[DnD 5] Start von Storm King’s Thunder

Seit einer Weile schon habe ich darüber nachgedacht, welche Kampagne unseren Pathfinder-Abenteuerpfad Die Winterkönigin ablösen soll, wenn es denn mal soweit ist. Irgendwann entschied ich mich dann spontan für DnD 5, noch spontaner für die Kampagne Storm King’s Thunder. Und am allerspontansten sozusagen war dann meine Entscheidung, damit gar nicht erst zu warten, bis Pathfinder beendet ist, sondern einfach gleich loszulegen.

Ich hab ja nun lange so überhaupt keinen Bock auf DnD 5 gehabt, mittlerweile geht es aber wieder. Und warum auch nicht? Nach dem Erscheinen hab ich das auch echt gerne gespielt.

Tatsächlich hatte ich schon mal was mit „giants“ auf dem Schirm, und zwar den Pathfinder-Abenteuerpfad Giantslayer. Tatsächlich hatte ich darauf mal so viel Bock, dass ich den ersten Band als Print geschenkt bekommen habe. Und die Lektüre hat mich wahnsinnig enttäuscht. Das war so gar nicht das, was ich erhofft oder erwartet hatte. Von der Lektüre der anderen Bände hab ich dann die Finger gelassen; die Zusammenfassungen/Klappentexte reichten mir da schon aus.

Bei Storm King’s Thunder geht es nun auch um Riesen. Das scheint aber sehr viel mehr das zu sein, was ich mir so vorstelle – und sogar noch einiges mehr.

Ein Überblick

Klassische 260 Seiten umfasst die Kampagne in der Printversion und kostet stolze 49,95$. Das ist ein happiger, wenn auch DnD-typischer Preis. Normalerweise liegen ja eher Grundregelwerke in dieser Preisklasse.

Die Kampagne führt von Level 1 bis Level 10. Man kann allerdings auch erst mit dem 5. Level einsteigen, wenn man zum Beispiel die ersten Level überspringen möchte.

Inhaltlich geht es darum, dass Riesen Faerûn und die Schwertküste insbesondere bedrohen. Aus allen Ecken kommen Riesen aller Art hervor, zerstören Dörfer und führen Angriffe gegen Menschen. Niemand weiß, warum das so ist, und nach und nach wird es zur Aufgabe der Helden, die Hintergründe dazu herauszufinden.

Roll20

Tatsächlich habe ich die Printfassung nicht gekauft, sondern stattdessen was Neues ausprobiert und mir für denselben Preis das Ganze via Roll20 gekauft. Und da muss ich bislang sagen: jederzeit wieder! Vielleicht mache ich mal etwas ausführlicher etwas dazu, aber an der Stelle einfach erst mal meine kundgetane Begeisterung. Man bekommt die gesamte Kampagne, alle auftauchenden NSC/Monster mitsamt Beschreibung, Werten, Makros und Token, zusätzlich weitere Monster, alle Maps der Kampagne (gleich aufs Grid angepasst), sogar je eine Seite voller gegnerischer Token und eine Blanko-Battlemap … neben dem kompletten Inhalt aus der Printversion hab ich also noch zig Stunden Vorbereitungszeit gespart, die ich andernweitig einsetzen kann. Super.

Besonderheiten der Kampagne

Gleich mehrere Punkte haben mich von der Kampagne bei der Lektüre überzeugt:

  • Sehr gute Ausarbeitung. Alles mitsamt Beschreibungen, Optionen und Alternativen beschrieben, dabei aber zugleich auf den Punkt und entsprechend übersichtlich gehalten.
  • Verschiedene Anteile:
    • klassische Fantasy-Aufgaben und solche, die den Rahmen der Geschichte setzen und als Gerüst dienen
    • viele freie Optionen, die man selbst so lang und breit gestalten kann im Grunde, wie man möchte. Gut 1/5 der Kampagne bietet allein Beschreibungen von Dörfern, Städten, Flüssen, besonderen Plätzen etc., teils mit Vorschlägen mit Begegnungen, teils ein bisschen „nackiger“ mit nur wenigen beschreibenden Zeilen
    • variable Szenen/Kapitel an verschiedenen Orten und/oder mit verschiedenen Schwerpunkt-NSC/Monstern, sodass man auch hier eine große Wahlmöglichkeit hat
    • Arbeiten mit XP, aber auch mit Meilensteinen, um bei all den Freiheiten entsprechende Herausforderungsgrade zu gewährleisten
    • sehr schöne Illustrationen und interessante NSC/Monster

Zum Start der Kampagne hab ich einen kleinen Trailer für Youtube gebastelt, in dem man auch die Charaktere zu sehen bekommt (erstellt nach Session 2 und darum schon nicht so ganz spoilerfrei ;-)):

