[DnD 5] Storm King’s Thunder: Session 4

Weiter geht es mit der nächsten Session. Da ich mit den Spielberichten ziemlich im Verzug bin, während ich diesen hier tippe, bekommt ihr als Leser den nun schneller, als wir tatsächlich gespielt haben.

Eigentlich handelt es sich bei der Kampagne ja um eine wöchentlich stattfindende Runde, diesmal hatten wir allerdings ganze 5 Wochen Sendepause dazwischen.

Was geschah in Session 4?

Am Ende der letzten Session surrten bereits die ersten Pfeile, sodass es nach der Zusammenfassung des bisher Geschehenen gleich an die Initiative ging.

Da sich vor allem Ammon, der Valkur-Kleriker, nun wirklich nicht um Heimlichkeit bemüht, laut spricht und zudem noch ein leuchtendes Schild trägt, wurden sofort nicht nur Goblins auf den Vorsprüngen, sondern auch zwei Oger auf die sich nähernde Gruppe aufmerksam.

Damit nicht genug, entpuppte sich die ölige Substanz an Ferdinands Dolch aus der letzten Session als puddingartige Masse, die der Gruppe auch noch von hinten das Leben schwer machte. Im wahrsten Wortsinn übrigens, denn der junge Halbling Anri ging gleich vom ersten Angriff dieser Masse zu Boden.

Auch die anderen hatten trotz ihrer Kampfkraft so ihre Probleme, und so blieb es fast eine reale Stunde lang richtig spannend.

Nachdem die Gruppe wahre Berge an Leichen aufgetürmt hatte, interessierte sich auch die puddingartige Substanz nicht weiter für die Charaktere. Derweil sie sich an dem Körper eines der Oger gütlich tat (bis die Charaktere ihm den Garaus machten), schlich Ferdinand weiter durch die Dunkelheit und erledigte weitere lauernde Goblins mit gut gesetzten Überraschungsbolzen.

Meru’uk wagte sich zwischenzeitlich in eine weitere Höhle, wo sie gleich zwei Dutzend Gefangene entdeckte. Sie lotsten die Überlebenden des Dorfes, als die sie sich entpuppten, aus der Höhle heraus, organisierten ihre Rückkehr nach Nightstone und entschieden sich ihrerseits, erneut in die Höhle zurück zu gehen. Alle paar Stunden hatten die Goblins wohl jemanden aus der Menge herausgeholt. Niemand davon war zurückgekehrt. Was also, wenn es noch weitere Überlebende gab? Nach einer kurzen Rast konnte es losgehen.

Sie entdeckten als nächstes die Lager von sehr jungen und sehr alten oder kranken Goblins. Während Ferdinand einen davon zuvor bereits getötet hatte und ganz klar der Ansicht war, sie seien alle zu töten, legte die Paladina ihr Veto ein. Sie bestand darauf, es den Göttern zu überlassen, über diese Goblins zu richten. Nach einiger Diskussion setzten sie die Suche nach weiteren Überlebenden fort.

Schließlich standen sie dem Anführer der Goblins selbst gegenüber, außerdem einem halben Dutzend Riesenratten und weiteren Goblins. Ammon entledigte sich der Ratten mit einer einzigen Donnerwelle und legte damit den Blick auf eine frische Leiche frei. Diese Frau, wohl eine der Dörfler, wies zahlreiche Bissspuren auf. Offenbar störten die Charaktere gerade eine Mahlzeit …

Nachdem die Gruppe die verbliebenen Goblins mitsamt Anführer ausgelöscht hatte, fanden sie immerhin noch eine weitere Überlebende: Daphne Featherstone.

Mit ihr zusammen kehrten sie nach Nightstone zurück.

Wie lief es in Session 4?

Endlich ging es in den (zumindest von mir) ersehnten Dungeon. Juhu!

Zu Anfang sah alles vor allem kritisch aus und ich rechnete eine ganze Weile damit, dass diese Session in einem TPK enden würde. Das machte das Ganze aber natürlich auch entsprechend spannend

Und obwohl diese Session erwartungsgemäß vor allem kampflastig war, gab es auch einiges über die Charaktere zu lernen.

