Alle 7 Jahre?

Neulich unterhielt ich mich über den 7-Jahres-Mythos, demnach man sich alle 7 Jahre verändert. Wie bei so vielen Mythen steckt auch hier ein wahrer Kern drin, die konkrete Zahl und/oder ein Bezug auf eine vollständig neue Entwicklung ist aber natürlich Unsinn.

Trotzdem hat mich das auf die Idee gebracht, diesen Mythos mal in Bezug auf mein Rollenspieldasein zu betrachten.

0-7 Jahre: Kein Rollenspiel

Na sowas!? Wer hätte gedacht, dass ich in den ersten sieben Jahren meines Lebens noch keinerlei Berührungspunkte zum Hobby hatte? 😉

8-14 Jahre: Lektüre … solo

Tatsächlich hatte ich meine ersten Berührungspunkte mit Rollenspielen dann aber doch schon mit 7 Jahren durch ältere Nachbarskinder (hab ich hier in der Retro-Kategorie des Blogs schon mal erzählt). Zum Spielen kam ich hierbei in dieser Zeit nicht so wirklich. Zwar hatte ich immer wieder hartnäckig versucht, andere Kinder zum Spielen zu überreden, konnte aber nie mit dem Hobby begeistern zum damaligen Zeitpunkt. So blieb mir nur die Lektüre. Und Solo-Abenteuer. Ich hab übrigens bis vor einigen Jahren Einsamer Wolf und Co. nicht mal gekannt. Bei mir waren es immer die Solo-Abenteuer von DSA.

15-21 Jahre: Gruppen und ganze Welten!

Irgendwann fand sich über die Schule dann doch mal eine Gruppe, und in und mit dieser spielte ich dann auch recht exzessiv 1-2x/Woche. Da mir das nicht reichte, musste dann noch eine weitere Runde gebildet werden. Auch bei diesen Gruppen war es ausschließlich DSA, das wir spielten.

Durch einen offenen Spieltreff entdeckte ich später jedoch, dass es nicht nur überhaupt sehr viel mehr Rollenspiele als DSA gibt (siehe hier), sondern sogar ganze Läden mit Regalen voller Rollenspielen (siehe hier und hier). Whoa!

So lernte ich AD&D kennen und verliebte mich in Earthdawn (siehe hier).

22-28 Jahre: Generisch universell zu dark

Die nächste Phase meines Rollenspiellebens war zunächst vor allem geprägt von GURPS. Das war mein erstes Zusammentreffen mit einem Spiel, mit dem man buchstäblich alles machen konnte. Und genau dem widmeten wir uns ziemlich ausgiebig. Sowohl dem Spielen in verschiedenen Genres (vor allem Fantasy und SciFi/Traveller), aber auch dem Bau eigener Welten. Auch das waren also meine ersten Schritte hin dazu, abseits von Abenteuern eigene Dinge zu kreieren.

Mein Highlight aus dieser Zeit ist immer noch, dass ich meinen Vater in dieser Zeit fürs Rollenspielen begeistern konnte, wenn zu diesem Zeitpunkt auch eher kurzzeitig und auf Traveller beschränkt.

Aber schon damals war es so, dass ich nach gefühlt ewiger Zeit ausschließlich mit DSA nicht mehr an einem System kleben bleiben wollte. Irgendwann kam die Lust auf was Neues, und so ließ ich mir im Rollenspielladen einfach was empfehlen, da meine eigene Rollenspielblase noch mehr als überschaubar war. Und in Nullkommanix hatte ich dann plötzlich alles im Regal stehen, was von Vampire, the Masquerade zum damaligen Zeitpunkt erschienen war.

Ich war von Vampire sehr gehyped, habe alle Bücher dazu regelrecht verschlungen, habe mein eigenes Ruhrgebiet komplett mit Vampiren, Connections, NSC, wichtigen Orten etc. ausgestattet (da kommt man auch drauf, wenn man noch nie was von R-Maps, C-Maps und Co. gehört hat), eine wirklich riesige Runde geplant mit 12 Spielern, die sich durch ihre Aktionen und Präferenzen dann nach ein paar Sessions in 2-3 eigene Gruppen aufspalten sollten, zwischen denen es immer wieder mal Berührungspunkte geben sollte. Um es kurz zu machen: Das war einer der größten Flops, die ich je gespielt bzw. geleitet habe (ein bisschen mehr dazu gibt es hier). Aber ich habe sehr viel gelernt durch die Vorbereitung der Runde und letztlich auch durch den Flop an sich.

Letztlich hatte ich nach diesem Megaflop allerdings schon nicht mehr so wirklich Bock auf das Spiel. Da ich verdammt viel Geld ausgegeben hatte und auch nicht alles sofort verkaufen wollte, machte ich mich im Internet, das es endlich gab, auf die Suche nach Tipps und Inspiration. Mit dem Internet erweiterte sich meine Rollenspielwelt erneut. Und auch die World of Darkness wurde genau das: eine ganze Welt, viele verschiedene Übernatürliche, nicht nur Vampire. Es dauerte nicht lang festzustellen, dass mich Werewolf, Changeling und schließlich auch Wraith und Mummy allesamt viel mehr anzogen und interessierten als Vampire.

Und dann kamen die Chroniken der Engel. Wieder ein anderes Genre, andere Mechaniken, und auch eine neue Gruppe, die komplett aus Leuten entstand, die ich über die Rollenspielerdatenbank KOOP im Internet angeschrieben hatte. Und damit entstand dann auch mein erster Rollenspielblog damals.

29-36 Jahre: Chummer & Vampire

Streng genommen gehört der erste Schwerpunkt schon in den vorigen Abschnitt. Dort erwähnte Gruppe fing immer wieder damit an, Shadowrun spielen zu wollen, wogegen ich mich aber standhaft weigern konnte. Nachdem ich mich dann dazu durchringen konnte, mal einen SR-Roman zu lesen, war ich bereit, doch ein paar Sessions zu spielen. Und als die anderen dann wie üblich mal wieder wechseln wollten (wir spielten ein System alle 14 Tage fest und dazwischen an den 14 Tagen wechselnde Systeme), war ich lautstark dagegen und wollte zum Erstaunen aller unbedingt weiterspielen. Auch damit hab ich mich durchgesetzt *g*.

Damit trat erstmals ein regellastiges System in mein Leben. DSA zähle ich da nicht, denn damit bin ich von Stunde 0 an mitgewachsen. Und ich hab mir an den Regeln von Shadowrun 3 wirklich die Zähne ausgebissen. Über Jahre hinweg. Ich habe ewig Karteikarten als Cheatsheets genutzt, sowohl als Spielerin für meinen Charakter als auch später als SL. Und das, obwohl ich wirklich viel gelesen, geübt und gespielt habe. Damals habe ich beschlossen, dass umfassende Regeln wahrscheinlich nix für mich sind. Hat mich aber nicht von Shadowrun abgehalten, im Gegenteil. Abgehalten hat mich dann eher die 4. Edition bzw. das komisch vermurkste grüne Grundregelwerk damals.