Ebenfalls per Video festgehalten habe ich eine kurze Vorstellung der Kampagne, im Grunde ähnlich wie gerade beschrieben:

Erste Eindrücke

Zum aktuellen Zeitpunkt haben wir vier Sessions gespielt. Worauf ich nicht so ganz vorbereitet war ist die Tatsache, dass ich mit Pathfinder und DnD 5 als parallelen Kampagnen ganz schön durcheinander komme. War wahrscheinlich zu erwarten, hab ich aber schlicht vorweg gar nicht drüber nachgedacht. Ich denke, im Verlauf der Zeit wird sich das auch geben, aber jetzt zu Anfang stresst mich das ein bisschen.

Dass die gespielten Kampagnen mittlerweile gute 4 Jahre zurückliegen, macht es nicht unbedingt besser. Trotz der intensiven theoretischen Beschäftigung vor allem mit dem Spielerhandbuch habe ich zudem bislang nur in 2 Kampagnen gespielt, nicht geleitet. Aber gut, dagegen stehen natürlich einige Dutzend Sessions mit Pathfinder …

Ausblick

Je nach meinen zeitlichen Möglichkeiten werde ich zu den einzelnen Sessions, die wir spielen, im Verlauf wohl meine Eindrücke hier im Blog schildern. Das wird dann natürlich nicht spoilerfrei. 😉

Alle 7 Jahre?

Neulich unterhielt ich mich über den 7-Jahres-Mythos, demnach man sich alle 7 Jahre verändert. Wie bei so vielen Mythen steckt auch hier ein wahrer Kern drin, die konkrete Zahl und/oder ein Bezug auf eine vollständig neue Entwicklung ist aber natürlich Unsinn.

Trotzdem hat mich das auf die Idee gebracht, diesen Mythos mal in Bezug auf mein Rollenspieldasein zu betrachten.

0-7 Jahre: Kein Rollenspiel

Na sowas!? Wer hätte gedacht, dass ich in den ersten sieben Jahren meines Lebens noch keinerlei Berührungspunkte zum Hobby hatte? 😉

8-14 Jahre: Lektüre … solo

Tatsächlich hatte ich meine ersten Berührungspunkte mit Rollenspielen dann aber doch schon mit 7 Jahren durch ältere Nachbarskinder (hab ich hier in der Retro-Kategorie des Blogs schon mal erzählt). Zum Spielen kam ich hierbei in dieser Zeit nicht so wirklich. Zwar hatte ich immer wieder hartnäckig versucht, andere Kinder zum Spielen zu überreden, konnte aber nie mit dem Hobby begeistern zum damaligen Zeitpunkt. So blieb mir nur die Lektüre. Und Solo-Abenteuer. Ich hab übrigens bis vor einigen Jahren Einsamer Wolf und Co. nicht mal gekannt. Bei mir waren es immer die Solo-Abenteuer von DSA.

15-21 Jahre: Gruppen und ganze Welten!

Irgendwann fand sich über die Schule dann doch mal eine Gruppe, und in und mit dieser spielte ich dann auch recht exzessiv 1-2x/Woche. Da mir das nicht reichte, musste dann noch eine weitere Runde gebildet werden. Auch bei diesen Gruppen war es ausschließlich DSA, das wir spielten.

Durch einen offenen Spieltreff entdeckte ich später jedoch, dass es nicht nur überhaupt sehr viel mehr Rollenspiele als DSA gibt (siehe hier), sondern sogar ganze Läden mit Regalen voller Rollenspielen (siehe hier und hier). Whoa!

So lernte ich AD&D kennen und verliebte mich in Earthdawn (siehe hier).

22-28 Jahre: Generisch universell zu dark

Die nächste Phase meines Rollenspiellebens war zunächst vor allem geprägt von GURPS. Das war mein erstes Zusammentreffen mit einem Spiel, mit dem man buchstäblich alles machen konnte. Und genau dem widmeten wir uns ziemlich ausgiebig. Sowohl dem Spielen in verschiedenen Genres (vor allem Fantasy und SciFi/Traveller), aber auch dem Bau eigener Welten. Auch das waren also meine ersten Schritte hin dazu, abseits von Abenteuern eigene Dinge zu kreieren.

Mein Highlight aus dieser Zeit ist immer noch, dass ich meinen Vater in dieser Zeit fürs Rollenspielen begeistern konnte, wenn zu diesem Zeitpunkt auch eher kurzzeitig und auf Traveller beschränkt.

