Fronten zu, sodass ich dann gar keine Zeit mehr dazu finde und alles ein bisschen gequetscht wird. Diesmal staut sich alles eher in Bereichen, für die man eine Stimme braucht (Podcast, Video), weil die meine knapp zwei Wochen lang nicht so wollte wie ich.

Die ominöse Liste

Im Juli 2017 habe ich nach und nach angefangen, eine Liste für die Spiele (und auch die Abenteuer) zu erstellen, die ich gerne spielen möchte. Generell, also unabhängig von Machbarkeit, Umfang und so weiter. Die weitere Sortierung erfolgt an anderer Stelle. Und mittlerweile klopft bei mir die Erkenntnis an, dass ich all das nicht nur in einem Jahr nicht werde abhandeln können, sondern auch nicht in zweien, nicht mal in fünf. Das macht mich ein bisschen traurig. Auf der anderen Seite gibt es mir wieder mehr Freiheiten für meine Planungen, gemäß dem Motto: Wenn es eh egal ist …

Aktuell enthält die Liste 26 verschiedene Spiele (und ist damit mal wieder angewachsen). Darunter gelistet sind aktuell 61 Abenteuer- und Kampagnenideen, genau genommen davon 16 Kampagnenideen. Ich bin sicher, ihr seht das Problem? Dass ich aktuell 2 lange Kampagnen leite und in einer spiele, macht es nicht gerade einfacher. 😉

Wohlgemerkt sind in dieser Liste mittlerweile nur noch die Sachen, die ich eigentlich gern in absehbarer Zeit spielen/leiten möchte. Es gäbe noch ein paar mehr Spiele für „irgendwann mal“.

Der Übersichtsplan für 2019

Nach langem Hin und Her und Überlegungen zusammen mit Tsu sieht der Plan wie folgt aus für 2019:

  • Eine lange Kampagne (1 Jahr und länger)
  • Eine kurze Kampagne (bis zu 10 Sessions)
  • mindestens 4 Oneshots (1-2 Sessions)
  • maximal 4 Fewshots (max. 4 Sessions)

Wenn man bedenkt, dass diese Vorgabe für jeden von uns beiden gilt (und Tsu eine eigene Liste mit gewünschten Spielen hat), ist das sehr viel, was da zusammenkommt.

Mir hilft diese Struktur bei der Planung ungemein, wie ich feststelle.

Kampagnen

Die Kampagnen zu planen, war am einfachsten.

Bereits gestartet sind wir mit Storm King’s Thunder und DnD 5, was entsprechend die lange Kampagne auch für 2019 ist und sein wird.

Aktuell läuft noch bis voraussichtlich Februar 2019 Pathfinder mit dem Abenteuerpfad Die Winterkönigin. Der Slot dann durch eine kurze Kampagne mit Splittermond abgelöst werden.

One- und Fewshots

Bei One- und Fewshots fallen alle Kampagnenideen aus meiner Liste schon mal raus. Ebenfalls raus fallen komplexe Spiele, weil das einfach den Aufwand für einen Oneshot nicht lohnt.

Abschließende Überlegungen dazu gibt es aber später. Das Jahr ist ja noch nicht rum.

Mit Sicherheit dabei sein werden aber: DSA 5, Splittermond und Space 1889.

Ansonsten gehen meine Präferenzen aktuell stark in Richtung KULT: Divinity Lost (was ich schon längst geleitet hätte, wenn ich denn mal SpielerInnen dafür finden würde …), Vampire 5th Edition, Geh nicht in den Winterwald, Symbaroum, One last Job, Old Slayerhand und Monsterhearts.

[RSP-Karneval] Rückblick zum Oktober 2018: Schuhe

Zack, ist so ein Monat auch schon wieder rum. Und so ist es Zeit, einen Blick zurück auf die Beiträge im Rahmen des oktoberigen Karnevals der Rollenspielblogs zu werfen. Das Thema lautete: Schuhe.

Der Themenvorschlag kam im Juni von d6ideas und ich fand das so schräg, dass ich mich des Themas angenommen hab – zumindest als Organisatorin.

Das erklärt in diesem Monat auch die – wie eigentlich immer – umfassende Teilnahme von d6ideas. Da gab es:

Und selbstredend gab es von d6ideas auch einen Karneval der Archive-Artikel.

