Rollenspiel-NaNoWriMo … und ihr so?

Am 1.11. startet traditionell der NaNoWriMo, der National Novel Writing Month. National ist der schon lang nicht mehr, sondern mittlerweile eine riesige Community mitsamt Forum, Motivationsmails, Treffen an allen Orten und so weiter.

Worum geht es?

Es geht darum, im November ein Buch zu schreiben. Nicht mehr, nicht weniger.

Die Theorie dahinter ist, dass Leute, die gern schreiben, meist am Anfang hängen bleiben. Sie schreiben also eine gewisse Menge und machen sich dann an das Korrekturlesen, bevor es weitergeht. Und korrigieren. Und ändern. Und streichen. Und korrigieren …

Um diesen Kreis zu unterbrechen, entstand der NaNoWriMo. 50.000 Worte in 30 Tagen, also 1667 Worte pro Tag sind zu stemmen. Da bleibt keine Zeit für große Überlegungen, für Korrekturen und derlei. Also gilt es, einfach runter zu schreiben. Und genau das soll auch so sein.

Der Entwurf, der dann letztlich dabei steht, ist dann optimalerweise so umfangreich, dass man sich in Folge mit dem sonstigen Korrekturvorgehen nicht mehr so im Weg steht.

Darum geht es.

Hype

Schon im Oktober ist immer zunehmend zu bemerken, dass die Leute sich im Forum austauschen, ihre Geschichte planen, ja, sogar ihre zu trinkenden Teesorten für den November planen. Es gibt jede Menge Motivationsthreads und beispielsweise auch einen Twitteraccount der deutschsprachigen Community, der vorab motiviert, den Leuten Fragen zu ihren Ideen stellt und derlei mehr.

Was mach ich da?

LogoIch hab in den letzten x Jahren schon einige Male an der Aktion teilgenommen. Beendet habe ich in diesem Zuge tatsächlich mal zwei „Romane“ bzw. eben den Entwurf dazu. Interessanterweise basierten beide auf Rollenspielwelten, nämlich einmal Wraith, the Oblivion und einmal Mummy, the Resurrection.

Geschrieben habe ich beide von vornherein einfach für mich, um zu schreiben bzw. den zweiten als Geburtstagsgeschenk für einen Freund. Dass da – selbst wenn es gut bei Dritten ankäme – keine Option zur Veröffentlichung besteht, war mir in diesen Fällen von vornherein klar.

Abseits dieser beiden Entwürfe bin ich leider immer recht schnell eingebrochen, was das tägliche Pensum betrifft.

Im letzten Jahr war ich eigentlich mal wieder sehr motiviert, da wirklich was zu Ende zu bringen. Auch das war ein angedachter Rollenspielroman. Leider fiel genau in den Zeitrahmen des NaNoWriMo dann eine neu angekündigte Publikation, die mich völlig demotiviert hat. Hab ich also auch wieder abgebrochen, diesmal immerhin erst nach knapp 70 Seiten.

Und 2018?

Ich hab lang überlegt, ob ich in diesem Jahr auch wieder teilnehmen will. Eigentlich schon, denn es ist eine liebgewordene Tradition für mich. Auf der anderen Seite habe ich aktuell weder Zeit noch Nerv, mich in ein weiteres Romanprojekt zu stürzen.

Letztlich hab ich mich dazu entschlossen, den Monat für mich ein bisschen umzuändern.

Schon so oft hab ich Stichworte von mir entdeckt zu Blogartikeln, die ich mal irgendwann schreiben will, zu Spielmaterial inklusive Abenteuern, die ich mal aufschreiben will. Und schon so oft hab ich mich darüber geärgert, wenn ich es mal wieder nicht hinbekommen habe, einen Beitrag für einen Rollenspielkarneval beizusteuern.

Also schnapp ich mir die Gelegenheit und werde versuchen, davon im November mal einiges umzusetzen. Das wird nicht unbedingt gleich gebloggt oder sieht sonstwie gleich Licht, sondern ich schreibe einfach Entwürfe, so wie man das beim NaNoWriMo eben macht. Und wahrscheinlich werden es auch gar nicht 50000 Worte am Ende.

