Rückblick: Rollenspielkarneval Oktober

Hier ist nun die Zusammenfassung des Oktober-Karnevals der Rollenspielblogs. Doch zunächst noch ein bisschen was anderes.

Wieso hat Clawdeen diesen Karneval eigentlich organisiert?

Tja, wie so oft war ich hoch motiviert zu eigenen Beiträgen. Und es kam auch nicht von ungefähr, dass ich mir genau dieses Thema heraus gepickt habe, Ich finde, es bietet eine Menge Möglichkeiten, die auch gut zum von mir hoch gehaltenen Halloween passen. Außerdem bin ich erst vor einem halben Jahr nach Ingolstadt gezogen. Und wem das nichts sagt, der wird spätestens nach der Lektüre der teilnehmenden Artikel des Monats wissen, dass es da eine Verknüpfung zu Frankenstein gibt. Oh, und ich liebe die Verfilmung aus den 90ern mit Kenneth Branagh, Robert de Niro und Helena Bonham-Carter! Continue reading

Karneval der Rollenspielblogs Oktober: Roboter, Golems & Kunstwesen

Ein neuer Monat, ein neuer Karneval der Rollenspielblogs. Im Oktober organisiere ich das Ganze mal wieder, und das Thema des Monats lautet: „Roboter, Golems & Kunstwesen“.

Wenn man mal kurz darüber nachdenkt, finden sich solche Kreaturen in eigentlich fast jedem Genre/Setting: Steamjacks bei Iron Kingdoms, Droiden bei Star Wars, Prometheaner der World of Darkness, mechanische Konstrukte in zum Beispiel Eberron, in gewisser Weise auch Cyberzombies und Konsorten bei Shadowrun

Der aktuell von mir bespielte Abenteuerpfad „Die Winterkönigin“ von Pathfinder beispielsweise setzt einige belebte Kreaturen ein. Noch sind wir im ersten von sechs Bänden und bislang belebten Eisskulpturen begegnet, doch da kommt in weiteren Bänden noch so einiges …

Welchen Kunstwesen seid ihr als Spieler schon begegnet? Welche fandet ihr gut, welche schlecht, welche innovativ? Und welche habt ihr als Spielleiter bereits eingesetzt? Oder inspiriert euch das Karnevalsthema vielleicht dazu, ein solches Wesen zu erschaffen? Erzählt uns davon, egal für welches System!

Andersrum: Welche Kunstwesen habt ihr selbst schon gespielt oder welche Settings und/oder Systeme unterstützen das Spielen solcher Wesen eurer Meinung nach besonders gut, und warum? Oder habt ihr gar Tipps zum Spielen von belebten, künstlich geschaffenen Wesen?

Fallen euch Orte, Dungeons oder ganze Abenteuer ein, die sich mit diesem Thema befassen? Ob selbst geschriebene oder irgendwo entdeckte: Berichtet doch mal!

Sicherlich gibt es noch viel mehr, was einem zu diesem Thema einfallen kann, Gimmicks, Gedanken, Hintergründe …, doch genau dazu dient ja auch der Karneval – unterschiedliche Inspirationen zu einem Thema zu sammeln.

Ich bin gespannt, was der Monat so bringt und freue mich auf eure Beiträge!

Wer mag, kann für diesen Monat folgende Karnevallogos verwenden:

Kunstwesen-Logo 250px

Kunstwesen-Logo 500px

Kunstwesen-Logo Pink Edition 250px

Kunstwesen-Logo Pink Edition 500px

Verlinkt eure Blogbeiträge (oder auch Videos) zum Thema einfach als Kommentar unter diesem Eingangsbeitrag oder im entsprechenden Thread bei RSP-Blogs.de

 

10 Dinge, die Gegenspieler sexy machen

Vorweg gesagt, handelt es sich natürlich um eine subjektive Auflistung, und zudem ist „sexy“ eher im Sinne allgemeiner Attraktivität abseits von Romanzen und Co. gedacht. Das Thema lässt sich in diesem Monat zu nett mit dem Vlogtaculum-Thema für Februar kombinieren, weshalb ich später in diesen Beitrag auch noch ein Video einbasteln werde. Blogartikel und Video sind inhaltlich aber identisch.

Was also macht Gegenspieler sexy?

