RSP-Karneval: Gesinnungen … und die WoD, Teil 2

Der erste Teil zu Gesinnungen bzw. Moral und Co. in Verbindung mit der World of Darkness befasste sich primär mit den verschiedenen Konzepten und damit assoziierten Mechaniken (Virtue/Vice, Mask/Dirge, Nature/Demeanor usw.). Der zweite Teil im Rahmen des Karnevals der Rollenspielblogs Februar 2016 befasst sich nun mit der Entwicklung des Konzepts der Menschlichkeit in den verschiedenen Editionen. Continue reading

RSP-Karneval: Gesinnungen … und die WoD, Teil 1

Mit den klassischen Gesinnungen wie von D&D vorgegeben konnte ich noch nie viel anfangen. Ich seh das so ein bisschen wie Gelbe Zeichen und vielleicht auch ein bisschen wie die Lücke zwischen den beiden Sätzen bei d6ideas (auch wenn der erste Satz irgendwie schief ist?). Überhaupt habe ich überlegt, wie viele und welche Spiele ich kenne beziehungsweise selbst bespiele, bei denen man etwas zu Gesinnungen schreiben kann. Denn das ist immerhin das Thema des Karnevals der Rollenspielblogs für den Februar 2016.

Die World of Darkness hat im Grunde zwei unterschiedliche Ansätze, an denen man so etwas wie Gesinnungen (also eine Richtschnur für Moral- und Wertvorstellungen) festmachen kann. Entsprechend wird es auch zwei Artikel dazu geben, denn ich glaube, ein Artikel pro Ansatz wird schon lang genug. Continue reading

#RPGaDay 2015 #27-31

Mein Blog war ja kurzzeitig nicht erreichbar, darum habe ich den RPGaDay noch nicht abschließen können. Hier also fix noch die restlichen Punkte:

 

27. Was ist deine bevorzugte Idee, um zwei Spiele zu einem zu kombinieren?

nWoD 1.0 mit X.

Durch diverse Bücher der nWoD 1.0 ist es wirklich hervorragend möglich, die Urban Fantasy-Grundlage (die auch schon eine hohe Bandbreite hat mit den einzelnen Subsettings) in andere Genres zu verlagern. Simpel ist da alles, was vorrangig die Zeit verändert, nicht unbedingt das Genre (wie z.B. Gaslicht) und/oder Ergänzungen von Sterblichen durch übernatürliche Elemente (wie z.B. im Buch „Second Sight“ beschrieben). Generell kann man mit Hilfe von „Mirrors“ im Prinzip wirklich alles umsetzen, was einem so vorschwebt.

Praktisch getestet und für gut befunden habe ich da schon ein Endzeitszenario und Science-Fiction. Scion wurde ebenfalls konvertiert, aber das ist ja nun nicht sonderlich weit weg von der WoD. 😉

Online haben wir mal mit einer Runde „Jahr des Greifen“ mit der nWoD begonnen, wobei ich da die Art des Mixes nicht so gelungen finde. Denn zwar sind die DSA-Sachen (Liturgien etc.) mit der nWoD umgesetzt, die einzelnen Aspekte der nWoD selbst sind aber im Spiel geblieben. Das heißt, dass meine Tsa-Geweihte (systemtechnisch sockelt die einfach auf einem Changeling (Flowering) auf) zwar die typischen Liturgien beherrscht, aber ebenso Contracts der Changelings – und letzteres passt da einfach nicht so wirklich ins Spiel. Ähnlich nehme ich es auch beim Magier der Gruppe (der auf Mage aufsockelt) wahr. Lediglich die mundanen Charaktere, die als Dark Heroes (aus „Mirrors„) und mit Skill Tricks erschaffen wurden, erhalten oder ermöglichen ein DSA-Spielgefühl.

28. Welches ist dein bevorzugtes Spiel, welches Du mittlerweile nicht mehr spielst?

Chroniken der Engel. Hab ich lang und gern, um nicht zu sagen exzessiv, gespielt, aber ein weiterer Versuch nach x Jahren Abstinenz hat mich davon schnell wieder Abstand nehmen lassen. Liegt nur teils am System (übrigens von mir grundsätzlich nur mit Arkana-Karten bespielt), liegt an zig Kleinigkeiten, die zu einem großes „Och, lass mal“ werden.

29. Was ist deine bevorzugte Rollenspiel-Webseite, bzw. -Blog?

Ich mag vor allem die G+-Community und RSP-Blogs (und entsprechend bin ich ja bei vielen Blogs im Bilde), manchmal auch das Nerdpolforum (je nachdem, was und wie es da gerade so läuft).

30. Welches ist deine bevorzugte berühmte Persönlichkeit, die Rollenspiele spielt?

Hm – eigentlich ist mir das ziemlich egal, aber nach langem Überlegen benenne ich mal Jason Statham und Fairuza Balk.

31. Favourite non-RPG thing to come out of RPGing? 

Das lasse ich mal bewusst unübersetzt. Meine Beziehung mit allem drum und dran ist mit Sicherheit „das beste Ding“, das daraus entstanden ist. 🙂

 

#RPGaDay 2015: Das perfekte Spiel für dich?

Eigentlich hab ich es noch immer nicht, aber die nWoD 1.0 ist verdammt nah dran.

Das einzige, was dieses System – und diese Edition – davon abhält, absolut unangefochten zu sein, ist eigentlich Kram aus Folgebüchern.

