Mein fantastischer März

Diesmal sind Filme und Serien wieder angestiegen, dafür hab ich weder erwähnenswert viel gelesen noch viel gehört.

Filme und Serien

Der März war gleich in mehreren Hinsichten durchwachsen.

Bei den Serien haben wir Nightflyers beendet, denn da fehlten ja noch 5 Folgen. Mir hat die Serie auch am Ende super gefallen (auch wenn sie gern hätte abgeschlossen sein dürfen ohne wenn und aber).

Bei She-Ra kamen zwei weitere Folgen hinzu, weil uns einfach wenig der Sinn nach kurzen Sachen stand.

Stattdessen gab es alle 10 Folgen von Umbrella Academy zu sehen, was mir auch richtig gut gefallen hat (und gern länger hätte gehen dürfen). 😉

Ansonsten gab es noch eine Folge Riverdale aus der 3. Staffel. Die Serie holt mich aktuell irgendwie gar nicht mehr ab.

Und ich zähle hier glatt auch Preppers rein, wovon wir drei Folgen gesehen haben.

Filme gab es diesmal drei. Einmal Life und Get Out, die ich auf unterschiedliche Weisen für overhyped halte. Waren beide okay bis nett, aber bei weitem nicht der große Wurf, den ich auf Basis persönlicher Empfehlungen erwartet hätte.

Dafür hat mir Captain Marvel im Kino unwahrscheinlich gut gefallen. Ist definitiv mein Monatshighlight.

Insgesamt entfielen somit 23 Stunden auf Filme und Serien. Ui!

Romane

Bei Romanen sah es einerseits nicht so gut aus im März, andererseits haben wir es geschafft, den Outsider von Stephen King zu beenden. 750 Seiten sind daher hier zu zählen. Zwar nicht so wirklich, weil knapp die Hälfte ja schon gelesen war in den beiden Vormonaten, aber da hatte ich jeweils keine Seiten gezählt. War am Ende sehr abrupt verglichen mit dem Rest, auch nicht so der große Wurf, aber an sich ganz nette Story.

Anstatt meine angefangenen Bücher weiterzulesen, habe ich im März mit Die Spur der Bücher von Kai Meyer angefangen. Hier zähle ich wiederum keine Seiten, sondern erst am Ende. Davon bin ich aber noch eine ganze Ecke entfernt, hab aktuell erst knapp 1/3 des Buches gelesen.

Also einfach 750 Romanseiten im März.

Youtube

Nachdem mein Sprechverbot endlich aufgehoben ist, hab ich zunächst mal zwei Runden am Tisch leiten und eine spielen können.

Wir konnten DnD 5Storm King’s Thunder mit 2 Sessions endlich ebenso fortsetzen wie Die Winterkönigin mit Pathfinder mit einer Session. Zwei Sessions DSA 5 mit Ketten für die Ewigkeit gab es ebenfalls. Oh, und wir haben eine kleine Earthdawn 4-Runde gestartet.

Macht insgesamt 9 Sessions Rollenspiel im März, davon 6 auf Youtube nachzusehen.

Online gestellt hab ich zudem den ersten Teil einer SplittermondTutorialrunde.

Angesehen hab ich bei weitem nicht so viel, wie ich gewollt hätte, denn da lief im März an sich so einiges.

Da wäre zum einen eine Session von Umbreons DnD 5-Runde Out of the Abyss, das Zwischenfinale sozusagen von BioIngs DSA 5-Runde Salz der Tränen, die beiden Heinzcon-Videos von DocRattie, die erste Session von Zwergpaladins Shadowrun-Runde Boston Lockdown, die letzten beiden Teile der Splittermondrunde bei Auriel McCloud … und weiter kam ich bislang nicht. Oh, doch, noch einen Livestream von WoDnews.

Blogartikel

Es gab natürlich den Startartikel für den Karneval der Rollenspielblogs im März mit dem Thema Essen.

Ebenso gab es den fantastischen Februar-Artikel.

Bei der Blog-O-Quest hab ich diesmal wieder ganz klassisch auch mit dem Blog teilgenommen.

Und es gab einen Bericht zur Heinzcon.

Rollenspiellektüre

Im März habe ich den Splittermondband Das Erbe von Kesh gelesen. Alle 128 Seiten bis zum Monatsende genau. 🙂

[RSP-Karneval] Rückblick März 2019: Essen

Der Karneval der Rollenspielblogs im März, den ich organisieren durfte, ist nun vorbei. Thema war Essen, und da wird es nun Zeit für einen kurzen Rückblick – mit Tee und Keksen, versteht sich.

Im Beitrag Mahlzeit berichtet dnalorsblog davon, dass Essen wie Pfeile oder Krankheiten beispielsweise auch zwar immer wieder Thema in Runden sind, vor allem aber außerhalb. Oder anders gesagt: Um dem Essen einen entsprechenden Raum zu geben, benötigt es laut ihm ein entsprechendes Micromanagement, das sich mit Storytelling-Ansätzen widerspricht und in der Regel einfach nichts zum Abenteuer beiträgt. So erklärt er sich auch, dass das Thema Essen in der Regel keine Abenteueraufhänger in entsprechenden Publikationen bietet. – Ich stimme der Einschätzung weitgehend zu, wobei ich selbst allerdings, zumindest theoretisch (haha …) großer Fan von genau solchem Micromanagement bin, wie ich hier schon mal darlegte. Tatsächlich schwirrt in meinem Kopf auch eine Kampagne mit genau einem solchen Aufhänger rum, aber wer weiß, wann ich dazu mal kommen werde …

In seinem zweiten Artikel zieht er den Kult der aufgehenden Sonne für Rakshazar aus dem Archiv beziehungsweise verweist auf den entsprechenden Artikel.

Mit Speiserestriktionen befasst sich sein dritter Artikel. In diesem stellt er bekannte Restriktionen aus Rollenspielen kurz vor, genau genommen diverse aus DSA und Myranor. Darin verbirgt sich noch ein weiterer Link, in dem es darum geht, warum Christen Schweinefleisch essen dürfen. Das ist ein theologiebezogener Blog, der also keinen Rollenspielbezug hat (bzw. nur dann, wenn man das Ganze quasi von hinten aufzäumt, siehe den Restriktionsartikel an sich mit Verweisen auf realweltliche Restriktionen). Ich steh aber auch nicht auf Veganerwitze …

Auch eine Magenverstimmung hielt ihn nicht von einem weiteren Artikel zum Thema ab, nämlich eben zu Krankheiten durch verdorbene Lebensmittel (und Wege, diese zu verhindern), ausgehend vom Realweltlichen. Dazu könnte man natürlich noch ellenlang weiter schreiben. Ein, wie ich finde, durchaus spannendes Thema und eines, dass dann doch die eine oder andere Abenteueridee liefern kann.

Es gibt von ihm auch einen Artikel mit nachkochbaren Rezepten, die sich (nicht nur) für den Spieltisch eignen. Sind schöne Klassiker dabei. 🙂

Dass auch Kreaturen selbst zum Thema beitragen können, stellt er mit einem untoten Wildschweinbraten und einem Golem aus Essen (nein, nicht die Stadt) auch noch mal unter Beweis – mitsamt aller Werte!

Auf den Punkt bringen d6ideas einen Artikel mit 10 Provinzialgerichten für Warhammer Fantasy. Ich mag ja den Humor. 😉

Eine Ode an die Ventrue gab es da ebenfalls. Beuteausschluss und so.

Auch den untoten Wildschweinbraten von dnalorsblog haben d6ideas gleich mal nachgekocht: für Beutelschneider.

Und der Karneval der Archive von d6ideas ist diesmal eeeeecht umfangreich. Ich mochte übrigens die Unterhaltung zu Punkt 2 besonders, höhö.

Und Hundert Mahl für Unknown Armies gibts da auch noch (auf englisch), ebenso absorbierende Amöben für Beutelschneider.

Der Katzenhexe fehlen noch Impressum, Datenschutzerklärung und Co., aber dennoch hat auch sie mit einigen Beiträgen beim März-Karneval mitgemischt.

In Essen am Spieltisch geht es genau darum, nämlich um verschiedene bei der Katzenhexe vorkommende und umgesetzte Verpflegungssituationen am Spieltisch. Vieles davon kenne ich selbst auch aus eigener Erfahrung, ich mag solche „Erfahrungsberichte“, und außerdem schließe ich mich dem Tipp an, eher nicht abseits von Cons in Cafés und Co. zu spielen. 😉

In einem zweiten Artikel von ihr geht es um Ingame-Nahrung, beispielsweise als Teil des Charakters und/oder Abenteuers.