1. Die Stimme

Ob nun besonders lasziv, rauchig, ein bestimmter Akzent oder sonst ein unverwechselbares Timbre – Hauptsache: Wiedererkennungswert und ernst zu nehmen.

2. Dunkle Haare

Die Nummer kennen wir ja schon ewig: Die Guten sind blond, die Bösen sind dunkelhaarig. 😉

3. Intellekt

Dumme NSC sind vielleicht Handlanger und taugen für Zwischendurchbegegnungen, aber der letztliche Gegenspieler sollte smart sein, gebildet und vorausplanend.

4. Unerreichbar und doch präsent

Man begegnet ihm immer wieder, aber doch kommt man nicht an ihn heran. Er taucht zu Gelegenheiten auf, die einen Zugriff unmöglich machen, einen selbst dumm aussehen lassen oder andere Leute in Gefahr bringen würde. Er taucht dann auf, wenn ein vorübergehendes Abkommen mit ihm unausweichlich ist oder zu sein scheint. Sucht man ihn selbst, führen jedoch alle Spuren ins Nichts.

5. Unberechenbar

Nach einer Weile glaubt man, man wisse, wie er „tickt“, kenne sein Vorgehen und seine Absichten – und jedes Mal stellt sich heraus, dass er die Methode geändert hat, dass er nicht dort auftaucht, wo man ihn als nächstes vermutet oder nicht zu der Zeit, zu der man ihn durch anzutreffen glaubte.

6. Macht

Er verfügt über Geld und über Einfluss, ganz egal, ob es sich dabei um wichtige Politiker oder Menschen in der Stadtverwaltung, Goblinhorden oder Gaunerbanden handelt. Er hat seine „Assets“, die er zu opfern bereit ist und kann auf Grund seiner Ressourcen schnell von A zu B gelangen.

7. Charme

So sehr man ihn an die Wand nageln möchte, so wenig kann man ihm absprechen, charmant zu sein. Das mag einen selbst manchmal aus der Fassung bringen, vielleicht sorgt es auch nur dafür, dass der Gegenspieler dank seines Charmes in brenzligen Situationen schnell an spontane Hilfe gelangt. Er kann sich auf unterschiedlichen gesellschaftlichen Parketten souverän bewegen und dadurch Gönner und Freunde erlangen (vgl. Punkt 6).

8. Motivation/Schwächen

Sicherlich gibt es die Gegenspieler, die einfach nur „die Welt brennen sehen wollen“, doch meist gibt es doch eine Motivation, aus der wiederum Schwächen resultieren. Ob das nun eine dramatische Kindheitsgeschichte ist, der Wunsch nach Rache, nachdem man ihn betrogen, verlassen, benutzt … hat: irgendwas wird es da geben, und es macht den Gegenspieler rund.

9. Identifikationspotenzial

Natürlich ist er ganz anders als ein Held, aber dennoch gibt es da Parallelen, gibt es hier und da einen Funken Mitgefühl oder die Hoffnung, man könne den Gegenspieler vielleicht noch zum Guten bekehren.

10. Unbeirrbarkeit

Dieser Gegenspieler geht mit wehenden Fahnen. Man muss ihn töten, ihn beseitigen, er lässt einem auf Grund seines gesamten Charakters keine andere Wahl. Nein, man kann ihn nicht zum Guten bekehren und nein, natürlich reicht es nicht aus, ihn hinter Gitter zu bringen.

 

 

Youtube: Anderen beim Spielen zuzusehen ist sooo öde …

Rollenspiel auf Youtube oder besser: All diese live gestreamten Rollenspielrunden mitsamt Outplaygeblubber, Pinkelpausen und Co. – wer guckt denn sowas? Eigentlich streamen Leute onair doch sowieso nur, um sich selbst in Szene zu setzen, oder? Um Inspiration, um Austausch, um das Teilen eigener Rollenspielerfahrungen mit anderen, um Live-Einblicke ins Nähkästchen und derlei mehr kann es doch dabei gar nicht gehen, richtig? Und schließlich: Zum Rollenspiel bringt man die Leute durch Rollenspiel, eben dadurch, dass sie LIVE dabei sind, aktiver Teil davon sind. Denn Rollenspiel ist interaktiv. Punkt. Continue reading

