RPG-Blog-O-Quest #042 – Wie nerdig sind wir eigentlich (noch)?

Die letzte Blog-O-Quest hatten wir im Februar mit 3 Leuten als Vlog beantwortet. Bevor mir die 42. Blog-O-Quest vom Ackerknecht durchrutscht, noch fix in die Tasten hauen!

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Vorab-Bonusfrage: Wie alt seid Ihr? (Auf die Zehnerstelle gerundet reicht vollkommen aus.)

Ach, es ist eine besondere Zahl, warum runden? Frische 42 Jahre bin ich alt.

Frage 1: Ich betrachte mich selbst als Nerd, denn …

… so werde ich von meinem Umfeld, primär beruflich, auch wahrgenommen. In meiner Branche ist Fantastik in jedweder Art und Weise offenbar eher Mangelware, zumindest bin ich in 23 Berufsjahren gerade mal auf eine Handvoll Kolleg*innen gestoßen, die auch nur annähernd was mit dem Thema anfangen konnten.

Wohlgemerkt zähle ich dazu jetzt allerdings nicht die Mengen an Auszubildenen und Praktikanten, die seit etlichen Jahren scheinbar alle dem Manga-/Anime-Hype verfallen sind. Da haben wir leider kaum eine gemeinsame Basis.

Ansonsten gibt es eine Menge Themen, über die ich mich mit Kolleg*innen unterhalten kann, aber kaum etwas davon hat je auch nur vage mit meinen Hauptinteressen zu tun.

Frage 2: Auf einer Skala von „1“ bis „Sheldon Cooper“, wie nerdig ist das Hobby Rollenspiel?

Ins Blaue hinein: 7,5.

Frage 3: Neben dem Rollenspiel betreibe ich noch folgende (definitiv nerdige/nicht-nerdige/irgendwelche) Hobbys:

Ach, keine Ahnung. Einordnungen wie nerdig, nischig, besonders, selten etc. gehen mir eigentlich zunehmend auf den Sender. Ich verbinde damit immer mehr Leute, die sich über solche Begriffe zu profilieren versuchen, aber mehr der Nische wegen als wegen des Interesses. Muss ich auch nicht genauer drauf eingehen, ist jedenfalls eher ein Reizthema für mich mittlerweile.

Hobbys an sich: Ich lese gerne, höre gern Hörbücher und Hörspiele, mag Filme und vor allem Serien, hab immer mal wieder Comic- und Kino-Phasen. Das alles vorrangig im fantastischen Sektor, also Fantasy, Horror, Science-Fiction. Ich hab ein Faible für Tabletop (eher noch als für Brettspiele). Findet sich alles auch schon ewig auf meiner Vorstellungsseite hier auf dem Blog.

Ansonsten koche und backe wahnsinnig gern (und hab da wiederum ne Vorliebe für DIY und Prepping), hantiere viel mit Kräutern und Naturheilkundlichem (nicht mit Homöopathie!) und bin – wiederum verglichen mit Arbeitskolleg*innen vor allem – wohl so ne Art „Urban Hippie“, wenn man mal von den ganzen Medienvorlieben absieht und davon, dass ich halt echt gerne blogge, podcaste, chatte, twittere, instagramme, Videos mache und so weiter. Dafür spiele ich wiederum so gut wie keine PC- oder Konsolen-Games.

Auf der anderen Seite liebe ich meinen Beruf und kann mich da ewig mit Überlegungen, Fortbildungen, Planungen und Co. beschäftigen. – Ist das dann auch schon wieder nerdig?

Frage 4: Grob über den Daumen gepeilt beträgt der Anteil meines Bekannten- und Freundeskreises, den ich über Rollenspiel und andere nerdige Hobbys kennengelernt habe 50%.

Mein Freundeskreis besteht heute noch vorrangig aus Leuten, mit denen ich teils schon seit über 25 Jahren befreundet bin. Bei den meisten sind Rollenspiele ein (kleines wiederkehrendes) Thema, weil wir das irgendwann mal zusammen gespielt haben, aber die meisten haben sich vom Hobby irgendwann – schneller oder nicht so schnell – abgewandt. Der Rest ist heute noch rollenspielerisch aktiv und meist habe ich diese Leute auch über das Hobby kennengelernt.