Aber schon damals war es so, dass ich nach gefühlt ewiger Zeit ausschließlich mit DSA nicht mehr an einem System kleben bleiben wollte. Irgendwann kam die Lust auf was Neues, und so ließ ich mir im Rollenspielladen einfach was empfehlen, da meine eigene Rollenspielblase noch mehr als überschaubar war. Und in Nullkommanix hatte ich dann plötzlich alles im Regal stehen, was von Vampire, the Masquerade zum damaligen Zeitpunkt erschienen war.

Ich war von Vampire sehr gehyped, habe alle Bücher dazu regelrecht verschlungen, habe mein eigenes Ruhrgebiet komplett mit Vampiren, Connections, NSC, wichtigen Orten etc. ausgestattet (da kommt man auch drauf, wenn man noch nie was von R-Maps, C-Maps und Co. gehört hat), eine wirklich riesige Runde geplant mit 12 Spielern, die sich durch ihre Aktionen und Präferenzen dann nach ein paar Sessions in 2-3 eigene Gruppen aufspalten sollten, zwischen denen es immer wieder mal Berührungspunkte geben sollte. Um es kurz zu machen: Das war einer der größten Flops, die ich je gespielt bzw. geleitet habe (ein bisschen mehr dazu gibt es hier). Aber ich habe sehr viel gelernt durch die Vorbereitung der Runde und letztlich auch durch den Flop an sich.

Letztlich hatte ich nach diesem Megaflop allerdings schon nicht mehr so wirklich Bock auf das Spiel. Da ich verdammt viel Geld ausgegeben hatte und auch nicht alles sofort verkaufen wollte, machte ich mich im Internet, das es endlich gab, auf die Suche nach Tipps und Inspiration. Mit dem Internet erweiterte sich meine Rollenspielwelt erneut. Und auch die World of Darkness wurde genau das: eine ganze Welt, viele verschiedene Übernatürliche, nicht nur Vampire. Es dauerte nicht lang festzustellen, dass mich Werewolf, Changeling und schließlich auch Wraith und Mummy allesamt viel mehr anzogen und interessierten als Vampire.

Und dann kamen die Chroniken der Engel. Wieder ein anderes Genre, andere Mechaniken, und auch eine neue Gruppe, die komplett aus Leuten entstand, die ich über die Rollenspielerdatenbank KOOP im Internet angeschrieben hatte. Und damit entstand dann auch mein erster Rollenspielblog damals.

29-36 Jahre: Chummer & Vampire

Streng genommen gehört der erste Schwerpunkt schon in den vorigen Abschnitt. Dort erwähnte Gruppe fing immer wieder damit an, Shadowrun spielen zu wollen, wogegen ich mich aber standhaft weigern konnte. Nachdem ich mich dann dazu durchringen konnte, mal einen SR-Roman zu lesen, war ich bereit, doch ein paar Sessions zu spielen. Und als die anderen dann wie üblich mal wieder wechseln wollten (wir spielten ein System alle 14 Tage fest und dazwischen an den 14 Tagen wechselnde Systeme), war ich lautstark dagegen und wollte zum Erstaunen aller unbedingt weiterspielen. Auch damit hab ich mich durchgesetzt *g*.

Damit trat erstmals ein regellastiges System in mein Leben. DSA zähle ich da nicht, denn damit bin ich von Stunde 0 an mitgewachsen. Und ich hab mir an den Regeln von Shadowrun 3 wirklich die Zähne ausgebissen. Über Jahre hinweg. Ich habe ewig Karteikarten als Cheatsheets genutzt, sowohl als Spielerin für meinen Charakter als auch später als SL. Und das, obwohl ich wirklich viel gelesen, geübt und gespielt habe. Damals habe ich beschlossen, dass umfassende Regeln wahrscheinlich nix für mich sind. Hat mich aber nicht von Shadowrun abgehalten, im Gegenteil. Abgehalten hat mich dann eher die 4. Edition bzw. das komisch vermurkste grüne Grundregelwerk damals.

Und so führte mich mein Weg mal wieder auf Abwege. Ich bekam die Empfehlung von Nin, den ich schon aus den damaligen WoD-Forenzeiten und denen im Travar-Forum (und seiner großartigen Changeling-Webseite) her kannte, mal auf der Drachenzwinge zu gucken, und dort wurde ich auch fündig. Und wie! Vor allem All flesh must be eaten hatte es mir dort angetan, aber ich spielte so einiges, leitete so einiges, und schließlich führte mein Weg mich wieder hin zur World of Darkness. Das Problem war dasselbe wie immer zuvor: Jeder wollte Vampire spielen, stand voll auf dieses Intrigen-PvP-Ding, ich hingegen hätte lieber andere Sachen gespielt. Hab ich auch. Und dank einiger Leute bei der Drachenzwinge, die das ähnlich sahen oder noch sehen, konnte ich auch eine Menge anderer WoD-Spiele spielen. vampir