Und so führte mich mein Weg mal wieder auf Abwege. Ich bekam die Empfehlung von Nin, den ich schon aus den damaligen WoD-Forenzeiten und denen im Travar-Forum (und seiner großartigen Changeling-Webseite) her kannte, mal auf der Drachenzwinge zu gucken, und dort wurde ich auch fündig. Und wie! Vor allem All flesh must be eaten hatte es mir dort angetan, aber ich spielte so einiges, leitete so einiges, und schließlich führte mein Weg mich wieder hin zur World of Darkness. Das Problem war dasselbe wie immer zuvor: Jeder wollte Vampire spielen, stand voll auf dieses Intrigen-PvP-Ding, ich hingegen hätte lieber andere Sachen gespielt. Hab ich auch. Und dank einiger Leute bei der Drachenzwinge, die das ähnlich sahen oder noch sehen, konnte ich auch eine Menge anderer WoD-Spiele spielen. vampir

Dadurch kam ich auch zur langjährigen Tischrunde, die – natürlich – Vampire spielten. Zuerst Dark Ages, später kam das mehr aufgedrückte Switchen auf die nWoD. Und davon war ich sehr schnell dann doch sehr angetan, nachdem ich quasi mehr oder weniger gezwungen war, mich mehr und mal so richtig damit auseinander zu setzen. So kam die World of Darkness nicht nur zurück in mein Rollenspielleben, sondern sie erweiterte sich sogar deutlich. So sehr, dass ich schließlich beschloss, nix anderes mehr spielen zu wollen. Alles, was ich je an Settings bespielen wollen würde, konnte ich mit der nWoD umsetzen.

Und eben drum startete ich am Ende dieser Phase dann auch meinen Youtube-Kanal, auf dem ich vor allem Videos zur (n)WoD online stellen wollte.

37-41 Jahre: Resümee und Aktuelles

Füchse bemerken, dass die Zahl hier nicht stimmt, denn da müsste eine 42 stehen. Noch füchsischere Füchse werden daraus zu Recht schließen, dass ich aktuell 41 Jahre alt bin. Glückwunsch! *g*

Knapp ein Jahr blieb die nWoD tatsächlich mein Schwerpunkt auf dem Kanal. Mein Enthusiasmus, auch andere von der nWoD zu begeistern, nahm dann allerdings mit der Ankündigung von Ulisses, die oWoD wieder auf deutsch rauszubringen, ein jähes Ende, zumal sich auch da schnell rauskristallisierte, dass vor allem Vampire damit gemeint war, logischerweise.

Danach wandte ich mich erstmals nach x Jahren mal wieder DSA zu, wo für die 5. Edition gerade die Beta lief. Auch nach Erscheinen der 5. Edition hab ich viel DSA gespielt und geleitet. Und ich hatte nach so langer Zeit mal wieder richtig Spaß daran. Das flaut übrigens aktuell wieder so ein bisschen ab. Ich rechne aber nicht noch mal mit einem kompletten Ausstieg, sondern will mir DSA 5 auf jeden Fall als gern gespieltes Spiel erhalten. Muss halt nur ein bisschen dosiert werden.

Ich startete mit  Die Winterkönigin einen Abenteuerpfad von Pathfinder, der nun seit mittlerweile 3,5 Jahren gespielt wird und relativ kurz vor dem Abschluss steht. Vor kurzem haben wir mit DnD 5 angefangen, das sicherlich Pathfinder vollständig ersetzen wird. Nach dem Erscheinen im Englischen hatten wir schon 2 DnD-Kampagnen gespielt, dann pausiert, und nach dem Erscheinen im Deutschen hatte ich da erst mal keine Böcke drauf. Jetzt schon. 🙂 Ist aktuell noch ein bisschen holprig, da ein paar Jahre nicht mehr bespielt. Außerdem raubt mir der Kontrast zu Pathfinder aktuell noch ein bisschen Nerven. An dem einen Tag das eine, am nächsten das andere … bringt mich durcheinander (und Pathfinder bringt mich eh durcheinander).

Nach einigen Anläufen habe ich mich dann doch noch so richtig in Splittermond verlieben können (wie ihr sicherlich wisst).

Immer mal wieder zieht es mich mehr oder weniger stark zurück zur World of Darkness, mal länger, mal kürzer. Und auch Shadowrun blitzt immer mal wieder auf und ich hab auch da noch immer Spaß, mich damit zu beschäftigen. Ebenfalls dosiert, seit ein paar Jahren nur noch theoretisch. Aber das soll auch nicht immer so bleiben.

Ich habe mit Powered by the Apocalypse eine weitere Mechanik in Variationen kennengelernt, die mich sehr begeistert, wohingegen mich Savage Worlds nie so wirklich begeistern konnte.

Und hier und da plöppt mal was Neues oder neu Entdecktes auf, dem ich mich kürzere Zeit widme. Ich bin aber mit meiner Auswahl an immer wieder rausgekramten Spielen und Varianten an sich zufrieden mittlerweile, sodass Neueres eher mal links liegen bleibt. Bis vor ungefähr 3 Jahren habe ich noch alles mögliche Neue gekauft und auch gespielt, aber nachdem ich mir mal sozusagen eine Rollenspielkaufdiät auferlegt habe, hat das alles ziemlich seinen Reiz verloren. Yay, eine erfolgreiche Diät also, hihi. Und mal ehrlich: Mit der engeren Auswahl an Spielen, die ich immer wieder mal und/oder dauerhaft spiele, bin ich aber auch schon mehr als beschäftigt.

Mein Youtubekanal ist im Verlauf der Zeit mit 1200 Abos ganz schön angewachsen, was mich sehr freut. Dass der Blog dadurch immer wieder und immer längere Einbrüche hatte, finde ich hingegen schade. Ist immer so ein Auf und Ab mit der zur Verfügung stehenden Zeit und den Dingen, die man darin unterbringen will. Trotzdem versuche ich immer wieder, regelmäßiger zu bloggen und organisiere auch schon allein deshalb gerne mal einen Rollenspielkarneval.

Und dennoch habe ich vor kurzem einen Podcast zu Splittermond und (düsterer) Fantastik gestartet, den Stechginsterpodcast. Der soll alle 14 Tage erscheinen und bislang klappt das ganz gut und macht mir einen Heidenspaß.

Zwischenzeitlich hatten wir 1 Jahr lang den Kanal Vlogtaculum für monatliche Vlogs erstellt und organisiert. Und ich hab durch die Mitarbeit an den deutschen Versionen von Fragged Empire und DnD 5 (Spielerhandbuch) einen Blick hinter die Kulissen werfen können.

Generell würde ich sagen, dass sich mein Spielen sehr gefestigt hat in den letzten Jahren. Das entspannt und macht gleich mal noch mehr Spaß.

