Mein fantastischer März

Diesmal sind Filme und Serien wieder angestiegen, dafür hab ich weder erwähnenswert viel gelesen noch viel gehört.

Filme und Serien

Der März war gleich in mehreren Hinsichten durchwachsen.

Bei den Serien haben wir Nightflyers beendet, denn da fehlten ja noch 5 Folgen. Mir hat die Serie auch am Ende super gefallen (auch wenn sie gern hätte abgeschlossen sein dürfen ohne wenn und aber).

Bei She-Ra kamen zwei weitere Folgen hinzu, weil uns einfach wenig der Sinn nach kurzen Sachen stand.

Stattdessen gab es alle 10 Folgen von Umbrella Academy zu sehen, was mir auch richtig gut gefallen hat (und gern länger hätte gehen dürfen). 😉

Ansonsten gab es noch eine Folge Riverdale aus der 3. Staffel. Die Serie holt mich aktuell irgendwie gar nicht mehr ab.

Und ich zähle hier glatt auch Preppers rein, wovon wir drei Folgen gesehen haben.

Filme gab es diesmal drei. Einmal Life und Get Out, die ich auf unterschiedliche Weisen für overhyped halte. Waren beide okay bis nett, aber bei weitem nicht der große Wurf, den ich auf Basis persönlicher Empfehlungen erwartet hätte.

Dafür hat mir Captain Marvel im Kino unwahrscheinlich gut gefallen. Ist definitiv mein Monatshighlight.

Insgesamt entfielen somit 23 Stunden auf Filme und Serien. Ui!

Romane

Bei Romanen sah es einerseits nicht so gut aus im März, andererseits haben wir es geschafft, den Outsider von Stephen King zu beenden. 750 Seiten sind daher hier zu zählen. Zwar nicht so wirklich, weil knapp die Hälfte ja schon gelesen war in den beiden Vormonaten, aber da hatte ich jeweils keine Seiten gezählt. War am Ende sehr abrupt verglichen mit dem Rest, auch nicht so der große Wurf, aber an sich ganz nette Story.

Anstatt meine angefangenen Bücher weiterzulesen, habe ich im März mit Die Spur der Bücher von Kai Meyer angefangen. Hier zähle ich wiederum keine Seiten, sondern erst am Ende. Davon bin ich aber noch eine ganze Ecke entfernt, hab aktuell erst knapp 1/3 des Buches gelesen.

Also einfach 750 Romanseiten im März.

Youtube

Nachdem mein Sprechverbot endlich aufgehoben ist, hab ich zunächst mal zwei Runden am Tisch leiten und eine spielen können.

Wir konnten DnD 5Storm King’s Thunder mit 2 Sessions endlich ebenso fortsetzen wie Die Winterkönigin mit Pathfinder mit einer Session. Zwei Sessions DSA 5 mit Ketten für die Ewigkeit gab es ebenfalls. Oh, und wir haben eine kleine Earthdawn 4-Runde gestartet.

Macht insgesamt 9 Sessions Rollenspiel im März, davon 6 auf Youtube nachzusehen.

Online gestellt hab ich zudem den ersten Teil einer SplittermondTutorialrunde.

Angesehen hab ich bei weitem nicht so viel, wie ich gewollt hätte, denn da lief im März an sich so einiges.

Da wäre zum einen eine Session von Umbreons DnD 5-Runde Out of the Abyss, das Zwischenfinale sozusagen von BioIngs DSA 5-Runde Salz der Tränen, die beiden Heinzcon-Videos von DocRattie, die erste Session von Zwergpaladins Shadowrun-Runde Boston Lockdown, die letzten beiden Teile der Splittermondrunde bei Auriel McCloud … und weiter kam ich bislang nicht. Oh, doch, noch einen Livestream von WoDnews.

Blogartikel

Es gab natürlich den Startartikel für den Karneval der Rollenspielblogs im März mit dem Thema Essen.

Ebenso gab es den fantastischen Februar-Artikel.

Bei der Blog-O-Quest hab ich diesmal wieder ganz klassisch auch mit dem Blog teilgenommen.

Und es gab einen Bericht zur Heinzcon.

Rollenspiellektüre

Im März habe ich den Splittermondband Das Erbe von Kesh gelesen. Alle 128 Seiten bis zum Monatsende genau. 🙂

[RSP-Karneval] Rückblick März 2019: Essen

Der Karneval der Rollenspielblogs im März, den ich organisieren durfte, ist nun vorbei. Thema war Essen, und da wird es nun Zeit für einen kurzen Rückblick – mit Tee und Keksen, versteht sich.

Im Beitrag Mahlzeit berichtet dnalorsblog davon, dass Essen wie Pfeile oder Krankheiten beispielsweise auch zwar immer wieder Thema in Runden sind, vor allem aber außerhalb. Oder anders gesagt: Um dem Essen einen entsprechenden Raum zu geben, benötigt es laut ihm ein entsprechendes Micromanagement, das sich mit Storytelling-Ansätzen widerspricht und in der Regel einfach nichts zum Abenteuer beiträgt. So erklärt er sich auch, dass das Thema Essen in der Regel keine Abenteueraufhänger in entsprechenden Publikationen bietet. – Ich stimme der Einschätzung weitgehend zu, wobei ich selbst allerdings, zumindest theoretisch (haha …) großer Fan von genau solchem Micromanagement bin, wie ich hier schon mal darlegte. Tatsächlich schwirrt in meinem Kopf auch eine Kampagne mit genau einem solchen Aufhänger rum, aber wer weiß, wann ich dazu mal kommen werde …

In seinem zweiten Artikel zieht er den Kult der aufgehenden Sonne für Rakshazar aus dem Archiv beziehungsweise verweist auf den entsprechenden Artikel.

Mit Speiserestriktionen befasst sich sein dritter Artikel. In diesem stellt er bekannte Restriktionen aus Rollenspielen kurz vor, genau genommen diverse aus DSA und Myranor. Darin verbirgt sich noch ein weiterer Link, in dem es darum geht, warum Christen Schweinefleisch essen dürfen. Das ist ein theologiebezogener Blog, der also keinen Rollenspielbezug hat (bzw. nur dann, wenn man das Ganze quasi von hinten aufzäumt, siehe den Restriktionsartikel an sich mit Verweisen auf realweltliche Restriktionen). Ich steh aber auch nicht auf Veganerwitze …

Auch eine Magenverstimmung hielt ihn nicht von einem weiteren Artikel zum Thema ab, nämlich eben zu Krankheiten durch verdorbene Lebensmittel (und Wege, diese zu verhindern), ausgehend vom Realweltlichen. Dazu könnte man natürlich noch ellenlang weiter schreiben. Ein, wie ich finde, durchaus spannendes Thema und eines, dass dann doch die eine oder andere Abenteueridee liefern kann.

Es gibt von ihm auch einen Artikel mit nachkochbaren Rezepten, die sich (nicht nur) für den Spieltisch eignen. Sind schöne Klassiker dabei. 🙂

Dass auch Kreaturen selbst zum Thema beitragen können, stellt er mit einem untoten Wildschweinbraten und einem Golem aus Essen (nein, nicht die Stadt) auch noch mal unter Beweis – mitsamt aller Werte!

Auf den Punkt bringen d6ideas einen Artikel mit 10 Provinzialgerichten für Warhammer Fantasy. Ich mag ja den Humor. 😉

Eine Ode an die Ventrue gab es da ebenfalls. Beuteausschluss und so.

Auch den untoten Wildschweinbraten von dnalorsblog haben d6ideas gleich mal nachgekocht: für Beutelschneider.

Und der Karneval der Archive von d6ideas ist diesmal eeeeecht umfangreich. Ich mochte übrigens die Unterhaltung zu Punkt 2 besonders, höhö.

Und Hundert Mahl für Unknown Armies gibts da auch noch (auf englisch), ebenso absorbierende Amöben für Beutelschneider.

Der Katzenhexe fehlen noch Impressum, Datenschutzerklärung und Co., aber dennoch hat auch sie mit einigen Beiträgen beim März-Karneval mitgemischt.