Aber hey, auch alles darunter wäre auf jeden Fall ein Erfolg. 🙂

Also drückt mir die Daumen und vor allem: berichtet mir, wenn ihr teilnehmt, was ihr schreibt, wie es läuft!

Alle 7 Jahre?

Neulich unterhielt ich mich über den 7-Jahres-Mythos, demnach man sich alle 7 Jahre verändert. Wie bei so vielen Mythen steckt auch hier ein wahrer Kern drin, die konkrete Zahl und/oder ein Bezug auf eine vollständig neue Entwicklung ist aber natürlich Unsinn.

Trotzdem hat mich das auf die Idee gebracht, diesen Mythos mal in Bezug auf mein Rollenspieldasein zu betrachten.

0-7 Jahre: Kein Rollenspiel

Na sowas!? Wer hätte gedacht, dass ich in den ersten sieben Jahren meines Lebens noch keinerlei Berührungspunkte zum Hobby hatte? 😉

8-14 Jahre: Lektüre … solo

Tatsächlich hatte ich meine ersten Berührungspunkte mit Rollenspielen dann aber doch schon mit 7 Jahren durch ältere Nachbarskinder (hab ich hier in der Retro-Kategorie des Blogs schon mal erzählt). Zum Spielen kam ich hierbei in dieser Zeit nicht so wirklich. Zwar hatte ich immer wieder hartnäckig versucht, andere Kinder zum Spielen zu überreden, konnte aber nie mit dem Hobby begeistern zum damaligen Zeitpunkt. So blieb mir nur die Lektüre. Und Solo-Abenteuer. Ich hab übrigens bis vor einigen Jahren Einsamer Wolf und Co. nicht mal gekannt. Bei mir waren es immer die Solo-Abenteuer von DSA.

15-21 Jahre: Gruppen und ganze Welten!

Irgendwann fand sich über die Schule dann doch mal eine Gruppe, und in und mit dieser spielte ich dann auch recht exzessiv 1-2x/Woche. Da mir das nicht reichte, musste dann noch eine weitere Runde gebildet werden. Auch bei diesen Gruppen war es ausschließlich DSA, das wir spielten.

Durch einen offenen Spieltreff entdeckte ich später jedoch, dass es nicht nur überhaupt sehr viel mehr Rollenspiele als DSA gibt (siehe hier), sondern sogar ganze Läden mit Regalen voller Rollenspielen (siehe hier und hier). Whoa!

So lernte ich AD&D kennen und verliebte mich in Earthdawn (siehe hier).

22-28 Jahre: Generisch universell zu dark

Die nächste Phase meines Rollenspiellebens war zunächst vor allem geprägt von GURPS. Das war mein erstes Zusammentreffen mit einem Spiel, mit dem man buchstäblich alles machen konnte. Und genau dem widmeten wir uns ziemlich ausgiebig. Sowohl dem Spielen in verschiedenen Genres (vor allem Fantasy und SciFi/Traveller), aber auch dem Bau eigener Welten. Auch das waren also meine ersten Schritte hin dazu, abseits von Abenteuern eigene Dinge zu kreieren.

Mein Highlight aus dieser Zeit ist immer noch, dass ich meinen Vater in dieser Zeit fürs Rollenspielen begeistern konnte, wenn zu diesem Zeitpunkt auch eher kurzzeitig und auf Traveller beschränkt.

Aber schon damals war es so, dass ich nach gefühlt ewiger Zeit ausschließlich mit DSA nicht mehr an einem System kleben bleiben wollte. Irgendwann kam die Lust auf was Neues, und so ließ ich mir im Rollenspielladen einfach was empfehlen, da meine eigene Rollenspielblase noch mehr als überschaubar war. Und in Nullkommanix hatte ich dann plötzlich alles im Regal stehen, was von Vampire, the Masquerade zum damaligen Zeitpunkt erschienen war.