Und im dritten Artikel dreht sich alles um Anekdoten vom Spieltisch rund ums Thema.

Damit nicht genug, bietet In den Küchen von Lorakis noch einiges an konkreten kulinarischen Empfehlungen aus Lorakis. Zugegeben, ich musste Takoyaki erstmal googlen, aber nun umso besser zu wissen, dass es da entsprechende Konstrukte gibt. 😉

Nicht Teil des Karnevals, dennoch passend ist auch ihr etwas älterer Artikel zum Zwingardischen Brauereifest.

Der Würfelheld hat die Gelegenheit genutzt, ebenfalls einen Blick ins Archiv zu werfen und Artikel passend zum Thema nochmals zu verlinken. Hierbei finden sich neben einigen Sachbuch-/Kochbuchreviews auch zwei belletristische Links, einer davon zu einem absoluten Klassiker: Soylent Green.

Bei Nandurion haben sich Fenia und Sirius einen Schlagabtausch zum Thema geliefert. „Bringt“ Essen in „ambientiger“ Form in- oder outgame etwas? Überflüssig zu sagen, dass ich selbst natürlich eher Fenia hierbei folge. 😉

Fenia hat dann mit einer wunderbaren kulinarischen Reise von Gareth nach Angbar im Brevierstil noch mal nachgelegt. Sehr schön – mir Rezepten! Und mit Fotos!

Timberwere hat einen Artikel dazu verfasst, in welcher Runde Nahrung inwiefern eine Rolle spielt oder gespielt hat. Hierbei verweist sie auch noch mal auf die RPG-Blog-O-Quest von 2016 mit dem Thema Speis und Trank. Hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm; danke dafür.

Gleich ein komplettes Szenario, nämlich den Hühnerjahrmarkt für Kobolde fressen Babys bietet Spiele im Kopf. Nur echt mit Hühner-Hüpfburg. 😀

Beim Stechginsterpodcast gab in Folge #007 es ein paar erklärende Worte zum Karneval der Rollenspielblogs (ab ca. 19:20 min.).

Hinzu kommt ein Artikel zur (Heinz)converpflegung mit ein paar Rezepten zum Download (jpg).


Zusammenfassend sind es zwei Dutzend Artikel geworden im März, was ich echt klasse finde.

In diesem Monat gab es einige Blogger*innen, die sich gleich mit mehreren Artikeln beteiligt haben.

10 Artikel haben sich allgemein mit dem Thema beschäftigt, der Rest hatte einen „Systemschwerpunkt“, namentlich DSA, Myranor, Rakshazar, Splittermond, Unknown Armies, Beutelschneider, Warhammer Fantasy, Kobolde fressen Babys und sogar Vampire.

Auf die Stadt Essen hat sich niemand bezogen. Auch spannend. 🙂

Im April geht es nun mit dnalorsblog als Organisator weiter. Hierbei geht es mit Verschworen rund um alles zu Verschwörungstheorien und Geheimgesellschaften. Schaut doch mal vorbei ODER, noch besser, haut dazu gleich mal in die Tasten.

Heinzcon 2019

heinzcon2019

 

Zum vierten Mal (2016, 2017, 2018) mittlerweile ging es für Tsu und mich zur Heinzcon. Das Ganze gestaltete sich bereits im Vorfeld sehr spannend, weil mein Sprechverbot von 2 Wochen sich bis Mittwoch zog und wir gefahren sind, ohne dass ich einschätzen konnte, ob ich vor Ort überhaupt würde spielen/leiten können.

Erneut sind wir bereits am Donnerstag angereist und hatten erneut selbst für die Unterkunft gesorgt. Und natürlich fiel unsere Wahl ein weiteres Mal auf dieselbe Ferienwohnung, die wir schon 2016 und 2018 in Beschlag genommen hatten.

Freitag

aussichtWir waren um 17.45 Uhr ungefähr vor Ort, da die Con um 18 Uhr öffnet. Tatsächlich auf der Con waren wir dann genau eine volle Stunde später. Die Schlange war lang, und dass Leute, die bereits ihre Tickets hatten, immer mal wieder daran erinnert wurden, dass sie durchgehen können, hat zumindest für alle anderen wie uns die Lage nicht so wirklich verbessert … Für eine an sich eher familiäre Con also insgesamt ganz schön viel Ansteherei.

Die nächste Überraschung gab es dann, als wir unsere Runden aushängen wollten bzw. ein Tischschild holen. In diesem Jahr musste man sich nämlich einen Zettel holen, diesen ohne Tischnummer aushängen, den vollen Zettel dann wieder abnehmen, hat damit dann gegen Pfand ein Schild bekommen, musste den Zettel danach wieder aushängen und gucken, dass man seine Mitspieler*innen eben auch zusammen getrommelt bekommt bzw. als Mitspieler*in stand man dann eben rum und wartete auf den Zettel mit der Info, wo es denn nun eigentlich hingehen soll. Das war … suboptimal.

Ohnehin stehen zig Leute natürlich ständig vor der Wand mit den Rundenaushängen auf der Suche nach einer Möglichkeit, irgendwo mitzuspielen. Bei den Aushängen hat man nun neue Zettel (die in wenigen Sekunden zumeist gefüllt waren) neben etlichen ausgefüllten, die sich wiederum in solche unterteilen, die voll sind, aber noch keine Tischnummer haben und solchen, die einfach nur informieren, wo diese Runde denn nun stattfindet. Und neben den Leuten, die eine Runde suchen, stehen im Pulk jetzt eben auch noch die ohne Tischnummernplan. Und als SL wuselt man sich durch den Menschenhaufen, um seinen Zettel mindestens 2x dort auszuhängen. Das war, bei aller Liebe, ziemlich ätzend.

Schließlich hatten wir Tisch und Mitspieler*innen und es konnte losgehen. Sowohl Tsu als auch ich haben eine Runde Splittermond geleitet, die dann bis etwa Mitternacht lief.

splimo_auslageZwischenzeitlich bin ich in einer Pause noch schnell zum Shoppen gehuscht und habe neben dem Kesh-Band und Edisons Enzyklopädie für Space 1889 noch zwei Mondsplitter und die Heinzcon-Edition 2019 (Die Magie) gekauft.

Samstag

Vormittags wollte Tsu gern eine Runde leiten, scheiterte aber über zwei Stunden hinweg daran, dass kein Tisch verfügbar war. Auch einige andere Leute hätten gern etwas angeboten, konnten mangels Tischen jedoch nicht. Nach 2 Stunden kaperte Tsu dann kurzerhand einen „Nichtspiel-Tisch“. War vor ein paar Jahren eher das Problem, dass es keine SL gab für die ca. 25 Tische, hörten wir ja letztes Jahr bereits von fehlenden Tischen. In diesem Jahr hat es uns dann quasi selbst auch erwischt. Und war das ziemlich unangenehm, weil wir einige Leute durch unsere Schwärmerei zur Heinzcon „gelockt“ hatten im Vorfeld und nun insgesamt 4 Leute allein aus unserem Umfeld ratlos auf der Con standen (nachdem sie nicht nur Eintritt gezahlt hatten, sondern auch Urlaub und eine Ferienwohnung genommen hatten … was ja so ein bisschen die Besonderheit von der Con in Norddeich ist).

federundschwert_auslageIch selbst hatte den Vormittag ohnehin verquatschen wollen, was aber ebenfalls ein bisschen schwierig war, weil die entsprechenden Leute zu dem Zeitpunkt noch nicht vor Ort waren, in Runden saßen und so weiter.