Einmal bin ich immer noch ein bisschen unversöhnt mit diesen 2.0-Änderungen, die irgendwann kamen, dann haben die einzelnen Subsysteme/-settings der nWoD 1.0 einfach ziemliche Macken. Die meisten bieten dennoch meiner Meinung nach echt geile Spiele, aber sie funktionieren eben nicht unbedingt (gut) by the book, und sowas muss ein perfektes Spiel schon leisten.

Davon abgesehen lässt sich alles erdenkliche damit umsetzen, auch andere Genres als die gezielt durch das Spiel angesprochenen. Das ist schon ziemlich universell einsetzbar. Auf der einen Seite ist es mir aber nicht frei genug, auf der anderen Seite sind mir bisher andere „echte“ Universalsysteme in mancher Hinsicht zu beliebig.

Was allerdings auch ziemlich nah dran ist, das ist für mich Iron Kingdoms. Setting und System sind hierbei eng verschmolzen, aber mich begeistert vor allem, dass es ein crunchiges System ist, das dennoch eingängig ist, selbst für jemanden wie mich, die sich Regeln tendenziell schlecht merken kann. Um die nWoD 1.0 wegzuschubsen, ist es allerdings auch wieder zu crunchy.

Ergo: Ich suche noch. 🙂

#RPGaDay 2015 #17-#20 (Lieblingssysteme nach Genres)

Die nächsten Fragen beantworte ich auch wieder gemeinsam. Einmal, weil ich gerade ohnehin schon wieder nachhinke, dann aber auch, weil es allesamt Fragen nach Lieblingssystemen für bestimmte Genres sind, passt also gut zusammen.

#17 Favourite Fantasy RPG? – Bevorzugtes Fantasy-Rollenspiel?

Ist vor allem momentan für mich schwieriger zu beantworten, als man meinen könnte. Grundsätzlich antworte ich an dieser Stelle wie einige andere: D&D 5. Es ist eingängig, schnell, ich mag die Vor-/Nachteilssache, es ist leicht, Mitspieler zu finden, baut auf jeeeeder Menge Material (aus früheren Editionen) auf und hat wirklich, wirklich schicke Bücher.

ABER: Im Moment bin ich ziemlich auf dem DSA-Trip. Das ist ja nun nicht mein erster Versuch, mal wieder nach Aventurien zu finden, aber es ist der bislang vielversprechendste nach dem Erscheinen des DSA 5-Grundregelwerks. Es wird sicherlich noch bis zum Jahresende dauern, bis ich genau(er) weiß, ob sich meine Suche da gelohnt hat oder nicht, aber wenn, dann hat DSA einen riesigen Vorteil gegenüber D&D 5 momentan, eigentlich sogar zwei: 1. Es ist das schönste Grundregelwerk, das ich seit langem in der Hand gehalten habe (wenn nicht sogar das schönste überhaupt), 2. Nostalgie

Nostalgie kann dafür sorgen, dass D&D 5 den Rückzug antreten muss gegen 3W20. Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass das der Fall sein wird, aber ich hoffe quasi noch. 😉

#18 Favourite SF RPG? – Bevorzugtes SF-Rollenspiel?

Hm, naja, so wirklich viel SciFi spiele ich nicht und hab ich auch bisher nicht gespielt. Erschwerend kommt hinzu, dass ich weder Warhammer mag noch Star Wars (ja … ist halt so). Star Trek interessiert mich nicht als Rollenspiel, Firefly hab ich nie gespielt, Starslayers ist bislang an mir vorbei gegangen … beste Voraussetzungen also für diese Frage. 😀

Simplerweise könnte ich jetzt Shadowrun benennen, aber das mag mir nicht ganz zum Genre passen. nWoD-Homebrew passt genauso wenig.

Die schönsten Erinnerungen habe ich an Traveller. Genau genommen an GURPS Traveller. Hier spielt sicherlich wieder ganz erheblich der Nostalgiefaktor eine Rolle, aber wie stark der sein kann, sehe ich gerade ja an DSA 5. Tatsächlich will ich mich mal hinsetzen und meine ganzen GURPS-Traveller-Sachen mal durchlesen und -arbeiten und überlege, da mal eine Kampagne zu starten. Leider hab ich 2015 wohl nicht mal die Zeit, auch nur damit anzufangen. Vielleicht kommt die Frage ja nächstes Jahr noch mal wieder?

#19 Favourite Supers RPG? – Bevorzugtes Superhelden-Rollenspiel?

Hab ich nicht, hab ich auch nie gespielt. Das einzige, das in die Richtung geht und von mir gespielt und geleitet wurde, ist Scion. Und das ist für mich der größte Mist, der mir systemtechnisch je untergekommen ist.

Ich hab schon viel Gutes von Marvel Heroic und Worlds in Peril gehört. Mal sehen, ob ich die irgendwann auch mal spielen kann.

#20 Favourite Horror RPG? – Bevorzugtes Horror-Rollenspiel?

Natürlich nWoD. Kein bestimmtes Subsetting/-system, sondern generell. Ich mag die Regeln und sie bieten für mich alles mögliche, um das Genre an sich damit abzubilden.

Das krasseste Rollenspielerlebnis hatte ich übrigens mal mit KULT und erst seit jüngerem interessiere ich mich plötzlich ein bisschen für Cthulhu, aber das nur der Vollständigkeit halber.