Ich war von Vampire sehr gehyped, habe alle Bücher dazu regelrecht verschlungen, habe mein eigenes Ruhrgebiet komplett mit Vampiren, Connections, NSC, wichtigen Orten etc. ausgestattet (da kommt man auch drauf, wenn man noch nie was von R-Maps, C-Maps und Co. gehört hat), eine wirklich riesige Runde geplant mit 12 Spielern, die sich durch ihre Aktionen und Präferenzen dann nach ein paar Sessions in 2-3 eigene Gruppen aufspalten sollten, zwischen denen es immer wieder mal Berührungspunkte geben sollte. Um es kurz zu machen: Das war einer der größten Flops, die ich je gespielt bzw. geleitet habe (ein bisschen mehr dazu gibt es hier). Aber ich habe sehr viel gelernt durch die Vorbereitung der Runde und letztlich auch durch den Flop an sich.

Letztlich hatte ich nach diesem Megaflop allerdings schon nicht mehr so wirklich Bock auf das Spiel. Da ich verdammt viel Geld ausgegeben hatte und auch nicht alles sofort verkaufen wollte, machte ich mich im Internet, das es endlich gab, auf die Suche nach Tipps und Inspiration. Mit dem Internet erweiterte sich meine Rollenspielwelt erneut. Und auch die World of Darkness wurde genau das: eine ganze Welt, viele verschiedene Übernatürliche, nicht nur Vampire. Es dauerte nicht lang festzustellen, dass mich Werewolf, Changeling und schließlich auch Wraith und Mummy allesamt viel mehr anzogen und interessierten als Vampire.

Und dann kamen die Chroniken der Engel. Wieder ein anderes Genre, andere Mechaniken, und auch eine neue Gruppe, die komplett aus Leuten entstand, die ich über die Rollenspielerdatenbank KOOP im Internet angeschrieben hatte. Und damit entstand dann auch mein erster Rollenspielblog damals.

29-36 Jahre: Chummer & Vampire

Streng genommen gehört der erste Schwerpunkt schon in den vorigen Abschnitt. Dort erwähnte Gruppe fing immer wieder damit an, Shadowrun spielen zu wollen, wogegen ich mich aber standhaft weigern konnte. Nachdem ich mich dann dazu durchringen konnte, mal einen SR-Roman zu lesen, war ich bereit, doch ein paar Sessions zu spielen. Und als die anderen dann wie üblich mal wieder wechseln wollten (wir spielten ein System alle 14 Tage fest und dazwischen an den 14 Tagen wechselnde Systeme), war ich lautstark dagegen und wollte zum Erstaunen aller unbedingt weiterspielen. Auch damit hab ich mich durchgesetzt *g*.

Damit trat erstmals ein regellastiges System in mein Leben. DSA zähle ich da nicht, denn damit bin ich von Stunde 0 an mitgewachsen. Und ich hab mir an den Regeln von Shadowrun 3 wirklich die Zähne ausgebissen. Über Jahre hinweg. Ich habe ewig Karteikarten als Cheatsheets genutzt, sowohl als Spielerin für meinen Charakter als auch später als SL. Und das, obwohl ich wirklich viel gelesen, geübt und gespielt habe. Damals habe ich beschlossen, dass umfassende Regeln wahrscheinlich nix für mich sind. Hat mich aber nicht von Shadowrun abgehalten, im Gegenteil. Abgehalten hat mich dann eher die 4. Edition bzw. das komisch vermurkste grüne Grundregelwerk damals.

