[DnD 5] Start von Storm King’s Thunder

Seit einer Weile schon habe ich darüber nachgedacht, welche Kampagne unseren Pathfinder-Abenteuerpfad Die Winterkönigin ablösen soll, wenn es denn mal soweit ist. Irgendwann entschied ich mich dann spontan für DnD 5, noch spontaner für die Kampagne Storm King’s Thunder. Und am allerspontansten sozusagen war dann meine Entscheidung, damit gar nicht erst zu warten, bis Pathfinder beendet ist, sondern einfach gleich loszulegen.

Ich hab ja nun lange so überhaupt keinen Bock auf DnD 5 gehabt, mittlerweile geht es aber wieder. Und warum auch nicht? Nach dem Erscheinen hab ich das auch echt gerne gespielt.

Tatsächlich hatte ich schon mal was mit „giants“ auf dem Schirm, und zwar den Pathfinder-Abenteuerpfad Giantslayer. Tatsächlich hatte ich darauf mal so viel Bock, dass ich den ersten Band als Print geschenkt bekommen habe. Und die Lektüre hat mich wahnsinnig enttäuscht. Das war so gar nicht das, was ich erhofft oder erwartet hatte. Von der Lektüre der anderen Bände hab ich dann die Finger gelassen; die Zusammenfassungen/Klappentexte reichten mir da schon aus.

Bei Storm King’s Thunder geht es nun auch um Riesen. Das scheint aber sehr viel mehr das zu sein, was ich mir so vorstelle – und sogar noch einiges mehr.

Ein Überblick

Klassische 260 Seiten umfasst die Kampagne in der Printversion und kostet stolze 49,95$. Das ist ein happiger, wenn auch DnD-typischer Preis. Normalerweise liegen ja eher Grundregelwerke in dieser Preisklasse.

Die Kampagne führt von Level 1 bis Level 10. Man kann allerdings auch erst mit dem 5. Level einsteigen, wenn man zum Beispiel die ersten Level überspringen möchte.

Inhaltlich geht es darum, dass Riesen Faerûn und die Schwertküste insbesondere bedrohen. Aus allen Ecken kommen Riesen aller Art hervor, zerstören Dörfer und führen Angriffe gegen Menschen. Niemand weiß, warum das so ist, und nach und nach wird es zur Aufgabe der Helden, die Hintergründe dazu herauszufinden.

Roll20

Tatsächlich habe ich die Printfassung nicht gekauft, sondern stattdessen was Neues ausprobiert und mir für denselben Preis das Ganze via Roll20 gekauft. Und da muss ich bislang sagen: jederzeit wieder! Vielleicht mache ich mal etwas ausführlicher etwas dazu, aber an der Stelle einfach erst mal meine kundgetane Begeisterung. Man bekommt die gesamte Kampagne, alle auftauchenden NSC/Monster mitsamt Beschreibung, Werten, Makros und Token, zusätzlich weitere Monster, alle Maps der Kampagne (gleich aufs Grid angepasst), sogar je eine Seite voller gegnerischer Token und eine Blanko-Battlemap … neben dem kompletten Inhalt aus der Printversion hab ich also noch zig Stunden Vorbereitungszeit gespart, die ich andernweitig einsetzen kann. Super.

Besonderheiten der Kampagne

Gleich mehrere Punkte haben mich von der Kampagne bei der Lektüre überzeugt:

  • Sehr gute Ausarbeitung. Alles mitsamt Beschreibungen, Optionen und Alternativen beschrieben, dabei aber zugleich auf den Punkt und entsprechend übersichtlich gehalten.
  • Verschiedene Anteile:
    • klassische Fantasy-Aufgaben und solche, die den Rahmen der Geschichte setzen und als Gerüst dienen
    • viele freie Optionen, die man selbst so lang und breit gestalten kann im Grunde, wie man möchte. Gut 1/5 der Kampagne bietet allein Beschreibungen von Dörfern, Städten, Flüssen, besonderen Plätzen etc., teils mit Vorschlägen mit Begegnungen, teils ein bisschen „nackiger“ mit nur wenigen beschreibenden Zeilen
    • variable Szenen/Kapitel an verschiedenen Orten und/oder mit verschiedenen Schwerpunkt-NSC/Monstern, sodass man auch hier eine große Wahlmöglichkeit hat
    • Arbeiten mit XP, aber auch mit Meilensteinen, um bei all den Freiheiten entsprechende Herausforderungsgrade zu gewährleisten
    • sehr schöne Illustrationen und interessante NSC/Monster