In Essen am Spieltisch geht es genau darum, nämlich um verschiedene bei der Katzenhexe vorkommende und umgesetzte Verpflegungssituationen am Spieltisch. Vieles davon kenne ich selbst auch aus eigener Erfahrung, ich mag solche „Erfahrungsberichte“, und außerdem schließe ich mich dem Tipp an, eher nicht abseits von Cons in Cafés und Co. zu spielen. 😉

In einem zweiten Artikel von ihr geht es um Ingame-Nahrung, beispielsweise als Teil des Charakters und/oder Abenteuers.

Und im dritten Artikel dreht sich alles um Anekdoten vom Spieltisch rund ums Thema.

Damit nicht genug, bietet In den Küchen von Lorakis noch einiges an konkreten kulinarischen Empfehlungen aus Lorakis. Zugegeben, ich musste Takoyaki erstmal googlen, aber nun umso besser zu wissen, dass es da entsprechende Konstrukte gibt. 😉

Nicht Teil des Karnevals, dennoch passend ist auch ihr etwas älterer Artikel zum Zwingardischen Brauereifest.

Der Würfelheld hat die Gelegenheit genutzt, ebenfalls einen Blick ins Archiv zu werfen und Artikel passend zum Thema nochmals zu verlinken. Hierbei finden sich neben einigen Sachbuch-/Kochbuchreviews auch zwei belletristische Links, einer davon zu einem absoluten Klassiker: Soylent Green.

Bei Nandurion haben sich Fenia und Sirius einen Schlagabtausch zum Thema geliefert. „Bringt“ Essen in „ambientiger“ Form in- oder outgame etwas? Überflüssig zu sagen, dass ich selbst natürlich eher Fenia hierbei folge. 😉

Fenia hat dann mit einer wunderbaren kulinarischen Reise von Gareth nach Angbar im Brevierstil noch mal nachgelegt. Sehr schön – mir Rezepten! Und mit Fotos!

Timberwere hat einen Artikel dazu verfasst, in welcher Runde Nahrung inwiefern eine Rolle spielt oder gespielt hat. Hierbei verweist sie auch noch mal auf die RPG-Blog-O-Quest von 2016 mit dem Thema Speis und Trank. Hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm; danke dafür.

Gleich ein komplettes Szenario, nämlich den Hühnerjahrmarkt für Kobolde fressen Babys bietet Spiele im Kopf. Nur echt mit Hühner-Hüpfburg. 😀

Beim Stechginsterpodcast gab in Folge #007 es ein paar erklärende Worte zum Karneval der Rollenspielblogs (ab ca. 19:20 min.).

Hinzu kommt ein Artikel zur (Heinz)converpflegung mit ein paar Rezepten zum Download (jpg).


Zusammenfassend sind es zwei Dutzend Artikel geworden im März, was ich echt klasse finde.

In diesem Monat gab es einige Blogger*innen, die sich gleich mit mehreren Artikeln beteiligt haben.

10 Artikel haben sich allgemein mit dem Thema beschäftigt, der Rest hatte einen „Systemschwerpunkt“, namentlich DSA, Myranor, Rakshazar, Splittermond, Unknown Armies, Beutelschneider, Warhammer Fantasy, Kobolde fressen Babys und sogar Vampire.

Auf die Stadt Essen hat sich niemand bezogen. Auch spannend. 🙂

Im April geht es nun mit dnalorsblog als Organisator weiter. Hierbei geht es mit Verschworen rund um alles zu Verschwörungstheorien und Geheimgesellschaften. Schaut doch mal vorbei ODER, noch besser, haut dazu gleich mal in die Tasten.

Mein fantastischer Februar 2019

Hoppla, da ist der Monat schneller rum als angenommen. Mal abgesehen davon, dass der Februar ohnehin ein bisschen kürzer ist. 😉

Erneut folge ich der Idee des Würfelhelden und versuche mich an einer Zusammenfassung dessen, was der Februar so gebracht hat an Medien.

Filme und Serien

Dark haben wir nach den ersten fünf Folgen im Januar nicht weitergeschaut. Zu langatmig, zu langsam.

Stattdessen haben wir uns der neuen She-Ra-Serie zugewandt. Sieben von dreizehn Folgen haben wir uns angeschaut und ich bin wider Erwarten recht angetan von der Serie. Mein Nickname im Netz stammt immerhin aus der damaligen Spielzeugserie von Mattel. Die frühere Serie hab ich zwar irgendwann mal gesehen, fand ich aber nie sonderlich gut. Die neue Serie muss man schon auch ein kleines bisschen losgelöst von der damaligen Story sehen, aber mir gefällt das wie gesagt bislang ganz gut.

Dann hab ich versucht, bei The Walking Dead mal wieder anzuknüpfen. Damals bin ich mitten in der dritten Staffel ausgestiegen. Nicht aus besonderen Gründen, sondern weil es zeitlich nicht passte und ich es irgendwann schlicht vergessen habe, da wieder anzusetzen. Da hab ich nun also die dritte Staffel noch mal gesehen. Finde es erstaunlich schwierig, da wieder rein zu kommen. Kickt mich auch gar nicht so wie früher. Bei Gelegenheit werde ich dennoch weiter am Ball bleiben.

Ansonsten haben wir uns noch Polar angesehen, den ich richtig, richtig gut fand. War zwar eher vorhersehbar und die Sache rund um Rusty haben mich extrem angeätzt, aber davon abgesehen mochte ich den Film wirklich gern.

Zum Ende des Monats sind wir dann mit Nightflyers eingestiegen. Die Serie trifft – trotz einigem Bullshitbabble und Logiklöchern – absolut einen Nerv bei mir und ich freu mich auf die weiteren Folgen (die ersten fünf haben wir gesehen bislang). Auch wenn die Serie ja nun erst mal abgesetzt wurde …

Im Februar entfallen also 8,5 Stunden insgesamt auf Filme und Serien.

Romane

Der Februar stand bei mir quasi im Zeichen von Near Future. Ich hab die drei Bücher der Mirador-Reihe von Dan Wells gelesen: Blue Screen, Over World und Active Memory. Ich weiß nicht, ob das Ganze damit abgeschlossen ist oder man in Zukunft noch mit mehr Büchern rechnen kann. Jedes Buch erzählt eine Geschichte mit derselben Protagonistin und zeitlich relativ eng beinander, die man aber nach jedem Buch für sich genommen auch abschließen kann. Ist also nicht ganz so wichtig. Ein bisschen mehr dazu geschrieben habe ich in den entsprechenden Beiträgen im Tanelorn.

Beim Outsider von Stephen King sind wir ein bisschen vorangekommen, aber die Seiten zähle ich nicht, weil sich das schlecht nachvollziehen lässt für mich. Wir sind aber knapp bei der Hälfte jetzt insgesamt (Januar + Februar).

Angefangen hab ich dann noch mit Der letzte Pilger von Gard Sveen, das ich mir vor langem schon ausgeliehen habe und irgendwann zurückgeben möchte. Das wird jetzt schneller sein als erwartet, denn ich hab das Buch nach 138 Seiten abgebrochen. Es ist ein Debütkrimi eines Norwegers, dafür aber erstaunlich „actionlastig“ – was erst mal nichts Schlechtes ist. Ich kam aber nicht gut mit den ständigen Zeitsprüngen (30er/40er Jahre und Gegenwart) zurecht, die Thematik (Nazi-Machenschaften) gehört für mich eher nicht zur Sparte Unterhaltung, es gibt auch hier wieder eine völlig überflüssige Tierquälszene, und zuletzt mittlerweile wohl auch 4 Teile der „Tommy Bergmann“-Reihe. Ich dachte, es handle sich um einen Einzeltitel. Und ich mag auch den Protagonisten nicht, der seine Frau geschlagen hat (die darum nun weg ist). Tut ihm auch leid und so, aber kann er ja nix für …

Macht insgesamt jedenfalls 1380 Seiten.

Podcasts und Hörbücher

Da sieht es leider für den Februar ganz mau aus. Im März stehen aber so einige Zugfahrten an; da werde ich vieles aufholen, denke ich. 🙂

Angefangen hab ich mit dem ersten Teil von Die Brut von Ezekiel Boone, hab aber bislang noch keine so wirkliche Idee, wohin das führt.

