Blogstöckchen 2.0 von der Papierheldin

Yeah, ich wurde von der Papierheldin mit einem Stöckchen beworfen! Da leg ich doch gleich mal los mit der Beantwortung der Fragen.

1. Warum bist du Rollenspieler und was fasziniert dich daran?

Ich war irgendwie immer schon Rollenspielerin. Durch Nachbarskinder hörte ich im zarten Alter von 7/8 Jahren von diesem Spiel mit Elfen und Zwergen, wie ich in der Retro-Reihe ja auch schon mal erläuterte. Na ja, und seither bin ich halt Rollenspielerin.

Mich faszinieren verschiedene Dinge. Einmal spiele ich gerne, und das zusammen mit anderen (PC- und Konsolenspiele gehen darum zumeist auch sehr an mir vorbei), Rollenspiel ist für mich also schlicht eine Form des sozialen Miteinanders.  Dann mag ich es, meine Kreativität irgendwo hinpacken zu können, ohne gleich zur Romanautorin oder sowas werden zu müssen (auch wenn das in den letzten zwei Jahren aus zeitlichen Gründen leider immer weniger ein Faktor ist). Am meisten mag ich aber tatsächlich, dass man eine Frage stellt (Auftrag, Problem, Szenario) und dazu dann verschiedene Ansichten, Ansätze und Reaktionen bekommt – oder umgekehrt eben selbst sozusagen Fragen bekommt und sich überlegt, wie man darauf reagiert, sowohl als Spielerin als auch in allen erdenklichen Formen eines Charakterkonzepts.

2. Wie viel Zeit hast du schon mit deinem ältesten Rollenspielcharakter verbracht und was ist es für einer?

Mein wirklich ältester Charakter ist eine halbelfische Kriegerin aus Vinsalt (jepp, schon klar …), die ich so Anfang der Neunziger gespielt, aber schon sehr viel früher erstellt habe. Ganz soviel Zeit hatten wir nicht zusammen; sie schaffte es damals (weiß die Edition nicht mehr) bis Stufe 7 und verschwand dann auf Nimmerwiedersehen (damals sehr zu meinem Ärger) in einem Portal.

Der von mir am längsten/intensivste gespielte Charakter hingegen ist eine Ravnos aus Vampire, die Maskerade. Da schätze ich die Spielzeit so auf insgesamt etwa 600 Stunden.

3. Muss es in einem Abenteuer mindestens einen Kampf geben oder kann es auch gewaltfreie Lösungen geben?

Phasenweise unterschiedlich. Ich kann eigentlich problemlos zig Sessions mit gewaltfreien Lösungen und sogar mit reiner „Laberei“ verbringen, aber manchmal gibt es Phasen – und die haben im Verlauf der letzten Jahre sehr zugenommen -, da will ich im Spiel irgendwas bekämpfen dürfen. Freu ich mich allerdings sehr viel lieber auf Spielerseite als auf SL-Seite drauf, weil ich Kämpfe als SL immer relativ bis ordentlich stressig finde (je nach System).

4. Im Rollenspiel tauchen oft ungewöhnliche Namen auf. Einigt ihr euch am Tisch auf die Aussprache oder wie kommt ihr auf die Lösung (z.B. das ‚y‘ statt ‚i‘ oder Dopplungen die im Deutschen nicht vorkommen, wie das ‚ii‘)?

Äh … wie jetzt? Das Problem kenne ich jetzt nicht so. Eigentlich weiß man ja schon, wie man Sachen aussprechen sollte bzw. sie gedacht sind, ob es nun um Namen von SC/NSC oder auch Orten geht. Und in Zeiten von Youtube und Co. – da kommen wir ja noch zu bei einer späteren Frage 😉 – hat man auch immer öfter Videos, in denen Entwickler, Verleger usw. irgendwas aussprechen und einem damit sozusagen „vorsprechen“.