Zukunft?

nachdenkenTja, gute Frage. Wer weiß das schon? Aber da sich langsam auch das Jahresende nähert, mache ich mir da wahrscheinlich traditionell wohl noch so einige Gedanken zu.

Nach wie vor unzufrieden bin ich mit meinem Zeitmanagement. Das Hobby Rollenspiel auf diversen Ebenen (informieren, lesen, vorbereiten, leiten, spielen, Blog, Youtube, Podcast) zu pflegen, ist schon sehr zeitintensiv. Trotzdem ist es ja nicht das einzige Hobby, das ich habe. Zusammen mit Arbeit und Studium habe ich dauernd das Gefühl, dass mir irgendwo irgendwas verloren geht (nicht immer unberechtigt). Das ist nervig. Hab da schon vieles ausprobiert, aber noch keine Lösung gefunden.

Im Grunde möchte ich alles aber eigentlich so haben, wie es in den letzten Jahren geworden ist. Nur mit mehr Regelmäßigkeit irgendwie. Das wäre schon schön.

Und ich möchte nach wie vor wieder mehr (zeitlichen) Raum für mehr eigene Dinge haben. Das hat sich in diesem Jahr nur sehr wenig gebessert und es fehlt mir.

Und ihr?

Wie sieht euer Rollenspiellebenslauf eigentlich so aus? Das würde mich echt mal interessieren!

Und gibt es eurerseits Dinge, die ihr euch für die Zukunft wünschen würdet? Für euer Hobby oder auch von mir bzw. diesem Blog hier?

[RSP-Karneval] 2W10 Dinge, in die man treten kann

Der diesmonatige Karneval der Rollenspielblogs zum Thema Schuhe wird ja von mir organisiert. Bei den letzten von mir organisierten Monaten war es stets so, dass ich zwar Ideen für Beiträge hatte, aber dann doch nicht dazu kam. Diesmal will ich wenigstens einen Beitrag unbedingt beisteuern (auch wenn ich etliche mehr als Ideen im Kopf habe).

Logo_RSPKarneval_500px

Hier also eine Zufallstabelle, die ich mir für Splittermond ausgedacht habe, die mit einigen Anpassungen aber für alle (Fantasy-)Spiele passen sollte.

Ergebnis aus 2W10 Die Person tritt …
2 … auf einen spitzen Stein. Wurf auf Akrobatik SG 15, um sich ausbalancieren zu können. Bei einem Misserfolg bohrt sich der Stein durch die Sohle und die Person hat ein kleines Loch darin. Bei einem Patzer stürzt sie und erleidet 1W6-3 Schadenspunkte (ggf. modifiziert durch den Untergrund).
3 … in einen Kothaufen. Wurf auf Jagdkunst SG 20 um herauszufinden, in wessen Exkremente sie gelaufen ist.
4 … auf ein paar sehr trockene Äste. Es ertönt ein lautes Knacken, das nahe Feinde aufmerksam machen könnte.
5 … in ein Schlammloch. Wurf auf Akrobatik SG 15, um sich ausbalancieren zu können. Die Schuhe sind auf jeden Fall voller Schlamm.
6 … auf etwas Weiches. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich eine halb verweste Rattlingsleiche. Wurf auf Heilkunde SG 25, um die näheren Umstände herauszufinden (nach erfolgreicher Entschlossenheitsprobe SG 15 mit leicht positivem Umstand).
7 … auf etwas Weiches. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich eine ellengroße Schimmerschnecke, die nun zerdrückt auf dem Boden liegt. Wurf auf Naturkunde SG 25 um zu wissen, dass tote Schimmerschnecken einen bestimmten Geruch über weite Distanz ausströmen, der sowohl andere Schimmerschnecken als auch Fressfeinde anlocken kann.
8 … in eine Pfütze.
9 … auf einige angetrocknete Beeren. Es geschieht nichts außer evtl. leichten Verfärbungen des Leders. Die Entdeckung kann bei einer erfolgreichen Probe auf Überleben SG 20 in der Wildnis jedoch für einen stark positiven Umstand bei der Suche nach Essbarem sorgen.
10 … auf einige noch sehr saubere Fetzen von Stoff. Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass es sich ausschließlich um Unterkleidung handelt. Ein Scherz? Ein Stelldichein? Gefahr?
11 … auf einen Schlüssel. Er ist groß und hübsch verziert. Wird er poliert, kann man die Gravur Eduard auf ihm erkennen.
12 … in eine Pfütze. Die Flüssigkeit darin ist dickflüssig und irisierend schwarz. Wurf auf Alchemie SG 25, um die Flüssigkeit genauer einzuschätzen.
13 … auf ein geschnitztes Stück Holz. Es scheint sich um ein Spielzeug zu handeln.
14 … auf einen kurzen knorrigen Ast. Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass es ein abgetrennter Finger ist, an dem ein Ring steckt. Wurf auf Edelhandwerk oder Länderkunde SG 25, um mehr zu ihm erkennen zu können.
15 … auf ein gut erhaltenes Schriftstück. Es ist in fremder Sprache verfasst. Wurf auf Länderkunde gegen 30, um zumindest eine grobe Ahnung vom Inhalt zu bekommen (Achtung: Länderkunde-Meisterschaft Sprachbegabt vorhanden?)
16 … auf ein halb verwittertes Schriftstück. Man kann große Teile noch lesen und offenbar handelt es sich um

1W6: 1 – einen Liebesbrief, 2 – einen Handelsbrief, 3 – eine Warnung, 4 – ein Entschuldigungsschreiben, 5 – eine Inventarliste, 6 – ein Rezept

17 … auf ein halb verwittertes und unter kleinen Steinchen verborgenes Schriftstück. Es handelt sich um eine Karte und ein Zielort wurde mit einem X markiert.
18 … auf eine Münze. Es handelt sich um eine alte Prägung, die man womöglich an einen Händler für einen höheren Wert verkaufen kann. Ansonsten handelt es sich einfach um einen noch nutzbaren Lunar.
19 … auf einen kleinen verstaubten Beutel. Darin enthalten sind 4 Lunare und 17 Telare.
20 … auf ein glänzendes Objekt. Wenn sie näher hinsieht, erkennt sie es als Mineral. Wurf auf Naturkunde SG 20, um herauszufinden, um was es sich hierbei handelt (Mondstein, Wert 1 Solar)

[Splittermond] Würfelgrundlagen

Da ich hier gerade immer noch so „rumhänge“, da krank, hab ich immerhin Zeit festzustellen, dass ich schon wieder länger nichts gebloggt habe. Also starte ich jetzt wenigstens mal mit einem Crossposting, nämlich von meinem Video über die grundlegende Würfelmechanik bei Splittermond. So weit, so einfach. 🙂

[Splittermond] Was sind weiße Flecken?

