RSP-Karneval 1/2017: Gerüst einer Splittermond-Feenwelt

Meine bisherige Lieblingspublikation zu Splittermond ist nach wie vor „Jenseits der Grenzen„. Dazu will ich auch schon seit fast einem Dreivierteljahr nun was bloggen, vloggen oder wie auch immer, habe es aber irgendwie dauernd verschoben.

Der Januar-Karneval der Rollenspielblogs bietet mir jetzt die Gelegenheit, doch zumindest mal damit anzufangen. Gloria von Nerd-Gedanken organisiert den Karneval in diesem Monat, und das Thema lautet: „Verwunschen, verzaubert, verflucht„. Wenn das mal kein Aufhänger ist! Und dann auch noch mit einem Logo in pink, also kann ich ja quasi gar nicht anders. 😉

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Splittermond: Mord im Schwimmenden Zirkus, Teil 1

Gestern war es soweit: die erste Splittermond-Runde auf meinem Youtube-Kanal stand an. Mein lieber Schwan, war ich nervös!

Das Spiel ist für mich selbst ja immer noch recht neu, da ich es schon lange mögen will, es aber ebenso lange nicht bei uns gefunkt hat, bei diesem Splittermond und mir. Erst vor etwa einem Dreivierteljahr änderte sich das mal konkret. Gründe dafür waren, dass ich es tatsächlich auch mal spielen konnte, wegen anstehender Runden ziemlich viele Stunden mit dem Charakterbasteln verbracht hatte, und sich dann auch noch eine Tischrunde mit Splittermond herauskristallisierte. Dennoch habe ich viele der bisherigen Splittermond-Publikationen noch nicht (gänzlich) gelesen und würde mich noch als Systemeinsteigerin bezeichnen. Gespielt habe ich bislang 6 Sessions in insgesamt 4 verschiedenen Runden, geleitet 3  Sessions. Zu einem Abenteuer hatte ich ja schon mal einen Bericht gebloggt.

Bei den Spielern für die Youtube-Runde ist einer dabei, der insgesamt deutlich mehr gespielt hat, wenn auch viele Sessions noch zum Beta-Status des Spiels. Für die anderen drei ist Splittermond völliges Neuland und die für die Youtube-Runde erstellten Charaktere sind ihre ersten. Continue reading

Spielbericht: „Regennacht“ (Splittermond)

„Regennacht“ ist als kurzes Abenteuer für 4-5 Stunden Spielzeit rund um Sarnburg (Selenia) angesiedelt. Es soll auch dazu dienen können, Gruppen zusammenzuführen, und es erschien aus der Feder von „Weltengeist“ in der achten Ausgabe des Uhrwerk-Magazins.

Für einen Spielbericht braucht es logischerweise Informationen zu und aus genau dem gespielten Abenteuer, also wird entsprechend auch heftig gespoilert und der Text richtet sich eher an (potenzielle) Spielleiter genau dieses Abenteuers.

Vorab: Gespielt wurde das Ganze in einer Session mit fünf neu erstellten Charakteren und insgesamt verfügen auch alle Spieler sowie SL über wenig Splittermond-Erfahrung. Leider ist bei dem Abenteuer weder etwas zum empfohlenen Heldengrad angegeben noch zur (vermutlich wie üblich angenommenen) Gruppengröße, aber dazu komme ich wohl abschließend nochmals zurück. Continue reading

Clawdeen liest: Splittermond Grundregelwerk (Teil 5)

Nee, mit der Auswahl eines Volkes und einer Kultur sind wir noch längst nicht am Ende des Auswahldings angekommen. Vielmehr geht es nun mit den Abstammungen weiter. Ist zumindest für DSA-Spieler auch nicht ganz so neu. Natürlich macht es einen Unterschied, ob man als Adelskind oder Sprössling einer Handwerksfamilie aufgewachsen ist, und so bekommt man je nach Auswahl an der Stelle der Abstammungswahl pro Päckchen letztlich 5 Fertigkeitspunkte sowie 4 Punkte auf Ressourcen. Meins ist sowas jetzt gar nicht, aber an der Stelle sei noch mal auf die Option verwiesen, einen Charakter auch gänzlich frei zu erstellen oder nur teilmodular. Man muss das also nicht so machen und sich zwingend was aus den Päckchen aussuchen; außerdem kann man diese auch leicht anpassen, da man ja weiß, was drin steckt (eben gleichmäßig verteilte Fertigkeits- und Ressourcenpunkte letztlich). Wer sich schwerer tut mit Abstrahiertem (also gleich Punkte aus dem Kopf zu verteilen), der hat mit diesen Abstammungen aber sicherlich eine gute Handreichung.

Aber was haben wir denn nun da? Satte 15 geschnürte Abstammungspakete:

Einsiedler, Gelehrte, Gesindel, Großbauern, Händler, Handwerker, Hochadel, Höflinge, Kleinbauern, Landadel, Magistrale, Priester, Reisende, Seefahrer und Zauberer

Während ich bei manchen Paketen sowohl Kurzbeschreibung als auch angegebene Punkteverteilung sinnvoll und schlüssig finde, haben andere ein paar Macken. Beispielsweise finde ich persönlich die jeweils zugefügten Darstellungsempfehlungen (Gelehrte sind oft weltfremd, aus dem Gesindel kommend hat man oft einen unbeugsamen Willen und so weiter) eher hinderlich als förderlich, zumal sie sich hinsichtlich der Werte in keiner Weise abzeichnen. Ist also mehr eine Autorenwunschvorstellung, die ich hier vor allem deshalb nicht so passend finde, weil sie eben diverse Hintergründe zusammenfassen.

So werden unter Gesindel Kriminelle, Bettler, Tagelöhner, Landstreicher und Arbeitssklaven zusammengefasst. Dass Kriminelle über entsprechende Straßenkenntnis und Heimlichkeit verfügen sowie zwielichtige Kontakte haben, okay, aber wieso sollte das für Kinder von Tagelöhnern oder Sklaven gelten? Ihre Kontakte (Kontakte 3 in Spielwerten) sind dann einfach andere, in Ordnung, bei den Sklaven wählt man dann eben Überleben (zur Auswahl stehen Straßenkunde oder Überleben), das mag auch passen, aber ein Tagelöhnerkind braucht beides nicht unbedingt. Ähnliches gilt für das Handwerkerpaket. Und warum gehört zum Höfling Straßenkunde? Oder Entschlossenheit zum Künstler? Letzteres soll wohl dem „Freigeist“ gerecht werden.

Hm, vielleicht bin ich auch einfach nicht für diese Art der Charaktererstellung gemacht. Anderen mag es helfen.

Beim nächsten Teil stecke ich immer noch in den Basics der Charaktererschaffung fest, da werde ich mir dann die Ausbildungen ansehen, die zur Verfügung stehen.