[All flesh must be eaten] At the Edge of Extinction #2 und #3

Wie und warum es zu diesem Fewshot kam, habe ich im Artikel zur ersten Session mit All flesh must be eaten bereits geschrieben. Mittlerweile ist das Ganze nach 3 Sessions (vorerst) abgeschlossen.

Session #2

Nachdem wir uns zunächst im Diner verschanzt hatten und vorab schon kurz angerissen wurde, dass das von Zombies umstellte Diner durchaus dafür sorgen könnte, dass wir statt der geplanten drei Sessions doch nur zwei spielen, haben unsere Charaktere dann doch noch erstaunlich gut ihren Hintern gerettet. Mayo und Frittenfett sei Dank!

In der nachfolgend angesteuerten Mall rechneten wir eigentlich alle mit irgendwas in Richtung von Zombies (im Kaufhaus) oder so, aber tatsächlich ging unser „Einkauf“ doch friedlich vonstatten. Diverse Anleihen an Klassiker blieben natürlich dennoch nicht aus. 😉

Der große Hammer kam dann am Schluss: Wir entdeckten den Heli eines TV-Senders und wurden als Augenzeugen und Überlebende sogar eingeladen. ABER die letzten Sätze des SL verrieten uns, dass wir damit mitten in die City flogen. Also dahin, wo verdammt viele Menschen sind. Und wohl auch verdammt viele Zombies …

Session #3

Dank der Geistesgegenwart des Charakters Angus vor allem konnten wir dem vorzeitigen Tod in der City entfliehen. Und das gleich mitsamt des Helikopters. Einfach wurde die Situation dadurch, dass auch der Pilot des Helis absolut kein Interesse daran hatte, in all dem Chaos sich noch irgendwie Channel 7 zu widmen.

Uns gelang die Flucht hin zu ein paar Autos weiter von der City entfernt, dann weiter zu einem kleinen Städtchen. Bei dem kapierten wir sozusagen zu spät, dass die dort aufgestellten Barrikaden mitnichten Leute von außen abhalten sollten, sondern vielmehr die Zombies im Inneren …

Dennoch schafften wir es, uns zu einem Boot zu retten und stachen schließlich in See …

Fazit

Wie schon im ersten Artikel zur Runde geschrieben, hab ich mich wahnsinnig gefreut, nach langem mal wieder All flesh must be eaten zu spielen. Und ich hatte diebischen Spaß an meinem Charakter Debbie, einer echten Klischee-Dumpfbacke. War gar nicht immer so einfach, es weder zu blöde noch zu sinnvoll zu spielen und – vor allem in der ersten Session – immer ernst dabei zu bleiben.

Ich mag den Ausblick der dritten Session.

Einmal, weil es mich an die in Buch und Film eher selten genutzte Option der Wasserrettung der anderen Art erinnerte. Die kenne ich bislang einmal aus Brian Keenes Buch Totes Meer und aus dem Spin-Off Fear the Walking Dead. Und natürlich haben Tsu und ich in unserer längeren Phase mit 7 Days to Die die ersten Nächte auch quasi mitten im Wasser überstanden …

Zum anderen bietet dieses Ende die Option, die Charaktere einfach ins Ungewisse schippern zu lassen, aber ebenso, daran nochmals anzuknüpfen. Vielleicht wieder gegen Ende des Jahres? Wer weiß.

Der Winter naht!

teeWer Blog und/oder Youtubekanal von mir verfolgt, weiß sicherlich schon, dass die Monate von Oktober bis Januar meine liebsten sind. Ich mag die Zeit, wenn ein Tee einen wieder aufwärmt, man sich abends in Kissen und Decke so richtig schön einkuscheln kann, es früh dunkel wird, man wieder mit Kerzen und Co. beleuchten kann. Zeit für kräftige Düfte und Gewürze, Kuschelkakao und Punsch. Und was bei anderen später der Frühjahrsputz ist, ist bei mir die Zeit für umfassende Rückblicke und Planungen fürs Folgejahr.