Was ich allerdings auch machen wollte und konnte, war ein Besuch des Standes von Jennifer S. Lange. Ihre Bilder sind mir immer wieder mal aufgefallen in der Vergangenheit, ich fand sie wunderschön und habe dann im Nachhinein jeweils rausgefunden, dass sie von ihr sind. Meine bislang mit liebste Splittermond-Illustration stammt auch von Jennifer, und das wollte ich ihr nicht nur sagen, sondern auch mal sehen, ob ich davon nicht einen Druck erstehen kann. Hat geklappt, wenn auch leider vor Ort „nur“ als Postkarte. Aber schön, dass ich die Riesin Dakila (Sadu-Quellenbuch) fortan in Postkartengröße mit mir rumtragen kann. 😉

Auch Florian Stitz war übrigens wieder vor Ort. Hier gab es auch wieder etliche schöne Bilder zu bewundern, wobei wir uns besonders für das Cover des aktuell sechsten Splittermondromans Jenseits der Seidenstraße erwärmten.

jenniferslange

Um 12 Uhr startete der Workshop Quo vadis, Splittermond?, den ich sehr bequem sitzend bei ganz guter Belüftung erleben durfte. Das war wirklich positiv: Die Lüftung bei den Workshops war besser als sonst. Liegt auch daran, dass ein heftiger Wind ging, der beim Öffnen eines Fensters gleich in den Raum gedrückt wurde, war auf jeden Fall aber ganz angenehm.

Ab 14 Uhr wohnte ich dann als Diskussionsgast der Podiumsdiskussion Wie leite ich eine Conrunde? bei. Diese Diskussion war von Marcus Juergens initiiert, organisiert und moderiert, der Dennis Maciuszek, Mhaire Stritter und mich zu Erfahrungen und Tipps zum Thema befragte. Mir hat das wahnsinnig viel Spaß gemacht. Hatte ich im Vorfeld naiv geglaubt, das Thema sei nicht ergiebig genug für einen Slot von 2 Stunden, wurde ich im Verlauf eines Besseren belehrt. Ich hoffe, es konnten einige ein paar Ideen oder Herangehensweisen daraus mitnehmen.

Im Nachhinein entstanden dann noch so einige Gespräche, über die ich mich ebenfalls sehr gefreut habe. Als ich dann um 17 Uhr an den Tisch ging, um eine Runde zu leiten (ha, einen von da aktuell zwei freien Tischen noch bekommen!), war ich eigentlich noch gar nicht wieder ganz ready für die nächste Spielrunde, sondern noch im Austauschmodus sozusagen. Entsprechend fand ich den Anfang meiner Runde ungewohnt holprig, und dass ich irgendwann mittendrin feststellte, dass mir zentrale Notizen fehlen (die ich übrigens bis heute nicht wiedergefunden habe), fand ich höchst ärgerlich. Ich hoffe aber, die Mitspieler*innen hatten dennoch ein bisschen Spaß an der Runde, die wegen des ungeplant hohen Improvisationsanteils auch gute zwei Stunden früher beendet war als von mir eigentlich vorgesehen. Immerhin gab es in dieser Runde Gimmicks, denn ich hatte zu Hause für jede*n Mitspieler*in ein Fleadyne-Parfum kreiert und mit zur Heinzcon genommen. Kein Scheiß.

Parallel dazu leitete auch Tsu eine weitere Splittermond-Runde. Natürlich in Wintholt. 😉

Am Samstag sind wir dann schon ziemlich früh (gegen 22 Uhr) wieder zur Ferienwohnung zurück, um für den Sonntag fit zu sein.

Sonntag

bioingDie Aufbruchstimmung des Sonntags hab ich diesmal gar nicht so wahrgenommen wie sonst. Wie auch schon Freitag und Samstag stand noch Programm an, und die Tische waren durch viele Runden belegt. Tsu und ich hatten bislang zusammen 5 Runden angeboten, sodass wir am Sonntag entweder spielen oder einfach nur quatschen wollten. Gefunden hat sich dann schließlich eine DSA 5-Runde, die BioIng leitete. Auch wenn wir uns online ja schon länger kennen und ich BioIng vorher auch schon mal real getroffen habe, fand ich es cool, dass wir mal zusammen am Tisch saßen und spielten. Die Runde war dann eine stark gekürzte Variante vom Heldenwerk Drei Farben Schnee – bis zum bitteren Con-Ende sozusagen.

Beim Spiegelkinder-Stand von Claudia Heinzelmann habe ich dann zum Abschluss noch zwei schicke Bücher erstanden.

Mit Lex erstellten wir noch Charaktere für eine demnächst anstehende Runde Earthdawn (4. Edition), quatschten noch mit einigen Leuten am Ein- bzw. Ausgang, und das war dann die Heinzcon 2019. Gerade am Sonntag hätte ich aber ohnehin nicht mehr lang durchgehalten. Ich war total müde an dem Tag, was sich schließlich auch wieder auf meine Stimme niederschlug, und war froh, dass wir erst am Montag fuhren und ich so noch eine große Mütze Schlaf zu mir nehmen konnte.

Da einige bis Montag blieben, war an sich noch ein Quasseltreffen angedacht gewesen. Das verschiebt sich dann aber zu 2020.

Positives

Jede Heinzcon verlief bis jetzt ein bisschen anders. Diese hier ebenso. Und sie hat wieder richtig Spaß gemacht!

Ich hab mich sehr gefreut, dass ich zwei Runden Splittermond leiten konnte, wovon ich etwa mit 60% der Leute zuvor auch noch nie gespielt hatte.

Den Aushängen nach war diese Heinzcon zwar ziemlich splittermondlastig (genau mein Ding, hihi), aber ich denke, im Prinzip war für alle was dabei: Space 1889, The Sprawl, Numenera, NOVA, Coriolis, Star Wars, Cthulhu, Dungeonslayers, Dungeon World, City of Mist, 1W6 Freunde, DSA und diverse Fate-Angebote sind so das, an das ich mich jetzt erinnere. Oh, und sogar schon eine Runde Forbidden Lands.

Die Leute! Einfach für sich stehend und unabhängig von bekannt, unbekannt, gesprochen oder nicht gesprochen. Ich mag Mitarbeiter und Publikum der Heinzcon unwahrscheinlich gerne. 🙂

Ich hab mich sehr über die ganzen Gespräche gefreut, die ich auf der Con mit verschiedenen Leuten führen konnte, auch wenn es wohl immer so sein wird, dass man gerne noch mit X oder mit Y länger usw. gequasselt hätte.

Ebenfalls toll fand ich in diesem Jahr mal wieder den allgemeinen Splittermond-Workshop. Uli Lindner hält seine Vorstellungen ohnehin immer sehr auf den Punkt, was ich mag. Diesmal kam noch hinzu, dass es wieder ein paar angeteaserte Sachen gab, von denen zumindest ich im Vorfeld noch so gar nichts gehört hatte (dazu an anderer Stelle mal mehr), und worauf ich gespannt bin. diskussion

Die Diskussionsrunde hat mir wie schon geschrieben sehr viel Spaß gemacht. Ich hoffe, in Zukunft gibt es vielleicht noch mal oder auch öfter sowas in der Art. Dank an dieser Stelle auch nochmals an Marcus Juergens.

Die Lüftung der Räume fand ich erstmals ziemlich gut und bin dafür echt dankbar.

Ich bin ziemlich happy über das Feedback, das ich selbst von Leuten bekommen habe. Es gab diesmal doch relativ viele Leute, die einfach auf mich zugekommen sind und mich auf den Youtubekanal oder – worüber ich mich besonders gefreut habe – den Stechginsterpodcast angesprochen haben und Feedback gaben und/oder sich vorstellten, sodass ich jetzt auch noch viel mehr Gesichter vor Augen habe als vorher, was einige Leute angeht. Das gilt auch für Leute aus dem Splittermond-Discord, und ich mag das, weil es das Ganze ein bisschen persönlicher macht. Vielen lieben Dank an dieser Stelle auch noch mal für euer Feedback, euer Lob und eure motivierenden Worte. 💓

Neutrales

wetter

Genau zur Heinzcon hat sich die permanente Regnerei ein bisschen gelegt. Das galt nicht für einige Stunden des Samstags und nicht ab Sonntag Abend (Sturmtief Eberhard lässt grüßen), sodass wir selbst am Montag noch einen ausgefallenen Zug hatten, derweil andere mit dem Auto nach Hause geschlittert oder in irgendwelchen Städten wegen Zugausfällen gestrandet sind für eine Nacht. Beim Converlauf selbst war das Wetter aber eigentlich okay, wir ohnehin ganz gut vorbereitet auf Kälte und Regen, und außerdem kann man Wetter nun mal nicht so wirklich planen.

Zum dritten Mal taucht hier die Sojabolognese auf. Im ersten Jahr gab es zuwenig, im zweiten Jahr reichlich, jetzt im dritten Angebotsjahr erstens zuwenig und zweitens bei weitem nicht so lecker zubereitet. Dafür war der Eintopf lecker.

