[DnD 5] Storm King’s Thunder: Session 1

Gleich zum Start unserer neuen Kampagne Storm King’s Thunder hätte mir der (geänderte) Dienstplan fast einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gespielt haben wir dann doch, allerdings nur zwei Stunden.

Was geschah in Session 1?

Die Charaktere wurden kurz vorgestellt, eher ins zumindest kühle Wasser geworfen. Aus unterschiedlichen Motivationen machen sich vier Charaktere auf den Weg nach Nightstone, ein wenig südöstlich von Waterdeep gelegen:

  • Ferdinand Meatcarver, ein halbelfischer Fleischer (Rogue)
  • Anri „Squiggle“, ein noch sehr junger Halbling mit nur wenig Zivilisationserfahrung (Ranger)
  • Rubyl, eine ambitionierte Hochelfe und Studentin der Sternkunde (Mage)
  • Ammon, ein sehr großer (Goliath) Kleriker des Valkur, eigentlich Seefahrer

Nach Erreichen von Nightstone und dem Entdecken eines verwüsteten Tempels standen auch schon die ersten Kämpfe gegen Goblins und Worgen auf dem Plan. Wie das bei Level 1 so ist, hätten wir die Magierin in diesen Kämpfen beinahe verloren. Ist aber noch mal gut gegangen.

Klassischerweise haben sich die Charaktere erst einmal auf den Weg gemacht, das Dorf zu erkunden und vor allem Leute zu finden, die ihnen sagen können, was hier geschehen ist. Denn nicht nur fehlt der namensgebende Megalith in der Dorfmitte, sondern Teile des Dorfes sind von mehreren Schritt durchmessenden Felsbrocken, offenbar aus der Luft geflogen, zerstört worden.

Am Ende der Session wurden sie tatsächlich auch fündig und trafen auf eine menschliche Reisende, die sich als Kella vorstellte. Sie bestand allerdings darauf, mit ihrer kleinen geflügelten Schlange für sich zu bleiben, statt die Charaktere zu begleiten. Immerhin erlangten die Charaktere durch sie erste Informationen über das, was hier geschehen war: Sie sei seit 2 Tagen in Nightstone und angeblich wären riesige Kreaturen in einer fliegenden Festung aus den Wolken gekommen und hätten das Dorf verwüstet. Der Inhaber des Inn habe die Leute aus dem Dorf geführt, sie aber sei zurück geblieben und habe sich versteckt.

Wie lief es in Session 1?

Ich war irre nervös vor der ersten Session. Das ist vor ersten Sessions meistens so. Hier kam aber hinzu, dass ich mir im Vorfeld schon 1003 Dinge ausgedacht hatte für die erste Session, die zum Einstieg so etwa 3-3,5 Stunden dauern sollte. Der eigentliche Starttermin musste aber verschoben werden, und als wir am 19.9. dann schließlich starteten, war von vornherein klar, dass die Session statt der geplanten Zeit dienstbedingt etwa bei nur 2 Stunden liegen würde. Das hat für mich den Druck für die erste Session erhöht, denn ich wollte ja dennoch alle Charaktere kurz vorstellen, zusammenbringen und schon mal eine Idee von den Startinhalten mitgeben.

Entsprechend hab ich das Intro für die Charaktere mehr oder weniger gestrichen, kurz erzählend zusammengefasst und alle direkt – mit Angabe individueller Motivationen – zusammen gewürfelt. Für die MitspielerInnen war das so in Ordnung (und vor Sessionstart auch so abgesegnet sozusagen), auf ZuschauerInnenseite kam spannenderweise zwei Male auf, dass man sich ein längeres Intro gewünscht hätte, um die Charaktere besser kennenzulernen.

Ein weiterer Haken waren die Voreinstellungen der Roll20-Kampagne, die ja bereits durch WOTC vorbereitet war. Nach der Session haben wir die Sichteinstellungen erst mal anpassen müssen, weil in der ersten Session halt jeder nur sehen konnte, was der SC eben selbst sehen konnte. Was die anderen sehen, wurde nicht mit angezeigt. Ungünstig, wenn man eben auch streamt und die Map für ZuschauerInnen mit einblendet.

Alles in allem kein Drama, aber eben ein bisschen „stressig“ für den Start.

