Hunter-Compact: Ghanesha

Die im Hunter-Regelwerk beschriebenen Compacts und Conspiracies haben mir nicht so sonderlich zugesagt, weil sie mir allesamt zu spezifisch waren. Ich wollte da lieber was Kleines und Flexibles, also hab ich eben selbst was erfunden. Nachfolgend ein paar Basisinfos zur Runde und ein paar Worte zur Historie. Ich beschränke mich sicherheitshalber mal auf die Dinge, die den SC der Runde bereits bekannt sind. Könnt ihr gerne nach Belieben für euch übernehmen, ergänzen oder sonstwie verwursten.

Vorab: Ja, der Rechtschreibfehler ist gewollt – ich weiß, dass das erste „h“ bei „Ghanesha“ eigentlich nicht ins Wort gehört.

2nd Tier-Compact:

  • Relativ regional
  • Geringe Mitgliederzahl (ca. 15-20 Personen)

Ziele:

  • Das Übernatürliche erkennen, studieren, einschätzen und handhaben können
  • Ganesha (das „Original“, also der indische Gott mit dem Elefantenkopf) bedeutet Herr der Scharen, Entferner der Hindernisse; verkörpert Neuanfang, Weisheit und Intelligenz, ist ein Schwellenhüter; mag Poesie, Musik, Tanz und Wissenschaften; auch Schutzherr des Handels und generell Glücksbringer für Unternehmungen

Geschichte:

  • 1936 wanderte ein Mann namens Heinz Bosbach im Alter von 32 Jahren auf Grund der politischen Lage in Deutschland in die USA aus. Dort schloss er sich recht bald einer Sekte an, die von einem Australier namens White angeführt wurde. Innerhalb dieser Sekte waren spirituelle Glaubensinhalte gänzlich frei, ob Katholik, Buddhist, Hindu, Muslim oder sonstige Glaubensgrundlage, alle waren gleichermaßen willkommen und konnten ihren Glauben leben, wie es üblich war. Die Spiritualität der Sekte fußte vielmehr auf psychologischem Hintergrund und dem Ziel, dass die Menschen selbstverantwortlich und in ganzheitlichem Denken leben konnten. Training in Selbsterkenntnis, Kommunikation, Gruppendynamik, Gesprächsangebote und Informationsveranstaltungen gab es ebenso wie Kurse in Landwirtschaft, Kochen, Geisteswissenschaften, Wirtschaft, Politik und derlei mehr.
  • Bosbach verbrachte zehn Jahre in der Kommune der Sekte, verließ sie dann jedoch aus zwei Gründen. Zum einen hatte er im Verlauf der Jahre beobachten können, dass nur die wenigsten Mitglieder ernsthaft an Erleuchtung, Verbesserung und derlei interessiert waren, sondern vielmehr vor einem Alltag flüchteten, dem sie sich nicht gewachsen fühlten oder umgekehrt dort kurzfristige Rechtfertigung für ihre wenig sozial-spirituellen Lebensweise suchten. Für Bosbach war das zu wenig und er bemängelte außerdem das Ausklammern naturwissenschaftlicher Inhalte und Förderung. Zum anderen hatte er vor einigen Jahren in der Sekte seine große Liebe gefunden und er plante mit der 26-jährigen Shamini ein gemeinsames Leben.
  • Die Erfahrungen aus der Sekte begleiteten das Paar, das 1948 heiratete und 1950 beschloss, in Bosbachs Heimat zurückzukehren, weiterhin. Die Rückkehr in die Heimat war für Bosbach einigermaßen traumatisch, da er feststellen musste, dass keiner seiner Verwandten und nur ein paar wenige frühere Freunde und Bekannte überlebt hatten. Er bekam eine Stelle als Chemiker, brauchte jedoch Jahre, bis er sich wieder in diesen Beruf einfinden konnte, während Shamini zu Hause bei der gemeinsamen Tochter Sadhvi (Bedeutung: rechtschaffen) Isolde (Bedeutung: gerecht) blieb, die 1953 geboren wurde.
  • Begleitet von politischen Unruhen, dem Kalten Krieg und dem Mauerbau in Berlin verbitterte Bosbach und konnte nur durch seine Frau immer wieder einigermaßen in seine Mitte gebracht werden.
  • Nachdem Bosbach ernsthafte Anzeichen dafür entdeckt hatte, dass nicht nur die Gräuel des Krieges Teile seiner Familie und seiner Freunde auf dem Gewissen hatte, sondern zunehmend zu der Gewissheit gelangte, dass Übernatürliches seine Opfer gefordert hatte, verlagerte er seine Studien zunehmend dahingehend. Er übernahm mit einem Freund (Ingenieur Günter Röser) die wissenschaftliche Seite und die Entwicklung von „Gegenmitteln“, während Shamini mit einer alten Freundin Bosbachs, Marianne Stergar, sich um die mythologischen und spirituellen Hintergründe kümmerte.
  • 1968 wurde die Ghanesha-Gruppe „offiziell“ von den Bosbachs, Röser und Stergar gegründet und sie begannen, nach weiteren potenziellen Mitgliedern zu suchen, die sie hier und da auch fanden.
  • Zu Bosbachs Lebzeiten (1904-1992, wurde 88 Jahre alt) stand das Aufspüren und Vernichten von Übernatürlichem stets im Vordergrund. Ein Gegengewicht bildete ab 1989 seine zu diesem Zeitpunkt 36-jährige Tochter Sadvhi Isolde. Für die studierte Ingenieurin stand das Erforschen, Verstehen und Hinterfragen immer schon vor der Vernichtung des Übernatürlichen, doch erst mit der fortschreitenden Demenz und Immobilität des Vaters konnte sie damit anfangen, innerhalb der Gruppe diesen neuen Gedanken zu formen und zu festigen.

Räumliche Organisation:

  • In einem Berliner Gebäude, in dem sich offiziell ein Reisebüro befindet (Studien- und Erlebnisreisen Ghanesha Tours), befindet sich in den beiden Etagen darüber das Hauptquartier von Ghanesha, außerdem sind die meisten Kellerräume der Gruppe vorbehalten. Weitere Mieter gab es nie, 1992 wurde das Gebäude von Sadhvi Isolde Bosbach gekauft.
  • Die erste Etage beinhaltet die umfassende Rechercheabteilung der Gruppe, zahllose Aktenordner, Computer, Kopierer, Fotoabteilung, Filmabteilung und Konferenzsaal
  • Die zweite Etage beherbergt die Labore (mikrobiologisch, chemisch, technisch) und die Versuchsabteilung
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