Negatives

Das anfängliche Anstehen war nun nicht dramatisch, aber eine Stunde finde ich da doch zu lang. Wie wäre es mit einem zweiten Eingang für diejenigen, die schon Tickets haben (es gibt ja weitere)?

Das Management der Rundenaushänge geht gar nicht, so wie es dieses Jahr war. Eigentlich bleibt einem da nur. Runden wirklich im Vorfeld der Con bereits anzumelden, was aber erfordert, dass man sich dann auch entsprechend strikt an diese Planung hält und keinen Raum für spontane Änderungen hat. In diesem Jahr gab es beispielsweise mindestens eine vorangemeldete Runde, die aushing, voll war, die SL dann aber zum entsprechenden Zeitpunkt nicht aufgetaucht ist.

Die Tischsituation war im letzten Jahr bereits angespannt. Ich hatte schon den Eindruck, dass dieses Jahr nochmals mehr Leute da waren, aber selbst wenn nicht, ist es schon sehr unbefriedigend, wenn man nicht spielen (und auch nicht leiten) kann, weil schlichtweg keine Tische in Aussicht sind. Hier wäre es entweder an der Zeit, die Con tatsächlich auch bei Tagestickets zu begrenzen, das Café unten zum Teil der Con zu machen, um mehr Tische zu haben, oder aber Lokalitäten im Umkreis (z.B. Konferenzräume des Hotels?) für die Workshops zu nutzen, um die beiden Räume dafür für Runden nutzen zu können. Oder … also irgendwas muss da jedenfalls dringend anders.

Wir hoffen, so oder so, dass wir auch 2020 wieder dabei sein können. 🙂

Mein fantastischer Februar 2019

Hoppla, da ist der Monat schneller rum als angenommen. Mal abgesehen davon, dass der Februar ohnehin ein bisschen kürzer ist. 😉

Erneut folge ich der Idee des Würfelhelden und versuche mich an einer Zusammenfassung dessen, was der Februar so gebracht hat an Medien.

Filme und Serien

Dark haben wir nach den ersten fünf Folgen im Januar nicht weitergeschaut. Zu langatmig, zu langsam.

Stattdessen haben wir uns der neuen She-Ra-Serie zugewandt. Sieben von dreizehn Folgen haben wir uns angeschaut und ich bin wider Erwarten recht angetan von der Serie. Mein Nickname im Netz stammt immerhin aus der damaligen Spielzeugserie von Mattel. Die frühere Serie hab ich zwar irgendwann mal gesehen, fand ich aber nie sonderlich gut. Die neue Serie muss man schon auch ein kleines bisschen losgelöst von der damaligen Story sehen, aber mir gefällt das wie gesagt bislang ganz gut.

Dann hab ich versucht, bei The Walking Dead mal wieder anzuknüpfen. Damals bin ich mitten in der dritten Staffel ausgestiegen. Nicht aus besonderen Gründen, sondern weil es zeitlich nicht passte und ich es irgendwann schlicht vergessen habe, da wieder anzusetzen. Da hab ich nun also die dritte Staffel noch mal gesehen. Finde es erstaunlich schwierig, da wieder rein zu kommen. Kickt mich auch gar nicht so wie früher. Bei Gelegenheit werde ich dennoch weiter am Ball bleiben.

Ansonsten haben wir uns noch Polar angesehen, den ich richtig, richtig gut fand. War zwar eher vorhersehbar und die Sache rund um Rusty haben mich extrem angeätzt, aber davon abgesehen mochte ich den Film wirklich gern.

Zum Ende des Monats sind wir dann mit Nightflyers eingestiegen. Die Serie trifft – trotz einigem Bullshitbabble und Logiklöchern – absolut einen Nerv bei mir und ich freu mich auf die weiteren Folgen (die ersten fünf haben wir gesehen bislang). Auch wenn die Serie ja nun erst mal abgesetzt wurde …

Im Februar entfallen also 8,5 Stunden insgesamt auf Filme und Serien.

Romane

Der Februar stand bei mir quasi im Zeichen von Near Future. Ich hab die drei Bücher der Mirador-Reihe von Dan Wells gelesen: Blue Screen, Over World und Active Memory. Ich weiß nicht, ob das Ganze damit abgeschlossen ist oder man in Zukunft noch mit mehr Büchern rechnen kann. Jedes Buch erzählt eine Geschichte mit derselben Protagonistin und zeitlich relativ eng beinander, die man aber nach jedem Buch für sich genommen auch abschließen kann. Ist also nicht ganz so wichtig. Ein bisschen mehr dazu geschrieben habe ich in den entsprechenden Beiträgen im Tanelorn.

Beim Outsider von Stephen King sind wir ein bisschen vorangekommen, aber die Seiten zähle ich nicht, weil sich das schlecht nachvollziehen lässt für mich. Wir sind aber knapp bei der Hälfte jetzt insgesamt (Januar + Februar).

Angefangen hab ich dann noch mit Der letzte Pilger von Gard Sveen, das ich mir vor langem schon ausgeliehen habe und irgendwann zurückgeben möchte. Das wird jetzt schneller sein als erwartet, denn ich hab das Buch nach 138 Seiten abgebrochen. Es ist ein Debütkrimi eines Norwegers, dafür aber erstaunlich „actionlastig“ – was erst mal nichts Schlechtes ist. Ich kam aber nicht gut mit den ständigen Zeitsprüngen (30er/40er Jahre und Gegenwart) zurecht, die Thematik (Nazi-Machenschaften) gehört für mich eher nicht zur Sparte Unterhaltung, es gibt auch hier wieder eine völlig überflüssige Tierquälszene, und zuletzt mittlerweile wohl auch 4 Teile der „Tommy Bergmann“-Reihe. Ich dachte, es handle sich um einen Einzeltitel. Und ich mag auch den Protagonisten nicht, der seine Frau geschlagen hat (die darum nun weg ist). Tut ihm auch leid und so, aber kann er ja nix für …

Macht insgesamt jedenfalls 1380 Seiten.

Podcasts und Hörbücher

Da sieht es leider für den Februar ganz mau aus. Im März stehen aber so einige Zugfahrten an; da werde ich vieles aufholen, denke ich. 🙂

Angefangen hab ich mit dem ersten Teil von Die Brut von Ezekiel Boone, hab aber bislang noch keine so wirkliche Idee, wohin das führt.

Und die 130. Folge des DORPcasts hab ich mir angehört.

Youtube

Vor meinem noch immer anhaltenden Sprechverbot haben wir auf meinem Kanal mit einer neuen DSA 5-Runde begonnen (Ketten für die Ewigkeit), eine Session DnD 5e mit Storm King’s Thunder gespielt sowie eine Einsteigerrunde mit DSA 5.

Außerdem haben wir die Blog-O-Quest Februar „Blut und Stahlzu dritt in einem Hangout bei Tsu durchgequasselt.

Ansonsten hinke ich auch mit dem Schauen ziemlich hinterher mal wieder.

Bei Meister Umbreons DnD-Runde (Out of the Abyss) bin ich auf aktuellem Stand, ebenso bei der V5-Runde von derKoali, aber das sind auch die einzigen laufende Runden/Kampagnen, von denen ich das im Februar sagen kann.

Bei BioIng hab ich den 1. Teil eines Oneshots DSA 5 angesehen (Eiskristall & Finsterkamm).

Und ich hab mir die jeweils neuen Videos von Jennys Kanal WODnews angeschaut.

Blogartikel

Gab es abseits des fantastischen Januars am 1.1. keinen einzigen. 🙁

Rollenspiellektüre

Gab es leider nur hier und da einige Seiten, nichts Konkretes, nichts Geordnetes. War aber alles zu Splittermond. 🙂

RPG-Blog-O-Quest #040 – Rückblick 2018

Mit dem neuen Jahr geht es auch weiter mit der RPG-Blog-O-Quest. Nach dem Ausblick vom letzten Mal geht es ganz klassisch mit dem Rückblick auf das letzte Jahr weiter.

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1. Welches Rollenspielereignis war für dich am prägnantesten in 2018?

Kein bestimmtes. Tatsächlich lief 2018 einiges nicht so, wie ich mir das ursprünglich vorgestellt oder vorgenommen hatte, aber es gab wirklich viele tolle Ereignisse.

