Storm King’s Thunder: Session 8

Mitten in den Gewölben unterhalb von Phylund Lodge geht es für die Charaktere weiter. Für euch geht es hier weiter, wenn ihr die Session selbst ansehen wollt:

Was geschah in Session 8?

Natürlich widmete die Gruppe sich zunächst der seltsamen Erweiterung des Wasserdurchflusses und dem von Krallenspuren erweiterten Weg, gesäumt von einigen abgebrochenen Krallennägeln und blutigen Spuren. Jemand war offenbar sehr energisch beim Erweitern des Weges …

Von den anderen angespornt, wagte Halbling Anri sich vor, um Genaueres in diesem ominösen Gang zu erkennen oder in Erfahrung zu bringen. Halborkin Meru’uk folgte, um den Weg zu beleuchten, und auch Goliath Ammon und Halbelf Ferdinand ließen daraufhin nicht lang auf sich warten.

Schließlich erreichen sie eine offenbar natürliche Höhle. Ein großer Fels mit Abfällen und Kadavern von kleinen Tieren rundum war zu sehen. Anri nahm die Spuren genauer in Augenschein, derweil Ferdinand sich den hier etwas breiteren Wasserfluss genauer ansah und sich schließlich der Untersuchung der verschiedenen Kadaver- und Skelettteile widmete.

Die Untersuchungen wurden von einem Brüllen unterbrochen; etwas näherte sich laut … und schnell.

Die Gruppe nutzte die wenigen Sekunden, die ihr zu Kampfvorbereitung blieben, und sahen dem anstürmenden Werwolf entgegen. Sein Ansturm wurde von Meru’uk sehr gewaltsam unterbrochen. Der Kampf schien rasch entschieden zu sein, als ein durchdringendes Geräusch vom Kadaverfelsen ausgehend einen Teil der Charaktere mit Schallschaden geradezu die Ohren bluten ließ.

Anri versetzte dem Werwolf den Todesschuss und es wurde ein sehr blasser Magier in blutroter Robe im Hintergrund sichtbar. Sein kahler Kopf war von zahlreichen Körperzeichnungen verziert, und geistesgegenwärtig stürzte Meru’uk über den Kadaver des toten Werwolfs hinweg, um den Magier zu stellen.

Derweil Ammon einen spirituellen Hammer unbemerkt hinter dem Magier erscheinen ließ, versuchte der Zauberwirker, Meru’uk mit Magie zu belegen. Leider erfolglos, sodass er sich rasch umdrehte und die Flucht antrat.

Anri legte einen weiteren Pfeil auf den Flüchtenden an, konnte seine Flucht damit allerdings nicht beenden. Doch Meru’uk stürzte ihm hinterher und mit einem einzigen Schlag riss sie dem Magier beinahe die gesamte Schulter vom Körper. Ammon setzte ebenfalls nach und zielte auf den blanken Schädel des Flüchtenden. Die Totenglocken eines Schiffes ertönten, nachdem Ammon auch Valkurs Kraft zur Unterstützung anrief.

Mit letzter Kraft versuchte der zum Halt Gebrachte erneut einen Zauber, konnte jedoch scheinbar nicht mehr genug arkane Macht bündeln, und noch bevor sich daran etwas ändern konnte, traf ein Bolzen von Ferdinand ihn in den Hals und der Magier sank tot zu Boden.

Als die Gruppe kurz wieder zu Atem kommen wollte, erinnerte sich Meru’uk angesichts der Kutte des Magiers an die Geschichtsstunden in ihrer Ausbildung und daran, dass es im Ardeep Forest einst ein Haus der Langen Stille gegeben haben soll – oder noch gibt -, das verschiedene elfische Portale beinhaltete und miteinander verband. Dort sollen sogenannte Rote Zauberer einst mittels einer Intrige versucht haben, die Schwertküste von dort ausgehend zu invadieren.

Ferdinand und Anri besahen in der Zwischenzeit den Werwolf genauer und konnten bestätigen, dass es sich um einen solchen handelte. Zu diesem Zeitpunkt befand die Leiche sich bereits in der Rückentwicklung zu einem Menschen, und Ferdinand fingerte ein Amulett mit dem bereits bekannten Zeichen eines von einem Speer durchbohrten Wolfskopfes von seinem Hals. Tatsächlich war ein Name bei genauerer Betrachtung als eingraviert zu erkennen. Scheinbar handelte es sich um Urtos, den Zweiten. Eben jenen Urtos, der sich zuvor wohl aus seinem Sarg und seiner Grabkammer gekämpft hatte.

Im weiteren Verlauf der Untersuchungen nahm Meru’uk dem toten Magier noch einen Kupferring ab, der mit einem hirnartig geformten Amethyst versehen war. Ferdinand vermutete sogleich einen magischen Ring und steckte ihn in seine Geldkatze. Auch die Robe konnte Ferdinand als magisch erkennen, und so wickelte er auch diese zusammen und steckte sie ein, derweil der tote Magier in seiner weißen langen Seidenunterhose zurückgelassen wurde. Ammon setzte ihn allerdings halbwegs würdig an die Wand und gab ihm einen Stein in die durch ihn gefalteten Hände.

Nachdem sich alle wieder bereit fühlten, setzten sie ihren Weg durch die Höhle weiter fort und gelangten nach einem kurzen Gang erneut in eine größere Höhle. Auch hier war ein großer Fels inmitten der Höhle, der diesmal jedoch stark bearbeitet wirkte. Außerdem fanden sich überall an den Wänden Malereien mit weißer Farbe: humanoide Wesen, die irgendwelche Bestien jagen. Der Stein selbst zeigte eine wolfsartige Kreatur mit einem Maulkorb, einen angedeuteten See und eine daraus vorschießende Klauenhand.