Weiße Flecken: Das Prinzip ist wohl bekannt, aber bei Splittermond ist es sozusagen ein offizielles Feature.

Es geht darum, dass bestimmte Gruppen, Bezirke, Landstriche usw. offiziell niemals ausgestaltet werden von Seiten des Verlages.

Welche das sind, erfährt man in den jeweiligen Regionsbänden (und im Weltband).

Ein kurzer Überblick dazu mitsamt Beispielen:

[Splittermond] Charaktererschaffung

Ich hab erst gestern geschrieben, dass ich ein Video online gestellt habe zur Charaktererschaffung bei Splittermond.

Heute ging direkt Teil 2 online, sodass man sich nun – inklusive Erläuterungen, Intro/Outro, Shopping etc. – angucken kann, wie man einen Charakter bei Splittermond erstellt. Und das in knappen 30 Minuten.

Es handelt sich übrigens um einen menschlichen, nicht magischen Charakter aus Selenia, der am Ende da so steht.

Wie ihr sehen könnt: keine Raketenwissenschaft. 😉

 

 

Sortier-Posting

Nachdem ich mal kurz den Staub aus dem Blog gepustet habe, mal ein kleines Lebenszeichen meinerseits.

War irgendwie sehr viel los. Beruflich vor allem, und dann gab es noch die DSGVO-Frist, die mich auch einiges an Nerven gekostet hat. Unter anderem in diesem Zuge habe ich erst mal die Kommentarfunktion hier deaktiviert, was mir echt extrem leid getan hat. Einerseits gibt es insgesamt ja eher wenige Kommentare, trotzdem sind Kommentare, also die Interaktion, irgendwie ja auch das, was so einen Blog neben sonstiger Vernetzung so ausmachen. *seufz* Immerhin bleiben G+, Twitter und Youtube als Interaktionselemente.

Dazwischen gab es „irgendwie Rollenspiel“.

Pathfinder – Die Winterkönigin

Erst gestern fiel leider wieder kurzfristig eine Session aus, aber grundsätzlich klappt es so langsam wieder besser mit der Terminvereinbarung und ich hoffe, das bleibt auch so.

Wir sind mittlerweile im 5. Band des Abenteuerpfades angekommen (bislang 51 Sessions insgesamt) und da geschätzt knapp bei der Hälfte angelangt.

Mir selbst gefällt der 5. Band von den bisherigen am wenigsten aus gleich mehreren Gründen, aber ich denke, dazu wird es irgendwann später noch mal mehr geben.

Splittermond

Am 6. April haben wir den ersten Teil des kurzen Abenteuers „Zorn der Natur“ von Lars Reißig gespielt. Und seither probieren wir tatsächlich, einen 2. Termin zu finden, an dem alle Zeit haben. Festgehalten haben wir nun endlich den 19. Juni … ich hoffe, das wird klappen.

Die Runde kam bislang gar nicht mal sooo gut an (im Vergleich zu anderen), was laut Feedback wohl vor allem an den Charakteren liegt, die ein bisschen schrill sind. Verstehe ich gar nicht. Ich finds auch mal ganz gut, ein bisschen was Schrilles oder Schrulligeres zu spielen/haben. Ich freu mich jedenfalls auf den zweiten und abschließenden Teil der Runde, freu mich total auf die schrägen Charaktere und amüsiere mich dabei ziemlich.

Was hier im Blog noch fehlt, ist der 3. Teil des Spielberichts zu „Tempel der 1000 Tore„. Kommt noch. Vermutlich im Juli. Nach den Prüfungen und Abgabeterminen für Hausarbeiten und überhaupt. 😉

Superschön finde ich nach wie vor das Abenteuer „Drache und Nachtigall„. Das hat richtig viel Spaß gemacht, war eine tolle Runde, vor allem auch mal wieder mit  neuen Gesichtern auf Youtube, yay.

Hier mal die Links zu den Videos: Teil 1   Teil 2

Eine Nachlese gab es auch, wo alle mal ein bisschen was zu ihrem Eindruck des Abenteuers erzählen:

Und weiter?

In den nächsten 3-4 Wochen bleibt es sehr stressig wegen der Prüfungszeit (und ehrlich gesagt haut mich die Hitze völlig aus den Schuhen … ich bin da eher als Pinguin veranlagt), und ich hoffe, danach wird es hier auch wieder mehr Texte geben.

Bis dahin konzentriere ich mich erst mal darauf, zwischendurch wieder ein bisschen was auch abseits von Streams bei Youtube online zu stellen.

Ganz frisch gibt es da den ersten Teil einer Charaktererschaffung mit Genesis:

Splittermond: Der Tempel der 1000 Tore #2 (Spielbericht)

Wie ich dazu kam, das Abenteuer Der Tempel der tausend Tore von Janine und Torsten Nagat zu leiten, habe ich schon im letzten Artikel dazu beschrieben.

Schon Mitte Februar haben wir die zweite Session zu diesem Abenteuer gespielt, aber ich kam bislang nicht dazu, auch was dazu zu bloggen.

Gruppe vollständig

Zu dieser zweiten Session stieß auch der von Anfang an geplante dritte Mitspieler zu uns, der zur ersten Session leider kurzfristig verhindert war. Da wir von vornherein festgehalten hatten, dass sich die Charaktere schon länger kennen und an sich ohnehin gemeinschaftlich unterwegs sind, gestaltete sich das Einbringen des dritten Mitspielers Malchenstein sehr unkompliziert. Es dauerte gerade einmal 10 Minuten inklusive des kurzen Einstiegs zur Session, bis er mitspielen konnte.

Übrigens: Das ist so einer dieser Vorteile, wenn man onAir spielt; man kann so eine Session einfach nachsehen und ist dann als verhinderter Mitspieler dennoch voll im Bilde. 😉

Haha, in 2 Sessions!?

Nach der ersten Session war ich recht zuversichtlich, das Abenteuer in zwei Sessions abschließen zu können. Das war dann doch deutlich verschätzt. Zwischenzeitlich kann ich an der Stelle verraten, dass wir sogar eine vierte – wenn auch voraussichtlich kurze – Session brauchen werden.

Wichtig ist hierbei aber zu beachten, dass unsere Sessions relativ kurz sind. Gut 5 Stunden Spielzeit umfassen Session 1 & 2 zusammen. Mit 10 Stunden Gesamtspielzeit kommt man sicherlich gut hin (wenn man möchte).

Ablauf

Nach einer halben Stunde machten sich die Charaktere in dieser Session auf in den Geisterwald Kamioku.

Knapp eine weitere halbe Stunde später kam es zu einem Kampf, der eine gute Stunde Spielzeit in Anspruch nahm. Da ja immer wieder geunkt wird, dass die Kämpfe in Splittermond unverhältnismäßig lang dauern: Beteiligt waren 3 SC plus 1 begleitender NSC sowie 3 NSC auf der Gegenseite. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde eine Stunde Kampf dafür völlig okay. Mehr zum Kampf aber später noch mal.