Recht früh im Jahr war das die Heinzcon, im September der doch sehr spontane Start meines Podcasts (wenn man den denn als Rollenspielereignis zählen will).

Dazwischen lagen ganz viele tolle Spielrunden. Splittermond habe ich insgesamt über zwei Dutzend Male spielen und leiten können (einen Teil davon findet man hier), nach langem gab es mal wieder einen Oneshot mit Changeling, the Lost, ich hab Space 1889 quasi neu kennengelernt, wir haben eine neue Kampagne mit DnD 5 gestartet, wir haben endlich unsere AFMBE-Runde gespielt, die wir uns schon ewig vorgenommen hatten, und ansonsten gab es ebenfalls sehr viele schöne und spaßige Spielrunden.

Von diesen ganzen doch eher persönlichen Highlights des Jahres abgesehen …

… der ganze Kram rund um Wege der Vereinigungen (DSA 5); das war 2018 mit Sicherheit sehr prägnant, wenn auch kaum im positiven Sinne.

… das Erscheinen der 5. Edition von Vampire, the Masquerade war ebenfalls durchaus prägnant, weil die mir nämlich bislang gut gefällt. Das ist ein Novum für mich in Bezug auf Vampire. Davon abgesehen … auch verdammt viel negativer, aber prägnant zu nennender Kram rundum.

2. Wie oft bist Du 2018 zum Spielen gekommen? Was wurde am meisten gespielt,, welche Systeme hast Du neu kennengelernt?

Wie ich dank des entsprechenden Threads im Tanelorn recherchiert habe, habe ich 71 Sessions gespielt und geleitet, davon 36 Session onAir auf meinem eigenen Kanal, also live auf Youtube.

Mit 25 Sessions führt Splittermond die Liste an, gefolgt von 20 Sessions DSA 5 (mit 1 Ausnahme alle als Spielerin der Theaterritter-Kampagne) und 12 Sessions Pathfinder als SL des Abenteuerpfades Die Winterkönigin.

Neu für mich war Call of Cthulhu in der 7. Edition (als SL) und wie schon erwähnt Space 1889.

3. Welches RPG-Produkt 2018 (aber nicht unbedingt aus 2018) hat Dich am meisten überrascht, Dir am meisten fürs Spielen genutzt?

Kein RPG-Produkt, aber fürs Rollenspiel Discord. Das hab ich 2018 zu nutzen begonnen und da so einige tolle Sachen gelesen, geteilt, gespielt und besprochen.

4. Welcher Blogartikel, welches Video, welcher Karneval Deiner RPG-Kollegen (also quasi der Blogosphäre) hat Dich 2018 am meisten geflasht?

Weiß ich jetzt nicht mehr. Ich erinnere mich gut daran, vor allem manche Blogartikel sogar mehrfach gelesen zu haben, weil sie mir so gut gefielen, aber davon will mir nun einfach keiner mehr einfallen, sorry. 🙁

5. Welches sind die Medien 2018 für Dich? Bester Film, beste Serie, beste Buch, beste Comic etc.?

Puh. Ich kann mir nicht gut merken, wann was erschien bzw. bin oft spät dran, was das Lesen/Schauen betrifft. Ich werfe darum einfach mal The Chilling Adventures of Sabrina in den Raum.


Was ist die RPG-Blog-O-Quest und wie kann man teilnehmen?

Was ist die RPG-Blog-O-Quest?
Hier stellen sich RollenspielbloggerInnen gegenseitig im Monatswechsel jeweils fünf Fragen zu ihrem Lieblingshobby. Ursprünglich organisiert von Greifenklaue und Würfelheld, sind inzwischen auch andere BloggerInnen zu Fragenstellern geworden und geben entweder im Lückentext die Möglichkeit, eigenes zu ergänzen, oder konkrete Fragen zu beantworten

Wer kann teilnehmen?
Alle, die Lust hat, die gestellten Fragen zu beantworten und via Blog, Podcast, Vlog oder ähnlichem mit einem Verweis auf den Ursprungstext zu beantworten, damit die LeserInnen/ZuschauerInnen auch bei anderen Teilnehmern stöbern können

Was sollten Teilnehmer nicht vergessen?
Dem/Der jeweiligen Blog-O-Quest-VeranstalterIn einen Link zum eigenen Werk zukommen zu lassen, damit man diesen weiter verbreiten kann!

Was bringt das Ganze?
Hoffentlich den Bloggern/Vloggern Spaß beim Schreiben/Drehen, den LeserInnen/ZuschauerInnen ebenso Spaß beim Lesen/Schauen und natürlich Einblicke in die Gewohnheiten und Ansichten anderer zum Hobby Rollenspiel. Idealerweise natürlich auch Inspiration für eigene Ideen.

Der Winter naht!

teeWer Blog und/oder Youtubekanal von mir verfolgt, weiß sicherlich schon, dass die Monate von Oktober bis Januar meine liebsten sind. Ich mag die Zeit, wenn ein Tee einen wieder aufwärmt, man sich abends in Kissen und Decke so richtig schön einkuscheln kann, es früh dunkel wird, man wieder mit Kerzen und Co. beleuchten kann. Zeit für kräftige Düfte und Gewürze, Kuschelkakao und Punsch. Und was bei anderen später der Frühjahrsputz ist, ist bei mir die Zeit für umfassende Rückblicke und Planungen fürs Folgejahr.

In diesem Jahr bin ich schon ganz schön weit mit alldem. Ausnahmsweise mal, denn normalerweise schlägt im Dezember ja noch mal der Wahn an allen Fronten zu, sodass ich dann gar keine Zeit mehr dazu finde und alles ein bisschen gequetscht wird. Diesmal staut sich alles eher in Bereichen, für die man eine Stimme braucht (Podcast, Video), weil die meine knapp zwei Wochen lang nicht so wollte wie ich.

Die ominöse Liste

Im Juli 2017 habe ich nach und nach angefangen, eine Liste für die Spiele (und auch die Abenteuer) zu erstellen, die ich gerne spielen möchte. Generell, also unabhängig von Machbarkeit, Umfang und so weiter. Die weitere Sortierung erfolgt an anderer Stelle. Und mittlerweile klopft bei mir die Erkenntnis an, dass ich all das nicht nur in einem Jahr nicht werde abhandeln können, sondern auch nicht in zweien, nicht mal in fünf. Das macht mich ein bisschen traurig. Auf der anderen Seite gibt es mir wieder mehr Freiheiten für meine Planungen, gemäß dem Motto: Wenn es eh egal ist …

Aktuell enthält die Liste 26 verschiedene Spiele (und ist damit mal wieder angewachsen). Darunter gelistet sind aktuell 61 Abenteuer- und Kampagnenideen, genau genommen davon 16 Kampagnenideen. Ich bin sicher, ihr seht das Problem? Dass ich aktuell 2 lange Kampagnen leite und in einer spiele, macht es nicht gerade einfacher. 😉

Wohlgemerkt sind in dieser Liste mittlerweile nur noch die Sachen, die ich eigentlich gern in absehbarer Zeit spielen/leiten möchte. Es gäbe noch ein paar mehr Spiele für „irgendwann mal“.

Der Übersichtsplan für 2019

Nach langem Hin und Her und Überlegungen zusammen mit Tsu sieht der Plan wie folgt aus für 2019:

  • Eine lange Kampagne (1 Jahr und länger)
  • Eine kurze Kampagne (bis zu 10 Sessions)
  • mindestens 4 Oneshots (1-2 Sessions)
  • maximal 4 Fewshots (max. 4 Sessions)

Wenn man bedenkt, dass diese Vorgabe für jeden von uns beiden gilt (und Tsu eine eigene Liste mit gewünschten Spielen hat), ist das sehr viel, was da zusammenkommt.

Mir hilft diese Struktur bei der Planung ungemein, wie ich feststelle.

Kampagnen

Die Kampagnen zu planen, war am einfachsten.

Bereits gestartet sind wir mit Storm King’s Thunder und DnD 5, was entsprechend die lange Kampagne auch für 2019 ist und sein wird.

Aktuell läuft noch bis voraussichtlich Februar 2019 Pathfinder mit dem Abenteuerpfad Die Winterkönigin. Der Slot dann durch eine kurze Kampagne mit Splittermond abgelöst werden.