Tatsächlich gab es aber doch so einige weitere teilnehmende Artikel im Rahmen des Schuhe-Themas.

dnalorsblog hat in seinem Beitrag zwar erst mal seine Ungläubigkeit zum Thema kundgetan und betont, dass das nur ein einziges Mal in 25 Jahren Rollenspiel ein Thema gewesen sei im Spiel, dann aber haut er tabellarisch mal eben 14 Schuhideen raus. Abseits dessen, dass die beiden enthaltenen orientalischen Macharten beide mit Diebstahl in Verbindung stehen, was ich ein bisschen unglücklich finde (Update: wurde auf aranisch geändert), finden sich in dieser Tabelle sehr amüsante Überlegungen aus allerlei Ecken und Sparten. Ich hab jedenfalls ordentlich geschmunzelt beim Lesen.

Timberwere hat ziemlich lange auf der Schuhsohle des Themas rumgekaut, bis ihr einige Plothooks rund um das Thema Schuhe eingefallen sind. Geboten wird jeweils eine Ausgangssituation pro Genre mitsamt mehreren Szenariovorschlägen dazu. Meine Favoriten daraus: Science-Fiction und Western.

Gloria von Nerdgedanken hat sich „Walking in my shoes“ zum Anlass genommen für 5 SpielerInnen-/SL-Tipps gegen Rollenspielfrust.

Bei Tilting my World orakelte man, ob das Thema des Monats eine Verarschung sein soll. Auflösung: Nö, aber ich hatte ursprünglich im Juni da ja auch erst noch mal nachgehakt *g*. Das Orakel hat dann aber dank der Musik schließlich aus Songs doch ganze sechs verschiedene Schuhe kreiert, die man als 1W6-Zufallstabelle nutzen kann. Oder einfach so. Mein Favorit: die Stilettos in die Hölle.

Apropos Zufallstabellen:

Aus den Ogerhöhlen kam auch eine Zufallstabelle, nämlich 1W10 verschiedene Schuhe. Ohne Schnick und Schnack, dafür Schuh. Gedacht für Cyberpunk 2020 oder Augmented Realities-Tabellen (also auch Cyberpunk-Style).

Und auch ich selbst habe es mal geschafft, endlich wieder einen Artikel für den Karneval zu verfassen. Herausgekommen sind 2W10 Dinge, in die man treten kann – für Splittermond.

Supergerm hat das Thema derweil ins Blutschwerter-Forum getragen, nämlich in den Boards für Deadlands: Hölle auf Erden, Mutant Chronicles und Warhammer 40k. Bei letzterem hat der Thread tatsächlich Seite 3 (!) erreicht und lässt sich in sozusagen epischer Breite über Absatzhöhen aus.

alter Schuh

Da ist also doch so einiges zusammengekommen. Insgesamt sind es 33 Artikel von d6ideas, 6 weitere Beiträge und 3 Forenfäden. Auch per Instagram erreichte mich ein Kommentarhinweis zum Thema Schuhe, den ich leider aber nicht mehr wiederfinden kann.

Vielen Dank an alle, die sich mit dem doch eher ungewöhnlichen Thema auseinandergesetzt haben. 🙂

Im November geht es nun mit „Das Böse“ bei stories & characters weiter.

Rollenspiel-NaNoWriMo … und ihr so?

Am 1.11. startet traditionell der NaNoWriMo, der National Novel Writing Month. National ist der schon lang nicht mehr, sondern mittlerweile eine riesige Community mitsamt Forum, Motivationsmails, Treffen an allen Orten und so weiter.

Worum geht es?

Es geht darum, im November ein Buch zu schreiben. Nicht mehr, nicht weniger.

Die Theorie dahinter ist, dass Leute, die gern schreiben, meist am Anfang hängen bleiben. Sie schreiben also eine gewisse Menge und machen sich dann an das Korrekturlesen, bevor es weitergeht. Und korrigieren. Und ändern. Und streichen. Und korrigieren …

Um diesen Kreis zu unterbrechen, entstand der NaNoWriMo. 50.000 Worte in 30 Tagen, also 1667 Worte pro Tag sind zu stemmen. Da bleibt keine Zeit für große Überlegungen, für Korrekturen und derlei. Also gilt es, einfach runter zu schreiben. Und genau das soll auch so sein.