Dadurch kam ich auch zur langjährigen Tischrunde, die – natürlich – Vampire spielten. Zuerst Dark Ages, später kam das mehr aufgedrückte Switchen auf die nWoD. Und davon war ich sehr schnell dann doch sehr angetan, nachdem ich quasi mehr oder weniger gezwungen war, mich mehr und mal so richtig damit auseinander zu setzen. So kam die World of Darkness nicht nur zurück in mein Rollenspielleben, sondern sie erweiterte sich sogar deutlich. So sehr, dass ich schließlich beschloss, nix anderes mehr spielen zu wollen. Alles, was ich je an Settings bespielen wollen würde, konnte ich mit der nWoD umsetzen.

Und eben drum startete ich am Ende dieser Phase dann auch meinen Youtube-Kanal, auf dem ich vor allem Videos zur (n)WoD online stellen wollte.

37-41 Jahre: Resümee und Aktuelles

Füchse bemerken, dass die Zahl hier nicht stimmt, denn da müsste eine 42 stehen. Noch füchsischere Füchse werden daraus zu Recht schließen, dass ich aktuell 41 Jahre alt bin. Glückwunsch! *g*

Knapp ein Jahr blieb die nWoD tatsächlich mein Schwerpunkt auf dem Kanal. Mein Enthusiasmus, auch andere von der nWoD zu begeistern, nahm dann allerdings mit der Ankündigung von Ulisses, die oWoD wieder auf deutsch rauszubringen, ein jähes Ende, zumal sich auch da schnell rauskristallisierte, dass vor allem Vampire damit gemeint war, logischerweise.

Danach wandte ich mich erstmals nach x Jahren mal wieder DSA zu, wo für die 5. Edition gerade die Beta lief. Auch nach Erscheinen der 5. Edition hab ich viel DSA gespielt und geleitet. Und ich hatte nach so langer Zeit mal wieder richtig Spaß daran. Das flaut übrigens aktuell wieder so ein bisschen ab. Ich rechne aber nicht noch mal mit einem kompletten Ausstieg, sondern will mir DSA 5 auf jeden Fall als gern gespieltes Spiel erhalten. Muss halt nur ein bisschen dosiert werden.

Ich startete mit  Die Winterkönigin einen Abenteuerpfad von Pathfinder, der nun seit mittlerweile 3,5 Jahren gespielt wird und relativ kurz vor dem Abschluss steht. Vor kurzem haben wir mit DnD 5 angefangen, das sicherlich Pathfinder vollständig ersetzen wird. Nach dem Erscheinen im Englischen hatten wir schon 2 DnD-Kampagnen gespielt, dann pausiert, und nach dem Erscheinen im Deutschen hatte ich da erst mal keine Böcke drauf. Jetzt schon. 🙂 Ist aktuell noch ein bisschen holprig, da ein paar Jahre nicht mehr bespielt. Außerdem raubt mir der Kontrast zu Pathfinder aktuell noch ein bisschen Nerven. An dem einen Tag das eine, am nächsten das andere … bringt mich durcheinander (und Pathfinder bringt mich eh durcheinander).

Nach einigen Anläufen habe ich mich dann doch noch so richtig in Splittermond verlieben können (wie ihr sicherlich wisst).

Immer mal wieder zieht es mich mehr oder weniger stark zurück zur World of Darkness, mal länger, mal kürzer. Und auch Shadowrun blitzt immer mal wieder auf und ich hab auch da noch immer Spaß, mich damit zu beschäftigen. Ebenfalls dosiert, seit ein paar Jahren nur noch theoretisch. Aber das soll auch nicht immer so bleiben.

Ich habe mit Powered by the Apocalypse eine weitere Mechanik in Variationen kennengelernt, die mich sehr begeistert, wohingegen mich Savage Worlds nie so wirklich begeistern konnte.

Und hier und da plöppt mal was Neues oder neu Entdecktes auf, dem ich mich kürzere Zeit widme. Ich bin aber mit meiner Auswahl an immer wieder rausgekramten Spielen und Varianten an sich zufrieden mittlerweile, sodass Neueres eher mal links liegen bleibt. Bis vor ungefähr 3 Jahren habe ich noch alles mögliche Neue gekauft und auch gespielt, aber nachdem ich mir mal sozusagen eine Rollenspielkaufdiät auferlegt habe, hat das alles ziemlich seinen Reiz verloren. Yay, eine erfolgreiche Diät also, hihi. Und mal ehrlich: Mit der engeren Auswahl an Spielen, die ich immer wieder mal und/oder dauerhaft spiele, bin ich aber auch schon mehr als beschäftigt.

