Neues Jahr, neue Monatsrückblicke. Im Januar 2026 habe ich mich in mancherlei Hinsicht selbst übertroffen. Mal so, mal so. Aber lest selbst.

Anschaffungen

Person ist seitlich versetzt von hinten zu sehen und steht auf einem Luftschiff, hält sich an einem Tau fest und blickt durch Wolken hindurch auf eine Stadt.

Das einzige, das im Januar neu eingezogen ist, ist Press Start, der Schnellstarter von Fabula Ultima. Ich hab noch gar nicht reingesehen. Das PDF ist allerdings gratis und ich hatte bislang schlicht übersehen, dass es einen Schnellstarter gibt. Ausgaben im Januar demnach: 0€.

Blog &Youtube

Im Januar sind mit diesem hier insgesamt 6 Artikel veröffentlicht worden auf diesem Blog. Das ist mehr als in jedem Monat 2025. Woohoo! Immerhin ein Vorsatz (den ich eigentlich gar nicht gefasst habe), der sich bislang ganz gut macht. 😁

Dafür ist Youtube gerade leider ziemlich eingebrochen. In allen möglichen Runden kam was dazwischen, vom Berliner Stromausfall über Terminkollisionen und Stress bis hin zu Krankheitsfällen war (und ist) alles dabei.

Geschafft haben es aber drei Beiträge: die 5. Session unserer DSA 5-Runde zur Neuauflage von In den Fängen des Dämons, unsere Podcastfolge zum Podwichteln (auf den letzten Drücker) sowie ein spontaner Alternativ-Oneshot mit Cy_Borg.

Geschaute Sessions/Youtube

Riesiger Baum mittig, davor Drache oder ähnlich, umgestürzter PKW, in der Luft schwebende Person umgeben von BlitzenAngesehen habe ich 8,75 Stunden Rollenspielvideos abseits von Actual Plays. Da waren jetzt viele Rück- und Ausblicke dabei, erwähnen möchte ich aber unbedingt die Videos, die TalonZorch zu Deus ex Arcana (Shadowrun 6) gemacht hat: Teil 1, Teil 2. Vielleicht habt ihr ja auch schon das Gemunkel zu diesem Band gehört und könnt das alles nicht so richtig einordnen? So ging es mir zumindest vor den beiden Videos. Magie in Shadowrun weg? Doch nicht? Wieder da? Wie jetzt? Darum war ich sehr gespannt auf diese aufgesplittete Vorstellung des Buches. Teil 1 hat meine ungestellten Fragen jetzt noch nicht so wirklich beantwortet, Teil 2 hingegen schon. Ich hab jetzt ein deutlich besseres Bild von dem, was wirklich drin ist und muss sagen, klingt für mich (als ursprünglich vor allem SR 3-Fan) gar nicht mal so übel. Weiß der Geier, wann ich das selbst mal lesen werde, aber wenn es euch ähnlich geht, schaut euch die Videos von ihm dazu doch mal an. Dieses Rückrudern und die Änderungen einfach mal so „mittendrin“ finde ich allerdings dennoch immer noch einen weirden Zug von Catalyst Game Labs. 🤷🏼‍♀️

Um den Jahreswechsel rum habe ich mir einiges an Actual Plays zu Gemüte geführt, insgesamt 13,5 Stunden sind durch Fabula Ultima (bei Die Drifter) und die neuesten zwei Sessions von Herr der Nebel bei TalonZorch zusammengekommen.

Top 10 auf Youtube

  1. DSA 5: In den Fängen des Dämons #5 (220)
  2. DSA 5: In den Fängen des Dämons #1 (207)
  3. CyBorg: Reaper Repo (178)
  4. DSA 5: In den Fängen des Dämons #1 (132)
  5. Shadowrun 6: Kleinwildjagd #1 (123)
  6. Rollenspielbüdchen: Sonderfolge zum Podwichteln (113)
  7. DSA 5: In den Fängen des Dämons #3 (99)
  8. DSA 5: In den Fängen des Dämons #2 (73)
  9. Legend in the Mist: Lokva #2 (67)
  10. DSA 5: Orklandtrilogie: Im Spinnenwald 1 (54)

Kam wie gesagt wenig Neues und alle neuen Videos finden sich halt auch in den Top 10. Ansonsten SEHR DSA-lastig diesmal. 😅

Sonstige Medien

Blick auf ein etwas entferntes Schloss über ein eisernes Tor hinweg. Düster, viel Schwarz. Unten mittig eine kleine Gestalt in rotem Umhang oder Kleid.