Ausblick & Vorsätze für 2015

Eigentlich wollte ich ja beides – also Rückblick und Vorsätze – in einen Beitrag packen, aber dann war doch irgendwie mehr zu 2014 zu schreiben als zunächst gedacht, sodass ich den Vorsätzen einen separaten Eintrag widme.

Zunächst mal möchte ich diesmal sowohl hinsichtlich des Bloggens als auch hinsichtlich der Youtube-Videos mal wieder mehr Regelmäßigkeit reinbringen. Irgendwie habe ich so eine gewisse Tendenz zu Vollcrashs, also wenn es irgendwo im Leben hakt, dann hakt es gleich noch woanders. So wie einem nach der Spülmaschine immer auch kurz danach Waschmaschine und Kühlschrank kaputt gehen oder so.

Youtube:

Mittlerweile gibt es eine sooooo lange Liste an Themen für vor allem Videos, dass ich die wirklich auch gerne mal kontinuierlich drehen möchte …

Hinzu kommt, dass ich ja nicht nur einen Rollenspiel-Kanal habe, sondern noch einen zum Thema Bücher sowie einen zum Thema Kochen. Und bis vor zwei Wochen oder so gab es noch einen weiteren dümpelnden Kanal, zudem gibt es noch die Mitpflege des Vlogtaculum-Kanals. Öhm …

Für 2015 habe ich mir also Regelmäßigkeit auf wortwörtlich allen Kanälen vorgenommen, sprich: Buchkanal, Rollenspielkanal, monatliche Beteiligung am Vlogtaculum. Den (Nerd)-Kochkanal werde ich noch einstampfen, allerdings auch einen neuen Kanal (Gemeinschaftsprojekt) starten. Und wenn ich DANN noch Kapazitäten frei haben sollte, will ich ab Mitte 2015 auch den just gelöschten Kanal noch mal starten. Aber der hat eh nix mit Rollenspielen zu tun, ist also recht egal.

Ich möchte zumindest gern 1x/Monat einen Oneshot onair anbieten.

Ich möchte die noch laufenden/offenen Runden onair noch umsetzen/beenden (DSA – Namenlose Nächte, CtL – Dreamcatcher, SR – Girls on the Run, SR – Licht aus der Asche (bei Zwergpaladin88)).

Ab dem 2. Quartal (also irgendwann April – Juni) möchte ich ein paar Oneshots und/oder eine Kurzkampagne Iron Kingdoms onair anbieten. Bei Interesse kann man da noch so halbwegs mitmischen übrigens. Halbwegs, weil ich aktuell schon 5 Interessensbekundungen habe und die Runde damit prinzipiell voll ist. Die Frage ist bei zumindest zweien nur, ob das zeitlich auch so passen wird.

Und ab dem 3. Quartal (eher so ab September) würde ich gerne eine Kampagne Pathfinder und/oder Wraith, the Oblivion anbieten. Das habe ich im Video ja auch mehr oder minder spontan so verkündet, hadere allerdings da noch ein bisschen. Einen kompletten Abenteuerpfad (was ich eigentlich nämlich gerne würde) durchzuspielen halte ich via Youtube für quasi unmöglich (trotz des bisherigen Verlaufs von Umbreons Runelords-Runde) und schon am Tisch für relativ schwierig. Ansonsten bin ich da noch sehr unentschlossen, ob ich eher was Vorgefertigtes nehmen oder mir lieber was eigenes ausdenken möchte. Ab September 2015 mit WtO anzufangen ist hingegen relativ doof, weil Wraith20, also wohl stark überarbeitet,  ja im November 2015 ausgeliefert werden soll. Daraus dürfte dann wohl eher Mitte 2016 werden oder so, aber dennoch bin ich mir unsicher, wie sinnvoll das so wäre. Mögliche weitere Alternativen wären Promethean, the Created oder Orpheus (was wiederum in Wraith20 gestopft wird als Stretchgoal). Hach, da bin ich noch unsicher und werde wohl abwarten, wie es Mitte 2015 so aussieht mit meinen Tendenzen. Fest steht jedenfalls, dass ich da irgendwas starten will. 😉

Als Spielerin dabei bin ich bei zwei Runden von Mandavar 2015, nämlich einmal VtM mit VtR 2.0, und einmal DSA „Jahr des Greifen“ mit dem Storytelling-System (also auch nWoD).

Pen & Paper allgemein:

2015 möchte ich mehr SavageWorlds spielen. Einmal ist da auch schon eine 1:1-Runde mit „Wonderland no more“ geplant, ich denke aber auch darüber nach, eine SciFi-Runde damit umzusetzen. Die wäre dann allerdings eher fluffig-pulpig zu sehen.

Ich hoffe, dass meine aktuelle Scion-Tischrunde den Switch zu einer Onlinerunde schaffen will und schaffen wird, da sie sonst für mich wegen Umzugs leider wegbrechen wird, was ich echt schade fänd.

Neu starten ab Februar soll eine Werewolf, the Forsaken-Runde, bei der ich als Spielerin dabei sein werde.

Der GRT 2015 fällt terminlich leider ziemlich genau in meine geplante Umzugszeit, sodass ich echt nicht weiß, ob ich da was auf die Beine stellen kann, aber beim „Wünsch dir was, Blogger!“ und beim OPC 2015 wäre ich schon gern wieder dabei.