Den weiteren Kritikpunkt von ZuschauerInnenseite, dass es sich um ein „Standard-Abenteuer“ handle, kann ich hingegen nicht nachvollziehen. Das ist DnD auf Level 1. Da sind die Optionen begrenzt, und dafür finde ich den Einstieg auch gelungen. Einiges kann man nach der ersten Session natürlich nicht so ganz abschätzen, aber es gibt wirklich so einige Hinweise auf weitere Optionen und auch den weiteren Verlauf des Ganzen. Mehr kann man da an sich nicht wollen, finde ich. Wahrscheinlich einfach Geschmackssache.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann das hier gerne tun und – wenn er/sie mag – auch gern Feedback dazu kommentieren (dort oder hier):

[DnD 5] Start von Storm King’s Thunder

Seit einer Weile schon habe ich darüber nachgedacht, welche Kampagne unseren Pathfinder-Abenteuerpfad Die Winterkönigin ablösen soll, wenn es denn mal soweit ist. Irgendwann entschied ich mich dann spontan für DnD 5, noch spontaner für die Kampagne Storm King’s Thunder. Und am allerspontansten sozusagen war dann meine Entscheidung, damit gar nicht erst zu warten, bis Pathfinder beendet ist, sondern einfach gleich loszulegen.

Ich hab ja nun lange so überhaupt keinen Bock auf DnD 5 gehabt, mittlerweile geht es aber wieder. Und warum auch nicht? Nach dem Erscheinen hab ich das auch echt gerne gespielt.

Tatsächlich hatte ich schon mal was mit „giants“ auf dem Schirm, und zwar den Pathfinder-Abenteuerpfad Giantslayer. Tatsächlich hatte ich darauf mal so viel Bock, dass ich den ersten Band als Print geschenkt bekommen habe. Und die Lektüre hat mich wahnsinnig enttäuscht. Das war so gar nicht das, was ich erhofft oder erwartet hatte. Von der Lektüre der anderen Bände hab ich dann die Finger gelassen; die Zusammenfassungen/Klappentexte reichten mir da schon aus.

Bei Storm King’s Thunder geht es nun auch um Riesen. Das scheint aber sehr viel mehr das zu sein, was ich mir so vorstelle – und sogar noch einiges mehr.

Ein Überblick

Klassische 260 Seiten umfasst die Kampagne in der Printversion und kostet stolze 49,95$. Das ist ein happiger, wenn auch DnD-typischer Preis. Normalerweise liegen ja eher Grundregelwerke in dieser Preisklasse.

Die Kampagne führt von Level 1 bis Level 10. Man kann allerdings auch erst mit dem 5. Level einsteigen, wenn man zum Beispiel die ersten Level überspringen möchte.

Inhaltlich geht es darum, dass Riesen Faerûn und die Schwertküste insbesondere bedrohen. Aus allen Ecken kommen Riesen aller Art hervor, zerstören Dörfer und führen Angriffe gegen Menschen. Niemand weiß, warum das so ist, und nach und nach wird es zur Aufgabe der Helden, die Hintergründe dazu herauszufinden.

Roll20

Tatsächlich habe ich die Printfassung nicht gekauft, sondern stattdessen was Neues ausprobiert und mir für denselben Preis das Ganze via Roll20 gekauft. Und da muss ich bislang sagen: jederzeit wieder! Vielleicht mache ich mal etwas ausführlicher etwas dazu, aber an der Stelle einfach erst mal meine kundgetane Begeisterung. Man bekommt die gesamte Kampagne, alle auftauchenden NSC/Monster mitsamt Beschreibung, Werten, Makros und Token, zusätzlich weitere Monster, alle Maps der Kampagne (gleich aufs Grid angepasst), sogar je eine Seite voller gegnerischer Token und eine Blanko-Battlemap … neben dem kompletten Inhalt aus der Printversion hab ich also noch zig Stunden Vorbereitungszeit gespart, die ich andernweitig einsetzen kann. Super.