Bei anderen Medien bin ich im Januar ziemlich eskaliert. Die ersten Tage liefen ruhig an, es gab einige lange Bus- und Zugfahrten, außerdem saß ich 2 Tage in einem Hotel ohne Internet. Da ging also einiges.

Durch eine Discord-Leserunde habe ich Alchemised von SenLinYu gehört. Ohne diese Runde hätte ich das nie durchgezogen, so kann ich es allerdings mit 40,25 Stunden zur Gänze verbuchen.

Es ging aber auch mit der Lovecraft-Phase von LPL Records weiter, nämlich sowohl mit Der Fall Charles Dexter Ward (6,5 Stunden) als auch Der Schatten über Innsmouth (4,25 Stunden). Ersteres kannte ich tatsächlich noch nicht bzw. hab es irgendwann mal abgebrochen, wenn ich meinen Lesezeichen glauben mag. Muss wirklich schon zig Jahre her sein.

Das sind also insgesamt unfassbare 51 Hörstunden im Januar.

Schwarzweißaufnahmen der 3 Hauptfiguren der Serie Mindhunter, Portraits, Teile im Dunkeln, hellgrauer HintergrundBei Netflix haben wir die beiden Staffeln Mindhunter durchgezogen. Kannte ich noch nicht und fand ich echt supergut. Und natürlich haben wir auch die aktuelle und letzte Staffel Stranger Things geschaut. Macht 28,25 Stunden Watchtime, was für mich wirklich unglaublich viel ist.

Fazit

Ich seh es mal als letztes Aufbäumen von Freizeitgestaltung, bevor andere Dinge den Vorzug kriegen (müssen). Schee war’s!

Hintergrundbild mit den üblichen Sparkles in Grautönen, mittig Schriftzug "Arktis versus Antarktis" und dahinter Eisberg-Grafik in hellen Grünblau-Tönen

Auch wenn ich erst für die zweite Jahreshälfte die Cthulhu-Kampagne Berge des Wahnsinns vorbereiten will, stecke ich schon in so einer Art Vor-Vorbereitung. Das bedeutet, dass ich mir beispielsweise die Kampagne bei der Gruppe von Zwergpaladin88 auf Youtube angeschaut habe, aber auch, dass ich Berge des Wahnsinns von H. P. Lovecraft neulich noch mal gelesen beziehungsweise gehört habe. Auf der Suche nach weiteren Prosa-Titeln, die die Stimmung vermitteln können und vielleicht ein paar interessante Details parat halten, bin ich vor allem auf solche gestoßen, die sich mit der Nordwest-Passage befassen. Besonders die arktische Franklin-Expedition erfreut sich in der Literatur großer Beliebtheit, verlief sie 1845 doch sehr tragisch mit dem Verschwinden der Expedition. Die HMS Erebus fand man erst 2014, die Überreste der HMS Terror 2016.

Expeditionsgeschichten zur Inspiration

Buchcover Heyne mit Dan Simmons - Terror - Roman. Zeigt Zeichnung von arktischer Umgebung mit einigen lebenden und toten (?) Personen unten linksBereits 1983 erschien Sten Nadolnys Bestseller Die Entdeckung der Langsamkeit zur eben genannten Expedition. Dan Simmons veröffentlichte 2007 den Roman Terror, der die Expedition in die Horror- und Phantastikecke (wenn auch über lange Strecken sehr subtil) schob – mein aktueller Re-Read, zum 3. (!) Mal (bzw. höre ich es derzeit). Es ist immer noch mein absolutes Lieblingsbuch.

Und wenn ich danach immer noch Lust aufs Thema haben sollte, greife ich vielleicht noch zu Erebus von Michael Palin.

Auf meinem Stapel liegen außerdem zur Inspiration noch Alfred Lansings 635 Tage im Eis zur Shackleton-Expedition mit der Endurance 1915 in der Antarktis sowie Die Polarfahrt von Hampton Sides, die von der Expedition der USS Jeannette 1879 in der Arktis berichtet.