Und so führte mich mein Weg mal wieder auf Abwege. Ich bekam die Empfehlung von Nin, den ich schon aus den damaligen WoD-Forenzeiten und denen im Travar-Forum (und seiner großartigen Changeling-Webseite) her kannte, mal auf der Drachenzwinge zu gucken, und dort wurde ich auch fündig. Und wie! Vor allem All flesh must be eaten hatte es mir dort angetan, aber ich spielte so einiges, leitete so einiges, und schließlich führte mein Weg mich wieder hin zur World of Darkness. Das Problem war dasselbe wie immer zuvor: Jeder wollte Vampire spielen, stand voll auf dieses Intrigen-PvP-Ding, ich hingegen hätte lieber andere Sachen gespielt. Hab ich auch. Und dank einiger Leute bei der Drachenzwinge, die das ähnlich sahen oder noch sehen, konnte ich auch eine Menge anderer WoD-Spiele spielen. vampir

Dadurch kam ich auch zur langjährigen Tischrunde, die – natürlich – Vampire spielten. Zuerst Dark Ages, später kam das mehr aufgedrückte Switchen auf die nWoD. Und davon war ich sehr schnell dann doch sehr angetan, nachdem ich quasi mehr oder weniger gezwungen war, mich mehr und mal so richtig damit auseinander zu setzen. So kam die World of Darkness nicht nur zurück in mein Rollenspielleben, sondern sie erweiterte sich sogar deutlich. So sehr, dass ich schließlich beschloss, nix anderes mehr spielen zu wollen. Alles, was ich je an Settings bespielen wollen würde, konnte ich mit der nWoD umsetzen.

Und eben drum startete ich am Ende dieser Phase dann auch meinen Youtube-Kanal, auf dem ich vor allem Videos zur (n)WoD online stellen wollte.

37-41 Jahre: Resümee und Aktuelles

Füchse bemerken, dass die Zahl hier nicht stimmt, denn da müsste eine 42 stehen. Noch füchsischere Füchse werden daraus zu Recht schließen, dass ich aktuell 41 Jahre alt bin. Glückwunsch! *g*

Knapp ein Jahr blieb die nWoD tatsächlich mein Schwerpunkt auf dem Kanal. Mein Enthusiasmus, auch andere von der nWoD zu begeistern, nahm dann allerdings mit der Ankündigung von Ulisses, die oWoD wieder auf deutsch rauszubringen, ein jähes Ende, zumal sich auch da schnell rauskristallisierte, dass vor allem Vampire damit gemeint war, logischerweise.

Danach wandte ich mich erstmals nach x Jahren mal wieder DSA zu, wo für die 5. Edition gerade die Beta lief. Auch nach Erscheinen der 5. Edition hab ich viel DSA gespielt und geleitet. Und ich hatte nach so langer Zeit mal wieder richtig Spaß daran. Das flaut übrigens aktuell wieder so ein bisschen ab. Ich rechne aber nicht noch mal mit einem kompletten Ausstieg, sondern will mir DSA 5 auf jeden Fall als gern gespieltes Spiel erhalten. Muss halt nur ein bisschen dosiert werden.

Ich startete mit  Die Winterkönigin einen Abenteuerpfad von Pathfinder, der nun seit mittlerweile 3,5 Jahren gespielt wird und relativ kurz vor dem Abschluss steht. Vor kurzem haben wir mit DnD 5 angefangen, das sicherlich Pathfinder vollständig ersetzen wird. Nach dem Erscheinen im Englischen hatten wir schon 2 DnD-Kampagnen gespielt, dann pausiert, und nach dem Erscheinen im Deutschen hatte ich da erst mal keine Böcke drauf. Jetzt schon. 🙂 Ist aktuell noch ein bisschen holprig, da ein paar Jahre nicht mehr bespielt. Außerdem raubt mir der Kontrast zu Pathfinder aktuell noch ein bisschen Nerven. An dem einen Tag das eine, am nächsten das andere … bringt mich durcheinander (und Pathfinder bringt mich eh durcheinander).

Nach einigen Anläufen habe ich mich dann doch noch so richtig in Splittermond verlieben können (wie ihr sicherlich wisst).

Immer mal wieder zieht es mich mehr oder weniger stark zurück zur World of Darkness, mal länger, mal kürzer. Und auch Shadowrun blitzt immer mal wieder auf und ich hab auch da noch immer Spaß, mich damit zu beschäftigen. Ebenfalls dosiert, seit ein paar Jahren nur noch theoretisch. Aber das soll auch nicht immer so bleiben.