Besonderheiten der Kampagne

Gleich mehrere Punkte haben mich von der Kampagne bei der Lektüre überzeugt:

  • Sehr gute Ausarbeitung. Alles mitsamt Beschreibungen, Optionen und Alternativen beschrieben, dabei aber zugleich auf den Punkt und entsprechend übersichtlich gehalten.
  • Verschiedene Anteile:
    • klassische Fantasy-Aufgaben und solche, die den Rahmen der Geschichte setzen und als Gerüst dienen
    • viele freie Optionen, die man selbst so lang und breit gestalten kann im Grunde, wie man möchte. Gut 1/5 der Kampagne bietet allein Beschreibungen von Dörfern, Städten, Flüssen, besonderen Plätzen etc., teils mit Vorschlägen mit Begegnungen, teils ein bisschen „nackiger“ mit nur wenigen beschreibenden Zeilen
    • variable Szenen/Kapitel an verschiedenen Orten und/oder mit verschiedenen Schwerpunkt-NSC/Monstern, sodass man auch hier eine große Wahlmöglichkeit hat
    • Arbeiten mit XP, aber auch mit Meilensteinen, um bei all den Freiheiten entsprechende Herausforderungsgrade zu gewährleisten
    • sehr schöne Illustrationen und interessante NSC/Monster

Zum Start der Kampagne hab ich einen kleinen Trailer für Youtube gebastelt, in dem man auch die Charaktere zu sehen bekommt (erstellt nach Session 2 und darum schon nicht so ganz spoilerfrei ;-)):

Ebenfalls per Video festgehalten habe ich eine kurze Vorstellung der Kampagne, im Grunde ähnlich wie gerade beschrieben:

Erste Eindrücke

Zum aktuellen Zeitpunkt haben wir vier Sessions gespielt. Worauf ich nicht so ganz vorbereitet war ist die Tatsache, dass ich mit Pathfinder und DnD 5 als parallelen Kampagnen ganz schön durcheinander komme. War wahrscheinlich zu erwarten, hab ich aber schlicht vorweg gar nicht drüber nachgedacht. Ich denke, im Verlauf der Zeit wird sich das auch geben, aber jetzt zu Anfang stresst mich das ein bisschen.

Dass die gespielten Kampagnen mittlerweile gute 4 Jahre zurückliegen, macht es nicht unbedingt besser. Trotz der intensiven theoretischen Beschäftigung vor allem mit dem Spielerhandbuch habe ich zudem bislang nur in 2 Kampagnen gespielt, nicht geleitet. Aber gut, dagegen stehen natürlich einige Dutzend Sessions mit Pathfinder …

Ausblick

Je nach meinen zeitlichen Möglichkeiten werde ich zu den einzelnen Sessions, die wir spielen, im Verlauf wohl meine Eindrücke hier im Blog schildern. Das wird dann natürlich nicht spoilerfrei. 😉

Alle 7 Jahre?

Neulich unterhielt ich mich über den 7-Jahres-Mythos, demnach man sich alle 7 Jahre verändert. Wie bei so vielen Mythen steckt auch hier ein wahrer Kern drin, die konkrete Zahl und/oder ein Bezug auf eine vollständig neue Entwicklung ist aber natürlich Unsinn.

Trotzdem hat mich das auf die Idee gebracht, diesen Mythos mal in Bezug auf mein Rollenspieldasein zu betrachten.

0-7 Jahre: Kein Rollenspiel

Na sowas!? Wer hätte gedacht, dass ich in den ersten sieben Jahren meines Lebens noch keinerlei Berührungspunkte zum Hobby hatte? 😉

8-14 Jahre: Lektüre … solo

Tatsächlich hatte ich meine ersten Berührungspunkte mit Rollenspielen dann aber doch schon mit 7 Jahren durch ältere Nachbarskinder (hab ich hier in der Retro-Kategorie des Blogs schon mal erzählt). Zum Spielen kam ich hierbei in dieser Zeit nicht so wirklich. Zwar hatte ich immer wieder hartnäckig versucht, andere Kinder zum Spielen zu überreden, konnte aber nie mit dem Hobby begeistern zum damaligen Zeitpunkt. So blieb mir nur die Lektüre. Und Solo-Abenteuer. Ich hab übrigens bis vor einigen Jahren Einsamer Wolf und Co. nicht mal gekannt. Bei mir waren es immer die Solo-Abenteuer von DSA.

15-21 Jahre: Gruppen und ganze Welten!

Irgendwann fand sich über die Schule dann doch mal eine Gruppe, und in und mit dieser spielte ich dann auch recht exzessiv 1-2x/Woche. Da mir das nicht reichte, musste dann noch eine weitere Runde gebildet werden. Auch bei diesen Gruppen war es ausschließlich DSA, das wir spielten.

Durch einen offenen Spieltreff entdeckte ich später jedoch, dass es nicht nur überhaupt sehr viel mehr Rollenspiele als DSA gibt (siehe hier), sondern sogar ganze Läden mit Regalen voller Rollenspielen (siehe hier und hier). Whoa!