Und die 130. Folge des DORPcasts hab ich mir angehört.

Youtube

Vor meinem noch immer anhaltenden Sprechverbot haben wir auf meinem Kanal mit einer neuen DSA 5-Runde begonnen (Ketten für die Ewigkeit), eine Session DnD 5e mit Storm King’s Thunder gespielt sowie eine Einsteigerrunde mit DSA 5.

Außerdem haben wir die Blog-O-Quest Februar „Blut und Stahlzu dritt in einem Hangout bei Tsu durchgequasselt.

Ansonsten hinke ich auch mit dem Schauen ziemlich hinterher mal wieder.

Bei Meister Umbreons DnD-Runde (Out of the Abyss) bin ich auf aktuellem Stand, ebenso bei der V5-Runde von derKoali, aber das sind auch die einzigen laufende Runden/Kampagnen, von denen ich das im Februar sagen kann.

Bei BioIng hab ich den 1. Teil eines Oneshots DSA 5 angesehen (Eiskristall & Finsterkamm).

Und ich hab mir die jeweils neuen Videos von Jennys Kanal WODnews angeschaut.

Blogartikel

Gab es abseits des fantastischen Januars am 1.1. keinen einzigen. 🙁

Rollenspiellektüre

Gab es leider nur hier und da einige Seiten, nichts Konkretes, nichts Geordnetes. War aber alles zu Splittermond. 🙂

Mein fantastischer Januar 2019

Der Würfelheld hat am letzten Tag des Januars einen Blogartikel online gestellt mit einem fantastischen Monatsrückblick. Am Ende fragt er nach dem Rückblick der Leser*innen, und darum gibt es nun auch hier einen fantastischen Rückblick sozusagen.

Filme und Serien

Der Januar startete damit, dass wir die 5. Staffel von Bates Motel schauten und die abgeschlossene Serie damit auch beendeten. Ich fand die Serie unheimlich gut gemacht. Zum Ende der 4. Staffel schwächelte die Serie ein paar Folgen lang, hat sich dann erfreulicherweise aber wieder gefangen.

Ebenfalls weiter ging es mit Gotham, und zwar mit der 3. Staffel. Ich liebe diese Serie, weshalb ich es noch trauriger finde, dass ich sie im Original einfach nicht verstehe. Ich komme bei einigen Akzenten da leider so gar nicht mit. :-/ Aus diesem Grund wird es wohl auch noch dauern, bis ich hoffentlich in den Genuss der weiteren Folgen kommen kann.

Begonnen haben wir zudem Dark, wo wir es bislang auf 5 Folgen bringen. Halbzeit also. Ich finde sie okay, aber unglaublich träge. Zumindest bis jetzt hat mich die Serie noch nicht abgeholt.

Bei den Filmen gab es einmal Bird Box als zufällige Entdeckung. Da wäre mehr drin gewesen, finde ich, aber ich mochte den Film trotzdem gern.

Black Mirror: Bandersnatch war mal was ganz Neues … hat mich dennoch nicht vom Hocker gehauen. War ein spannendes Erlebnis und das Ganze gut gemacht, weiß ich durchaus zu schätzen, aber hat mich halt auch nicht in seinen Bann geschlagen oder so.

Knapp 30 Stunden fielen also insgesamt auf Filme und Serien. Das ist sehr viel, allerdings waren wir auch beide recht lange krank und hatten damit die Gelegenheit, immer mal wieder auch zu unmöglichen Zeiten mal was einzuschalten (und zugleich keinen Kopf für andere Sachen).

Romane

Gelesen wurde dann doch ein bisschen was. Ich selbst mache bei der Reading Challenge 2019 im Tanelorn mit, wo man sich selbst Leseziele für das Jahr setzt. Bei mir lautet es recht sparsam, 25 Bücher zu lesen, und davon möglichst viele passend zur Popsugar– und/oder Tanelornchallenge.

In den letzten Jahren habe ich fast nur noch Fachbücher gelesen, und das würde ich ab 2019 gern mal wieder ändern.

Mit Das letzte Geheimnis von Ian Caldwell und Dustin Thomason startete das Jahr mit einem Re-Read von 447 Seiten. Während mich der Roman als Neuerscheinung begeisterte, ist ihm das diesmal leider nicht gelungen. Liegt wohl an der unterschiedlichen Erwartungshaltung. Damals hatte ich nichts Besonderes erwartet, diesmal einen Thriller, wie er auch einer sein soll. Ist aber mehr Coming-of-Age an der Princeton-Universität mit ein bisschen Mystery und Thriller, woran ich mich vorab nicht mehr erinnert hatte.

Einmal mehr festgestellt habe ich, dass ich die Bücher von Kate Mosse immer ein bisschen schwierig finde. Für mich haben sie immer sozusagen hypenswerte Elemente, aber auch immer irgendwas, das das Gesamtbild stört. Bei Der Kreis der Rabenvögel war es die Schwafeligkeit über gut 200 Seiten, die mir den 400-Seiter ein bisschen verleidet haben, auch wenn meine Gesamtwertung dazu dennoch positiv ausfällt.

Ins Alte Rom ging es mit dem ersten Roman der Cicero-Trilogie von Robert Harris: Imperium. Leider konnten mich die 480 Seiten nicht so wirklich begeistern. War mir alles ein bisschen zu dröge und zu sachlich, wenn auch andererseits gut recherchiert und geschrieben. Aber ich bleib dann lieber Fangirl von John Maddox Roberts‘ SPQR-Reihe, denke ich. Die Trilogie werde ich nicht fortsetzen.

Derweil wir als gemeinsames Leseprojekt mit dem Outsider von Stephen King gestartet sind, was aber ewig dauern wird, bis wir da durch sind, weil wir wirklich immer nur sehr kleine Häppchen schaffen, habe ich mich noch allein an das Büchlein Gwendys Wunschkasten gewagt. Die 128 Seiten waren okay, aber auch nichts, was mich besonders hätte begeistern können. Da wäre sehr viel mehr möglich gewesen, sowohl inhaltlich als auch emotional.

Damit zähle ich 1455 Seiten, was mich ziemlich überrascht. So viel hab ich nämlich schon lang nicht mehr gelesen. Gefühlt spannenderweise auch im Januar nicht. Gar nicht mal so übel, sowas nachzuhalten offenbar.

Podcasts und Hörbücher

An Podcasts habe ich im Januar die bisher 3 Folgen von Steamtinkerers Klönschnack gehört sowie (zum 2. Mal) die Warhammer Fantasy-Folge des Frostcast.

Bei Hörbüchern hab ich mit dem ersten Teil der Lovecraft Letters von Christian Gailus angefangen, gelesen von Uve Teschner. Hab ich aber noch nicht durch, auch wenn es nur knapp 3,5 Stunden insgesamt sind.

Ebenfalls angefangen, hier aber noch ganz am Anfang stehe ich beim ersten Teil der Mirador-Reihe mit Bluescreen von Dan Wells, gesprochen von Elmar Börger.

Youtube

Bei mir selbst war gesundheitsbedingt leider kaum was los. Wir starteten mit der 6. Session DnD 5Storm King’s Thunder. Im 6. und letzten Band des Abenteuerpfades Die Winterkönigin von Pathfinder schafften wir immerhin eine Session am 14.1. und eine am 31.1.

Und mehr war eigentlich schon nicht, außer dass ich Folge 1 (von September 2018) und Folge 2 meines Stechginsterpodcasts nun auch auf Youtube hochgeladen habe für Leute, die sonst eher keine Podcasts hören. Den Rückmeldungen nach scheint das auch eine ganz gute Idee gewesen zu sein.

Als Mitspielerin bin ich aktuell ja lediglich bei der Theaterritter-Kampagne bei Tsu dabei. Da nähern wir uns dem Finale des zweiten Buches und haben im Januar ebenfalls eine Session gespielt.