Blog:

Ich wiederhole meinen Vorsatz für 2014 (den ich nicht eingehalten hatte), mindestens einmal pro Woche zu bloggen, ohne dabei sowas wie Charaktertagebücher einzubeziehen.

Insgesamt möchte ich 2015 wohl öfter mal was zu „Youtube-RPG“ bloggen, weil ich das ohnehin mal überlegt hatte und sich das durch die Kommentare zu meinem Youtube-Artikel nochmals verstärkt hat.

Außerdem will ich wirklich mal wieder jeden Monat etwas zum Karneval der Rollenspielblogs beitragen.

Und quasi in Kombination mit der ganzen Youtube-Geschichte werde ich wohl 2015 damit beginnen, Recaps von Sessions bzw. v.a. Oneshots zu bloggen. In ganz kleinem Rahmen habe ich das bei einigen Videos ja schon gemacht, aber da geht noch was.

Was ich auch schon oft überlegt, aber noch nie in die Tat umgesetzt habe, das ist die Teilnahme am Media Monday. Vielleicht wird das ja 2015 was.

Und dann ist da noch die immer noch nicht weiter fortgesetzte Retro-Reihe *hust* …

Tabletop:

Aus gleich mehreren Gründen werde ich meinen Kram zu Firestorm Armada wohl kippen, in erster Linie zu Gunsten von Malifaux.

Geplant ist, im Verlauf 2015 spielfähiges Zeug zu Malifaux, Wolsung und Warmachine/Hordes zu kaufen und zumindest halbwegs zu bemalen.

Schauen wir mal …

Rückblick 2014

Nachdem ich die letzten 190 Spam-Kommentare gelöscht und sowohl hier als auch hier (nur die ersten 7min.) ein Video zum Thema Rück-/Ausblick 2014/2015 gemacht habe, wird es Mitte Dezember nun langsam Zeit für die Blogversion des Ganzen.

Ich fange mal mit dem Rückblick 2014 an:

Das Jahr lief für mich insgesamt deutlich besser als 2013 (was auch nicht sonderlich schwierig war, offen gesagt).

Rollenspielerisch ist die Vampire-Runde ausgelaufen 2014. Wir haben die Runde nach deutlich über 3 Jahren unterbrochen, aber das Ende war halbwegs rund, wie ich fand, zumindest ist nichts dramatisch offen geblieben. Begonnen hatten wir ursprünglich irgendwann ja mal mit den „Transsylvanischen Chroniken“ in und mit der oWoD, sind dann relativ fix zur nWoD gewechselt und haben massenhaft eigene Inhalte, SL- sowie spielerseitig, eingebracht. So führte unser Weg uns beispielsweise auch tief nach Asien, wo wir Indien recht intensiv bereisten, uns in China mit Kuei-Jin auseinandersetzten und in Japan mit irgendwelchen shintoistischen Geistern. Wir haben viel politischen Kram gespielt, den Glauben an Lilith (Bahari/Crúac) in Transsylvanien zu verbreiten versucht, Blutwein entwickelt und exportiert … achso, und wir haben auch die Transsylvanischen Chroniken gespielt. 😉

Insgesamt bin ich ziemlich stolz auf diese Runde, auf das konstante Spielen alle 14 Tage, die Inhalte, das Charakterspiel und die Charakterentwicklung und so weiter. Ich glaube, das war schon so das beste (für mich), was sich aus dem Spiel so rausholen lässt. Und es hat mir die letztendliche Gewissheit verschafft: Ich mag Vampire nicht. An und für sich nicht. Nee.

Ersetzt wurde der Vampire-Slot spielerisch mit einer Scion-Runde; die Spielerzusammensetzung ist hier allerdings ein kleines bisschen anders. Begonnen haben wir mit ein paar Präludien-Sessions, an die sich dann ein Spiel nach dem Hero-Buch anschloss. Zwischenzeitlich haben wir kürzlich den Halbgott-/Demigod-Status erreicht und spielen dort weiter. Damit einher ging ein kurzzeitiger SL-Wechsel. Statt des (über mind. 80% der Zeit) leitenden Vampire-SL leite ich die Runde momentan, aber das ist auch nur für einige Sessions so gedacht, bis wir wieder wechseln. Meine Plotidee hat sich da ein bisschen verselbstständigt, sodass „einige Sessions“ wohl schon so 6-8 werden, aber egal.

Das Setting von Scion mag ich sehr gern, das System ist so ziemlich das bananigste, unspannendste und sinnloseste, das mir je untergekommen ist. Dazu lasse ich mich ja vielleicht in Zukunft noch mehr aus, keine Ahnung, auf jeden Fall habe ich hier schon mal ein bisschen was dazu geschrieben. Im Zusammenhang mit dem eben verlinkten Text wird auch klar, dass das auch wieder eine Runde ist, an der mein Herz hängt. Nicht zuletzt wegen des enthaltenen Romantikdramas darin, aber pssssst. 😉

Ansonsten war ich 2014 einfach mehr bei Youtube aktiv als im Bereich des Bloggens, was ich ja neuerlich auch irgendwann mal bedauerte (aber zu Vorsätzen komme ich ja erst später). Daran habe ich immer noch ziemlich viel Spaß, auch wenn mich der „Alltag“ und Katastrophen darüber hinaus immer mal wieder aus den regulären Planungsschuhen hauen, aber irgendwas ist ja immer.