In diesem Jahr bin ich schon ganz schön weit mit alldem. Ausnahmsweise mal, denn normalerweise schlägt im Dezember ja noch mal der Wahn an allen Fronten zu, sodass ich dann gar keine Zeit mehr dazu finde und alles ein bisschen gequetscht wird. Diesmal staut sich alles eher in Bereichen, für die man eine Stimme braucht (Podcast, Video), weil die meine knapp zwei Wochen lang nicht so wollte wie ich.

Die ominöse Liste

Im Juli 2017 habe ich nach und nach angefangen, eine Liste für die Spiele (und auch die Abenteuer) zu erstellen, die ich gerne spielen möchte. Generell, also unabhängig von Machbarkeit, Umfang und so weiter. Die weitere Sortierung erfolgt an anderer Stelle. Und mittlerweile klopft bei mir die Erkenntnis an, dass ich all das nicht nur in einem Jahr nicht werde abhandeln können, sondern auch nicht in zweien, nicht mal in fünf. Das macht mich ein bisschen traurig. Auf der anderen Seite gibt es mir wieder mehr Freiheiten für meine Planungen, gemäß dem Motto: Wenn es eh egal ist …

Aktuell enthält die Liste 26 verschiedene Spiele (und ist damit mal wieder angewachsen). Darunter gelistet sind aktuell 61 Abenteuer- und Kampagnenideen, genau genommen davon 16 Kampagnenideen. Ich bin sicher, ihr seht das Problem? Dass ich aktuell 2 lange Kampagnen leite und in einer spiele, macht es nicht gerade einfacher. 😉

Wohlgemerkt sind in dieser Liste mittlerweile nur noch die Sachen, die ich eigentlich gern in absehbarer Zeit spielen/leiten möchte. Es gäbe noch ein paar mehr Spiele für „irgendwann mal“.

Der Übersichtsplan für 2019

Nach langem Hin und Her und Überlegungen zusammen mit Tsu sieht der Plan wie folgt aus für 2019:

  • Eine lange Kampagne (1 Jahr und länger)
  • Eine kurze Kampagne (bis zu 10 Sessions)
  • mindestens 4 Oneshots (1-2 Sessions)
  • maximal 4 Fewshots (max. 4 Sessions)

Wenn man bedenkt, dass diese Vorgabe für jeden von uns beiden gilt (und Tsu eine eigene Liste mit gewünschten Spielen hat), ist das sehr viel, was da zusammenkommt.

Mir hilft diese Struktur bei der Planung ungemein, wie ich feststelle.

Kampagnen

Die Kampagnen zu planen, war am einfachsten.

Bereits gestartet sind wir mit Storm King’s Thunder und DnD 5, was entsprechend die lange Kampagne auch für 2019 ist und sein wird.

Aktuell läuft noch bis voraussichtlich Februar 2019 Pathfinder mit dem Abenteuerpfad Die Winterkönigin. Der Slot dann durch eine kurze Kampagne mit Splittermond abgelöst werden.

One- und Fewshots

Bei One- und Fewshots fallen alle Kampagnenideen aus meiner Liste schon mal raus. Ebenfalls raus fallen komplexe Spiele, weil das einfach den Aufwand für einen Oneshot nicht lohnt.

Abschließende Überlegungen dazu gibt es aber später. Das Jahr ist ja noch nicht rum.

Mit Sicherheit dabei sein werden aber: DSA 5, Splittermond und Space 1889.

Ansonsten gehen meine Präferenzen aktuell stark in Richtung KULT: Divinity Lost (was ich schon längst geleitet hätte, wenn ich denn mal SpielerInnen dafür finden würde …), Vampire 5th Edition, Geh nicht in den Winterwald, Symbaroum, One last Job, Old Slayerhand und Monsterhearts.

[All flesh must be eaten] At the Edge of Extinction

Ungefähr zwei (!) Jahre hat es gedauert, bis wir es auf die Reihe bekommen haben, wirklich mal konkrete Pläne zu diesem Fewshot zu planen und auch umzusetzen.