One- und Fewshots

Bei One- und Fewshots fallen alle Kampagnenideen aus meiner Liste schon mal raus. Ebenfalls raus fallen komplexe Spiele, weil das einfach den Aufwand für einen Oneshot nicht lohnt.

Abschließende Überlegungen dazu gibt es aber später. Das Jahr ist ja noch nicht rum.

Mit Sicherheit dabei sein werden aber: DSA 5, Splittermond und Space 1889.

Ansonsten gehen meine Präferenzen aktuell stark in Richtung KULT: Divinity Lost (was ich schon längst geleitet hätte, wenn ich denn mal SpielerInnen dafür finden würde …), Vampire 5th Edition, Geh nicht in den Winterwald, Symbaroum, One last Job, Old Slayerhand und Monsterhearts.

[RSP-Karneval] Rückblick zum Oktober 2018: Schuhe

Zack, ist so ein Monat auch schon wieder rum. Und so ist es Zeit, einen Blick zurück auf die Beiträge im Rahmen des oktoberigen Karnevals der Rollenspielblogs zu werfen. Das Thema lautete: Schuhe.

Der Themenvorschlag kam im Juni von d6ideas und ich fand das so schräg, dass ich mich des Themas angenommen hab – zumindest als Organisatorin.

Das erklärt in diesem Monat auch die – wie eigentlich immer – umfassende Teilnahme von d6ideas. Da gab es:

Und selbstredend gab es von d6ideas auch einen Karneval der Archive-Artikel.

Tatsächlich gab es aber doch so einige weitere teilnehmende Artikel im Rahmen des Schuhe-Themas.

dnalorsblog hat in seinem Beitrag zwar erst mal seine Ungläubigkeit zum Thema kundgetan und betont, dass das nur ein einziges Mal in 25 Jahren Rollenspiel ein Thema gewesen sei im Spiel, dann aber haut er tabellarisch mal eben 14 Schuhideen raus. Abseits dessen, dass die beiden enthaltenen orientalischen Macharten beide mit Diebstahl in Verbindung stehen, was ich ein bisschen unglücklich finde (Update: wurde auf aranisch geändert), finden sich in dieser Tabelle sehr amüsante Überlegungen aus allerlei Ecken und Sparten. Ich hab jedenfalls ordentlich geschmunzelt beim Lesen.

Timberwere hat ziemlich lange auf der Schuhsohle des Themas rumgekaut, bis ihr einige Plothooks rund um das Thema Schuhe eingefallen sind. Geboten wird jeweils eine Ausgangssituation pro Genre mitsamt mehreren Szenariovorschlägen dazu. Meine Favoriten daraus: Science-Fiction und Western.

Gloria von Nerdgedanken hat sich „Walking in my shoes“ zum Anlass genommen für 5 SpielerInnen-/SL-Tipps gegen Rollenspielfrust.

Bei Tilting my World orakelte man, ob das Thema des Monats eine Verarschung sein soll. Auflösung: Nö, aber ich hatte ursprünglich im Juni da ja auch erst noch mal nachgehakt *g*. Das Orakel hat dann aber dank der Musik schließlich aus Songs doch ganze sechs verschiedene Schuhe kreiert, die man als 1W6-Zufallstabelle nutzen kann. Oder einfach so. Mein Favorit: die Stilettos in die Hölle.

Apropos Zufallstabellen:

Aus den Ogerhöhlen kam auch eine Zufallstabelle, nämlich 1W10 verschiedene Schuhe. Ohne Schnick und Schnack, dafür Schuh. Gedacht für Cyberpunk 2020 oder Augmented Realities-Tabellen (also auch Cyberpunk-Style).

Und auch ich selbst habe es mal geschafft, endlich wieder einen Artikel für den Karneval zu verfassen. Herausgekommen sind 2W10 Dinge, in die man treten kann – für Splittermond.

Supergerm hat das Thema derweil ins Blutschwerter-Forum getragen, nämlich in den Boards für Deadlands: Hölle auf Erden, Mutant Chronicles und Warhammer 40k. Bei letzterem hat der Thread tatsächlich Seite 3 (!) erreicht und lässt sich in sozusagen epischer Breite über Absatzhöhen aus.

alter Schuh

Da ist also doch so einiges zusammengekommen. Insgesamt sind es 33 Artikel von d6ideas, 6 weitere Beiträge und 3 Forenfäden. Auch per Instagram erreichte mich ein Kommentarhinweis zum Thema Schuhe, den ich leider aber nicht mehr wiederfinden kann.

Vielen Dank an alle, die sich mit dem doch eher ungewöhnlichen Thema auseinandergesetzt haben. 🙂

Im November geht es nun mit „Das Böse“ bei stories & characters weiter.

Alle 7 Jahre?

Neulich unterhielt ich mich über den 7-Jahres-Mythos, demnach man sich alle 7 Jahre verändert. Wie bei so vielen Mythen steckt auch hier ein wahrer Kern drin, die konkrete Zahl und/oder ein Bezug auf eine vollständig neue Entwicklung ist aber natürlich Unsinn.

Trotzdem hat mich das auf die Idee gebracht, diesen Mythos mal in Bezug auf mein Rollenspieldasein zu betrachten.

0-7 Jahre: Kein Rollenspiel

Na sowas!? Wer hätte gedacht, dass ich in den ersten sieben Jahren meines Lebens noch keinerlei Berührungspunkte zum Hobby hatte? 😉

8-14 Jahre: Lektüre … solo

Tatsächlich hatte ich meine ersten Berührungspunkte mit Rollenspielen dann aber doch schon mit 7 Jahren durch ältere Nachbarskinder (hab ich hier in der Retro-Kategorie des Blogs schon mal erzählt). Zum Spielen kam ich hierbei in dieser Zeit nicht so wirklich. Zwar hatte ich immer wieder hartnäckig versucht, andere Kinder zum Spielen zu überreden, konnte aber nie mit dem Hobby begeistern zum damaligen Zeitpunkt. So blieb mir nur die Lektüre. Und Solo-Abenteuer. Ich hab übrigens bis vor einigen Jahren Einsamer Wolf und Co. nicht mal gekannt. Bei mir waren es immer die Solo-Abenteuer von DSA.

15-21 Jahre: Gruppen und ganze Welten!

Irgendwann fand sich über die Schule dann doch mal eine Gruppe, und in und mit dieser spielte ich dann auch recht exzessiv 1-2x/Woche. Da mir das nicht reichte, musste dann noch eine weitere Runde gebildet werden. Auch bei diesen Gruppen war es ausschließlich DSA, das wir spielten.

Durch einen offenen Spieltreff entdeckte ich später jedoch, dass es nicht nur überhaupt sehr viel mehr Rollenspiele als DSA gibt (siehe hier), sondern sogar ganze Läden mit Regalen voller Rollenspielen (siehe hier und hier). Whoa!

So lernte ich AD&D kennen und verliebte mich in Earthdawn (siehe hier).

22-28 Jahre: Generisch universell zu dark

Die nächste Phase meines Rollenspiellebens war zunächst vor allem geprägt von GURPS. Das war mein erstes Zusammentreffen mit einem Spiel, mit dem man buchstäblich alles machen konnte. Und genau dem widmeten wir uns ziemlich ausgiebig. Sowohl dem Spielen in verschiedenen Genres (vor allem Fantasy und SciFi/Traveller), aber auch dem Bau eigener Welten. Auch das waren also meine ersten Schritte hin dazu, abseits von Abenteuern eigene Dinge zu kreieren.

Mein Highlight aus dieser Zeit ist immer noch, dass ich meinen Vater in dieser Zeit fürs Rollenspielen begeistern konnte, wenn zu diesem Zeitpunkt auch eher kurzzeitig und auf Traveller beschränkt.

Aber schon damals war es so, dass ich nach gefühlt ewiger Zeit ausschließlich mit DSA nicht mehr an einem System kleben bleiben wollte. Irgendwann kam die Lust auf was Neues, und so ließ ich mir im Rollenspielladen einfach was empfehlen, da meine eigene Rollenspielblase noch mehr als überschaubar war. Und in Nullkommanix hatte ich dann plötzlich alles im Regal stehen, was von Vampire, the Masquerade zum damaligen Zeitpunkt erschienen war.