So lernte ich AD&D kennen und verliebte mich in Earthdawn (siehe hier).

22-28 Jahre: Generisch universell zu dark

Die nächste Phase meines Rollenspiellebens war zunächst vor allem geprägt von GURPS. Das war mein erstes Zusammentreffen mit einem Spiel, mit dem man buchstäblich alles machen konnte. Und genau dem widmeten wir uns ziemlich ausgiebig. Sowohl dem Spielen in verschiedenen Genres (vor allem Fantasy und SciFi/Traveller), aber auch dem Bau eigener Welten. Auch das waren also meine ersten Schritte hin dazu, abseits von Abenteuern eigene Dinge zu kreieren.

Mein Highlight aus dieser Zeit ist immer noch, dass ich meinen Vater in dieser Zeit fürs Rollenspielen begeistern konnte, wenn zu diesem Zeitpunkt auch eher kurzzeitig und auf Traveller beschränkt.

Aber schon damals war es so, dass ich nach gefühlt ewiger Zeit ausschließlich mit DSA nicht mehr an einem System kleben bleiben wollte. Irgendwann kam die Lust auf was Neues, und so ließ ich mir im Rollenspielladen einfach was empfehlen, da meine eigene Rollenspielblase noch mehr als überschaubar war. Und in Nullkommanix hatte ich dann plötzlich alles im Regal stehen, was von Vampire, the Masquerade zum damaligen Zeitpunkt erschienen war.

Ich war von Vampire sehr gehyped, habe alle Bücher dazu regelrecht verschlungen, habe mein eigenes Ruhrgebiet komplett mit Vampiren, Connections, NSC, wichtigen Orten etc. ausgestattet (da kommt man auch drauf, wenn man noch nie was von R-Maps, C-Maps und Co. gehört hat), eine wirklich riesige Runde geplant mit 12 Spielern, die sich durch ihre Aktionen und Präferenzen dann nach ein paar Sessions in 2-3 eigene Gruppen aufspalten sollten, zwischen denen es immer wieder mal Berührungspunkte geben sollte. Um es kurz zu machen: Das war einer der größten Flops, die ich je gespielt bzw. geleitet habe (ein bisschen mehr dazu gibt es hier). Aber ich habe sehr viel gelernt durch die Vorbereitung der Runde und letztlich auch durch den Flop an sich.

Letztlich hatte ich nach diesem Megaflop allerdings schon nicht mehr so wirklich Bock auf das Spiel. Da ich verdammt viel Geld ausgegeben hatte und auch nicht alles sofort verkaufen wollte, machte ich mich im Internet, das es endlich gab, auf die Suche nach Tipps und Inspiration. Mit dem Internet erweiterte sich meine Rollenspielwelt erneut. Und auch die World of Darkness wurde genau das: eine ganze Welt, viele verschiedene Übernatürliche, nicht nur Vampire. Es dauerte nicht lang festzustellen, dass mich Werewolf, Changeling und schließlich auch Wraith und Mummy allesamt viel mehr anzogen und interessierten als Vampire.

Und dann kamen die Chroniken der Engel. Wieder ein anderes Genre, andere Mechaniken, und auch eine neue Gruppe, die komplett aus Leuten entstand, die ich über die Rollenspielerdatenbank KOOP im Internet angeschrieben hatte. Und damit entstand dann auch mein erster Rollenspielblog damals.

29-36 Jahre: Chummer & Vampire

Streng genommen gehört der erste Schwerpunkt schon in den vorigen Abschnitt. Dort erwähnte Gruppe fing immer wieder damit an, Shadowrun spielen zu wollen, wogegen ich mich aber standhaft weigern konnte. Nachdem ich mich dann dazu durchringen konnte, mal einen SR-Roman zu lesen, war ich bereit, doch ein paar Sessions zu spielen. Und als die anderen dann wie üblich mal wieder wechseln wollten (wir spielten ein System alle 14 Tage fest und dazwischen an den 14 Tagen wechselnde Systeme), war ich lautstark dagegen und wollte zum Erstaunen aller unbedingt weiterspielen. Auch damit hab ich mich durchgesetzt *g*.