Zum Start der Kampagne hab ich einen kleinen Trailer für Youtube gebastelt, in dem man auch die Charaktere zu sehen bekommt (erstellt nach Session 2 und darum schon nicht so ganz spoilerfrei ;-)):

Ebenfalls per Video festgehalten habe ich eine kurze Vorstellung der Kampagne, im Grunde ähnlich wie gerade beschrieben:

Erste Eindrücke

Zum aktuellen Zeitpunkt haben wir vier Sessions gespielt. Worauf ich nicht so ganz vorbereitet war ist die Tatsache, dass ich mit Pathfinder und DnD 5 als parallelen Kampagnen ganz schön durcheinander komme. War wahrscheinlich zu erwarten, hab ich aber schlicht vorweg gar nicht drüber nachgedacht. Ich denke, im Verlauf der Zeit wird sich das auch geben, aber jetzt zu Anfang stresst mich das ein bisschen.

Dass die gespielten Kampagnen mittlerweile gute 4 Jahre zurückliegen, macht es nicht unbedingt besser. Trotz der intensiven theoretischen Beschäftigung vor allem mit dem Spielerhandbuch habe ich zudem bislang nur in 2 Kampagnen gespielt, nicht geleitet. Aber gut, dagegen stehen natürlich einige Dutzend Sessions mit Pathfinder …

Ausblick

Je nach meinen zeitlichen Möglichkeiten werde ich zu den einzelnen Sessions, die wir spielen, im Verlauf wohl meine Eindrücke hier im Blog schildern. Das wird dann natürlich nicht spoilerfrei. 😉

#RPGaDay 2015: Perfekte Spielumgebung

Dazu gibt es zweierlei:

Einmal bin ich Esstischspielerin und mag gute Beleuchtung am Tisch, ausreichend Platz, sowohl auf dem Tisch als auch zur Interaktion untereinander, sowie „sinnvolle“ Snacks. Ich stehe nicht so auf Chipsburgen auf dem Tisch, da koche oder backe ich lieber vorher für die Gruppe, stelle Obst und Gemüse auf den Tisch oder so. Aber wenn es so richtig spannend wird, dann will ich Popcorn, also echtes. 🙂

Bei Hangoutrunden mag ich, wenn ich die Personen, mit denen ich spiele, sehen kann (auch wenn ich selbst nur temporär sichtbar bin), und wenn ich anhand von Beschreibungen eine gute Vorstellung von meiner „spielinternen“ Umgebung bekomme oder alternativ Kartenmaterial zum Nachvollziehen habe. Und besonders mag ich Roll20.

Iron Kingdoms-Oneshot „Bitter Medicine I“

Schon länger hatte ich vor, bei Youtube einiges zu Iron Kingdoms zu machen. Wie das so ist: keine Zeit, mehr Lust auf was anderes, noch was anderes … naja, jedenfalls hat es ewig gedauert, bis ich da mal aus den Puschen gekommen bin.

Just, als ich ohnehin dabei war, Oneshots für Iron Kingdoms vorzubereiten, kam dann auch in der deutschsprachigen Rollenspielcommunity bei G+ auf, dass einige gern mehr zum System wissen beziehungsweise es gern einmal spielen würden. Diejenigen, für die OnAir (wofür ich eh schon plante) kein Hindernis darstellte, hatte ich dann auch angeschrieben und je nachdem auch zu einem Doodle eingeladen. Von dem dort bekundeten Interesse blieb übrigens nicht viel übrig. Die meisten Leute antworteten nicht, nahmen nicht am Doodle teil oder meldeten sich verspätet zu einem Zeitpunkt, als bereits zwei Runden zustande gekommen waren. Continue reading

Wie ich zu Pathfinder kam

So einiges bin ich dem Blog hier noch schuldig, ob nun die weiteren „Clawdeen liest“-Texte oder den Karneval (und diese Versatzstücksache will ich ECHT noch nachholen!), aber chaotisch, wie ich bin, drängle ich mal ein ganz anderes Thema dazwischen: Pathfinder.

Tatsächlich würde ich darüber gern mehrere Artikel schreiben, weil es einfach ein umfassenderes Thema für mich ist und auch, weil mich obskures da mal auf eine entsprechende Idee gebracht hat. Aber jede Artikelreihe hat so ihren Anfang, und über genau den blogge ich also heute mal. Continue reading

[D&D 5] Recap: Lost Mine of Phandelver, Session 7

Die siebte Session war meine absolute Lieblingssession innerhalb unserer kleinen Kampagne.