Ansonsten beschränke ich mich bei der Aufzählung der Dinge, die ich mir angeschaut habe, mal auf Actual Plays, da der Beitrag hier sonst wohl ziemlich uferlos werden dürfte. Ich hab im Januar nämlich ziemlich viel gesehen und bin bei den folgenden Reihen darum auf aktuellem Stand:

Auriel McCloud mit Splittermond (Der umkämpfte Pfad) als auch Shadowrun (Bad Wolf Gang)

Mischka_RPG mit Earthdawn (Falschmenschen) und dem 1. Teil Warhammer 40k – Schattenjäger (Der finstere Pakt)

MeisterUmbreon mit DnD 5 (Out of the Abyss)

Affe Vogel mit DSA 5 (In Treue fest, im Unglück standhaft)

BioIng mit DSA 5 (Heldenwerk: Seelanders Eleven)

derKoali mit V5 (Blood and Sand)

Asrael mit Fragged Empire (Lass schlafende Götter ruhen)

Trollstrolch mit Shadowrun (High Spirits) – da bin ich weit ab von aktuellem Stand, aber ich hab mir diverse Teile angesehen

Blogartikel

Davon gab es im Januar dann doch ein paar bei mir.

Fertiggestellt habe ich den Spielbericht zur 4. Session von Storm King’s Thunder mit DnD 5, ebenso mein Feedback (und Fazit) zum 2. und 3. Stream mit All flesh must be eaten.

Bei der 40. Blog-O-Quest mit dem Rückblick zu 2018 habe ich mitgemacht, ebenso mit einem Artikel zu Fragged Empire beim Karneval der Rollenspielblogs. Da war im Januar Zeitsprung das Thema.

Rollenspiellektüre

Die ist bei mir immer ein bisschen schwer nachzuhalten, weil ich quer durch den Garten hier und da ein bisschen lese. Im Januar habe ich vor allem im Grundregelwerk Vampire the Masquerade 5th Edition gelesen sowie mir mal wieder das Grundregelwerk von Shadowrun in der 5. Edition geschnappt.

Coole Idee vom Würfelheld. Ich werde auf jeden Fall versuchen, das jetzt jeden Monat 1x zusammenzufassen. 🙂

RPG-Blog-O-Quest #040 – Rückblick 2018

Mit dem neuen Jahr geht es auch weiter mit der RPG-Blog-O-Quest. Nach dem Ausblick vom letzten Mal geht es ganz klassisch mit dem Rückblick auf das letzte Jahr weiter.

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1. Welches Rollenspielereignis war für dich am prägnantesten in 2018?

Kein bestimmtes. Tatsächlich lief 2018 einiges nicht so, wie ich mir das ursprünglich vorgestellt oder vorgenommen hatte, aber es gab wirklich viele tolle Ereignisse.

Recht früh im Jahr war das die Heinzcon, im September der doch sehr spontane Start meines Podcasts (wenn man den denn als Rollenspielereignis zählen will).

Dazwischen lagen ganz viele tolle Spielrunden. Splittermond habe ich insgesamt über zwei Dutzend Male spielen und leiten können (einen Teil davon findet man hier), nach langem gab es mal wieder einen Oneshot mit Changeling, the Lost, ich hab Space 1889 quasi neu kennengelernt, wir haben eine neue Kampagne mit DnD 5 gestartet, wir haben endlich unsere AFMBE-Runde gespielt, die wir uns schon ewig vorgenommen hatten, und ansonsten gab es ebenfalls sehr viele schöne und spaßige Spielrunden.

Von diesen ganzen doch eher persönlichen Highlights des Jahres abgesehen …

… der ganze Kram rund um Wege der Vereinigungen (DSA 5); das war 2018 mit Sicherheit sehr prägnant, wenn auch kaum im positiven Sinne.

… das Erscheinen der 5. Edition von Vampire, the Masquerade war ebenfalls durchaus prägnant, weil die mir nämlich bislang gut gefällt. Das ist ein Novum für mich in Bezug auf Vampire. Davon abgesehen … auch verdammt viel negativer, aber prägnant zu nennender Kram rundum.

2. Wie oft bist Du 2018 zum Spielen gekommen? Was wurde am meisten gespielt,, welche Systeme hast Du neu kennengelernt?

Wie ich dank des entsprechenden Threads im Tanelorn recherchiert habe, habe ich 71 Sessions gespielt und geleitet, davon 36 Session onAir auf meinem eigenen Kanal, also live auf Youtube.

Mit 25 Sessions führt Splittermond die Liste an, gefolgt von 20 Sessions DSA 5 (mit 1 Ausnahme alle als Spielerin der Theaterritter-Kampagne) und 12 Sessions Pathfinder als SL des Abenteuerpfades Die Winterkönigin.

Neu für mich war Call of Cthulhu in der 7. Edition (als SL) und wie schon erwähnt Space 1889.

3. Welches RPG-Produkt 2018 (aber nicht unbedingt aus 2018) hat Dich am meisten überrascht, Dir am meisten fürs Spielen genutzt?

Kein RPG-Produkt, aber fürs Rollenspiel Discord. Das hab ich 2018 zu nutzen begonnen und da so einige tolle Sachen gelesen, geteilt, gespielt und besprochen.

4. Welcher Blogartikel, welches Video, welcher Karneval Deiner RPG-Kollegen (also quasi der Blogosphäre) hat Dich 2018 am meisten geflasht?

Weiß ich jetzt nicht mehr. Ich erinnere mich gut daran, vor allem manche Blogartikel sogar mehrfach gelesen zu haben, weil sie mir so gut gefielen, aber davon will mir nun einfach keiner mehr einfallen, sorry. 🙁

5. Welches sind die Medien 2018 für Dich? Bester Film, beste Serie, beste Buch, beste Comic etc.?

Puh. Ich kann mir nicht gut merken, wann was erschien bzw. bin oft spät dran, was das Lesen/Schauen betrifft. Ich werfe darum einfach mal The Chilling Adventures of Sabrina in den Raum.


Was ist die RPG-Blog-O-Quest und wie kann man teilnehmen?

Was ist die RPG-Blog-O-Quest?
Hier stellen sich RollenspielbloggerInnen gegenseitig im Monatswechsel jeweils fünf Fragen zu ihrem Lieblingshobby. Ursprünglich organisiert von Greifenklaue und Würfelheld, sind inzwischen auch andere BloggerInnen zu Fragenstellern geworden und geben entweder im Lückentext die Möglichkeit, eigenes zu ergänzen, oder konkrete Fragen zu beantworten

Wer kann teilnehmen?
Alle, die Lust hat, die gestellten Fragen zu beantworten und via Blog, Podcast, Vlog oder ähnlichem mit einem Verweis auf den Ursprungstext zu beantworten, damit die LeserInnen/ZuschauerInnen auch bei anderen Teilnehmern stöbern können

Was sollten Teilnehmer nicht vergessen?
Dem/Der jeweiligen Blog-O-Quest-VeranstalterIn einen Link zum eigenen Werk zukommen zu lassen, damit man diesen weiter verbreiten kann!

Was bringt das Ganze?
Hoffentlich den Bloggern/Vloggern Spaß beim Schreiben/Drehen, den LeserInnen/ZuschauerInnen ebenso Spaß beim Lesen/Schauen und natürlich Einblicke in die Gewohnheiten und Ansichten anderer zum Hobby Rollenspiel. Idealerweise natürlich auch Inspiration für eigene Ideen.

Der Winter naht!

teeWer Blog und/oder Youtubekanal von mir verfolgt, weiß sicherlich schon, dass die Monate von Oktober bis Januar meine liebsten sind. Ich mag die Zeit, wenn ein Tee einen wieder aufwärmt, man sich abends in Kissen und Decke so richtig schön einkuscheln kann, es früh dunkel wird, man wieder mit Kerzen und Co. beleuchten kann. Zeit für kräftige Düfte und Gewürze, Kuschelkakao und Punsch. Und was bei anderen später der Frühjahrsputz ist, ist bei mir die Zeit für umfassende Rückblicke und Planungen fürs Folgejahr.