Eine weitere Option, aber bislang nicht in meinem Besitz: Letzte Fahrt von Robert Falcon Scott zur Terra Nova-Expedition 1910 in die Antarktis.

Im Verlauf der Jahre – ich mag sowohl Literatur rund um Expeditionen und schleiche schon bestimmt 10 Jahre um die Cthulhu-Kampagne Berge des Wahnsinns rum – ist mir aufgefallen, dass andere Leute (mittlerweile) nicht nur gerne solche Listen erstellen oder irgendwo sammeln, sondern dass das häufiger geschieht, wie ich es gerade gelistet habe: wild durch den (ant)arktischen Garten.

Übrigens: Im Oktober 2015 habe ich im Rahmen einer Booktuber-Aktion und zu Halloween mal ein Video rund um Expeditionshorror veröffentlicht 🙈 und gehe vor allem im zweiten Teil des Videos auch auf Rollenspielthemen dazu ein. Aber Achtung, das Video ist komplett outdated.

Cover von Berge des Wahnsinns (H.P. Lovecraft) in der illustrierten und kommentierten Variante des FESTA--VerlagsLovecrafts Inspirationen

Natürlich ist auch interessant zu schauen, was Lovecraft selbst zu seinem Buch Berge des Wahnsinns inspiriert hat. Genannt werden hier (ungeprüft) die Entdeckungsfahrten von Borchgrevink (betrat 1895 als einer der ersten Menschen das antarktische Festland), Scott (siehe oben; erreichte den Südpol nach Amundsen) und Amundsen (durchfuhr als Erster die Nordwestpassage und erreichte als einer der ersten 10 Menschen – und vor Scott – den Südpol), Richard Evelyn Byrd (ebenfalls Südpol-/Antarktisforscher).

Zusammen genommen also ausschließlich Antarktisforscher und -expeditionen. Was als Inspiration – anders als mein Mix oben – für Berge des Wahnsinns ja auch Sinn ergibt, da diese Geschichte ebenfalls dort spielt.

Es ist nicht einfach nur beides weiß und kalt

Grob gesagt hat man ja schon ziemlich früh in der Schule gelernt, dass es einen Nord- und einen Südpol gibt, und das eine von der Arktis und das andere von der Antarktis umgeben ist. Wahrscheinlich hat man dann noch behalten, dass man Pinguine im Süden verortet und Eisbären im Norden. Und sonst?

ArktisEisschollen in der Arktis

Simpel beschrieben ist die Arktis Meer mit Eis oder anders gesagt gefrorenes Meer, umgeben von Land (Grönland, Kanada, Sibirien). Daraus folgt, dass das Eis sich ständig bewegt. Es ist mit etwa 1-3 Metern recht dünn, reißt und knackt ständig.

Die Luftfeuchtigkeit ist erhöht und es kann bis zu -40°C kalt werden.

In der Arktis leben Inuit, es gibt die bereits erwähnten Eisbären, Robben, Walrosse und sogar Pflanzen im Sommer.

Hohe Schelfeiskante in der Antarktis
@W. Bulach

Antarktis

Bei der Antarktis handelt es sich hingegen um einen Kontinent mit hunderte- bis kilometerdickem Eis auf festem Gestein, der von Meer umgeben ist. Hier erwarten einen eher tiefe Spalten und Eiswüsten auf der anderen Seite.

Die Luft ist hier extrem trocken und es kann bis zu -80°C kalt werden.

In der Antarktis gibt es Leben nur an der Küste und dieses besteht aus Pinguinen und ebenfalls Robben. Ansonsten ist das Innere der Antarktis schlicht tot.

Was bedeutet das fürs Rollenspiel?

Man kann es sich natürlich selbst (weiter) ableiten, aber ich möchte mal genauer darauf eingehen, was das fürs Rollenspiel bedeutet oder bedeuten kann.

ArktisEisschollen in der Arktis

Die Arktis eignet sich besonders gut für Geschichten, in denen es eine Rolle spielt, dass Dinge sich verändern, trügerisch sind, instabil. Sie ist geeigneter für survival-ausgerichtete Geschichten. Hunger, Kälte und feindliche Umwelt spielen hier rein, aber immerhin bleibt man hier handlungsfähig. Man kann jagen oder umkehren.