Wir starteten erneut inmitten der Action mit Goblins und Hobgoblins, so weit das Auge reichte. Den Kampf überlebten wir erstaunlicherweise einigermaßen gut, konnten auch König Grol noch den Garaus machen, verloren den seltsamen Darwin Osekir auf Seiten des Feindes jedoch erst einmal aus den Augen.

Gundren Rockseeker ließ sich noch stabilisieren und war entsprechend noch zu retten, und bald konnten wir uns daran machen, das Schloss auf der Suche nach weiteren Gegnern, Antworten auf offene Fragen und nicht zuletzt auch nach möglichen Schätzen zu durchstöbern.

Gnom-Schurkin und Halbling-Bardin entdeckten schließlich eine verschlossene Tür, aus der eine Art tierischen Wehklagens ertönte. Hier und da war das Geräusch von wütendem Grollen durchsetzt, doch aus unserer Sicht überwog das Wehklagen, das ein wenig nach einer Eule klang. Wir zählten bis Drei, dann öffnete die Schurkin die Tür und wie abgesprochen rannten wir fort, um uns lieber aus der Ferne anzusehen, wem oder was wir da die Tür geöffnet hatten.

Nicht schwer zu erraten für D&D-Fans: Wir hatten einem gefangen gehaltenen Eulenbär die Tür geöffnet. Er stürmte hinaus und dummerweise hinter uns her. Vermutlich wollte er tatsächlich nur aus der jetzigen Umgebung heraus, doch dummerweise wählte er dabei den gleichen Weg wie wir. Es dauerte nicht lange, bis er die Gnomin zu Boden gestreckt hatte. Der Druide versuchte das aufgebrachte Tier noch zu beruhigen, doch auch das schien erfolglos zu sein und wir waren den Hieben des Eulenbärs einigermaßen hilflos ausgeliefert.

Schließlich war es die Paladina, die den Eulenbären zu sich nach draußen lockte. Sie hatte sich dorthin verzogen, um Gundren in ihren Armen in Sicherheit zu bringen. Nun jedoch beeilte sie sich, den Zwerg schnell halbwegs vor den Augen des Eulenbäres zu verbergen und zu fliehen – doch der Eulenbär war schneller …

Später fand der Druide ihre Überreste und bestattete sie, indem er sie über einen hohen Ast hing. So sollten sich die Vögel an ihr laben können und zur Natur sollte zurückkehren, was der Natur entsprungen war. Den Zwerg hingegen brachte der Druide in den Raum, in dem zuvor der Eulenbär gefangen gewesen war, und auch alle anderen Mitglieder der Gruppe landeten schließlich dort, weitgehend schwer verwundet und/oder bewusstlos.

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Diese Session wartete für mich mit gleich drei Highlights abseits des Kampfes auf:

1. Wir konnten unseren Auftraggeber tatsächlich retten, nachdem wir ihn wiedergefunden hatten.

2. Die Paladina hatte die Wahl. Sie hätte sich auch einfach mit dem Auftraggeber weiter von der Gruppe entfernen können, um später nach unseren Überresten zu sehen. Hat sie aber nicht getan, sondern den Eulenbär weggelockt und sich tatsächlich heroisch geopfert. Die Bestattung scheint auf den ersten Blick etwas seltsam zu sein, doch sie ergab im Spiel tatsächlich Sinn. Hinzu kamen weitere schöne Momente. Beispielsweise änderte sich die Gravur in ihrem Schwert und trägt fortan ihren Namen, und auch ihr Wechsel in die „andere Welt“ hinüber war sehr schön beschrieben.

3. Der Eulenbär! Das war das erste Mal, dass ich einem Eulenbär im Pen&Paper sozusagen leibhaftig begegnet bin. Natürlich kenne ich sie vom Lesen her und auch die WoW-Adaption, aber im Tischrollenspiel war ich noch nie einem begegnet. Besonders toll daran war, dass es der Spielerin der Gnomin nicht anders ging, und somit nicht nur unsere Charaktere, sondern auch wir selbst in sozusagen echter Unschuld diese Tür öffneten. Ich fand die Szene wirklich schön, auch wenn sie in einem Desaster endete, und es tut mir deswegen auch nicht leid, dass wir ihn befreit haben. Klar wurde im Spiel auch, dass der Eulenbär in erster Linie fliehen wollte und einfach alles angriff, was ihm dabei im Weg stand. Wäre es uns gelungen, ihm aus dem Weg zu gehen und hätten nicht sozusagen denselben Weg wie er gewählt, wäre es womöglich gar nicht zum Kampf gegen ihn gekommen. Hat mir auch gut gefallen.