In diesem Jahr bin ich schon ganz schön weit mit alldem. Ausnahmsweise mal, denn normalerweise schlägt im Dezember ja noch mal der Wahn an allen Fronten zu, sodass ich dann gar keine Zeit mehr dazu finde und alles ein bisschen gequetscht wird. Diesmal staut sich alles eher in Bereichen, für die man eine Stimme braucht (Podcast, Video), weil die meine knapp zwei Wochen lang nicht so wollte wie ich.

Die ominöse Liste

Im Juli 2017 habe ich nach und nach angefangen, eine Liste für die Spiele (und auch die Abenteuer) zu erstellen, die ich gerne spielen möchte. Generell, also unabhängig von Machbarkeit, Umfang und so weiter. Die weitere Sortierung erfolgt an anderer Stelle. Und mittlerweile klopft bei mir die Erkenntnis an, dass ich all das nicht nur in einem Jahr nicht werde abhandeln können, sondern auch nicht in zweien, nicht mal in fünf. Das macht mich ein bisschen traurig. Auf der anderen Seite gibt es mir wieder mehr Freiheiten für meine Planungen, gemäß dem Motto: Wenn es eh egal ist …

Aktuell enthält die Liste 26 verschiedene Spiele (und ist damit mal wieder angewachsen). Darunter gelistet sind aktuell 61 Abenteuer- und Kampagnenideen, genau genommen davon 16 Kampagnenideen. Ich bin sicher, ihr seht das Problem? Dass ich aktuell 2 lange Kampagnen leite und in einer spiele, macht es nicht gerade einfacher. 😉

Wohlgemerkt sind in dieser Liste mittlerweile nur noch die Sachen, die ich eigentlich gern in absehbarer Zeit spielen/leiten möchte. Es gäbe noch ein paar mehr Spiele für „irgendwann mal“.

Der Übersichtsplan für 2019

Nach langem Hin und Her und Überlegungen zusammen mit Tsu sieht der Plan wie folgt aus für 2019:

  • Eine lange Kampagne (1 Jahr und länger)
  • Eine kurze Kampagne (bis zu 10 Sessions)
  • mindestens 4 Oneshots (1-2 Sessions)
  • maximal 4 Fewshots (max. 4 Sessions)

Wenn man bedenkt, dass diese Vorgabe für jeden von uns beiden gilt (und Tsu eine eigene Liste mit gewünschten Spielen hat), ist das sehr viel, was da zusammenkommt.

Mir hilft diese Struktur bei der Planung ungemein, wie ich feststelle.

Kampagnen

Die Kampagnen zu planen, war am einfachsten.

Bereits gestartet sind wir mit Storm King’s Thunder und DnD 5, was entsprechend die lange Kampagne auch für 2019 ist und sein wird.

Aktuell läuft noch bis voraussichtlich Februar 2019 Pathfinder mit dem Abenteuerpfad Die Winterkönigin. Der Slot dann durch eine kurze Kampagne mit Splittermond abgelöst werden.

One- und Fewshots

Bei One- und Fewshots fallen alle Kampagnenideen aus meiner Liste schon mal raus. Ebenfalls raus fallen komplexe Spiele, weil das einfach den Aufwand für einen Oneshot nicht lohnt.

Abschließende Überlegungen dazu gibt es aber später. Das Jahr ist ja noch nicht rum.

Mit Sicherheit dabei sein werden aber: DSA 5, Splittermond und Space 1889.

Ansonsten gehen meine Präferenzen aktuell stark in Richtung KULT: Divinity Lost (was ich schon längst geleitet hätte, wenn ich denn mal SpielerInnen dafür finden würde …), Vampire 5th Edition, Geh nicht in den Winterwald, Symbaroum, One last Job, Old Slayerhand und Monsterhearts.

[DSA 5] Marmortränen

Hin und wieder hab ich ja schon auch Bock, DSA 5 zu leiten. Gespielt wird es von mir im Rahmen der Theaterritter-Kampagne ohnehin. So entstand der Oneshot Marmortränen. Auch das ist ein vorgefertigtes Abenteuer, und zwar aus der Anthologie Verwunschen & Verzaubert. Das gespielte Abenteuer entstammt den Federn von Falk Behr und Tom Finn. Es spielt in den Nordmarken und ist eigentlich ein Abenteuer für DSA 4.

Mit knapp 5,5 Stunden Spielzeit gehört dieser Oneshot zu den zeitlich umfassendsten, die es so bei mir auf dem Kanal zu sehen gibt. Dabei habe ich vieles relativ drastisch weggelassen oder abgekürzt. Je nach Spielstil und Sessionlänge kann man mit diesem märchenhaften Abenteuer also locker auch 2-3 Abende verbringen.

Mir hat die Runde viel Spaß gemacht, war so ein feel good-Abend.

An sich wollten wir in dieser Charakterkonstellation zumindest noch ein Abenteuer aus Wege der Vereinigungen (WdV) sowie ein weiteres Anthologieabenteuer spielen. Aus zeitlichen Gründen hat sich das verschoben. Aktuell stehen die Pläne bis zum Jahresende schon recht fest, sodass eine Fortsetzung erst mal auf unbestimmte Zeit verschoben ist.

Alle 7 Jahre?

Neulich unterhielt ich mich über den 7-Jahres-Mythos, demnach man sich alle 7 Jahre verändert. Wie bei so vielen Mythen steckt auch hier ein wahrer Kern drin, die konkrete Zahl und/oder ein Bezug auf eine vollständig neue Entwicklung ist aber natürlich Unsinn.

Trotzdem hat mich das auf die Idee gebracht, diesen Mythos mal in Bezug auf mein Rollenspieldasein zu betrachten.

0-7 Jahre: Kein Rollenspiel

Na sowas!? Wer hätte gedacht, dass ich in den ersten sieben Jahren meines Lebens noch keinerlei Berührungspunkte zum Hobby hatte? 😉

8-14 Jahre: Lektüre … solo

Tatsächlich hatte ich meine ersten Berührungspunkte mit Rollenspielen dann aber doch schon mit 7 Jahren durch ältere Nachbarskinder (hab ich hier in der Retro-Kategorie des Blogs schon mal erzählt). Zum Spielen kam ich hierbei in dieser Zeit nicht so wirklich. Zwar hatte ich immer wieder hartnäckig versucht, andere Kinder zum Spielen zu überreden, konnte aber nie mit dem Hobby begeistern zum damaligen Zeitpunkt. So blieb mir nur die Lektüre. Und Solo-Abenteuer. Ich hab übrigens bis vor einigen Jahren Einsamer Wolf und Co. nicht mal gekannt. Bei mir waren es immer die Solo-Abenteuer von DSA.

15-21 Jahre: Gruppen und ganze Welten!

Irgendwann fand sich über die Schule dann doch mal eine Gruppe, und in und mit dieser spielte ich dann auch recht exzessiv 1-2x/Woche. Da mir das nicht reichte, musste dann noch eine weitere Runde gebildet werden. Auch bei diesen Gruppen war es ausschließlich DSA, das wir spielten.

Durch einen offenen Spieltreff entdeckte ich später jedoch, dass es nicht nur überhaupt sehr viel mehr Rollenspiele als DSA gibt (siehe hier), sondern sogar ganze Läden mit Regalen voller Rollenspielen (siehe hier und hier). Whoa!

So lernte ich AD&D kennen und verliebte mich in Earthdawn (siehe hier).

22-28 Jahre: Generisch universell zu dark

Die nächste Phase meines Rollenspiellebens war zunächst vor allem geprägt von GURPS. Das war mein erstes Zusammentreffen mit einem Spiel, mit dem man buchstäblich alles machen konnte. Und genau dem widmeten wir uns ziemlich ausgiebig. Sowohl dem Spielen in verschiedenen Genres (vor allem Fantasy und SciFi/Traveller), aber auch dem Bau eigener Welten. Auch das waren also meine ersten Schritte hin dazu, abseits von Abenteuern eigene Dinge zu kreieren.

Mein Highlight aus dieser Zeit ist immer noch, dass ich meinen Vater in dieser Zeit fürs Rollenspielen begeistern konnte, wenn zu diesem Zeitpunkt auch eher kurzzeitig und auf Traveller beschränkt.

