Storm King’s Thunder: Session 6

Weiter ging es im „freien“ Bereich des Ardeep Forests, wo die Gruppe ein recht verwittertes Jagdanwesen entdeckt hatte, in dem es sich – bis zum Eintreffen der Charaktere zumindest – einige Gnolle gemütlich gemacht hatten.

Hier könnt ihr die Session selbst verfolgen:

Was geschah in Session 6?

Zu Beginn der Session wagten sich zunächst zwei der Charaktere erst einmal die Treppe rauf in die nächste Etage des Anwesens, derweil die anderen beiden sich noch näher mit dem seltsamerweise frisch brennenden Feuer im Kamin beschäftigten.

Oben gab es einige alte verstaubte Möbel zu entdecken, eine offene Halle und eine Art alter begehbarer Kleiderschrank. Dank der lauten Gespräche innerhalb der Gruppe öffnete sich sogleich eine von drei verschlossenen Türen. Ein weiterer Gnoll, gefolgt von zwei weiteren, stürzte hinaus und so kam es recht schnell zu einem weiteren Kampf. Nachdem die Gnolle besiegt waren, blickten sich die Charaktere zunächst mal in den Räumen, aus denen sie gekommen waren, um. Sie entdeckten einen Trophäenraum mit zahlreichen Fellen, Geweihen und derlei mehr. Danach folgte ein Raum mit Schreibtisch und Schränken, wohl offenbar ein gut ausgestattetes ehemaliges Arbeitszimmer. Durch das Gnollnest in der Ecke und den damit einhergehenden Geruch hatte der Raum allerdings deutlich an Flair verloren … Zu finden gab es noch einige verwitterte Schreiben mit dem bereits wohlbekannten Siegel, das rund um das Anwesen bereits mehrfach aufgetaucht war: ein von einem Speer durchstoßener Wolfskopf. Meru’uk fand inmitten des Gnollnests zudem ein Kästchen, das randvoll mit Edelsteinen gefüllt war. Ammon schnallte sich derweil einen großen Haufen der Felle auf den Rücken, sehr zum Leidwesen der Katze Rillex, die es sich darauf gerade noch gemütlich gemacht hatte. Und Ferdinand wagte sich die im Trophäaenraum vorhandene kleine Treppe nach unten, die in einen Waschraum ohne Besonderheiten führte, während Anri die verbliebene kleine Tür in der ersten Halle öffnete und ein Garderobenzimmer entdeckte.

Schließlich machten sich alle bereit, einen Blick hinter die verbliebene Doppeltür zu werfen. Ferdinand öffnete die verschlossene Tür mit einem seiner Entbeinmesser und so ging der Weg weiter in einen außerordentlich gut gepflegten Raum, frisch ausgekehrt. Zu sehen gab es ein leeres Bücherregal, einen Schreibtisch mit einem großen Buch, einer dunklen Keramikschüssel mit einer kompassähnlichen Nadel und den Resten einer getrockneten Flüssigkeit, einem Becher und weiterem Kleinkram, eine große Truhe, einen neuwertig aussehenden, schön gewebten Teppich, eine ordentliche und hochwertige ausgebreitete Bettrolle sowie ein offenes Fass, das bis zum Rand mit frischem Wasser gefüllt war.

Das Buch wirkte zwar schlicht, war jedoch erstaunlich schwer. Runen bedeckten die Ränder, die sich im Innendeckel fortzusetzen schienen, und schon das Anfassen des Buches ließ Meru’uk ein Kribbeln in den Fingern spüren.

Anri und Ammon hingegen waren völlig fasziniert von dem frischen Quellwasser im Fass und konnten sich das Dasein desselben einfach nicht erklären, so intensiv sie es auch beäugten und untersuchten. Im Vergleich zu Ammon gab Anri die Untersuchung früher auf und wandte sich der großen Truhe zu, die Meru’uk nach vergeblichen Öffnungsversuchen von Ferdinand und Ammon kurzerhand mit geübtem Einsatz der Hebelwirkung öffnete. Zu finden war neben diversen Kleidungsstücken eine drachenförmige Holzkassette mit 200 Goldstücken, die Meru’uk mitsamt Kassette mitnahm. Anris Augen fielen eher auf die scheinbar aus Wirsingblättern geformten Stiefel, die sich als magisch entpuppten. Weiteres Kramen in der Truhe offenbarte Meru’uk, dass die enthaltene Kleidung zu jemand magisch Begabten gehören musste, der sich mit Blut- und Hellsichtmagie beschäftigte und sich einer Gottheit namens Malar verschrieben hatte. Hilfreich bei diesen Erkenntnissen war auch Ferdinands Entdeckung, dass es sich bei getrockneten Flüssigkeit in der Keramikschüssel mit Nadel um Blut handelte. Ferdinand war es auch, der sowohl das schwere Buch als auch besagte Schüssel in seinen Rucksack packte.

Derweil Ammon Augen und Hände noch immer nicht vom ominösen Wasserfass lassen konnte, erkundigte sich Ferdinand nach Meru’uks Ausbildung und brachte einiges zur Ausbildung einer Paladina – und deren Pausenzeiten – in Erfahrung, bevor die Gruppe den Raum schließlich doch noch mit prall gefüllten Taschen verließ.