In die westliche Wand hinein führte ein kleiner Riss, und als Ferdinand dort hinein leuchtete, war sogleich ein Quietschen und Scharren zu hören. Trippelnde Schritte näherten sich von dort der Höhle, und Ferdinand konnte sich gerade noch zurückziehen, bevor ein knappes Dutzend katzengroße Ratten mit kahlen Stellen im Fell und rot glühenden Augen daraus hervor brachen. Sie griffen jedoch nicht an, sondern flohen sogleich panisch in Richtung Süden.

Im Riss, aus dem die Ratten geflohen waren, fand Ferdinand inmitten des Kothaufens der Ratten ein leuchtendes Prisma, das rot-grün leuchtete und nicht zuletzt durch sein Pulsieren unverkennbar als magischer Gegenstand zu erkennen war. Natürlich wanderte auch der in Ferdinands Geldkatze.

Nachdem die Gruppe noch einige ereignislose Abzweigungen mehr be- und untersucht hat, ging es schließlich wieder hinauf in die Küche des Anwesens, wo Katze Rillex schon sehnsüchtig auf sie wartete.

Ferdinand nutzte die Gelegenheit zu einem Kontrollrundgang um das Anwesen, sammelte derweil einige der reifen Äpfel aus dem Obstgarten, um ein wenig frischen Proviant für den weiteren Weg dabei zu haben.

Tatsächlich machte sich die Gruppe kurz darauf wieder auf den Weg weiter durch den Ardeep Forest. Dank Anris Führung kamen sie gut weiter voran und entschieden sich zudem dazu, dem Flussverlauf weiter zu folgen, sodass der Fußmarsch auch nicht allzu beschwerlich wurde.

Rillex flog ein Stück umher, um die nähere Umgebung zu erkunden und entdeckte dabei ein verlassenes Lager, das die Gruppe nach einigen Überlegungen als Gnoll-Lager identifizierte, ohne selbst hinzugehen. Stattdessen folgten sie dem Fluss weitere Meilen lang bis zu einer Flusskreuzung, wo sie rasteten.

Ferdinand schickte erneut Rillex in die Luft und übernahm ihre Sinne, um die nächtliche Rast zu sichern. Im Wald hinter dem Fluss war eine Art alter Grabstätte zu erkennen, recht opulent und vage blau leuchtend. Rillex brach den Erkundungsflug an der Stelle ab, weil sie eine „schlechte Stimmung“ aus der Nähe der Grabanlage wahrnahm.

Ferdinand übernahm einmal mehr die abendliche Essensversorgung, verschwendete allerdings einen größeren Teil des Vorrats, indem er das Ganze stark anbrennen ließ. Immerhin hatten sie noch Äpfel …

Während Meru’uks Wache hielt sie ein Auge auf das bläuliche Leuchten aus der Ferne. Das Donnergrollen der nahenden Schlechtwetterfront tat sein Übriges zu einer eher unangenehmen Stimmung, und dann näherte sich das blaue Leuchten an und verteilte sich am Ufer der anderen Flussseite. Jeweils zwei Gestalten bildeten sich rechts und links aus dem Leuchten, und dann – obwohl knapp eine Meile entfernt – war deutlich ein Paar glühender Augäpfel mit skelettierten Unterarmen und einem Schwert aus Eis zu sehen. Noch bevor Meru’uk reagieren konnte, rissen die vier elfenartigen Wesen den Mund unnatürlich weit auf und ließen ein sirenenartiges Kreischen ertönen, bevor der ganze Anblick sich auflöste.

Meru’uk war nicht sicher, ob sie eingeschlafen und dies geträumt hatte, oder ob das, was sie gesehen hatte, wirklich dort war. Aufgewacht war von den anderen jeweils niemand. Und als Meru’uk von diesen Ereignissen berichtete, reagierten die anderen eher ungläubig auf ihre Erzählungen.

Wie war Session 8?

Eigentlich war die Session gar nicht so lang, wie der Text es vermuten lässt. Ich habe den Magier, der hier zerlegt wurde, quasi durch das Jagdanwesen bis hierher gerettet. Tatsächlich ist der nämlich vorher schon aufgetaucht, wurde aber von der Gruppe nicht entdeckt. Er flüchtete bis hier runter. Tja, hat ihm auch nicht geholfen. 😉

Besonders spektakuläre Szenen gab es in der Session nicht, und die Gruppe wirkt ein bisschen ratlos, was all diese Entdeckungen nun genau sollen bzw. was sie damit anfangen können. Ich bin gespannt, ob sie darauf nochmals zurückkommen werden. Wie bereits erwähnt steht früher oder später der Besuch von Waterdeep an, wo man die Inhalte hier nochmals vertiefen könnte …

Den Ardeep Forest habe ich in ziemlich umfassender Recherche für diesen Teil der Kampagne aufbereitet, wie ich hier ja bereits geschrieben habe. Dadurch erklärt sich der etwas gruselige Abschluss der Session auch. Offen ist nun, ob sich die Gruppe das alles näher ansieht oder lieber einen Bogen darum machen wird.

Ein Kommentar

  1. Na da bin ich ja mal gespannt ob in waterdeep nochmal jemand darauf zurück kommt… Muss zwar noch einiges nachschauen aber bisher sieht es nach schnellem aufgrund aus…

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.