Gerade bei Ferdinand zeigte sich, dass ihn der Verlust Rubyls und der Umgang der anderen damit durchaus beschäftigte. Meru’uk traf in dieser Session ein zweites Mal eine Entscheidung nicht, sondern überließ sie den Göttern, wobei sie sowohl eine gewisse Sturheit erkennen ließ als auch zeigte, dass ihre Ausbildung noch nicht allzu lang zurück liegt und sie schwierige Entscheidungen eben nicht aus dem Ärmel schüttelt (was ich sehr sympathisch fand).

Nach dem Befreien der Gefangenen hätten alle auch sofort ins Dorf zurückkehren können, zeigten sich aber lieber heldenhaft und wollten auf Nummer Sicher gehen, was mögliche weitere Gefahren für Nightstone und möglicherweise übersehene Gefangene betraf. Hat mir auch gut gefallen.

Hier noch der Link zur Session, falls ihr sie selbst sehen wollt:

[DnD 5] Storm King’s Thunder: Session 3

Mit einer Woche Pause ging es mit ein wenig zeitlicher Verspätung weiter mit der nächsten Session von Storm King’s Thunder. Falls ihr jetzt erst einsteigt, könnt ihr euch noch den Bericht zu Session 1 und zu Session 2 durchlesen.

Was geschah in Session 3?

Der erste Blick dieser Session ging nicht nach Nightstone, sondern nach Waterdeep. Dort erhielt eine junge halborkische Paladina den Auftrag, sich nach Nightstone zu begeben. Man habe schon länger nichts mehr vom Lathander-Priester des Ortes gehört. Und so machte sich ein noch unbekannter Charakter namens Meru’uk Grimmguard auf den Weg …

In Nightstone war die Stimmung nach den vorangegangenen Ereignissen deutlich gedrückt. Dennoch machten Ferdinand und Anri sich gemeinsam auf den Weg, um sich noch weiter durch das Dorf zu schleichen. Einmal, um einen Überblick zu bekommen, zum anderen aber vor allem, um vor weiteren Gefahren gewarnt zu sein.

Sie entdeckten eine Schreiberstube, in der sich eine geflügelte Katze verschanzt hatte. Diese musste erst einmal zurückbleiben. Anri untersuchte einen der Wachtürme, wo er drei Phiolen entdeckte. Ferdinand warf derweil einen Blick in ein von Goblins durchsuchtes Farmhaus, bevor sich beide gemeinsam auf den Weg zu einem größeren Haus machten. Dort war die Tür verschlossen und mit zahlreichen Runen in offenbar infernalischer Sprache versehen, sodass sich die beiden lieber zum nächsten Haus aufmachten. Ein kleines Haus mit zahlreichen Blumentöpfen und Kräutern wurde entdeckt. Eine lose Bodendiele konnte ausgemacht werden, unter der einige Gegenstände verborgen lagen. Anri erkannte die Einrichtung als Häuschen einer offenbar halblingischen Familie. Neben einem weiteren Farmhaus fanden die beiden im Verlauf auch einige von Felsen erschlagene Dorfbewohner.

Im Stall waren nicht nur Sättel, Zaumzeug und einige Kaltblüter zu entdecken, sondern auch ein Angreifer, der vom Heuboden aus auf Anri schoss. Diese Person stellte sich als Kella heraus. Während Ferdinand und Anri debattierten, wie weiter vorzugehen sei, entdeckten sie Ammon. Dieser hatte sich dazu entschieden, die Leichen von Rubyl und der Lady mit den Wachen zusammen zum Friedhof zu tragen. Ferdinand wies Anri an, dass sich alle gemeinsam am Friedhofseingang treffen sollen und verschwand Richtung Inn.

Ammon ließ sich von der Information einer schießenden Kella zunächst nicht von der anstehenden Bestattung abbringen. In eben diese platzte dann auch die eintreffende Meru’uk, die sich während der Zeremonie jedoch zunächst zurückhielt. Als Ferdinand schließlich zu den anderen stieß, war die Bestattung von Rubyl bereits erfolgt und misstrauisch beäugte er den halborkischen Neuankömmling.

Erst danach befasste man sich mit der auf dem Heuboden verschanzten Kella. Sie weigerte sich standhaft, den Boden zu verlassen, wohl ahnend, dass ihre Tarnung aufgeflogen sein könnte. Und in der Tat hatte Ferdinand in der vorigen Nacht ja ein Gespräch zwischen dem Anführer der Zhentarim-Eindringlinge und Kella beobachtet.