Anri schlich den Gang entlang, der offenbar zwei der Gebäude miteinander verband und in einen Raum mit einem lang unbenutzten Kamin und halb verrotteten Holzschemeln davor mündete. Abseits mehrerer weiterer Zimmertüren war vor allem die Tatsache interessant, dass der Raum tapeziert war – zumindest Reste davon waren noch zu sehen. Grün- und Brauntöne, Ornamente und Jagdszenen waren darauf zu sehen. Hinter den Zimmertüren verbargen sich offenbar ehemalige Gästezimmer sowie ein stilles Örtchen. Bei genauerer Betrachtung fiel Ferdinand auf, dass die abgebildeten Tiere eher monströs verändert wirkten.

Der nächste Raum war mit Hunderten von handtellergroßen Holzplaketten an den Wänden dekoriert, die offenbar Wappen vormaliger Gäste darstellten. Zu erkennen war das Wappen der Gastgeber, besagter durchbohrter Wolfskopf, außerdem konnten zwei weitere bekannte Familienwappen aus Waterdeep sowie ein paar Plaketten der Nandars aus Nightstone ausgemacht werden.

Eine Treppe führte nach unten, offenbar schon in einem weiteren Gebäude. Dort fand die Gruppe sich in einer Art Eingangshalle wieder. In einen sehr großen Fels, an den das Gebäude herangebaut war, war ein Kamin eingeschlagen, ebenfalls lang unbenutzt. Eine Tür führte jeweils hinaus und in einen weiteren Raum, eine weitere Treppe hingegen abwärts. Der weitere Raum entpuppte sich als gut ausgestattete Küche. Auch diese war gründlich gefegt, Utensilien ordentlich geputzt, und überall waren Säcke mit Kastanien und ein wenig Mehl zu entdecken.

Im Keller fand die Gruppe zunächst etliche Regale mit teils zerbrochenen, allesamt staubigen Weinflaschen. Während Ferdinand sich zwei der Flaschen einsteckte, entdeckte Ammon, dass sich hinter einer Tür ein Gang fortsetzte. Kurz darauf stürmte auch schon ein weiterer Gnoll auf ihn zu … oder das, was einmal ein Gnoll war? Das Wesen war deutlich größer als die bisherigen, wirkte entstellt, mit Merkmalen von Wildschweinen und Wölfen. Teils war rohes Fleisch an seinem Körper zu sehen, Fell hing lose an den Wundenden herab, und aus rot glühenden Augen blickte Ammon der Wahnsinn entgegen. Erst auf den zweiten Blick war zu sehen, dass dieses Wesen mit einer alten Kettenrüstung sowie einer Hellebarde ausgestattet war.

Im Kampfverlauf zogen sich immer mehr blendende Risse durch den Körper des Wesens, doch nur Ferdinand achtete zunächst darauf und zog sich rasch in Richtung Treppe zurück. Mit Recht, denn nach dem letzten Schlag durch Ammon explodierte das Wesen tatsächlich und verletzte Ammon und Meru’uk mit dem kurz ausbrechenden Feuer ordentlich.

Zur Sicherheit wagte Anri sich noch weiter den Gang entlang, um weitere Überraschungen aus dem Keller über Nacht auszuschließen. Dabei entdeckte er, dass es ziemlich lange Gänge und Abzweigungen in diesem Keller gab, die er jedoch nicht genauer in Augenschein nahm. Die Gruppe verkeilte die Tür des Weinkellers und schob ein Weinregal davor, bevor sie sich wieder hinauf in die Küche begab.

Nach Einteilung von Nachtwachen stellte sich Ferdinand in die Küche und zauberte für alle einen ausgezeichneten und käse-cremigen Maroneneintopf mit Rotweinessig.

Wie war Session 6?

Hier habe ich diesmal gar nicht soviel zu erzählen.

Es gab im Grunde klassisches Dungeoncrawling innerhalb des Anwesens und dabei einiges zu entdecken und zu finden.

Ein paar Dinge fand ich hierbei klasse:

Die Gruppe hat dennoch Raum gefunden für charakterspezifisches Rollenspiel und sich eben nicht allein auf Mechaniken zurückfallen lassen. Auch die Geschichte von Meru’uk zu ihrem Tagesablauf während der Ausbildung fand ich nett.

Witzig fand ich, dass das Wasserfass so unglaublich viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, derweil ich schon mal spoilern kann an dieser Stelle, dass sowohl Foliant als auch Kompassnadelschüssel mit Blut bis zum aktuellen Stand (Session 11) keinerlei Raum mehr in der Runde bekommen haben.

Ich mochte, dass bei der Map neben einem Bad auch ein Abort eingezeichnet war (irgendwann muss halt jede*r mal!), und ich mochte auch die Explosion des mutierten Gnolls im Keller. Mochten die Charaktere natürlich eher nicht, dennoch war es schon ein netter Nebeneffekt, wie ich fand.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.