Mein Youtubekanal ist im Verlauf der Zeit mit 1200 Abos ganz schön angewachsen, was mich sehr freut. Dass der Blog dadurch immer wieder und immer längere Einbrüche hatte, finde ich hingegen schade. Ist immer so ein Auf und Ab mit der zur Verfügung stehenden Zeit und den Dingen, die man darin unterbringen will. Trotzdem versuche ich immer wieder, regelmäßiger zu bloggen und organisiere auch schon allein deshalb gerne mal einen Rollenspielkarneval.

Und dennoch habe ich vor kurzem einen Podcast zu Splittermond und (düsterer) Fantastik gestartet, den Stechginsterpodcast. Der soll alle 14 Tage erscheinen und bislang klappt das ganz gut und macht mir einen Heidenspaß.

Zwischenzeitlich hatten wir 1 Jahr lang den Kanal Vlogtaculum für monatliche Vlogs erstellt und organisiert. Und ich hab durch die Mitarbeit an den deutschen Versionen von Fragged Empire und DnD 5 (Spielerhandbuch) einen Blick hinter die Kulissen werfen können.

Generell würde ich sagen, dass sich mein Spielen sehr gefestigt hat in den letzten Jahren. Das entspannt und macht gleich mal noch mehr Spaß.

Zukunft?

nachdenkenTja, gute Frage. Wer weiß das schon? Aber da sich langsam auch das Jahresende nähert, mache ich mir da wahrscheinlich traditionell wohl noch so einige Gedanken zu.

Nach wie vor unzufrieden bin ich mit meinem Zeitmanagement. Das Hobby Rollenspiel auf diversen Ebenen (informieren, lesen, vorbereiten, leiten, spielen, Blog, Youtube, Podcast) zu pflegen, ist schon sehr zeitintensiv. Trotzdem ist es ja nicht das einzige Hobby, das ich habe. Zusammen mit Arbeit und Studium habe ich dauernd das Gefühl, dass mir irgendwo irgendwas verloren geht (nicht immer unberechtigt). Das ist nervig. Hab da schon vieles ausprobiert, aber noch keine Lösung gefunden.

Im Grunde möchte ich alles aber eigentlich so haben, wie es in den letzten Jahren geworden ist. Nur mit mehr Regelmäßigkeit irgendwie. Das wäre schon schön.

Und ich möchte nach wie vor wieder mehr (zeitlichen) Raum für mehr eigene Dinge haben. Das hat sich in diesem Jahr nur sehr wenig gebessert und es fehlt mir.

Und ihr?

Wie sieht euer Rollenspiellebenslauf eigentlich so aus? Das würde mich echt mal interessieren!

Und gibt es eurerseits Dinge, die ihr euch für die Zukunft wünschen würdet? Für euer Hobby oder auch von mir bzw. diesem Blog hier?

RPG-Blog-O-Quest 12/2016: Bestiarium

Dieses Mal gibt’s meine Antworten zur RPG-Blog-O-Quest in Videoform. Hatte ich eh schon zeitlich recht knapp aufgenommen, hat aber jetzt zusätzlich ein paar Tage gebraucht für den Upload, weil ich (mal wieder … das muss 2017 echt besser werden!) krank bin.

 

Kurzum hier noch mal die Rahmenbedingungen und die Fragen vorweg:

Wie jeden Monat stellen Würfelheld und Greifenklaue wieder ein paar Fragen zu einem Thema, diesmal zu Monstern.

***Die Dezember-Fragen:***

1. Welches Monster ist Dein Favorit und warum?
2. Dein bisher prägendes Monster-Erlebnis war?
3. Wenn ich ein/e ______ wäre, würde ich zuerst _____ .
4. Wie findest Du in Deinem Lieblingssystem die gebotenen Monster?
5. Ich wünsche mir, das Monstern _____ .

Als Bonusfrage:

6. Monsterjäger _______ .

 

***LINK zur BABY BESTIARY:***

http://babybestiary.com

***MITMACHEN? Klar, hier die Regeln (Zitat):***

„An jedem Monatsersten stellen Würfelheld oder Greifenklaue in abwechselnder Reihenfolgen fünf Fragen/Lückentexte, welche wir euch bitten auf euren Blogs, in euren Podcasts, in euren Vlogs oder in Foren zu beantworten (bzw. auszufüllen).

Jeder Monat erhält ein Hauptthema, um den sich die Fragen drehen.