Im eher beruflichen Umfeld gibt es auch einige mehr oder weniger gute Bekannte, wo wiederum keine einzige Person dazwischen ist, die irgendwann mit fantastischen Themen anfangen kann.

Ich hab es vor vielen Jahren mal in einer Rollenspielrunde gesagt, in der es Streit gab: Ich betreibe Rollenspiele nicht in erster Linie zum „Socializen“. Das klingt hart, ist aber einfach wahr. Natürlich genieße ich das Zusammenspielen mit anderen und bin für jede Harmonie dabei dankbar. Warum sollte ich mir da auch was anderes wünschen? Aber wenn ich rollenspiele, möchte ich rollenspielen. Das kann ich tatsächlich auch mit Leuten, die ich nicht mal besonders gut leiden kann, wenn deren Spiel mit meinem harmoniert oder sich leicht in Harmonie bringen lässt. Umgekehrt muss ich nicht mit jeder Person, die ich gut leiden kann, rollenspielen … oder fantastische Filme/Serien ansehen oder Minis bemalen oder …

Frage 5: Wenn ich meinen Arbeitskollegen von meinem Hobby Rollenspiel erzähle, dann machen sie so ein Gesicht: 

Ich erzähle an sich nichts von allein, wenn es sich nicht ohnehin irgendwie anbietet, schon ewig nicht mehr. Das Thema kommt immer mal wieder auf, weil ich an bestimmten Tagen bestimmte Dienste oder frei haben möchte, ansonsten haben die meisten abgespeichert, dass ich irgendeinen schrägen Kram mache und irgendwas mit Youtube. Wer fragt, kriegt Antworten. Die Gesichter werden dann weniger ratlos, aber sind doch immer noch irgendwie fragend.

 


Was ist die RPG-Blog-O-Quest?
Hier stellen sich RollenspielbloggerInnen gegenseitig im Monatswechsel jeweils fünf Fragen zu ihrem Lieblingshobby. Ursprünglich organisiert von Greifenklaue und Würfelheld, sind inzwischen auch andere BloggerInnen zu Fragenstellern geworden und geben entweder im Lückentext die Möglichkeit, eigenes zu ergänzen, oder konkrete Fragen zu beantworten

Wer kann teilnehmen?
Alle, die Lust hat, die gestellten Fragen zu beantworten und via Blog, Podcast, Vlog oder ähnlichem mit einem Verweis auf den Ursprungstext zu beantworten, damit die LeserInnen/ZuschauerInnen auch bei anderen Teilnehmern stöbern können

Was sollten Teilnehmer nicht vergessen?
Dem/Der jeweiligen Blog-O-Quest-VeranstalterIn einen Link zum eigenen Werk zukommen zu lassen, damit man diesen weiter verbreiten kann!

Was bringt das Ganze?
Hoffentlich den Bloggern/Vloggern Spaß beim Schreiben/Drehen, den LeserInnen/ZuschauerInnen ebenso Spaß beim Lesen/Schauen und natürlich Einblicke in die Gewohnheiten und Ansichten anderer zum Hobby Rollenspiel. Idealerweise natürlich auch Inspiration für eigene Ideen.

Youtube: Anderen beim Spielen zuzusehen ist sooo öde …

Rollenspiel auf Youtube oder besser: All diese live gestreamten Rollenspielrunden mitsamt Outplaygeblubber, Pinkelpausen und Co. – wer guckt denn sowas? Eigentlich streamen Leute onair doch sowieso nur, um sich selbst in Szene zu setzen, oder? Um Inspiration, um Austausch, um das Teilen eigener Rollenspielerfahrungen mit anderen, um Live-Einblicke ins Nähkästchen und derlei mehr kann es doch dabei gar nicht gehen, richtig? Und schließlich: Zum Rollenspiel bringt man die Leute durch Rollenspiel, eben dadurch, dass sie LIVE dabei sind, aktiver Teil davon sind. Denn Rollenspiel ist interaktiv. Punkt. Continue reading