Tageslicht verändert sich, man unterscheidet Jahreszeiten, man hat also eine gewisse Orientierung in Raum und Zeit.

Durch die Optionen, die einem hier noch bleiben, kann es ein hoffnungsvolles Szenario sein oder der Fokus auf Zusammenwachsen/Teamwork/Konflikten oder Survival liegen, es ist also genug Raum, der Arktis als solcher lediglich den Hintergrund-Spot zu geben.

Hohe Schelfeiskante in der Antarktis
@W. Bulach

Antarktis

Hier sind es mehr Geschichten rund um Dinge, die bewahrt werden und uralt sind. Zugleich ist die Antarktis ein unheimlich lebensfeindlicher Raum, der gut zu Relikten und Fremdartigem passt. Ist man einmal hier, ist man von allem abgeschnitten.

Die Tage hier unterscheiden sich kaum und es kommt leicht dazu, dass man den Sinn für Entfernungen und Maßstäbe verliert und eine gewisse Desorientierung verspürt (das macht sie so perfekt für Berge des Wahnsinns).

Man hat hier kaum Optionen und die Umgebung steht einem ebenfalls feindlich gegenüber. Es ist eine mystische Umgebung, eine übernatürliche, und solche Geschichten würde ich hier auch verorten.

Also wenn ihr mal Lust auf was Eisiges habt und euch nicht entscheiden könnt, habt ihr jetzt ein paar Inspirationen zu Themen und Verortung. 😉

Titelbild des rollenspielerischen Rückblicks für Dezember 2025 mit den Covern von der Neuauflage DSA 5: In den Fängen des Dämons und Cover Grundregelwerk Fabula Ultima

Der letzte Monatsrückblick 2025 startet mit der durchaus stolzen Erkenntnis: Ich habe (fast) komplett durchgezogen, was die Monatsrückblicke betrifft.

Anschaffungen

Cover des Grundregelwerks von Fabula Ultima. 5 Charaktere verschiedener Typen im Anime-Stil zentral in der Mitte zu sehen mit verschiedenen Blickrichtungen, im Hintergrund Himmel und Wolken mit einem weiteren, übergroßen Gesicht im Hintergrund

Auch hier bin ich erneut im Rahmen geblieben (maximal 30€/Monat ausgeben), und so ist lediglich das Grundregelwerk von Fabula Ultima in meinem Einkaufswagen gelandet. Hat 23,99€ gekostet und ist damit im Rahmen gewesen.

Blog &Youtube

Ein letzter Blogartikel für den Dezember beim Rückblick setzt den Counter auf 1. Es werden allerdings noch 2 Artikel folgen, davon ein Gastartikel, also:  Januar: 2, Februar/März: 3, April: 1, Mai: 3, Juni-November: 1, Dezember 2.

Die Inhalte auf Youtube sind konstant geblieben und haben 7 neue Videos hervorgebracht:

Der Monat startete mit einem SL-Video, wie ich ein für Eberron geschriebenes Abenteuer nach Dragonbane (als Anfängerin zu dem Zeitpunkt) konvertiert habe. Eine weitere Session eben dieser Kampagne (Teil 21) ging ebenfalls online.

Zu Shadowrun haben wir unsere zweite und dritte Session zur Kleinwildjagd aus Budenzauber veröffentlicht.

Und zu guter letzt gab es gleich zwei weitere Videos unserer DSA 5-Runde mit der Neuauflage von In den Fängen des Dämons (Teil 3, Teil 4).

Als kleines Weihnachts-/Jahresabschlussschmankerl haben wir außerdem eine kleine Schnupperrunde Legend in the Mist angefangen. Diese Runde wird von TomTom geleitet, der damit in der zweiten Runde auf dem Kanal und mit der ersten von ihm geleiteten Runde zu sehen ist. Nachdem wir :Otherscape so gehyped haben, dachten wir uns, wir schauen auch gleich noch den Fantasy-Ableger mit der Mist-Engine an. Teil 1 ist bereits online.