5. Machst du dir während dem Rollenspiel Notizen oder kannst du dir alles merken?

Ich mach mir immer Notizen, zu allem, also auch beim Rollenspiel. Die verlege ich dann mindestens ebenso eifrig, wie ich sie schreibe und finde sie wieder, wenn das Notierte nicht mehr relevant ist …

6. Wie ist das in deiner Runde, seid ihr mehr Frauen/Männer oder ist es ausgeglichen?

Meist mehr Männer.

7. Gibt es einen festen Spielleiter oder wechselt ihr euch ab?

Innerhalb einer Runde gibt es auch nur eine SL. Den Job hat meist entweder mein Freund oder ich.

8. Wie koordiniert deine Runde die nächsten Spieltermine?

Doodle! Gerade bei unregelmäßigen Terminen eine tolle Sache, und da ich wegen Schichtdienst und Co. niemals fixe Termine ausmachen kann, sowas wie meine Koordinations- und Hobbyrettung.

9. Manche Runden streamen ihre Sitzungen. Schaust du dir solche Videos an und könntest du dir vorstellen so etwas mit deiner Runde mal auszuprobieren?
Liebe Clawdeen, vielleicht magst du hier verraten, was dich antreibt deine Runden aufzuzeichnen und anderen zu präsentieren?

Kurz habe ich mich gefragt, was ich zu dieser Frage schreiben soll … aber dann kam ja noch der Zusatz an mich. 😉

So kurz beantworten lässt sich das nicht. Wichtig ist vielleicht, dass ich meinen Youtube-Kanal an sich nicht erstellt hatte mit dem Ziel, dort Runden zu streamen. Ich wollte einfach einen Kanal zum Thema Rollenspiel erstellen, und meine damalige Hauptantriebsfeder war die nWoD (bzw. jetzt Chronicles of Darkness (CofD)). Am 13.11.2013 hab ich das Ganze gestartet, und erst am 17.08.2014, also gut ein dreiviertel Jahr später, habe ich meine erste Runde onAir gestreamt.

Warum habe ich überhaupt was onAir gestreamt? Ich habe zum damaligen Zeitpunkt so ziemlich jeden Stream geschaut, der rollenspielerisch angeboten wurde. Der Antrieb dafür war einfach Neugierde, sich anzusehen, wie andere spielen, wie sie die Spiele spielen, die ich selbst kenne, aber auch darüber neue Spiele kennen zu lernen. Und der letzte Punkt war dann ausschlaggebend dafür, selbst was zu streamen: um nämlich zum damaligen Zeitpunkt Spieleindrücke von World of Darkness-Varianten zu zeigen und zu vermitteln.

Und wenn man das ein paar Mal gemacht hat und ohnehin hauptsächlich online spielt, dann gibt es eigentlich keinen Grund mehr, nicht onAir zu spielen. Und so kam es dann, dass immer mehr Runden auf meinem Kanal landeten. Teils auch, um irgendein Spiel mal zu zeigen, teils aber auch einfach, weil es sich so ergeben hat.

Mit der Zeit spielten auch immer mehr zeitliche Gründe rein. Ich mag meinen Kanal und möchte ihn pflegen, finde aber leider immer weniger Zeit, Videos zu drehen. Das ist nämlich schon durchaus aufwendig, auch wenn es Spaß macht. Das Drehen und Bearbeiten eines Videos von z.B. 15 Minuten kostet mindestens eine Stunde Zeit (wenn man wirklich im Grunde nur quatscht und nix vorbereitet oder so) – und dann hat man es noch nicht auf Youtube hochgeladen (was auch Stunden dauern kann je nach Tageszeit, Videolänge und -qualität, belastet zudem unsere Schneckenleitung enorm) und dort mit Infobox und Co. versehen. Das braucht alles also separat eingeplante Zeit. Unsere Spielrunden hingegen sind sowieso geplant und laufen sozusagen von alleine online. Da ist nicht viel Mehrarbeit dabei.