Ferdinand selbst machte sich daran, den Dorfeingang zu sichern und entdeckte hierbei die Leiche des Müllers, der sie von Waterdeep aus mitgenommen hatte.

In der Zwischenzeit konnte Kella dann doch noch festgesetzt werden. Unter den Augen der Wachen brachte man sie erst einmal im Schankraum des Inns unter.

Ammon bestattete noch die Leiche der Lady in der ihr eigenen Krypta, wo bereits jemand ihrer Familie vor längerem beigesetzt worden war. Derweil nahm Ferdinand noch immer höchst misstrauisch die Paladina genauer in Augenschein, bevor er selbiges mit Kella anging. Beim Durchwühlen ihrer Habe fand er einen kleinen Zettel. Neben einer angedeuteten Schlange war darauf „Sind auf dem Weg“ zu lesen. Triumphierend hielt er diesen Zettel Ammon unter die Nase. Dieser verschwand im Inn, um Kella zur Rede zu stellen.

Kella blieb dabei, sich keiner Schuld bewusst zu sein. Man habe lediglich Handelsoptionen vor Ort ausloten wollen. Nachdem die Festung erschienen und die Bewohner erschlagen oder geflohen waren, habe sie die anderen informiert. Der Plan sei gewesen, die Dorfbewohner bei ihrer Rückkehr schlicht mit geänderten Machtverhältnissen zu empfangen.

Ammon wies die Wachen an, Kella in der Burg von Nightstone festzusetzen, derweil die anderen die herrenlosen Pferde zu sichern begannen.

Schlussendlich machten sie sich allesamt beritten auf den Weg. Sie folgten den Spuren der Geflohenen in die Hügel, um die Dörfler zu finden.

Die Spuren führten sie auf einen solchen Hügel, wo sich ein kaminartiges Loch in die Tiefe erstreckte. Nach einigem Hin und Her sahen sich die Charaktere nach weiteren möglichen Eingängen um und wurden fündig. Sie fanden zwei Tunnel, die offenbar in die Höhle führten, einer davon flach mit Wasser angefüllt, ein anderer trocken.

Sie entschieden sich dazu, dem trockenen Tunnel zu folgen. Er verbreiterte sich schließlich in eine kleine Höhle mit Stalagmiten, von denen einer besonders imposant erschien, aber arm- bis beindicke Löcher aufwies. Zwei Wege führten aus der Höhle weg. Ferdinand stocherte mit seinem Dolch in den Löchern herum. Als er diesen hinaus zog, klebte eine ölige Substanz daran und der Dolch wies Rostspuren auf. Anri hörte einen kleinen plätschernden Wasserfall aus dem unteren weiterführenden Gang. Ammon hingegen hatte sich bereits weiter in den oberen Gang gewagt und die anderen folgten ihm schließlich.

Am Ende dieses weiteren Ganges öffnete sich eine sehr groß wirkende Höhle. Ammon leuchtete mit seinem Schild voran und schon surrte ein Pfeil in ihre Richtung.

Wie lief es in Session 3?

Diese Session war ein bisschen anspruchsvoll, weil einfach gleich mal ein neuer Charakter in die gegebene Situation kommen musste UND quasi zeitgleich noch die Bestattung des vorigen stattfand. Ging wohl nicht allein mir so, sondern den MitspielerInnen teils auch. Zumindest erklärt sich so, dass sich irgendwie niemand zunächst weiter um Kella kümmerte und auch die Vereinbarung, sich am Eingang des Friedhofs zu treffen, verloren ging. Das führte wiederum dazu, dass Ferdinand sich quasi verschanzte und die Bestattung ohne ihn stattfand. Fiel auch mir zu spät auf und war für den Spieler recht doof.

Zum Glück haben wir dann doch noch gemeinsam die Kurve bekommen und ich fand die Szene mit Kella recht interessant. Ich fand, sie hat sehr direkt und durchaus schlagfertig ihre Position dargestellt und gefestigt. Es war somit nicht möglich, sie einfach auszuschalten oder etwas in der Art. Nein, damit musste man sich irgendwie auseinander setzen. Fand ich gut. Und hat die Gruppe auch gut gelöst, wie ich finde.