Wie? Was?

Zur Erklärung: Ich gehöre zu den Leuten, die alles rund um Zombies feiern. Immer schon. Auch wenn sie nicht gerade hip sind. Und auch, wenn sie es sind. Einfach immer. Es ist ein Film, ein Buch, eine Serie, ein Spiel … und es hat Zombies? Alles klar, bin dabei (wenn möglich).

2012 wurde ich so auf der Drachenzwinge auf All flesh must be eaten aufmerksam und lauschte begeistert einer wöchentlichen Runde dort. Mitspielen ging leider dienstbedingt nicht. Nur einmal, da passte es mal als Gastspielerin – und aus dieser Session stammt eine der für mich coolsten Szenen meines rollenspielerischen Daseins.

Eine Weile später leitete ich auch meine eigene AFMBE-Runde, allerdings nicht allzu lang. Zum Spielen kam ich auch noch. Und ich hab mich recht viel mit dem Spiel beschäftigt (hey, Zombies UND W10 ;-)), was teils seltsame Auswüchse annahm – und auch die haben Bock gemacht. 🙂

Auf der Drachenzwinge bin ich schon seit Jahren nicht mehr aktiv (weil ich mich dann einfach irgendwann mehr auf Ton + Bild entschieden habe für Onlinespiele). Ein paar wenige Kontakte von dort sind jedoch bis heute erhalten geblieben, teils mehr, teils weniger. Vor allem zu „Lex“ ist der Kontakt aber geblieben und wir haben seit damals schon viel und oft alles mögliche miteinander gespielt. Und irgendwann brachte ich auf, es wäre doch cool, wenn er AFMBE (das er seit damals und immer noch mindestens einmal wöchentlich spielt) mal leiten würde.

Konkrete Planungen

Ein Zombiespiel gehört für mich ja vor allem in die Herbst- und Wintermonate. Geht natürlich immer, aber wenn man schon einen einzelnen One-/Fewshot plant, dann wären Herbst oder Winter schon cool. Da ich ja schon recht viel spiele und auch Kampagnen, ist das mit der Terminfindung allerdings so eine Sache. Und es fehlte noch mindestens eine Person, die noch mitspielen wollen würde.

So haben wir ein Jahr übersprungen und sind dann kürzlich erst in die konkreten Planungen eingestiegen. Drei Sessions sollen es insgesamt werden und wir starten in einem Diner. Die Charaktererschaffung bei All flesh must be eaten ist fix gemacht, und so fanden sich also rasch drei Konzepte, die sich in diesem Diner 2018 (ingame wie outgame) einfinden sollten. Recht unterschiedliche Charaktere: Trucker, Naildesignerin (in Ausbildung) und angehender MMA-Star … 😉

Hier mal der Link zur ersten Session:

Ich selbst habe zu dem Zeitpunkt ziemlich durchgehangen und hab auch öfters das Bild aus, weil ich krank war. Aus demselben Grund (unter anderem) war die Session auch recht kurz und sind alle weiteren Runden der Woche zwangsläufig ausgefallen.

Und wie war es?

Es hat SO Bock gemacht, nach Jahren mal wieder All flesh must be eaten zu spielen!

Ich fand so ziemlich alles an der Session echt spitze. Die Charaktere mochte ich, das Zusammenfinden ging recht fix, die Stimmung war klasse, das Ganze war ordentlich auf die Spitze getrieben bzw. pointiert, ich hatte einen Charakter mit recht hohem Wert in Beautician (weil AFMBE diesen Skill einfach hat, ich ihn deswegen immer nehme und man ganz sicher auch nichts dringender braucht in der Zombiecalypse) … alles super.

Und weil alles so super war, hat vorrangig Tsu auch im Nachhinein einen Trailer für die Runde erstellt:

Ich freu mich jedenfalls schon total auf die nächste Session, die für den 16.11.18 geplant ist. Bin gespannt, was uns da erwartet, denn die Eskalation ist ja bereits in vollem Gange …