Geschaute Sessions/Youtube

Diesmal gibt es gar nicht so viel zu berichten. Geschaut habe ich 7 Stunden Videos rund um Rollenspiele. Nachdem ich ja Sachen, die für mich dabei herausstechen, ein bisschen hervorheben möchte zukünftig, fällt meine Wahl im Dezember auf ein schon etwas älteres Video aus dem August 2024, wo sich Das_Floo das deutsche Grundregelwerk von Fabula Ultima mal genauer anschaut. Die Statistik zu geschauten Videos abseits von Actual Plays: Januar: 11 Stunden, Februar/März: 9,5 Stunden, April: 9 Stunden, Mai 12 Stunden, Juni 8 Stunden, Juli: 10,5 Stunden, August: 2,5 Stunden, September 7,25 Stunden, Oktober 4,25 Stunden, November 6 Stunden, Dezember 7 Stunden.

Dazu kommen etwas mehr als 7 Stunden für die noch fehlenden Sessions von Zwergpaladins Berge des Wahnsinns-Runde, außerdem der aktuellste Teil der Herr der Nebel bei Talon Zorch.

Im Jahresverlauf sieht es damit so aus: Januar: 36 Stunden, Februar/März: 24 Stunden, April: 10,5 Stunden, Mai: 20 Stunden, Juni: 15 Stunden, Juli: 11 Stunden, August: 9 Stunden, September: 23 Stunden, Oktober: 31 Stunden, November: 14 Stunden, Dezember: 9 Stunden.

Top 10 auf Youtube

  1. DSA 5: In den Fängen des Dämons #3 (225)
  2. DSA 5: In den Fängen des Dämons #1 (197)
  3. Shadowrun 6: Kleinwildjagd #2 (166)
  4. DSA 5: In den Fängen des Dämons #2 (119)
  5. DSA 5: In den Fängen des Dämons #4 (113)
  6. SL-Info: Von Eberron nach Blackwater (101)
  7. Dragonbane: Blackwater #21 (99)
  8. Shadowrun 6: Kleinwildjagd #1 (77)
  9. DSA 5: Orklandtrilogie #1 (31)
  10. Dragonbane: Blackwater #1 (29)

Wenig überraschend stehen die aktuellsten Videos auch in den Top 10, nur unterbrochen vom jeweils ersten Teil der Orklandtrilogie (von Februar 2016!) und dem ersten Teil der Dragonbane-Kampagne.

Sonstige Medien

Cover des Hörbuchs von Dämmerung (Das Schwarze Auge) mit Symbol auf rotem HintergrundEin bisschen gemogelt fällt in diesen Monat Dämmerung, der erste Hörbuchteil von Das Zerbrochene Rad von Ulrich Kiesow (DSA). Das Hörbuch umfasst 15,5 Stunden und ich hab es über mehrere Monate immer mal wieder in kurzen Etappen gehört, jetzt aber eben beendet.

Gehört wurde außerdem Der Flüsterer im Dunkeln sowie Der Cthulhu Mythos, beide von LPL Records, mit zusammen 8,25 Stunden.

Auf Netflix haben wir Lucifer beendet (3,75 Stunden), und das war es auch schon.

Also 23,75 Hörstunden (Januar: 52,5 Stunden, Februar/März: 39 Stunden, April: -, Mai: 66 Stunden, Juni: -, Juli: 66,5 Stunden, August: 44,5 Stunden, September 16,25 Stunden, Oktober 41,5 Stunden, November: 9 Stunden) und 3,75 Stunden Watchtime (Januar: 1,75 Stunden, Februar/März: 12 Stunden, April: 3 Stunden, Mai: -, Juni: 4,5 Stunden, Juli: 4,5 Stunden, August: 6 Stunden, September: 6 Stunden, Oktober: 14 Stunden, November: 19 Stunden).

Fazit

Wie erwartet ist es in diesem Monat schon deutlich beschaulicher gewesen und wird in den kommenden 2-3 Monaten beruflich und studienbedingt weiter abfallen. Ich finds aber recht ausgeglichen und bin mit allem recht zufrieden, zumal das DSA-Hörbuch, das ich eigentlich über mehrere Monate hinweg gehört habe, die Statistik hier ein bisschen aufhübscht.