Die Wut auf die Zhentarim an sich war immer noch deutlich spürbar. Auch abseits der Session bekräftigte die Gruppe, sich mit dieser Gruppierung auf jeden Fall zu gegebener Zeit nochmals beschäftigen zu wollen. Ich lese mich diesbezüglich also mal schlauer und werde mir Entsprechendes ausdenken.

Dass die Gruppe sich dann aufgemacht hat, um den Spuren der Dörfler zu folgen, hat mich diebisch gefreut. Tatsächlich bin ich schon seit Kampagnenbeginn gespannt auf den Dungeon. Dass sie am Ende der dritten Session nun zumindest schon mal die Schwelle des Eingangs hinter sich gelassen haben, macht mich entsprechend gespannt auf die kommende Session.

Auch hier der Link zur Session, falls ihr sie selbst sehen wollt:

[DnD 5] Storm King’s Thunder: Session 2

Planmäßig eine Woche nach der ersten Session konnte es mit unserer neuen Kampagne weitergehen. Diesmal hielt uns nichts davon ab, nun wirklich mal 3 Stunden zu spielen … oder doch?

Was geschah in Session 2?

Nach gut 8 Minuten der erneuten Charaktervorstellung und der Zusammenfassung der letzten Session konnte es auch gleich wieder losgehen.

Zunächst kümmerten sich die Charaktere darum, einen gefundenen Beutel zu untersuchen und sich auf den Weg zum vor der Zugbrücke wartenden Müller zu machen. Diesem wollten sie in Hinblick auf die späte Stunde Bescheid geben, dass das Dorf nun offenbar sicher ist. Außerdem galt es noch, die mitgebrachten Schweinehälften unterzubringen.

Die Gruppe machte sich dann auf den Weg, Nightstone weiter zu erkunden, immer noch mit der leisen Hoffnung, weitere Dorfbewohner anzutreffen. Nach und nach wagten sie sich bis zur kleinen Festung vor, als Hufgetrappel am Dorfeingang Aufmerksamkeit auf sich zog. Sieben Reiter in praktischer, aber schicker Kleidung ritten ins Dorf und tauschten sich kurz mit Kella vor dem Inn aus. Schließlich trafen sie auf Ferdinand, der sich aus der Affäre ziehen konnte, indem er sich und seine Gefährten als  Dorfbewohner vorstellte, die keine Gefahr für die Berittenen darstellen. Diese verkündeten, das Dorf gehöre nun ihnen, derweil Ammon, der Kleriker, in der Festung tatsächlich auf einige Lebende traf. Ein paar eingeschüchterte Wachen hielten die Totenwache der verstorbenen Lady Nandar. Sie bestätigten die Informationen über das Geschehen, die Kella zuvor schon beschrieben hatte, und konnten dieses geringfügig ergänzen.

Ferdinand gelang es, sich zu den anderen zur Mühle zu schleichen, um diese vor den Reitern zu warnen. Allerdings zu spät. Die drei versteckten sich zwar in der Mühle, diese wurde jedoch von zwei der Eindringlingen genauer unter die Lupe genommen. Es kam zum Kampf, der schnell entschieden war. Die Charaktere zogen die beiden Leichen sicherheitshalber in die Mühle. Leider gab man den ihnen zugehörigen Pferden einfach einen Klaps, um sie von der Mühle weg zu leiten. Diese erreichten recht schnell den Marktplatz und machten durch ihr reiterloses Dasein auf sich aufmerksam, sodass die restlichen Eindringliche sich zügig auf den Weg machten herauszufinden, was mit ihren Gefährten geschehen ist.

Während Ammon sich mit den Wachen in der Festung anschickte, die Lady über die kaputte Verbindungsbrücke in Richtung Friedhof zu transportieren, entbrannte der Kampf an der Mühle erneut. Zunächst sah es ganz gut für die SC aus. Auch Ammon bekam schließlich das Geschehen mit und rannte los, um einzugreifen. Doch das Glück schien die Charaktere verlassen zu haben und die Fremden entpuppten sich als außerordentlich wehrhaft.

Am Ende des Kampfes standen die SC mit teils schweren Wunden da. Und ohne Rubyl, die von den Klingen des Anführers der Fremden geradezu zerstückelt worden war.

Wie lief es in Session 2?

Von den Basiseinstellungen her lief es in dieser zweiten Session schon viel besser.