[D&D 5] Recap: Lost Mine of Phandelver, Session 6

Als wir aus der Höhle, in der die „Redbrands“ ihren Unterschlupf gefunden hatten, traten, blickten wir schockiert auf die lodernden Flammen in Phandalin. Wir eilten in die Stadt, um noch Schlimmeres zu verhindern und zu helfen, wo wir konnten, doch war es für einige Gebäude bereits zu spät. Wir waren also zunächst einmal damit beschäftigt, die Verletzten zu versorgen, den Toten ein letztes Geleit zu organisieren, Geröll zu entfernen und alles wieder auf ein halbwegs erträgliches Maß zu bringen. Gut, dass Phandalin uns als Helden vor Ort hatte, denn der Stadtverwalter hatte sich bereits vor einer Weile aus dem Staub gemacht und das Amt war bislang nicht neu vergeben worden.

Nachdem wir sicher waren, dass die emsigen Stadtbewohner den Rest  gut im Griff hatten, berieten wir uns und beschlossen, als nächstes zu Cragmaw Castle zu gehen. Bei den Aufzeichnungen im Gaunerversteck war auch eine Karte dabei gewesen, die uns den Weg wies.

Unterwegs wurden wir auf einer Lichtung unweit des Schlosses von einigen Blutmücken (Stirges) angegriffen, die wir allerdings schnell besiegten, und wir fanden die Splitter eines Glasstabs – waren dies etwa die Überreste des Stabs einer unserer Gegner?

Als wir Cragmaw Castle erreichten, spähte unsere gnomische Schurkin Waywikka erst einmal gründlich alle ersichtlichen Öffnungen aus, bevor wir uns dazu entschlossen, gemeinsam durch den nördlichen Eingang beziehungsweise das, was vom Nordturm noch übrig war, in das Schloss einzudringen.

Mit geradezu schlafwandlerischer Sicherheit latschten wir direkt in das Quartier des Grottenschratkönigs, entdeckten dabei allerdings auch Gundren, unseren Auftraggeber, den der König dort als Geisel hielt. Zu verhandeln gab es natürlich nicht viel und es kam zum Kampf. Dieser war dummerweise aber zunächst gegen einen Wolf zu führen, der Grol bewachte. Währenddessen blieb der König selbst nicht untätig, und zu allem Überfluss entdeckten wir dann noch unseren früheren Mitstreiter Darwin Osekir. Darwin hier und auf Seiten der Grottenschrate? Wir hatten ihn doch eigenhändig beerdigt? Doch auch hier wurde kein Wort gewechselt, stattdessen wurden wir auch von Darwin angegriffen. Dies verlief zunächst auch ziemlich erfolgreich, da wir einige Skrupel hatten, gegen unseren früheren Gefährten zu kämpfen.

Wie es schien, brach Grol schließlich Gundren das Genick, nachdem er zunächst erfolglos versuchte hatte, mit diesem als Geisel zu fliehen, und auch Darwin erwischte uns. Lediglich der Wolf segnete das Zeitliche, und dann kamen aus scheinbar allen möglichen Ecken auch schon Goblins angestürmt. Und dann gab es da noch dieses widerliche Tentakelvieh (Grick).

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Vielleicht wäre diese Session erfolgreicher für uns verlaufen, wenn die moralischen Aspekte uns egal gewesen wären. Waren sie aber nicht (und das ist meiner Ansicht nach auch gut so), und so standen wir gleich doppelt vor einem Dilemma: Die Begegnung mit Darwin Osekir erschreckte die Charaktere, und unseren Auftraggeber Gundren wollten wir auch nicht gefährden.

Am Ende der Session blickten wir allerdings auf ein heilloses Chaos, da wir durch einen verletzten Goblin auf der Flucht auch noch die ganzen Kreaturen aus den südwestlich gelegenen Barracken und dem Speisesaal alarmiert hatten. Und zu guter letzt war die Anordnung der eher verschachtelt angeordneten kleinen Räume auch nicht unbedingt zu unseren Gunsten. Einmal mehr mussten wir mit Gegnern aus allen erdenklichen Richtungen rechnen.

Die Wartezeit bis zur folgenden Session war entsprechend lang. 😉

 

 

[D&D 5] Recap: Lost Mine of Phandelver, Session 5

Nachdem wir in der letzten Session den Nothic und einige Grottenschrate besiegt hatten, wagten wir uns zu Beginn der fünften Session daran, diesen Unterschlupf der „Redbrands“ weiter zu erkunden.