Der Entwurf, der dann letztlich dabei steht, ist dann optimalerweise so umfangreich, dass man sich in Folge mit dem sonstigen Korrekturvorgehen nicht mehr so im Weg steht.

Darum geht es.

Hype

Schon im Oktober ist immer zunehmend zu bemerken, dass die Leute sich im Forum austauschen, ihre Geschichte planen, ja, sogar ihre zu trinkenden Teesorten für den November planen. Es gibt jede Menge Motivationsthreads und beispielsweise auch einen Twitteraccount der deutschsprachigen Community, der vorab motiviert, den Leuten Fragen zu ihren Ideen stellt und derlei mehr.

Was mach ich da?

LogoIch hab in den letzten x Jahren schon einige Male an der Aktion teilgenommen. Beendet habe ich in diesem Zuge tatsächlich mal zwei „Romane“ bzw. eben den Entwurf dazu. Interessanterweise basierten beide auf Rollenspielwelten, nämlich einmal Wraith, the Oblivion und einmal Mummy, the Resurrection.

Geschrieben habe ich beide von vornherein einfach für mich, um zu schreiben bzw. den zweiten als Geburtstagsgeschenk für einen Freund. Dass da – selbst wenn es gut bei Dritten ankäme – keine Option zur Veröffentlichung besteht, war mir in diesen Fällen von vornherein klar.

Abseits dieser beiden Entwürfe bin ich leider immer recht schnell eingebrochen, was das tägliche Pensum betrifft.

Im letzten Jahr war ich eigentlich mal wieder sehr motiviert, da wirklich was zu Ende zu bringen. Auch das war ein angedachter Rollenspielroman. Leider fiel genau in den Zeitrahmen des NaNoWriMo dann eine neu angekündigte Publikation, die mich völlig demotiviert hat. Hab ich also auch wieder abgebrochen, diesmal immerhin erst nach knapp 70 Seiten.

Und 2018?

Ich hab lang überlegt, ob ich in diesem Jahr auch wieder teilnehmen will. Eigentlich schon, denn es ist eine liebgewordene Tradition für mich. Auf der anderen Seite habe ich aktuell weder Zeit noch Nerv, mich in ein weiteres Romanprojekt zu stürzen.

Letztlich hab ich mich dazu entschlossen, den Monat für mich ein bisschen umzuändern.

Schon so oft hab ich Stichworte von mir entdeckt zu Blogartikeln, die ich mal irgendwann schreiben will, zu Spielmaterial inklusive Abenteuern, die ich mal aufschreiben will. Und schon so oft hab ich mich darüber geärgert, wenn ich es mal wieder nicht hinbekommen habe, einen Beitrag für einen Rollenspielkarneval beizusteuern.

Also schnapp ich mir die Gelegenheit und werde versuchen, davon im November mal einiges umzusetzen. Das wird nicht unbedingt gleich gebloggt oder sieht sonstwie gleich Licht, sondern ich schreibe einfach Entwürfe, so wie man das beim NaNoWriMo eben macht. Und wahrscheinlich werden es auch gar nicht 50000 Worte am Ende.

Aber hey, auch alles darunter wäre auf jeden Fall ein Erfolg. 🙂

Also drückt mir die Daumen und vor allem: berichtet mir, wenn ihr teilnehmt, was ihr schreibt, wie es läuft!

[All flesh must be eaten] At the Edge of Extinction

Ungefähr zwei (!) Jahre hat es gedauert, bis wir es auf die Reihe bekommen haben, wirklich mal konkrete Pläne zu diesem Fewshot zu planen und auch umzusetzen.

Wie? Was?

Zur Erklärung: Ich gehöre zu den Leuten, die alles rund um Zombies feiern. Immer schon. Auch wenn sie nicht gerade hip sind. Und auch, wenn sie es sind. Einfach immer. Es ist ein Film, ein Buch, eine Serie, ein Spiel … und es hat Zombies? Alles klar, bin dabei (wenn möglich).