Auf meinem Kanal ist auch so einiges Rollenspielerische aus 2014 gut nachvollziehbar:

Der Gratisrollenspieltag hier in der Stadt, den Mandavar und ich zusammen veranstaltet haben, war ein ziemlicher Erfolg, was eine feine Sache war (und ist).

Ich hab mich wieder mal ein bisschen mehr in Richtung Shadowrun bewegt und mich in dem Zusammenhang dann doch mal ein bisschen für die 5. Edition geöffnet. Ein sinnvolles Statement zu der habe ich allerdings bislang noch nicht gefunden.

Außerdem habe ich ein bisschen darauf zu achten versucht, ein bisschen mehr nWoD und vor allem nWoD-Livestreams zu machen. Das fing an mit einer völlig freien Ultraspontanrunde Mortals mit Zombies auf Basis der Newsflesh-Trilogie von Mira Grant und einem Hunter-Oneshot in zwei Sessions nach einem SAS. Im Verlauf und bis zum Jahresende ging das Ganze dann immer mehr in Richtung Changeling, the Lost im Rahmen diverser Kennenlern-Oneshots und dem Beginn einer kurzen Kampagne, zu der ich ja auch schon was gebloggt habe.

Mit DSA habe ich es 2014 auch mal wieder versucht, ganz grob nach der ersten Fassung des Betaregelwerks zu DSA 5. Mit DSA durch bin ich immer noch nicht, muss aber gestehen, dass ich von den ganzen Nach-Betaregelwerksänderungen und ergänzungen wenig begeistert war und bin, sodass ich eher nicht davon ausgehe, dass ich beim letztlichen Start von DSA 5 dabei sein werde in irgendeiner Form.

Dafür interessieren mich andere Fantasy-Sachen viel zu sehr, allen voran Pathfinder, das vom Grundsatz her für mich ja eigentlich zu crunchig ist, aber ich LIEBE den Umfang der (deutschsprachigen) Veröffentlichungen, diese ganzen Pawn-Boxen, das Bunte, den Fluff und all das – also komme ich einfach nicht dran vorbei. Und ich hoffe ja immer noch darauf, dass ich eine Gruppe finde, die Bock hat, mit mir einen bestimmten kompletten Abenteuerpfad durchzuziehen …

Und an D&D 5 bin ich natürlich 2014 auch nicht vorbei gekommen. Ich hab nun so einige Sessions damit gespielt und mag das Tempo des Ganzen, die Charakterzusammensetzung und diese Inspirations-, Advantage-/Disadvantage-Sache ganz gern. Insgesamt habe ich zu wenig D&D in meiner Biografie (vgl. diesen Retro-Artikel), als dass mir bei D&D 5 so das Herz aufgehen würde wie vielen anderen, aber ich mag es und spiele es gerne.

Oh, und SavageWorlds habe ich 2014 auch erstmals gespielt. So ganz erstmals ja dann wohl doch nicht, weil ich irgendwann mal eine Session Deadlands gespielt habe, bei der der SL irgendwelche Deadlands-Versionen wild gemixt hatte, darunter eben auch SaWo-Anteile, wie ich mittlerweile weiß, aber so richtig zählt das ja auch nicht. Gespielt habe ich im Hangout eine Session Necropolis 2350. War ganz cool, um mal einen Einblick zu kriegen. Das Regelwerk liegt ja schon länger bei mir rum, geblättert habe ich darin auch schon öfter, aber … ohne konkrete Absicht/Runde hab ich einfach keinen Bock, mich damit näher auseinander zu setzen, auch wenn ich die eine Session wirklich interessant fand.

Und damit mal zum Rückblick auf meine eigentlichen Vorsätze für 2014:

Zwei Runden regulär abzuschließen hat nicht so ganz geklappt. Hintergrund des Ganzen war aber vor allem, mehr zu spielen als absagen zu müssen und Rollenspiel wieder mehr als Konstante zu haben. Und das hat durchaus geklappt.

Dann wollte ich mindestens 25 Regelwerke/Quellenbücher sowie mindestens 25 Romane lesen. Letzteres habe ich um das Doppelte überboten, ersteres nicht so ganz erreicht. Zwar habe ich „gemogelt“, weil ich mich recht viel durch diese 36- bzw. 64-seitige Pathfinder-Hefte gewuselt habe, trotzdem habe ich die genannte Zahl nicht erreicht, aber ich habe in deutlich mehr Büchern kapitelweise gelesen, und das zählt ja irgendwie auch. 😉

Das mit dem Bloggen hat 2014 nicht so wirklich funktioniert, aber immerhin habe ich immer wieder maaaal was geschrieben und zudem bin ich mit dem Blog umgezogen und hab ihn umgestylt, was schon zeigt, dass ich da immer noch Ambitionen habe. Aber da geht echt deutlich mehr …

Ein weiteres größeres Thema für mich war Tabletop. Ich wollte mindestens ein Dutzend Minis anmalen und auch damit spielen. Das Anmalen ist mir zahlenmäßig gelungen, wenn man meine Fregatten der Ba’Kash von Firestorm Armada mitzählt. So viel gespielt, wie ich eigentlich vorgehabt hätte, habe ich nicht – weder Firestorm Armada noch Malifaux -, aber ich bin halbwegs zufrieden, auch wenn ich mit dem Malen gern weiter voran gekommen wäre.