Im Verlauf der Zeit haben sich die Funktionen auf Youtube deutlich geändert, immerhin hab ich den Kanal ja jetzt schon knapp 3 Jahre. Und früher gab es auch zu egal welcher Thematik weniger Kanäle. Beides zusammen führt dazu, dass es mittlerweile nur noch wenige Kommentare unter den Videos gibt. Das finde ich schade, weil ich auch das gerne mag an Onlinerunden, dass man einfach mal mitbekommt, wie Situationen, Geschichten, Charaktere etc. bei anderen überhaupt so ankommen, einfach so als Feedback. „Gebrauchen“ kann man sowas natürlich nur bedingt, aber interessant ist es trotzdem. Manchmal aber tatsächlich außerordentlich hilfreich. So fiel einem Zuschauer neulich bei unserer Theaterritterkampagne auf Tsus Kanal beispielsweise auf, dass unser letztlich wegen eines Punkts verstorbene Mitstreiter gar nicht tot wäre, wenn er mal an seinen Rüstungsschutz gedacht hätte. Ist uns im Spiel allen nicht aufgefallen, war aber völlig richtig. Nun kann man natürlich sagen „Pech gehabt“, aber der Fairness halber ist der Charakter so wieder „auferstanden“. Offline wäre er einfach tot gewesen, schade drum.

Ich mag auch die Bequemlichkeit an Onlinerunden mittlerweile. Ich kann mir den Stand von irgendwelchen Punkten (die ich eher auf Zetteln notiere, die ich dann verlege …) einfach aus dem Stream holen vor einer weiteren Session, und ich kann auch ganz genau nachsehen, was beim letzten Mal so passiert ist. Und das Beste: Besonders erinnerungswürdige Szenen bleiben ebenfalls erhalten. 🙂

10. Der Herbst steht vor der Türe, wie vertreibst du deine Zeit, wenn es draußen stürmt und regnet?

Ich mag Herbst und Winter unheimlich gerne. Einmummeln, Tee trinken, Bücher lesen, Figuren bemalen, Brett- und Rollenspiele, im Internet surfen, die Weltherrschaft planen … schlechtes Wetter macht nix.

11. Im Supermarkt stapelt sich schon das Weihnachtsgebäck. Was muss dieses Jahr unbedingt unterm Baum liegen?

An Weihnachtsgebäck oder Geschenken? Gebäck gibt es keins unter dem Baum; ich backe selbst (und ess das dann, statt das irgendwo hinzulegen). Hinsichtlich Geschenken gibt es natürlich immer 1001 Sache, die ich gerne hätte, weil ich einfach vieles (an)sammle, aber eigentlich bin ich momentan ziemlich wunschlos glücklich.

 

Okay, dann muss ich das Ganze jetzt also wieder mit neuen Fragen weitersenden … ich mogel mal ein bisschen und verändere nur einen Teil.

1. Warum bist du Rollenspieler und was fasziniert dich daran?
2. Wie viel Zeit hast du schon mit deinem ältesten Rollenspielcharakter verbracht und was ist es für einer?
3. Nenne und beschreibe drei coole Reittiere/Begleiter für’s Rollenspiel (mit Quelle, falls vorhanden)!
4. Was war das außergewöhnlichste PnP-System, das du je ausprobiert hast und inwiefern?
5. Bist du Systemhopper oder spielst du lieber einzelne Settings und Systeme länger und intensiver?
6. Schneeflocke, einen 0815-Charakter individuell beleben oder noch was anderes?
7. Wie liest du ein Grundregelwerk? Von vorne bis hinten, abschnittsweise, teilweise …?
8. Gibt es eine Art „Rollenspieltraum“ (abseits von Einkäufen), den du noch nicht umgesetzt hast, es aber irgendwann unbedingt möchtest?
9. Erzähl mal was zu Mumien im Rollenspiel!
10. Der Herbst steht vor der Tür, wie vertreibst du deine Zeit, wenn es draußen stürmt und regnet?
11. Im Supermarkt stapelt sich schon das Weihnachtsgebäck. Was muss dieses Jahr unbedingt unter dem Baum liegen?

Ich bin so frei und reiche das Stöckchen an vier statt drei Leute weiter – 2x Blogger, 2x Youtuber. 😉

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