[RSP-Karneval] Zeitsprung: Fragged Empire

Gloria von Nerd-Gedanken hat sich im Januar recht kurzfristig des Themas Zeitsprung für den Karneval der Rollenspielblogs ausgedacht. Höchste Zeit, auf den letzten Drücker doch zumindest noch einen Artikel dazu zu verfassen.

Zeitsprünge im Groben bieten eigentlich die meisten Rollenspiele. Man wird eben in eine fäntelalterliche Welt oder die (nähere oder fernere) Zukunft versetzt. Im Grunde sind auch das ja schon Zeitsprünge, wenn auch nicht im klassischen Sinne.

Einen solchen Sprung möchte ich exemplarisch für den Karneval benennen, weil ich diesen besonders spannend finde: Fragged Empire.

Wie passt Fragged Empire da rein?

Fragged Empire bezeichnet sich selbst als post-post-apokalyptisches Setting. Die Apokalypse selbst liegt also lang zurück, man ist über die ersten Aufbauten längst hinaus und vielmehr an der zweiten schwierigen Schwelle: ein (neues) Miteinander zu kreieren. Da ich dazu mal ein Video gemacht habe, habe ich auch eine erklärende Grafik dazu erstellt:

fragged_history

Die Menschheit existierte also vor etwa 10.000 Jahren (ganz links) und entwickelte sich quasi über Jahrtausende zu den Archonten weiter, die mittlerweile ebenfalls nicht mehr existieren.

Zwischendurch auf verschiedenen Wegen entstandene weitere Völker waren Teil der späteren Apokalypse, und erst seit etwa 100 Jahren versuchen sie, zueinander Kontakt aufzunehmen, Verträge auszuhandeln, eigene Kulturen zu etablieren und so weiter.

Das sind (Symbole rechts, von oben nach unten) die Corp, die Kaltoraner, die Nephilim und die Legion.

Die Corp als kapitalistische Nachfahren der Vargati sind wohl am menschenähnlichsten, jedoch das Spannende des Settings: Menschen selbst gibt es hier überhaupt nicht mehr.

Man hat hier und da vielleicht mal Geschichten von Menschen gehört, jedoch viel eher solche über die Archonten, die sich aus den Menschen heraus entwickelt haben.

Menschen spielen einfach keine Rolle in diesem Setting, zu dieser Zeit so lange, nachdem die Menschen ausgestorben sind. Und das Erstaunliche daran: Man vermisst sie auch überhaupt nicht.

Ich selbst kenne es aus anderen Spielen so, dass es zumindest noch irgendwo kleine Enklaven früherer Menschen gibt, oder dass Menschen dann als frühere Gründer, Götter und so weiter angebetet werden oder so. Hier nicht.

Ein sehr weiter zeitlicher Sprung also, den das Spiel bietet, und der Interessantes mit sich bringt.

Mehr zum Setting hab ich in meiner Lesereihe zu Fragged Empire auch noch in diesem Artikel festgehalten.