Und dann noch die Credits …

In den letzten Jahren habe ich immer auch ein paar Leute erwähnt, die mir (rollenspielerisch und (teils) auch sonst) besonders wichtig waren im jeweiligen Jahr. Das möchte ich gerne beibehalten. Für 2014 darum also ein paar persönliche Worte an

Mandavar, der trotz aller – rollenspielerischer und nicht rollenspielerischer – Dispute 2014 nach wie vor mein bester und engster Freund ist. Danke für deine Kreativität, die durchaus ansteckend sein kann, für deine Tabletop-Leidenschaft, die ebenfalls ansteckend sein kann und danke auch für deinen Raumschiff-Fimmel, der mir total auf den Sender geht, aber dennoch seine Wirkung in die eine oder andere Richtung auf mich nicht verfehlt. Und danke für wirklich liebevoll ausgestaltete Rollenspielsessions, für hitzige Filmdiskussionen und für „Lost Girl“ sowie „Supernatural„.

Nepenthes, für wunderbares Charakterspiel, noch viel wundervollere Charaktertagebücher, deine stets neutrale Art und Kleinigkeiten wie Globen an Ketten.

PurpleTentacle oder purpltntcl für (leider echt viel zu wenige) „Durchgeblättert“-Videos, deine stets entspannte, konstruktive und faire Art, für cooles Zwergenbardenspiel und für das Vlogtaculum.

Horagg für die Lust am Spielen und Plaudern, starke Begeisterungsfähigkeit und die generelle Leidenschaft für Zombies sowie CtL.

ChosenPariah, trotz vorübergehender „Rente“, weil du so viele Systeme und Rollenspielbücher völlig frei von der Leber weg irgendwie vorgestellt hast und dich dabei einen feuchten Kehricht darum gekümmert hat, wie sowas „zu sein hat“, sondern sie einfach so gemacht hast, wie du dich damit wohlfühlst. Und danke für deine Freude an den Iron Kingdoms, die dabei auch einen Platz gefunden haben. Ich hoffe trotz deines Ankündigungsvideos für 2015, dass da auch im nächsten Jahr zumindest hin und wieder was zu sehen sein wird.

Tsu, einfach für alles. Für deine Begeisterungsfähigkeit, deine Ruhe und Ausgeglichenheit, deine Kreativität, für einfach tolle Rollenspielsessions und -ideen, für das Vlogtaculum, für gefühlt unzählige Overlays und Thumbnails, für durchgequatschte Stunden, Tage und Nächte, für deine unfassbare Empathie und dein Verständnis, für das Selbstbewusstsein, das du mir gibst, für jede Minute mit dir und noch so vieles mehr. <3

CtL-Sandbox: Was die Charaktere wissen & kennen

Im Hintergrund habe ich schon so einiges weitere auf Zetteln notiert, aber weil ich das Ganze spoilerfrei halten will, geht es jetzt erst mal nur um die Changelings, die auch die Charaktere kennen und um das Wissen, das sie haben. Bei den Beschreibungen verzichte ich übrigens sowohl hier als auch den Charakteren gegenüber bewusst auf eine Benennung von Kith und Seeming. Nach Ablauf der Runde kann ich das gerne mal genauer und auch mit Werten aufdröseln, aber jetzt soll sich erst mal jeder selbst seinen Teil denken (wenn er mag).

kiel_banner

Anselms Kontakte:

Am wenigsten Kontakt zu Changelings hatte bislang Anselm. Er verlebte Jahre lang zurückgezogen, davon die meiste Zeit in Schreventeich. Dort traf er relativ bald auf Heiko Wellpott – oder umgekehrt -, und nach einer ziemlich langen Anlaufzeit entwickelten sich erste Gespräche, die sich im Verlauf der Jahre zu langen Unterhaltungen ausweiteten. Heiko kann stundenlang mit wachsender Begeisterung debattieren, kann allerdings genauso mitten im Gespräch einfach aufstehen und gehen, wenn es ihn langweilt. Er sieht aus wie Anfang 20 und hat schulterlange mittelbraune Haare. Das auffälligste an ihm sind seine strahlend grünblauen Augen, die je nach Stimmung mal mehr zur einen, mal zur anderen Farbe wechseln. Das täuscht dann auch leicht darüber hinweg, dass seine Haare wie splissig aussehen. Im Mien zeigt sich allerdings, dass es sich dabei eher um eine Art Wasserpest handelt. Über Höfe und derlei sprachen die beiden erst nach Jahren, wo sich dann herausstellte, dass Heiko zum Herbsthof gehört.

Hintergrund dieser Offenbarung war, dass Anselm bei einem Spaziergang in alten botanischen Garten Gerlinde Görlich kennen lernte. Die Regentin des Frühlingshofs trat einfach auf Anselm zu, als er dort war, und verwickelte ihn in ein Gespräch. Gerlinde ist eine ausgesprochen hübsche Frau, die vom Alter her schwer einzuschätzen ist. Vielleicht ist sie Ende 20, vielleicht aber auch schon Ende 30. Ihr Aussehen und ihr Auftreten ist jedenfalls sehr frisch und optimistisch, sie trägt eigentlich immer Kleidung im Vintage-Look der etwa 30er Jahre sowie einen Glockenhut, der das meiste ihrer mittellangen dunklen Haare verbirgt. Am auffallendsten ist ansonsten wohl, dass sie im Frühjahr stets Ginsterstängel an ihrer Kleidung oder am Hut trägt. Der jasminartige Duft ist geradezu betörend, umgibt Gerlinde allerdings auch in den Herbst- und Wintermonaten.