SPIEL 2014 – oder: Stippvisite in Halle 2

Geplant war eigentlich eine Dauerkarte für entsprechend alle vier Messetage, außerdem am besten gleich mehrere Berichte und/oder ein (bereits angekündigtes) „Follow me around“ per Video. Aus bestimmten Gründen wurde daraus eine Stippvisite von 5 Stunden an einem Tag und das sogar ohne Foto geschweige denn Video. Aber hey, immerhin. 🙂

In den letzten Jahren war ich gar nicht auf der „SPIEL“-Messe. Die Änderungen bei den Hallen und die Berichte über stetig schwindenden Zustrom kannte ich also auch nur von Berichten anderer. Keine Ahnung, ob 2014 plötzlich wieder alles anders ist, aber ich habe eine halbe Stunde vor der Kasse in der Schlange verbracht, hatte danach eigentlich schon den Kaffee auf, wie Kassenschlangen so sind, und dann herrschte allseits unglaubliches Gedränge und Geschiebe mit nur wenigen Stellen zum Luftholen. Also schwindend war da aus meiner Sicht mal nix.

Auf Grund der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit führte mein Weg mich ziemlich straight in Halle 2, die „Rollenspielhalle“ (früher Halle 6 – da kam man auch schneller hin vom Eingang aus). Einen kurzen Ausflug gab es allerdings in Halle 3 zu „Pegasus Spiele“, die unfassbar viel Platz für sich einnahmen. Musste ein bisschen rund um die Demotische kurven, bis ich dazu kam, mich mit dem Shadowrun-Material einzudecken, das ich unbedingt haben wollte. 2050! <3

Die ersten Einkäufe tätigte ich allerdings beim Uhrwerk-Verlag. Hier erstand ich den SL-Schirm mitsamt NSC-Heft von Splittermond für stolze 24,95€, einen Würfel sowie den neuen Venus-Band für Space1889, und mein Freund gönnte sich noch das wirklich schick aufgemachte Contact-Grundregelwerk.
Über den SL-Schirm habe ich mich zu Hause total geärgert. Wir hatten zwei Stück gekauft, wobei einer für einen Freund von uns mitgebracht wurde. Zu Hause ausgepackt, zeigte sich dann eine echt üble Delle in einem Knick des SL-Schirms, außerdem klebte mein Heft fies an dem Schirm und hinterließ kleine weiße Papierstippen beim vorsichtigen Abziehen (nicht so schlimm). Ein Blick mit Argusaugen auf die eingeschweißte Variante für besagten Freund zeigte, dass auch dort so eine Delle zu sehen ist. Morgen wird mein Freund mal versuchen, die beiden Dinger umzutauschen, auch in der Hoffnung, dass es überhaupt welche ohne diese ollen Dellen gibt. Ich selbst bin wie gesagt morgen und später nicht vor Ort. Nachtrag (kursiv): Umtausch war nur 1x ins Ansichtsexemplar vor Ort möglich. Ausverkauft!
Schade sonst war, dass der Stand zwar ziemlich gut gelegen war, aber eben einfach nur ein Verkaufsstand ohne jede Demospiel-Option war.

Auf unserer Liste standen noch das neue Iron Kingdoms-Buch „Könige, Nationen und Götter“ (wird mein Weihnachtsgeschenk) sowie die „Historia Aventurica“ von – wer hätte es gedacht? – DSA. Beide waren allerdings nicht da. Beim Iron Kingdoms-Buch (das leider schon mal verschoben wurde) hieß es, es sei irgendwann in 1-2 Wochen erhältlich, auch bei der Historia war die Rede von zwei Wochen. Ist natürlich schade, dass diese Neuerscheinungen gerade zur SPIEL nicht da waren. 🙁
Interessant ist, dass im Forenbeitrag zur SPIEL die Rede davon war, dass man zumindest schon mal durch die Historia vor Ort blättern könnte, und auch Arkanil twitterte entsprechendes mitsamt Bild, doch als wir nachfragten, wurde uns gesagt, das Buch sei gar nicht da. Ich bekam noch andere mit, die danach fragten, wobei einer sogar extra noch mal auf den Forenbeitrag zum Ansichtsexemplar hinwies, aber nö, sei nicht da. Komisch. Da haben wir wohl einfach alle die falsche Person gefragt.