Ich habe mit Powered by the Apocalypse eine weitere Mechanik in Variationen kennengelernt, die mich sehr begeistert, wohingegen mich Savage Worlds nie so wirklich begeistern konnte.

Und hier und da plöppt mal was Neues oder neu Entdecktes auf, dem ich mich kürzere Zeit widme. Ich bin aber mit meiner Auswahl an immer wieder rausgekramten Spielen und Varianten an sich zufrieden mittlerweile, sodass Neueres eher mal links liegen bleibt. Bis vor ungefähr 3 Jahren habe ich noch alles mögliche Neue gekauft und auch gespielt, aber nachdem ich mir mal sozusagen eine Rollenspielkaufdiät auferlegt habe, hat das alles ziemlich seinen Reiz verloren. Yay, eine erfolgreiche Diät also, hihi. Und mal ehrlich: Mit der engeren Auswahl an Spielen, die ich immer wieder mal und/oder dauerhaft spiele, bin ich aber auch schon mehr als beschäftigt.

Mein Youtubekanal ist im Verlauf der Zeit mit 1200 Abos ganz schön angewachsen, was mich sehr freut. Dass der Blog dadurch immer wieder und immer längere Einbrüche hatte, finde ich hingegen schade. Ist immer so ein Auf und Ab mit der zur Verfügung stehenden Zeit und den Dingen, die man darin unterbringen will. Trotzdem versuche ich immer wieder, regelmäßiger zu bloggen und organisiere auch schon allein deshalb gerne mal einen Rollenspielkarneval.

Und dennoch habe ich vor kurzem einen Podcast zu Splittermond und (düsterer) Fantastik gestartet, den Stechginsterpodcast. Der soll alle 14 Tage erscheinen und bislang klappt das ganz gut und macht mir einen Heidenspaß.

Zwischenzeitlich hatten wir 1 Jahr lang den Kanal Vlogtaculum für monatliche Vlogs erstellt und organisiert. Und ich hab durch die Mitarbeit an den deutschen Versionen von Fragged Empire und DnD 5 (Spielerhandbuch) einen Blick hinter die Kulissen werfen können.

Generell würde ich sagen, dass sich mein Spielen sehr gefestigt hat in den letzten Jahren. Das entspannt und macht gleich mal noch mehr Spaß.

Zukunft?

nachdenkenTja, gute Frage. Wer weiß das schon? Aber da sich langsam auch das Jahresende nähert, mache ich mir da wahrscheinlich traditionell wohl noch so einige Gedanken zu.

Nach wie vor unzufrieden bin ich mit meinem Zeitmanagement. Das Hobby Rollenspiel auf diversen Ebenen (informieren, lesen, vorbereiten, leiten, spielen, Blog, Youtube, Podcast) zu pflegen, ist schon sehr zeitintensiv. Trotzdem ist es ja nicht das einzige Hobby, das ich habe. Zusammen mit Arbeit und Studium habe ich dauernd das Gefühl, dass mir irgendwo irgendwas verloren geht (nicht immer unberechtigt). Das ist nervig. Hab da schon vieles ausprobiert, aber noch keine Lösung gefunden.

Im Grunde möchte ich alles aber eigentlich so haben, wie es in den letzten Jahren geworden ist. Nur mit mehr Regelmäßigkeit irgendwie. Das wäre schon schön.

Und ich möchte nach wie vor wieder mehr (zeitlichen) Raum für mehr eigene Dinge haben. Das hat sich in diesem Jahr nur sehr wenig gebessert und es fehlt mir.

Und ihr?

Wie sieht euer Rollenspiellebenslauf eigentlich so aus? Das würde mich echt mal interessieren!

Und gibt es eurerseits Dinge, die ihr euch für die Zukunft wünschen würdet? Für euer Hobby oder auch von mir bzw. diesem Blog hier?