—–

Dáithís Kontakte:

Dáithí kennt vor allem Scarlet Sperling, die er auch als erste kennen lernte, weil sie ihn schon bei seinen letzten Schritten aus der Hecke begleitete. Dáithí hat entsprechend eine besondere Verbindung zu der jungen Frau, die in ihrer Maske als erstaunlich fröhliches Gothic-Girl erscheint, was ihn letztlich nicht nur zum Frühlingshof brachte, sondern ihn auch dazu motivierte, selbst irgendwann einer der Schwarzdrosselbischöfe zu sein, zu denen auch Scarlet gehört. Vom Hof kennt Dáithí natürlich ebenfalls Gerlinde Görlich (Beschreibung siehe oben) sowie Hannah Käsehage. Hannah ist eine ausgesprochen höfliche Person, die man jedoch leicht übersieht, weil sie ziemlich klein und unscheinbar aussieht und sich zudem ziemlich leise bewegt. Die wie Mitte 40 aussehende Hannah fällt noch am ehesten dadurch auf, dass sie stets dunkelblaue Kleidung und dazu passend (oder auch mal unpassend) weißen Kragen in irgendeiner Form trägt. Er hat allerdings auch flüchtig die Bekanntschaft von Mario Marcello gemacht, einem kleinen italienischen Metzger in Ravensberg. Eigentlich scheint Mario recht jung zu sein, wirkt wie etwa Ende 20, fällt aber durch sein Äußeres unangenehm auf. Er ist knapp 1,60m groß, hat einen ziemlichen Schmierbauch und einen Stiernacken, und seine Haut glänzt immer rot und ölig wie die eines Schweins am Spieß.
Zu guter letzt ist Dáithí  in Gaarden schon öfter ein schattenhafter Changeling aufgefallen, über den er aber noch nicht mehr weiß, sondern ihn nur öfter nachts beobachten konnte.

—–

Riekes Kontakte:

Rieke hat nach ihrer Ankunft in Kiel zuerst Hannah Käsehage kennen gelernt, die sie kurzerhand heimlich im Seemannsheim in Holtenau untergebracht und ihr bei den ersten Schritten geholfen hat (Beschreibung siehe bei Dáithí). Rieke kennt Hannah allerdings dadurch ein kleines bisschen besser und hat nicht nur festgestellt, dass sie ein durchweg höfliches Wesen hat, sondern auch von Herzen gut und vor allem hilfsbereit ist, wenn auch eher schüchtern und still. Hannah war es auch, die Rieke schließlich zu Gerline Görlich brachte. Und wie der „Zufall“ es so will, war da auch gerade Erich Ahaus vor Ort. Rieke hat damals mitbekommen, dass es im alten botanischen Garten Probleme mit einigen Gehölzen gab und Erich, selbst ein Mitglied des Herbsthofes, verhandelte mit Gerlinde gerade das weitere Vorgehen vor Ort, da es sich um die Regentenzeit des Frühlings handelte (während der das recht heiß begehrte Düsternbrook und vor allem besagter Garten dem Frühlingshof allein als „Sitz“ gilt, soviel bekam Rieke damals schon mit). Da sich Gerlinde und Erich rasch einig wurden und Rieke ihrerseits ein Weilchen des Kennenlernens bei Gerlinde und im Garten verbrachte, entstand so auch eine lose Bekanntschaft zwischen Rieke und Erich. Erich selbst sieht aus wie mindestens 70, hat so faltige und trockene Haut, dass man sie schon als gefurcht bezeichnen kann, läuft etwas gebückt, langsam und auch sein langer weißer Bart und das schüttere weiße Haar verstärken den Eindruck, hier einen wirklich alten Changeling vor sich zu haben. Er ist nicht sehr kontaktfreudig, einer Unterhaltung jedoch auch nicht abgeneigt und relativ neugierig. Da Erich selbst in Schilksee lebt, wo ihn Rieke einmal wegen irgendwas besuchte, bekam sie dort die Gelegenheit, eine Changeling kennen zu lernen, die man sonst nur sehr selten zu Gesicht bekommt: Pauline Miroir. Die äußerst scheue Frau war nur bereit, sich mit Rieke überhaupt auseinander zu setzen, nachdem sie erfahren hatte, dass Rieke eine potenzielle Anwärterin für den Frühlingshof ist, zu dem auch Pauline gehört. Vom Alter her kann man sie unmöglich schätzen, denn sie besteht aus Glas, genauer gesagt aus einer Vielzahl von kleinen Spiegelmosaiken. Teils sind diese farbig, was ihr stark reflektierende große Augen und rote Lippen verleiht. Sie wirkt tot und lebendig, abstoßend und wunderschön zugleich. Ihre Maske zeigt ein puppenhaftes Aussehen mit übergroßen Augen, durchscheinender Haut und nur wenige Millimeter lange schwarze Haare. Auch da ist sie vom Alter her schwer zu schätzen, liegt am ehesten irgendwo in den Zwanzigern. Hat man erst einmal Kontakt zu ihr geknüpft, entpuppt sich Pauline als durchaus gesprächig und aufgeschlossen, zeigt sich meist gut gelaunt. Doch stets schwingt bei ihr eine stark depressive Note durch, die sie zu verschleiern versucht, jedoch auch ungeübteren Beobachtern rasch auffällt.