Aber schon damals war es so, dass ich nach gefühlt ewiger Zeit ausschließlich mit DSA nicht mehr an einem System kleben bleiben wollte. Irgendwann kam die Lust auf was Neues, und so ließ ich mir im Rollenspielladen einfach was empfehlen, da meine eigene Rollenspielblase noch mehr als überschaubar war. Und in Nullkommanix hatte ich dann plötzlich alles im Regal stehen, was von Vampire, the Masquerade zum damaligen Zeitpunkt erschienen war.

Ich war von Vampire sehr gehyped, habe alle Bücher dazu regelrecht verschlungen, habe mein eigenes Ruhrgebiet komplett mit Vampiren, Connections, NSC, wichtigen Orten etc. ausgestattet (da kommt man auch drauf, wenn man noch nie was von R-Maps, C-Maps und Co. gehört hat), eine wirklich riesige Runde geplant mit 12 Spielern, die sich durch ihre Aktionen und Präferenzen dann nach ein paar Sessions in 2-3 eigene Gruppen aufspalten sollten, zwischen denen es immer wieder mal Berührungspunkte geben sollte. Um es kurz zu machen: Das war einer der größten Flops, die ich je gespielt bzw. geleitet habe (ein bisschen mehr dazu gibt es hier). Aber ich habe sehr viel gelernt durch die Vorbereitung der Runde und letztlich auch durch den Flop an sich.

Letztlich hatte ich nach diesem Megaflop allerdings schon nicht mehr so wirklich Bock auf das Spiel. Da ich verdammt viel Geld ausgegeben hatte und auch nicht alles sofort verkaufen wollte, machte ich mich im Internet, das es endlich gab, auf die Suche nach Tipps und Inspiration. Mit dem Internet erweiterte sich meine Rollenspielwelt erneut. Und auch die World of Darkness wurde genau das: eine ganze Welt, viele verschiedene Übernatürliche, nicht nur Vampire. Es dauerte nicht lang festzustellen, dass mich Werewolf, Changeling und schließlich auch Wraith und Mummy allesamt viel mehr anzogen und interessierten als Vampire.

Und dann kamen die Chroniken der Engel. Wieder ein anderes Genre, andere Mechaniken, und auch eine neue Gruppe, die komplett aus Leuten entstand, die ich über die Rollenspielerdatenbank KOOP im Internet angeschrieben hatte. Und damit entstand dann auch mein erster Rollenspielblog damals.

29-36 Jahre: Chummer & Vampire

Streng genommen gehört der erste Schwerpunkt schon in den vorigen Abschnitt. Dort erwähnte Gruppe fing immer wieder damit an, Shadowrun spielen zu wollen, wogegen ich mich aber standhaft weigern konnte. Nachdem ich mich dann dazu durchringen konnte, mal einen SR-Roman zu lesen, war ich bereit, doch ein paar Sessions zu spielen. Und als die anderen dann wie üblich mal wieder wechseln wollten (wir spielten ein System alle 14 Tage fest und dazwischen an den 14 Tagen wechselnde Systeme), war ich lautstark dagegen und wollte zum Erstaunen aller unbedingt weiterspielen. Auch damit hab ich mich durchgesetzt *g*.

Damit trat erstmals ein regellastiges System in mein Leben. DSA zähle ich da nicht, denn damit bin ich von Stunde 0 an mitgewachsen. Und ich hab mir an den Regeln von Shadowrun 3 wirklich die Zähne ausgebissen. Über Jahre hinweg. Ich habe ewig Karteikarten als Cheatsheets genutzt, sowohl als Spielerin für meinen Charakter als auch später als SL. Und das, obwohl ich wirklich viel gelesen, geübt und gespielt habe. Damals habe ich beschlossen, dass umfassende Regeln wahrscheinlich nix für mich sind. Hat mich aber nicht von Shadowrun abgehalten, im Gegenteil. Abgehalten hat mich dann eher die 4. Edition bzw. das komisch vermurkste grüne Grundregelwerk damals.

Und so führte mich mein Weg mal wieder auf Abwege. Ich bekam die Empfehlung von Nin, den ich schon aus den damaligen WoD-Forenzeiten und denen im Travar-Forum (und seiner großartigen Changeling-Webseite) her kannte, mal auf der Drachenzwinge zu gucken, und dort wurde ich auch fündig. Und wie! Vor allem All flesh must be eaten hatte es mir dort angetan, aber ich spielte so einiges, leitete so einiges, und schließlich führte mein Weg mich wieder hin zur World of Darkness. Das Problem war dasselbe wie immer zuvor: Jeder wollte Vampire spielen, stand voll auf dieses Intrigen-PvP-Ding, ich hingegen hätte lieber andere Sachen gespielt. Hab ich auch. Und dank einiger Leute bei der Drachenzwinge, die das ähnlich sahen oder noch sehen, konnte ich auch eine Menge anderer WoD-Spiele spielen. vampir

Dadurch kam ich auch zur langjährigen Tischrunde, die – natürlich – Vampire spielten. Zuerst Dark Ages, später kam das mehr aufgedrückte Switchen auf die nWoD. Und davon war ich sehr schnell dann doch sehr angetan, nachdem ich quasi mehr oder weniger gezwungen war, mich mehr und mal so richtig damit auseinander zu setzen. So kam die World of Darkness nicht nur zurück in mein Rollenspielleben, sondern sie erweiterte sich sogar deutlich. So sehr, dass ich schließlich beschloss, nix anderes mehr spielen zu wollen. Alles, was ich je an Settings bespielen wollen würde, konnte ich mit der nWoD umsetzen.

Und eben drum startete ich am Ende dieser Phase dann auch meinen Youtube-Kanal, auf dem ich vor allem Videos zur (n)WoD online stellen wollte.

37-41 Jahre: Resümee und Aktuelles

Füchse bemerken, dass die Zahl hier nicht stimmt, denn da müsste eine 42 stehen. Noch füchsischere Füchse werden daraus zu Recht schließen, dass ich aktuell 41 Jahre alt bin. Glückwunsch! *g*

Knapp ein Jahr blieb die nWoD tatsächlich mein Schwerpunkt auf dem Kanal. Mein Enthusiasmus, auch andere von der nWoD zu begeistern, nahm dann allerdings mit der Ankündigung von Ulisses, die oWoD wieder auf deutsch rauszubringen, ein jähes Ende, zumal sich auch da schnell rauskristallisierte, dass vor allem Vampire damit gemeint war, logischerweise.

Danach wandte ich mich erstmals nach x Jahren mal wieder DSA zu, wo für die 5. Edition gerade die Beta lief. Auch nach Erscheinen der 5. Edition hab ich viel DSA gespielt und geleitet. Und ich hatte nach so langer Zeit mal wieder richtig Spaß daran. Das flaut übrigens aktuell wieder so ein bisschen ab. Ich rechne aber nicht noch mal mit einem kompletten Ausstieg, sondern will mir DSA 5 auf jeden Fall als gern gespieltes Spiel erhalten. Muss halt nur ein bisschen dosiert werden.

Ich startete mit  Die Winterkönigin einen Abenteuerpfad von Pathfinder, der nun seit mittlerweile 3,5 Jahren gespielt wird und relativ kurz vor dem Abschluss steht. Vor kurzem haben wir mit DnD 5 angefangen, das sicherlich Pathfinder vollständig ersetzen wird. Nach dem Erscheinen im Englischen hatten wir schon 2 DnD-Kampagnen gespielt, dann pausiert, und nach dem Erscheinen im Deutschen hatte ich da erst mal keine Böcke drauf. Jetzt schon. 🙂 Ist aktuell noch ein bisschen holprig, da ein paar Jahre nicht mehr bespielt. Außerdem raubt mir der Kontrast zu Pathfinder aktuell noch ein bisschen Nerven. An dem einen Tag das eine, am nächsten das andere … bringt mich durcheinander (und Pathfinder bringt mich eh durcheinander).

Nach einigen Anläufen habe ich mich dann doch noch so richtig in Splittermond verlieben können (wie ihr sicherlich wisst).