Ich bin gespannt aufs nächste Jahr!

Überblick über die sehr gefüllte Halle der 1. Buchmesse Ingolstadt

Man kann wirklich nicht behaupten, dass es im Umfeld keine Leute gäbe, die einfach mal machen würden. So entstand die MicroCon Ingolstadt, über die ich letztens schon geschrieben habe. Gleiches gilt auch für die 1. Buchmesse Ingolstadts namens Seitenzauber. Andrea und Frank haben diese Buchmesse im Kulturzentrum neun in Ingolstadt organisiert.

Vorbereitungen, Vorahnungen und Wartezeiten

Überblick über die sehr gefüllte Halle der 1. Buchmesse IngolstadtGut 80 Ausstellende waren bereits im Vorfeld angekündigt. Da wir die Halle des Kulturzentrums bereits kannten, haben wir ein bisschen gezweifelt, was den Platz für so viele Ausstellende plus Besuchende betrifft. Zu Recht, wie sich später noch rausstellen sollte.

Schon vor der Eröffnung wurde bekannt gegeben, dass der Vorverkauf vorbei sei (da ausverkauft), und dass es an der Tageskasse gerade mal 130 Karten geben sollte. Wir haben uns entsprechend früh auf den Weg gemacht, um eine solche Tageskarte zu ergattern. Dafür haben wir etwas mehr als eine Stunde angestanden, obwohl wir schon 20 Minuten vor Öffnung vor Ort waren. Die Schlange war ewig lang, wenn auch durchsetzt von vielen Leuten, die eigentlich bereits Karten hatten. Als wir gute zwei Stunden später das Gelände verließen, hatte sich an der Länge der Warteschlange übrigens noch nichts geändert. Geöffnet hatte die Messe von 10 Uhr bis 17 Uhr.

Man konnte sich im Vorfeld sämtliche Ausstellenden und ihre Werke genauer anschauen bzw. ihre Webseiten, Schwerpunkte und so weiter. Wir erwarteten damit mindestens 95% Romance und Romantasy und hatten uns im Vorfeld gerade mal eine Hand voll Autor*innen ausgeguckt, die wir etwas genauer unter die Lupe nehmen wollten. Außerdem wollten wir mindestens eine Lesung im eigens dafür aufgestellten Nostalgiebus besuchen. Beides stellte sich als gar nicht mal so einfach heraus, wie wir dachten …

Überraschungen

Das Gedränge in der Halle selbst überbot wirklich alles, was wir vorher schon befürchtet hatten. Man stand teils Minuten lang, ohne sich vom Fleck bewegen zu können, obwohl man an Ständen stand, die einen gar nicht interessierten. Zum Glück waren wir am Morgen da; wie sich das am Nachmittag gestaltete, möchte ich gar nicht wissen. Laut Social Media-Beiträgen einzelner ist es bis zum Nachmittag völlig überfüllt geblieben.

Das war umso ärgerlicher, weil man die ganzen Ausstellenden damit gar nicht so wirklich würdigen konnte. An Ständen von Leuten, die einen ohnehin schon interessierten, konnte man sich nicht lang aufhalten, weil eben jede Menge andere Leute auch schauen, reden und kaufen wollten. An anderen Ständen haben wir dann Titel entdeckt, die unser Interesse weckten, die wir zuvor gar nicht auf dem Schirm hatten. Und wir haben auch nichts davon gekauft, weil eben keine Zeit und zu viel Gedränge war, als dass man tatsächlich kurz eine Art Buchplausch halten oder sich einen Pitch von irgendwas abholen konnte.

Nostalgiebus der Buchmesse Ingolstadt

Auch die geplanten Lesungen haben wir letztlich ausfallen lassen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Lesungen im Nostalgiebus (es gab noch parallel weitere Lesungen in einem Raum) sich ebenfalls ziemlich schnell sehr anstrengend anfühlten von außen. Begrenzter Platz, strahlender Sonnenscheinparkplatz und geschlossene Türen teils während Lesungen … nee.

Die ersten Lesungsslot um 10:30 Uhr und 11 Uhr zumindest krankten wiederum daran, dass um diese Zeit die meisten Leute noch in der Warteschlange standen und gar nicht die Möglichkeit hatten, diese zu besuchen.