Wir erkundeten zuerst den linken/westlichen Bereich, wo sich die Barracken der Gauner sowie ein Gemeinschaftsraum verbargen. Kurzerhand konnten wir einen Goblin gefangen nehmen, den wir allerdings kurz darauf erschießen mussten, als er versuchte, uns fies auszutricksen. Bevor er das Zeitliche segnete, ließ er sich allerdings noch etwas über ein Goblinschloss (Cragmaw Castle) entlocken.

Außérdem entdeckten wir eine Art alchemistischer Küche (sehr zur Begeisterung der Klerikerin, die fortan nicht mehr weiter mit erkundete, sondern sich erst einmal den ganzen Rezepten sowie den noch brodelnden Dingen dort widmete, was der Gruppe unter anderem schließlich Unsichtbarkeitstränke bescherte) und das Quartier des Anführers des Ganzen, einem gewissen Glasstab.

Glasstab selbst war wohl mit einigen Anhängern entkommen, wie wir schließlich einsehen mussten. Dennoch verließen wir den Unterschlupf nach Entdeckung einer östlichen Zisterne mit einigen rätselhaften Informationen mehr. Wir fanden einige für uns sinnlose Aufzeichnungen sowie einen merkwürdigen Brief. Doch von unserem Auftraggeber Gundren fehlte weiterhin jede Spur. Vielleicht war dieses Rätsel im Schloss der Goblins zu lösen?

Doch als wir den Unterschlupf schließlich am Ende der Session wieder verließen, hatten wir nicht nur Stufe 3 erreicht, sondern bekamen auch einen gehörigen Schrecken: Phandalin brannte!

[D&D 5] Recap: Lost Mine of Phandelver, Session 4

In Gesprächen mit dem kleinen Halblingjungen Carp hatten wir schon in der dritten Session erfahren, dass der Junge wusste, wo sich die sogenannten „Redbrands“ versteckten. Nachdem sie nachts die Farm der Alderleafs überfallen hatten, wohl um uns in unsere Schranken zu verweisen, aus der Stadt zu verweisen oder Schlimmeres, war es für uns an der Zeit, Prioritäten zu setzen. Zwar wussten wir bereits von so einigen weiteren Problemen innerhalb Phandalins, doch diese Gauner schienen von allem das drängendste zu sein. Also ließen wir uns von Carp den Weg zum Unterschlupf der „Redbrands“ erklären und schärften ihm ein, uns auf keinen Fall zu folgen oder sonst irgendwelche Dummheiten anzustellen.

Dennoch teilten wir uns zunächst auf und nur zwei von uns bahnten sich einen Weg hinauf zum Höhleneingang, derweil die Klerikerin Yondallas noch einen geheimen Auftrag von der örtlichen Tymora-Priesterin erhielt. Die zwei auf dem Weg zum Unterschlupf der Gauner stolperten über eine Vielzahl ausgelegter Fallen, die zwar nicht sie erwischten, dafür jedoch ein Eichhörnchen, das von der gnomischen Schurkin befreit wurde und danach einige hilfreiche Tipps gab, auch wenn die Frage „Warum sprichst du Nuss?“ nicht beantwortet wurde. 😉

Schließlich wieder zu viert wagten wir uns in die Höhle vor, wurden jedoch in unterschiedlicher Weise sogleich Opfer eines Gedanken kontrollierenden Zaubers, den wir erst abschütteln mussten. Dies war der Vorgeschmack auf das Monster, dem wir schließlich in der Höhle begegneten, die zu allem Überfluss auch noch mittig einen einige Schritt tiefen Graben aufwies: ein Nothic. Der Kampf führte den Nothic und uns bis zu einem nördlichen Lagerraum, in dem wir ihm schließlich den Garaus machten, doch natürlich hatte der Kampfeslärm bereits verraten, dass wir vor Ort waren. Und so mussten wir uns noch einigen Grottenschraten stellen, die aus allen Richtungen heranzueilen schienen. Gemeinerweise gab es eine weitere Kreatur, die uns aus dem Halbdunkel zusetzte, bevor sie verschwand.