Der Kampf gegen die Eindringlinge kam bei den Zuschauern teils nicht gut an. Liegt wahrscheinlich in erster Linie daran, dass dabei eben Rubyl gestorben ist. Sowas wird ja immer gemischt aufgenommen.

Die Grundvoraussetzungen für den Kampf waren eigentlich gar nicht mal so schlecht. Statt sich allen sieben gleichzeitig stellen zu müssen, konnten zwei separat sehr schnell von der Gruppe ausgeschaltet werden. Ausgerechnet bei den Nachfolgern inklusive ihres Anführers verließ sie dann allerdings das Glück. Die Würfel waren eher auf meiner als auf ihrer Seite. Sich in der Mühle verschanzt zu haben, war – auch ohne Mehlstaubexplosion 😉 – vielleicht auch nicht so ideal. Und zu guter letzt war der Anführer natürlich entsprechend kompetent und wirklich eine Herausforderung für sich.

Mir tat es auch sehr leid zu sehen, wie traurig die Mitspielerin über den Tod ihres Charakters war. Allerdings hatten wir vorab schon besprochen, dass Charaktere eben auch sterben können. Das war also Konsens der Gruppe. Und während der Session hat die Mitspielerin auch schon mit dem Bau eines Nachfolgecharakters begonnen. War also okay so – aber eben traurig. Schön fand ich allerdings, dass die anderen über den Tod auch nicht einfach weg gegangen sind, sondern ihn entsprechend würdigten.

Durch den Verlust war auch diese Session dann deutlich kürzer als gedacht und endete nach knapp mehr als zwei Stunden.

Sehr spannend war übrigens die auf die Zhentarim fokussierte Wut der Gruppe. In der Nachbesprechung wurde recht deutlich, dass man hier zumindest mittelfristig auf weitere Nachforschungen und auf Rache sinnt. Das kann noch spannend werden!

Wer sich die Session selbst ansehen möchte:

[DnD 5] Storm King’s Thunder: Session 1

Gleich zum Start unserer neuen Kampagne Storm King’s Thunder hätte mir der (geänderte) Dienstplan fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gespielt haben wir dann doch, allerdings nur zwei Stunden.

Was geschah in Session 1?

Die Charaktere wurden kurz vorgestellt, eher ins zumindest kühle Wasser geworfen. Aus unterschiedlichen Motivationen machen sich vier Charaktere auf den Weg nach Nightstone, ein wenig südöstlich von Waterdeep gelegen:

  • Ferdinand Meatcarver, ein halbelfischer Fleischer (Rogue)
  • Anri „Squiggle“, ein noch sehr junger Halbling mit nur wenig Zivilisationserfahrung (Ranger)
  • Rubyl, eine ambitionierte Hochelfe und Studentin der Sternkunde (Mage)
  • Ammon, ein sehr großer (Goliath) Kleriker des Valkur, eigentlich Seefahrer

Nach Erreichen von Nightstone und dem Entdecken eines verwüsteten Tempels standen auch schon die ersten Kämpfe gegen Goblins und Worgen auf dem Plan. Wie das bei Level 1 so ist, hätten wir die Magierin in diesen Kämpfen beinahe verloren. Ist aber noch mal gut gegangen.

Klassischerweise haben sich die Charaktere erst einmal auf den Weg gemacht, das Dorf zu erkunden und vor allem Leute zu finden, die ihnen sagen können, was hier geschehen ist. Denn nicht nur fehlt der namensgebende Megalith in der Dorfmitte, sondern Teile des Dorfes sind von mehreren Schritt durchmessenden Felsbrocken, offenbar aus der Luft geflogen, zerstört worden.

Am Ende der Session wurden sie tatsächlich auch fündig und trafen auf eine menschliche Reisende, die sich als Kella vorstellte. Sie bestand allerdings darauf, mit ihrer kleinen geflügelten Schlange für sich zu bleiben, statt die Charaktere zu begleiten. Immerhin erlangten die Charaktere durch sie erste Informationen über das, was hier geschehen war: Sie sei seit 2 Tagen in Nightstone und angeblich wären riesige Kreaturen in einer fliegenden Festung aus den Wolken gekommen und hätten das Dorf verwüstet. Der Inhaber des Inn habe die Leute aus dem Dorf geführt, sie aber sei zurück geblieben und habe sich versteckt.

Wie lief es in Session 1?