So viele Spiele, so wenig Zeit

Vorgestern habe ich mir mal den Spaß erlaubt, spontan eine Liste zu erstellen. Notieren wollte ich darauf alle Spiele, auf die ich genau jetzt gerade im Moment Lust hätte, sei es, sie zu spielen oder zu leiten.

Das Ergebnis zeigt zugleich eine große Begeisterung und eine (darauf folgende) ebenso große Ernüchterung. So viele Spiele, so wenig Zeit.

Zunächst fanden 20 Spiele ihren Platz auf der Liste, die auch in der Printversion hier stehen. Es folgten 3 Spiele, die ich nur in PDF-Form habe.

Nach einigem Grübeln habe ich mich dazu entschließen können, 4 Spiele doch wieder zu streichen.

Bleiben: 19 Spiele, die ich zumindest alle gerne in absehbarer Zeit (und/oder schon lange) über mehrere Sessions oder Kampagnenlänge spielen wollen würde, und keines davon wird aktuell (so wirklich) von mir bespielt.

Puh.

Hm? Achso, jetzt seid ihr neugierig, um welche Spiele es geht? Dann liste ich sie doch glatt mal auf (Reihenfolge zufällig), zumal ich gespannt bin, was ich davon in einem halben oder einem Jahr tatsächlich mal gespielt haben werde: Continue reading

RPG Blog O Quest (Dezember 2015)

Ich stehe ja total auf Vorsätze und Co., darum kommen mir die Lückentexte der RPG-Blog-O-Quest Dezember gerade recht.

Bisherige Teilnehmer hat der Würfelheld auch schon gesammelt.

Die Vorgaben der Lückentexte habe ich wieder fett markiert. Und los!

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1. Das Jahr nähert sich dem Ende. Worauf freust du dich RPG-technisch am meisten in 2016?

Ich bin vor allem sehr gespannt auf die Auslieferung der Wr20 (Wraith, the Oblivion) und freue mich auf die Printausgabe von Symbaroum.

Und im Rahmen meines DSA-Hypes (bei dem ich die Ankündigung von wieder drölfzig Zusatzbänden bislang gekonnt ignoriere) hibbele ich auch sehr auf den Almanach und das Bastiarium für DSA 5.

2. Deine Rollenspielpläne 2016? Was möchtest du spielen, was ausprobieren, was leiten? Möchtest du auch Fanmaterial erstellen, wenn ja, was?

2015 stand für mich eher unter dem Zeichen des wilden Ausprobierzockens. Das soll 2016 anders werden. Tatsächlich habe ich eine ganze Weile (= eine Woche oder so) gegrübelt, wo ich meinen Fokus sehe systemmäßig. Nicht einfach, weil es wirklich verdammt VIEL gibt, das ich immer noch gar nicht oder viel zu wenig gespielt habe.

Mein Fokus 2016 soll aber bei DSA 5 und Iron Kingdoms liegen. Natürlich wird „Die Winterkönigin“ (Pathfinder) weitergehen und es wird hier und da eine Prise Splittermond geben, aber letzteres nur lektüre- und ggf. spielerseitig, nicht auf Leitungsseite.

Ausprobieren will ich von wenigen Ausnahmen abgesehen erst 2017 wieder neuen (und bis dahin alten …) Kram.

Fanmaterial plane ich nicht. Ergibt sich vielleicht, vielleicht auch nicht. Ist nichts, was ich irgendwie im Fokus hätte.

3. Was erwartest du von den Verlagen?

Primär eigentlich dasselbe, das ich immer erwarte (und viel zu selten auch kriege *g*): Transparente Quartals- oder Halbjahresübersichten über erscheinende Titel, die dann nicht noch x-mal verschoben werden und gescheites Korrektorat.

Ganz speziell wünsche ich mir ja ein Ende des ganzen Rotzes, der ab 2014 Einzug in die WoD gehalten hat (nWoD 1.5, nWoD 2.0, ältere Sachen plötzlich nicht mehr erhältlich, Verzögerungen bei den Kickstartern, aber dauernd neue starten, mehrgleisig und hickhackig zwischen oWoD und nWoD rumspringen und dann noch der neuerliche Verkauf … brrrr!).