Immer mal wieder zieht es mich mehr oder weniger stark zurück zur World of Darkness, mal länger, mal kürzer. Und auch Shadowrun blitzt immer mal wieder auf und ich hab auch da noch immer Spaß, mich damit zu beschäftigen. Ebenfalls dosiert, seit ein paar Jahren nur noch theoretisch. Aber das soll auch nicht immer so bleiben.

Ich habe mit Powered by the Apocalypse eine weitere Mechanik in Variationen kennengelernt, die mich sehr begeistert, wohingegen mich Savage Worlds nie so wirklich begeistern konnte.

Und hier und da plöppt mal was Neues oder neu Entdecktes auf, dem ich mich kürzere Zeit widme. Ich bin aber mit meiner Auswahl an immer wieder rausgekramten Spielen und Varianten an sich zufrieden mittlerweile, sodass Neueres eher mal links liegen bleibt. Bis vor ungefähr 3 Jahren habe ich noch alles mögliche Neue gekauft und auch gespielt, aber nachdem ich mir mal sozusagen eine Rollenspielkaufdiät auferlegt habe, hat das alles ziemlich seinen Reiz verloren. Yay, eine erfolgreiche Diät also, hihi. Und mal ehrlich: Mit der engeren Auswahl an Spielen, die ich immer wieder mal und/oder dauerhaft spiele, bin ich aber auch schon mehr als beschäftigt.

Mein Youtubekanal ist im Verlauf der Zeit mit 1200 Abos ganz schön angewachsen, was mich sehr freut. Dass der Blog dadurch immer wieder und immer längere Einbrüche hatte, finde ich hingegen schade. Ist immer so ein Auf und Ab mit der zur Verfügung stehenden Zeit und den Dingen, die man darin unterbringen will. Trotzdem versuche ich immer wieder, regelmäßiger zu bloggen und organisiere auch schon allein deshalb gerne mal einen Rollenspielkarneval.

Und dennoch habe ich vor kurzem einen Podcast zu Splittermond und (düsterer) Fantastik gestartet, den Stechginsterpodcast. Der soll alle 14 Tage erscheinen und bislang klappt das ganz gut und macht mir einen Heidenspaß.

Zwischenzeitlich hatten wir 1 Jahr lang den Kanal Vlogtaculum für monatliche Vlogs erstellt und organisiert. Und ich hab durch die Mitarbeit an den deutschen Versionen von Fragged Empire und DnD 5 (Spielerhandbuch) einen Blick hinter die Kulissen werfen können.

Generell würde ich sagen, dass sich mein Spielen sehr gefestigt hat in den letzten Jahren. Das entspannt und macht gleich mal noch mehr Spaß.

Zukunft?

nachdenkenTja, gute Frage. Wer weiß das schon? Aber da sich langsam auch das Jahresende nähert, mache ich mir da wahrscheinlich traditionell wohl noch so einige Gedanken zu.

Nach wie vor unzufrieden bin ich mit meinem Zeitmanagement. Das Hobby Rollenspiel auf diversen Ebenen (informieren, lesen, vorbereiten, leiten, spielen, Blog, Youtube, Podcast) zu pflegen, ist schon sehr zeitintensiv. Trotzdem ist es ja nicht das einzige Hobby, das ich habe. Zusammen mit Arbeit und Studium habe ich dauernd das Gefühl, dass mir irgendwo irgendwas verloren geht (nicht immer unberechtigt). Das ist nervig. Hab da schon vieles ausprobiert, aber noch keine Lösung gefunden.

Im Grunde möchte ich alles aber eigentlich so haben, wie es in den letzten Jahren geworden ist. Nur mit mehr Regelmäßigkeit irgendwie. Das wäre schon schön.

Und ich möchte nach wie vor wieder mehr (zeitlichen) Raum für mehr eigene Dinge haben. Das hat sich in diesem Jahr nur sehr wenig gebessert und es fehlt mir.

Und ihr?

Wie sieht euer Rollenspiellebenslauf eigentlich so aus? Das würde mich echt mal interessieren!

Und gibt es eurerseits Dinge, die ihr euch für die Zukunft wünschen würdet? Für euer Hobby oder auch von mir bzw. diesem Blog hier?

RSP-Karneval: Übergänge auf Charakterebene

Zum Karneval der Rollenspielblogs hat Niniane beim Thema „Anfänge und Übergänge“ den Part der Übergänge übernommen. Entsprechende Fragen zur Inspiration für Artikel finden sich in ihrem Startbeitrag. Daran hangele ich mich auch diesmal wieder ein wenig entlang. Timberweres Einstiegsartikel findet ihr hier.

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Übergang zu einem anderen System

Schon einige Male habe ich Charaktere übertragen. Zugegeben, häufiger war es nicht der Übertrag in ein wirklich anderes System. Meist war es mehr der Übergang zu einer neuen Edition. Besonders bei Shadowrun und in der World of Darkness war ich in der Vergangenheit äußerst fleißig, was solche Übergänge betrifft.

So wirklich gute Erinnerungen habe ich an solche Übergänge allerdings nicht. Bei Shadowrun habe ich da ein massives Kompetenzproblem bei meinen Charakteren gehabt (in erster Linie beim Wechsel von SR 3 auf SR 4). Bei der WoD hat sich für mich gleich mal der gesamte Charakter verschoben, zumindest gefühlt.

Was damals sicherlich nicht hilfreich war: Der Spielleiter, der uns mitteilte, dass er sich mit der nWoD ganz toll auskenne und wir darum problemlos danach spielen und er uns locker dabei helfen könne. Er hatte genau gar keine Ahnung und mit Sicherheit keine 10 Seiten des nWoD-Regelwerkes gelesen, hat eigentlich ausschließlich Unsinn von sich gegeben. Damit sorgte er aber damals dafür, dass ich die nWoD unglaublich bescheuert fand. Ich ging nämlich erst mal davon aus, dass der Spielleiter weiß, was er da erzählt. Einfach, weil man sich schon aus ein paar Sessions kannte und es keine Conrunde war oder so etwas. Ich verstehe echt nicht, was Leute antreibt, so einen Bullshit zu verzapfen.

Auch nicht hilfreich war die erste Ausgabe des Grundregelwerks von SR 4. Ihr wisst schon: das grüne Ding. Ich hab dieses Buch echt nie gemocht. Abseits der ganzen Mängel, die es hatte (und die einer Konvertierung echt abträglich waren), fand ich es immer irgendwie total leblos. Und wie konvertiert man sehr lebendige Charaktere mit actionreicher Geschichte mit einem drögen neuen Regelwerk? Meh.

Was ja viele feierten, zumindest in meinem Umfeld, war dieses Konvertierungsding, mit dem man explizit Maskerade-Charaktere (oWoD) zu Requiem (nWoD) konvertieren konnte. Auch diese Glückseligkeit hab ich nie nachvollziehen können. Für mich war das Ding so gar nicht hilfreich. Es fühlte sich schon beim Lesen irgendwie falsch an. Ich hab es mal kurzzeitig versucht, aber dann auch sehr schnell aufgegeben, damit irgendwie arbeiten zu wollen.

Übergang zu anderem Charaktertypus

Vorweg: Als festgelegt würde ich mich nicht bezeichnen, aber es gibt schon ganz klar Typen und Schwerpunkte, die ich immer wieder mal aufgreife. Im Gegensatz dazu gibt es ein paar wenige Konzepte, die ich von vornherein höchst ungern spiele.

Was für mich eigentlich immer geht, sind Heiler, naturverbundene Charaktere und bestimmte Varianten des sozialen Charakters. Bei Shadowrun habe ich übrigens in x Jahren genau 3 Sessions mit 3 (unterschiedlichen) Charakteren gespielt, die keine Schamanen waren. In diesem Spiel bin ich also wohl schon sehr festgelegt. 😉

Was für mich überhaupt nicht geht, sind klassisch schurkische Charaktere. Ob nun in der Fantasy oder modernen Settings, die gehen für mich selbst gar nicht, finde ich wahnsinnig uninteressant.