RSP-Karneval September: Wasser, das „dreckige Dutzend“

Zwischendurch war mein Blog leider nicht erreichbar (und aktuell ist er auch mal wieder nicht …), doch jetzt endlich, bevor auch der Oktober rum ist, gibt es die Zusammenfassung vom Septemberkarneval der Rollenspielblogs. Übernommen hatte ich die Organisation für das Thema „Wasser“. Obwohl mich im Vorfeld und im Monatsverlauf einige kritische Stimmen zum Thema erreichten, brachte der Karneval es letzlich auf ein Dutzend Beiträge.

rspwasser

Den Anfang machte der Blog der meisterperson, der einen Artikel über die Magie des Wassers einbrachte. Zentral in seinem Artikel ist die Verknüpfung des Elements Wasser mit der Vier-Elemente-Lehre nach Aristoteles, im Verlauf des Textes ergänzt um Ideen zur Verknüpfung des Ganzen mit Galens Vier-Säfte-Lehre. Darin finden sich in erster Linie grundsätzliche Überlegungen, die man in weiteren Artikeln quasi bis ins Unendliche weiterführen könnte. Einmal natürlich für alle vier Elemente, es finden sich aber auch Ansätze für weitere Diskussionen im Artikel, zum Beispiel, ob man Wasser und Eis trennen sollte, oder ob sie (demnach) zueinander gehören und was sich daraus so machen lässt. Neben den Links zu den angerissenen Lehren finden sich im Artikel übrigens auch Links zu einem schicken Bild sowie einem inspirierenden Youtube-Video (wie so oft: aus dem Anime-Bereich).

Mit Wasser als Abenteuerelement in DSA beschäftigt sich hingegen Engors Dereblick. In verschiedenen Abschnitten charakterisiert er die Eigenschaften von Wasser zunächst in der allgemeinen Form (so dass jeder etwas davon hat ;-)) und danach im Hinblick auf DSA bzw. Dere. Schön daran ist bei aller Knappheit des Artikels, dass der inneraventurische Blickwinkel dabei eingenommen wird, aber auch die anderen Kontinente Deres nicht außer Acht gelassen werden.

Seanchui goes Rlyeh hat gleich zwei Beiträge zum Karneval verfasst. Der erste Artikel bringt einen allgemeinen Überblick zum Element Wasser im Zusammenhang mit Cthulhu und dem Mythos. Trotz der relativen Kürze – Seanchui kündigt darin weitere mögliche Artikel zum Thema an und hat im September wie schon geschrieben auch einen weiteren zeitig auf den Weg bringen können – ist der Artikel gerade wegen der Übersicht sehr informativ. Wasser spielt im Zusammenhang mit Cthulhu nämlich eine ziemlich große Rolle, und im eben verlinkten Artikel findet sich nicht nur ein bisschen was dazu, sondern auch direkt zum Abenteuerband „Geisterschiffe“, der Hintergrund und mehrere Szenarien rund um das Thema enthält.

Im zweiten Beitrag von Seanchui wird es dann richtig kreativ, und zwar mit der „La leggenda delle navi fantasma„, einem Mythosbuch, dessen Beschreibung im Artikel an solche aus dem „Necronomicon“ angelehnt sind. Mitsamt atmosphärischer Einstimmung, allgemeiner Beschreibung, spielrelevanten Details und Auswirkungen. Kurzum: Ziemlich cool!

Zwischenzeitlich hat Malfeas eine Charaktergeschichte zum Karneval beigesteuert. Wozu? Na, natürlich zu einem Wassermagier, und zwar einem aus Ars Magica. Von der Geburt bis zur Lehrprobe reicht der Einblick – und ich liebe den abschließenden Satz (den ich hier natürlich nicht verrate).

Bei Unknown-Armies.de geht es im September unter anderem um Ablutomantie. Es handelt sich um eine erweiterte Übersetzung aus dem Englischen, wobei der Artikel sich im weiteren Sinne mit dem Baden beschäftigt. Genauer gesagt, mit dem Bad als Möglichkeit, sich von Sünden reinzuwaschen. Ich mag ja vor allem den Absatz zum „Pan-Christian Women’s Spa“. 😉

Spiele im Kopf schrieb über das Wasser des Lebens. Hier hatte ich beim Lesen mehrere Aha-Erlebnisse, weil ich zunächst nicht sicher war, ob es sich nun um eine Aufarbeitung realer Mythen oder von Quellenmaterial von „Ars Magica“ handelt, bis ich dann feststellte, dass sich ein umfassender Spiel-Ansatz hinter der Geschichte mitsamt vier verschiedener Wasser-Aufarbeitungen verbirgt. Auf dem Weg dahin werden mehrere Portale in die Feenwelt vorgestellt und weitere offen (zum Eigenbau) konkret gelassen. Spannende Sache, die sich leicht auch in andere Settings packen lässt.