Damit trat erstmals ein regellastiges System in mein Leben. DSA zähle ich da nicht, denn damit bin ich von Stunde 0 an mitgewachsen. Und ich hab mir an den Regeln von Shadowrun 3 wirklich die Zähne ausgebissen. Über Jahre hinweg. Ich habe ewig Karteikarten als Cheatsheets genutzt, sowohl als Spielerin für meinen Charakter als auch später als SL. Und das, obwohl ich wirklich viel gelesen, geübt und gespielt habe. Damals habe ich beschlossen, dass umfassende Regeln wahrscheinlich nix für mich sind. Hat mich aber nicht von Shadowrun abgehalten, im Gegenteil. Abgehalten hat mich dann eher die 4. Edition bzw. das komisch vermurkste grüne Grundregelwerk damals.

Und so führte mich mein Weg mal wieder auf Abwege. Ich bekam die Empfehlung von Nin, den ich schon aus den damaligen WoD-Forenzeiten und denen im Travar-Forum (und seiner großartigen Changeling-Webseite) her kannte, mal auf der Drachenzwinge zu gucken, und dort wurde ich auch fündig. Und wie! Vor allem All flesh must be eaten hatte es mir dort angetan, aber ich spielte so einiges, leitete so einiges, und schließlich führte mein Weg mich wieder hin zur World of Darkness. Das Problem war dasselbe wie immer zuvor: Jeder wollte Vampire spielen, stand voll auf dieses Intrigen-PvP-Ding, ich hingegen hätte lieber andere Sachen gespielt. Hab ich auch. Und dank einiger Leute bei der Drachenzwinge, die das ähnlich sahen oder noch sehen, konnte ich auch eine Menge anderer WoD-Spiele spielen. vampir

Dadurch kam ich auch zur langjährigen Tischrunde, die – natürlich – Vampire spielten. Zuerst Dark Ages, später kam das mehr aufgedrückte Switchen auf die nWoD. Und davon war ich sehr schnell dann doch sehr angetan, nachdem ich quasi mehr oder weniger gezwungen war, mich mehr und mal so richtig damit auseinander zu setzen. So kam die World of Darkness nicht nur zurück in mein Rollenspielleben, sondern sie erweiterte sich sogar deutlich. So sehr, dass ich schließlich beschloss, nix anderes mehr spielen zu wollen. Alles, was ich je an Settings bespielen wollen würde, konnte ich mit der nWoD umsetzen.

Und eben drum startete ich am Ende dieser Phase dann auch meinen Youtube-Kanal, auf dem ich vor allem Videos zur (n)WoD online stellen wollte.

37-41 Jahre: Resümee und Aktuelles

Füchse bemerken, dass die Zahl hier nicht stimmt, denn da müsste eine 42 stehen. Noch füchsischere Füchse werden daraus zu Recht schließen, dass ich aktuell 41 Jahre alt bin. Glückwunsch! *g*

Knapp ein Jahr blieb die nWoD tatsächlich mein Schwerpunkt auf dem Kanal. Mein Enthusiasmus, auch andere von der nWoD zu begeistern, nahm dann allerdings mit der Ankündigung von Ulisses, die oWoD wieder auf deutsch rauszubringen, ein jähes Ende, zumal sich auch da schnell rauskristallisierte, dass vor allem Vampire damit gemeint war, logischerweise.

Danach wandte ich mich erstmals nach x Jahren mal wieder DSA zu, wo für die 5. Edition gerade die Beta lief. Auch nach Erscheinen der 5. Edition hab ich viel DSA gespielt und geleitet. Und ich hatte nach so langer Zeit mal wieder richtig Spaß daran. Das flaut übrigens aktuell wieder so ein bisschen ab. Ich rechne aber nicht noch mal mit einem kompletten Ausstieg, sondern will mir DSA 5 auf jeden Fall als gern gespieltes Spiel erhalten. Muss halt nur ein bisschen dosiert werden.

Ich startete mit  Die Winterkönigin einen Abenteuerpfad von Pathfinder, der nun seit mittlerweile 3,5 Jahren gespielt wird und relativ kurz vor dem Abschluss steht. Vor kurzem haben wir mit DnD 5 angefangen, das sicherlich Pathfinder vollständig ersetzen wird. Nach dem Erscheinen im Englischen hatten wir schon 2 DnD-Kampagnen gespielt, dann pausiert, und nach dem Erscheinen im Deutschen hatte ich da erst mal keine Böcke drauf. Jetzt schon. 🙂 Ist aktuell noch ein bisschen holprig, da ein paar Jahre nicht mehr bespielt. Außerdem raubt mir der Kontrast zu Pathfinder aktuell noch ein bisschen Nerven. An dem einen Tag das eine, am nächsten das andere … bringt mich durcheinander (und Pathfinder bringt mich eh durcheinander).