Über die Zusendung Eurer Links, per Mail, Kommentar usw. freuen wir uns.

Jeder, der sich die Zeit nimmt, unsere Fragen zu beantworten ist herzlich willkommen.

Die “RPG-Blog-O–Quest” Logos dürfen selbstverständlich in Euren Beiträgen benutzt werden. (alle drei, welches besser gefällt.)“

Begeisterungsfähigkeit ist manchmal …

… ich weiß nicht: doof, scheiße, einfach nur unberechenbar?

Ich war mir SO sicher, dass 2016 ein chilliges Rollenspieljahr werden würde!

2015 war irgendwie alles neu: DSA 5, D&D 5 (ja, damit habe ich 2014 schon angefangen, aber der Großteil lag für mich dann doch 2015), Cthulhu 7 … also alles neu bei den „großen“ Rollenspielen. Die WoD-Prisen haben mich ja eher verprellt, ansonsten gab es für mich primär Symbaroum zu hypen und die Pathfinder-Kampagne zu pflegen.

Was also sollte 2016 schon kommen, dass mich so richtig (neu) begeistert? Daraus entstand der Vorsatz, Schwerpunkte zu setzen: DSA, Iron Kingdoms, die Pathfinder-Kampagne, vielleicht ein bisschen Splittermond und Ubiquity für dieses Jahr, Ende. Ganz gemütlich und gepflegt die benannten Spiele bis zum Exzess zocken und sich wohlfühlen.

Das hat nun also nicht mal einen Monat gehalten.

Im Januar hat sich Splittermond dreist stark nach vorn geschoben in meinem Interesse, dann komme ich nun endlich, endlich dazu, Through the Breach zu zocken (das will ich schon seit der Veröffentlichung, aber ich hatte es zwischenzeitlich aufgegeben, daran zu glauben, das mal praktisch erleben zu dürfen), und dann kommt da dieser Kickstarter. Meine Güte, fixt der mich an!

Jetzt bin ich einfach mal gespannt, was in den nächsten 11 Monaten so los ist. Auf nix ist Verlass. ^^

Rückblick auf 2015

Hier mal der obligatorische Rückblick von mir für das Rollenspieljahr 2015.

Ich hab mir schwerpunktmäßig noch mal meine ursprünglichen Vorsätze angeschaut und was daraus geworden ist, außerdem habe ich 2015 erstmal Buch geführt über alle Sessions und erhebe gegen Ende eine kleine Ministatistik dazu.

Das mit der Buchführung fand ich in diesem Jahr übrigens richtig klasse und werde das auch 2016 wieder machen. Geht bei mir übrigens zurück auf eine Idee von Gerrit.

Bis zum Ausblick und schöne Feiertage allseits!

Rückblick: Rollenspielkarneval Oktober

Hier ist nun die Zusammenfassung des Oktober-Karnevals der Rollenspielblogs. Doch zunächst noch ein bisschen was anderes.

Wieso hat Clawdeen diesen Karneval eigentlich organisiert?

Tja, wie so oft war ich hoch motiviert zu eigenen Beiträgen. Und es kam auch nicht von ungefähr, dass ich mir genau dieses Thema heraus gepickt habe, Ich finde, es bietet eine Menge Möglichkeiten, die auch gut zum von mir hoch gehaltenen Halloween passen. Außerdem bin ich erst vor einem halben Jahr nach Ingolstadt gezogen. Und wem das nichts sagt, der wird spätestens nach der Lektüre der teilnehmenden Artikel des Monats wissen, dass es da eine Verknüpfung zu Frankenstein gibt. Oh, und ich liebe die Verfilmung aus den 90ern mit Kenneth Branagh, Robert de Niro und Helena Bonham-Carter! Continue reading

#RPGaDay 2015 #17-#20 (Lieblingssysteme nach Genres)

Die nächsten Fragen beantworte ich auch wieder gemeinsam. Einmal, weil ich gerade ohnehin schon wieder nachhinke, dann aber auch, weil es allesamt Fragen nach Lieblingssystemen für bestimmte Genres sind, passt also gut zusammen.

#17 Favourite Fantasy RPG? – Bevorzugtes Fantasy-Rollenspiel?

Ist vor allem momentan für mich schwieriger zu beantworten, als man meinen könnte. Grundsätzlich antworte ich an dieser Stelle wie einige andere: D&D 5. Es ist eingängig, schnell, ich mag die Vor-/Nachteilssache, es ist leicht, Mitspieler zu finden, baut auf jeeeeder Menge Material (aus früheren Editionen) auf und hat wirklich, wirklich schicke Bücher.