Ich war von Vampire sehr gehyped, habe alle Bücher dazu regelrecht verschlungen, habe mein eigenes Ruhrgebiet komplett mit Vampiren, Connections, NSC, wichtigen Orten etc. ausgestattet (da kommt man auch drauf, wenn man noch nie was von R-Maps, C-Maps und Co. gehört hat), eine wirklich riesige Runde geplant mit 12 Spielern, die sich durch ihre Aktionen und Präferenzen dann nach ein paar Sessions in 2-3 eigene Gruppen aufspalten sollten, zwischen denen es immer wieder mal Berührungspunkte geben sollte. Um es kurz zu machen: Das war einer der größten Flops, die ich je gespielt bzw. geleitet habe (ein bisschen mehr dazu gibt es hier). Aber ich habe sehr viel gelernt durch die Vorbereitung der Runde und letztlich auch durch den Flop an sich.

Letztlich hatte ich nach diesem Megaflop allerdings schon nicht mehr so wirklich Bock auf das Spiel. Da ich verdammt viel Geld ausgegeben hatte und auch nicht alles sofort verkaufen wollte, machte ich mich im Internet, das es endlich gab, auf die Suche nach Tipps und Inspiration. Mit dem Internet erweiterte sich meine Rollenspielwelt erneut. Und auch die World of Darkness wurde genau das: eine ganze Welt, viele verschiedene Übernatürliche, nicht nur Vampire. Es dauerte nicht lang festzustellen, dass mich Werewolf, Changeling und schließlich auch Wraith und Mummy allesamt viel mehr anzogen und interessierten als Vampire.

Und dann kamen die Chroniken der Engel. Wieder ein anderes Genre, andere Mechaniken, und auch eine neue Gruppe, die komplett aus Leuten entstand, die ich über die Rollenspielerdatenbank KOOP im Internet angeschrieben hatte. Und damit entstand dann auch mein erster Rollenspielblog damals.

29-36 Jahre: Chummer & Vampire

Streng genommen gehört der erste Schwerpunkt schon in den vorigen Abschnitt. Dort erwähnte Gruppe fing immer wieder damit an, Shadowrun spielen zu wollen, wogegen ich mich aber standhaft weigern konnte. Nachdem ich mich dann dazu durchringen konnte, mal einen SR-Roman zu lesen, war ich bereit, doch ein paar Sessions zu spielen. Und als die anderen dann wie üblich mal wieder wechseln wollten (wir spielten ein System alle 14 Tage fest und dazwischen an den 14 Tagen wechselnde Systeme), war ich lautstark dagegen und wollte zum Erstaunen aller unbedingt weiterspielen. Auch damit hab ich mich durchgesetzt *g*.

Damit trat erstmals ein regellastiges System in mein Leben. DSA zähle ich da nicht, denn damit bin ich von Stunde 0 an mitgewachsen. Und ich hab mir an den Regeln von Shadowrun 3 wirklich die Zähne ausgebissen. Über Jahre hinweg. Ich habe ewig Karteikarten als Cheatsheets genutzt, sowohl als Spielerin für meinen Charakter als auch später als SL. Und das, obwohl ich wirklich viel gelesen, geübt und gespielt habe. Damals habe ich beschlossen, dass umfassende Regeln wahrscheinlich nix für mich sind. Hat mich aber nicht von Shadowrun abgehalten, im Gegenteil. Abgehalten hat mich dann eher die 4. Edition bzw. das komisch vermurkste grüne Grundregelwerk damals.

Und so führte mich mein Weg mal wieder auf Abwege. Ich bekam die Empfehlung von Nin, den ich schon aus den damaligen WoD-Forenzeiten und denen im Travar-Forum (und seiner großartigen Changeling-Webseite) her kannte, mal auf der Drachenzwinge zu gucken, und dort wurde ich auch fündig. Und wie! Vor allem All flesh must be eaten hatte es mir dort angetan, aber ich spielte so einiges, leitete so einiges, und schließlich führte mein Weg mich wieder hin zur World of Darkness. Das Problem war dasselbe wie immer zuvor: Jeder wollte Vampire spielen, stand voll auf dieses Intrigen-PvP-Ding, ich hingegen hätte lieber andere Sachen gespielt. Hab ich auch. Und dank einiger Leute bei der Drachenzwinge, die das ähnlich sahen oder noch sehen, konnte ich auch eine Menge anderer WoD-Spiele spielen. vampir

Dadurch kam ich auch zur langjährigen Tischrunde, die – natürlich – Vampire spielten. Zuerst Dark Ages, später kam das mehr aufgedrückte Switchen auf die nWoD. Und davon war ich sehr schnell dann doch sehr angetan, nachdem ich quasi mehr oder weniger gezwungen war, mich mehr und mal so richtig damit auseinander zu setzen. So kam die World of Darkness nicht nur zurück in mein Rollenspielleben, sondern sie erweiterte sich sogar deutlich. So sehr, dass ich schließlich beschloss, nix anderes mehr spielen zu wollen. Alles, was ich je an Settings bespielen wollen würde, konnte ich mit der nWoD umsetzen.

Und eben drum startete ich am Ende dieser Phase dann auch meinen Youtube-Kanal, auf dem ich vor allem Videos zur (n)WoD online stellen wollte.

37-41 Jahre: Resümee und Aktuelles

Füchse bemerken, dass die Zahl hier nicht stimmt, denn da müsste eine 42 stehen. Noch füchsischere Füchse werden daraus zu Recht schließen, dass ich aktuell 41 Jahre alt bin. Glückwunsch! *g*

Knapp ein Jahr blieb die nWoD tatsächlich mein Schwerpunkt auf dem Kanal. Mein Enthusiasmus, auch andere von der nWoD zu begeistern, nahm dann allerdings mit der Ankündigung von Ulisses, die oWoD wieder auf deutsch rauszubringen, ein jähes Ende, zumal sich auch da schnell rauskristallisierte, dass vor allem Vampire damit gemeint war, logischerweise.

Danach wandte ich mich erstmals nach x Jahren mal wieder DSA zu, wo für die 5. Edition gerade die Beta lief. Auch nach Erscheinen der 5. Edition hab ich viel DSA gespielt und geleitet. Und ich hatte nach so langer Zeit mal wieder richtig Spaß daran. Das flaut übrigens aktuell wieder so ein bisschen ab. Ich rechne aber nicht noch mal mit einem kompletten Ausstieg, sondern will mir DSA 5 auf jeden Fall als gern gespieltes Spiel erhalten. Muss halt nur ein bisschen dosiert werden.

Ich startete mit  Die Winterkönigin einen Abenteuerpfad von Pathfinder, der nun seit mittlerweile 3,5 Jahren gespielt wird und relativ kurz vor dem Abschluss steht. Vor kurzem haben wir mit DnD 5 angefangen, das sicherlich Pathfinder vollständig ersetzen wird. Nach dem Erscheinen im Englischen hatten wir schon 2 DnD-Kampagnen gespielt, dann pausiert, und nach dem Erscheinen im Deutschen hatte ich da erst mal keine Böcke drauf. Jetzt schon. 🙂 Ist aktuell noch ein bisschen holprig, da ein paar Jahre nicht mehr bespielt. Außerdem raubt mir der Kontrast zu Pathfinder aktuell noch ein bisschen Nerven. An dem einen Tag das eine, am nächsten das andere … bringt mich durcheinander (und Pathfinder bringt mich eh durcheinander).

Nach einigen Anläufen habe ich mich dann doch noch so richtig in Splittermond verlieben können (wie ihr sicherlich wisst).

Immer mal wieder zieht es mich mehr oder weniger stark zurück zur World of Darkness, mal länger, mal kürzer. Und auch Shadowrun blitzt immer mal wieder auf und ich hab auch da noch immer Spaß, mich damit zu beschäftigen. Ebenfalls dosiert, seit ein paar Jahren nur noch theoretisch. Aber das soll auch nicht immer so bleiben.

Ich habe mit Powered by the Apocalypse eine weitere Mechanik in Variationen kennengelernt, die mich sehr begeistert, wohingegen mich Savage Worlds nie so wirklich begeistern konnte.

Und hier und da plöppt mal was Neues oder neu Entdecktes auf, dem ich mich kürzere Zeit widme. Ich bin aber mit meiner Auswahl an immer wieder rausgekramten Spielen und Varianten an sich zufrieden mittlerweile, sodass Neueres eher mal links liegen bleibt. Bis vor ungefähr 3 Jahren habe ich noch alles mögliche Neue gekauft und auch gespielt, aber nachdem ich mir mal sozusagen eine Rollenspielkaufdiät auferlegt habe, hat das alles ziemlich seinen Reiz verloren. Yay, eine erfolgreiche Diät also, hihi. Und mal ehrlich: Mit der engeren Auswahl an Spielen, die ich immer wieder mal und/oder dauerhaft spiele, bin ich aber auch schon mehr als beschäftigt.