Immerhin konnte ich mal durch die englischsprachige Originalvariante von „Könige, Nationen und Götter“ blättern. Was mir dabei zuerst auffiel: Das Buch ist im Vergleich zu den anderen Iron Kingdoms-Büchern sehr spärlich illustriert, schade. Die enthaltenen Illustrationen haben mir allerdings weitgehend ganz gut gefallen – mitsamt Highlights, die ich dann irgendwann im neuen Jahr wohl mal zeigen werde. 😉
Auf jeden Fall hat mich das Blättern ziemlich über den Preis den Buches hinweg getröstet. Ich fand ja das Grundregelwerk schon wirklich kostspielig (das bekam ich letztes Jahr geschenkt *g*), und 59,95€ für ein Quellenbuch finde ich schon ganz schön heftig. Als ich es allerdings in die Hand bekam, dachte ich nur „Oh!“. Laut Seitenangaben bei Amazon liegen zwischen Grundregelwerk und diesem Quellenband nicht so viele Seiten, aber es kam mir zumindest deutlich fetter vor, als ich es in der Hand hatte – was natürlich auch daran liegt, dass es eben die englischsprachige Variante war, die auch anderes Papier verwendet, soweit ich weiß. So oder so ist das Buch nicht überteuert, wie ich zunächst dachte – jetzt muss es nur noch zu haben sein …

Getröstet haben wir uns nicht mit den DSA-Puzzles, die man für 14,95€ kaufen konnte (wobei gerade das Elemente-Puzzle zu Wasser und Co. echt richtig schick ist!), sondern mit einer Demorunde Warmachine mit der 2 Spieler-Box (Khador vs. Menoth), wobei nur mit jeweils 3-4 Figuren gespielt wurde, also nur mit einem kleinen Teil des Ganzen. Natürlich stand ich auf der Seite Khadors mit der netten Sorscha (und hab trotzdem, wenn auch knapp, verloren).

Abseits des obligatorischen Chessex-Einkaufs, der mir Würfel für die demnächst neu startende Pathfinder-Tischrunde bescherte war der Rest vor allem Rumguckerei. Ah, nein, gar nicht wahr! Ich hab mich noch ein kleines Weilchen mit den Leuten bzw. der kleinen Familie rund um Syrinscape unterhalten, wenn man so sagen kann. Auf jeden Fall teste ich das gerade mal aus.

Den Kauf des Wolsung-Schnellstarters (Rollenspiel) habe ich mir geschenkt und warte weiter auf das komplette Regelwerk. Schade, dass auch das nicht zur Messe geklappt hat.

Obwohl ich nur so kurz da war und quasi nur in Halle 2, hätte ich unendlich viel kaufen können. Und ja, tatsächlich deutlich, deutlich mehr als bei meinen früheren (jährlichen) Besuchen auf der Messe. Gerade Zeug aus dem Bereich Tabletop und sowas in diese Richtung Gehendes hat mich wirklich teils aus den Schuhen gehauen. Beispiele? AVP von Prodos Games. Um einen US-typischen Ausdruck zu verwenden: AWESOME! Auch sehr schick ist Journey, und tatsächlich hat mich auf der SPIEL jetzt erstmals auch Godslayer angesprochen (optisch). Sehr rührig war übrigens das Team von Freebooter’s Fate, nämlich nicht nur in Halle 2 allein, sondern auch im Bereich der Zugänge zur Halle schon.

Ein paar Bekannte unterschiedlicher Art habe ich auch getroffen. Einmal im Spiele-Bereich, wo ich tatsächlich überrascht war, reichlich Produkte zum Game of Thrones-TCG zu sehen (ich dachte, das gibt es quasi gar nicht mehr …), dann aber auch im persönlichen Bereich, wo ich tatsächlich mal Teylen live und in Farbe zu Gesicht bekommen habe und zeitweise mit Chris von Darker Days Radio unterwegs war, wenn er nicht gerade mal wieder irgendwohin verschwunden war, worin er ziemlich gut ist … Gut war er im Vergleich zu mir allerdings auch im Bereich Fotobericht. Alles mögliche, was ich hier jetzt vergessen habe, findet ihr >>>in seinem Artikel<<Nerdpol getroffen habe, was mich auch ziemlich gefreut hat.

Insgesamt also ein kurzer, aber reichlich gefüllter Tag, kann man sagen. 🙂