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Wir beendeten die Session im Unterschlupf-Dungeons, denn das Spiel vorweg in Phandalin selbst hatte schon einige Zeit in Anspruch genommen, und der eher kurz zusammengefasste Kampf dauerte im Spiel selbst etwas länger. Die Tücken lagen hier im vorhandenen mittigen Gräben, den zwei recht weit voneinander entfernten und nicht sehr breiten Brücken darüber hinweg sowie in der Tatsache, dass quasi alle Wege hin zu dieser größeren Höhle führten. Wir befanden uns also weitgehend auf dem Präsentierteller, hatten zeitweise mit kleinen Höhenunterschieden zu kämpfen und mussten zusehen, wo wir mögliche Deckung herbekommen.

Insgesamt war der Unterschlupf bis dahin auch ein spannender Dungeon, wenn auch sehr klein und nicht so innovativ wie der letzte, so doch auch nicht unbedingt ein 08/15-Dungeon.

[D&D 5] Recap: Lost Mine of Phandelver, Session 3

Schon nach der zweiten Session hatten die Charaktere auch Stufe 2 erreicht, sodass unserem Weg Richtung Phandalin eigentlich nichts mehr im Weg stehen sollte. Nun gut, wir hatten Darwin, den Magier, verloren und plötzlich einen zwergischen Bekannten unseres Auftraggebers dabei sowie einen kleinen Jungen, aber beide würden wir sicherlich in Phandalin los.

Natürlich kam es ganz anders …

Kaum in Phandalin angekommen, stießen wir auch sogleich auf den Laden von Barthren, der Gundren bislang noch nicht gesehen hatte. Unser Auftraggeber war also bisher gar nicht in die Phandalin angekommen. War er noch immer in den Händen der Goblins?

Dafür ging es den Leuten in Phandalin nicht allzu gut, wie es schien. Eine Gruppe namens „Redbrands“ hatte wohl die Kontrolle über die Stadt übernommen und terrorisierte diese mehr oder weniger. In diesem Zusammenhang erfuhren wir auch, dass der Vater des kleinen Halblingjungens Carp aufgeknüpft worden war. Der Kleine hatte das alles wohl mitbekommen und war danach weggelaufen.

Wir konfrontierten den Jungen nicht direkt mit diesem neu gewonnenen Wissen, da schnell klar wurde, dass Carp das alles zu verdrängen versuchte. Stattdessen brachten wir ihn zurück zu seiner Mutter Quelline Alderleaf auf den Hof. Dankbar und typisch für die Art der Halblinge zeigte sich Quelline sehr gastfreundlich und hieß uns auf ihrem Hof willkommen, was wir dankbar annahmen.

Ein bisschen Ruhe an einem freundlichen Ort konnten wir auch wirklich gut gebrauchen, denn trotz der kurzen Zeit, die wir erst in Phandalin verweilten, begannen sich die offenen Fragen bereits zu stapeln. Doch unsere Nacht wurde kürzer als gedacht, denn im Dunkeln standen bereits die Rotmäntel vor der Farmtür, bedrohten uns und es kam zum Kampf.

Am Ende des Ganzen stapelten sich rot bemäntelte Leichen am Farmhaus, wir wuschen unsere Kleidung grob aus und fielen erneut in einen, wenn nun auch kurzen und unruhigen, Schlaf.

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Die Ankunft in Phandalin war etwas, bei dem ich kurz davor war, mir die Haare zu raufen. Sooo viele NSC, sooo viel zu entdecken und kennen zu lernen in dem kleinen Städtchen, und sooo vieles, das es zu erledigen galt. Hinzu kamen unheimlich viele Möglichkeiten zum Rollenspiel unterschiedlicher Art: Die Begegnungen mit den NSC reichten von freundlich über etwas giftig bis hin zu misstrauischer Natur. Nicht zu vergessen die traurige Geschichte des kleinen Carp, den wir spätestens in dieser Session alle in unser Herz schlossen. Da gab es wirklich schöne Szenen mit diesem jungen Halbling, der sich in den Kopf gesetzt hatte, den Tod seines Vaters zu rächen.

An die Nutzung von Roll20 hatten wir uns zwischenzeitlich auch alle soweit gut gewöhnt, wie sich auch beim Kampf gegen die Redbrands zeigte, und die Darstellung der Stadt als Karte mitsamt den „Ping“-Optionen von Roll20 war sehr hilfreich. Blöde ist das notwendige Hin- und Hergespringe zwischen Würfelergebnissen und Charakterbogen, aber das mag bei mir auch mehr ins Gewicht fallen, weil ich nur einen kleinen Monitor habe.

Genossen habe ich zudem die ständig vorhandene Hintergrundmusik (schon in den letzten Sessions), die jeder Teilnehmer von der Lautstärke her für sich selbst regulieren kann.