Ich war irre nervös vor der ersten Session. Das ist vor ersten Sessions meistens so. Hier kam aber hinzu, dass ich mir im Vorfeld schon 1003 Dinge ausgedacht hatte für die erste Session, die zum Einstieg so etwa 3-3,5 Stunden dauern sollte. Der eigentliche Starttermin musste aber verschoben werden, und als wir am 19.9. dann schließlich starteten, war von vornherein klar, dass die Session statt der geplanten Zeit dienstbedingt etwa bei nur 2 Stunden liegen würde. Das hat für mich den Druck für die erste Session erhöht, denn ich wollte ja dennoch alle Charaktere kurz vorstellen, zusammenbringen und schon mal eine Idee von den Startinhalten mitgeben.

Entsprechend hab ich das Intro für die Charaktere mehr oder weniger gestrichen, kurz erzählend zusammengefasst und alle direkt – mit Angabe individueller Motivationen – zusammen gewürfelt. Für die MitspielerInnen war das so in Ordnung (und vor Sessionstart auch so abgesegnet sozusagen), auf ZuschauerInnenseite kam spannenderweise zwei Male auf, dass man sich ein längeres Intro gewünscht hätte, um die Charaktere besser kennenzulernen.

Ein weiterer Haken waren die Voreinstellungen der Roll20-Kampagne, die ja bereits durch WOTC vorbereitet war. Nach der Session haben wir die Sichteinstellungen erst mal anpassen müssen, weil in der ersten Session halt jeder nur sehen konnte, was der SC eben selbst sehen konnte. Was die anderen sehen, wurde nicht mit angezeigt. Ungünstig, wenn man eben auch streamt und die Map für ZuschauerInnen mit einblendet.

Alles in allem kein Drama, aber eben ein bisschen „stressig“ für den Start.

Den weiteren Kritikpunkt von ZuschauerInnenseite, dass es sich um ein „Standard-Abenteuer“ handle, kann ich hingegen nicht nachvollziehen. Das ist DnD auf Level 1. Da sind die Optionen begrenzt, und dafür finde ich den Einstieg auch gelungen. Einiges kann man nach der ersten Session natürlich nicht so ganz abschätzen, aber es gibt wirklich so einige Hinweise auf weitere Optionen und auch den weiteren Verlauf des Ganzen. Mehr kann man da an sich nicht wollen, finde ich. Wahrscheinlich einfach Geschmackssache.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann das hier gerne tun und – wenn er/sie mag – auch gern Feedback dazu kommentieren (dort oder hier):

[DnD 5] Start von Storm King’s Thunder

Seit einer Weile schon habe ich darüber nachgedacht, welche Kampagne unseren Pathfinder-Abenteuerpfad Die Winterkönigin ablösen soll, wenn es denn mal soweit ist. Irgendwann entschied ich mich dann spontan für DnD 5, noch spontaner für die Kampagne Storm King’s Thunder. Und am allerspontansten sozusagen war dann meine Entscheidung, damit gar nicht erst zu warten, bis Pathfinder beendet ist, sondern einfach gleich loszulegen.

Ich hab ja nun lange so überhaupt keinen Bock auf DnD 5 gehabt, mittlerweile geht es aber wieder. Und warum auch nicht? Nach dem Erscheinen hab ich das auch echt gerne gespielt.

Tatsächlich hatte ich schon mal was mit „giants“ auf dem Schirm, und zwar den Pathfinder-Abenteuerpfad Giantslayer. Tatsächlich hatte ich darauf mal so viel Bock, dass ich den ersten Band als Print geschenkt bekommen habe. Und die Lektüre hat mich wahnsinnig enttäuscht. Das war so gar nicht das, was ich erhofft oder erwartet hatte. Von der Lektüre der anderen Bände hab ich dann die Finger gelassen; die Zusammenfassungen/Klappentexte reichten mir da schon aus.

Bei Storm King’s Thunder geht es nun auch um Riesen. Das scheint aber sehr viel mehr das zu sein, was ich mir so vorstelle – und sogar noch einiges mehr.

Ein Überblick

Klassische 260 Seiten umfasst die Kampagne in der Printversion und kostet stolze 49,95$. Das ist ein happiger, wenn auch DnD-typischer Preis. Normalerweise liegen ja eher Grundregelwerke in dieser Preisklasse.