Es folgte noch eine Szene mit einem sehr freundlich gestimmten NSC, und dann waren die 2,5 Stunden Spielzeit auch quasi schon wieder rum.

Reisen?

Anhand der dem Abenteuer beigelegten Karte zum Weg durch den Wald der 10 Millionen Geister bis zum gesuchten Tempel kann man die Reise dorthin umfassend ausgestalten.

Das Abenteuer widmet diesem gesamten Weg lediglich 2 Seiten von 21 Gesamtseiten. Auf diesen werden ein paar Ideen für Begegnungen während der Reise kurz skizziert, und auch die Kampfbegegnung aus der zweiten Session findet sich in diesem Bereich wieder.

Die abenteuerseitige Unterstützung für diesen Part fand ich persönlich mäßig. Sie ist durchaus inspirierend und hilfreich, allerdings wie schon geschrieben nicht sonderlich ausgearbeitet. Der Umfang reicht aus, wenn man der Reise keinen besonderen Anteil geben möchte und dieser Szene in etwa 1-2 Stunden spendieren möchte.

Mit einiger eigenen Arbeit kann man den Reiseteil sicherlich nochmals ordentlich aufwerten und entsprechend umfassender im Spiel umsetzen. Im Rückblick würde ich das auch so handhaben, weil ich glaube, dass das Abenteuer durch entsprechende Darstellung von verschiedenen Aspekten und Ereignissen des Geisterwaldes nochmals gewinnt.

Da wir das Abenteuer spontan für 1-2 Sessions ausgewählt hatten, hatte ich darauf aber verzichtet und den Anteil kurz gehalten. Dabei waren die Angaben aus dem Heft allerdings durchaus hilfreich.

Der Kampf

SpinnenkampfUi, was für ein Kampf!

Die Anzahl der Gegner habe ich im Vorfeld um einen Teilnehmer reduziert, da ich statt der üblicherweise in Abenteuern angenommenen 4-5 Mitspielern lediglich 3 habe. Hinzu kommt, dass zwei von ihnen nicht sonderlich kampfstark sind.

Da die Gegner sich erfolgreich vor den SC verbergen und so aus dem Hinterhalt angreifen konnten, ging es gleich ziemlich rasant los. Einmal der Tickverlust durch den Überraschungsangriff, dann auch noch erfolgreich eingesetzte Fallen … das kostete die SC schon allein einige Ticks, um dieser ungünstigen Startsituation etwas entgegen zu setzen.

Dass die Gegner häufig sehr gut würfelten, gerade beim Austeilen von Schaden, passte dann nicht sonderlich gut zu gleich mehreren Patzern auf Seiten der SC.

Besonders erwähnenswert ist hier aber eigentlich die Moral der Gruppe. Ich hatte die jeweiligen Befindlichkeiten der Gegner lediglich beschrieben, ohne dass es konkrete Nennungen von Lebenspunkten, visualisierte Balken oder ähnliches gab. Auch das Befinden der SC stellte sich lediglich dadurch dar, dass eben Zahlenwerte zu erlittenem Schaden benannt und von den Spielern beschrieben wurde, wie es ihren Charakteren so geht.

Da zuvor bereits die Rede von Spinnendämonen (später benannte ich sie als Spinnenwesen) war – die zumindest dem Spielerwissen dank Bestien und Ungeheuer als 3/2-Kreaturen bekannt waren (also angemessen für Heldengrad 3 für einen SC, Heldengrad 2 bei einem Kampf gegen eine Gruppe) -, gingen die Spieler teils davon aus, dass sie tatsächlich gerade gegen gleich drei genau dieser Kreaturen kämpfen … mit Heldengrad 1.

Die Moral der Gruppe lag dadurch schon nach quasi einer Kampfrunde ziemlich weit unten. Dass eben der Kampf noch mit einem Überraschungsangriff startete, sie von Netzen gefangen wurden und teils vom Spinnengift betroffen waren, machte es nicht besser.

Kommentare aus der Gruppe zu diesem Zeitpunkt waren sowas wie „Tja, da bin ich ja quasi schon tot„, „Die Runde scheint ja kürzer zu sein als gedacht„, „Kurz vor dem Sterben versuche ich noch …“ und „Jetzt ist es auch schon egal„, was die Erwartung wohl ganz gut spiegelt.

Das kam auch entsprechend bei einigen Zuschauern an. Einer kommentierte sogar entsprechendes unter den Stream, nämlich unter anderem:

Ist das Absicht, oder sind die Verletzungen bei Splittermond nicht so schlimm, wie es sich anhört?

Vielleicht mal ganz spannend als Rückmeldung: Zum oben beschriebenen Zeitpunkt der Moral und der Einschätzung hatte ein Charakter 10 Schadenspunkte erlitten und ein anderer Charakter 8 Schadenspunkte. Beide wurden vom Spinnengift betroffen (Benommen 1 als Zustand, was bedeutet: alle Handlungen um einen Tick verlangsamt). Beide setzten einen Splitterpunkt ein, um Schaden zu reduzieren (sonst wären es jeweils 5 Schadenspunkte mehr gewesen). Von diesen Schadenspunkten wäre eventuelle Schadensreduktion (z.B. durch Rüstung, meist ein Wert von 1-2, wenn vorhanden) nochmals abgezogen worden.

Bei insgesamt 35 Lebenspunkten, die beide Charaktere hatten, waren sie zu diesem Zeitpunkt also mitnichten dem Tod geweiht.

Was lerne ich daraus? Da wir ohnehin die Tickleiste via Roll20 nutzen, werde ich zukünftig zusehen, dass ich entsprechende Lebensbalken einblende. Auf Spielerseite kann man daraus lernen, dass Wesen nicht immer 1:1 die sind, die man aus Antagonistenbüchern, Monsterhandbüchern usw. kennt. Also erst mal abwarten. 😉

Übrigens habe ich außerdem daraus (wieder) gelernt, dass ich bei mehreren gleichartigen Gegnern unbedingt die einzelnen farbig markieren oder die Token anders gestalten muss. Token-Bögen für Splittermond bieten das auch schon so an, von Pathfinder kenne ich das ebenfalls. Ist auch logisch, aber schon lang nicht mehr im Spiel vorgekommen. Also: Memo an mich!

Wettlaufpunkte

Der Reiseteil beinhaltet neben den möglichen Ereignissen einen Wettlaufteil. Diesen kann man offen kommunizieren oder sozusagen im Geheimen Punkte für die SC notieren.

Da einer der Charaktere unwahrscheinlich gut in Überlebens- und Orientierungsdingen ist, sind die Charaktere abseits der Kampfbegegnung quasi durch den Wald geflogen, was entsprechend viele Wettlaufpunkte einbrachte.