4. Wenn ich bei WotC das Sagen hätte, würde ich 2016 D&D 5 in die deutsche Sprache übersetzen lassen. Da bin ich ja nicht die einzige mit diesem Wunsch … ist aber jetzt auch nicht irgendwie „dringend“, da wäre mir diese WoD-Nummer eigentlich wichtiger.

5. Ich möchte mir 2016 die DSA-Romane vornehmen. Natürlich nicht nur 2016, sondern ab 2016. Ich kenne bisher nur so 3-4 Romane (und die nicht alle komplett)  und war mit einer Ausnahme davon auch nicht sonderlich angetan. Dennoch habe ich schon angefangen zu sammeln, um zumindest jeden Monat einen davon zu lesen. Dauert bei dem Tempo dann wahrscheinlich so 15 Jahre, bis ich durch bin, aber man gönnt sich ja sonst nix. ^^

Ausblick & Vorsätze für 2015

Eigentlich wollte ich ja beides – also Rückblick und Vorsätze – in einen Beitrag packen, aber dann war doch irgendwie mehr zu 2014 zu schreiben als zunächst gedacht, sodass ich den Vorsätzen einen separaten Eintrag widme.

Zunächst mal möchte ich diesmal sowohl hinsichtlich des Bloggens als auch hinsichtlich der Youtube-Videos mal wieder mehr Regelmäßigkeit reinbringen. Irgendwie habe ich so eine gewisse Tendenz zu Vollcrashs, also wenn es irgendwo im Leben hakt, dann hakt es gleich noch woanders. So wie einem nach der Spülmaschine immer auch kurz danach Waschmaschine und Kühlschrank kaputt gehen oder so.

Youtube:

Mittlerweile gibt es eine sooooo lange Liste an Themen für vor allem Videos, dass ich die wirklich auch gerne mal kontinuierlich drehen möchte …

Hinzu kommt, dass ich ja nicht nur einen Rollenspiel-Kanal habe, sondern noch einen zum Thema Bücher sowie einen zum Thema Kochen. Und bis vor zwei Wochen oder so gab es noch einen weiteren dümpelnden Kanal, zudem gibt es noch die Mitpflege des Vlogtaculum-Kanals. Öhm …

Für 2015 habe ich mir also Regelmäßigkeit auf wortwörtlich allen Kanälen vorgenommen, sprich: Buchkanal, Rollenspielkanal, monatliche Beteiligung am Vlogtaculum. Den (Nerd)-Kochkanal werde ich noch einstampfen, allerdings auch einen neuen Kanal (Gemeinschaftsprojekt) starten. Und wenn ich DANN noch Kapazitäten frei haben sollte, will ich ab Mitte 2015 auch den just gelöschten Kanal noch mal starten. Aber der hat eh nix mit Rollenspielen zu tun, ist also recht egal.

Ich möchte zumindest gern 1x/Monat einen Oneshot onair anbieten.

Ich möchte die noch laufenden/offenen Runden onair noch umsetzen/beenden (DSA – Namenlose Nächte, CtL – Dreamcatcher, SR – Girls on the Run, SR – Licht aus der Asche (bei Zwergpaladin88)).

Ab dem 2. Quartal (also irgendwann April – Juni) möchte ich ein paar Oneshots und/oder eine Kurzkampagne Iron Kingdoms onair anbieten. Bei Interesse kann man da noch so halbwegs mitmischen übrigens. Halbwegs, weil ich aktuell schon 5 Interessensbekundungen habe und die Runde damit prinzipiell voll ist. Die Frage ist bei zumindest zweien nur, ob das zeitlich auch so passen wird.