Die Kampagne führt von Level 1 bis Level 10. Man kann allerdings auch erst mit dem 5. Level einsteigen, wenn man zum Beispiel die ersten Level überspringen möchte.

Inhaltlich geht es darum, dass Riesen Faerûn und die Schwertküste insbesondere bedrohen. Aus allen Ecken kommen Riesen aller Art hervor, zerstören Dörfer und führen Angriffe gegen Menschen. Niemand weiß, warum das so ist, und nach und nach wird es zur Aufgabe der Helden, die Hintergründe dazu herauszufinden.

Roll20

Tatsächlich habe ich die Printfassung nicht gekauft, sondern stattdessen was Neues ausprobiert und mir für denselben Preis das Ganze via Roll20 gekauft. Und da muss ich bislang sagen: jederzeit wieder! Vielleicht mache ich mal etwas ausführlicher etwas dazu, aber an der Stelle einfach erst mal meine kundgetane Begeisterung. Man bekommt die gesamte Kampagne, alle auftauchenden NSC/Monster mitsamt Beschreibung, Werten, Makros und Token, zusätzlich weitere Monster, alle Maps der Kampagne (gleich aufs Grid angepasst), sogar je eine Seite voller gegnerischer Token und eine Blanko-Battlemap … neben dem kompletten Inhalt aus der Printversion hab ich also noch zig Stunden Vorbereitungszeit gespart, die ich andernweitig einsetzen kann. Super.

Besonderheiten der Kampagne

Gleich mehrere Punkte haben mich von der Kampagne bei der Lektüre überzeugt:

  • Sehr gute Ausarbeitung. Alles mitsamt Beschreibungen, Optionen und Alternativen beschrieben, dabei aber zugleich auf den Punkt und entsprechend übersichtlich gehalten.
  • Verschiedene Anteile:
    • klassische Fantasy-Aufgaben und solche, die den Rahmen der Geschichte setzen und als Gerüst dienen
    • viele freie Optionen, die man selbst so lang und breit gestalten kann im Grunde, wie man möchte. Gut 1/5 der Kampagne bietet allein Beschreibungen von Dörfern, Städten, Flüssen, besonderen Plätzen etc., teils mit Vorschlägen mit Begegnungen, teils ein bisschen „nackiger“ mit nur wenigen beschreibenden Zeilen
    • variable Szenen/Kapitel an verschiedenen Orten und/oder mit verschiedenen Schwerpunkt-NSC/Monstern, sodass man auch hier eine große Wahlmöglichkeit hat
    • Arbeiten mit XP, aber auch mit Meilensteinen, um bei all den Freiheiten entsprechende Herausforderungsgrade zu gewährleisten
    • sehr schöne Illustrationen und interessante NSC/Monster

Zum Start der Kampagne hab ich einen kleinen Trailer für Youtube gebastelt, in dem man auch die Charaktere zu sehen bekommt (erstellt nach Session 2 und darum schon nicht so ganz spoilerfrei ;-)):

Ebenfalls per Video festgehalten habe ich eine kurze Vorstellung der Kampagne, im Grunde ähnlich wie gerade beschrieben:

Erste Eindrücke

Zum aktuellen Zeitpunkt haben wir vier Sessions gespielt. Worauf ich nicht so ganz vorbereitet war ist die Tatsache, dass ich mit Pathfinder und DnD 5 als parallelen Kampagnen ganz schön durcheinander komme. War wahrscheinlich zu erwarten, hab ich aber schlicht vorweg gar nicht drüber nachgedacht. Ich denke, im Verlauf der Zeit wird sich das auch geben, aber jetzt zu Anfang stresst mich das ein bisschen.

Dass die gespielten Kampagnen mittlerweile gute 4 Jahre zurückliegen, macht es nicht unbedingt besser. Trotz der intensiven theoretischen Beschäftigung vor allem mit dem Spielerhandbuch habe ich zudem bislang nur in 2 Kampagnen gespielt, nicht geleitet. Aber gut, dagegen stehen natürlich einige Dutzend Sessions mit Pathfinder …

Ausblick

Je nach meinen zeitlichen Möglichkeiten werde ich zu den einzelnen Sessions, die wir spielen, im Verlauf wohl meine Eindrücke hier im Blog schildern. Das wird dann natürlich nicht spoilerfrei. 😉