Die Buchmesse war also mies?

Nein, gar nicht. 🙂

Es war wirklich anstrengend und viel zu voll. Und ja, das hat einiges von der (möglichen) Besuchserfahrung schon empfindlich gestört. Das gilt auch nicht nur für uns, sondern auch für die Besuchenden, mit denen wir zwischendurch ein paar Worte gewechselt haben.

Dennoch darf man nicht vergessen, dass das Organisationspaar das Ganze wirklich als Herzensprojekt aus eigener Initiative geschaffen hat. Das ist ein Aufwand, den man leicht unterschätzen kann. Und manches muss man halt erst einmal (ein)schätzen, um es dann im Lauf der Zeit besser zu machen.

Die Idee mit dem Nostalgiebus finde ich grundsätzlich sehr klasse. Foodtrucks verschiedener Art gab es auch vor Ort, sodass für Stärkung (und auch Getränke natürlich!) gesorgt war.

Alle Stände waren wirklich liebevoll dekoriert. und alle Autor*innen haben sich sehr bemüht, gute Stimmung zu verbreiten und ihre Werke unaufdringlich beworben. An vielen Ständen gab es auch kleine Goodies passend zu den Veröffentlichungen von Lesezeichen bis hin zu besonderen Kerzen.

Abseits der großen Verlage

Was ich im Nachhinein viel spannender finde, als ich gedacht hätte: Vor Ort waren fast nur Autor*innen von Kleinverlagen oder aus dem Selbstverlag sowie Kleinverlage selbst. Das fand ich sehr ungewöhnlich, aber es war auch sehr interessant mal zu sehen, wie sich der Buchmarkt so verändert (hat). Die Zeiten sind auch vorbei, zu denen die Autor*innen dann annehmen, wortlos irgendwo mit Büchern zu stehen, reiche als Marketing aus. Im Gegenteil haben die meisten sich diesbezüglich absolut professionell gegeben und sich um ein Rundumpaket für die Besuchenden bemüht. Das kannte ich so bislang nicht. Von den größeren Messen nicht, weil Selfpublisher da nicht vorkommen oder an den Rand geschoben untergehen, von Conventions nicht, weil die wenigsten dort (die ich bislang gesehen/gesprochen) habe, selbst größeren Wert auf Marketing legen.

Die Genres waren schon klar erkennbar. Ob nun in der Übersicht oder anhand der gewählten Cover und Titel: unsere Einschätzung bezüglich Romance und Romantasy war da im Vorfeld schon ziemlich genau. Umso überraschender war es eigentlich, dass man vor Ort dann doch noch mehr Titel als erwartet gefunden hat, die genau diese Genres (die uns nämlich leider gar nicht interessieren) nicht im Fokus haben. Gefunden haben wir einiges aus den Genres Krimi, Thriller, Fantasy (ohne Romance) und Urban Fantasy bis hin zu ein bisschen Grusel und Horror sogar. Entsprechend sind wir auch mit gefüllten Taschen zufrieden wieder nach Hause gefahren.

Entdeckung: Peter Hohmann

Clawdeen und Autor Peter Hohmann am Stand der Buchmesse Ingolstadt, das Buch "Mothman" wird gezeigtEigentlich waren wir zuerst am Stand von Lew Marschall. Der Name war uns nicht geläufig, aber betitelt mit den Genres LitRPG, GameLit, Fantasy und SciFi. Sollte also thematisch passen, haben wir uns gedacht, darum haben wir uns an diesen Stand zuerst gewagt. Hier hat mich eigentlich am meisten Die Gilde der Wortmagier angesprochen, ein gemeinsamer Roman von Lew Marschall, Pascal Wokan und Peter Hohmann. Nachdem ich also eine Faltlandkarte zum Roman Der Sohn des Orkschamanen erstanden hatte, führte unser Weg direkt weiter zum Stand von Peter Hohmann.