ABER: Im Moment bin ich ziemlich auf dem DSA-Trip. Das ist ja nun nicht mein erster Versuch, mal wieder nach Aventurien zu finden, aber es ist der bislang vielversprechendste nach dem Erscheinen des DSA 5-Grundregelwerks. Es wird sicherlich noch bis zum Jahresende dauern, bis ich genau(er) weiß, ob sich meine Suche da gelohnt hat oder nicht, aber wenn, dann hat DSA einen riesigen Vorteil gegenüber D&D 5 momentan, eigentlich sogar zwei: 1. Es ist das schönste Grundregelwerk, das ich seit langem in der Hand gehalten habe (wenn nicht sogar das schönste überhaupt), 2. Nostalgie

Nostalgie kann dafür sorgen, dass D&D 5 den Rückzug antreten muss gegen 3W20. Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass das der Fall sein wird, aber ich hoffe quasi noch. 😉

#18 Favourite SF RPG? – Bevorzugtes SF-Rollenspiel?

Hm, naja, so wirklich viel SciFi spiele ich nicht und hab ich auch bisher nicht gespielt. Erschwerend kommt hinzu, dass ich weder Warhammer mag noch Star Wars (ja … ist halt so). Star Trek interessiert mich nicht als Rollenspiel, Firefly hab ich nie gespielt, Starslayers ist bislang an mir vorbei gegangen … beste Voraussetzungen also für diese Frage. 😀

Simplerweise könnte ich jetzt Shadowrun benennen, aber das mag mir nicht ganz zum Genre passen. nWoD-Homebrew passt genauso wenig.

Die schönsten Erinnerungen habe ich an Traveller. Genau genommen an GURPS Traveller. Hier spielt sicherlich wieder ganz erheblich der Nostalgiefaktor eine Rolle, aber wie stark der sein kann, sehe ich gerade ja an DSA 5. Tatsächlich will ich mich mal hinsetzen und meine ganzen GURPS-Traveller-Sachen mal durchlesen und -arbeiten und überlege, da mal eine Kampagne zu starten. Leider hab ich 2015 wohl nicht mal die Zeit, auch nur damit anzufangen. Vielleicht kommt die Frage ja nächstes Jahr noch mal wieder?

#19 Favourite Supers RPG? – Bevorzugtes Superhelden-Rollenspiel?

Hab ich nicht, hab ich auch nie gespielt. Das einzige, das in die Richtung geht und von mir gespielt und geleitet wurde, ist Scion. Und das ist für mich der größte Mist, der mir systemtechnisch je untergekommen ist.

Ich hab schon viel Gutes von Marvel Heroic und Worlds in Peril gehört. Mal sehen, ob ich die irgendwann auch mal spielen kann.

#20 Favourite Horror RPG? – Bevorzugtes Horror-Rollenspiel?

Natürlich nWoD. Kein bestimmtes Subsetting/-system, sondern generell. Ich mag die Regeln und sie bieten für mich alles mögliche, um das Genre an sich damit abzubilden.

Das krasseste Rollenspielerlebnis hatte ich übrigens mal mit KULT und erst seit jüngerem interessiere ich mich plötzlich ein bisschen für Cthulhu, aber das nur der Vollständigkeit halber.

#RPGaDay 2015: Welches ist dein bevorzugtes neues Spiel der letzten 12 Monate?

Da kann ich eigentlich nur PurpleTentacle zustimmen. Für mich ist das ganz klar D&D 5.

Meine Erfahrungen mit AD&D sowie D&D 3.5 würde ich als durchweg negativ bezeichnen. Das hat nicht nur was mit dem System zu tun, sondern auch mit den Spielerfahrungen darin. Beides ist bei meinen Gesamtwertungen im Verlauf zumeist sehr eng miteinander verknüpft.

D&D 4 mag ich hingegen und habe ich gerne gespielt, Pathfinder gehört halt irgendwie zum Abenteuerpfad „Die Winterkönigin“ dazu (siehe dazu hier), sodass aus der „Familie“ von Dungeons & Dragons für mich eigentlich nur D&D 4 bleibt – zumindest bis zum Erscheinen von D&D 5.

Für mich ist das kein wirkliches entweder/oder, aber während D&D 5 allseits gefeiert wird, ist es sehr schwer, für D&D 4 Mitspieler zu finden. Daraus ergibt sich, dass ich logischerweise eher zum Spielen von D&D 5 komme mittlerweile – und das wiederum macht es zusammen mit meinem aktuellen Fantasy-„Wahn“ zum bevorzugten Spiel der letzten 12 Monate. 🙂

[D&D 5] Recap: Lost Mine of Phandelver, Session 7

Die siebte Session war meine absolute Lieblingssession innerhalb unserer kleinen Kampagne.