2012 wurde ich so auf der Drachenzwinge auf All flesh must be eaten aufmerksam und lauschte begeistert einer wöchentlichen Runde dort. Mitspielen ging leider dienstbedingt nicht. Nur einmal, da passte es mal als Gastspielerin – und aus dieser Session stammt eine der für mich coolsten Szenen meines rollenspielerischen Daseins.

Eine Weile später leitete ich auch meine eigene AFMBE-Runde, allerdings nicht allzu lang. Zum Spielen kam ich auch noch. Und ich hab mich recht viel mit dem Spiel beschäftigt (hey, Zombies UND W10 ;-)), was teils seltsame Auswüchse annahm – und auch die haben Bock gemacht. 🙂

Auf der Drachenzwinge bin ich schon seit Jahren nicht mehr aktiv (weil ich mich dann einfach irgendwann mehr auf Ton + Bild entschieden habe für Onlinespiele). Ein paar wenige Kontakte von dort sind jedoch bis heute erhalten geblieben, teils mehr, teils weniger. Vor allem zu „Lex“ ist der Kontakt aber geblieben und wir haben seit damals schon viel und oft alles mögliche miteinander gespielt. Und irgendwann brachte ich auf, es wäre doch cool, wenn er AFMBE (das er seit damals und immer noch mindestens einmal wöchentlich spielt) mal leiten würde.

Konkrete Planungen

Ein Zombiespiel gehört für mich ja vor allem in die Herbst- und Wintermonate. Geht natürlich immer, aber wenn man schon einen einzelnen One-/Fewshot plant, dann wären Herbst oder Winter schon cool. Da ich ja schon recht viel spiele und auch Kampagnen, ist das mit der Terminfindung allerdings so eine Sache. Und es fehlte noch mindestens eine Person, die noch mitspielen wollen würde.

So haben wir ein Jahr übersprungen und sind dann kürzlich erst in die konkreten Planungen eingestiegen. Drei Sessions sollen es insgesamt werden und wir starten in einem Diner. Die Charaktererschaffung bei All flesh must be eaten ist fix gemacht, und so fanden sich also rasch drei Konzepte, die sich in diesem Diner 2018 (ingame wie outgame) einfinden sollten. Recht unterschiedliche Charaktere: Trucker, Naildesignerin (in Ausbildung) und angehender MMA-Star … 😉

Hier mal der Link zur ersten Session:

Ich selbst habe zu dem Zeitpunkt ziemlich durchgehangen und hab auch öfters das Bild aus, weil ich krank war. Aus demselben Grund (unter anderem) war die Session auch recht kurz und sind alle weiteren Runden der Woche zwangsläufig ausgefallen.

Und wie war es?

Es hat SO Bock gemacht, nach Jahren mal wieder All flesh must be eaten zu spielen!

Ich fand so ziemlich alles an der Session echt spitze. Die Charaktere mochte ich, das Zusammenfinden ging recht fix, die Stimmung war klasse, das Ganze war ordentlich auf die Spitze getrieben bzw. pointiert, ich hatte einen Charakter mit recht hohem Wert in Beautician (weil AFMBE diesen Skill einfach hat, ich ihn deswegen immer nehme und man ganz sicher auch nichts dringender braucht in der Zombiecalypse) … alles super.

Und weil alles so super war, hat vorrangig Tsu auch im Nachhinein einen Trailer für die Runde erstellt:

Ich freu mich jedenfalls schon total auf die nächste Session, die für den 16.11.18 geplant ist. Bin gespannt, was uns da erwartet, denn die Eskalation ist ja bereits in vollem Gange …

[DnD 5] Storm King’s Thunder: Session 1

Gleich zum Start unserer neuen Kampagne Storm King’s Thunder hätte mir der (geänderte) Dienstplan fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gespielt haben wir dann doch, allerdings nur zwei Stunden.

Was geschah in Session 1?