d6ideas musste auf Grund technischer Schwierigkeiten im September auf Gastbeiträge in anderen Blogs ausweichen und haben sich dadurch kein bisschen von der Teilnahme abhalten lassen. Jawoll, ja! Gestartet wurde mit dem blauen Regen auf dem Blog der Möwe. Auf ziemlich unterhaltsame Art bekommt man einen Einblick in das vorausgehende Brainstorming zum September-Karneval voller Ansätze und Hinweise, bis das Ganze dann unterbrochen wird von … naja, von blauem Regen halt. Wobei, nein. Eher von „Blue Thermal Eisregen“. Genau!

Nachgelegt haben d6ideas dann noch mal auf dem Blog der Greifenklaue. Ein wenig öde klingt der Titel „Staudämme in der Red Star“ ja doch irgendwie, oder? Mein Tipp: trotzdem lesen! In diesem Artikel verbergen sich eine Menge ziemlich cooler Ideen, auch wenn die was für Leute sind, die auf „WTF!?“-Momente abgehen. Da ich mich dazu zähle, hat mich der Beitrag ziemlich begeistert, gerade weil er so dermaßen freakig ist.

Der 31. Greifenklaue-Podcast hat sich ebenfalls dem Karnevals-Thema gewidmet. Dazu kann ich leider noch gar nichts sagen, weil ich den noch gar nicht gehört habe (und der einfach etwas mehr als zwei Stunden Laufzeit hat). Sorry, wird aber nachgeholt (und nachberichtet ;-))!

Und einen nachgereichten Abschluss des September-Karnevals gab es vom ackerknecht. Der hat auf Inspirationen zum Thema lang herumgekaut und sich schließlich für fünf aus unterschiedlichen Bereichen entschieden. Übrigens: Ich stehe auch nicht so auf Metal.

Abschließend komme ich nun auf einen zusammenfassenden Blick und stelle fest, dass es elf Beiträge sind und nicht zwölf. Dabei habe ich zu Beginn dieses Artikels mehrfach gezählt und eben auch. Hm. Hab ich wen vergessen oder war ich nur zu müde zu Anfang und hab mich verzählt?

Ich habe mich verzählt, und zwar habe ich „Aqua Fama“ vom Pendragon-Blog ausgelassen. Dabei wartet der direkt mal mit einem netten Ausdruck auf, nämlich dem „arthurienischen Mythos“. Und in diesem Zusammenhang werden dann die Korriganen mitsamt Spielwerten als mythische Wasserwesen vorgestellt. Es folgt eine Beschreibung vom „Hügel der Meerjungfrauen“. Was sich erst als Ortsbeschreibung liest, entpuppt sich im Verlauf als recht ausführlicher Abenteuer-Aufhänger.

Meinen eigenen Beitrag hatte ich jedenfalls nicht mitgezählt. Der ist in meinem Kopf ziemlich umfassend und quasi fertig. Zum Oktober-Karneval würde er eigentlich auch noch passen, aber ich fürchte, meine letztliche Verzögerung beim Veröffentlichen wird dann doch eher einige Monate in Anspruch nehmen. Wie das so ist … *seufz*

Auf jeden Fall noch mal ein Dankeschön an alle Teilnehmer und (weiterhin) viel Spaß im Oktober mit „Orte und Locations“ beim Blechpiraten.

 

Mein persönlicher Horror … wie seht ihr das?

Vor einem Weilchen habe ich mir – mal wieder – eine Hangoutrunde angesehen. Nun sind die ja sehr unterschiedlich. Bei manchen hab ich mittlerweile raus, dass die meinem persönlichen Geschmack weitgehend entsprechen, bei anderen hingegen kann ich vorab oder ziemlich fix absehen, dass der Spielstil dort nicht so meins ist. Das ist dann halt so. Aber neulich hab ich eine Runde angesehen, die mich echt aus den Schuhen gehauen hat. Und ich meine das ernst: Ich habe mit ungläubigem Blick und Kopfschütteln am PC gesessen. Continue reading