Nach einigen Anläufen habe ich mich dann doch noch so richtig in Splittermond verlieben können (wie ihr sicherlich wisst).

Immer mal wieder zieht es mich mehr oder weniger stark zurück zur World of Darkness, mal länger, mal kürzer. Und auch Shadowrun blitzt immer mal wieder auf und ich hab auch da noch immer Spaß, mich damit zu beschäftigen. Ebenfalls dosiert, seit ein paar Jahren nur noch theoretisch. Aber das soll auch nicht immer so bleiben.

Ich habe mit Powered by the Apocalypse eine weitere Mechanik in Variationen kennengelernt, die mich sehr begeistert, wohingegen mich Savage Worlds nie so wirklich begeistern konnte.

Und hier und da plöppt mal was Neues oder neu Entdecktes auf, dem ich mich kürzere Zeit widme. Ich bin aber mit meiner Auswahl an immer wieder rausgekramten Spielen und Varianten an sich zufrieden mittlerweile, sodass Neueres eher mal links liegen bleibt. Bis vor ungefähr 3 Jahren habe ich noch alles mögliche Neue gekauft und auch gespielt, aber nachdem ich mir mal sozusagen eine Rollenspielkaufdiät auferlegt habe, hat das alles ziemlich seinen Reiz verloren. Yay, eine erfolgreiche Diät also, hihi. Und mal ehrlich: Mit der engeren Auswahl an Spielen, die ich immer wieder mal und/oder dauerhaft spiele, bin ich aber auch schon mehr als beschäftigt.

Mein Youtubekanal ist im Verlauf der Zeit mit 1200 Abos ganz schön angewachsen, was mich sehr freut. Dass der Blog dadurch immer wieder und immer längere Einbrüche hatte, finde ich hingegen schade. Ist immer so ein Auf und Ab mit der zur Verfügung stehenden Zeit und den Dingen, die man darin unterbringen will. Trotzdem versuche ich immer wieder, regelmäßiger zu bloggen und organisiere auch schon allein deshalb gerne mal einen Rollenspielkarneval.

Und dennoch habe ich vor kurzem einen Podcast zu Splittermond und (düsterer) Fantastik gestartet, den Stechginsterpodcast. Der soll alle 14 Tage erscheinen und bislang klappt das ganz gut und macht mir einen Heidenspaß.

Zwischenzeitlich hatten wir 1 Jahr lang den Kanal Vlogtaculum für monatliche Vlogs erstellt und organisiert. Und ich hab durch die Mitarbeit an den deutschen Versionen von Fragged Empire und DnD 5 (Spielerhandbuch) einen Blick hinter die Kulissen werfen können.

Generell würde ich sagen, dass sich mein Spielen sehr gefestigt hat in den letzten Jahren. Das entspannt und macht gleich mal noch mehr Spaß.

Zukunft?

nachdenkenTja, gute Frage. Wer weiß das schon? Aber da sich langsam auch das Jahresende nähert, mache ich mir da wahrscheinlich traditionell wohl noch so einige Gedanken zu.

Nach wie vor unzufrieden bin ich mit meinem Zeitmanagement. Das Hobby Rollenspiel auf diversen Ebenen (informieren, lesen, vorbereiten, leiten, spielen, Blog, Youtube, Podcast) zu pflegen, ist schon sehr zeitintensiv. Trotzdem ist es ja nicht das einzige Hobby, das ich habe. Zusammen mit Arbeit und Studium habe ich dauernd das Gefühl, dass mir irgendwo irgendwas verloren geht (nicht immer unberechtigt). Das ist nervig. Hab da schon vieles ausprobiert, aber noch keine Lösung gefunden.

Im Grunde möchte ich alles aber eigentlich so haben, wie es in den letzten Jahren geworden ist. Nur mit mehr Regelmäßigkeit irgendwie. Das wäre schon schön.

Und ich möchte nach wie vor wieder mehr (zeitlichen) Raum für mehr eigene Dinge haben. Das hat sich in diesem Jahr nur sehr wenig gebessert und es fehlt mir.

Und ihr?

Wie sieht euer Rollenspiellebenslauf eigentlich so aus? Das würde mich echt mal interessieren!

Und gibt es eurerseits Dinge, die ihr euch für die Zukunft wünschen würdet? Für euer Hobby oder auch von mir bzw. diesem Blog hier?