Ich hatte mich dafür entschieden, lediglich mitzuteilen, dass die Zeit ein großer Faktor ist und im Vorfeld nicht auf die Existenz von Wettlaufpunkten oder ihre Auswirkungen hingewiesen. Ob ich das noch mal so machen würde, weiß ich nicht. Hat mit der Gruppe super funktioniert (wovon ich ausgegangen bin), führte allerdings in der (just gespielten) dritten Session zu Problemen, die ich im Artikel dazu später beschreiben werde.

Bilanz

Meiner Meinung nach haben wir einen guten Cut setzen können, um der Bedrohung durch Kokumo in einer dritten Session weiter entgegen zu treten.

Abseits von ein paar kleineren technischen Instabilitäten lief die Session flüssig und war trotz der wenigen Inhalte/Szenen doch recht abwechslungsreich. Und der Kampf war, gerade durch seine verschiedenen Besonderheiten in- und outplay, ziemlich spannend.

Mir hat es Spaß gemacht und den Rückmeldungen der Mitspieler zufolge ihnen ebenfalls. In diesem Sinne: Auf zu Session 3.

Eindrücke von der Heinzcon 2018

Zum dritten Mal waren wir auf der Heinzcon, und ich kann sagen: Jedes Mal sind es bislang unterschiedliche Eindrücke, so auch diesmal.

Heinzcon_2018

Zuvor

Anders als sonst sind wir dieses Mal nicht aus Bayern direkt angereist, sondern haben in den Tagen davor das Ruhrgebiet und Amsterdam besucht, bevor es von dort aus weiter nach Norddeich ging.

Außerdem gab es 2018 erstmals keine Kombitickets mehr, mit denen man auch einen Tag früher anreisen oder einen Tag länger bleiben konnte, sodass wir diesmal die Ferienwohnung in Eigenregie gebucht hatten. Das war an sich eine gute Sache, denn so wussten wir schon vorab, dass wir die wunderbare Ferienwohnung von 2016 wieder beziehen würden, auch wenn der Fußmarsch von dort zur Con zu den etwas längeren gehört.

Freitag

Ankunftswetter

Ankunftswetter

Am Freitag starteten wir entspannt in den Tag, tätigten noch Einkäufe, kochten und gönnten uns sogar noch ein Mittagsschläfchen, bevor wir uns auf den Weg zur Con machten, die pünktlich um 18 Uhr öffnete. Gleich zu Beginn trafen wir – wie mehr oder weniger verabredet – Lex, was schon gleich ein schöner Einstieg ins Heinzcon-Wochenende war.

Sowohl Tsu als auch ich waren unseren Vorsätzen vom letzten Jahr gefolgt und hatten mehr Runden zum Anbieten im Gepäck, sodass wir ab 19.30 Uhr auch gleich die ersten Splittermondrunden leitete. Bei Tsu ging es – natürlich – nach Wintholt, bei mir galt es, sich mit HG 1 einem Bergdrachen entgegen zu stellen … sozusagen zumindest.

Kurz nach Mitternacht war meine Runde beendet und Tsu vertagte seine auf den nächsten Morgen.

Mit neuen Splittermondbüchern im Gepäck – Fahrende Völker, Feinde und Schurken, dem dritten Roman sowie dem Mondsplitter Drache und Nachtigall – ging es dann zurück in die Ferienwohnung.

Samstag

Archetyp

Ein weiterer Archetyp für SpliMo

Der Tag begann erneut mit Rollenspiel. Tsu setzte seine Wintholt-Runde fort, ich selbst bot ein kleines Szenario in Patalis an, für das ich grob 2-3 Stunden geschätzt hatte. Das kam auch ganz gut aus. Gespielt wurde von 9.15 Uhr bis 12 Uhr mit kurzen Pausen, sodass es vom Spieltisch aus gleich in den Workshop Quo vadis, Splittermond? gehen konnte.

Wie bereits bekannt führte Uli Lindner flott und inhaltlich punktgenau durch den Vortrag, an dessen Ende auch die Platzierungen für den 3. Splittermond-Abenteuerwettbewerb bekannt gegeben wurden. Glückwunsch an die Gewinner! 🙂

Leider war bei diesem Workshop relativ wenig Neues zu erfahren. Zunächst gab es eine Übersicht über die Neuerscheinungen von 2017, die aktuellen (Pre)releases und es folgten ein paar weitere Titel, die noch 2018 erscheinen sollen.

Projekt X+

Danach ging es in den mit Spannung erwarteten Workshop zu „Projekt X+„. Auf der Programmseite hieß es:

Als wir das letzte Mal einen Workshop mit dem Namen „Projekt X“ gemacht haben, ging es um Splittermond … diesmal geht es auch irgendwie um Splittermond … aber nicht so richtig … also irgendwie „anders“ …

Tsu hatte das vorab zum Anlass für ein Spekulationsvideo genommen. Ein bisschen lag er mit seiner Prognose richtig, denn SciFi ist dabei tatsächlich ein Thema gewesen.

Letztlich geht es darum, dass Die Zwerge-Reihe von Markus Heitz als Rollenspiel(box) auf Basis der Splittermond-Einsteigerbox und entsprechend ähnlichen, allerdings angepassten Regeln erscheinen soll. Das hat nun gar nichts mit SciFi zu tun, dafür aber selbige Pläne für Justifiers.

Zocken & Quatschen

Anti-Harassment-Huhn

Anti-Harassment-Huhn; zu finden in den beiden WC-Räumen

Nachdem unsere Neugier nun also befriedigt war, ging es gleich in die nächste Splittermond-Spielrunde. In dem Fall spielte ich selbst in einer Runde von Tsu im Mahaluu-Archipel. Im Vorfeld gab es dazu ja schon einiges an Gebastel unsererseits, und entsprechend gespannt war ich auf das kleine Abenteuer dort, das sich Tsu ausgedacht hatte und dessen Teaser mich schon im Vorfeld für dieses Abenteuer begeistert hatte. War auch so, wie ich es mir vorgestellt hatte – und echt drollig. 😉

Nach dieser zweiten Spielrunde des Tages war dann einige Zeit, einfach mit Leuten zu quatschen. Ich habe einige Leute wiedergetroffen, nach langer Zeit wiedergesehen, erstmals Gesichter zu Foren-/Discordnicks rund um Splittermond zuordnen können, und dann gab es tatsächlich auch einige Leute, die ich „einfach so“ neu kennengelernt habe. Das hat den – trotz wohl 300+ Besuchern insgesamt – immer noch familiären Charakter der Con noch mal unterstrichen und unglaublich viel Spaß gemacht.

Zwingard, Termark, Blutgrasweite

Ein Workshop musste dann aber doch noch sein: Zwingard, Termark und die Blutgrasweite.

Ich muss gestehen, dass ich mit etwas gemischten Gefühlen in diese Veranstaltung gegangen bin. Gerade zu Termark habe ich nämlich sozusagen eine besondere Beziehung, und ich wusste vorab echt nicht, ob ich mich auf den geplanten Band zur – wahrscheinlich – SPIEL 2018 freuen soll oder eher nicht so.