—–

Anzahl und Aufteilung der Changelings in Kiel:

Zuerst stellt sich bei solchen Dingen – mir zumindest – immer die Frage nach der übernatürlichen Bevölkerung. Während sich im Verlauf der Jahre für die einzelnen oWoD-Settings diverse Zahlen ergeben haben, ist das bei der nWoD weitgehend nicht der Fall. Zu “Changeling, the Lost” ist mir da jedenfalls nichts bekannt.

Also orientiere ich mich einfach mal an “Changeling, the Dreaming”, was das betrifft. Da kam iiiirgendwann mal jemand auf die Idee, die Anzahl der Kithain für Nordamerika auszurechnen, und so ergab sich letztlich eine Anzahl von 1:20.000. Das finde ich auch (oder sogar gerade) für “Changeling, the Lost” eine ganz gute Quote.

Was man natürlich machen kann: Man könnte das Ganze breiter anlegen, um die Höfe dort besser unterzubringen. Schleswig-Holstein hat etwa 2,8 Millionen Einwohner insgesamt. Bei der Quote käme man dabei auf 140 Changelings. Allerdings gibt es nur wenige größere Städte (neben Kiel Lübeck (210.000 EW), Flensburg (85.000 EW), Neumünster (80.000 EW) und Norderstedt (70.000)) mit über 50.000 Einwohnern, alles andere darunter sowie eine große Anzahl an Gemeinden mit unter 500 Einwohnern.

Wahrscheinlich konzentrieren sich die meisten dieser Changelings auf diese vier größten Städte mit zusammen 685.000 der 2,8 Millionen Einwohner. Sagen wir 40%. Dann bleiben 56 Changelings, die sich auf diese vier Städte verteilen, was dann eher einer Quote von 1:12.000 entspricht: Norderstedt mit 6 Changelings, Neumünster und Flensburg mit jeweils 7 Changelings, Lübeck mit 18 Changelings und schließlich Kiel mit 20 Changelings. Passt doch als Richtwert ganz gut. Natürlich variiert die Zahl aus verschiedenen Gründen.

Höfe:

Winter:

In Kiel sind alle vier Höfe aktiv, allerdings ist der Winter deutlich unterrepräsentiert. Zumindest sieht es so aus. Man weiß ja nie … Von einem Stadtteil ist tatsächlich klar, dass dieser in der Hand der Winterchangelings ist, wenn man so sagen kann, nämlich Hassee. Genaue Anlaufpunkte gibt es dort allerdings (natürlich) nicht. Kontakt stellt man am leichtesten her, wenn man den von ihnen im Oktober und Dezember veranstalteten Markt am Vinetaplatz in Gaarden besucht. Der Winterhof hält sich aus der Politik zumindest offensichtlich heraus.

Sommer:

Changelings des Sommerhofes findet man vor allem in Friedrichsort und in Gaarden. In den Kasematten von Friedrichsort sind immer welche zu finden, da sich dort ihre “Zentrale” befindet. Ansonsten kontrollieren die Sommerchangelings in erster Linie den Stadtteil Gaarden. Während der Kieler Woche organisieren sie stets die Olympiade der Changelings. Durch eine Vereinbarung mit dem Winterhof nutzen sie hierzu für den Zeitraum von einer Woche und einem Tag oft Teile von Hassee oder die gesamte Gegend nach Gütdünken. Ab da beginnt auch ihre Herrschaft über Kiel, also immer Ende Juni. Sie währt klassischerweise drei Monate, also bis Ende August, auch wenn es in der Vergangenheit immer wieder mal Auseinandersetzungen deswegen gab und es immer wieder mal Jahre gab, in denen sie 4-6 Monate lang den Hof hielten.

Herbst:

Schreventeich ist ganzjährig das „Gebiet“ des Herbsthofes. Darauf legt der Hof auch enormen Wert. Warum, weiß niemand so genau, auch wenn es zahlreiche Gerüchte diesbezüglich gibt. Ansonsten finden sich Changelings des Herbstes vor allem in Düsternbrook, wo stetige Auseinandersetzungen mit dem Frühlingshof bestehen.

In Düsternbrook sind sie vor allem mit dem Uniklinikum und den Museen verbunden. Viel Wert legen sie dort vor allem auf den alten botanischen Garten, den sie jeweils bis zur Machtübernahme des Sommerhofes intensiv nutzen. Dort befindet sich auch ein Trod, nämlich der Pavillon. Genau deshalb gibt es auch besagte Auseinandersetzungen mit dem Frühlingshof.

Frühling:

Der Frühlingshof ist vor allem in Holtenau, Düsternbrook (siehe oben) und Schilksee anzutreffen. Zahlenmäßig sind sie die stärkste Fraktion in Kiel, allerdings gibt es sehr unterschiedliche Persönlichkeiten unter ihnen, die trotz desselben Hofes nicht gerade immer miteinander auskommen. Wahrscheinlich erklärt sich auch dadurch vor allem, dass die Auseinandersetzungen rund um den Pavillon und die Vorherrschaft Kiels bislang noch nie größere Formen angenommen haben.