Und ab dem 3. Quartal (eher so ab September) würde ich gerne eine Kampagne Pathfinder und/oder Wraith, the Oblivion anbieten. Das habe ich im Video ja auch mehr oder minder spontan so verkündet, hadere allerdings da noch ein bisschen. Einen kompletten Abenteuerpfad (was ich eigentlich nämlich gerne würde) durchzuspielen halte ich via Youtube für quasi unmöglich (trotz des bisherigen Verlaufs von Umbreons Runelords-Runde) und schon am Tisch für relativ schwierig. Ansonsten bin ich da noch sehr unentschlossen, ob ich eher was Vorgefertigtes nehmen oder mir lieber was eigenes ausdenken möchte. Ab September 2015 mit WtO anzufangen ist hingegen relativ doof, weil Wraith20, also wohl stark überarbeitet,  ja im November 2015 ausgeliefert werden soll. Daraus dürfte dann wohl eher Mitte 2016 werden oder so, aber dennoch bin ich mir unsicher, wie sinnvoll das so wäre. Mögliche weitere Alternativen wären Promethean, the Created oder Orpheus (was wiederum in Wraith20 gestopft wird als Stretchgoal). Hach, da bin ich noch unsicher und werde wohl abwarten, wie es Mitte 2015 so aussieht mit meinen Tendenzen. Fest steht jedenfalls, dass ich da irgendwas starten will. 😉

Als Spielerin dabei bin ich bei zwei Runden von Mandavar 2015, nämlich einmal VtM mit VtR 2.0, und einmal DSA „Jahr des Greifen“ mit dem Storytelling-System (also auch nWoD).

Pen & Paper allgemein:

2015 möchte ich mehr SavageWorlds spielen. Einmal ist da auch schon eine 1:1-Runde mit „Wonderland no more“ geplant, ich denke aber auch darüber nach, eine SciFi-Runde damit umzusetzen. Die wäre dann allerdings eher fluffig-pulpig zu sehen.

Ich hoffe, dass meine aktuelle Scion-Tischrunde den Switch zu einer Onlinerunde schaffen will und schaffen wird, da sie sonst für mich wegen Umzugs leider wegbrechen wird, was ich echt schade fänd.

Neu starten ab Februar soll eine Werewolf, the Forsaken-Runde, bei der ich als Spielerin dabei sein werde.

Der GRT 2015 fällt terminlich leider ziemlich genau in meine geplante Umzugszeit, sodass ich echt nicht weiß, ob ich da was auf die Beine stellen kann, aber beim „Wünsch dir was, Blogger!“ und beim OPC 2015 wäre ich schon gern wieder dabei.

Blog:

Ich wiederhole meinen Vorsatz für 2014 (den ich nicht eingehalten hatte), mindestens einmal pro Woche zu bloggen, ohne dabei sowas wie Charaktertagebücher einzubeziehen.

Insgesamt möchte ich 2015 wohl öfter mal was zu „Youtube-RPG“ bloggen, weil ich das ohnehin mal überlegt hatte und sich das durch die Kommentare zu meinem Youtube-Artikel nochmals verstärkt hat.

Außerdem will ich wirklich mal wieder jeden Monat etwas zum Karneval der Rollenspielblogs beitragen.

Und quasi in Kombination mit der ganzen Youtube-Geschichte werde ich wohl 2015 damit beginnen, Recaps von Sessions bzw. v.a. Oneshots zu bloggen. In ganz kleinem Rahmen habe ich das bei einigen Videos ja schon gemacht, aber da geht noch was.

Was ich auch schon oft überlegt, aber noch nie in die Tat umgesetzt habe, das ist die Teilnahme am Media Monday. Vielleicht wird das ja 2015 was.

Und dann ist da noch die immer noch nicht weiter fortgesetzte Retro-Reihe *hust* …

Tabletop:

Aus gleich mehreren Gründen werde ich meinen Kram zu Firestorm Armada wohl kippen, in erster Linie zu Gunsten von Malifaux.

Geplant ist, im Verlauf 2015 spielfähiges Zeug zu Malifaux, Wolsung und Warmachine/Hordes zu kaufen und zumindest halbwegs zu bemalen.

Schauen wir mal …