Diese Frage beantwortete sich innerhalb des Workshops dann in drei Ebenen.

  1. Tilman Hakenberg ist das Ganze sehr entspannt und gleichzeitig konzentriert angegangen, was für mich genau die richtige Mischung war. Der Aufbau des Workshops war auch ein anderer als sonst und bot diesmal neben genaueren Einblicken in den geplanten Band einiges an Hintergrundinformationen zur Entstehung sowie – besonders interessant für mich – zu Grunde liegende Inspirationen zum Band.
  2. Die genannten Schlaglichter haben mich begeistert. Okay, der Schwerpunkt Zwingard ist nun tendenziell eher nicht der meine, auch mit dem Thema Festungen kann man mich nicht so vom Hocker reißen. Aber Tradition vs. „Moderne“! Und Legendensänger! Und erst  die „Weird Fantasy Savanne“ der Blutgrasweite mit Reiseregeln und allem drum und dran! Allein das Wort Verorkung! Ja, da kann man schon mal das eine oder andere Ausrufezeichen springen lassen. 😉 Termark blieb dahinter für meinen Geschmack noch recht blass. Das mag aber auch daran liegen, dass ich mir zu dieser Region schon selbst recht viele Gedanken gemacht habe im letzten halben Jahr.
  3. Der maggus! Ich meine natürlich Markus Renner. Er ist bei dem Band als Autor mittendrin – und das merkte man auch. Eine kurze Frage aus dem Publikum und dann ging es los mit Erklärungen und Ideen und … ach! Einmal wurde sein Enthusiasmus sogar vom Fragesteller durchbrochen mit dem Hinweis darauf, dass eine kurze Antwort völlig ausreiche. Ein witziger Moment – aber auch ein bisschen traurig. Wer meinen Blog oder auch meine Videos kennt, weiß ja, dass ich eines immer wieder anspreche: Bock. Man kann die besten Regeln der Welt haben, die tollsten Illustratoren am Start, die innovativsten Abenteuerideen, den coolsten Namen des Planeten oder sonst was – aber wenn du nicht wirklich Bock hast, dann merkt man das einfach. Ich zumindest. Aber WENN jemand so richtig Bock hat und das überschwappt, dann schwappt es einfach. (Herrje, ich bin heute ja SO philosophisch unterwegs!) Nichts, wirklich absolut gar nichts in unserem Hobby ist so toll wie Leute, die Bock haben auf das, was sie tun und womit sie sich beschäftigen. Nicht einfach mal so casual nebenher, sondern eben wirklich mit Herzblut. Und wenn der gute Markus in der Veranstaltung dafür nicht ein glänzendes Beispiel war, dann weiß ich auch nicht. 🙂

Sarnburger Nächte

Völlig spontan (und schnell genug) entdecken wir dann noch eine Spielrunde ab 20 Uhr mit genug Platz für Tsu, Lex und mich als Spieler, also nix wie eingetragen. Zwei weitere Mitspieler fanden sich ebenfalls noch ein, und dann recherchierten wir uns durch Zuulas Sarnburg.

Angekündigt war das Ganze für etwa 6 Stunden. Das wurde für uns viel zu spät. Als wir uns eintrugen, waren wir noch so in der „Ach, wir sind noch jung, was kostet die Welt!?“-Stimmung, aber die Realität holte uns gegen 1 Uhr dann leider am Spieltisch ein *hust*. Gespielt wurde dann sogar noch etwas länger als angekündigt. Um 2.40 Uhr schlossen wir die Runde – und an dieser Stelle noch mal ein Sorry an eventuell zunehmende Passivität ab 1 Uhr … ich war einfach total müde.

Sonntag

Nach knapp 5 Stunden Schlaf klingelte für uns der Wecker, zumal wir bereits um 10 Uhr die Wohnung geräumt haben mussten. Mitsamt Gepäck ging es noch einmal zurück zur Con. Na, nicht ganz mit Gepäck. Nachdem sich zu den ohnehin schon zwei schweren Koffern, einem dicken Rucksack und 2 weiteren vollen Taschen noch ein paar Einkäufe der Woche ins Gepäck gemogelt hatten (ich weiß nicht, wo das alles plötzlich her kam, ehrlich!), waren wir so beladen, dass wir uns ein Taxi zur Con gönnten. Der Fahrerin taten wir dann mit all dem Zeug auch gleich so leid, dass sie anbot, den Großteil unseres Gepäcks ein bisschen spazieren zu fahren und uns um 13.30 Uhr einfach wieder abzuholen und zum Bahnhof zu bringen. Ein Bombenangebot, dem wir nicht widerstehen konnten.

Wild West Exodus

Wild West Exodus

Und nachdem das geklärt war, hatte ich ja auch wieder Platz, doch noch was auf der Heinzcon einzukaufen …

Eigentlich wollten wir am Sonntag noch ein Demoründchen Wild West Exodus spielen, aber es blieb dann doch bei weiteren Gesprächen und einem Mittagessen. Nächstes Mal!

Wie schon in den letzten Jahren auch diesmal eine Zusammenfassung meiner Eindrücke:

Positives

Bei unserem diesjährig dritten Besuch spielte das Wetterthema eigentlich fast schon keine Rolle mehr. Es gab richtig sonnige Momente, kühle, nieselige, verregnete … war aber irgendwie alles auch egal (zumal wir diesmal wirklich gut vorbereitet waren auf alle Varianten von Wetter). Passte also alles.

Die Ferienwohnung selbst ist diesmal eigentlich nicht Bestandteil des Con-Feedbacks, da wir sie selbst abseits davon gebucht haben. Aber da es dieselbe war wie bei unserem ersten Besuch, kann ich an der Stelle ja dennoch nochmals erwähnen, wie wunderbar ich sie finde.

Vorab war ich ein bisschen verwundert über die Verdichtung des Programms am Samstag, praktisch fand ich es nahezu perfekt, wie es war. Es gab reichlich Zeit zum durchgängigen Spielen und zum Quatschen mit anderen, gleichzeitig konnte man sich das Workshop-Programm prima so zurecht puzzlen, wie man es haben wollte (zumindest theoretisch; siehe unten), also ohne oder mit Pausen zwischendrin. Hat mir wirklich gut gefallen.

Letztes Jahr war die vegane Bolognese zur Überraschung der Gastgeber ja unwahrscheinlich schnell ausverkauft und ich hatte mir in meinem Bericht gewünscht, dass das 2018 anders wäre. War es. So sehr, dass wir sogar am Sonntag vor der Abreise noch zwei frische Portionen bekamen. Super!

Der Zwingard-Workshop war wirklich mal was anderes und kommt definitiv auf die Positivliste. Warum, könnt ihr weiter oben ja ausgiebig lesen.