Die Charaktere wurden kurz vorgestellt, eher ins zumindest kühle Wasser geworfen. Aus unterschiedlichen Motivationen machen sich vier Charaktere auf den Weg nach Nightstone, ein wenig südöstlich von Waterdeep gelegen:

  • Ferdinand Meatcarver, ein halbelfischer Fleischer (Rogue)
  • Anri „Squiggle“, ein noch sehr junger Halbling mit nur wenig Zivilisationserfahrung (Ranger)
  • Rubyl, eine ambitionierte Hochelfe und Studentin der Sternkunde (Mage)
  • Ammon, ein sehr großer (Goliath) Kleriker des Valkur, eigentlich Seefahrer

Nach Erreichen von Nightstone und dem Entdecken eines verwüsteten Tempels standen auch schon die ersten Kämpfe gegen Goblins und Worgen auf dem Plan. Wie das bei Level 1 so ist, hätten wir die Magierin in diesen Kämpfen beinahe verloren. Ist aber noch mal gut gegangen.

Klassischerweise haben sich die Charaktere erst einmal auf den Weg gemacht, das Dorf zu erkunden und vor allem Leute zu finden, die ihnen sagen können, was hier geschehen ist. Denn nicht nur fehlt der namensgebende Megalith in der Dorfmitte, sondern Teile des Dorfes sind von mehreren Schritt durchmessenden Felsbrocken, offenbar aus der Luft geflogen, zerstört worden.

Am Ende der Session wurden sie tatsächlich auch fündig und trafen auf eine menschliche Reisende, die sich als Kella vorstellte. Sie bestand allerdings darauf, mit ihrer kleinen geflügelten Schlange für sich zu bleiben, statt die Charaktere zu begleiten. Immerhin erlangten die Charaktere durch sie erste Informationen über das, was hier geschehen war: Sie sei seit 2 Tagen in Nightstone und angeblich wären riesige Kreaturen in einer fliegenden Festung aus den Wolken gekommen und hätten das Dorf verwüstet. Der Inhaber des Inn habe die Leute aus dem Dorf geführt, sie aber sei zurück geblieben und habe sich versteckt.

Wie lief es in Session 1?

Ich war irre nervös vor der ersten Session. Das ist vor ersten Sessions meistens so. Hier kam aber hinzu, dass ich mir im Vorfeld schon 1003 Dinge ausgedacht hatte für die erste Session, die zum Einstieg so etwa 3-3,5 Stunden dauern sollte. Der eigentliche Starttermin musste aber verschoben werden, und als wir am 19.9. dann schließlich starteten, war von vornherein klar, dass die Session statt der geplanten Zeit dienstbedingt etwa bei nur 2 Stunden liegen würde. Das hat für mich den Druck für die erste Session erhöht, denn ich wollte ja dennoch alle Charaktere kurz vorstellen, zusammenbringen und schon mal eine Idee von den Startinhalten mitgeben.

Entsprechend hab ich das Intro für die Charaktere mehr oder weniger gestrichen, kurz erzählend zusammengefasst und alle direkt – mit Angabe individueller Motivationen – zusammen gewürfelt. Für die MitspielerInnen war das so in Ordnung (und vor Sessionstart auch so abgesegnet sozusagen), auf ZuschauerInnenseite kam spannenderweise zwei Male auf, dass man sich ein längeres Intro gewünscht hätte, um die Charaktere besser kennenzulernen.

Ein weiterer Haken waren die Voreinstellungen der Roll20-Kampagne, die ja bereits durch WOTC vorbereitet war. Nach der Session haben wir die Sichteinstellungen erst mal anpassen müssen, weil in der ersten Session halt jeder nur sehen konnte, was der SC eben selbst sehen konnte. Was die anderen sehen, wurde nicht mit angezeigt. Ungünstig, wenn man eben auch streamt und die Map für ZuschauerInnen mit einblendet.

Alles in allem kein Drama, aber eben ein bisschen „stressig“ für den Start.

Den weiteren Kritikpunkt von ZuschauerInnenseite, dass es sich um ein „Standard-Abenteuer“ handle, kann ich hingegen nicht nachvollziehen. Das ist DnD auf Level 1. Da sind die Optionen begrenzt, und dafür finde ich den Einstieg auch gelungen. Einiges kann man nach der ersten Session natürlich nicht so ganz abschätzen, aber es gibt wirklich so einige Hinweise auf weitere Optionen und auch den weiteren Verlauf des Ganzen. Mehr kann man da an sich nicht wollen, finde ich. Wahrscheinlich einfach Geschmackssache.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann das hier gerne tun und – wenn er/sie mag – auch gern Feedback dazu kommentieren (dort oder hier):