Wir starteten erneut inmitten der Action mit Goblins und Hobgoblins, so weit das Auge reichte. Den Kampf überlebten wir erstaunlicherweise einigermaßen gut, konnten auch König Grol noch den Garaus machen, verloren den seltsamen Darwin Osekir auf Seiten des Feindes jedoch erst einmal aus den Augen.

Gundren Rockseeker ließ sich noch stabilisieren und war entsprechend noch zu retten, und bald konnten wir uns daran machen, das Schloss auf der Suche nach weiteren Gegnern, Antworten auf offene Fragen und nicht zuletzt auch nach möglichen Schätzen zu durchstöbern.

Gnom-Schurkin und Halbling-Bardin entdeckten schließlich eine verschlossene Tür, aus der eine Art tierischen Wehklagens ertönte. Hier und da war das Geräusch von wütendem Grollen durchsetzt, doch aus unserer Sicht überwog das Wehklagen, das ein wenig nach einer Eule klang. Wir zählten bis Drei, dann öffnete die Schurkin die Tür und wie abgesprochen rannten wir fort, um uns lieber aus der Ferne anzusehen, wem oder was wir da die Tür geöffnet hatten.

Nicht schwer zu erraten für D&D-Fans: Wir hatten einem gefangen gehaltenen Eulenbär die Tür geöffnet. Er stürmte hinaus und dummerweise hinter uns her. Vermutlich wollte er tatsächlich nur aus der jetzigen Umgebung heraus, doch dummerweise wählte er dabei den gleichen Weg wie wir. Es dauerte nicht lange, bis er die Gnomin zu Boden gestreckt hatte. Der Druide versuchte das aufgebrachte Tier noch zu beruhigen, doch auch das schien erfolglos zu sein und wir waren den Hieben des Eulenbärs einigermaßen hilflos ausgeliefert.

Schließlich war es die Paladina, die den Eulenbären zu sich nach draußen lockte. Sie hatte sich dorthin verzogen, um Gundren in ihren Armen in Sicherheit zu bringen. Nun jedoch beeilte sie sich, den Zwerg schnell halbwegs vor den Augen des Eulenbäres zu verbergen und zu fliehen – doch der Eulenbär war schneller …

Später fand der Druide ihre Überreste und bestattete sie, indem er sie über einen hohen Ast hing. So sollten sich die Vögel an ihr laben können und zur Natur sollte zurückkehren, was der Natur entsprungen war. Den Zwerg hingegen brachte der Druide in den Raum, in dem zuvor der Eulenbär gefangen gewesen war, und auch alle anderen Mitglieder der Gruppe landeten schließlich dort, weitgehend schwer verwundet und/oder bewusstlos.

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Diese Session wartete für mich mit gleich drei Highlights abseits des Kampfes auf:

1. Wir konnten unseren Auftraggeber tatsächlich retten, nachdem wir ihn wiedergefunden hatten.

2. Die Paladina hatte die Wahl. Sie hätte sich auch einfach mit dem Auftraggeber weiter von der Gruppe entfernen können, um später nach unseren Überresten zu sehen. Hat sie aber nicht getan, sondern den Eulenbär weggelockt und sich tatsächlich heroisch geopfert. Die Bestattung scheint auf den ersten Blick etwas seltsam zu sein, doch sie ergab im Spiel tatsächlich Sinn. Hinzu kamen weitere schöne Momente. Beispielsweise änderte sich die Gravur in ihrem Schwert und trägt fortan ihren Namen, und auch ihr Wechsel in die „andere Welt“ hinüber war sehr schön beschrieben.

3. Der Eulenbär! Das war das erste Mal, dass ich einem Eulenbär im Pen&Paper sozusagen leibhaftig begegnet bin. Natürlich kenne ich sie vom Lesen her und auch die WoW-Adaption, aber im Tischrollenspiel war ich noch nie einem begegnet. Besonders toll daran war, dass es der Spielerin der Gnomin nicht anders ging, und somit nicht nur unsere Charaktere, sondern auch wir selbst in sozusagen echter Unschuld diese Tür öffneten. Ich fand die Szene wirklich schön, auch wenn sie in einem Desaster endete, und es tut mir deswegen auch nicht leid, dass wir ihn befreit haben. Klar wurde im Spiel auch, dass der Eulenbär in erster Linie fliehen wollte und einfach alles angriff, was ihm dabei im Weg stand. Wäre es uns gelungen, ihm aus dem Weg zu gehen und hätten nicht sozusagen denselben Weg wie er gewählt, wäre es womöglich gar nicht zum Kampf gegen ihn gekommen. Hat mir auch gut gefallen.