Mein Youtubekanal ist im Verlauf der Zeit mit 1200 Abos ganz schön angewachsen, was mich sehr freut. Dass der Blog dadurch immer wieder und immer längere Einbrüche hatte, finde ich hingegen schade. Ist immer so ein Auf und Ab mit der zur Verfügung stehenden Zeit und den Dingen, die man darin unterbringen will. Trotzdem versuche ich immer wieder, regelmäßiger zu bloggen und organisiere auch schon allein deshalb gerne mal einen Rollenspielkarneval.

Und dennoch habe ich vor kurzem einen Podcast zu Splittermond und (düsterer) Fantastik gestartet, den Stechginsterpodcast. Der soll alle 14 Tage erscheinen und bislang klappt das ganz gut und macht mir einen Heidenspaß.

Zwischenzeitlich hatten wir 1 Jahr lang den Kanal Vlogtaculum für monatliche Vlogs erstellt und organisiert. Und ich hab durch die Mitarbeit an den deutschen Versionen von Fragged Empire und DnD 5 (Spielerhandbuch) einen Blick hinter die Kulissen werfen können.

Generell würde ich sagen, dass sich mein Spielen sehr gefestigt hat in den letzten Jahren. Das entspannt und macht gleich mal noch mehr Spaß.

Zukunft?

nachdenkenTja, gute Frage. Wer weiß das schon? Aber da sich langsam auch das Jahresende nähert, mache ich mir da wahrscheinlich traditionell wohl noch so einige Gedanken zu.

Nach wie vor unzufrieden bin ich mit meinem Zeitmanagement. Das Hobby Rollenspiel auf diversen Ebenen (informieren, lesen, vorbereiten, leiten, spielen, Blog, Youtube, Podcast) zu pflegen, ist schon sehr zeitintensiv. Trotzdem ist es ja nicht das einzige Hobby, das ich habe. Zusammen mit Arbeit und Studium habe ich dauernd das Gefühl, dass mir irgendwo irgendwas verloren geht (nicht immer unberechtigt). Das ist nervig. Hab da schon vieles ausprobiert, aber noch keine Lösung gefunden.

Im Grunde möchte ich alles aber eigentlich so haben, wie es in den letzten Jahren geworden ist. Nur mit mehr Regelmäßigkeit irgendwie. Das wäre schon schön.

Und ich möchte nach wie vor wieder mehr (zeitlichen) Raum für mehr eigene Dinge haben. Das hat sich in diesem Jahr nur sehr wenig gebessert und es fehlt mir.

Und ihr?

Wie sieht euer Rollenspiellebenslauf eigentlich so aus? Das würde mich echt mal interessieren!

Und gibt es eurerseits Dinge, die ihr euch für die Zukunft wünschen würdet? Für euer Hobby oder auch von mir bzw. diesem Blog hier?

[RSP-Karneval] 2W10 Dinge, in die man treten kann

Der diesmonatige Karneval der Rollenspielblogs zum Thema Schuhe wird ja von mir organisiert. Bei den letzten von mir organisierten Monaten war es stets so, dass ich zwar Ideen für Beiträge hatte, aber dann doch nicht dazu kam. Diesmal will ich wenigstens einen Beitrag unbedingt beisteuern (auch wenn ich etliche mehr als Ideen im Kopf habe).

Logo_RSPKarneval_500px

Hier also eine Zufallstabelle, die ich mir für Splittermond ausgedacht habe, die mit einigen Anpassungen aber für alle (Fantasy-)Spiele passen sollte.

Ergebnis aus 2W10 Die Person tritt …
2 … auf einen spitzen Stein. Wurf auf Akrobatik SG 15, um sich ausbalancieren zu können. Bei einem Misserfolg bohrt sich der Stein durch die Sohle und die Person hat ein kleines Loch darin. Bei einem Patzer stürzt sie und erleidet 1W6-3 Schadenspunkte (ggf. modifiziert durch den Untergrund).
3 … in einen Kothaufen. Wurf auf Jagdkunst SG 20 um herauszufinden, in wessen Exkremente sie gelaufen ist.
4 … auf ein paar sehr trockene Äste. Es ertönt ein lautes Knacken, das nahe Feinde aufmerksam machen könnte.
5 … in ein Schlammloch. Wurf auf Akrobatik SG 15, um sich ausbalancieren zu können. Die Schuhe sind auf jeden Fall voller Schlamm.
6 … auf etwas Weiches. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich eine halb verweste Rattlingsleiche. Wurf auf Heilkunde SG 25, um die näheren Umstände herauszufinden (nach erfolgreicher Entschlossenheitsprobe SG 15 mit leicht positivem Umstand).
7 … auf etwas Weiches. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich eine ellengroße Schimmerschnecke, die nun zerdrückt auf dem Boden liegt. Wurf auf Naturkunde SG 25 um zu wissen, dass tote Schimmerschnecken einen bestimmten Geruch über weite Distanz ausströmen, der sowohl andere Schimmerschnecken als auch Fressfeinde anlocken kann.
8 … in eine Pfütze.
9 … auf einige angetrocknete Beeren. Es geschieht nichts außer evtl. leichten Verfärbungen des Leders. Die Entdeckung kann bei einer erfolgreichen Probe auf Überleben SG 20 in der Wildnis jedoch für einen stark positiven Umstand bei der Suche nach Essbarem sorgen.
10 … auf einige noch sehr saubere Fetzen von Stoff. Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass es sich ausschließlich um Unterkleidung handelt. Ein Scherz? Ein Stelldichein? Gefahr?
11 … auf einen Schlüssel. Er ist groß und hübsch verziert. Wird er poliert, kann man die Gravur Eduard auf ihm erkennen.
12 … in eine Pfütze. Die Flüssigkeit darin ist dickflüssig und irisierend schwarz. Wurf auf Alchemie SG 25, um die Flüssigkeit genauer einzuschätzen.
13 … auf ein geschnitztes Stück Holz. Es scheint sich um ein Spielzeug zu handeln.
14 … auf einen kurzen knorrigen Ast. Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass es ein abgetrennter Finger ist, an dem ein Ring steckt. Wurf auf Edelhandwerk oder Länderkunde SG 25, um mehr zu ihm erkennen zu können.
15 … auf ein gut erhaltenes Schriftstück. Es ist in fremder Sprache verfasst. Wurf auf Länderkunde gegen 30, um zumindest eine grobe Ahnung vom Inhalt zu bekommen (Achtung: Länderkunde-Meisterschaft Sprachbegabt vorhanden?)
16 … auf ein halb verwittertes Schriftstück. Man kann große Teile noch lesen und offenbar handelt es sich um

1W6: 1 – einen Liebesbrief, 2 – einen Handelsbrief, 3 – eine Warnung, 4 – ein Entschuldigungsschreiben, 5 – eine Inventarliste, 6 – ein Rezept

17 … auf ein halb verwittertes und unter kleinen Steinchen verborgenes Schriftstück. Es handelt sich um eine Karte und ein Zielort wurde mit einem X markiert.
18 … auf eine Münze. Es handelt sich um eine alte Prägung, die man womöglich an einen Händler für einen höheren Wert verkaufen kann. Ansonsten handelt es sich einfach um einen noch nutzbaren Lunar.
19 … auf einen kleinen verstaubten Beutel. Darin enthalten sind 4 Lunare und 17 Telare.
20 … auf ein glänzendes Objekt. Wenn sie näher hinsieht, erkennt sie es als Mineral. Wurf auf Naturkunde SG 20, um herauszufinden, um was es sich hierbei handelt (Mondstein, Wert 1 Solar)

[Splittermond] Würfelgrundlagen

Da ich hier gerade immer noch so „rumhänge“, da krank, hab ich immerhin Zeit festzustellen, dass ich schon wieder länger nichts gebloggt habe. Also starte ich jetzt wenigstens mal mit einem Crossposting, nämlich von meinem Video über die grundlegende Würfelmechanik bei Splittermond. So weit, so einfach. 🙂