Er ist wohl etwas später erst zu den Ausstellenden gestoßen, wie man munkelt. Würde erklären, warum er sich nicht auf meinem „Laufzettel“ wiederfand, denn genremäßig waren seine Werke beschrieben als Fantasy, SciFi und Thriller. Also was für uns grundsätzlich mal. Seine Bücher sind bislang im Selbstverlag erschienen oder aber bei kleinen Verlagen, die Genrefans (und Rollenspielende) durchaus kennen dürften: Atlantis-Verlag, Amrûn-Verlag (Anthologie von André Skora (Hrsg.), ebenso eine beim Begedia-Verlag), Verlag Torsten Low.

Der Gemeinschaftsroman zu den Wortmagiern ist es dann übrigens doch nicht geworden, dafür durfte Mothman mitkommen. Diese Legende gepaart mit München als Spielort – bin gespannt! 👍

Entdeckung: Yellow King Productions

Auslage am Stand von Yellow King ProductionsDass wir an diesem Stand nicht vorbei kamen, liegt ja auf der Hand, oder? Yellow King Productions bezeichnet sich selbst als unabhängige Multimedia-Agentur und Verlag für die Genres Horror, Weird Fiction, Fantasy, SciFi und Heimatliteratur. Letztere scheint hierbei auch eher auf Folklore bezogen zu sein.

Mitkommen durfte Das Artefakt von Jörg Fischer. Spielt 1914, ebenfalls in Bayern.

Da wären noch ein paar weitere interessante Büchlein gewesen, aber wir wollten es auch nicht übertreiben. Soll ja schließlich alles auch mal gelesen werden. Und bei gebundenen Büchern haben wir in den letzten Jahren ohnehin nur noch selten zugeschlagen.

Spannend ist, dass es von Yellow King Productions auch so einiges an Hörspielen gibt. Da werde ich mich beizeiten auch mal weiter umsehen.

Entdeckung: Sara Fee

Zugegeben, beim Namen bin ich etwas verwirrt. Die Webseite betitelt mit Sara Fee, die Domain ist allerdings Sara Fee Wieland, und das Cover ziert ein S. F. Kraft als Autorin.

Wie auch immer hatte ich im Vorfeld schon Lust, mir diese beiden – laut Autorin auch unabhängig voneinander zu lesenden – Tagebuchromane genauer anzuschauen. Der Kurzbeschreibung nach vermute ich, es geht um irgendwas mit Werwölfen. Klingt so, dieses Forsaken Diaries – Mondverflucht, oder? Mal sehen. Denn der erste Band landete ebenfalls bei den Käufen und ist hier auch noch mal in der Gesamtausbeute zu sehen (worunter sich noch ein Book Journal gemogelt hat – ich kann bei sowas immer schlecht Nein sagen …):

Ausbeute von der Buchmesse Ingolstadt 2025; einige Bücher auf einem Tisch ausgebreitet

Die nächste Seitenzauber-Buchmesse ist bereits für den 2. Mai 2026 angekündigt.

Bereits ab dem 11. Mai 2025 kann man sich hierfür laut Webseite anmelden.

Ich bin mir sicher, dass ich auch nächstes Jahr wieder vorbeischauen werde. Dann entweder noch früher oder viel später am Tag, definitiv auch mit Nutzung des Vorverkaufs dann.

Wünschen würde ich mir neben einer räumlichen Entzerrung der Veranstaltung und ein bisschen mehr abseits Romance/Romantasy, dass weniger Tamtam gemacht wird rund um Verlosungen von Meet & Greet-Treffen sowie um „spezielle“ Blogger. Letztere waren fokussiert auf Instagram und TikTok (was ja nun mal beides keine Blogs sind). Aber entweder standen wir da zentriert (un)günstig inmitten vieler solcher Teilnehmenden, oder aber es gab wirklich wahnsinnig viele mit „Bloggerplätzen“.

Obwohl ich ja nun mal selbst blogge, auf Youtube aktiv bin und so weiter, fand ich als Besucherin – bei allem Verständnis für notwenige Werbung gerade bei einer neuen Veranstaltung – den ganzen Kram rund um Social Media eher too much als hilfreich.

Insgesamt war es ein ereignisreicher Vormittag, der uns trotz der genannten Kritikpunkte echt gut gefallen hat. Hut ab vor der ganzen Organisation!

Und dass es Bedarf gibt als Veranstaltungen wie dieser, das wurde heute mit der ersten stattgefundenen Messe definitiv bewiesen.