Und alles dazwischen, daneben, drunter und drüber hängt vom System und meiner Laune ab. Ich liebe kämpfende Charaktere, auch wenn das Beschreiben von Kampfsequenzen nun nicht gerade eine meiner Stärken ist. Ich mag auch mal klerikale Charaktere spielen, magische unterschiedlicher Ausprägungen, Hacker und so weiter. Da bin ich dann schon recht flexibel.

Das Spiel ändert sich für mich nur bedingt. Meine Charaktere sind eigentlich kaum mal zu 100% dies oder jenes. Will heißen, ein Kämpfer kann sich durchaus auch unterhalten, ein sozialer Charakter kann noch anderes, als sich nur zu unterhalten. Dadurch hält sich sowas die Waage, glaube ich. Relevant ist da eher die Ausrichtung der Gruppe bzw. des Abenteuers. Da sollte die Auswahl dann schon reinpassen und irgendwas zu tun haben im Verlauf.

Charaktertod

Das ist meist das erste, das in unseren Runden festgelegt wird: es wird gefälligst gestorben.

Eine Runde ohne die Konsequenz, dass ein Charakter sterben könnte, ist für mich Zeitverschwendung. Das gilt für mich übrigens generell für Konsequenzen. Man muss nicht alles übermäßig verkomplizieren (so am häufigsten bei Shadowrun erlebt), man darf auch mal Fünfe gerade sein lassen zugunsten des Heldentums, der Story etc., aber das hat doch alles seine Grenzen. Wenn sowieso egal ist, wie man agiert, wozu dann überhaupt überlegen, entscheiden, ja, wozu überhaupt spielen?

Zugegeben, Tode in der ersten Hälfte einer Session sind lästig und besonders unangenehm, einfach aus organisatorischer Sicht. Aber sonst? Ich will gefälligst um die Charaktere der anderen und meinen eigenen bangen dürfen. Nicht ständig, sondern eben in entsprechenden Situationen. Wenn nichts riskant ist, ist es auch nicht spannend.

Am Rande: Dennoch kommt es höchst selten vor, dass Charaktere in meinem Spielumfeld sterben. Wir haben zwei D&D 5-Runden mit einem TPK beendet, in der Pathfinderkampagne gab es bislang zwei Tode auf Spielerseite, aber ansonsten fällt mir jetzt zumindest keiner ein. Noch ein paar „haarscharf daneben“-Situationen zwar, aber das ist doch eine sehr milde Bilanz in Anbetracht der Anzahl der gespielten Sessions und Runden der letzten Jahre.

Die Rente

Ein bisschen steckt dieses Übergangsthema schon im Konvertierungsteil. Die gescheiterten Versuche endeten in fast allen Fällen nämlich damit, dass mit dem System- bzw. Editionswechsel auch der Charakter auf Eis gelegt wurde. Kein Tod, keine Rente, einfach ein (oft) mit vielen Erinnerungen verknüpfter Charakterbogen im Sammelordner.

Es gibt genau drei Charaktere, die ich sehr lang und/oder intensiv gespielt habe.

Nummer 1 ist ein DSA-Charakter. Sie hat im Lauf der Zeit geheiratet, Kinder bekommen und groß gezogen … und dann gab es die Runde irgendwann nicht mehr. Diesem Charakter zu Ehren gab es ein kleines Revival auf NSC-Seite. Mehr dazu hier.

Nummer 2 ist mein hauptsächlicher Vampire-Charakter. Auch die hat sich einiges aufgebaut, vor allem an Strukturen und Macht. Die stand ziemlich kurz vor einem Punkt, an dem sowas wie Rente eine gute Sache gewesen wäre. Kam nicht dazu, weil die Runde sich nach Jahren aufgelöst hat. Wäre aber im Spiel selbst auch nicht dazu gekommen, denn ansonsten hätte ich sie eben weiter gespielt statt zu berenten.

Nummer 3 ist mein erster Shadowrun-Charakter. Die habe ich irgendwann quasi berentet, weil sie schlichtweg nicht mehr spielbar war. Die Gute ist dermaßen oft mit entsprechenden späteren Makeln und Einbußen in irgendwelchen Biotanks gelandet, dass aus ihr eine recht hässliche und eingeschränkte Katzenschamanin entwickelt hat. Ihr seht den Widerspruch, ja?

Übrigens ist der Shadowrun-Charakter das beste Beispiel dafür, dass es manchmal besser ist, einen Charakter in Würde (oder in Aktion) sterben zu lassen, als sowas zu hinterlassen. Dass ich den Charakter eingemottet habe, liegt jetzt fast 15 Jahre zurück. Ich war damals tatsächlich stinksauer wegen dieser Entwicklung. Und wo ich darüber gerade tippe, merke ich, dass ich diese Entwicklung von damals tatsächlich immer noch übel nehme.

Eine Bekannte von mir besteht übrigens darauf, ihre Charaktere auch nach der Rente weiterspielen zu dürfen. Das macht sie im Rahmen von 1:1-Sessions mit ihrem Freund, der schon die entsprechende Runde leitete. Sie beschäftigt sich quasi ewig ausgiebig mit Sims-Aktivitäten und damit, das Geld ihres mittlerweile stinkreichen SR-Charakters für gute Zwecke zu spenden, für NSC Mentor zu spielen und derlei. Finde ich zwar irgendwie seltsam und öde (weil es tatsächlich gar keine Aufträge mehr gibt, sondern es reines Rentenspiel ist), aber irgendwie auch schnuffig und nachvollziehbar – und ihr? 🙂

Hä?

Die letzte Frage aus Ninianes Vorschlägen verstehe ich ehrlich gesagt nicht:

Übergänge haben auch immer etwas mit Charakterentwicklung zu tun. Ist das etwas, was nur auf der Metaebene stattfindet, oder kann man das mit Werten abbilden?

Metaebene ist doch, Erfahrungspunkte zu haben, sie auszugeben, Stufen aufzusteigen und so weiter. Also ist das doch sogar in erster Linie mit Werten abgebildet.

Für mich gibt es da zwei unterschiedliche Stränge. Einmal die besagte Metaebene, auf der sich optimalerweise Interessen und durchaus auch Veränderungen eines Charakters spiegeln. Und auf der anderen Seite sind es Nuancen im Spiel selbst, die zeigen, dass Charaktere sich entwickeln.

Auch hierzu ein Beispiel: Mein Charakter Dhana Erlhocker aus der Theaterritterkampagne.

Erstmals gespielt habe ich diesen Charakter im Oneshot „Leichenschmaus„, und erst danach startete ich mit ihr in die Kampagne.

Wer diesen Oneshot kennt, vor allem das letzte Drittel, erlebt dort (zumindest empfinde ich selbst das so) einen deutlich anderen Charakter als die Dhana, die man jetzt so im Spiel sieht. Im Oneshot ist sie noch deutlich sprunghafter, spontaner, aber auch deutlich kompromissloser und so gesehen auch egoistischer. In der Kampagne ist das anfangs noch ähnlich, aber da demonstriert sie dann nicht nur ihre persönliche Vorstellung von Gerechtigkeit, sondern auch generelles Mitgefühl. Und sie ist gezwungen, sich zurückzuhalten und es stattdessen mit Diplomatie zu versuchen.

Das ist aber alles derselbe Charakter und zumindest ich erkenne ihn auch wieder. Die Entwicklungen im Spiel sorgen also dafür, dass man andere Seiten von ihr sieht oder manches deutlicher wird. Von den Werten her hat sich da aber kaum was geändert, und ich finde das durchaus schlüssig so.

Falls ihr zufällig den Oneshot und die Kampagne kennt: Ist eure Einschätzung ähnlich oder eine andere?

Nicht zuletzt überwindet sie aber auch zu einem Teil ihren Ekel vor Blut und Wunden, um anderen helfen zu können, wenn es sein muss. Hätte es diese Szene im Spiel nicht gegeben, die sie dazu verleitet, hätte ich in „Heilkunde Wunden“ auch keine Punkte gesetzt. Hier sind Spiel- und Metaebene also miteinander verzahnt.

Summa summarum: Läuft das nicht immer ungefähr so?