Die Leute! Auch wenn so viele vor Ort waren, kennt man doch mittlerweile so einige Leute oder freut sich darauf, mal die Personen hinter irgendwelchen Nicknames zu treffen. Auch bei meinen Runden hatte ich unwahrscheinliches Glück mit den Mitspielern. Alle hatten nämlich den von mir so geschätzten Bock, waren aktiv dabei, sind bei Regelunklarheiten eingesprungen und waren einfach unkompliziert. Vielen, vielen Dank an euch nochmals, Spielleitungen wie Mitspieler.

Neutral

Spielrundenangebot

Selbst am Sonntag hingen noch einige Runden aus

Letztes Jahr gab es schon ein Rundenproblem, was aber wohl vor allem daran lag, dass es zu wenige Spielleiter gab. Ich nehme nach dem bisherigen Feedback anderer mal an, dass das diesmal ein kleines bisschen besser war, mehrfach gehört habe ich allerdings, dass keine Tische verfügbar waren bzw. mitbekommen, dass Leute an Tischen baten, Schilder zurückzugeben, weil Tische gebraucht würden. Ich selbst war davon nicht betroffen, weshalb ich es neutral einstufe. Die Besucherzahl soll ja auch nochmals angestiegen sein, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Vielleicht stößt die Con jetzt einfach an ihre Kapazitätsgrenzen? Ich fand dennoch, dass man sich organisatorisch wirklich bemüht hat, dem entgegen zu treten.

Negatives

Zum dritten Mal nenne ich bei meinem Rückblick auf die Con das Platz- und Luftproblem bei den Workshops. Ich muss auch sagen, dass ich das diesmal nicht nur schade bis lästig fand, sondern durchaus ärgerlich. Liebe Uhrwerkler, ihr wisst doch, wie voll es in den Räumen wird – und dass es von Jahr zu Jahr eher voller als leerer wird, ist ja im Grunde auch klar. Letztes Jahr wurde schon festgehalten, konsequent die Fenster zu öffnen und es war die Rede von einer Zwischenwand, die man noch öffnen könnte. Bitte setzt da 2019 auch entsprechend was um, denn es ist einfach ätzend, wenn man gequetscht irgendwo stehen muss. Auch wenn es vielleicht „nur eine halbe Stunde“ ist – vielleicht ist es auch eine Stunde, vielleicht ist es auch die Zeit danach und danach und danach, weil es einfach einiges an interessanten Workshops gibt. Vielleicht führt ihr die Veranstaltungen mit dem erfahrungsgemäß größten Zulauf sogar 2-3x durch?

Und noch ein Punkt: Wer zieht denn bitte in genau diesen vorbeschriebenen Workshopsituationen abends Schuhe und Strümpfe aus und pult sich als Zuschauer/Zuhörer an den Füßen rum!? Ich weiß nicht, wer du bist und wollte das auch nicht laut im vollen Raum thematisieren (jetzt wurmt es mich aber immer noch, darum puste ich es mal in den virtuellen Raum und vielleicht erreicht es ja auch dich), aber … Leute, ohne Witz, lasst bitte eure Schuhe und Strümpfe an und fummelt nicht an euren Füßen rum bei Veranstaltungen, auch wenn sie noch so familiär wirken mögen. Das ist echt … nee.

Abschlussbild

*winke winke*

Steht schon der Termin für 2019? 🙂

Moto Waiata – mehr als ein weißer Fleck

Mehr als ein weißer, genau genommen ein ziemlich bunter, Fleck kann Moto Waiata sein.

Weiße Flecken?

Falls ihr es nicht wisst: Bei Splittermond gibt es in allen Regionen sogenannte weiße Flecken. Das sind Stadtviertel, Städte, Landstriche oder Inseln, zu denen es von offizieller Seite weder jetzt noch in Zukunft irgendwelche Informationen geben wird. Vielleicht einmal abgesehen vom Namen und ein paar Stichworten, die von vornherein bei ihrer Nennung gegeben werden, heißt das.

Natürlich kann man sich jeden beliebigen Ort schnappen und selbst etwas dazu basteln. Hab ich auch schon mal gemacht, nämlich zu Sarnburg, bevor der Seleniaband erschienen ist. Nachteil dabei: Wenn dann zur jeweiligen Region doch noch „was Offizielles“ erscheint, passt z.B. das eigene Sarnburg natürlich nicht mehr zum offiziellen.

Wenn man es gerne kanongetreu haben möchte, bieten diese weißen Flecken also eine gute Möglichkeit, sich kreativ auszutoben, ohne dass man später irgendwas revidieren muss, sollte, könnte etc.

Motu Waiata

Die Insel Motu Waiata ist ein im Weltband beschriebender weißer Fleck des Mahaluu-Archipels, das sogenannte Archipel der Glückseligkeit, wie es dort in der Überschrift genannt wird. Es handelt sich in Anlehnung an Hawaii/Polynesien (was wohl recht offensichtlich sein dürfte) um etliche Vulkaninseln, davon sechs große, die von Riffen und Sandbänken umgeben sind.

Ich selbst mag die Gegend unheimlich gern, weil sie aus meiner Sicht viel Potenzial bietet. Einmal das exotisch-heimelige, aber durchaus auch solches für gefährlichere Abenteuer und Hintergründe. Entsprechendes deutet auch der Weltenband bereits an.

Tsu und ich hatten uns schon mal an ein Abenteuer zu Mahaluu an sich gesetzt, das wir für den WOPC angefangen hatten. Da es dann doch an Zeit mangelte und wir das Ganze ohnehin nicht auf eine einzige Seite gebannt bekommen hätten, wie wir uns das vorstellen, haben wir dieses Abenteuer bislang allerdings nicht fertiggestellt.

Was nicht ist, kann noch werden

Einmal ist aufgeschoben bekanntlich nie zugleich aufgehoben, außerdem lädt der weiße Fleck des Archipels ja gerade dazu ein, sich ein bisschen selbst was dazu auszudenken.

Den Anfang macht dazu eine selbst kreierte Karte von Tsu, die ich euch wie die runde Tickleiste neulich einfach schon mal vorab rein reichen möchte. Das Ganze läuft unter der Lizenz „Feel free to use – nice to be mentioned (Tsu)„. 😉

Ein Klick auf die Karte bringt euch zur vollen Auflösung (1754px x 2480px).

Splittermond_MotuWaiata_Mahaluu_KarteByTsu

Tickleiste – eine runde Sache

Tsu hat sich mal die Mühe gemacht und aus einer Laune heraus eine runde Tickleiste für Splittermond kreiert.

Hintergrund war neben der anderen Form vor allem, ein bisschen mehr Übersicht und/oder Platz auf den zugehörigen Feldern zu haben.

Ich find sie sehr schick. 🙂 Und ihr?

(Ein Klick zeigt euch die Originalgröße von 3000×3000 an, wodurch die Tickleiste auch gut online für Roll20 o.ä. zu nutzen ist)

SpliMo_Tickleiste_rund